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Zweites Blatt
157.3
General-Anzeiger für Oberhessen
l /a »palten langen Leitartikel, in dem versch 1cn lst, was nicht unwidersprochen bleiben soll
inzubeziehen. Dies ist nicht der Fall. Abg. Dr. Gut- ? leisch stimmte gegen das Gesetz, weil er nicht wollte, daß
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politifd?€ Tagesschau.
Prosessor Merkle und Hermann Schell.
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^vorstehende Eingemeindung Bürgels zurückkommt, so sei )t nur erwidert, daß ein Gesetz immer nur auf die tat- rchlichen Verhältnisse Rücksicht nehmen und nicht mit Mög- .chkeiten und Voraussetzungen rechnen kann, die erst in er Zukunst eintreten. Den Vorschlag, daß dem städtischen Wahlkreis Gießen für seinen zweiten Abgeordneten die ielleicht später einzugemeindenden Orte jetzt schon ugeschlagen werden sollen, müssen wir aus' diesem Grunde btehnen. Schließlich irrt unsere Offenbacher Kollegm ganz ewaltig, wenn sie glaubt, daß wir Offenbach den dritten lbgeordneten nicht gönnen. Es ist uns herzlich gleich- ültig, ob die Vertretung Offenbachs aus zwei oder drei >eno,sen besteht. Dagegen verwahren wir uns ganz ent- chieden gegen den liebenswürdigen Vorschlag, den für )sfenbach geforderten weiteren Abgeordneten einfach Gießen u nehmen. Zum Schluß noch eine kleine Richtigstellung, die „Off. Ztg. teilt mit, daß seinerzeit Abg. Dr. Gutfleisch egen das ganze Wahlgesetz gestimmt habe, weil ein bauern- ündlerischer Antrag Annahme gefunden habe, einige länd- iche Vororte Gießens in den städtischen Wahlkreis Gießen ;rf ttirhf K-rrTT Uba. Dr. Gut-
Samstag 27. Juli 1907
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=5@ 51.
Redaktion.^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
tl-en Städten Alsfeld, Friedbera und Bingen rhre besonderen kbgeordneten und damit ern b,is dahin unbestrittenes , iecht genommen werden sollte.
Ans SiaOt und Catiöe
Schmückt Ture Fenster und Bnlkone mit blühendm Blumen. Gießen, 27. Juli 1907.
** Lehrerpersonalien. Überträgen wurde dem Lehrer Gg. Hack zu Walldorf eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Leeheim; dem Lehrer Aug. Hofmann zu Nieder-Erlenbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Egelsbach; dem Lehrer Hch. Kling zu Lindenstmth eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Watzenborn-Steinberg; dem Lehrer und Hausvater am Rettungshaus zu Hühnlein, Kreis Bensheim, Wllh. S ch m i d t eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Weiterstadt; der SchulamtSafpirantin Anna Draudt aus Laubach eine Lehrerinstelle an dec Gemeindeschule zu Ober-Ramstadt. Bestätigt wurde der von dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg auf die Lehrerstelle zu Fürstengrund präsentierte Schulamtsaspira t Wilh. Friedrich Nebel aus Nußdorf (Nheinpfalz).
** Lebensretter. Der Apothekergehilse Alfred Hops in Wimpfen hat am 28. Juni 1906 und der Dachdecker Karl Schmitt in Mainz hat am 2. April 1907 einen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist von S. K. H. dem Großherzog ersterem die Nettungs- medaille und letzterem eine Geldprämie verliehen worden.
** Dritte Jahrhundertfeier der Universität. Der Verkauf der Kürten zur Wiederholung der Fie-stVorstellung ist Herrn Ernst Challier übertragen worden. Erwirb dre Karten im Stad tth e ater am Freitag, 2. August, und Samstag, 3. August, an der Tageskasse ausgeben, vormittags 10 bis 1 Uhr, nachmittags 3 bis 5 Uhr. Die Freita gs-Vorstellung, die um 6 Uhr abends beginnt, ist nur für jetzige uno frühere Studierende der Universität bestimmt und ein Ausweis durch die Festkarte erforderlich. Die Vorstellung am Samstag beginnt um 7 Uhr abends, zu dieser hat jedermann Zutritt. Als Preise sind die„Klei- nien Preise" vorgesehen: Loge 3.00, 2.50 Mk., Parkett 2.00, 1.50, 1.00 Mk. bis herunter zu 0.30 Mk. Zur Bequemlichkeit der Teilnehmer beginnt der Kartenverkauf von Montag ab in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Neuenweg 9).
