Ausgabe 
27.7.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Handel

Frankfurter Börse, 27. Juli, 1.15 Uhr.

Reichsanleihe

. 96.60

Gießener Strafkammer.

Pnnee-Henri-Eisenbahn . 132,00

^Vielfach. uachgeahmt, nie erreicht» hilft Zacfierllhi

Flaschen zu laufen, wo üacherl-plakak äushangen.

Moderne

Obau tieeirkurse.

Handel nnv Verkehr, Volkrwlrts^aft.

212.00

115.00

29 80

139.70

. 195.90 . 218.75 . 29.70 . 116.40 . 140.70

116.00

105.00

208.80

192.50

131.50

195.80

219.00

316% 3% Wlo 3-6 3/6% 316%

26. Juli. Anfangskurse Harpener Bergwerk. Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose .

do. Konsols do. Hessen Oberhessen

vv, ®te Jahnstiftung zur Unterstützung der Hinter- befinden, wenn sie im Herbst abgegeben werden, blrebenen von Turnlehrern hat ettva 33 000 Mark Ver­mögen. Sie ist durch weitere Ausdehnung des Lebens- Versicherungswesens in den Hintergrund gedrängt worden. Sie wird vielleicht in absehbarer Zeit aufgelöst werden -oder in anderer Form weitergeführt werden. Das Jayn- museum in Freyburg a. d. Unstrut weist jetzt 829 Nummern auf. Sie dort noch fehlenden Kaiser- und Bismarckbüsten sollen in Vronce angeschafft werden. Für diesen Zweck werden 1000 Mk. bewilligt. Durch die Aufstellung der Büsten soll dem Gedanken Ausdruck gegeben werden, daß Kaiser Wilhelm I. und Bismarck den Jahnschen Gedanken endlich zur Ausführung gebracht haben. Prof. Dr. Rühl- Stettrn wies auf die werbende Kraft hin, die die Erhebung von Statistiken hat, vor allem die Standes- und Vereins­vermögenserhebungen. Es wurde beschlossen, von jetzt an alle fünf oder zehn Juhre das Vermögen der Vereine statistisch festzulegen. Die deutschen Vereine haben allein 640 Turnhallen.

kaufen keine Einrichtung ohne vorher das grosse Muster-Haupt« ausstellungshans der Darmstädter Möbelfabrik, Heidelberger« strasse, welches als Sehenswürdigkeit I. Ranges und bedeutendste« laus seiner Art bekannt ist, besichtigt zu haben. Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Perspektiv-Aufnahmen von completton Zimmern). k*/ ]

wahrlich staunenswert gegen jede3n[eftenplage.

1 n (Es ist niemols in der Düte, sondern nur in

Heber dieDeutsche Turnzeitung" berichtet Atzrott- .Stegntz. Er teilt nut, daß sie einen Heberschuß von etwa .3000 Mark ergeben hat.

Berliner

Canada E. B.....

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: träge.

Elektriz. Lahmeyer .

Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakelf.

für Volks- und Jugendspiele cd so darstellen möchten, als ob sie nur die Hauptrolle spielten und die Turner nur Nebensache seien. Davon könne natürlich keine Rede sein. Das habe der Führer der neuen Bewegung, Aba. von ,Schenkendorf selbst zugegeben. Anläßlich einer Einladung zur Teilnahme am Internationalen Antialkoholisten-Kon- greß in Stockholm erklärte der Vorsitzende, daß die deutschen Turner wohl für Mäßigkeit irrt Alkoholgenuß eintreten, daß sie aber nicht die Bekämpfung des Alkoholgenusses an und für sich zum Ziele haben.

Darauf erstattete der Vorsitzende den Jahres -und Geschäftsbericht. Er hob'hervor, daß die deutsche Turnerschaft weitere erfreuliche^ Fortschritte gemacht habe. Parteigeist im politischen und religiösen Sinne finde keinen Platz in ihr. Daher sei auch die Trennung von den antise­mitischen österreichischen Turnern in freundlicher Weise er­folgt. Bedauerlich sei aber die Schaffung einer Kampf­organisation gegen die deutsche Turnerschaft; denn die sozialdemokratischenfreien Turner" suchen auf dem Wege der politischen Verhetzung im Trüben zu fischen. Turnver­eine auf politischem Boden seien ein Unding. Vor allem aber sei der unflätige Kampf der sozialdemokratischen Turner zu bedauern. Das Ziel der Arbeiterturnvereine ist, Hnzufriedenheit und Haß zu erregen. An der Spitze dieses Bundes stehen fünf bezahlte Agitatoren. Es gilt die deutschen Turner zu schützen, die von den Sozialdemo­kraten an ihren Arbeitsstätten geschmäht und verfolgt wer­den. Die deutsche Turnerschaft würde mit allerlei tollen Lügen überschüttet. Ein Flugblatt der deutschen Turner

