und Schriftsteller der bedeutendsten Kulturländer richtete. Die oTcgc lautete: „Ist der Alkohol nach Ihrer Ansicht geeignet, aut die kunstleriiche Tätigleil fördernd wer hemmend einzu- Wirten?" G- ist bezeichnend, bau ebenso wie bei Tr. van Bleuten-5 llmtrage auch hier die Mehrzahl der Antworten dem Alkohol leine» guimigcn Ginflutz such,rieb. Unter den Üünstlern, die die gestellte tftagc bcaiiuDücict haben, befindet sich aua, der bc* riibmic Bahndrea^r aus dem Gebiete moderner Plastik, der Fran- zow Auguite Wohin, dessen Antwort fotgenoermatzen lauicl: „Der Aitoyol hat mcpid bei den Lun st lern zu suchen. Die, bie aus ihm it)cc Umgebungen schöpfen, sino meistens, wie ihre Werke, einer irühen Vergeffeuhcit geweiht". Roa, lakonischer m die Antwort unseres stauDSmannes Gustav Frentzen. Ut Idyreibi: „Sazon ein Fingerhut Alkohol fchwääk bei mir alle feineren Zähigkeiten". Sehr achialtcristifch in auch die Antwort Björiisijcriic Bivrnsons: „Wenn im etwas imrcibcn soll, dar, ich leine gelingen Getränke geniesten, das stört mich. Und have ich am -tage vorher nur etwas mehr gctrunlen als gewöhnlich zum 'j.'uiiage|icn, so merke ich das gmai an meiner InoiSpoiilw». Uiue anoere Beobachtung: Ich tonnte, wenn ich etwas gcitunu-n i:atte, reiche Phantasien haben, merkwürdige Charakterbilder jehen: aoer sie loaren nicht geiund. Sehr oft kam auch etwas Unwahr förmliches hinein, in )cbem Falle etwas Gezwungenes, ^ch inugte |ie immer nnbenuht lassen".
' Frauen Universität in Sibirien. Der langersehnte Wunsch der Intelligenz in Sibirien, eine eigene Hochschule lur Frauen in Sibirien zu besihen, wird, wie ber „Pester Lloyd" mitteitt, iept in utiuliung gehen, Hunderte sibirischer Mabwen mw Frauen, vom Drange nach Biwung und Xßiiicn getrieben, Vilegeii Qtijui.riia) ihre jerne veimat zu vertanen, um in Petero> üurg ober Moskau eine höhere Frauenschule zu besuchen. Die jieiic bicicr sibiriichen Frauen gestattete sich manaienal sehr schwierig^ weit cs ihnen ostmals an Pkitteln mangetl, um bie Kosten ber weiten Reise aus de» fenUiegcnDen iOrtschaiten Sibiriens, wie aus jtiansbaualun ober oec Prinwivstatagegend, bestreiten zu lunnen. In diesem Jahre hat bie Uniueriuat von Toinsl ihre Piorten auch ber studierenden Jugend weiblichen Geschlechts gcolinet, aoer die Zahl der euigeuoncnen Mädchen um) Flauen war so grotz, datz viele von ber Universität juruageiuicien werden mußten. Und so reiste ber Plan, in Tomsk, wo oie uniocriuät und die Technik über vorzügliche Lehriräste verfugen, eine leib* ständige Fraucnuniversität zu begrmiben. Die Petersburger Bureaulralie maujte zwar den Versuch, ber Verwirklichung imies Prmies L>uiderniiie in den Weg zu legen. Das Geiuch der kJe- grunoerui ber Fiauenuniversital, Frau Sergieiu, lag m Petersburg lange Zeit hindurch unerledigt, uno erst vor kur-e.n trat die Atuwoil ein, baß bie Eröffnung dec Frauenuniverstlät m Tomsk ausschließlich von der Bewilligung des Kurators des me|i|ibiri|ü,t:ii steyrvezirts abhängt. Tiefe Deidilligung wurde nun cu-eutu und bie Urossnung der 5iautnunioci|uat ciioigtc schon im oanuar 11107. Vorderhand werden nur zwei Fatuiiuieil, oic phito|Ophisch»e und die hislvriiche eronnel, muyteiib die Uroiinung anderer Fakultäten erst nach vollständiger Kompleltieruiig ot» k'eytt.ct|uiiutv itiuiuen dnr.ie. Uno wie u.ug d-w oeournnv nau, em je Frauenuniversiläl in Sibirien war, kann man aus ber -tai» laux ersehen, baß in Tomsk allein sich hundert Mädchen zur Austiahme in bie neueröffnete Hochschule augemelbei Haven.
