Ausgabe 
23.11.1907 Erstes Blatt
 
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Vermßxchrss.

Er richtet an die Herren Fabrikanten und die Arbeiter die Bitte, alsbald Stellung zu der Frage zu nehmen und ihm die entsprechenden Informationen nach Berlin NW, .Neichstagsgebäude, zukommen zu lassen. Reich st a gs- iabgeordneter Köhler-Langsdorf wird selbst­verständlich jeglicher neuen Tabaksteuer im Reichstage entgegentreten. Eine gleiche Stellung Wird Abg. Behrens-Wetzlar emnehmen.

findet im Hotel Ritter eine gesellige Znsammenkunst statt. Ein näheres Programm über die angemcldeten Vorträge übersendet auf Wunsch Professor Kaiser in Gießen.

** In der Gemälde-Ausstellung am Brand hat, wie bereits schon kurz ermähnt wurde, ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden. Die Kollektion von Max t^-l e isch c r-Wiehmans-Verlin, welche 60 Gemälde ausweist. Zeigt Figuren, Städtebilder und Landschaften, Motive au§ England, Frankreich, Italien und Indien, von den Inseln -Lizilien und Korsika. Unter der Kollektion befindet sich ein GemäldeBadende Knaben", das schon in Paris und London, mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurde. Eine Kollektion

sionen wurden in den Monaten August bis November vorgenommen: 1. Die Fabrikation künstlicher Mineralwasser ketr. btc Verordnung vom 22. Juli 1885. 2. Die Besckästt- gung jugendlicher Arbeiter in Steinbrüchen und Stcinhaue- reren; Verordnung vom 20. März 1902. 3. In Ziegeleien, dre Beschäftrgung von Arbeiterinnen und jugendlichen Ar­beitern betr. 4. Die Beschäftigung von Gehilfen und Lehr­lingen im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe betr., Ein­haltung der Brmdesrat-Verordnung vom 23. Januar 1902. Es zeigte sich, daß trotz der öfteren Revisionen und er­gangenen Bestrafungen wiederholt gegen diese Verordnung verstoßen wird. Anzeigen gegen die betr. Arbeitgeber sind erhoben. 5. Feststellungen über Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten. 6. Betreffend die gewerbliche Nebenbeschäfti­gung schulpflichtiger Kinder. 7. In Sandgräbereien in Bezug auf Einhaltung der Unchllverhütungsvorschristen beim Ab­bau. 8. Auf den Konfektionswerlstätten in Bezug auf Ein­haltung der Kaiserlichen Verordnung vom 4. Juni 1904. Lebens Mittelkontrolle. Eine Anzahl Lebensmittel- proben wurden entnommen und dem chem. Untersuchungs- amte hier übergeben. Ferner wurde eine größere Anzahl Milchrevisionen vorgenommen. Desgleichen wurden auf Grund der Polizei-Verordnung vom 27. Juni 1907 bcn hiesigen sowie teils auswärtigen Bäckern Revisionen des Brotes nach dem Gewicht vorgenommen. In verschiedenen Fällen wurden zu leicht befundene Brote beschlagnahmt und dem hiesigen Armenamte überwiesen.

** Tabaksteuer! Herr Reichstagsabg. Köhler- Langsdorf teilt uns von Berlin aus mit, daß die ver­bündeten Regierungen zurzeit in ernstliche Erwägungen ein «getreten sind über die Einführung einer neuen Tabak st euer, insbesondere eine Bauder ole n- ISteuer auch für billige Z i g a r r e n s o r t e n. :

