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22.11.1907 Erstes Blatt
 
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157. Jahrgang

(Erstes Blatt

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Wir lassen

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mit

Extrablatt

leb- waS

vor ihn

Die Der Am

Prüfung des Wahlresultats feine Verschiebung mehr bringt, das L00S zu entscheiden haben, wer aus 6 und wer auf 3

967

967 die Nach-

Stimmen 1963 1700 1663 1500 1414 1384 1355 1353 1311 1307 1276 1055

kurzen Seil zu ziehen/

ES wurden gewählt:

a) auf 9 Jahre:

Aug. Gabriet, Stadtverordneter, .

um die Sache drehen möchten.

Das W a h l r e s u l t a t ist in vielen Beziehungen be- merkenswert. Vor allem bedeutet das Ergebnis ein Ver­trauensvotum für die seitherige Tätigkeit der Stahtverord- netenverjammlung, nicht minder aber für den BiLrgeraus-

870

868

833

827

737

724

718

703

653

445

394

358

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293

264

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194

179

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95

71

67

59

35

32

Freitag November 1907

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W monatlich merlel-

tährltch Mk. 2.20 durch

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W fcfc. 'M |dt)rl auß|d)L BeNeUg,

Sfrby ßeilenpcet«: lofal 15'UU xf auSioärtfl 20 Plenntq.

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Worms, 21. Nov. Bei der gestrigen Stadtverord­netenwahl, deren Gesamtresultat erst soeben bekannt wurde, siegte die Liste der vereinigten unabhängigen Bürgerschaft vollständig über den Wahlvorschlag der Nationalliberalen Partei. Gewählt wurden je 3 Nationalliberale, Freisinnige, Sozialdemokraten, 2 Zentrumsangehörige, 1 Gewerkverem- ler (Hirsch-Duncker) und 1 Unparteiischer.

Jahre gewählt ist. (Die Mitteilung in uljerem wird hierdurch berichtigt.)

Außerdem erhielten Stimmen:

Michael Siedler, Buchdrucker, . . . . . Heinrich Fourier, Geschäftsführer, . . . Max Friedberger, ftanfinann, . . . . Philipp Euler IV., Stadtverordneter, . . Wilhelm Hornberger, Kaufmcmn, . . . Georg Beckmann, Kontrolleur, .... F. A. Bellers, Redakteur, Joh. Diehl, Schneidermeister, .... Peter Fuchs, Telcgraphensekretär, . . . Philipp Rechel, Hotelbesitzer, .... Ferd. 'Mentzel, Rechnungsrat i. P., . . . £)r. Emil Heuser, Oberbibliothekar, . . . Wilhelm Werner, Werkmeister, .... Ludwig Jäger, Landgerichtsregistrator, . . Ad. Schmidt, Generalagent, .... Adolf Klmgipor, Fabrikant, .... Marlin Dörr, Schlossermeister .... Karl Beck, Oberbrlefträger, .... L. Petri III., Weißbindecmeister, . . Hch. 9loU VII., Landwirt, .... Alvert Scheel, Kaufmann, Christian Inderthal, Fabrikant, .... Ludwig Raad, Rechtsanwalt, .... Karl 'Mayer, Postsekretär l. P., .... Iohs. Nickel, Steinbruchbesitzer, .... Alexander Rmgel, Kaufmann, .... Georg Koch, Ingenieur, .....

nicht zu wählen.

Die Wahlbeteiligung war außerordentlich ijajt, es stimmten von 3883 Wahlberechtigten 2786 ab, einen Prozentsatz von 70,65 bedeutet. Bor drei Jahren, am 15. Nov. 1904, stimmten von 3576 Wählern 2392 ab -- 67 Proz. Diese außerordentlich lebhafte Beteiligung, die an sich sehr erfreulich ist, ist eine Frucht der außerordentlich heftigen Agitation, die in manchen Fällen sehr unerfreu­liche Erscheinungen gezeitigt hat. Wir wollen aus nahe­liegenden Gründen nicht näher darauf eingehen und nur dem gewiß von dem übergroßen Teil der Bevölkerung ge­teilten Wunsch Ausdruck geben, daß sich die zukünftigen Stadtverordnetenwahlagitationen weniger um Personen als

Kr. 276

Eriche««« « eg 11 ch au Bei Sonntags.