'liuiift ueiO rvi^cnschajt.
R. B. Darmstadt, 25. Febr. Ter hiesige Musik- vecein 'begeht am heutigen zage die jeltuie Feier seines / u ) u b r i g t n IubilaitinS. Ur ist bannau, nicht nur einer der ältesten Vereine ber Staat, sondern amu ber Muiikvereine in Deutschrand Überhaupt. Ui» halbes Jahrhundert hindurch sahne den *ingculeiiiiao o.r hochverdiente X,o|mU|i(DireUoi- Kart Atua- beus lut a n g o i o , uno vom Jahre ibou untersteht bie «äugen schar der Ztuung ues Dvslapeltineisters So,rar kvmtui oc ü u u ii, ber es verstanden hat, die musitalischen Darvietungen des k>erein» zu Hoher kunstterischer Vollendung zu gestalten. Den langtahrigen hochondienren Vorsißendc», «laotveroroiieien Woissteyi, eyne Der Verein aus Amug des Jubiläums durch feine Ernennung zum Uhrenmügtied. Zur Feier des Tages faiu) heute mittag rm stuor. «aatuau eine akademische Feier statt, oec auch «. it'. .\). ber Grog Herzog uno I. St P. die G r o ß h e r z v g t n, sowie Puw- .;cs,in kubioig von Baueiiberg uno niete ’Jioiauüuäteii ber scaol, darunter die ibiinister G n a u r h und Braun, beiwohnten, 'vtaiy bem Ghor „Faitchzet, froljloriet" aus dem Weichnaunooratviiuni von ^oh. Seo. Vach unter Mitwirkung ber voirapeite, hielt Pro- sideur WolsSkehl eine liesciupfunbene Fesranipiaase, worin er an die Zeit oer Gruiibung bes Vereins erinnerte, ui oer es raum cm z'ußenb Sralorienoereine in Denlfchtaiw gao. Die Zahl oer äJiiigiicoer, bie ba.nais VI betrug, fei jegi aui oJU ange.oachieii, ein Zeichen, daß der Verein in oer BurgerfchUsl volles ^nrerene miO Verständnis faub; er have sich aus Uniun Anfängen heran», zu iinem wahren kunstinstiiut ciuiuidctt, des,en Ghor aus 1/u Mitgliedern besteht. Der rnednec gedachte bann ber verschiedenen Dirigenten, besonders ber langjährigen, unermüdlichen Tätigtest des ZosiatS de Saun wird sprach zum Schlutz dein Großhetzog, den Vertretern der Behörden unb der Presie seinen Dant |ur bas jederzeit ivoi.üDOiienoc ^ntrsegenwmmeu aus. 'Jiauj der darbe brachte der Vorstand des MännergesangvereiiiS „vumanstas" uno eine Abordnung de» Ruhifajen Gesangvereins bem Verein bie besten GlucUvüusche dar, und dann zeichnete der Großherzog fpcmi Wulfslehl persönlich mit einer Ansprache ans, mbeui er ihm die g t) l d e n e M e o a r l l e für Kunst uno Wissenicyast um ber Ve- stimnrung verlieh, daß die ibieoaille von dein jeweiligen Präsidenten des Vereins getragen werden solle. Uüi Sichutzchtir beenoeie die schone Feier.
Litcrarijcyc».
