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28.6.1907 Erstes Blatt
 
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fiS ^Ervatrechten des td|-ber Mer in allen et ? ganzen 16. J^. Ävlf ^Sehende «riefe des Kaisers tha>ar Nero, branbcnbm» ' evenio in einem Adel-, wi 12j Mai 1624 ansg'e- 5 Net Ferdinand am «Mutter, von AltnS- ifelben am Echlujse aus- von" vorzusehen, ans«

: Dieiistag ereignete sich, : r n lBaden) ein schweres die zum Heumachen über Personen, zwei Mädchen i, während die übrigen, ©erben konnten. - In l ein Liebespaar, das sich emdenbuch eintragen liefe. Tarne Clissord hiefe. - : Berliner Feuerwehr Branbraine des Viktoria« tigt, dafe ein Ängestellter enbranbe den Tod ge« lljtänbig verkohlt cuige.« : in Einsiedel (Kgr. re alten Mischergesellen schäfte stand, übersatten chermesser lebensgcfadr- tmtn. WtoÄ 'ötvüm. rcoxib nsird berichtet, dafe> rse durch eine schreäliche ib. Eine Frau kam in zösisch-italienijchen Grenz- j entgleiste beim Ein­er Zugführer trat sofort miet wurden schwer ver­richten Quetschungen und ver Linie ist unterbrochen.

mschast.

«amt hat den General- Aoperndirektor er- itung der Münchener Hof- L. Artikel des hiesigm Christian Rauch. M«

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2ürd?e tinO Schute.

Schüler-Sclbstregiment. Der Gedanke, daß unsere Schüler sich selbst regieren sollen, erregt im ersten Augenblick Befremden; aber man vergleiche den Eindruck, den b.e Jungens unter der strengen Schuldisziplin und in der freien Befolgung einer selbstwillig auferlegten Orga­nisation bei ihren Soldatenspielen machen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat der Münchener Stadtschulrat Tr. Kerschansteiner ein neues System der Lrganrfanon der Schüler an höheren Lehranstalten ausgebildet. Nach chm soll unser ganzes Erziehungssystem auf Vertrauen ge­gründet werden, auch sollen die Schüler mit der Zeit immer mehr Gelegenheit zur Selbstregierung haben. Mvr- schensteiner hat diesen G^indsatz auch in die Praxis über­tragen und durchgeführt. Vs er in den fünf Unterklassen des Gymnasiums zu Schweinfurt den naturwrstenschaftlichen Unterricht übernahm, fehlte es an vielen Dingen, vor allen: an zoologischen und botanischen Sammlungen. Zur Ein­richtung dieier Sammlungen nmrden nun in allen blassen Offiziere angestellt, zu denen diejenigen Schüler bestimmt waren, die sich für llLaturwissenschasten am meisten intei> essierten. Die Offiziere wählten ihre Soldaten; jede Kompagnie bekam ihren besonderen Dienst. Es gab eine Schmetterlings-, eine Käser- und eine Schneckenkompagnie; es gab Abteilungen für Pflanzen, für Metalle und Erze. Die Soldaten schafften als ausführenda Organe das Material herbei; die Offiziere prüften, bestimmten und legten ein.Man glaubt gar nicht," schreibt Kvrschen- Üemer über dieses System,welche Fürsorge sich alsbald In allen Klassen entwickelte, wie einer für den anderen schaffte und Opfer brachte und wie n>r alle, Lehrer und Schüler, miteinander glücklich waren."Welt und Haus" bringt einen illustrierten Artikel über die Militärfpiele englischer Schüler, und der Verfasser, Hauptmann Preuß, zieht Vergleiche zwischen der englischen Organisation und dem System oes deutschen Schuimannes.

GerichtssaaL.

Köln, 27. Juni. Tas Schwurgericht sprach da? Dienst­mädchen B l u m e n r a t s, das ihr 3jährigeS uneheliches $11 n b in die Erde vergraben hatte, frei. Tas Kind wurde da­mals noch lebend von einem Hunde ausgespürt und konnte dem Leben erhalten werden. Tas Gericht nahm an, daß sich die Blumenrats bei Begehung der Tat nicht im Besitze ihres freien Willetis befunden habe.

Güstrow, 27. Juni. Die Strafkammer stellte daS Ver­fahren gegen die Fürstin Wrede und ihre Gesellschafterin, Fräulein Weibig, ein auf Grund des § 51 des Strafgesetzbuches; die Staatskasse trägt außerdem die Kosten des Verfahrens.

