Ausgabe 
25.10.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Fabrikinsstcktionen malen da ein büfteveS Bild. Zwischen! Heim­arbeit und Prostitution bestehen mancherlei Zusammenhänge. Auch wirkt die FraucncriverVsarbeit in ihren heutigen Forut schädigend auf den Beruf der Frau als Hausfrau, Gattin und Mutter ein. Wie soll die erwerbstätige Frau ihre Kinder sachgemäß erziehen. Die Existenzunsicherheit der gewerblich tätigen Frauen und Mäd­chen, verstärkt durch die weibliche Eigenart, die gesundheitlichen Nachteile, die sittlichen Gefahren, das Verkümmern der Fähig­keiten, die für des Weibes Berns als Hausfrau, Gattin und Mutter unentbehrlich sind, machen den Inhalt der heutigen Arbeiterfrage aus. Die Arbeiterinnenfrage hängt mit der männlicfyen Arbeiter­frage eng zusammen. Darum muh auch die Frau organisiert ivetben. In der Fabrik hat die flufklärung zu erfolgen.

Unsere Zeit verlangt gebieterisch eine Einbeziehung der Frauen und Mädchen in die Arveiterbewcguug. Wir bedürfen wissender^ Frauen, um der Zukunft des ganzen Standes willen. Wer die Frauen hat, hat die Jugend nnb die Zukunft. Je schärfer luir dessen bewußt werden, um so energischer werden wir für Ar- beiteriunenschutz, Arbeiterinnenorganisalivnen, wie für hauswirt­schaftliche und allgemeine geistige Weiterbildung der Arbeiterinnen ciutreten. Förderung und Unterstühung von Patronagen, lön- fessioncllen Standesvereinigungeir, Arbeiterin neu Heimen und vor alten» Förderung obligatorischer Fortbildungsschulen für die weib- liche Jugend, das ist eine wertvolle Aufgabe. Es güt, lange brach liegende Gebiete zu beackern. Bei dem Einsetzen und ^Zusammen­wirken aller K'rüfte werden hier um so schönere Früchte heran- reifen. (Lebhafter Beifall.)

Es wurden dann folgende, von Frl. Be Hm-Berlin, ge­stellten Anträge angenommen: Ter Kongreß fordert im Interesse der gesundheitlichen Verhältnisse in der Hausindustrie 1) Ein­beziehung der Hausindustrie in die Versicherungsgesetze, 2) Aus­dehnung der Gewerbeinspektion auf die Hausindustrie, 3) Schaf­fung von Instanzen für ein Einigungs- oder Tarifamt zur Re­gelung von Lohn- und Arbeitsverhältrussen in der Hausindustrie. Weiter nahm der Kongreß Resolutionen au, die die Schaffung einer modernen Gesindeordnung verlangen; ferner das Pwpor- tionalwahlrecht für alle sozialen Wahlen, die Verkürzung der Arbeitszeit für Frauen und das Verbot der Frauenarbeit in der gesundheitsgefährlichen und schweren Industrie. Schließlich spracht er Kongreß noch den um die Koalitionsfreiheit kämpfenden Grubensteigern seine Sympathie aus. Auch die werteren, im Verlaufe des Kongresses eingebrachten und bereits mitgetiüten Resolutionen gelangten zur Annahme.

Damit ist die Tagesordnung des Kongresses erschöpft. Der Vorsitzende Behrens schloß die Tagung mit einem dreifachen Hoch auf die christlich-nationale Arbeiterbewegung.

ihre Zustimmung ausgesprochen wird zu eitlem.Erlasse des preußischen Kultusministers, durch den die jugendlichen Personen bis zum Alter von 17 Jahren von den sozial­demokratischen Tur nverein en fern gehalten werden, zugleich aber der Ueberzeugung Ausdruck verliehen wird, daß diese Fernhaltung im Interesse einer wirksamen Bekämpfung des Alkoholmißbrauches bei der Jugend au alle Turnvereine ausgedehnt werden müsse, tvobei jedoch durch Staat und Gemeinde dafür Sorge zu tragen sei, daß die im Interesse der Volksgesundheit nötigen körper­lichen Uebungcn nicht versäumt werden.