— Der Kunst wart, Rundschau über Dichtung, Theater, Musik, budenoe und angeioanbte Künste, yeraudgeocr ß-eioinanb Avenarrus, Veriag üon Georg D. W. Galllveu- in ioiunchen. (Vrer- reriahr^ich o.uu Mk., das einzelne Dcst <U Psg.) — sts geht heut niiyi und.rs: jeder, der nur irgend da, wo zwei '.-..Luschen »ul am inen sind, milsprechen wul, nuig auf dem Gebiete der nuiist zurecht linden. Unb da er das nicht immer selbst Laim, so hat er nacyeuieui Führer zu suchen, der ihn die rechten Wege testet. Lee Aachs rage nau) diesem Fuhrerperjonal ist und war schon immer groß, groß aber auch die «ucht noch Uuigenbem Lohne, mid so lujoiiui die Fuhrer wie Weizenyalme auS vem Vodeii, daß dem armen «uchen- den angst und bange werden konnte. Denn er brauchte nun eigentlich noch einen Führer durch diese Führer. Daß sic nicht alte crutiamg und zuverlässig sein tonnten, war ja klar. Und da wird es woht mu Dant a.a,genommen, wenn hier einmal wieder die iHoile ixo Führers durch die Führer gespielt wird. Der Dank wirb Nicht ausoieioen, wenn der hier gewiesene Weg auch eingeichiagen wiro. Der Wegweiser nun, der hier uachürucilichii emp>ohien weriX’ii soll, ist der „Kunstwart". Daß hier sei» Tob gelungen wirb, mag mancher lächernd hinnehmen. Sind bou) die Vorzüge der vor^resstichen Zestschnst langst betannt., Aber viellemu buuj nicht so allgemein, daß nicht noch jemmib für d»e Folgeichast oie,es Führers angeworoeii werden tonnte. Wayruw es yut teine io,., saht, ihm zu folgen: er geyt sicheren, ruhigen Schrittes, beiomieii wählt er seinen weg, nie laßt er sich durch ^ersotguug trügerischer Phawrne hinreigen. Z,t es mr den Inyaver eurer sotchc» Vei- trauerispostens rucht arrein schon XWb genug / Weil» Nicht, so iod hier auch gesagt sei», dsug er uns das große Fetd, ui de..r er uns testet, erfchop,end zeigt, bag er kaum eine Schönheit, ent 'jL’ulö euimal uergiuU daß tr uns m ehrlicher Wärme von aaeui redet, das rebenswtrt ist. — Iichait des zwesten Feoruarhestes 11xj< ; W a h t t a m p f - A c st h e 111. Vom ^eraubgeocr. — Wnhetm Jensen. Von Franz Gürtler. — Die Werte und wir. 4. Gute Vach-Kanlale. Von Langen. — Pslanzt Vuume und am rechten LTt! Von A. Thumer. — Lose Blatter: Aus Wnyelm Jensens Dichtungen. — viundschau: Vom Grausen unb Gruseln. 'Jieue strzahtungtn. Stimmuug^Jch^Lyril. l)citcrieiu)ö Voiuiarzdichter. Veruner Theater. Dresdner Theater. Munaj^iier Bheater. biat» geber fürs Dorstheater. Totenschau. Uever dwoert Franz. Glasenapps Wagnerowgraphie. Mivionctitmufsta'as ber Zeit von •\)aybn bis Mendelssohn 3. „Gnnlbd in stöln". Münchener Sezes
sion. Dereinsbitdereien. Der kritisiert unsre Baumeister? „Führer zur Kunst." Der Gescvmack im Alltag 3. Davids Goethebüne. Tie Tanzschule Jsadvra TuncanS. Aus Frankuul Nochmals: Vogeischuv. -- Bild.rbei.agen: Jobannes vänidi. Aller scelcn: Franz Widmann. Wintenandschajt: B. F. Wcuhauo, 'Jlaa- sende Lundc: sechs Abbildungen zu dem ^lujsapc „yu.oeinbaiu". — Notenbestage: Wilhelm Kvebler-Wumbach, .\ommt her zu mir
Handel und Verkehr, Volf»u>irt|d?aft.
B o ni Saulus zum Paulus. 'JUxd> einem Artikel, den bet meuß. Äianbtogvabg. v üardvrff im „Tag" verölicnttichte, scherist srco in seinen Ansichten üver Borienduige eine eiNschnechend.- Wendung oolizogeii zu haben, .verr v. Karoorn betont m dem genannten Anstel, daß er eiligesehen bubt, datz bu lushcr.ge Ichross abwctse >ide valtung der MehroeitSparteien des yiaun^ tage» gegenüber den i c r in i n g c i aj a 11 e u i in Vorsenv r- kehr sich Nicht r e cht s e r 11 ß e n laue und ei citiart, daß tr von einem sachverständige» Freunoe dahin btlcort worben sei, daß das lubricngeieß in wichtigen Punkten, wie vor allem un Punite des Schußes der Schtoachei» gegeiuroer den Ge,ahren der B0rienspeiulation vcriehit sei. ns oittul nun nur zu homn und zu wünschen, bag Perr v. Maiboni gegcimoct seiner Pari., ßeiwiien seine Ansichten zur GeUuilg zu uruigcn vermag und dreie oann rm Dieicyoiag eurem gerermgten Bör,engeseß mau mehr lerudlrch gegen über ließen.