+ Dirlammen, 22. Nov. Staatsanwalt Hetzel weilte gestern hier und stellte bezgl. des Ueb er s alles der Frau Döring Erhebungen an, die leider ein negatives Resultat hatten. Man war anfangs der Meinung, der Ueberfall sei fingiert oder auf eine Mißhandlung der crgeneu Verwandten zurückzuführen, mit denen Frau Dü­ring nicht im besten Einvernehmen lebt. Die Erhebungen und Zeugenvernehmungen bestätigten jedoch die rohe Tat, der die Frau um ein Haar zum Opfer gefallen wäre' Änieeno saß der Täter aus seinenl Opfer und würgte es; er suchte erst das Weite, als Lehrer Wilhelm von Meiches vor ihm stand. Die Ueberfallene zeigt blutunter- laufene Stellen am Hals itnb im Gesicht, Beulen am Kopfe und mußte einige Tage das Bett hüten. Der Ver- dacht lenlt sich auf einen hier berüchtigten Handwerks- burichen, oesien Signalement wohl zutrifft, jedoch im Alter von derc gemachten Angaben abzuweichen scheint.

_** Lehrerp ersonalien. Uebertragen wurden den Lehrern Ludw. Jakobi zu Nieder-Florstadt und Eugen Rer n har d t zu Mühlheim, Lehrerstellen au der Gemeinde- schule zu Bürgel, dem Lehrer Jak. Huber zu Büdesheim Mr. Frredberg) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rreder-Erlenbach. 0

**. Feldbereinigung in Hochweisel. Der 3. Ausschuß der 2. Kammer beschäftigte sich gestern mit der Beschwerde des Heinrich Friedrich Winter zu Hoch- Weisel, betr. die Feldbereinigung daselbst. Der «Ausschuß erkennt die Beschwerde im weitesten Sinne als berechtigt an, sieht sich jedoch nach Lage der Verhältnisse «außer stände, einzugreifen. Die Regierung soll ersucht werden, die vorhandenen Mißstände, die leicht au§ der Welt zu schaffen sind, ohne dritte zu schädigen, zu be­seitigen.

h- Berlin, 23. Nov. In der Strafsache gegen Marimiliar Harden hat nunmehr das Landgericht Berlin! auf Wntim bcr ©taaisantoalticgaft beschlossen, das H a n p t v e r f a h r e i Ivr 1 9 u VS Nutzeren Stadtkommandanten vv! Berlin, Grafen Kuno Moltke, gemätz §§ 185, 186 des Str G N zu erofsnen. Die Strafkammer wird sich als erste Instanz' ü der Besetzung von o Richtern in nächster Zeit mit der Sach> zu befaßen haben. *

. ® o U r?' Rov. Das Krieg sgericht verurteilt!

111 ^om 04. Infanterie-Regiment wegen fahr lagiger Strafvollstreccung, wodurch zwei Musketiere 8 Tage n lange in strengem Arrest gewesen waren, zu 3 Tagen Festungshast 2C3/ ^ov. Der Staatsanwalt von Altona uci k!C Sn-!<u ag» bS Kommerzienrats Möller, In m "st'olvent gewordenen Firma Wachs

bleiche, wegen Verdachts des betrügerischen Bankcrotts.

x. a o r u ck, 22. Nov. Wegen 8 0 Einbrüchen i> wer vor einem ^ahre der E i s e n b a h n b e a m t e Gehrk a h r e n Zuchthaus verurteilt worden. Jetzt ist er aL Wlst^lfosthpt einer Irrenanstalt üb ergeben worden.

§ Grüningen, 22. Nov. Bei der am 2Q. d. M. Vorgenommenen G e m e i n d e r a t s w a h l brachte die neu Stundetegtuitc" Fortschrittspartei 2 Kandidaten durch, namiia) oas alte Gemeinderatsmitglied Aoam Andreas ~1TT7un) neues Gemeinderatsmitglied Christian Lei- X? toa6(renb dieschwarze" undrote" Partei ein altev Gememoeratsmitglied Christian Karl Bender durch- orachten.^ Dre Siegesfeier bei der frisch gegründeten grünen Parker itahm einen schönen Verlauf: die Teil­nehmer verweilten bis zur Mitternachtsstunde bei Gesana und Konzert oer Musiker Gebrüder Bender und Wolff. Bei der schwarzen und roten Partei verlief der Abend ruhiger.