** Die Reifeprüfungen anden höhere n Lehranstalten. Nach § 9, Abs. 4 der Verordnung vom 18. Jan. 1893, tetr, die Reifeprüfungen an den Gymnasien und an den Realgymnasien und nach § 9, Ziff. 2 der Verordnung vom 28. August 1901, tetr, die Reifeprüfung an den Oberrealschulen, kann ein Schüler von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen werden, wenn seine schriftlichen Prüfungsarbeiten sämtlich oder der Mehrzahl nach das Prädikat ungenügend erhalten haben und nach den Leistungen des letzten Schuljahres nicht zu hoffen steht, daß daß Ergebnis der mündlichen Prüfung eine günstigere Beurteilung rechtfertigen werde. In Abweichung von dieser Vorschrift wurden seither in nich seltenen Füllen Prüflinge auch dann von der mündlichen Prüfung oder auch von deren Fortsetzung zurückgeiviesen, wenn zwar ihre schriftlichen Prüfungsarbeiten nicht sämtlich oder auch nur der Mehrzahl nach ungenügend ausgefallen waren, aber trotzdem zweifellos seststaud, daß sie, wie auch immer die mündliche Prüfung ausfallen mochte, die Prüfung im ganzen nicht bestehen würden, weil den in einzelnen Fächern vorliegenden negativen Ergebnissen AuSgleichsnoten im Sinne der z 11 der angezogenen Verordnungen nicht gegenüberstanden. Dies Verfahren war an sich nicht unzweckmäßig, denn es bedeutete für die davon betroffenen Schüler eine gewisse Schonung und kürzte das Prüsungsgeschäft ab. Jmuierhin stand es mit dem Wortlaut der oben angezogenen Be- stimmungen nicht im Einklang und hat denn auch gelegentlich, wenn auch nur ganz vereinzelt, zu unerwünschten Weiterungen und Beschwerden geführt. Für die Folge soll deshalb u d Darmst. Ztg. in Fällen der geschilderten Art die mündliche Prüfung nur dann unterbleiben oder vorzeitig abgebrochen werden, wenn sich der fragt. Schüler auf erte, ten Rat ausdrücklich damit einverstanden erklärt hat. Ein entsprechender V-rnicrk ist alsdann m das Prüfungsprotokoll
stverein. Ehe die Wogen des Festtrubels über Gießen zusanunenschlagcn, sei darauf hingewiesen, daß auch die Kunstausstellung sich nach Kräften bemüht hat, m sest- lichcm Kleid zu erscheinen. War e» auch nicht möglich, den Gedanken einer .Hessenkunst-.Ausstellung zu verwirklichen, weil eine solche ein intensiveres Interesse hätte beanspruchen müssen, als von einem vielfach zerstreuten Festpublikum billig erwartet werden kann, so >st eS doch gelungen, namhafte hessische Künstler zur Beschickung der Ausstellung zu «er. anla sen. W>r nennen - ohne leider diesmal aus Emzel- hefte eingehen zu können - Prost Bracht und Prost
Aorte engerer Fachkollegen Merkles sich dessen unmutvolle Aeußerung bezieht: auf Männer, die den lebenden Schell umschmeichelt haben und den Verstorbenen mit giftigen Waffen befehden. Es ist wahrlich weit gekommen in Deutschland, wenn ein katholischer Theologe in der klerikalen Presse unehrlich verdächtigt werden kann, einen Tag, nachdem die unrühmlichen Schell-Briefe Prof. Commers den Weg in die Oefsentlichkeit gefunden haben.