Markte.
Äictzeu, 26. Febr. Piarktbeilcht. Aus heutigem Wocheimiarkte tofieien: Vuuer pr. Psd. O.vd-1.00 Ml., ^nljiieieiei 1 <&t. 6—V big. 2 eiet. uO—uu P,g.. Q)aii|ccier 00—oo Psg., Uniencici 0 Pig., Maie pr. -List, v—6 P|., Käsemarre 2Srck. lr-0 Piß., Grbseu p.Psd. ld-24Psg., ilmitu p. Psd.2b-lOPsß., Tauben pr.Pr.0,r>0- 1,00'JJit., •\mi)iiei pr.>Li. 1,00—1,00 Wik., ^uyiic pr. Mtuct O,bO—1,00 Wit., timen Pt. oiuu 1,00—2,20 Hilf., i^uiiie 01. Plb. 70—60 Psg., Tiyfeniieisch pr. Psd. 62—66 Psg., Kuh- miD AlnOsieisch pr. Pirmo 60—62 Psg., Siijwcuiv- lieifd) pr. Pstilid 60—64 Psg., cu)iveinc|ici|a), gesaizm, pr. Psrinc 66 Psg., Kaii'sleisst) pr. Pse>. 60—64 Pig., vaminetsieiseh pi. Psuud ßi—64 Psg. Welsche per P|und —.— Kartosietn pr. 100 Kg. 7,00—0,00 JJIL, Zwiebetn pr. Ztr. 5,00—6,00 Wit., Wirich per ^uei 20 Psg., Aepiel per Zeuinei 20 bis 25 Wit«, m Jiuiben oo Pro., ytulie loo ^iust l>o—oo Pig, Brruen per Psd. Wit.O.Lo—o.2b, per Ztr. U—lo Wit., Weihrtirnt t er -Linst 15—VO Pig., per Zenmer Wit. o.oo—o.oo. — Wuiuijcu b—2 Uhr.
Tie Marktpreise für Viel) und Frucht und die Gießener Fleisch- und tbiutpuifc am 25. (jebtuar lau?.
” 6,?,Tr »WM- mOieS.n
Cd)jcn I 50 Kg. Lchlachigeivrchi | '/, Kg. 82—66 Psg.
60—62 Wit.
Kälber , ,Kg.Schlachtgeiv.1OO—104'1- I , 80—84 ,
ochweiiie | , , , tio—61 | , , öU-M
Getrerdeprerfe in M an nljti in | Biolprerse m Gießen
Weizen loo kg. tu.40-ou.oo wd.
yioggen 100 kg. IV.io—Oo.oo Wit.
<Bcrid)ßjaaL
B o ch ii in, 23. Febr. Im Fibern ia-Prozctz wurden die 'llnliägc bes preuß i|ü) tu Fistns uui UngulnglcudCUluruitg uer Geueratbersainniiiingvveschluiie uum 4. Deztinoet ivuo tosren- p 111 cy 11 g z u r u st g t »v i e | e u.
LingcsanSt.
iFür Form und Inhaü u,,. ... i .liubrif stehenden Artikel
übernimmt die utevartiun ihm uviiiiim gegenüber Icuicrtei Verantwortung.)
D i e geplante Gus-Zenttuie in Krofdorf. Einsender dieses, der stets für den obrischrin unb Die Ausnußung auei Grriiiigciischasien uns lechuischeni Gebiete eilUltU, gibt hiermit seine VeDemen uu Die Giiichiiing obigen Wertes Inno. Gr veiurchtei, uno das wohl mit brecht, oag Gus |ur den niemvaueinbcnieu unbraitajbar i|t uno loimi die yieniabiiuai in präge gestern wird, ^.ahmgegeii ist et eit risrh es riuji mr den hieinbuuerif uno Mieingtioeroctneb geradezu em Iocui. Wian gehe nuaj ^enchei- ijeun und wird es vesturigr |inbeiu Was wollen die erwuhnren oeiriebe nut Gaslicht aui dem yofe, m der Werrsiair, in uen «lallen, ui der -Lcheime u|iu. "f Utiaji unertvuhm soll bleiben, vag maticher Hlembuueinbcirieb durch ttuiria)umg von eteritiicheni lkcht eine sremoe Arbeitbirast, sei es knecht ooer WiagD, erspüren rann. Gut Ut c a 11 |u
ovr acdahkn,
(Kuomjuie Uiuicnouugcu bleiben unueruuhtqügi.)
