a
3
c
3 C
6 y y
s. U. £>. Frankfurt a. 2JZ., 24. Juli.
Hier trat heute der HauptauLschuß der Deutschen Turuerschast zusammen. Es sind die Führer der natwnalen deutschen Turnsache, die sich hier zusammeugcfunden haben, um Fragen des Turnwesens zu erörtern und den 14. deutschen Turntag in Mvrms, der sich an die Ausschußtagung anschließl, vorzubeceiten
Die Fundierung stammt, nach der uns vorliegenden Liste, chon H. Winn. Die Maurerarbeiten führten Abermann & Kling aus,- ebenso geschah die Basaltlicferung durch diese Firma sowie durch Bwkcnstock & Schneider, die Eisenlieferung durch Heimer & Co. Die Sandsteine lieferten die Bildhauer Atzbach in Gießen und Faber in Frankfurt (geb. in Gießen) sowie die Freiburger Firma Meyer. Das Dachwerk führte grmmermeister Georg Schubecker aus, die Gesimsarbeiten Zimmermstr. Balthasar Nuhn in Lollar. Die so wohltuend wirkenden grünroten Dachdeckerarbeiten stammen von Kröck! & Müller hier, sowie von den Ludowiciwerken in Ludwigs-! Hafen. Ä- - - • -
Arbeiterbewegung.
-Klagenfurt, 24. Juli. Infolge Oer drohenden Haltung dc, ausständigen Tunnel-Arbeiter bei Mallnitz nach der Verhaftm. eines ihrer Führer und der Wegnahme roter Fahnen ift eine Kompanie Infanterie aus Laibach herangezogen worden. herrscht dort Ruhe.
Newyork, 24. Juli. Der Ausstand der Gruben- ar beiter und Grzverlader in Älinnesota, der iw einer Woche begann und seitdem allmählich zmiahrn, scheilit nun- mehr großen Umfang aiizunehmen. Die gesamte Jndusü des Staates kam bereits 311111 Stillstand. Italiener, Ungarn im' Finländer, die in dem dortigen Jnduslriebezirk beschäftigt rvarei!. verlassen zu Hunderten das Land und kehren nach Guropa zurück.
Leipzig, der Geschmtssühver Professor Dr. Ruhl-Stettin, der Leuer der K.astengeschafte Kanzleirat Atzrott-Steglitz, Professor Eer^ttittg^art uiw viele airdere Männer. 5)inwr ihnen stehen ea. 800 000 deutsche Turner, die in 8000 Vereinen organisiert Und. Alle Bevött'erungslraisen sind unter ihnen vertreten, der Arbeiter steht neoen dem Beamten, dem Kaufmann und dem Akademiker. Vergeblich haben die sogenannten „freien Turner" verfucht, der deutschen Turnerschaft das Wasser abzugraben Es ist ihnen nicht gelungen.
Nach dem Kassenbericht des Kanzleirats Atzrott-Steglitz bilanziert das letzte Jahr mir 146 742 Mk. An den Zentral- auslchug für Bolts- und Jugendspiele und an den Allgemeinen deutschen Schulverein wurden je 800 Mk. gegeben.
Tie Entsendung einer Musterriege zum Turnfest des nord- ameritan. Turiibunoes m Indianapolis 1905 erforderte crwa 10 000 yjtot Tie Stiftung zur Errichtung deutscher Turn-i ^.'a ten em. vermögen von 80 234 Mk. auf, während
deutschen Turnerschaft aus mehr als 2O0OOO Mk. gestiegen.
Heute waren bereits die Unterausschüsse und Kaiwnprüfer im sahnengescymüctten Turnhause des Frankfurter Turnvereins tätig, llcorgen tagt der große Ausschuß, der wichtige Fragen zu behandeln gat, zu denen bereits eine große Anzahl von Anträgen vorlregen.
Kandel.