Verhältnismäßig harmlos 'Hingt ein anderer Vorwurf, der gegen Professor Merkle erhoben wird: Ein Studentenkommers sei nicht der geeignete Ort für das „Plaidoyer" Merkles gewesen. Diabei ist zu bedenken, daß Professor Merkle mit Absicht vor dasjenige Forum getreten ist, auf dem er dos rechte Verständnis für die Bedeutung Schells, den rechten Sinn für das Bezwingende dieser Persönlichkeit und einen gesunden Widerwillen gegen das Erbärmliche der an dem Toten geübten An- grisfsmethode vomussetzen durfte. Ein tapferer, um die Zukunft ernstlich besorgter Mann hat die Jugend aufgerufen, in unerschütterlichem Festhalten an der Kirche redlich erworbenes Verdienst zu ehren und pietätloser, unberechtigter Kritik entgegenzutreten. Und er mußte zur Jugend sprechen, weil die vielerfahrenen Männer, die in der Augsburger Postzeitung zu Worte kommen, die Stimme der Gerechtigkeit und der wissen- schastlichen Ehrlichkeit nicht immer gen: hören.
Zur Mahlrechlsvorl^ge-
uns kürzlich gegen einen Vorschlag der i'ieVen hen ber bnrauf hinausging, der Stadt
' tn bcr gegenwärtigen wie in den früheren
'SS' f8? zugedachten zweiten Abgeordneten zu Zünften Offenbachs wreder zu nehmen, also für Gießen en ^jetzigen einen Abgeordneten zu belassen. Die „Off , / ' “n’’voi:tet nun auf unseren kürzen Artikel in einem V2 «palten langen Leitartikel, in dem ver chiedenes zu ') Ptt iff Hins ___r. •<_•<_■< ... r 1 o Yu
. v _ ~'*7- ----------V.UIVV4U ।vil. Zunächst
leint das Offenbacher Blatt uns der Unkenntnis der Be- ründung der Regierungsvorlage zeihen zu können, weil Ur in unseren Zahleubeispiclen für Gießen die aktiven rrlrtarpersonen nicht von der Bevölkerung abgezogen a.tten. Dies ist richtig, aber wir folgten darin, trotzdem ns dre Begründung der Regiermngsvorlage bekannt war, em Becsprel der „Off. Ztg.", die in ihrer offenbaren Vor- ebe ,ur abgerundete Zahlen die Einwohnerzahl Offen- achs so hübsch aufrundete, daß man anuehmen mußte, e habe die Garnison ebenfalls nicht abgezogen. Sonst innte sie nämlich nur von rund 59 000 und nicht von 0L)00 Einwohnern sprechen. Davon, daß, wie wir in nserem ersten Artikel ausführten, Mainz und auch Darm- adt mit mehr Berechtigung wie Offenbach einen weiteren .bgeordneten verlangen könnten, sagt' das^ Blatt kein -vrt, diese Feststellung paßt ihm halt nicht in seine Be- >eissührung hinein. Die etwas gekünstelte Aufregung, in ie unjere Offenbacher Kollegen über die Bezeichnung Offen- achs als Frankfurter Vorort und Fabrikstadt geraten ist, Ere vielleicht gerechtfertigt, wenn diese Bezeichnung ohne tarnt, und in der Absicht, Offenbach herabzusetzen, er- )lgt wäre. Dies ist aber nicht der Fall. Freilich hält s die „Off. Ztg." für überflüssig, ihren Lesern mitzuteilen, aß sie lediglich im Vergleich unt Gießen als Sitz der ornebmsten Bildungsanstalt des Landes und wirtsthaft- -cher Mittelpunkt eines großem Über die hessischen,Grenzen inausgehenden Wirtschaftsgebietes erfolgte. Wir wollten amit beweisen, daß die fattische und kulturelle Bedeutung iner Stadt nicht lediglich nach der Größe der in ihr vor- anderren Menschenansammlrurg zu bemessen, sondern dabei och einiges andere zu berücksichtigen ist. Wenn das fsenbacher Blatt das seinen Lesern mitgeteilt hätte, wäre 5 allerdings um den sich so hübsch ausnehmeirden Appell n den Offenbacher Lokalpatriotismus gekommen. Wenn ie „Off. Ztg." in ihrem Artikel immer wieder auf die
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
5 ®*e "«*»«* SomilienMätter- werden dem ’ÄX TT bas
den Kreis Sietzen" zweimal w8*e"“td)- Der „yefflfch« tanbrolri- erscheint monatlich einmal.