0 Bad-Nauheim, 24. Okt. In diesem Herbst wird mit der Erbauung einer Konzert halle hinter dem Kurhaus nni) einer Parkhalle innerhalb des Parks be­gonnen. Die Konzerthalle soll bei ungünstigem Wetter zur Abhaltung der täglichen Konzerte und auch zur Abhaltung von Theatervorstellungen dienen.

O Laubach, 25. Okt. Auf dem letzten Hassia- Verbandstag wurde Graf Wilhelm zu Solms- Laubach zum Ehrenmitglied ernannt. Tie künst­lerisch au.sgestaltete Urkunde wurde in einem in den Solrnser Farben hergestellten Wappen heute im hiesigen gräflichen Schlosse durch Krieger- und Bezirksvereinsvor­steher, Kaufmann R. Ritter, im Auftrage des Hassia- Präsidiums dem Grafen überreicht, wobei zugleich die Uebergabe eines Vereinsabzeichens in einem blau-gelben Etui erfolgte.

Mainz, 22. Okt. Ter von dem Vorsitzenden des Vereins Mainzer Kaufleute, Landtagsabgeordneter Molthan, beantragte Bau einer Bahn M a i n z Bi s ch o f s h c i m über GinsheimBauschheimAstheimTreburGeinsheim Leeheim nach Station Goddelau-Erfelden hat nach demNeuesten Anzeiger" die Genehmigung des preußischen Eisenbahnministers und des hessischen Finanz­ministers gefunden. Tie Vorarbeiten sind im Gange. Die Ausführung des Bahnprojektes erfolgt durch die preußisch- hessische Eijenbahngemcinschaft. Am nächsten Sonntag wird eine Kommission, bestehend aus Vertretern der Eiscnbahn-

^anöti.

r der Preu ßisch-Hcssi scheu EiseN-

bahn-Gemeinschaft. Tie Einnahmen der Bahnen dieser Gememichat betrugen im September 164 936 000 Mk ober 8 010 000 Mk. mehr nnd pw Kilometer 4693 Mk oder 164 o Der Personenverkehr brachte ein Mehr von

^4 000 Mk., dre Güterverkehr ein solches von 4 534 000 Mk und die Extraordinarien ein solches üon 702 000 Mk. Vom September betrugen die Gesamteinnahmen 000 Mk. mehr nnd pro Kilometer

28 292 Mk. oder 1134 Mk. mehr.

Zum Fallissement Hallern. Co. Hamburg Die Lage des Status ist wesentlich ungünstiger als bisher äuge» Dienstag versammelt gewesene vorlauüge Ausschuß der Gläubiger faßte angesichts der Überaus ungünstigen Status keine Beschlüsse. Dieser Status zeigt nach Einiger Wechsel gegenwärtig etwa 14 Mill. Mk

Mrva und nur etwa eine Million Aktiva. Der Generalversamim Ansetzung eines Liquidators e!^ m Ärlin und Kbhlm- und Anthrazit-Firma B. Wagner w Stettin, die infolge des Zusantmenbruchs in

TJenat iUtes.

* Neues von Tosellis. Wie man erfahrt, beabsichtigt das neu gegründeteMärkische Wandertheater" mit dem Toselliswen Ehepaar einen Vertrag abzuschließen, und zwar soll Madame ^oselli für erste Liebhaberinnen, und ihr Gemahl für komische Väter in Aussicht genommen fein.

