Ausgabe 
26.7.1907 Zweites Blatt
 
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groß Herzog wird,

n. d.Darmst. Ztg.", während dieser

** Das Großher^ogspaar,Prinzessin Dorothea zu Solms-Hohensolms-Lich und der Mahar ad ja von Bi ko mir und fein Gefolge kamen gestern abend, wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, in drei Automobilen von Jagdschloß Wolssgarten hierher und besuchten die Vorstellung im Zirkus Corty-Althoff. Die Indier trugen englische Sportkostümc und Turbane. Sie brachten den Aufführungen der Zirkuskünstler lebhaftes Interesse entgegen.

** Ordensangelegenheit. Se. Königs. Hoh. der Groß Herzog haben beni Legationskanzlisten der Kaiser!, deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Hofrat Ranft, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser verliehenen Roten Adler-Ordens 4. Klasse erteilt.

""Von der Technischen Hochschule. S. K. H. der Grobherzog haben den ordentl. Professor an der Technischen Hochschule H. Walbe für die Zeit vom 1. Sept. 1907 bis 31. August 1908 zum Rektor der Technischen Hochschule ernannt. Dem Assistenten für Geodäsie, Herrn Dr. Max Gasser wurde bie venia legendi für Geodäsie an der Tcchm Hochschule erteilt.

Deutsche» Reich.

Berlin, 25. Juli. Wie dieNordd. Allg. Ztg." bestätigt, hat König Eduard für den 14. August seinen Besuch auf Schloß Wilhelmshöhe ungesagt. Die Berl. Reuest. Rachr." fügen noch hinzu, der Begegnung werde auch die Kaiserin beiwohnen, die schon Anfang nächster Woche in Wilhelmshöhe eintreffe. Die Ankunft des Kaisers wird erst am 8. August erwartet.

Rach einem Petersburger Drahtbericht des Daily Telegraph soll die geplante Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Zaren am 5. und 6. August in Danzig stattsinden.

Die Berlin er Fleischerinnung macht bekannt, daß eine Erhöhung der Schweinepreise auf den Stand vom Sommer 1906, also auf 72 Mk. pro 100 Pfund, bald bevorstehe.

ArrsLand.

Mplde, 25. Juli. Der Kaiser machte heute vor­mittag bei schönem Wetter einen Spaziergang an Land und besuchte dann den Prinzen Heinrich an Bord der Deutschland" und lud ihn, sowie den Prinzen Adalbert, zum Frühstück ein. Nachmittags nahm der Kaiser den Tee aus der Höhe von Molde ein. Zur Abendtasel waren die Kommandanten der anwesenden Kriegsschiffe und Prinz Heinrich geladen. Morgen früh erfolgt die Abfahrt nach B.erg en mit einem iurzen Aufenthalt in Marok.

Piaris, 25. Juli. Präsident Fallier es und der Präsident von Panama tauschten heute Besuche aus.

Auf dem zu Ehren von japanischen Offizieren ge­gebenen Frühstück brachte Präsident Fallieres eilten Toast aus, in dem er die Hoffnung ausdrückte, daß der japa­nische Besuch nur ein Vorspiel immer enge- T>er Beziehungen zwischen beiden Natio nen

Aus Stadt und Land.

Gießen, 26. Juli.

** Die Großherzoglichen Herrschaften werben, wie schon mehrfach mitgeterlt würbe, Mittwoch, 31. b. Mts., sich zu mehrtägigem Aufenthalt zur Feier bes 300jährigen Jubiläums ber Lanbes-Universität hierher begeben und im Alten Schloß Wohnung nehmen. S. Kgl. Hoh. ber Erb-

sein möge. Der sapanocye Botschafter sprach voraus Den Dank für den den japanischen Offizieren bereiteten freund­lichen Empfang aus.

General M etzi n ger erklärte, daß das Dekret be­treffend seine Versetzung zur Disposition auf seinen An­trag am 13. d Mts. unterzeichnet worden ist. Er gibt als Grund für die Versetzung an, daß diese nicht geschehen sei, weil die Rekruten im Jahre 1903 entlassen worden sind, sondern weil die von ihm in Vorschlag ge­brachten Beförderungen für Offiziere unbe­achtet gelassen wurden.

