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29.8.1907 Erstes Blatt
 
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Nr. SOL

Erstes Blatt

157. Jahrgang

Donnerstag ÄS. August 1907

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Eichener Anzeig

General-Anzeiger für Oberhessen

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SozialpolttiK.

Wie immer ist, auch diesmal auf dem Katholikentage n Würzburg die soziale Fürsorge in den Vordergrund der iZerhandlungen gerückt worden. Man hat bei dieser Ge^ egenheit unter dem Ausdruck des Bedauerns Über die Lntlassung des Grafen Posadowsky die Befürchtung ge^ iußert, daß auf sozialpolitischem Gebiete jetzt ein Still­and oder gar Rückschritt eintreten werde. Zwar hat yürft Bülow feierlich erklärt, daß nach dieser Richtung hin eine Aenderung eintreten solle, gleichwohl traut man ibcr dieser Versicherung nicht recht, weil man weiß, daß nan an gewissen Stellen für die Förderung der sozialen Politik nicht viel übrig hat und daß es nicht leicht ist, diese nächtigen hemmenden Einflüsse aus dem Wege zu räumen, hoffentlich sind aber diese Befürchtungen grundlos und nan darf der Erwartung Ausdruck geben, daß die sozial- ivlitische Gesetzgebungsmaschine nicht ins Stocken geraten vird. Eben wird offiziös mitgeteilt, daß den Bundesrat ine wichtige sozialpolitische Vorlage zugegangen ist, die ine Regelung der Frauenarbeit bringt und vor allem über üe Nachtruhe der gewerblichen Arbeiterinnen, die in Ueber- ünstimmung mit den Abmachungen der Berner Kouven- ion gebracht werden sollen und um solche über die Herab- etzung der elfstündigen Maximalarbeitszeit der Fabrik- irbeiterinnen auf 10 Stunden. Beide Bestimmungen be- euten einen nicht unbeträchtlichen Fortschritt auf sozialem Gebiete und es verdient hervorgehoben zu werden, daß >on allen an der Konvention beteiligten Staaten Deutsch- and der erste ist, der mit der Einführung den Anfang nacht, wie man ja auch deutscherseits an dem Zustande- ommen der Konvention den größten Anteil hat.

Von der größten Wichtigkeit und weittragenden Bedeu- ung aber ist die Absicht, endlich die Heimarbeit zu egeln. Seil Fahren ist dieses Gebiet der Gegenstand der ebhafteslen Klagen im Parlament gewesen, gerade in der Heimarbeit spiegelt sich oft das entsetzlichste soziale Elend lieber, von dem die im Vorjahre stattgehabte Ausstellung on Erzeugnissen der Heimindustrie ein trauriges, aber eredteS Zeugnis ablegte; die Kaiserin und andere hohe 3erfüllen sollen geradezu entsetzt gewesen sein, als sie hörten, -Itter welchen Arbeitsbedingungen re. vielfach die ausge- -eilten Gegenstände hergestellt worden waren, hier Wandel u schaffen, tut dringend not, obgleich man sich die Schwie- igleit der Regelung dieser Materie nicht verhehlen konnte, aeil hierbei andere Verhältnisse mitsprachen, als sie in en Fabrikbetrieben und Werkstätten selbst bestehen. Auch lad die Heimarbeiter teilweise von den Segnungen der Origen sozialpolitischen Gesetzgebung bisher ausgeschlossen, in Umstand, oer nicht nur die Heimarbeiter selbst schä- igte, sondern den sich auch gewissenlose Unternehmer zu utze machten, indem sie an Stelle des Fabrikbetriebes ic billigere Heimarbeit bevorzugten, zumal sie dabei auch och an Abgaben sparten. Dem wird nun hoffentlich gründ- uCi) ein Ende gemacht, indem auf diesem Gebiete Einrich- ungcn getroffen werden, die geeignet find, die soziale uge der Heimarbeiter wenigstens etwas zu heben, wenn- leich man sich nichc verhehlen darf, daß auch die neuen Bestimmungen nicht jenen Zustand herbeiführen werden, en man diesen armen und gedrückten Leuten wünschen ruß. Dieses soziale Elend schädigt naturgemäß auch das esamte nationale Vermögen und die wirtschaftliche Situa- 011 in vielen Gegenden in höherem Maße, als man vielleicht iinimmt, und hierin Besserung zu schaffen bedeutet die

Wil rlm Kolzamec

Berlin, 28. Ang. Wie dasBerl. Tagebl." meldet, ist 'r Schriftsteller Wilhelm Holzamer heute in Berlin gestorben.