92.95

83.50

92.95

83.45

92.06

97.70

98 20

92.55

103 30 66.40

67 45

91.65

89.90

94.50

141.70

49.00

83.00

62.35

95.85

. 116.50 e 102.00 . 152.00

128.00 . 224.00 . 14400 . 168.70 . 138.10 . 202.75

Börse, . 173.40 . 127.90 . 224.10

. 70.10 . 139.00

Nttsverntcits-Nacbrlchteir.

D i e Ges am tfrequenz der deutschen medizi­nischen Fakultäten beträgt in diesem Sommersemester 7574, gepen 6570 im Sommer 1906 und 7219 im Winter 1906 07. In den einzelnen medizinischen Fakultäten studieren: in München 1248 (ausserdem 138 Zahnärzte), Berlin 914, Freiburg i. Br. 623, Leipzig 498, Würzburg 449, Heidelberg 397, Kiel 330, Gießen 300 (einschl. der Veterinärmediziner), Marburg 293, Breslau 279, Bonn 273, Jena 256, Straßburg 233, Tübingen 225, Königsberg 216, Halle 210, Grenswald 205, Erlangen 199, Göttingen 181, Münster 123 und Rostock 122.

Der Verband der im Coburger LC ver­ein i g t e n L a n d s m a n n s ch a s t e n auf deutschen Hoch­schulen zählt im Sommersemester 1907 unter entsprechendem Abzüge der Mehrbänderlente 1322 Aktive und Inaktive iim vorigen Semester 1173) sowie 3555 Alte Herren (im vorigen Semester 3484) in 37 aktiven und 6 suspendierten Landsmannschaften. Die soeben im Cob. LC rekonstuierte Münchener Landsmannschaft Hannovera auf dem Wels (früher in Erlangen) ist noch nicht mit- gezählt.__________________________

MarkeFürst Bismarck" feinste 10 Pfq. Zigarre empf. G.C. Volk, Bismarckstr. 16, Ecke Ludwigstr. Reichhaltiges Lager nur anerk. erittlassiger Zigarren- und Zigaretten-Fabrikate. 4019

Harpener Bergwerk. . Laurahütte.....

Nordd. Lloyd ...

Obeischics. Eisen-Industri Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Krcditaktien .... Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn

Gotthard bahn . . ,

Lombard. Eisenbahn .

Oesterr. Staatsbahn . .

Lcrndwirtschcrft.

Gießen, 25. Juli. Ter Kornschnitt hat in unserer Umgegend seinen Anfang genommen. Dian ist mit der Fülle in den Aehren zufrieden. In 14 Tagen dürste auch das übrige Getreide gemäht werden.

Polologlow-Zigaretten

Das Stück 3 bis 10 Pfennige. D12/$ lieber all käuflich! FabrikEpirus Dresden.

Vertabte Möbel

Verleihanstalt Sundheimer & dlchte strupp Frankfurt a. M. h%

pro qm und Woche 10 Pfg.

Telephon 4017. Telegramm-Adresse: Industriebedarf,

! Stiftung ur Errichtung deutscher Turnstätten sind 98 Anträge gerichtet worden. 31 Unterstützungen wur­den zum Bau von Turnhallen bewilligt, im aanren 9480 Mk. Ueber das Turnen der Fortbildungsschule^ mit dem der Auchchuß stch schon seit langem beschäftigt be° ruhtete Turn-Inspektor Schmuck-Darmstadt. Er betonte die Notwendigkeit, die Lücke zwischen Schulturnen und mili­tärischem Turnen auszufüllen. Die Lehrer müßten die gugeno auf den Wert des Turnens in den Vereinen der deutschen Turnerschaft.hinweijen; denn die Fortbildung^

schule könne nicht selbst das Turnen übernehmen. Mit dem Verbände für Jugend- und Volksspiele, mit dem deutschen Turnlehrerverbande und dem Verein für Fortbildungsschul­wesen sollen Verhandlungen über die Turnfrage in der Fortbildungsschule gepflogen werden. Ein Ausschuß wird die Frage noch einmal prüfen und die endgültigen Forde- rungen der deutschen Turnerschaft festlegen.