Das Bert. Tgbl. meldet aus Teheran: Der Jahres­tag der persischen Verfassung ist ruhig verlaufen. Der Schah ist angeblich ernstlich erkrankt und blieb deshalb den Feierlichkeiten fern. Er entbot alle Prinzen, um vor den Gesandten unb Notabilitüten die Honneurs zu machen. Im Volke ist eine Gährung unverkenn­bar. Das Volk behauptet, der Schah sei durch Trunkenheit unzurechnungsfähig, und fordert seine Absetzung.

London, 25. Juli. Rach den letzten Meldungen ! aus Tanger berichteten 7 Diener des Kaid 9)1 ac Lean, die von Raisuli freigelassen worden waren und inl Alcazar ankamen, daß Mac Lean in strenger Haft ge­halten werde und daß er mit Niemandem sprechen dürfe. Es sei dringend notwendig, daß energische Schritte unter­nommen würden, da die anderen Stämme ebenfalls anfangen, unruhig zu werden. Diese glaubten, ebenso wie Raisuli handeln zu können, nachdem dieser unbehelligt den Oberbefehlshaber gefangen genommen hat. Die Gährung ist bereits in der Umgebung von Fez bemerkbar. Der Sultan fürchtet sich, die Hauptstadt zu verlasset!, da der Prätendent El Noghi die Gelegenheit benutzen könnte, um in Fez einzuziehen. Der Sultan und der Maghzen sind beide unentschlossen und ratlos, während sich die anarchistischen Zustände infolge des Mangels an Autorität immer mehr ausdehnen.

flinkes Bürschchen kommt mit immer neuen Humpen herbei, nachdem e8 den großen grünen Kamin aus AdamS Bauern­stube wie ein Spielzeug nach hinten getragen hat.

Jetzt sehe ich mich unmittelbar vor dem Lauf einer mörderischen Donnerbüchse. Aber das Ding ist außer­ordentlich zahm. Es hat nur die gefährliche Form und ist nichts als ein mit schwarzem Papier beklebtes Holz- scheid. Die Vorsicht, mit der es eine Bühnendame um- wandelt, ist ein niedlicher Beitrag zur Theorie von der Illusion in der Kunst.

In den beiden Nebengassen sammelt sich das Wallen- steiner Kriegsoolk, vornehmlich in der rechten, der Männer­seite. Obwohl der Raum nicht sonderlich schmal und ziemlich lang fft, bildet sich doch eine stattliche Menschen- haufung, aus der der Beobachter charakteristische Bilder herausholen kann. Ernst den Augenblick der Leistung abwartende Künstlerschaft, fröhlich sorglose Jugend, die bei ihren belanglosen Aufgaben keine Gefahr läuft, still belcheidene Brotarbeit und keckes, wagemutiges Drauf­gängertum, überlegener, zum spöttischen Witze geneigter, kaltblütiger Gleichmut des im Kulissenfeuer gehärteten, hieb- und nagelfesten Bühnenroutiniers das steht hier alles dicht bei einander. Man fühlt auch hier recht wohl soziale Unterschiede heraus. Die Träger der führenden Rollen und die Fünfwortemänner unterscheiden sich wie Geometer erster Klasse von denen zweiter Klasse. Auf engem Raume vereinigen sich hier zu dichtester Gemein- Ichast dre mannigfachen Strömungen künstlerischer und menschlicher Art, Verwandtes und Gegensätzliches Und mancher Mime sicht sich als Uebermensich unter Herden- men)chen. Jetzt tritt der Direktor, der noch wenige Minuten zuvor in Frack unb Lack unter den hastig Aufräumenden zu sehen war, unter die rauhe Soldateska als Wallen- jteiner gekleidet,jn leiser Anordnung, doch auch zu kurzer Unterhaltung. Der Inspizient aber fängt an, den Menschen- knäuel in Ordnung zu bringen. Sobald alles zum An­fänge bereit ist, wenden wir unsere Schritte nach den jetzt

leer stehenden Garderoben der Statisten, in denen schein­bar ein wildes Durcheinander herrscht. Doch jeder Hundert­sechszehner hat seine Mannschaftskleider an seinem Platz und obendrein seine verschließbare Schublade.