* lieber bi e A f s ä r e Z a m o j s k a wurdenauf Grund persönlicher Nachforschungen" wlgendeauthentische" Mitteüimgen gemacht: Die uu; den Bouiooiien verschwägerte Gräfin Zatnojska bat den Mord simuliert, um m i t ihre m f r ü Here n 51 u lsche r ^auif, den sie nach dem rufsisch-japauifchen Slricge gepflegt hatte, i n 2 A u s l nnb zu gehen. Sie bcschafite für diesen Janik, der sich mit ihrer Unterstützung ein kleines Bauerngut in Pasickt bei Czcu- slochau gekauft Halle, einen Paß und benachrichlete ihn telepraph'isch, baß sie am 17. Okt. fpät in der Nacht in Ezcnstoehau eiulreffen werbe. Der Bauer kam, holte die Gräfin, die sich als Bäuerin verkleidet hatte, ab und brachte sie zu sich. Der Bauer wollte aber Jemen Landbesitz nicht verlassen, nnb er weigerte sich deshalb mit bev Gräfin zu fliehen. Unlerdessen schlugeii die poln. Zeitungen Larin, nnb nun wurde der Kutscher erst recht ängstlich. Glitch die Grafui tarn zur Besinnung und lehrte zu ihrem Vater nach War­schau zurück. Die Potizer Hai eine Untersuchung bei Janik vor-- genonunen und dreitausend Rubel nebst einigen Kleinigkeiten der r stowndeu. Janik gab an, daß die Gräfin ihm alles geschenkt habe. ^ie Verwandten der Gräfin behaupten, daß sie stets für Frau -i o f e U i geschwär m t habe.

kleine TagcSchronik.

In Dahlhaiiseii (West'.) wart in Abwesenheit der Ellern das d/fahrige Töchterchen eines Fabrikarbeiters die brennende B e tr o t e u m l a mp e vom Tisch, welche atsbatd explodierte. Ter Inhalt ergoß sich nut die Kteider einer andereii bsisiähriqen -Lochwr, die alobald m Flammen stand. Tas Kind flüchtete auf die iLlrage, wo mehrere Passauteil versilchteu, bie Flammen zu loschen, sich aber selbst Brandwinideu ziizogeu. Das Krnb starb uoch kurzer Zeit infolge der erlittenen Brandwunden. Der Kassiere r des Hirfch-Tinicker'schen Geweikveceine der Äiaschinen- batier nnb Metallarbeiter ber Orlsgrtippe Tahthauscii ist mit ber m n f l e des Vereins f t ä cb t i g geworden.

behvrden, des hessischen Finanzministeriums und des Kreisamts, die genannten Rieborte besuchen, um in Ver­handlungen mit den Gemeindevorständen die Lage der Bahn­höfe festzustellen.

X. Hanau, 20. Okt. Heute veranstaltete der Rhcin- Mainische Verband für Volksvorlesungen in dem Gasthaus zurZentralhalle" hier eine gut besuchte Ver­sammlung. Den Hauptgegenstand der Verhandlung bildete der Vortrag von Prof. Dr. Stein aus Frankfurt über Das Volksbildungswcfen und seine Beziehungen zu Ge­meinde, Staat und den politischen Parteien". In ein-^ gehender und unter großen Gesichtspunkten stehender Er­örterung legte er die Stellung dar, die der Verband in dem öffentlichen Leben unserer Zeit einzunehmen wünscht, und beleuchtete die Bedenken und widerlegte die Vorurteile, die ihm von verschiedenen Faktoren des öffentlichen Lebens gegenwärtig noch entgegengeöracht werden. Die Uebersicht des Geschäftsführers Volt aus Offenbach über die letzte Wirksamkeit des ^Verbands stützte die Ausführungen des Redners in jeder Weise, und eine lebhafte Aussprache gab noch manche Anhaltspunkte zur ersprießlichen Weiter­gestaltung der Werbandsarbeit. Die Mitgliederzahl des Verbandes ist auch im Großherzogtum Hessen in erfreu­lichem Wachstum begriffen."

[J Krcuzthal, 23. Okt. Dieser Tage gerieten zwei italienische Arbeiter miteinander in Streit. Plötzlich ergriff der jüngere der beiden Leute sein Messer nnt) stach seinen älteren Landsmann zusammen. Man brachte den Schwerverletzten in das Krankenhaus, wo er jetzt gestorben ist. Der Täter wurde verhaftet.

Aus Sta-se rrttS LKKd.

Gießen, 25. Okt. 1907.

**Bom Großh. Hofe. II. KK'. HH. der Groß­herzog und die Großherzogin, sowie Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen begaben sich am Donnerstag vormittag im Auto uach Schloß R h e i u - stein und kehrten am Abend wieder nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Am Mittwoch nachmittag besuchten die Herrschaften Schloß Lichtenberg. Die Fürstlich Er- bach^Schönbergschen Herrschaften sind am Mittwoch von König i. O. nach Darmstadt '[in das Alte Palais über» gesiedelt.

** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog u. a. Regierungsrat Muhl von Friedberg.

** Ordensverleihung. S. K. H. der Groß-, Herzog haben dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorstehcr und Standesbeamten Hch. Weith IV. zu Nieder-Wöllstadt, der sein 25 jähriges Jubilünm als Bürgermeister feiert, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen.

** Justrzpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben den Gerichtsassessor Dr. Will). Weiffenbach aus Gießen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Niedcr-Olm ernannt.

** Lehramtspersonalien. S. K. H. der Groß­herzog haben den Kreisschulinspektor bei der Kreisschul- kommission Darmstadt Prof. Ernst H en sing zum Direktor der Realschule zu Wimpfen und den Oberlehrer an dem Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen Prof. Dr. Ed. Volp zum Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg ernannt.

** Personalien. Der Großh. Steueraufseher Herm zu Höchst i. O. wurde in den Ansicherbezirk Hungen mit dem Wohnort jungen versetzt. Uebertragen 'wurde dem Lehrer Karl Hofmann zu Volkartshain die Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Bisses.

** Von der Wahlrechtsvorlage. Der Gesetz- gebungsausschuß der er st en Kammer der Stände trat am Dienstag vormittag unter dem Vorsitz des Fürsten zu Leiningen zu einer vertraulichen Besprechung' bezw der Stellungnahme zu dem Wahlgesetz zusammen/ Am Nach­mittag fand eine gemeinschaftliche Sitzung mit den Negie­rungsvertretern, Staatsminister Ewald, Ministerialrat Lorbacher und Oberregierungsrat Weber statt. Geh. Justiz­rat Dr. Schmitt-Gießen hatte das Referat. Die Aussprache war sehr lebhaft. Man hört, daß der Ausschuß zum min­desten auf einer ge setzlichen Festlegun g der seither nur z u g e st a n d e n e n Budget- usw. Rechte bestehen will.

**.Ei ne Hundesteuerbeschwerde. Der 3. Aus­schuß der 2. Kammer hielt am Donnerstag vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Bähr eine Sitzung ab. Beraten wurde wiederholt die Vorstellung des p.Reutzel zu Kefenrod betr. Erlaß von Hundesteuer. Nach den angestellten Ermittelungen kommt der Ausschuß zu der Ansicht, daß das Gesuch berechtigt und der Regierung zur Annahme zu emp­fehlen sei.

^Lebensretter. Der Maschinenwärter Johann Licht aus Kostheim hat am 13. Mai 1907 ein Kind vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ift ihm von S. K. H. dem Großherzog eine Geld­prämie verliehen worden.

P Klein-Linden, 24. Okt. Größere Gelände- Verkäufe finden gegenwärtig statt. Ein Gießener Agent 1 * * * bietet den hiesigen Besitzern für Gelände östlich der Main- - Weser-Bahn und nach den Kliniken zu namhafte Preise. : Jedenfalls dürste in dieser Gegend bei weiterem Wachstum ' der Stadt in ferner Zeit ein neuer Stadtteil erstehen» . Man vermutet auch, daß diese Käufe mit der projektierten - ^"?r Bierbrauerei zusammenhängen.

iudüch unteres Ortes, an der Straße nach Großen. ' toeitauf Taä ^r rhien. M! iU 73500 Quadratmeter zum J v n 5 * * * * Manbe lrcgt ziemlich hoch und eignet fidi

Zahlungsschwiettakeitcn g-craten ist, erklärt, daß sie bei loiOigung eines Moratoriums ihre Verpflichtungen nach und nach voll erfüllen werde. Der Betrieb der Anthrazit- uno Vriketl- w.crke in Stettin wirb mit Bewilligung der Banken unverändert we i terge führt.

NnZVeL'jrtäts-NBchrTehSen.

Dr. Phil. Ludwig D i e l s ,, Privatdozent für Botanik an der Berliner Universität, ist auch für das Winterhalbjahr 1907 bezw. 1908 mit der Vertretung des beurlaubten Vrofcisors Dr. Georg Kohl an der Universität Marburg beauftragt worden.