4% Oesterr. Goldrente. . 4% % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4-6 Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 436% ruBs.Staatsanl. 1905 416% japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 Türkenlose......

4-6 Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner < . 4/6% Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss,.....

Buderus E. W . . .

Tendenz: ruhig.

vom Oktober 1906 wurde ate Wahlaufruf bezeichnet und man brachte sogar die Lüge auf, die deutsche Turnerschaft habe dem Reichsverbande zur Bekämpfung der Sozialdemo­kratie 800 000 Mk. zur Verfügung gestellt. (Heiterkeit.) Der Jugend müssen die deutschen Turner sich annehmen und sie aufklären über das Treiben der sogenanntenfreien Turner". Die Lücke zwischen Schulturnen und Militär­turnen müsse ausgefüllt werden. Leicht ist diese Arbeit nicht. Andere Anzapfungen, wie die der Antisemiten, der Zionisten und der Antialkoholisten lassen die Turnerschaft unberührt. Die Turnerschaft hat anderes zu tun, als sich damit abzu­geben. Treu im Jahnschen Geiste werde die Turnerschaft weiter arbeiten. Lauter Engel und klassische Gestalten zu schaffen setze sich die Turnerschaft nicht zum Ziel. Nach Schweden ist von Vorstandsmitgliedern eine Studienreise zur Prüfung des schwedischen Turnens unternommen wor­den. Im schwedischen Turnen ist aber nicht die Vervoll­kommnung des. Turnwesens zu erblicken. Das deutsche Turnen kann nicht durch das schwedische ersetzt werden. Die deutsche Turnerschaft wird sich den internationalen Wettkämpfen nicht mehr entziehen können. Sie wird da­her auch wohl an den olympischen Spielen teilnehmen. Vom Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie ist an den Vorsitzenden ein Schreiben eingelaufen, worin um die Zulassung eines Verbandsvertreters bei der Be­sprechung der Frage der Bekämpfung der sozialdemokra­tischenfreien Turner" gebeten wurde. Dr. Goetz hat die Bitte abgeschlagen. In der Stadtverordnetenversammlung zu Frankfurt a. M. seien 50 000 Mk. für das deutsche Turnfest 1908 bewilligt worden. Dabei sei die deutsche! Turnerschaft von den Sozialdemokraten scharf angegriffen! worden. Recht ungeschickt habe ein Stadtverordneter da­rauf entgegnet, in der deutschen Turnerschaft seien viele! Sozialdemokraten. Solche Wortkämpfe seien sehr unange­nehm und trügen nur dazu bei, böseA Blut zu erregen.

f Darauf erftattete Kanzleirat Atz ro tt-Steglitz den Kassenbericht. Er teilte mit, daß Vermögen der Turner- schast erfreulich gestiegen sei. Das Vermögen der Haupt-! kasse beträgt 89 343 Mk., das' der Stiftungskasse 77 132 m

Stand des Jahn-EVu w oaB 0t6 x.ere während des Haupt-

"tt' ^"-gesamt betragt das Vermögen Wachstums mit Haler gefüttert sind und im September wiederum cj'n vt k . ..... , . Haferbeigaben bekommen, damit sie sich in guter Kondition

)( Gießen, 26. Juli. Späte Sühne.