{'ein Hrtvenei Anzeiger weiten im Wechsel mit den. hessischen fmibroirt tue H-chener Familien. hiiMer viermal m de, Woche beigelegl und .1Deininl wöchenNichdas Krdsblotl für den Kreis Alchen sterwr"ech-An- Irtilutil d Aednknon 112 BeOag u. Expedition 51 Udiesie tüt Tepetdient «nzetgee «tctze».

Abnahme w Snjetgen füi die LagesuuniNier bl- pormtttnqo 10 Uhr.

Außerdem erhielten noch zahlreiche andere Personen vereinzelte Stimmen, im 2. Bezirk z. B. entfielen auf 25 weitere Leute zusammen etwa 40 Stimmen. Wenn auch dabei manche Stimme abgegeben sein mag, die von dem ernsten Bestreben des betr. Wählers zeugt, den rechten Mann zu finden, so muß doch gesagt werden, daß solche Stimmenzersplitterungen nicht, vorkommen sollten. Einmal wird die rasche Feststellung des Wahlresultats durch diese ..Einspänner" erschwert und verzögert und zum anderen wird diese Art der Wahlbeteiligung oft nur in scherzhaftem Sinne vorgenommen und dafür sollte die Ausübung dieser

Hofafflitsbrt-tf und Verlag der vrllhl'ichen Univ.-Vuch- und Steinöruderet H. Lange. Heöaftton, Expedition und Druckerei- Schnlstraße 7. ^",'l(te*lc^eB,£)lüV,4

Ist gar nicht jedem tauglich.

Ich wähl für mein Teil solche Lent redlich sich bemühen

Stadt zum Heil, und mir zur Freud

schuß. So sehr die von ihm vorgeschlagene Liste von vielen Seiten bemängelt und bekämpft worden war, sie ging bis auf einen Namen glatt und teilweise mit außerordentlich hoher Stimmenzahl durch. Und dieses Resultat wurde er­zielt, trotzdem an keinem Zettel so viel gestrichen wurde, wie an diesem, der doch als allgemeiner Zettel der Bürgcr- schast gedacht war. Bemerkenswert ist auch die überrafchend hohe Stimmenzahl, die der seitherige Stadtv. Euler aus sich vereinigte, um so bemerkenswerter, als Herr Euler aus keinem der von größeren Bereinigungen aufgestellten Stimmzettel stand und deshalb in den weitaus meisten Fällen handschristlich hinzugefügt worden ist. Die erfreu­lichste Frucht des Wahlresultats ist aber die unzweideutige Ablehnung, die die Gießener Wählerschaft allen einseitigen Interessenvertretungen zuteil werden ließ. Die Klassen- partei der Sozialdemokratie vermochte keinerlei Erfolge zu erzielen, trotzdem sie in der Kanalgebührenordnung ein außerordentlich zugkräftiges Agitationsmittel besaß und deshalb auch von anderer Seite Zuzug erhielt. Aus diesem Grunde stieg ihre Stimmenzahl von durchschnittlich 550 aus 750 Stimmen, also um etwa die Hälfte der durch die besfere Wahlbeteiligung diesmal mehr abgegebenen Stimmen. Ab­gelehnt hat das Gros der Wählerschaft auch die von den Interessengruppen der Hausbesitzer und Mieter präsentierten Kandidaten. Die vier besonderen Hausbesitzerkandidaten erhielten zwischen 32 und 95 Stimmen, durchschnittlich noch nicht 60, und der eine Name, der nur auf dem Zettel des Mietervereins stand, schnitt mit 117 Stimmen ab. Die verhältnismäßig hohe Stimmenzahl, die die Beamten-Kan- didaturen zum Teil erhielten, erklärt sich unschwer aus der großen Zahl der wahlberechtigten Beamten und aus dem Umstand, daß sie zum Teil auch noch von anderen Ver­einigungen vorgeschlagen waren. Wenn sie trotzdem nicht ausrcichte, so ist dies der beste Beweis, daß die Wähler- schast im allgemeinen von ausgesprochenen Standeskandi- daturen nichts wissen wiltt Uebrigens hat sich eine Ver­stärkung bei der Vertretung der mittleren und kleinen Be­amtenschaft (ganz unvertreten ist sie auch jetzt nicht) als wünschenswert herausgestellt und wird wohl schon bei der nächsten Wahl ernsthaft in Betracht zu ziehen sein. Auch dem Handwerkerstand wird eine größere Vertretung ein­zuräumen sein.