Bantzer in Dresden, W. Waen tig-Leipzig, W. Threl- m a n n - Willingshausen, H. Giebel-Marburg; auch die Einheimischen sind vertreten, unter denen W. Barthel Hervorhebung verdient. Von Züchthessen hat sich der schon ange in unseren Ausstellungen heimische R. Kaiser- München mit ein paar prächtigen kleinen Landschaften eingestellt. Den breitesten Raum nimmt die Sammlung des rüh verstorbenen F. Brandt-Rom ein, fast durchweg bedeutend aufgefaßte italienische Landschaften, die nur mit merkwürdiger Konsequenz die leuchtendsten Farben des italienischen Himmels vermeiden und daß Dunstige, Verschleierte, mehrfach geradezu die Sciroceostimmung bevorzugen. — Wünschen wir, daß der Ausstellllngssaal in den Tagen der Jahrhundertfeier nicht ganz verödet. Mancher kommt jetzt nach Gießen, der das alte Städtchen freudig staunend kaum wiedererkennl; da sollte einer oder der andere auch hier einblicken und sich überzellgen, daß es allch auf dem Gebiete der 5lunstpflege in den letzten Jahrzehnten tüchtig fortgeschritten ist. B. 8.
** Biir gerverein Gießen. Am Montag den 29. d. Mts. hält der Bürgerverein im Saale des „Hotel Einhorn" eine allgemeine Bür g erver s a m mlun g ab, in der Profefsor Dr. Sommer über die Bedeutung der Universität für die Stadt Gießen im Hinblick auf die bevorstehende Jubiläumsfeier auf Grund der geschichtlichen Entwickelung einen Vortrag halten wird. Eine Diskussion nach dem Vortrag ist nicht möglich, da der Vortragende am selben Abend noch anderweitig in Anspruch genommen ist. Die Besprechung wird daher in der nächsten >Ver- ammlung stattsinden. Bei der angekündigten freien Ansprache werden die vom Bürgerverein angeregten rwch chwebenden Angelegenheiten behandelt werden. Die bevor- tehende Jubiläumsfeier, sowie insbesondere die Person des Redners dürfte Veranlassung sein, daß die Versammlung, zu drr auch Damen eingeladen sind, recht zahlreich besucht wird.
•• Eine Waldkolonie bei Neu-Isenburg? Durch verschiedene Blätter geht die Nachricht von einer auf hessischem Staatsgelände zu gründenden ^Waldkolonie^ bei Neu- Isenburg. Mit der Regierung in Darmstadt seien die einleitenden Verhandlungen bereits abgeschlossen, die Negierung lamme dem Unternehmen in allen Stücken entgegen und habe einen größeren Komplex in dem Walddistrikt zu vorteilhaftem Preis zur Verfügung gestellt. — Diesen Angaben gegenüber stellt die ,Darmst. Ztg/ fest: Ueber diese von Jntereffenten angeblich ins Auge gefaßte Neugründung hat bis jetzt nur eine durchaus unverbindliche Vorbesprechung mit einem Ministerialreferenten stattgefunden. Ueber eine Gelände- abtretnng und über den dabei zu fordernden Preis ist an maßgebender Stelle noch keinerlei Beschluß gefaßt worden, auch stehen zurzeit einer solchen Abretung große sachliche Schwierigkeiten im Weg, insbesondere so lange noch nicht der allgemeine Ortsbauplan für Nen-Jsenburg und für das fiskalische Gelände östlich von der Nlain-Neckarbahn-Station Isenburg feststeht und Über Kanalisation und Einbeziehung des fraglichen fiskalischen Geländes in die Gemarkung Neu- Isenburg endgültig Beschlüsse gefaßt worden sind. Die eingangs erwähnte Zeitungsnachricht bedarf sonach der Richtigstellung.