Freundlich und sauber sieht es in den Garderoben­zimmern der Solisten aus, in denen jeder seinen viel­fächerigen Toilettentisch und seine eigene elektrische Flamme hat. Von der Herzensflamme ist dagegen jeder weit ent­fernt, durchs ganze Haus getrennt, ' denn auf entgegen­gesetzten Seiten befinden sich Damen- und Herrengarderobe. Die Damenzimmer haben lichte blumige Tapeten, die Herren­zimmer würdig schlichte von einheitlicher Farbe. Dazu stimmen hübsch die geschmackvollen Möbel. Ueberall hat man angenehme Farbenwirkung. Die Zimmer der Musiker sind einfach, aber auch ganz gemütlich und geräumig.

Andere große Räume dienen als Kleiderkammern, wo es aus mächtigen Wandschränken nach Naphtalin duftet.

Ein Kabelzug ist vorhanden zur Fortschaffung schwerer Lasten, wie der Malerarbeiten im riesigen Oberlichtsaale, oder der Möbel aus dem Souterrain nach der Hinter­bühne. Im Malersaale sehen wir übrigens ein richtiges Kinderspielzeug stehen, ein Tbeaterchen aus bemaltem Papier ausgeschnitten und auf Pappendeckel geklebt. Das vom Miniaturplafond herabhängende Kronleuchterlein ist aus Streichhölzern gefertigt. "Es ist das von Herrn Schiv edler gefertigte Vorbild für die Salon-Dekoration in dem zum Universitätsfeste int Theater zur Aufführung kommendeit kleinen Studentenscherz.

Nun stehen wir vor einer der bedeutendsten Neuerungen der Bühne, der Zentralisierung der wichtigsten Funktionen durch Elektromotore. Auf einer kleinen Loge links vom Zuschauerraum sind die Wände bedeckt von Schaltvorrich­tungen. Wellen sehen wir dazwischen und ein Hebelwerk. Die Wellen als-Hauptleitungen und die zahlreichen Schalt­vorrichtungen letten geräuschlos die gesamte Bühnen-

** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Vorsteher desOhlystifts" zu Grafenhausen, Lehrer Phil. Rack eine Lehrerstelle an dec Gemeindeschule zu Langen; dem Lehrer Hch. Walter zu Gammelsbach eine Lehrerstelle an der Gemeinoeschule zu Treis a. b. Lumda; bem Schul- amtZaspiranten Adam Körner aus König eine Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Fränkisch-Crumbach. Erledigt find: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu K i r ch - B e e r s u r t h. Denr Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu. An ber ^R^Ltzbeschule zu Fir^hh.n cche mjt einem kath. Lehrerl

Moskau, 25. Juli. Die Rev o l ut i o n ä ri n Frunkina, welche ein Attentat auf den Gefängnisdirektor Bragrczolv verübt hatte, wurde hingerichtet.

Auf "ber Station Rentovo an der Linie Moskau N ischn i-Notogvro d sind 'heute zwei Beamten einer Fabrik in Nentovo, die 30000 Rubel bei sich führten, von einer zwölf Diann starken bewaffneten Bande angegriffen wor­den. Tie Räuber töteten einen Beamten und flohen mit dem Gelde in der Richtung auf 'Moskau. Im Verlauf der Verfol­gung wurden 10 000 Rubel gefunden.

Lugansk (Gouv. Jekaterinoslaw), 25. Juli. Bei der Station Al s chev s ka wurde der Verwalter der Kvhlenminen von Lashukhoff, Nichurin, ermordet.

Baku, 25. Juli. Der Geschäftsführer der Nobeltverke, Paulsen, wurde durch Revolverschüsse g e tötet.

Heute mittag stieg über dem Gelände des Tegeler Schießplatzes das lenkbare Militärluftschiff zum dritten Male auf, um nach Erreichung einer Höhe von etwa 1200 Metern und nach mehreren erfolgreichen Einzel- manövern in etwa dreiviertel Stunden tvieder glücklich zu landen. Die Versuche werden täglich fortgesetzt weroen.

Der Gesetzentwurf über die Erhöhung der vreußischen Beamtengehälter wird mit dem Etat oem Landtage vorgelegt werden. Man nimmt an, daß die Einberufung des Preußischen Landtages wegen der Fülle der zu erledigenden Arbeiten bereits vor Weihnachten erfolgen wird. Der Etat wird, wie gewöhn­lich, etwa Mtte Januar eingebracht werden.