6m Sprechjaal-Arttlel m der gestrigen Vinnuner emes hiesigen Blattes veschurngt sich iwchmals eingehend nm meuter yrteuaiien- Aouz in ytr. 3/ vom Id. Februar iui|tie» rvtaues. Gs ist seivst- verstündlich, oag der yerr Gmiender Dem oigtugiaije der olouz eine lalidje Deutung imieriegt, beim nichts lag nur seiner, als mir bic|cm ouge eure Perailgeutemeiung unv-u|precheiu Gr war aus* Ich11eßirch an eine Person gemyiei. soviel ich ibcig, ist dies oem Perm temienber bereits wioerholt mundltch uno schriftlich mugcuili ivorbeiu ÜL Hange.
Py. G. Tte iür Piilitäranwärter vorbehaltenen Stellen stnderi eie un Grogh. Hess, vregierungsblart ytr. 4 von Itiod, oas vorn otaaifcoerlag ui ^uiniiiubt zu beziehen ist.
Wt. L. L Tie tsieuetperhaiiiiisse sind nicht ungünstig, vor allem ubeifteigcn bie kommunatsreuern bie <ciaais|ieuciu mcyi lueientlid), |o weit bie Uimoininen|ieuet ui Betracht toiiimt. Tu bie ctaai6cm(omineii|ieucr progressiv auegciialiet ist, tonnten nähere Angaben nur bei genauem Anguoeen gemacht werben. Tie Bei- »togensstener betragt z. ZU 7o Pig. |ui looo Wit., bie Umlommeii- steuer i|t in der Progression etwas hoher als bie preugiiche. Vielleicht wenden Sie sich einmal an oen hiesigen Vertehrsvereui. 2. Vhne genaue Heniimi» ber betr. Verhatinisie ist ber genaue Weg, der zur 6tlangnng einer Invalidciipensioii sühren tann, nicht anzugeben. Wenbeii eie sich an das zuständige Veziristoimnatwo unter Vorlage ber Mtlttarpaptere unb euemi. vothanbener ärztlicher Zengiusse. Tie Wiiluamiualioenörreme Haven in manchen gaucn schon sachgemäßen Vtat erteilt, Der zur GHängung einer 4>en|ioit oder Unictliuyung sühne. Gin solcher besieht z. V. m Tarmstadu
Die gestrige Siede des vicichotauzlcrs wird von der Mehrzahl der Berliner Blatter in beifälligem Sinne besprochen. Beionvers ist man von der su-arien art uno Weise ueiiuwtßt, tun der ber vietu/stanzrer um uuui Zentrum ut» Gericht geht.
Die „Tägl. Rundschau" sagt: Tie Rede des Reichskanzlers war orulorifch ein Wteiiierfiua uno sachlich eine oer beveu- tenoHcti kuiwgebungeii, oie icmatö vom breßiemngvirfche auvgu- gangen fmu. wtii juanl begrüßen wir es, uuß Out|i ~juiow uen lOpiereu General keim Deute uno mu noaj grußrreui Dant, oag er sich oneiiu tto ktac zu beut oer biegierung ue-
kannte, auf Die Wahr ein zu wirken. Semem Programm uo n einem Zusammenwirken von Konservativen Liberalen laiui man hossnungsvoll iuitimuien.
Die „Germania" nieuit, Fürst Vutow haue in seiner Erwiderung au, oie yieoc des Dr. spayn leinen giustlichen Tag gehabt. Gr war matt unb juchte augenscheinlich nach Schlagern, uhne solche finden zu können.
Die „RaU-Ztg." jchrribi: Mait wird dem Reichskanzler hinfort nicht mehr den Vorwurf machen koiiiun, er scheue oen Wasiengang mit der wcilano regierenden Partei. Fiiuem er icuier
R.ciuuioi 2 ng. 04 pig.
| -chwarzvroi 2 ixg. uu Pig
neuen Mehrheli Gelegenbeit zu vroduklivcr Mitarbeit gibt, wirti er fic noch am ehesten zufammenhalien unb wenn bad gestern ausgestellte :Xegierungs Pivgramm frisch in Angriss genommen und .«achhallig Deiricbcit witbx io ist es wohl geeignet, der Mehrheit aum über starke innere -Schwierigkeiten hinivegzubelsen.