Landau (Pfalz), 27. Juni. Die Strafkammer veriirteilte den Winzer Brutscher von Roschbach wegen Weinfälschung zu drei Monaten Gefängnis unö 2000 Mark Geldstrafe, den Eden- kobener Weir.händler Jacob Eroissant gii einem Atonal Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe. 21 Fuder Wem wurden eingezogcn. Ter Ehemiker Dr. Lampert von Edenkoben wurde wegen Beihülfc zu 500 Mark Geldstrafe oder 50 Tagen Gefängnis verurteilt.

Sport. ______

Der preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten richtete an die Kroisverwaltungen ein Nundschreiben, worin er mitteilt, das; der Kaiserliche Automobilklub in Berlii: im Interesse der Sicherheit des Verkehrs in ganz Deutschland Warntings- tafeln anbringen lasten wird. Tie Kreisverwaltungcn werden aufgefordcrt, dem Kaiserlichen Automobilklub so viel als möglich entgegenzukoinmen.

Hanvel unö Verkehr, Volkswirüchast.

Chicago, 27. Juni. Die Standard OilEompany hat sich geweigert, dem Verlangen des Richters des Distrikts- gerichtshofes nach einer Klarlegung der sinanzielle>r Lage der Gesellschaft zu entsprechen. Infolgedessen hat der Gerichtshof unter Strafandrohung bet etwaigem Nichterscheinen John Rocke- feller, William Rockefellcr und andere Vorslandsmitglieder der Gesellschaft v o r g e l a d e n. Die Gesellschaft war überführt worden, Vorteil a u s it n g e s e tz l i ch e n F r a ch t a r t e n zu riehen, die ihr fettens der Chicago and Alton-Bahn angeboten worden waren. Ter Richter wünscht nun die fragliche Auskunft,

um eine Grundlage für die Festsetzung der Höhe der Geldstrafe zu fjabem

~~ Don der Berliner Börse. Wie varauszusehenwar, clvrorf nicht Stand gehalten. Die gefrriae Yorker cone war abgeschwächt und der hiesige Markt folgte heute wie immer Dabei sollen vague Angaben eines unbe tonnten Nach- richtenLureauS über das Derhältn^- zwischen Japan und Amerika den Vorwand für Realisationen abgegeben Haven. Tas Geschäft war gering. Tie Zurückhaltung wure-c zur' Lustlosigkeit als be­kannt wurde, die österreichisch-ungarische Bank habe eine Diskont­erhöhung um 1 , Prvznll eintreten lassen. Im allgemeinen waren ja die Abschwächungen nur gering, bei Banken V» Pro-, doch fanrtte die günstige Tividendentare von Autnetz-Friede nicht -uc Geltung kommen. Auch wollte der Bericht des Jron Agc nicht gefallen. Laura Hütte waren behauptet, Harpcner 202, Rhei­nische Stahlwerke 190, Gelfenkircrener 100 l Bro;. Tic beiden Schis,'alwt-^verteir-areit scsi. Fonds lagen still. Russen gut be­hauptet. 3uirt Schluß trat wieder gebesserte Haltung besonders für Ci'enaklien ein; fo stiegen. Hoesch nur sehr günstige Abschlu^- gerüchte. Privaldiskont 4 % Proz.

D ie ^Ausdehnung des S ch e ck - B er k e h r 3. Beson­ders rührige Banken haben es mit Elser in die Hand genommen dem Scheckverkehr nach Möglichkeit Ausdehnung und Popularität zu verschaffen. U. a. hat sich die Essener Kreditanstalt in einem Rundschreiben an die Behörden, Korporationen, Industrie- und Handelsfirmen ihres Bezirks gewendet, in dem sie unter Hinweis aus die Bedeutung des Scheckverkehrs die Anregung gibt, nament­lich die Beamten auf die Zweckmäßigkeit der Benutzung des Scheck­verkehrs htnzuwcisen. Sie hebt hervor, daß sich das defonders tu Rheinland und Westfalen empfehle, wo dte intensive Ausnutzung und Anspannung aller vorhandenen Kräne, also auch der Geld­mittel, notorisch notwendig tsl. Hier sind schon in normaler Zeit die heftigsten Klagen über die Unzulänglichkeit der umlaufcnocn Geldmittel geführt worden. Tie zurzeit herrschende angestrengte Tätigkeit in allen Erwerbsziveigen machen diesen Mangel noiut- geinäß heute noch ivcit empfindlicher fühlbar. Jede wettere Aus­dehnung des Giro- und Scheckverkehrs bedeutet daher an sich schon einen wirischaftlichen Fortschritt.