Geh. Justizrat Professor Heinrich Der 11 bürg, Senior der Berliner Juristcnfakultät und Dlitglicb deS preußifchcu Herren­hauses, ist ernstlich erkrankt.

Ms'chLichs

Cvailgelifchc Gcmeirroe.

Sonntag d e u 27. O.k t o b e r, 22. Sonntag nach Trinitatis: «Kottcüdienll.

In der Stadtkirchc.

Vormittags 97,? Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Vormillags 11 Uhr: Militargottesdieust. Pfarrer Schwabe.

Nachmittags 2l/2 Uhr: Kinderkirche für die Älatlhausgenieinde.

Pfarrer D. Schlöffe r.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Diontag, den 28. Oklober, abends 8 Uhr, im Matthäussaal: Vereinigung der fonfirinicrteii weiblichen Jugend der Nialthäus- gemeinde.

Donnerstag den 31. Oktober, abends 8 Uhr, im Matthäussaal: B i b e l st u u b c. (Cffcnb. Johs., Kap. 14.)

Pfarrer D. Schloss er.

In der Iohanncskirche.

Vormittags 9'/z Uhr: Pfarrer A u § f e l d.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde. Pfarrer A u s f e t d.

Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.

2(beub§ 8 Uhr im Konfirmandeusaal: Versammlung und Bibelbefprechiing.

sJ)l o n t a g den 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Lukassaale: Bibe l st u ii d c. Pfarrassistenl Becke r.

Nächstkänfligcn Sonntag, den 3. Vlooembcv, wird das N e f o rm a t i o u s s e sl gefeiert werden. Dabei wird die alljähr- tiche K o t l e k t e zum Besten des Gustav A d o t s - V e r e i n s erhoben werden. Zugleich wird im Abeudgottesdieiist in beiden K i r ch e n Beichte und h e i l i g e s A b e u d m a h l gehalten werden, wozu Amneldimg bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten wird.

Kathotifche Gemeirrdc.

Samstag den 26. O k i o b e r 1 907:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag d e u 2 7. Oktober 1907,

2 3. Sonntag n a ch P f i n g ft e u :

Vormittags von 6'/, Uhr an: ©clcgcubcit zur heil. Beichte.

um 7 Uhr: Tie erste heil. Niesfe, vor und in derselben Austeilung der heil. Koumiuulon.

, um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.

um 97z Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 57, Uhr: Christenlehre; darauf Noseukranz-Anbacht mit Segen.

An den Werktagen ist täglich des abends um 67, Uhr Rosen­kranz-Andacht mit Segen.

oct ^edcrktion.

(Anonyme 2!nfragcn bleiben nnbcrnüuchtlqt.) Nidda. Ja!

Te^eioniscB^e SCurstiee*3Chie

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel

und Industr

Frankfnrter Börs« neichsanleihe . . 94.20 3% do. . . 84.10 3 xa °/0 Koiisols .... 94.55 3% do 84.10

3^°/0 Hessen .... 93 00 3)^°/o Oberhessen . . . 92.50 4 % Oesterr. Goldrente . 97.10 47s% Oesterr. Silberrente 97.55 4 ?u Hilmar. Goldrente . . 92 45 4% Italien. Heute . . 101.70

3% Portugiesen Serie I . 63.50 3% Portugiesen ]II 65 30

4 x/a °/0 russ.Staatsaul. lJOb 92.90 4vAuin japan. "Staatsanleihe 88.80 1% Couv. Türken von 1UU3 92.80 Türkculose ..... 141.20 4% Griech. SIouopol-Aul. . 47.60 4% äussere Argentinier . 84 60 3U/O Mexikauer . . 4 Chiueseu .... 95.00

Aktien:

Bochum Guss 202.50 Buderus E. W. . . ..

Teudeuz: lest.

Berliner SDörse, 24

Cauada E. B. 156.20 Darmstädter Bauk . . . 126.20 Deutsche Bank .... 227.20 Dortmunder-Union C. . .. Dresdner Bank . . . 140.00

Teudeuz: fest.

io. Giessen.