I — Mi ß e r fo lge amerikanischer Eisenbahn Bonds-Emissionen. Nach einer Mitteilung der Newhorler ; 5dandelszeitung hat sich ergeben, daß von dem, den Aktionän der Union Pacifle-Bahn emgeräumteü Bezugsrechte auf die 7ä Millionen Dollar neuen vierpiwzentigen Bonds, die zum Kliw von 90 Proz. offeriert wurden, und zum Kurse von 175 Dollar pro Stammaktie in Aktien konvertierbar sind, nur in geringem Umfange Gebrauch gemacht, respektive daß nur etwas mehr als vier Mill. Toll. Bonos gezeichnet wurden. Dabei muß berücksichtigt werden, daß unter Führung der Firma Kuhn, Loeb u. Co. für die Uebernahme der von den Aktionären nicht gezeichnem Bonds ein Konsortium gebildet wurde, zu dem Unwn-Pocifcc-
I Aktionäre in weitem Umfang zugelassen chorden sind. Dresc Aktionäre haben natürlich auf die Ausübung des ihnen zu- stehenden Bezugsrechtes verzichtet, da sie ja als Mitglieder deS Konsortiums die Bonds zu 88 Proz. erhalten können. — Weiler hat die Benvaltung der Atchinson, Topeka and Santa Fe- Eisenbahn erklärt, daß von dem Bezugsrecht auf die neuen fünf' prozentigen 26 Mill. Toll, konvertieroaren Bonds seitens bei Aktionäre nur in sehr beschränktem Umfang Gebrauch gemach, worden ist. Es sind nur wenig mehr als 5 Mill. Toll, der Bonds von den Aktionären übernommen worden.
— Hypothekenbankwesen. Aus der Aufsichtsratö' sitzungi beu Berliner Hypothekenbank wird folgendes mitgeteilt: Obgleich der Obligationenabsatz im verslossenen Halbjahr nur ring war (er betrug nach Abzug aller Rückflüsse 13/2 140 Mk./' und infolgedessen Neubeleihungen nur in mäßigem Umfang abgeschlossen werden konnten, sei das Geschäftsergebnis doch bc- sriedrgend und lasse, trenn die Verhältnisse des Geldmarktes nicht im lauseiideii Halbjahr unerwartete Verluste bringen, eine gegen das Vorjahr um Vs Prozent erhöhte Dividende erhoffen (i. V. .5 V2 Proz.). Bei Besprechiing der Loge des Pfandbrül- und Hypochekenmarktes wurde die Frage einer etwaigen Ansgabc von 4 72 pwzentigen Hypolhekenobligationen erörtert. Ter Auf- fichtsrat beschloß, von einer solchen Emission abzusehen und vorerst die weitere Enrwiäelnng des Geldmarktes insbesondeü des ObligationenuiarUes abgutuurten. Tie Beschlüsse über bk| Erhöhung des Aktienlachilats behufs Auflösung des Sicherheit^ sonds en hie Vonlislauzen unbeanstlych^ durchlaufen uttfi
toeii vermutet wird, daß Rüfser von der bereits wegen Giftmordes zweimal zum Tode verurteilten Chausseewarterssrau ^,runau vergiftet toorden ist. Dies ist die neunte Letchenausgraoung, zu der die Taten der Feige Veranlassung ge- geoen haben. — Ter Schlosser Kuhitzek in Bogutschütz (Schles.) schaltete sich^ in den Stromkreislauf der elektrischen Zentrale ein und ließ sich durch einen elektrischen Schlag täten — In Vremerhaseu traf mit bem. Schnelld-Unpfer Kronprinz Wilhelm ein Berbrecherpaac ein. Es handelt sich um eine Hebamme aus ^.uisourg uiio ihren Liebhaber, die genieinsaut in Duisburg die rau bed letzteren^er m0 r d eten und dann über den Ozean entflohen waren. Sie wurden von Amerika ausgeliefert und werden nach wuisburg transportiert. — Am Abend des23. dieses -bconais unieruahm uer Fuhrwertsbesitzer Scheunemann mit einer erit vor kurzem erworbenen Mowrdroschte in S ch margen- 00 r s bet Berlin mne Probefahrt. ,Dabei rannte das Auto- mobu an einen Kandelaber mid Mrzte um, wobei per Ehauueur
I intenbantur ist davon nichts bekannt, wie Hofrat Meder, der I ^^k^etung des Herrn v. Hülsen die Geschäfte der Intendantur I führt, versicherte. Daß die Sache durchaus nicht ernst zu nehmen I ist, geht wohl am besten aus dem Umstande hervor, daß Herr IWulfen sich zurzeit als Reisebegleiter des Kaisers auf der „Hohenzollem" befindet. (B. T.)