Die Liouidatoreu der Leder werke vorm. Mayer, Michel u. Tenninger in Ai a i n z haben unter Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, am 17. Juli eine Ab­schlagszahlung von 53 Prozent mit 350 Aik. auf jebe Aktie zu verteilen.

Zur industriellen Lage. Die Hauptversammlung der Maschinenbau-Artien-Gefellschait vorm. Beck u. Henkel in Kassel setzte die Divideiide ans 8 Proz. fest. Die allgemeine Geschäftslage der VersemerungSindustrie wurde von der Verwaltung als gesund bezeichnet; Arbetlsmangel fei nirgends vorhanden. Tie Aufträge seien auch bei der Gesellschaft reichlich, doch seien die Pt eise nicht überall zufriedenstellend. Ter Auftragsbestand der Gesellschaft sei sehr gut, so daß ein befriedigendes Ergebnis in Aus­sicht stehe.

Neue 4 proz. Düsseldorfer Stadtan leihe. So 'leicht und schlank die 4proz. Staatsanleihen bis jetzt aufgenommen wurden, so schwer scheint c5 mit den Städteanleihen zu gehen. Die neue 4roz. Düsseldorfer Stadtanleihe hat trotz des Zeichnungs­kurses voii 99 Proz. nicht einmal vollständig Aufnahme gefunden, sondern cs ist em Posten übrig geblieben, den die Uebernahme- gruppe freihändig begeben hat.

Märkte.

ß örünberg, 27. Juni. Ter heutige sogenannteJo- Tta nnidm'ar fi" war mit 28 Stück Nindbteb und 832 Stuck Schweinen, meist Ferteln, befahren. Tie Preise nxnxn bei beiden Viehgattungen gedrückt und dcr Handel in Rindvieh stockte fast ganz. Ter Hmrdcl mit Ferkeln ging ziemlich bei etwas mehr gedrückten Preisen. Ferkel 1. £ ualitZit kosteten im Alter von 78 Wochen das Paar 35-10 Mk., 810 Wochcit alt 40 bis 50 Mt. Es wurde nicht alles verlaust. Ter Krämermartt >var ganz unbedeutend. Tas sich gut ausklärende Wetter zog Verkäufer und Läufer bald wieder heim zu den Heuwiesen. Rach- mittags war der Markt schon ganz beendet.

tc. Frankfurt a. M., 23. Juni. «Orig.-Telegr. desGieß. Anz.") V i e h m a r k t. Zum Verkaufa standen 00 Käwer, 00 Schafe u. .yäntmel, 569 Schivcine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 5859 Pf., Lebendgewicht 46.0000 Pf., 2. Qual. 5700 Pf., Lebendgewicht 45.00-00 Psg., 3. Qual. 50-52 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-90 Pf. Lebendgewicht 0000 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendgewicht CO00 Pfg., Schlachtgeivicht CO00 Pfg. Schafe 1. Qualität 0000 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg, Geschäft bei Schweinen: gut, Markt geräumt.

Gietzencr Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag den 29. Jniii: Vielfach Geivitter. Warm. Südliche Winde.

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Dunkelkammer 4248 Photographische Arbeiten Adelt Bieler, Marktstrasse 5.

Täglich frijJjt kldbmcil I Frau Wcinbardt, Obst- und Gemüsehandlung, Schlosigasse 10.

Stadt-Theatcr

Zwei l.Nang-Logenplätze<Mittw.

Bollabonnem. könn. obgeg. werd

Schriftt. Anfragen unter 4245 an den Giehener Anzeiger erbet.

Bekanntmachung-

die Umlagen der Stadt Giesten betrefiend.

Die Stadl Giesten erhebt für das Rechnungsjahr 1907 an Umlaoen 120 Prozent von der staatlichen Einkommemleuer und den dovvelten Grundzahlen der Grund-, Ofewerbe- und Stftpualrcntcn1 steuer. Ferner kommen zur Erhebmrg: . .