_ Ende des Jahres 1905 kam der Schlosser F. R. E. aus -Lteckarau-Mannheim auf feiner Wanderschaft nach Friedberg, wo ihn der Herbergsverwalter als Hausbursche beschäftigte, da er wegen seiner wundgelausenen Füße nicht Weiterreisen konnte. Als i in den ersten Tagen zwei Handwerksburschen eintrafen, erbot er sich ihnen das Gepäck aufzubewahren, damit sie die üblichen drei Pfennige, die an den Verwalter zu entrichten sind, sparen würden. Die Handwerksburschen kamen diesem Ansinnen nach unb übergaben rhn ihre Habseligkeiten. In der nächstfolgenden Nacht beobachtete ihn der Herbergsverwalter, wie er sich an seinem Fahrrad, das er in einem Schuppen aufgehängt hatte, zu schaffen machte. Ans die Frage was er da zu suchen habe, gab er an, er sei leidenschaftlicher Radfahrer und habe das Rad einmal probieren wollen. Das er leidenschaftlicher Radler ist, ergab auch die Verlesung feiner Vorstrafliste, nach der er wegen Fahrraddiebstähle eine Reihe von SkMfen erlitten hat. Am andern Morgen war er verschwunden und zmfar mit Posaunen und Trompeten. Er hatte aus dem Hebungslokal des evangelischen Jünglingsvereins, der seine Hebungen in der Herbergswirtschaft abhält, eine Reihe von MuilkmstrumenLen, insbesondere zwei Posaunen und Trom­peten mitgenommen. Rqach seinen Angaben, hat er sich nach Frankfurt a. M. gewandt und dort versucht, die Instrumente abzusetzen: es gelang ihm jedoch nicht, weshalb er sie in den Main geireren. Tue (Lcyafsung von Hebungsgelegenheiten für I ein Zimmer. Schon in der eKe/Ächt bestah?er Bestien Zimmer- Frauen rst notwendig. Es muß daher die Gründung von genossen; er nahm mit, was ihm gerade in die Hände siel Die ^rauenabterlungen im Anschluß an die Männerturnvereine Legitimationspapiere seines Zimmergeiwssen waren ihm wohl die gefördert werden. Wo dies nicht angängig ist, soll den Hauptsache, denn er hat sich schon mehr unter falschen Namen Frauengruppen gastweise die Hebungsgeleaenheit aeaeben umhergetrieben. Er begab sich von da nach der Schweiz, wo er Werden. Die Anhörung von Frauen in Sachen des Frauen- ^bufalls wegen Diebstahlseine Zuchthausstrafe chon anderthalb turnens ist geboten. Leiterinnen sollen heranaezoaew werden 2- uach deren Verbüßung er ausgeliefert wurde. Da

Die Kleiduna soll lose und frirei ei~nr Äußerung seiner Heimatsbehörde Epileptiker ist,

wiLw.UK ' £'\un-x |UPj^et lexn- Rock oder nahm die Staatsanwaltschaft Veranlassung, ihn auf seinen Geiües-

<tnfprpL-k s9etr^er kurd'. ist Nicht von Bedeutung. Im zustand untersuchen zu lassen. Ter Sachverständige konnte jedoch Jnteresw der Forderung des Frauenturnens empfiehlt sich keine Spur geistiger Störung und sonstiger Abnormitäten fest- aoer eine eracht, die der heutigen möglichst entspricht.! stellen; er hielt ihn für Hnen intelligenten Menschen, der in der Die Frauenabteilungen mögen aber selbst urteilen und das §a9-e märe, sich anders durch die Welt zu bringen. Ta an eine tun, was Geschmack und Gefühl ihnen gebietet. Beim öffent- F^^rung bei ihm nicht zu denken ist, hielt es das Gericht im lichen Auftreten ist die größte Zurückhaltung und Vorsicht längere Zeit

zu beachten. Frauen sollen an Festzügen nicht teilnebmen Ku diktierte zwei Jahre sechs

Der Grund liegt in der \a u* worauf ein Monat der erlittenen

beutfrfipn 'A-rrru unb 1 s *tltven , Untersuchungshaft in Anrechnung kommt. Weiter wurden ihm

oeutschen orau. und ^ungsrau und auch an dem Mangel die bürgerlichen Ehrenrechte aus fünf Jahre aberkannt und die

an. und schuldiger Rücksichtnahme von feiten Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen.

gewisser Kreise. Die Frage der Wetturnordnung wurde-----

werden^ eTÖrteTt ^as Dauerhangeln soll abgeschasft

Das Frauenturnen hat in allen Kreisen weitere Fortschritte gemacht. Es turnen in der deutschen Turner­schaft etwa 40 000. Im letzten Jahre sind etwa'4700 Frauen und 2600 Mädchen neu in die Deutsche Turnerschaft ein­getreten. Die Schaffung von Hebungsgelegenheiten Frauen ist notwendig. Es muß daher die Gründung