211 ®inen W anregenden Verlauf 1 f ? Ul m l u n g, dre gestern abend in Bellners Wirlschast hier stattfano. Auf Anregung unseres Bürqer- mersters harte nämlich die Landwirtschaftskammer den Zehrer an oer Landwirtschaftsschule zu Lich Dr. Franz beauftragt, hier einen Vortrag zu halten. Er sprach in klarer, überzeugender Weise über landwirtschaftliche Bodenbearbeitung und Futterbau und legte den Zahlreich anwesenden Landwirten dringend ans Her^ rur Erzrelung besserer. Erträge ihres Bodens mit der ganz unratwnellen Dreifelderwirtscha>t zu brechen. Im Ansmlun an den sehr eingehenden Vortrag, der allseitigen Beifall cn?c kurze Diskussion statt. Darauf empfahl ^..^^^noe noch den Besuch der landwirtschaftlichen ^^kerkAute zu Lrch, wie der Z'bochschulen des Kreises und der landwrrLschafLlicheu Haushaltungsschuren zu Lindheim und ^angelc.

** Landw. Berufsausbildung für Solda- eu. lieber den Antrag Köhler, die Regierung zu ersuchen, int Bundesrat dahin zu wirken,' daß für die Soldaten aus den landwirtschaftlichen Bezirken in den Garnisonen entsprechende landwirtschaftliche Un­terrichtskurse erteilt werden, hat nach dem Bericht des Abg. Sensfelder die Negierung sich dahin ge­äußert, daß sie es ablehnen müsse, überhaupt sauf den Antrag Köhler einzugehen, da er sich jm ganz ungehörigen und ungerechtfertigten Vorwürfen gegen die deutschen Regierungen ergehe. Der Ausschuß schloß sich diesen Ausführungen im ällgemernen an und lehnte den Antrag ab im Hinblick auf die Konsecsuenzen, die sich daraus ergeben könntem Es wurde ausgeführt, daß bei Durchführung dieses Verlangens Köhlers auch jede andere Berufs^Ve^ tretung kommen und mit demselben Recht eine spezielle Weiterausbildung verlangen könnte.

i JkoxR Erdbeben in Mittelasien. Der von bei ^^gr.-Ag. entsandte Spezialkvrrespvndent erreichte am von Karatag entfernt liegt, dorc, d< die stabil Karatag am Tage bei nt P^u^-rburcf) emern ltarken Erdstoß emporgehoben

? e r111 ln e a ? r fc 11 Verwandelt wurde. Die nui toW mit Lehm veroundenen steinernen Häuser stürzten ein bis vrertausend Menschen unter sich begrabend? ungeZ 100 Verionen konnten sich reiten. Die im Umkreis hmr Wi' befindlichen Winterplätze der Nomaden sind zerstört Du §?nn ÄeiL1 btttr QUi u^oeführ 10000 ange-

w Münchholzhausen, 22. ?tov. Ein tödliche Unglücks fall ereignete sich auf der Amendschen MM. Der Muhlarzt Friedrich Schäfer wollte in dem Getries. der Mühle nach einen Mechanismus sehen. Dabei erfavt ihn das Rad und drückte dem erst 22 Jahre alten Schäst die Brust ein, sodaß er an den schweren Verletzungen ftnrF

= Ans dem So lmsbachtal, 22. Nov. Im An schluß der im Bau begriffenen Bahn UfingenWeilmünstei wird bei deren Vollendung auch die Linie WetzlarBrant oberndorfGrävenwiesbach folgen. Die Bahn, welche bi Znm Kreisdorf Kröffelbach 15,4 Kilometer durch den Krei Wetzlar und von Brandoberndorf bis Grävenwiesbach 9 Kilometer durch den Kreis Usingen laust, wird den nörd lichen Taunus mit dem Lahntal in direkte Berbindun. bringen. Unser Solmsbachtal ist sehr reich an Eisenerzeii die aber wegen der bisherigen schlechten Verkehrsverhali nisse nicht befördert werden konnten. Bei Grävenwieä bach findet man Ton und Grauwacke und in das Ver kehrsgebiet der IVahn fallen etwa 5000 Hektar Waldungen davon gehören 700 Hektar dem Fiskus. Bergbau und In dustrie werden sich beleben und der Einwohnerschaft neu Erwerbsquellen schaffen. Auch für den Fremdenverkeh ist die Linie von Bedeutung, da hierdurch das Lahntal eir direkte Verbindung mit Homburg und Frankfurt erhäfi