1 von den Mitgliedern der eoangeliichen Krrchengemernde 10 Pro- ' -ent von der staatlichen Einkommensteuer und den dovvelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Kapitalrenlensteuer,

2 . von den Mitgliedern der tacholtfchen Äirchengemeinde dieselben

Tw Erhebung erfolgt in sechs Zielen, und^zwor in den Mo- naten Ma:. Juli, September, Skovember 1907, ^cmuar u. Marz 1908.

Das Hebregister liegt vom 29. Ium bis 6. Iuü etnichliehlich auf der Bürgermeisterei 3immer Nr. 15 zur Eimicht eines jeden dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis

gebracht, bah Beschwerden gegen die Erhebung, der Umlagmi nach Borschrist des Arlikel 96 der Stadteordnung binnen.,4 AZochen bei Grohberzoglichem Kreisamt Giegen vorzuorlngen imd, und ban später vorgebrachte Retlcmrationcn keine Berück,ichtigung finben

^ Gleichzeitig wird bemerkt, bat; die LekannriEhung bet Um- laaen burch Grotzherzogliches Kreisaml Giegen mt Regierungsblatt umemi L d Mts. erfolgt ist, baß daher die Frist zwr Borbrlngung nön Reklamationen, welche gegen bie Erhebung der Umlagen ubep hauvt gerichtet find, von diesem Tage und für ReUamanonen, welche Seaen ^Bei'ragspsticht oder das angenommene Bettragsverhaltms acrsthte: find, vom Ende der Qffenlegungstrlst ablaust.

Eichen, den 27. Juni 1907. .. . .

Gronyerzogliche Bürgermettteret Giegen.

Mecum.

Schmerzerfüllt teilen wir Verwandten. Freunden und Bekannten mit, datz es Golt gefallen hat, unser innigstgeliebteö Söhnchen und Brüderchen

Rudi

nach 14 tägiger schwerer Krankheit tm Aller von 2 Jahren gestern zu sich zu rufen.

In tiefer Trauer:

Friedrich Lieber und Frau

Giesien (Kreuzplatz 2>, den 28. Juni 1907.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. d. Alls., nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.

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öffentlich vergeben werden. ... . .

Arbeitsbefchreibungen und Bedingungen liegen während dec Dienststundeii bei uns auf Zimmer Nr. 1 zur EtNstcht offen, eingebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, nnd spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entwrechenver Slunfarift versehen, an ans einzureichen. Zuschlags frist 8 s.agc.

Griefe en, den 26. Juni 1907.

Städtisches Liefbauamt.

I. B.: Köhler.

LergedilLg bob Anjtmchmrdeitell.

Die in 3 Lose geteilte Anstreicherarbeit für bie Q^.^J^ung Ler Anschlagstaseln, ber Fußgängerbrücke uder die chen

Eisenbalinen und sonstigen Geländer, der Launischuhgttter und der Geländer beziehungsweise Einfriedigungen in den Anlagen, fou

Dicustag den S. Juli, vormittags 11 Ubr

Dank.

[4253

Heuchelheim, den 28. Jtmi 1907.

Familie L. Germer I.

Familie Fr. Binn II.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste besoiiders Perm Pfarrer Gluck für bie trostreichen Worte am Grabe sagen innigsten

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photographische-Äpparat-

Eingesandt.

Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.) I

Nicht gerade in aller Stille, aber doch von vielen nicht be­merkt, hat sich in diesen Lagert ein Ereignis vollzogen, daL in der Stadtchronik fettgedruckt zu werden verdient. Zwifchens Lttdwig- und Stephan st roste ist die Goethe st raße gc* V s l aste >rt worden! Es sind kaum 100 Meter, die zurzeit: fertig sind, aber weiche glückliche Perspektive eröffnen sie imdj für die Zukunft. Elnseiider bat mit tiefer Bewegung an den Stelle gestanden, jeden der Heinen Stein? batte er küssen mögen. Und nur ber Gedanke störte die Andacht.' wie lange wird eo? dauern, bis unsere ganze Stadt gepflastert ist wie dieses Stücke chen Strafte?

Bor kurzem besuchte ein Dante aus Giesten bad Fegefeuer.) Auch ihn geleitete in liebenswürdiger Weise der alte Virgil. Sfa kamen an einen Ort, an dem viele Manner im Schweife ihres! Angesichts Steine klopften. Wer sind diese Mamtor, fragte der Giestcner seinen Führer. Es sind Eure Stadtoorväter, lautete die Antwort. Sie müssen klopfen und klopfen Tag und Nacht, ohne Ruh' und Rast, bis die Sohne die Sünben dcr Later gutgemaclst haben werden.