Tic „y off. Z i g." schiictzt aus der Redc des fürsten Bulont, das» dieser fuwn mit künftigen Reich otagswahlen rechne. IedensallS, so meint das Biaki, hat das Zenrruin luftcm erfabren, datz ber leitende Staatsmann alles eher al»* geneigt ist, die Streitaxt zu begraben, um mii ihm gemütlich die FriedenSpseise zu rauchen.
Das „Bert -togcoi nu.u. Fürst Bülow denkt nicht daran, die GejeUschast-vyganijation nmzugestalten. Die „Poav- iiug" ist ,üt ihn nur cm Wort wie anbeie Worte. Auch wenn schon allco, was Fürst Bülow „denkt", zur Wirklichkeit wirb, bann ist längst it ü di nicht o o n enter Misch n n g liberalem mit konservativem C> c i ft Die Red e. Diese nelicii sich beite noch immer so fcinbliil) gegen aber wie zu An,ana. <^ie haben nur für eine beftimmtx Zeit Waffenstillstands grschlrjstn, au»r Periäbnl s 1 nds 1»' n 1 d' t Von staaksiminnr- schem Geiste vcriiiodjun wir in dem Bülowfllen Programm nt-chtS zu cntbcacn. Im Grundsaß handelt c8 sia, um Die Forliiibr.uigs o.r biDoeriflcn Pvlmt mit auigrscßleii liberalen Lichtern
Der „Vorwärts" schreibt Fürst Bülow ge|äUt f'.d, in b.r Freude baiubei, bag die Sojiaibtmohalie nur emigc 40 Man- bäte besitzt, so sehr, Di>5 er bem Zentrum L'.utc Vorwürfe Uber feine .Vaitung bet den Stichwahlen uiiGutt, da die Sojialdcmo- trotte wnst l)öch»teiis zivct Ins drei Tahend Mondrrle belaße. Die iOfliaibciiuuruitiaKii Stimmen zählt indes, wie es idwint, ber Reichslanzlei nicht Er iuai gant Wahistrotcge, ber für eine Wrchrheit von »lonictoativen unb Nationalen fchwärnit, wie cmfl; idtß.nard ba* bcr.laitigte .Mait.il bet bin Wahlen 16bf prot^i gierte. In ber lat eröffnet bie Slaaistuufl Bülows keinen p 0 111 i 1 ui c u '?; n fl b 11 a , der neue Bahnen ertenneu Laßt GS Ist alles aus bem Arjcntk des en erneu Kanzlers geborgt, buB aui die direkte Wahlbceinilufiung buru) Briete und Miebeit by; regiirciibcn Personen. To in bl die neue Acra ans, bic Bülows icuier RegicriingSkunsl zuichreibk.
Ä?Letcorologische ibepbtidjtinißpK der Station Oticstcu.
Wetter
Februar ltiu7
■b G
I 2- 2 ?
c» w E y
<*
iempevatm. am >4. gcbiuar - — 8,2° 0.
yiicöiiglte , , 24.-25. , — — 1,8 "C.
25.
2”
751,2
4- 4,7
4,7
78
NE
2
Sonnenschein!
25.
9"
/o4,U
4- 1,2
4,3
85
ENE
2
Beit', pimmel
26.
7»
756,6
-U.4
4,1
V2
E
■/
Bed. vmunel
tilicücitcv Wetterdicust.
Voraussichtliche Witternug für .vcjscu am Wlitnvocb, oen 27. Februar: Meist uiib. Kerne erhevliehen RieDerlehläge. Etwa» milder, wiäßige weslttche Winde.
Ul t ö 6 1 a 1 st tn i e.
Ter Postdanipfet ,SamlanbN Der „JieD Star Linie' in Antwerpen ist laui Tclegrainni am 21. Iebrnar wohlbehaltei» üt vtew-z-ori angetommen.
^-rtgtttai-0raytittcl0n«gen.
Berlin, 2ti. Februar. Zu Den Aeuß er ungen befl Kaisers gegenüber Dein Retchslagvprüs tdluin schreibt der ,Borivarls": Ueber den llplimismns Des Kaisers, Daß der AnpraU Der SozialDemotralie zerschelle, jobalD die bürgerlichen Parteien sich zlisainmenschließen, wollen wir lieber Taten reden lassen. Die zur Sozialiiicn-Virnichtung geeinte Reallion wird ja in wenigen Jahren eine neue Probe au, das Gxempel machen können. Inkeresjanl und für den Freisinn niajl gerade erbaulich mögen die Aeutzerungcn beJ Kaisers über das Zentrum gellungen haben. Der Kaiser ciiuarlei von dem Zenlruin auch lunjlig eine „ersprtestliche Politik-. Gr beult also gar nicht daran, das Zenlrun» vor den Kopf zu flößen und den Freisinn in Die bisherige Rolle des Zentrums einrücken zu lassen.