Wie die sog. Mittelstandspartei abgeschlossen hat, weiß ntcli nicht genau. Kandidaten, die nur auf ihrem Zettel standen, find nicht vorhanden, und von den von ihr besonders empfohlenen Leuten hat keiner eine so bemerkenswerte Dlimmenzahl erhalten, daß man daraus Schlüsse aus die Zahl ihrer Anhängerschaft ziehen kann. Uebrigens weiß heute noch kein Mensch genau, wer eigentlich dieser Mittel- standspartci angehört und wer ihre eigentlichen Macher lind. Das ist um so bedauerlicher, als man deshalb auch nicht weiß, wem man das in bunten Farben schillernde ge­meine Flugblatt zu verdanken hat, das gestern vor dem Wahllokal verteilt wurde und wohl die betrübendste Blüte des diesmaligen Wahlkampfes eine wirkliche Giftblüte gewesen ist.

Und noch ein Wort über die zukünftige Zusammensetzung unseres Stadtparlaments. In den neugewählten Männern gewinnt es eine Reihe von Mitarbeilern, die wohl geeignet >ind, die in den letzten Jahren entstandenen Lücken aus- zusüllen. In Professor Dr. Diermer erhält die Versammlung namentlich in finanzieller und steuertechnischer Hinsicht eine wertvolle Kraft, in Kaufmann Habenicht, Oekonom Simon, Ziegeleibesitzer Troß und Gerbermeister Plank einige tat­kräftige im praktischen Erwerbsleben stehende Männer und in Bauunternehmer Winn einen erfahrenen Baufach­mann. In politischer Beziehung ändert die Neuwahl nichts. Nach wie vor werden Nationalliberale und Freisinnige ungefähr gleich stark sein, 2 Sozialdemokraten werden die Interessen dieses nicht unerheblichen Teils der Wähler­schaft vertreten und einige auf keinen bestimmten Partei­standpunkt eingeschworene Mitglieder werden das Zünglein an der Wage bilden.

Tie Wahlschlacht ist vorüber und an ihre Stelle tritt weder die unermüdliche, niemals stillstehende Arbeit der Erwählten der Bürgerschaft für die Entwicklung unseres lieben Gießen und das Wohl seiner Bewohner. Möge diese Arbeit auch fernerhin von demselben Geist treuer Pflichterfüllung getragen sein und auch den gleichen Erfolg zeitigen wie seither.

Eine Zuschrift an uns besagt noch:

Die gestrige Stadtverordnetenwahl endigte, wie be­reits bekannt, mit dem Resultat, daß mit einer Ausnahme die Kandidaten des Bürgerschaftsausschuises die Mehrheit erhalten. Nur an Stelle des Herrn Max Friedberger wurde Herr Rechts­anwalt Grünewald gewählt. Die Nachricht von dem Wahlresultat kam in das Hotel zum Einhorn, wo sich der B ü r g e r s ch a s t s - ausschuß, sowie eine größere Anzahl Anhänger der von btefem ausgestellten Kandidaten versammelt hatten. Nachts zwischen 2 und 3 Uhr wurde das Resultat allseits mit Freuden begrüßt.

Dec Vorsitzende des BürgerschaßsauSschußes, Iustizrat Metz, hielt nach Bekanntwerden des Resultats eine kurze Ansprache, in der er namens des in den lebten Tagen so vielfach geschmähten VürgerschaftsauSschusses mit Freuden konstatierte, daß die Arbeit bet' Wahlmacher und Drahtzieher, wie man die Mit­glieder des Bürgerschaftsausschusses in so liebenswürdiger Weise bezeichnet habe, doch nicht ganz so ungeschickt und erfolglos ge­blieben sei, daß dem Ausschuß die Feile nicht fortgejchwommcn

t

stuften Bürgerpflicht doch nicht da sein.

