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• — Der Inhaber eines kleineo Bank- und Wechsel- geschüftS in der Wilhelmstraße Karl Kilz, hat sich gestern der Polizei selbst gestellt, weil er fremde Gelder angegriffen hatte. Tie Höhe der unterschlagenen Depot- gelder soll eine halbe Million betragen. Geschädigt sind vor allem zahlreiche Privatlcnte, die K. ihre Gelder anvertraut hatten.
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Wenn zwei sich streiten r
Der Müller I. H. T. von Lauterbach wurde von dein Landwirt 2. O. von Frischborn wegen des schlechten Getreide- 7nadlens in einer Wirtschaft zur Rede gestellt. 65 enl'rpann sich ein Wortwechsel, der in Beleidigungen und schließlich in eine Rauferei auSartete. O. erhob wegen Körperverletzung und Belei- hj(iuna Priva'.klage, was T. mit einer Gegenklage erwiderte. Tas Schöffengericht verurteilte £). zu 20 und T. zu 30 Mk. Geldstrafe; ,g sprach auch jedem die Befugnis zu, die Verurteilung deS anderen auf dessen Kosten öffentlich bekannt zu machen. Ta jeder glaubte, es fei ihm zu viel geschehen, erhoben sie Berufimg. Ter Strafkammer gelang es, unter Vorbehalt des Widerrufs, einen $ er- aleich in der Weise zustande zu bringen, daß die Beteiligten die Klage zurücknahmen, womit auch die von dem Schöffengericht erkannten ©trafen m Wegsall kommen. Für den Fall des Widerrufs, der spätestens bis 5. Juli erfolgen müßte, ist weiterer Termin auf den 12. Juli anberaumt.
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Weißenfels, 29. Juni. Der hiesiger Oberöergmeisice Wadehm wurde als erster Sekretär mß Rcichs- kolonialamt berufen.
Karlsruhe, 29. Juni. Bei einem furchtbaren Gewitter ivurden gestern abend 6 Uhr in dem benachbarten Crte Lpoeck durch Blitzschlag 12 Gebäude vollständig ein- geäschert. 17 Familien sind obdachlos. Daß Feuer konnte erst spät in der Nacht bewältigt werden.
München, 29. Juni. Im Walde bei Pegnitz in Lberfranken wurden drei Mädchen, die Erdbeeren suchten, von einem Arbeiter überfallen. Zwei von ihnen konnten sich flüchten, während das dritte dem Wust- ling zum Opfer fiel, der e-3 mißbrauchte und ihm dann mit einem Beil den Schädel einschlug. Man ist dem X.uft» mörder auf der Spur.
PariS, 29. Ium. Nach einer Meldung aus Ar- gillierS hat Marcellin Albert den Antrag auf vor- läufige Haftentlassung gestellt. In der Bevölkerung beruhigen sich die Gemüter immer mehr.
Beziers, 29. Juni. Tie Gerichtsvollzieher deS ganzen Bezirks haben beschlossen, keine Pfändung mehr porznehmen wegen der damit verbundenen Lebensgefahr.
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Seifen. — Auch lasse dieselben nach May unter ©atantie ui tadellosen Sch ansertigen. 7;
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Gewitter und Unwetter.
** Gewitter und Unwetter herrschte gestern in schidienen Teilen Lberhessens und richtete leider verschiedentlich größeren Schaden an. Es gingen uns darüber folgende Meldungen zu:
(d Hausen am Schiffenberg, 28. Juni. Gellern nachmittag ging über unseren Ort und der Umgegend ein heftig C‘3 Hagelwetter nieder, das erheblick)en Schaden an Getre.de und an den Hackfrüchten anrichute. Auch die Obsternte scheint Schaden gelitten zu haben. .
i-L ang-Göns, 28. Juni. Heute nachmittag enuub lief) über unserem Ort em Zeitiges Gewitter mit einem Hagelschlag. Ter Hagel wsar so dick wie ein Taubem'i. Derselbe richtete stellenweise in Feld und Gärten Schaden an; auch sand man Vögel, welche vom Hagel erschlagen waren.
eü. G e d e r n, 28. Juni. Bei einem von Süden kommenden Gewitter schlug der Blitz in die Scheune der Zimmermann Ger lach Witwe hier und zündete. Tas Gebäude brannte v 0 11 stäudig nieder. Das Vieh wurde gereitet. Auch ins Pfarrhsäus fuhr ein Strahl, der aber nicht zündete. Selten erinnert man sich hier eines solch heftigen Gewitters, das in dem ffanjen Talkessel über eine Stunde lang fellhiell. Vom oberen Vogelsberg kommen trübe Wasser; es ist anzunehmen, daß dort das Gewitter mit gteidfee Heftigkeit getobt hat.
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Unter Bezugnahme ans den Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten vom 27 d. Mts. teilen wir einer verehrlichen Bürgerschaft mit, daß einige von uns der Sitzung beiwohliten und allerdings zu der Ansicht gelangen mußten, daß Gwßh. Bürgermeisterei unsere Beschwerde gegen die Betriebsleitung des Elektrizitätswerkes auch neuerdings wieder als ungerechtfertigt darstellte.