h. Frankfurt a. M., 22. 9tov. In der Sitzung bc furrstlschen Gesellschaft gestern abend gab Landgerichtspräs deut Dr. Colnot bekannt, daß der erste deutsche In gendgerichtshof unter dem Vorsitz eines Vormund fchastsrrcqters vom 1. Januar n. I. ab in Frankfurt er vMet werden würde. Gestern mittag rannte auf de Straße nach Wachen buch en ein Automobil fleqej eine an der Straße stehende Telegraphen st ang e Dre in dem Automobil sitzende Damen und der Leiter de Wagens wurden herausgeschleudert, jedoch nur gerüimüaü verletzt. Ferner überschlug sich ein Automobil auf be eirajje nach Oberursel, das einem Fuhrwerk answeichei wollte, und begrub die Insassen unter sich. Ein Herr er if leichte Verletzungen.

, H^sisch- Schulfragen. Der Petitions- auZschuß der Zweiten Kannner setzte am Donnerstan .tue Beratung der sozialdemokratischen Schulanträge fort. De>u Antrag auf Abänderung des Art. 86 des Volksschulaesekes <Bes.it,gung des Volksschulgeldes) gegenüber wurde von dec Regierung dargelegt, daß eine plötzliche Abschaff,ma der Schulgelder zurzeit nicht angängig sei, da viele sogen Gebirgsgemeinden dadurch in eine schwierige finanzielle Lage lommen wurden, namentlich in den Kreisen Dieburg, Erbach Alsfeld rc. In den Kreisen Mainz, Worms, Oppenheim' Bingen, Bensheim, Heppenheim und Friedberg werd- schon fetzt kein Schulgeld mehr erhoben. Auch die Regieriing se, aus d,e baldigste Beseitigung der Schulgelder bedacht nnd bestrebt, dies an. dem Dienstaufsichtswege di,rch Einwirkung der Kreisämter zu erreichen, doch könne sie der sofortigen allgemeinen Beseitigung nicht zusliinmen. Der Aiisschiiß be­schloß, nach diesen Darlegungen den Antrag für erledigt m erklären. 3 0

ie.derrheinische Geologische Verein tagt am 30.Nov. in Marburg unter dem Vorsitz des Geb Bergrats Pcoseffor Dr. G. Steinmann aus Bonn. Der Ver­ein wurde im letzten Winter von den Vertretern der Geologie an den Hochschulen Aachen, Bonn, Gießen, Dt'arbura und Nfimster zu dem Zwecke ins Leben gerufen, sich dec Pflege oer heimatlichen Geologie durch jährliche Wanderversauun- lungen mit anschließenden Exkursionen anzunehmen. Es ist feine Vereinigung von ausschließlich Berufsgeologen. Viel­mehr ist eS die Absicht, gerade Laien aller Becu'fsarten, die Freude an der Geologie haben, Gelegenheit zu geben, ihre geologgchen Kenntnisse auf bequeme Weise zu erweitern. Be­sonders sind die in großer Zahl tn den Nheinlanden, West- falen und Hessen ansässigen Lehrer, Oberlehrer und Bergleute zur Mitarbeit an der geologischen Erforschung ihrer Heimat roicb °l'ch bezweckt, durch allgemein ver- < stündliche Vortrage, an wechselnden Orten, geologische Er- < (enntmS rmüer zu verbreiten. Der Samstag vormittag ' ^.l,cb 3uc Besichtigung der Sammlungen des geologischen In- 1 ftdutS hmt-c d°c Elüabcthkirch- ve-w-nb-t metben. - Um i LkrtLfa 9'S 616ü.Octca9e "» Hbcsaale des phpsial°g,schen 1 3n|iituU. (Ga,te werden gerne gesehen.) Im Anschluß daran >