In ihm haben wir einen der feinsinnigsten unserer tönernen Erzähler, einen der zartesten unserer Lyriker crloren. In der Blüte seiner Jahre ist dieser verheißungs-i olle hessische Poet von einer tückischen Krankheit jäh ahiiigerafft worden. Als Siebenniiddreißigjähriger*) ist er ns entrissen worden. Bor kurzem war er an Diphthei itis erkrankt, und im Berliner Elisabeth-Grankenhause t er gestorben.

Der Verlust, den Hessens Literatur durch Holzamers od erleidet, ist unersetzlich. Wilhelm Holzamer, der heinhesse, war der beste unserer hessischen Lyriker. Ans I inen Gedichten sprach die große tiefe Sehnsucht seines I .irrenreichen Lebens nach friedsamer Ruhe, nach stillem I ckück, wie nach den großen höhen des Lebens. Es lag !! nendlich viel Zukunftsfreude in seinen phantasiereichen j iedern, viel sengende Glut, viel brennender Schmerz, on seinem, reinem, weichem Klange waren seine Klagen | m vernichtetes Lebensglück und um eine große, herrliche I iebe, die der Welt und ihren Geboten trotzte und seine | äumeriiche Seele dennoch voll erfüllte, ihr ein seltsam irgeS, he-nmendes und engendes, beschwerendes und zn- ieich befreiendes, erhebendes und zugleich bedrückendes lüälichsein im Unglück bescherte.

Und um die Gestalten seiner Novellen und Romane l hwebte ein zarter Duft, ein feiner Schein. Seine Men^ | Yen von der Bergstraße hatten, wie er selber, gar viel tilles und Geheimes in sich. Und was da alles in den Liften klingt und singt, was über den fonnengoldbeschiene-,

) holzamer war geboren am 28. März 1871 zu Niederolm i Mainz, ward Lehrer und später provisorischer Käbinetts? B bliothekar in Darmstadt, leitete 1900 dieSpiele" auf der 1 arm f tu bl er Ausstellung und lebte zuletzt als unabhängiger Schrift- 1 itler in Berlin.

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neue Vorlage einen ersten Schritt auf dem schwierigen Diese Zuversicht ist durch die Besprechung von Norderney neu Wege. belebt worden.

Aer Kaiser in Kannover.

Hannover, 28. August. Der Kaiser begab sich um IO3/4 Uhr nach der Garnifonkirche, deren künstlerische Innenausstattung er unter oer Führung von Professor Schaper besichtigte, sodann nach der neuen Markuskirche, die er ebenfalls eingehend in Augenschein nahm.

Vom Generalkommando begab sich der Kaiser im Automobil mit den Herren der Umgebung zur Renn­bahn auf dem großen Bult, wo er vom Direktorium mit dem Oberpräsidenten an der Spitze empfangen wurde. Ter Kaiser wohnte den angesetzten vier Jagdrennen für Offiziere bei. Dein Sieger des Kaiserpreisrennens, Ritt­meister v. Rabenau, der auf seiner StuteUrahne" ge­wonnen hatte, überreichte der Kaiser persönlich den silbernen Pokal.

Um 7 Uhr fand im Residenzschloß beim Kaiser Tafel für die Provinz Hannover statt.