B a d - N a u h e i m, 23. Juli. Eine stattliche Versammlung war es, die sich am Samstag nachmittag an der vom Kreisziegen' zuchtverein eingerichteten Ziegenweide zusammengefunden hatte und Herr von Peters dankte namens des Vereins der Stadt Bad-Nau- heim, die das Gelände, Feld wie Wald, dem Verein zur Verfügung gestellt habe, dann dein Landwirtsch. Provinzialverein für Oberhessen, der 200 Mark für einen Ziegentummelplatz bewilligt habe. Gedankt wurde auch dem Kreise Friedberg, der bisher 400 Mark für die Kosten der Einrichtung bewilligt habe, ferner der Großh. Kurver­waltung für die Unterstützung des Gesuches um Zuwendung von Atitteln aus staatlichen Fonds zur Errichtung einer Schutzhütte. Auch die Großh. Obersörsterei verdiene Dank für umfassende Beihülfe in Wort und Tat, Freigabe des Waldes, Ueberlassimg von Arbeits­kräften 2C., ferner die Mitglieder der Weidekommission und viele Einzelpersonen, die das Werk gefördert haben. Redner schloß mit den Worten:Wir aber bringen unser Hoch dem, der der Schützer allen Erwerbslebens in unserein Hessenlande ist, Se. König!. Hoheit Ernst Ludwig. Tie Versammlung stimmte lebhaft ein. Es folgte dann die Besichtigung der Weide, die eine geradezu ideale Lage hat und mit ihrer Größe von ca. 15 000 Quadratmeter, wovon ca. 5000 Quadratmeter Wald, einen Tummelplatz für die ungefähr 25 Pfleglinge, die sich seinerzeit dort befinden, abgibt, wie man ihn nicht schöner denken kann. Und die jungen Tiere, lauter Saaner Rasse, lohnen die Pflege, die sie genießen, durch vorzügliche Ent­wicklung, die den Beweis liefert, daß man junge Tiere nicht in Gefangenschaft und dunklen Ställen aufziehen soll. Vorläufig befinden sich auf der Weide nur diese 25 Tiere, im nächsten Jahre sollen noch 30 Ziegenlämmer dazu kommen. Welche Bedeutung die Ziegenzucht hat, geht daraus hervor, daß im Reiche für 176 Millionen Dtark Ziegen vorhanden sind, daß unser Hessenland allein über 1 Million Stück besitzt, daß einzelne Gemeinden 4-500 Ziegen halten und daß es Arbeiter gibt, die im Besitze von 23 Peqen sind. Die Schweiz hat Atitlionen für Verkauf von Zuchtvieh "gelöst, doch sind die besten Tiere dort wegverkauft und unfere ein­heimische Nachzucht ist weit wertvoller als die Originaltiere, weil sie unseren Verhältnissen angepaßt und gesund sind, während die aus der Schweiz eingesührten Ziegen häufig erkranken. Daß die Weide Anklang findet, beweist wohl am besten, daß jetzt schon von Gemeinden wie Kurgästen von Göttingen, Hannover, Thüringen f und aus dem Hinterlande Bestellungen einlaufen. Die Anwesenden ' * roaren des Lobes voll über die ungemein praktische Anlage.

wir bemerken, daß die Tiere während des Haupt-

Bheinisches

TpfhniLfiim Rinnnn Maschinenbau,Elektrotechnik, I einnmum Dingen Automobilbau. Brückenbau.

Zusammenschluß in der Kartoffelstärke- Industrie. Mit dem schon seit längerer Zeit geplanten Zu­sammenschluß ist nunmehr der Anfang gemacht worden, indem eine Anzahl landwirtschaftlicher Stärkefabrikanten sich zur gemeinsamen Verwertung ihrer Erzeugnisse nach dem Vorbilde des Spiritus­ringes zusammengetan haben. Die Leitung liegt in der Hand her­vorragender Landwirte, beteiligt ist jedoch auch eine erste Händler- sirma. Es heißt, daß bis jetzt der Beitritt für etwa 1,2 Mill, ^oppelä^muer, zum größeren Teile trockener Stärke, zum kleineren -Leite Glukosen erfolgt. Die großen gewerblichen Stärkefabriken sind dem äima nicht beigetreten. Wie die Sache sich weiter ent- wrckeÜ, muß sich erst zeigen.

Miirrre.