24. Oktober, 1.15 Uhr.

I Elektriz. Lahmeyer . . . 119.50 Elektriz. Schlickert . . . 104.50 Eschweiler Bergwerk . . 211.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 195.00 Hamburg-Amcrik. Paket!. 126.30 Harpeuer Bergwerk. . . 202.75 Laurahütte * 224.50 Nordd. Lloyd .... 112.40 Obeischles. Eisen-Industrie 102.00 Berliner Handelsgcs. . 153.70 Darmstädter Bank . . . 126.50 Deutsche Bauk . . . , 227.50 Deutsch-Asiat. Bauk . , 134 50 Diskouto-Komumudit. . . 170.90 Dresdner Bauk . . . 140.00 Kreditaktieu 198.80 Baltimore- und Ohio-

EiseuLahu 83.60

Gotthard bahn .... 189.00 Lombard. Eisenbahn . . 28.50 Oesterr. Staatsbahn . . . 139.70 Priuce-Hcuri-Eisenbahn . 124.00

Oktober. Aufaugskurse.

Harpeuer Bergwerk. . . 194.70 Laurahütte ..... Lombarden E. B. ... 28.50 Nordd. Lloyd .... 111.70 Fürkenluse ..... 141.60

Ich gehe pitSchnle durch Wetter und Wind

± diu doch immer frisch und gesund. Warum? Weit Mama

ÄÄ Moderier Mineral-Paftitten von Fay mit auf

bell Weg gibt. So schadet mir dch kalte rauhe Luft der Straße 10 die trockene Lust der Straße nichts, und wenn

AD J CT?slüie^r Bersüumrnsse haben, fehle ich

bantt iclj den 0'Ul)v achten Sodener NUnerat- LHri1Sl^a?>!oere ^l.noer sollten's mir nach mach en. achte Sodener tonen 8o Pfennig die Schachtet und tuug z"u^haben^o^^ Drogerie oder Mineratwasserhand-

n- Botlsberficherung. Tie Voltsversicherung schreitet 'n ihrer ufhattsam fort. Ende 1906 bestanden bei itschen Gewlltchatten 5^/s Mllion Poticeu mit einer Gesamtversiche'ruuaö- summe von 1 Milliarde Mark, davon mehr als die Miste be" der Victona. Der Rernzuwachs bettug 400 000 Policen mit einer 93cr: uOn3 82 Unionen Akart (Bietoria 43 MMtonen.) tCi hrfriXnInHf11 * * * * * n<)bemertenswerler, als schon durch S>tcrt eialtc und ^lülaufe bet Lebzeiten grobe (Simuucn in 'llfinnnn 4?/mSSterbefälle 9

lO^Millionen" Mark?' l!lufc 17 Millionen Mark (Bietoria

,. ..1 * o11en JJia11). Die Victoria zahlte an Gewinnariteilen

r^'slJOsieilr R!?r^ -nud. "ad reservierte 11 Müionen Rkart, ihr

S i11 Jur Bolküvcrncherung wuchs damit auf

68 .Niltioiieli Marl au. Durch freiwillige Aufgabe der Bersicheruna

kamen 1906 ber Poticenzahl nach 3,45% des Gesamtbestaides i

Wegfall.(Biclona 2,137» ihres Ve,tai.des). An^fichts der aroken

Schmlerigkelten, die der Betrieb der Volksversicheruna bietet iit

das em gtanzendes Ne ullat. Juleressant ist der AablcnmühinpsRp!

wew des Berliner Börsen-Cour.ers, dan bet llnEoKau bcf ber

iNoßen Prudential rn London um 16% größer war als uu Durcki- icbiutt bei allen deutschen Gesellschaften imb um 20 % aröücr als

be> der Victor.ta. Dabei ist der ^l)lf§uerii^^ctunQ^bcü(lnb der

Prudeutial altern mehr ats 3 mat so groß wie der Bestaub aller deutschen Gesell schäften zusammen. Bei der Prudential ttt jede

niessen tueldie aS'i'ÜfiS10110 versichert! Mau tanii danach er

uitljtn, lutlcijL glohe Ausdehnuug ber bcittfdieu Versickieruiui nnri> ^stysat uc ihren Bersicyerten wesentlich mehr leistet als

die Botksverncherunü in Engtanb unb Amerika. nU