Die an sich schon sehr große Dtimmenzersplitterung wäre wohl noch größer gewesen, wenn nicht an den letzten Tagen vor der Wahl eine Anzahl der aufgestellten Kandidaten gebeten hätte, zur Vermeidung von Stimmen­zersplitterungen von ihrer Wahl Abstand zu nehmen. Am Wahltag selbst ließ dann noch Fabrikant Klingspor der Bürgermeisterei Zettel mit der Bitte verteilen.

)urch Extrablätter in dec Stadt bekannt gaben, nachstehend nochmals folgen.

politiicbc Lagesscbatt.

Die Tuma-Adreffe an den Zaren.

Petersburg, 21. Vtov. Die von den Oktobristen an den Zaren beschlossene Adresse hat folgenden Mord' laut:

Allergnädigster Herrscher!

Eurer kaiserlichen Majestät war es genehm, uns, die Mit­glieder der Duma zu begrüben und auf die uns bevorstehenden gesetzgeberischen Arbeiten den Segen des Allerhöchsten hecabzu- rufen. Wir wünschen persönlich, Eure kaiserliche Majestät das Gefühl der Ergebenheit für den obersten Führer der russischen Lande auszudrücken und die Dankbarkeit für das Rußland ge­schenkte Recht der Volksvertretung auSzufprechcn, welches durch Die Rcichsgrundgefctze befestigt werde. Glauben Sie uns, Herr-

Angrissen keine Veranlassung gegeben habe, müßten notwendig dazu führen, das Gegenteil von dem zu erreick-en, was sie bezweckten. Es bedürfe wohl keiner Ausführung, daß sowohl Redner, wie der ganze B ür g er schafts aus schuß diesem Wahlmanö- ücr gänzlich fern ständen, und nur die Tatsache, daß eben dem Redmr in dem genannten Flugblatt die Schuld an bun Ättinöver ziemlich deutlich zugewiesen worden sei, nötige den Redner diesen Vorwurf und das ganze verwerfliche Wuhlmanöoer mit Ent­rüstung von sich und dem ganzen Bürgerschastsausschuß weit weg zu weisen. Redner erklärt zum Schluß daß er diesen Rückblick auf das Wal/lergebnis und die Agitation und die damit verbundene Warnung an die«ler für unbedingt nötig erachte! habe, daß man sich oder ourch diese Betrachtungen die Freude an dem Sieg nicht veroerucn laisinr solle, wesl^alb er auffordere, auf die sämtlichen zu Stadtverordneten gewählten Kandidaten des Bürger,cbaslsansschusses, ebenso aber auch auf dessen leider nicht gewählten Kandidaten ein dreifaches Hoch auszubringcn. In die,cS Hoch stimmte die Versammlung mit lauten Beifall ein, worauf noch Herr Stadtverordneter L ö b c r kurz im Namen bei gewählten Kandidaten des Bürger, chaftsausschusses dankte.

Wahl -Poesie". Bei der Wahl wurden u. a. folgende PoetHaien" Wahlzettel abgegeben, die wir zur Erheiterung der Leser mitteilen:

Gelehrte Köche verderben den Brei. Äft auch noch Professor Biermer dabei. So wird unser Stadtsäckel bald verspüren Den Nutzen von dessen Staatshaushalts-Lehrem - Max Friedberger, der Kaufmann, bann sparen möchte, An ViermerS Voranschlägen zu streichen gedächte.

Indessen der Winn als Bauinteressent Die Wertzuwachssteuer nicht anerkennt. Deshalb hab ich zum Frommen unseres Stadtparlament Diese 3 vom Stimmzettel ab getrennt"