Giesrett, 27. Juli. Marktbericht. Ans heutigem Wochennm,n kosteten: Butter pr. Psd. 1.20-1.25 Mk.. Hühnereier 1 St 7-Ä?« 2 Ltck. 00-00 Pfg.. Gänsecier 10-00 Vfg., Enteneier 8 Ma A. pr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Erbsen v. Pid laVqn Linsenp.Pfd.25-46Pfg., Tauben pr.Pr.0,80-l.OOBck., Hübnern,.^ 1,00-1,60 Mk., Mbne pr. Stück 0,80-1,80 Mk., G te ür 1 80-2,20 Mk Ganse pr.Md. 00-00 W, Ochsrnkleisch pr L ?,288 W, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 8082 Psq., Schwei^' 6484 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr

88 Mg-, Kalbfleisch pr.Pfd. 80-90 Pfg., Hammelfleisch pr. ® 6184 Pfg. Welsche per Pfund. Kartoffeln 100 1012 Alk., .Zwiebeln pr. Zlr. 10.0012,00 Mk., AUlch per 9j^ 20 Pfg., Kirschen das Pfund 20-25 Pfg., Nüsse 100 Stück 50~iyi W, per Ztr. 9-15 Alk., Weißkraut per Stück 15-30 Pfq " Zentner Dck. 0.00-0.00. - Dlarktzeit von 71 Uhr. P

. H er born , 25 Juli. Der heutige V i e h m a r k t zeigte eme starke Beschickung. Ter Handel war indessen flau Sechs wöchige Ferkel kosteten das Paar 30 Mark durchschnittlich und das PaarSpringer" 90 Mark. Fette Schweine waren im Preise gestiegen. Der Absatz des zahlreich aufgetriebenen Rindviehs ama gleichfalls langsani. a n9

Auemg eus itn ^ißuirsonilsrto.ißtrn irr StnhMÜtjtu.

Aufgebote.

Juli 20. Heinrich Giel, Kallfmaiiii in Rastatt, mit Matbild? Torr dahier. Franz Robert Tobisch, Oberkctllier dahier, nut Maria Jose'a Eva Hubertine Leinbergcr in Büdesheun. 23 Friedrich Lang, Gastwirt, mit Emma Ratisch, beide dahier. 24. Kar Schmidt, Eisendreher, mit Karoline Bonarins, beide dahier - 25. Wilhelm Kalweit, Schriftsetzer in Bochum, mit Hermine Sickert dahier.

C'hefchließungeu.

Juli 20. Peter Ortmüller, Hausierer, mit Katharine Göbel, geb Pitz, beide dahier. 25. Atax Lewinthal, Kaufmann in Schöne­berg bei Berlin, mit Hedwig Rothschild dahier.

Geborene.

Juli 15. Dem Brauer Karl Braun ein Sohn, Wolfgang Karl 17. Dem Metzger und Wirt Friedrich Euler ein Sohn. - 18. Dem Fuhrknechl Georg Kreis ein Sohn, Ludwig. Dem Rechts- anwalt Ludwig Peters ein Sohn, Hans. 22. Dem Schriftsetzer Ernst Höpfner ein Sohn. 23. Dem Kaufmann Georg Ritzel ein Sohn, Georg Karl.

Gestorbene.

Jnli 18. Heinrich Paul Gustav Seid, 4 Mte. alt, In Löbers- hoi 4. 20. Gustav Röding, 32 Jahre alt, Kaufmann, Am Riegel- psad 20. Berta Schmidt, geb. Altvater, 57 Jahre alt, Wilson- straße 4. 23. Rtarlin Herrmann, 2 Mte. alt, Schottslraße 17. 24. Eleonore Kalbfleisch, geb. Welcker, 80 Jahre alt, Ost-Anlage 9 25. Sophie Heß, geb. Schlenk, 68 Jahre alt, Goetheslraße 18. - 26 Katharine Henkel, geb. Dechert, 72 Jahre alt, Weserslraße 9.

Mütler'sche Badeanstalt.

Wasserwärme anr 27. Juli: 17 0 R.

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie, Giessen.

Die nach- A am»} a sind Sonntag;, den 28. Juli von stehenden U & & l C 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzntreffen. d27/7

Dr. Geyer, Seltersweg 64. Dr. Schliephake, Goethestr. 44.

F. Wagner. West-Anlage 49.

Sonntag, den 28. Jnli von 49 Uhr nachm. |631]

Nur Harsch-Apotheke offen.