Und die Frage bohrt weiter: wird je der Tag crscheuten, an dem unsere ganze Stadt gepflastert sein wird wie icnes Stück­chen Strafte, von dem sich das nronnelrunkne Auge nicht loszu* 1 ' Ia .! _ VCV.l' ''1 ?

Meteorologische Beobachtungen

der Station Giefteu.

Juni

Barometer nuf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung ______1

1 6

Wovor

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750,0

20.7

12,8

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SSW

2

Bew. Himmel

27.

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749,0

18,2

12,9

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SW

2

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16,0

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Höch!

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7. Jun

i= 4-

21,5 C.

Niedrigste , . 26.-27. , = + 11,7e C.

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Originat-DrahtmelSungen.

Mailand, 28. Juni. Der Agrarstreit in ber| Gegend von Ferrara nimmt revolutionären Charakter an.1 Die Arbeiter mißhandelten in barbarischer Weise einen Ord­nung stiftenden Polizeikommissar und zwei Schutzleute mit Stöcken und Messern. EZ werden ernstliche Zusainmenstöße zwischen der bewaffneten Macht und den Ausständigen be­fürchtet.

Petersburg, 28. Juni. Den beiden großen hiesigen! Schiffswerften, der baltischen und der franko-russischen, ilt vom Marineministerium die vertrauliche Mitteilung gemacht worden, daß sie demnächst einen sehr bedeutenden Auf­trag betreffend den Bau von Panzerschiffen mit Dampfturbinen erhalten werden.

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KckannlmachMg.

Betr.: Die Abgrenzung dcr Steuerkomniisfarlatsbezirke. s

Unter Bezugnahme auf die im Großh. Regierungsblatt Nr. 20, erlaftenc Bekanmmachung, bie Organisation der SteuerkommisfariatS- bezirke betv. vom 3. Juni 1907 bringen wir hiermit zur ofient-i l ich en Kenntnis, baft bie seither zum Steuerkominiffariatsbezirkl Hungen gehörige (Scmembe Grüningeii vom 1. Juli 1. Js. ab dem Grofch. Steuerkommissariat Gießen zugeteilt ist.

Hungen, 25. Juni 1907. Gießen, 27. Juni 1907.

Großh. Steuerkommissariat. Großh. SteuerkoinmiffarLat.

H o o s. Dr. M e tz 1 e r.

^Lrbeitsvergebung.

Die zur Unterhaltung ber vorm. Leichemvagenhalle in ber Sandgaffe nötigen

Spengler- und Wetsibtttder-Arberten sollen Samstag den tt. Juli d. I., vorm. 10 Mr, öffentlich ver> geben werben.

Tic Berbinnungsunterlagen liegen zur EiMlcht ber Inter­essenten bei uns offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst crbälüidj, sind bis zum genannten Termin an uns em- zureichen Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gieften, den 27. Juni 1907. Be/6

Städtisches Hochbauamt.

Gerbet. J

VerßkbMg öon Weißhillderulbeit.

Die Erneuerung des Anstrichs in den Grufthallen des neuen otieböo c-ben - Juli d Js., vorm. 10 Uhr, öffentlich vergeben werden _ .

Die Verdingungsunterlagen hegen bet uns zur Emncht der Jntereffemen offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, nnb bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlags- srist 14 Tage.

Gießen, den 27. Ium 1907. B/6

Ltäbtisches Hochbauamt.

Gerbet. .

Bekanntmachung.

Wir bringen hicrdtirch zur Kenntnis, daß das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde ausgeschlagenen Be- binfame für das Jahr 1907/08 zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang in der Wohnung unseres Sekre­tärs, Ludwtgstrafte 28, 2. Stock, offen liegt, mit dem Be- merken, baft Beschwerden gegen dte in dem Register enthal­tenen Ansätze binnen der ersten 4 Wochen nach Ablauf dec Offenlegungsfrist, cnttveder schriftlich oder mündlich, bei Großh. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müssen, und daß später vorgcbrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finben können.

Gießen, ben 27. Juni 1907. B/e

Ter Vorstand der ifraelit. Religionsgemeinde Giessen.

S. H etchelhetm.