Breslau, LV. Februar. Wegen versuchter anarchistischer Umtriebe wurden der Maurer S>chlombs uiw der Zuschneider Stumps hier verhaftet.
y a a g, 26. Febr. Tie oubftription für Die Hinterbliebenen Der Opfer der Schiffa-Katasirophe ergab bt8 ICljt 30 000 GulDen.
Paris, LV. Febr. In Mont Marsan veranstalteten Streitende eilte Kundgebung, wobei es nut Gendarmen zu einem blutigen Ju|ammen|ii)ß tarn. GinG end arme rie- U| 1131er uiw mehrere Gendarmen wurden schwer v eiwunbet.
rtiizza, 26, Febr. In dem Vorraum der Filiale des (L-r^due Lyonnais wurde dem Diama nkenhäitoier schiss ein Beutel nut Diamanten und Zuwelen u« Werke von über einer Million gestohlen.
. ---- -----1 -1rrrs
Telefonische Kursberichte
des Giesseuei Anzeigerk, nntgeteik vuu der Hauk tUr Handel
und Indueir
Frankturtef Hörne 8j^e/e Heiehimuleibe Ü7.2U AH do. . . 85.7 U uH*ie Konsole .... 67.25
do. .... hö.8u
öH % titosen .... "J6.2U
Uüerucseeu . . . Üb.bv 4>e Ueelerr. UuidreuU. . Vö.<U 41/, *;• Ueeterr. ftilberreute 10U.UU 4zu Uugur. Uuldroute . . bö.tw 4>e luuicu. Keuto . . 1U3.ÖU 8-0 ruiiugicaeu oene 1 . bu.uu AH 1'urtugieoeu „ 111 7u.uv
4>4ü,t iuea.6laaLsuuJ. IbUu bu.
4 >-4 0 jupuu. 6laaUuulcilie Ü2.Uu i ;e Luu». 1 Ulken tun i^uu V6.lt/ 1 urkculuBe ... . . 144.6
iH Unecü. Aluuopol-Aul. ui uu
aiUftcie Argenmuer . b(.2u //, aieAiAauer . . bb.bu 4/i v,0 LUineseu . . O/Wu
Aktien;
liuclnun Gum..... 238wb
Huuei ui Jti. W . . —.— l cudeuz: schwach.
Ueihncr ilörie, 26
Cauada K B......164.6'/
Durwitadter Bank . . . 136.5 Deuucue Biuik .... 242.4 liununiuuer-Luiou C. . 62.5 Dreeduer Hauk . . Iöh.Iu 1 eudeuz. schwach.
ie, Gleisen.
26. Februar, 1.15 Uhr.
Licktriz. Luhinejer . 183.00
Elektnz. Schlickert . llu.tiö Eien weder Bergwerk 244.U0
ueleenkircheu Bergwerk . zuU^O iiumuurg-Auienk. l'uketl. 146.30 liarpcner Bergwerk. . . 216.10 Luuruüütte...... 242.U0
.Xurdd. Llujd . ... 126.25
uuenchlt». Eisen industrie 116.UO Berliner iluudelsgei . 166.75 DaruiaUidter Buuu . . . 186.80 ucuLsche Bank . . . 241.70
bculscü-AsiuL Bank . . 172.00 1/iekuuLv-liuUJmtiuuiL . . 168.60 i/xcsuuer Buuk . . . luo.70 AicuiiukUcu.....214.30
DuiUinuie- und Ohio*
Elsen lauu . . . 112.80
uuiiuuruuuhu.....—
i.umuuiu. Eiseubahu . . öl 30 Udien. 6Uutuuuun . . . 146-uO 1 iiucc-Ucmi-EisunuaUu . 142D<?
Februar. Aufangekorse.
Uurpeuer Bergwerk. . . 218.40
..uurauütte .... 242.1)0
.uinuuiuen E. B. ... 81.60
■ urdd Lloyd.....126.30
i urkenluse . ... L454K^