*2- ^ivv. Wie i)tCNat.-Ztg/^ mitteilt, schweb den HeMusgeber und Verleger derDeutschen Reichs ^ocke ^.lired Mrchow und den Redakteur d'cs^s Blattes J-oachir Gehl; en ein Verfahren wegen versuchter Erpressung Di Ertzrmung ist gegen,den Dr. nteb. Magnus Hirschfeld a? bcs wisicma-aitlich humanit.-r n Komitees versuch tinSehf RerchSgwcte" hat bereits ihr Erscheint

eingestellt. Der Anarü-owzialrst Dr. Friede berg sollt sich durch eine Vorrede, die er zu der in dcr Schvciz erschienme

Sozialdemokraten und Antimilitariner

Tas VÄerland der Reichen" verfaßt hat, bei E^.^o^ung zum H o ch v e r r a t schuldig gemacht haben. Bit beiVor.varts imtteUt, pat das Verfahren nach Schluß der Voruntcriuchung je^t bannt geendet, daß das Reichsgerichr ^vt6ung der ü n klage a b g e l e h n t, oas Verfahren ein» Utl^ 'C e Verfahrens der Staatstäge auser

r t KleiucTageschronik.

Der bei der Katastrophe auf derBlücher" schwer ver eATJ tr°,e S°fn|infl QUS '-8anncn ist feinen Lletzunger L l l l y l II.

. .®ine R-ntier« Vollmar in N eu ens ch leuf c Lei Stade ward, n ihrer Wohnung ermordet und beraubt aufgefunben ^ ö"gte am Kops^Vcrstümmelnngen. Alle Wert- und Go7d S&'tta?"* 'm»»»»»«««.».»

ä'ä?urI

Scart ist naa) Epenaa) gefallen. Aas grosse Los wurde ro kleineren und mittleren Eeschästsleuten gespielt.

Da- Strafver,ahren gegen den Opernsänger ft t a n f n Ä. ,'L «ÄÄ-te «

«gtfttÄStt ft S3 eincn^Sdn^U, a unb T 6 1 5tol'lI)en Toulon und Pari! Le^'LNsW^'^s^lehten^age. tonnbTun'^ttentät/b6t"°»dc?e/Meldung ! I des Packwagens durch hLoltzchD^^"' 2tuifeI)e Fahrt ^nach "llTwlwrk "in dieser^Woch- 'anmV si' bgrf feirnc ekrf

In e

624 Meilen znrückgelegt. Schiff hat m dieser Zeül

Die Gattin des belali

Iabeth , geb. Herzogin vvii Bav-rn Algers, G 11* j

taffen haben und nirfu ±,r ern'ihren Gatten ver-1 wird Ürantheit als Grund der Mweseük^it ono 'v°l,en. Ofstzicll | soll aber eine Ehcscheid n n a ""^geden. Tatsächlich

liegen, bei der bi- ^rinz m "n?»t" der Möglichkeit

zusehen fei. Gleichzeitig Lhf » Teil an-1

Thio,wechsel

uon 20 Vlqiiarcücn, Motive aus der Umgegcnb Berlins, hat Fl.Z. Türte-Berlm ausgestellt. Ferner iverdcn Nadierungen von Wllh. Doms-Berlin und H. Volkert-München großes Interesse bei unseren Kiinslsreunden Hervorrufen. Weiter sind noch Koltektioiien von Jos. Hahn-Rlüncheu und F. Zeriker- Antwerpen ausgestellt. Stuti) Werke der Plastik, von Pros. Wiese-Berlin, hat die diesmalige Aiisstellung ailfziuveifen. iUorgen Sonntag ist die Ausstellung von 11 bis 3 Uhr un- unterbroeben geöffnet, an den Werktagen von 11 bis 1 Uhr.

** Aus dem Bureail des StadttHeaters. Auf zahlreiche Anfragen sei mitgeteilt, daß Schillers Tell im Abonnement nicht tviederholt wird.