N a ch d e m D i n e r im K.öniglichen Sck)loß nahm der Kaiser GesangLvorträge des Kgl. Schloßkirchenchors ent­gegen, des hannoverschen Männergesangvereins und des ge­mischten Chors, bestehend aus dem Lehrergesangverein und tausend Knaben der hannoverschen Bürgerschulen. Die beiden ersteren hielten ihre Vortrüge in den roten Sälen des Schloises, letztere auf dem Schloßvorhose. Ter Kaiser dankte den Tirigenten und wurde, während er die Vorträge des gemischten Chors vom Balkon des Schlosses aus an­hörte, vom Publikum mit lebhaften Ovationen begrüßt. Der Kronprinz und Prinz Ostar statteten heute der Kaiserin auf Schloß Wilhelmshöhe einen Besuch ab.

Berlin, 28. Aug. Anläßlich des Aufenthalts des Kaisers in der Provinz Hannover gelegentlich der herbst- manöver veröffentlicht der ^,Reichsanz." eine große Anzahl von Ordensverleihungen an Beamte und Zivilper­sonen dieser Provinz, unter anderen erhielt der Fürst zu Inn- und Knyphaufen, Präsident des Herrenhauses, das Großkreuz des Roten Adlerordens, Geheimrat Prof. Tr. Blanck in Göttingen den 5lronenorden 1. Klasse. Dem Regie­rungspräsidenten v. Philipsbvrn in Hannover wurde der Charakter als wirklicher geheimer Oberregierungsrat ver­liehen.

Deutschiand und Frankreich.

Karlsruhe, 28. Aug. In einer offiziösen Berliner Auslassung der »Süddeutschen Neichs-Korrespondenz- wird es als selbstverständlich bezeichnet, daß Fürst v. Bülow und Botschafter Cambon bei ihrer ausgedehnten und eingehenden politischen Unterredung in Norderney nicht an Niarokko vor­über konnten. Es handelte sich dabei aber nicht nm Dinge, die Deutschland den Franzosen in Rtarokko ein» räumen solle. Solche neuen Zugeständnisse hat Herr Cambon nicht angeregt und er brauchte dies auch nicht zu tun, beim zur Durchführung der Politik, deren Einhalten in Paris, London, Madrid und Tanger, in Swinemünde, Wilhelms- Höhe, Ischl, Marienbad und ^eben auch in Norderney betont worden ist, hat Frankreich von Deutschland keine weitere Unterstützung nötig, als ihm infolge unseres, wenn der Aus­druck erlaubt ist, europäisch-kollegialen Gewähreir- l ässe ns schon jetzt zuteil wird. Man kann hoffen, daß in den Beziehungen Deutschlands zu Frankreich die nord- afrikanijche Frage künftig nicht mehr zerrüttend, eher ausgleichend und zusammenführend wirken werde.

neu Rebengelünden schwirrt und girrt, was da raunt | und rauscht im grünen Odenwalde, und lacht und klagt, in den Herzen der einsamen Menschen darinnen, das ließ er uns in seinen besten Erzählungen spüren. Er liebte es, in feinen Erzählungen immer nur einen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, diesen aber bis ins einzelne zu zerlegen, ihn bis in seine geheimsten, innerlichsten An- und Absichten zu verfolgen.

Wie klang und fang es in ihm, solange fein Poeten-, Herz in den reinen Händen der Heimat ruhte! Da ent­quollen seinem Herzen Melodien von wundersam keuscher Innigkeit, da fühlte er sich wie in einem stillen Garten voll prächtiger Rosen.

Doch erblühten bann neue, unbekannte Blumen in seiner Seele, es umdufteten ihn die Gerüche der Sehn­sucht nach der großen Welt. Und es entbrannte in ihm eine neue Liebe. Sie trieb ihn hinaus von Fran und Kindern, in die weite Welt. Er wich nach Paris, llnb nimmer fand er den Frieden mehr, weder in der verführerisch schönen Hauptstadt Frankreichs, noch im hastenden Trubel * Berlins. Seine Kräfte zersplitterten sich. Seine Novellen : entbehrten fortan des Zaubers der Heimatstimmung, der j inneren Harmonie. Eine Saite seines melodiereichen Her- , zens war gesprungen, er selber innerlich zerrissen. Was er ( noch schuf, waren kluge, geschmackvoll gefeilte Feuilletons, ein < paar geistreiche, doch verbitterten Herzens geschaffene Mv^ t nographien über Dichter wie Konr. Ferd. Meyer und Heinr. ! Heine für den Tag Geschaffenes, seine Freunde, die von j seinem Talent das Höchste erwartet hatten, noch weniger ] aber sicherlich ihn selber Befriedigendes. l