Ach wie fällt daS Wählen schlver Grad in diesem Jahre, Tenn man hat ein ganzes Heer Nurtüchtiger" Kandidaten. Ter eine prahlt mit frohem Mut Was er will alles leisten, Der andre schimpfetwohlgemut" Wie darf man sich erdreisten Zu schnüffeln auf dem StadttatSamt, Das ist doch ganz unglaublich, Tenn was daöffentlich" verbannt

iii hoffen sei, es werde das jener Bürgerschast zu denken

Redner fuhr dann fort, daß z Resultat auch im Uebrigcn der Gieß . . geben, und wohl für die Zukunst den Erfolg größerer Einigkeit oer Wähler erzielen, denn das Resultat der Wahl l-abe gezeigt, wie sehr begründet die in beiu letzten Tagen oft bespöttelte unb verlachte Warnung vor einer Slimmenzersplitterung gewesen sei. Mit nicht ganz 100 Stimmen marschierten hinter ben wirklich gewählten Stadtverordneten die Kandidaten der kleinen, aber ziclbcwußlen Partei, die man mit Recht in der Versamm­lung dcs vorh.rigen Aoends als den sich still freuenden Triltcn bezeichnet habe. Daran, daß nicht ein Mitglied dieser Pactej, sondern ein liberaler Mann gewählt worden fei, hätten die Herren der bürgeilichen Parteien, die die verschiedenen Vor- sahläge gemacht haben, wohl kaum ein Verdienst. Es fei vielmehr nach seiner, bc5 Redners, Ansicht, diese Wahl zum großen Teil zurückzusühren auf ein sehr ungeschicktes Wahlinanöver, welck-cs, wie cs scheine, ein allzu eifriger Anhänger der Kandidaturen Oes BüD^r^a.tsausschuists zur Vetämplung dieses einen Herrn in letzter Stunde Our genommen: habe. Es sei dieses Wahlmanöver, welches in einem Gegen>lugblatt zu seinem, des Redners, größ­tem- Erstaunen ziemlich deutlich ihm^ zugeschoben ibvrOen fei, im höchsten Grabe zu mißbilligen. Solche anonyme persönliche Angriffe, zumal wenn sie gegen jemand erfolgten, der, wie ancriännt werden müsse, in dem Wahlkampf zu derartigen

feien, sondern, daß der Ausschuß bewiesen habe, daß er die richtigen Leute vorgeschlagen habe, und seine Vorschläge von der großen Mehrheit der Wähler gebilligt worden seien. Daß eine Ausnahme eingetreten sei, sei nicht zu verwundern, sondern von vonrherein zu erwarten gewesen. Es habe das lediglich seinen Grund darin gehabt, daß eine Persönlichkeit, die allgemein be­kannt sei, trotz ihr von verschiedenen Seiten in wohlineinendster Weise auch m ihrem eigensten Interesse gemachter Vorstcllungen sich nicht habe entschließen können, von ihrer Kandidatur zurück- zutretcn, wndern rote vor drei Jahren für diese Kandidatur mit allen Mitteln gewirkt habe oder doch durch ihre Anhänger habe wirken lassen, so daß das vorauszusehende Resultat, daß beide hier in Frage stehenden Herren Nicht gewählt würden, unaus- vleidlich erschien. Das Auftreten dcS betreuenden Kandidaten sei in der letzien Bekanntmachung des Bürgerschaftsausschusses, für die er (Redner- Die volle Verantwortung übernehme, und die er unter Mitwirkung der übrigen Herren des Vorstandes des Bürgerschaftsansschuises verfaßt habe, genügend gekennzeichnet worden.

Dr. K. Wiminenauer, Stadtverordneter, Dr. Wilhelm Schäfer, ,

Dc. Karl Ebel, Stadtocrordneter, . . . Heinrich Schassstaedt, Stadtverordneter, Friedrich Habenicht, Kaufmann, . . . Georg Simon, Oekonom, Heinrich Leib, Stadtverordneter, . . . Dr. MagmiS Bi er »ne r, Professor, . * . Loms Troß, Ziegeleibesitzer, Wilhelm Köber, Stadtverordneter, . * . Heinrich Winn, Bauiinternehmer, . .

b) auf 6, bezw. 3 Jahre: Wilh. Grüneivalb, Rechtsanwalt, . . Wilhelm Plank, ©crbermvifter, . . . . Zivuchen biefcn beiden Herren wird, wenn

Hie ijkuiige Nummer nmfaht 10 Seiten, Hie A eheuer S ad1ve>ordncte»wai)l.

Der mit bis jetzt noch nicht bagewesener Heftigkeit ge- üdrte Wahlkamps ist vorüber unb heute nacht 2 Uhr stand )o§ Ergebnis fest, bas wir heute in früher Morgenstunde