Breslau, 25. Juli. Die Beisetzung des Ab­

geordneten von Kardorff fand heute vormittag auf Bupy66ud »vu,v, Schloß Wabnitz statt. Der Sarg war im Schloßpart Zeit in Lieh wohnen, unter Kardorffs alten Lieblingsbäumen aufgebahrt, wo der Ortspastor Sattler die Trauerrede hielt.' Die Kapelle der Oelser Jäger eröffnete den Leichenzug, an dessen Spitze der Oberpräsident von Schlesien, verschiedene Abgeordnete und zahlreiche Offiziere schritten. Eine unabsehbare Menge von Kreisbewohnertt nahm an der Beisetzung teil.

München, 25. Juli. Wie dieM. N. N." hören, hat Dr. Peters gegen das Nürnberger sozialdemokratische Parteiblatt, dieFränkische Tagespost", die Beleidigungs­klage angestrengt.

Straßburg i. E., 25. Juli. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in den schweizerischen Grenzgebieten erloschen ift,. wurden nach langer Sperre die Grenzen für die Vieheinfuhr wieder geöffnet. Von den bedeutenden Viehtransporten, welche sofort in das Elsaß -gelangen werden, erhofft man ein Sinken der horrenden ^Fleischpreise.__

ui oesekende'.Lehrerstelle und eine mtt einer fath. vekr. zu besetzende Lehrerinstelle.

** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stad« verordncten-Versammlung, die gestern im Anschluß an öffentliche Sitzung stattfand, wurde die vom Beigeordnetem Curschmann erbetene Entlassung an5 dem städtischen Tieiü genehmigt. Die Stelle soll alsbald zur Bewerbung Gll§1 geschrieben werden, da Herr Curschmann voraussichtlich uc am 1. Oktober seine neue Stelle als Beigeordneter Barmen antritt. Ferner fand ein Urlaubsgesuch Stadtbaumeisters Braubach Genehmigung, das von Staats sekretär Dernburg eingereicht worden war. Herr Braubcict hat nämlich den ehrenvollen Ruf erhalten eine von be> deutschen Handelsgesellschaft mit Unterstützung des Reichs ausgerüstete wissenschaftliche Expedition nach Süd- westafrika als Ingenieur mitzumachen. Die Expeditio' wird sich während der Wintermonate mit Untersuchungen be Wasserverhältuisse im Süden der Kolonie, den sog. Ramalan:' beschäftigen. Insbesondere soll die Möglichkeit der Ansammlung | der vorhandenen Wassermengen durch Anlage von Talsperr^ zum Zwecke einer umfassenden regelmäßigen Bewässerung festgestellt werden. Herr Braubach wird die Ausreise nact Südwestafrilä am 1. Oktober ds. IS. antreten. 12. August wird die letzte Sitzung ber Stabtverordneten, Versammlung vor ben Ferien ftattfinben.

** Theaterbesucher seien barauf aufmerksam gematy daß zur heutigen Vorstellung rechtzeitiges Erscheinen bringen; erforderlich ist, weil die Türen bei Beginn der Ouvertui" geschlossen werden.

** Begonnen wurde mit dem Bau des ober hessischen Hauses für die im nächsten Jahre Darmstadt stattfindende Hessische Landesausstellun für Kunst und Kunstgeiverbe. Das Haus wird auf be- Mathildenhöhe gegenüber dem Ernst Ludwig-Haus uii neben dem Haus Olbrich errichtet.

_ ** Die Hessische Landeshypothekenbank zu Darmstcu'; versandte in den letzten Tagen ihren gedruckten Gesell^ schaftsvertrag, der unter Berücksichtigung der burc die Generalversammlungen vom 26. März 1904 unt 25. März 1907 beschlossenen Abänderungen hergestellt v Da dies Büchelchen allen Interessenten von großem Bor, teil ist, sei hiermit darauf aufmerksam gemacht.

8. Saasen, 25. Juli. Bei der heute dahier & gehaltenen Bürgermeister wähl machten von 114Wah berechtigten 95 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. Laut wirt und Wirt Max Stark erhielt 54 und sein (Seger kandidat, Maurermeister und Gastwirt Wilhelm Schep 41 Stimmen. Stark ist somit gewählt.