Bon wundersamer Reinheit war fein entzückender ( Armer Lukas", eine der besten deutschen Novellen uim j serer Zeit. Ein musikalischer Satz süßen Duftes, stiller, - scheuer Weltentrücktheit, eilte ländlichem Stilleben eilte , sprossene Dichtung von schlichter, naiver, herziger Kuits^, [

Air Lage in Marokko,

Tanger, 28. Aug. Die englische Regierung wird der Petition der britischen Kolonie in Tanger um Entsendung eines Kriegsschiffes keine Folge leisten.

London, 28. Aug. M u l e h H a f i d empfing nach hiesigen Mättermelbungen eine Abordnung der Juden vorr Marra­kesch und sagte ihnen völlige Sicherheit zu, indem er be­merkte, die Mauren und die Juden hätten einander nötig zur Förderung der beiderseitigen Wohlfahrt; er wünsche den Jndeq Frieden und Gedeihen.

Paris, 28. Aug. (W. B.) Admiral P hiliber t melde-, daß das TransportschiffShamrock" am 27. August 9 U'hr morgens in Casablanca angekommen sei und voraussicht­lich am 31. August bereit sein werde, nach Oran in See zu gehen. Die politische Situation sei unverändert. Die Eingeborenen fingen an, zurückzukehren. In Mazagan sei die Ausrufung Muley Hafids zum Sultan beifällig ausge­nommen worden. Eine Abteilung Kavallerie sei bis auf acht Kilometer von Casablanca vorgerückt, ohne jedoch auf den Feino zu stoßen.

Der Ministerpräsident Clemenceau weigerte sich aus­drücklich, irgend eine Angabe über die Erwägungen des heutigen Kabinettsrates zu machen. In Beantwortung zahlreicher Fragen von Journalisten am Schlüsse der Sitzung beschränkte sich Clc- menceau auf die folgenden Ausführungen: Wir haben die m a r o k k an ische» Frage als ganzes und in allen ihren Einzelheiten geprüft. Was wissenswert wäre, ist die Tatsache, daß ein vo-lles Einvernehmen erzielt worden ist. Dieses Resultat ist ohne die geringste Schwierigkeit erreicht worden. Die Zettungsberichterstatter fragten darauf, ob dem General Drude Verstärkungen geschickt werden sollen. Clemenceau ant­wortete, daß man General Drude mehr gegeben habe als er verlangte. So habe er, der Ministerpräsident, während seines Aufenthaltes in Karlsbad, ohne darum an­gegangen zu sein, aus eigener Initiative dem Kriegsminister geraten, eine Batterie nach Casablanca gehen zu lassen; aber, fügte Clemenceau hinzu, General Drude wird alle Truppen er­halten, die er für die Ausführung seines Auftrages benötigen wird. Ferner teilte Clemenceau mit, daß die Regierung an General Drude verschiedene Fragen gestellt habe.Wir erwarten jeden Moment seine Antwort," fügte er hinzu,und es ist möglich, daß wir sie noch im Lause des heutigen Tages erhalten."

DieAgence Havas" erklärt, daß ihr bis heute nach­mittag 3 Uhr keine Bestätigung des von der Londoner Tribüne" verbreiteten Gerüchtes von der Ermordung Abdul A z i z vorlag.