Wir haben nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß, wie es im allgemeinen Interesse liegt, die Sache geklart werden soll, sondern vielmehr, daß wir, mit Hilfe des Urteils des städtischen Sachverständigen, welches wir — als auf unrichtigen Voraussetzungen ausgebaut — anfechten werden, mit unserer Beschwerde abgewiesen werden sollen.
Letzterer Fall wäre auch jedenfalls eingetreteu, wenn nicht Herr Beigeordneter Georgi den Antrag aus Ver- öffentlichung des gesamten vorliegenden Materials gestellt hätte, welchem auch einstimmig stattgegeben wurde.
Herrn Stadtverordneten Löber sagen wir an dieser Stelle für seine vorurteilsfreie Sprache unseren Dank.
Der Vorwurf des Herrn Oberbürgermeisters, daß einzelne der Installateure in letzterer Zeit leichtsinnig darauflosgearbeitet hatten, kann, solange wir nicht die Namen der Betreffenden wissen, einen jeden von uns treffen und wir weisen daher den Vorwurf bis zur Klärung entschieden zurück.
Wir haben bereits Großherzogl. Bürgermeisterei um Augabe der Namen und der betreffenden Arbeiten gebeten.
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In deren Auftrag:
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Gießen, 29. Juni.Marktb ericht. Ans heutigem Wochenmai kle kosteten: Butterpr. Pid. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 7—0 Big., 2 Std. 00—00 Big., Gänseeier 10—00 Vsg., Enteneier 7 Pig., Käse pr. Std. 6—8 Pf., Kasematte 2Std. 5-6 Pig., Erbsen v.Pid. 18-24Pig Linsen p.Psd.25-40Pfg., Dauben pr.Pr.0,80-1,00Mk., Hühnerpr.Si. 1,00—1,60 iLif., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. Sind 1,80—2,20 Alk., Ganse r r. Pid. 00-00 Psg., Ochsenfleisch pr. Pjd. 82—88 Pig., Kuh- und Aiudfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Sd)iucme- fleisch pr. Pfund 64—76 Pig., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—90 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 64—84 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—9,— Pik., Ziviebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Mk., Mild) per Liter 20 Psg., Kirschen das Pfund 40-00 Pfg., Acpsel per Zentner 20
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hierzu geschrieben;
ö) .wis dem toten Punkt 1 "'N entschließen können', ls.Geietzlichkcit, bie 'Sperrung zur folge
eben ihre Anhänger der versprochenen Lieges- Zsvar ist das Eingeständnis alS unehrenhast und setzt oraus als das hartnälkige st Jedenfalls wäre es in lläufer, die nach dem b- in diesem Falle also für iie jen, wenn man den Streik
des letzteren als Ausgangs aerffchastsleuten kurzerhand : Streik in Wieser! und iell als Kündigungsgrund er Arbeit als alleinige Be- Iten Verhältnisses gefordert auch amtlich vor Gwtzd. das hiesige Sozialistendlalt ecke ^ofition! TaS Urteil ’id! txtttcttbut ßeutes.
M nicht auffällig - ist Devise i „Für $aW, rden follr wieder du A- Inz" Parteilichkeit vorzu- sollte, daß derselbe rn btr ch gehaltenen Einsendungen palten öffnen wird. (Lrtz-
Die nach- ft c »• 7 ' n »Ind Sonntag, den 30. Juni von stehenden A V 1 £ IC 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur Mir dringende Fälle sicher anzutreffen. D”/e
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X. Hanau 2ö. Juni. Tas Schwurgericht verhaudeUe gestern und heule gegen den Jagdaufseher Friedrich Schaar aus Skeitenborn bei Gelnhausen, dem die Anklage zur Last legte, seine zweite Frau mit Slrichnin vergiftet zu haben. 2ie ftrau war am 9. Mai v. I. alsbald nack; der Einnahme des Morgenkaffees verschieden. Alsbald trat das Gerücht auf, die Frau fei nicht eines natürlichen TodeS gestorben. Dieses Gerücht stützte sich darauf, daß Schaar 8 Tage vor dem plötzlichen Tode der Frau das Grundstück auf seinen Namen überschreiben ließ und auch zu Lebzeiten seiner Fran eine wohlhabende Witwe mit Heiralsamrägen verfolgte. Die Staatsanwaltschaft ließ im Tezember v. I. die Leiche auSgraben und Teile davon untersuchen. Ter Gerichtschemiker sand Slrichnin vor, worauf der Ehemann verhaftet nnirbe. In der Voruntersuchung wie in der Gerichtsverhandlung beitritt biefer jede Schuld und meinte, seine Frau habe jedenfalls Selbstmord begangen. Die Geschworenen verneinten die Schuldsragen, woratlf Freisprechung erfolgte. ____
“ Vermischte».
• Berlin, 28. Juni. Stach einem gcrichtSärztlichen Gutachten ist Graf Pückler-Klein-Tschirne ein geisteskranker Mensch, der sich bereits im September 1906 in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit befand. Er ist infolgebeffen am 25. d. Mts. aus dem Strafgefängnis in Tegel entlassen worden, und e3 ist den Behörden zur Pflicht gemacht, die durch seinen Geisteszustand gebotenen Maßnahmen zu treffen, sofern er versuchen sollte, öffentlich aufzutreten.
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riß en, 28. Juni.
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Rnii'sch ansschlalen sollte, setzst sein Slandalierei' auch rin« ®*m|-
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