** Wohltätigkeitskonzert. Er ist von uns

gegangen vor einigen Jahren, der Mann mit bem

warnien Herzen und dem reichen Gemüt; er, des f en -Kamen ich nicht zu nennen brauche, und den doch alle kennen er, dessen Crichemen die, Augen so vieler Kleinen Heller und freudiger aufleuchten^ ließ, wenn er alljährlich in den letzten Wochen vor Weihnachten in die Schulhänser kam, um ganz im tdlcn sein menschenfreundliches Werk zn Beginnen, das Werk, oaS feine Vollendung und seinen schönsten Lohn fand, wenn oer Christbaum, im Lichterschein erstrahlte, und die kleinen Buben und Gräbchen freudestrahlend ihre Geschenke entgegennahm. Ja, er ist von uns gegangen. Aber geitorben ist er uns nicht; lebt doch fein Andenken noch fort in der Stiftung, die seinen Kamen trägt und noch einer beschrankten Anzahl von Be- )ürstigen alljährlich eine Weihnachtssreude bereitet; noch lebt ein Andenken fort in dem Gedächtnis so manches Gießener Kindes, das einst selbst diese oder jene Gabe aus des Heim­gegangenen Hand empfangen, und das nicht begreifen kann, datz Weihnachten ihm jetzt weniger Freude bringen soll als da­mals. Und sein Andenken lebt auch fort in dem Herzen des ^inieitbcry dieser Zeilen, der dem Entschlafenen so manchnial äU5ff^an$. gmg, und zu dem dieser daher einst sagte:Sie müssen mein Nachfolger werden". Leider fehlen ihm die Be­ziehungen, die jener hatte und die ihn in den Stand setzen würden, in bei)cwen Weise fortzuwirken wie jener es getan. Aber wird er bet euch, ihr vielen Schülerinnen und Schüler, ihr vielen jöctebrer des Heimgegangenen, taube Ohren finden, menn er mitcno euch zu ruft:Seid ihr alte insgesamt seine Nachfolger?" Ach nein, dafür war die Saat viel zu edel und gut, die euer alter Lehrer in eure Herzen gepflanzt. Darum hat man es auch fronen Mutes gewagt, an die Vorbereitungen zu einer Jeier hcranzutreten, deren Reinertrag dazu bestimmt sein soll, ui dem Geiste eures Heimgegangenen Lehrers so manchem vllt *(n ^^sitrnidleln tn den Schoß zu legen, an dem sonst ue Weihnachtsireude acytlos vorüberhuschen würde. Und nicht nur geven sollt ihr, man wird euch auch Gaben spenden. Hte)ige und audtoäuige Künstlerinnen und Künstler, denen ihr fchon so manchesmal mit Entzücken gelauscht, werden ihre Kunst m ben ^teilst einer so schönen und guten Sache stellen: und wenn euch tn vollem Männerchor diese oder jene Eichendorfssck e ^cne entgegenfiingt, werdet ihr dankbar des vor 50 Jahren ins

gesunkenen Sangers gedenken, der euch schon in eueren Kinderiahren durch euere Lehrerinnen und Lehrer so manche reine und erhebende Gabe hat ' spenden lassen. Werdet ihr am , 8. Dezember der Feier fern bleiben, die bem Andenien teuerer Entschlafener geioibmet unb der Nächften- loll? Ach nein, ihr werdet gern ein

bereit haben und zeigen, daß ihr über eigener Weih- naaftöfreube biejentgen mcht vergeßt, für die das Schicksal auch tn diesen frohen.Tagen nur Sorge und Mangel übrig hat.

~ c i elf e n f n n b. Am 21. d. NUs. bemerkte ein Ar­beiter am Mählwehr der Kinkel'schen Mühle einen in Zeltnngspapier eingeschlagenen Gegen)tand, der angeschrvemint rvar Gestern wurde das Paket geborgen und man sand darin bic -eiche eines neugeborenen Kindes. Die Leiche wiirde polizeilich beschlagnahint, und es ivird sich bei der heute stattsindendcn Sektion Herausstellen, ob ein Kindesmord vorliegt.