Nach einer Meldung desTemps" aus Mazagan machte der dortige Gouverneur dem französischen Konsul Mit­teilung von der Proklamation Muley Hafids zum Sultan. Er äußerte dabei, daß dieser den Thron annehmcn müsse, wenn er auch nicht wolle, da er durch die Stimmung aller Stämme des Südens dazu gezwungen sei. Muley Hasid hätte Marrakesch verlassen und den Marsch nach Saffi angetreten, wo seine Proklamation zum Sultan mit Begeisterung ausgenom­men wurde. Die üblichen Salven wurden nur aus dem Grunde nicht abgefeuert, weil man besorgte, daß die benachbarten Stämme glauben könnten, die Stadt werde bombardiert. Nach einer Ddeldung desTemps" aus Casablanca hat Muley el Amin, als er von der Proklamation Muley Hafids Kenntnis erhielt, den .ftanzösischen Konsul gebeten, ihn schleunigst zu Schiss nach Frankreich bringen zu lassen. Der Konsul beruhigte ihn aber mit dem Hinweis, daß Frankreich ihm Schutz angedeihen lasse. Nach einer Meldung derAgence Havas" aus Mazagan hat Muley el Amin am 23. ds. um Erlaubnis gebeten, in die Stadt einrücken zu dürfen, die Erlaubnis wurde ihm aber nicht erteilt. Die Stadt ist ruhig.

Deutsche» Reich.

Berlin, 28. Aug. Die National-Zettung dementiert die Meldung von einem Wechsel'aus dem Botschafter- Posten am englischen Hose.

I von unverdorbenem Treusinn, tm'fnüuuftolt me^nchoU-- I scher Versonnenheit, Ehrfurcht gebietender Einfalt und naturwüchsiger Gedankentiefe.

Der Pariser, der Berliner Holzamer ward^ ein ganz anderer.

Nun er von uns gegangen ist, an Goethes Geburts-i tage, wollen wir ihm danken für all das Schöne und Tiefe und Beseligende, das er uns gegeben hat in feinen glück-f lichsten Jahren. Wir wollen klagenden Herzens ein dauern­des Andenken bewahren an diesen hessischen Poeten von zartestem Feinsinn, von reichstem Innenleben, von psycho­logischer Meisterschaft, den ein unseliges Geschick aus seinen Bahnen trieb, das ihn nicht zum seelischen Frieden, zur Abgeklärtheit, zur inneren Harmonie kommen ließ. Wir gedenken feiner und der beklagenswerten Seinen am schön­sten, wenn wir die besten seiner Werke*) in uns aufnehmen und allen denen bescheren, die wir lieben und die uns lieben. P. W.

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A n dem R ö m e r k a st e l l K a p e r s b u r g, das am Westabbang des Wintersteins zwischen Pfaffenwiesbach und Rosbach dicht an der hessisch-preußijchen Grenze liegt, sind, wie man,uns schreibt, im Laufe des Sommers durch Ober-" lehrer Helmke aus Friedberg umfangreiche Ausgrabungen vorgenommen worden, die von Erfolg gekrönt waren. Bor allem gelang es die gesamte Umfassungsmauer mit den vier Toren fteizulegen. Außer einer Anzahl Brunnen, die bereits früher entdeckt wurden, hat man zahlreiche Mauerreste im Jnnertl aufgefunden, jedenfalls Soldatenzelte, Verwaltungsgebäude und Magazine. An mehreren Stellen wurde auch der Wallgraben, sestaestellt. -- Die äußeren Umfassungsmauern sollen aus eüua 1 Meter Höhe aufgesetzt und mit Rasen abgedeckt werden. Vim.) ziemlich gut erhalten ist das westlich vom Kastell uni Psabl- graben liegende R ü m e r b a b. Um c8 gegen übereifrige Sammler zu schützen, hat man es sicher eingesriedet. Dank der vom hessisckMN Staat zur Denkmals- und Altertumspflege bereit ge-

*) Außer demArmen Lukas",Peter Nockler, die Ge schicyle eine- Schneiders" undDer heilige Sebastian ' eines Priesters",Inge",Jml Dorf und draußen",Am Feußm '