-t- Friedberg, 24. Juli. Im Steinbruch des meinde-Einnehmers Feuerbach zu Ockstadt (3/4 Stunt von der Bahnstation Friedberg entfernt), ist bet den Ar beiten in einer Tiefe von etwa sechs Metern ein größm Steinblock sichtbar geworden, der auf seiner seitlichen Fläcl in der Größe von etwa 3 Quadratmeter Längsrillen un: Schliff zeigt, sodaß die Annahme entstehen konnte, ma habe hier einen fog. Gletscherschliff vor sich. Bo anderer Seite wirb das angezweifelt und die erwähnte- Erscheinungen lediglich als Verwaschung, als durch länge, dauernde Einwirkung des Wassers entstanden erachü Der Stein ist photographiert worden und es dauert viel­

leicht noch zehn Tage, bis er als Bruchmaterial beseitic ivird. Jedenfalls ist er in der Lage, inmitten des Ur, gesteins, eine merkwürdige Erscheinung.

A Breitfcheid, 25. Juli. In großer Aufregun; befindet man sich hier über den gestern vormittag auf einer hiesigen Hofe tot auf gefundenen italienischen Ar­beiter, der nur eine leichte Verletzung am Kopfe trug, bi. odn einer am Abend vorher vorgejallenen Schlägerei zwisch; Italiener und hiesigen jungen Leuten herrühren könnte. Da' Gericht hat eine Besichtigung der Leiche vorgenommen. Ce Totschlag vorliegt ober ob der Mann eines natürliche Todes gestorben ist, wird wohl aufgeklärt werden.

sd. Darm stabt, 25. Juli. Nach einer Bekanntgabe ba Metzgerinnung hier kostet von heute ab Schweinefleisch. Schmalz, Fleisch.- und Bratwurst das Pfund 80 Pfg., Kot" lettes und gesalzenes Fleisch 86, Dörrfleisch 90, Schinken m. Bein 110, Rollschinken 130, Leber- und Blutwurst 64 Pfg. Al', ein nicht unwesentlicher Au fs ch l ag.

X Krofdorf, 25. Juli. Sellher lag der Turnunterrich beleuchtung mit den drei Farben rot, grün, weiß üb Grundtönen, die nach Belieben nuanciert werden. Wei auch die Signalanlage ist da, die das Zeichen dafür gick daß die auf der ersten Arbeitsgalerie befindlichen Unroettei Vorrichtungen in Tätigkeit treten, sowie im Falle em Gefahr für das sofortige Fallen des eisernen Vorhang- und das Funktionieren aller übrigen Vorrichtungen sorg:

Wir begeben uns nun in die kleine, drei Mensche: höchstens Raum bietende Regieloge, die der Beleuchtungs und Betriebsloge entsprechend auf der anderen Seite lieg: Auch hier wird unsere Aufmerksamkeit auf mehrere klein Schaltvorrichtungen gelenkt. Indessen schauen wir bot ein Weilchen auf das Bühnenbild drunten, das f schließlich doch die Hauptsache ist von dem, was m Bühnenkunst nennt.

Um die Hinterbühne zurück geht bann ber Weg em kleine Holztreppe hinab. Wir sinb auf ber Unterbühne. Eiseii< gerüst stützt hier ben Bühnenboben unb bie fahrbaren Schiene" in benen die Kulissen stehen. Eine'.Decke verhüllt einen einer Weichenwechsel ähnlichen Hebel. Eine Hanbbewegung barai unb die Gustel von Blasewitz mitsamt ihrem Peter von Jtzeho führe zu uns zwischen ben Eisengerüsten nieber.

In einem ganz schmalen, aber riesig hohen Magazi: führt Herr Jenny mit staunenswerter Behenbheit bie Klettert auf ben zahlreichen übereinanber angebrachten Eisenfächel- bis zur obersten Etage ans. Vier Mann haben diese Kletten partien regelmäßig zu unternehmen, um auf ihren Schulten die genau registrierten Prospekte aus den Fächern herab zuholen.

Jetzt ist auchWallensteins ßagec* dem Ende nah? I Die Trompeter blasen schon das Reiterlieb. Nun wir- bereits geklatscht. Da inbeß biese Art vonTheaterklatsch' allabendlich dieselbe ist, verlasse ich schleunigst die Stätte be; Illusion und Wirklichkeit, wo in gleicher Weise heimisch fW | Routine unb Genie, Elektromotor und Ruhmesträunili: Menschliches, oft AllzumenschlicheS wie daß Erhabenste, ivü! Mnffchengeist ersann. B. W,