/^Butzbach, 26. Juli. Beim Vaden in der Wetter versank gestern abend ein sich im Schwimmen übender Friseurlehrling, der auL Siegen gebürtig ist, in Gegenwart einiger Altersgenossen an einer als tief bekannten Stelle. Der 16jährige Realschüler Möller von hier rettete ihn mit Aufwendung aller Kräfte nach erfolglosen Anstrengungen Anderer vor dem sicheren Tode des Ertrinkens. Die Wiederbelebungsversuche waren nach mehreren Wlinuten von Erfolg begleitet. — Vor einigen Jahren verschwand auf dem hiesigen Bahnhof ein Sack Kaffee, ohne daß es damals gelang, eine Spur von dem Täter zu entdecken. Als nun vor einigen Tagen ein vielbestrafter Einwohner von Rockenberg wegen weiterer Delikte vor den Untersuchungsrichter geführt wurde, gestand der Mann auf dem Transport, daß das gestohlene Bahngut bei ihm nahestehenden Personen seinerzeit Verwendung gefunden . habe. Nähere Nachforschungen ergaben die Nichtigkeit feiner Angaben.
--- Bad Nauheim, 26. Juli. Bis zum 25. Juli sind 20 491 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 7000 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 25. Juli 242 990 abgegeben.
> Ettingshausen, 26. Juli. Wohl in keinem Keile des Kreises Gießen macht sich die Zigeunerplage so bemerkbar wie in unserer Gegend. In der nächsten Icaye unseres Ortes schlagen die braunen Gesellen ihr Quartier auf, um nachts den Ort zu durchstreifen und zu stehlen. Einem hiesigen Einwohner wurde am Hellen Tage eine Ente gestohlen und nur fca> Hinzukommen von mehreren Männern verhinderte das Gesindel, wertere Beute zu machen. Die besten Bestimmungen gegen die Zrgeunerplage nützen nichts, wenn sie nur aus dem Paprer ftehen. Dre Behörde würde den hiesigen Einwohnern den größten Gefallen tun, wenn sie dre Gendarmerie zur energischen Versorgung der Banden anweisen würde, zumal jetzt, wo die Erntezeit vor der Türe steht, und tagsüber das Dorf fast menschenleer ist. Da weiß das Gesindel genau, daß es nicht viel au fürchten hat und beträgt sich demgemasi frech und zudringlich. __j —
Hauptversammlung der Leutscheu Turnerschaft.
(Unb. Nachdruck verboten.)
S. u. H. Frankfurt a. M., 25. Juli.
Die heutigen Verhandlungen wurden von dem greisen 1 und doch noch so rüstigen 81jährigen Vorsitzenden Dr. Ferd- 1 Goetz in gewohnter Frische geleitet.
' Dr. Ferd- Goetz lneß die Turngenossen herzlich wulkom- ' men. Von vielen (Setten sind Grütze eingegangen, u- a. von ' dem neugegründeten rumänischen Turnervunde. Der Bor- . sitzende tzod hervor, daß einige Heißsporne vom Verband
Wie der Münchener Allgemeinen Zeitung aus Würzburg ge- chrieben wird, tz« Professor Merkle am 23. Juli eine zweite rede über Schell gehalten, und zwar aus dem Zestkommers er „Walhalla". Er brachte di- Glückwünsche der „Alma Jul,a um Stiftungsfest und zur Hauseinwechung zum Ausdrucks
Aus Bescheidenheit, so fuhr er dann fort, ser wohl em Mann nicht genannt woroen, dessen sich wohl alleHerzen m Treue still erinnerten und der eine Hauptzierde der „Auna^-utta gewesen sei, ein Sol-n Walhallas, der lewer zu früh verf^rbene Hermann Schell. „Wir", so führte der Redner aus, „die so oft feinen zündenden Worten lauschten, die in beständigem Verkehr mit ihm sein durften, wrr trauen uns über dav, was Schell gewollt, was er als Maim von Charakter gesollt, ein besseres Urteil zu, als Manner, bte sich -war zmeß rühmen, mit ihm im Verkehr gestanden zu haben, aber dielen bald abgebrochen haben. Wir trauen unseren ,lugen mehr Äs ein" w d„ sich aus der Ferne -twaS 3ufammenfon.
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g-nötwt zu N«^D«nun , Ausdruck „Hhänenth«lose"
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