* Bluttaten. In Sagan wurde ein Raubmordversuch an der 83jährrgen Witwe Senke verübt. Die Frau wurde schwer verletzt nach dem Krankenhause überfuhrt. Der mutmaßliche Tater wurde in der Person eilles Stein- ! setzers verhaftet. Aus Newy 0 rk wird gemeldet, daß ein amerikanischer Äiillionär namens Wilson einen Mord aus offener Straße verübte. Dieser ging mü einem Mädchen spateren. Plötzlich zog er einen Revolver und schoß feine' Begleiterin nieoer. Eine Menschenmenge sammelte sich an und versuchte Wilson zu lynchen. Wilson flüchtete und feuerte aus die ihn verfolgende Menge mehrere Schüsse ab. Zwei seiner Verfolger vlieben schwer verletzt aus der ^trape liegen. Schließlich lief Wilson in eine Fabrik, die einem seiner Freunde gehörte, wo er überwältigt und der Polrzer übergeben wurde. Der Fall erregt großes Stuf. 1CW- —„ Wie ferner aus Newyork gemeldet wird, ist der
--------------------------------- «uu.ölgs. I itt ber Unwn, Naohaues Tavshanjian, Die Spenglerarbeiten führten aus die Gießener^oomimi erschossen M.....r ..... - ..... ^ener worden, als er tn fein Geschäft in Newyork treten wollte.
I Das Attentat wurde infolge seiner Weigerung verübt, der sogenannten patriotischen Gesellschaft der Armenier, auf deren Erpressungsgesuch eine große Geldsumme zu zahlen, r -5^. heurigen Sommer. Das sächsische meteoro- ogische Institut stellte fest, daß in Sachsen in der Zeit vom ir-kte 20. Juli Regenmengen niedergingen, die alles bisher in wissenschaftlst^m Beobachtungen gewonnene M a ß ü b e r-1 kVJ3/ n* ^Uitlicyen Flußgebieten Sachsens waren die Nie- derschlagsmengert doppelt bis viermal so groß wie normal.
Opfer der Berge. Der Lehrer Alois Ullrich aus . t von der Benedittinerwand (Oberbayern) abgestürzt und war sofort tot. — Der Bezirksamts-Assessor Speth ist vom >rn abgestürzt und erlitt verschiedene Verletzungen "" Er wurde aufgefunden und zu Tal
Aie Kinweiyung des neuen Kießeuer Stadttheaters, ni
Gießen, 25. Juli. I vermtkchteA»
Bevor von der technischen Bühneneinrichtunq wie über* * Rei-lin 91 3 ,
dem g-h-imniSvollen Reiche hinter den Kulissen heute die Aussehen crEgende ÄlttteÜung7d^gegm de"n
^hereS berichtet werde, seien heute alle die erwähnt, ralintendanten Exzellenz v Hülsen ein Straf- Welche Arbeiten irgend welcher Art für das Theater lieferten, verfahren auf Grund 8 157 eirigeleitet fei In der General-
Sämtliche Innendekorationen, sowohl im Zuschauerraum !fi L
töie auch in den Wandelgängen sind in den Ateliers von Karl Stückrath ausgeführt worden. Die Bühnendekorationen, darunter auch die außerordentlich hübsche Winterlandschaft zu Wallensteins Lager stammen im wesentlichen von Prof. Lütkemeyer aus Koburg, andere aus dem Atelier Falk in Berlin und von Fr. Gruber & Co. in Hamburg. Die prächtigen Beleuchtungskörper im Zuschauerhaus lieferte das Gußwerk in Mainz. Die Beleuchtung selber führte die Alla. Aektrizitätsgesellschast in Frankfurt a. M. aus. 'i
** Zum Empfang S. K. H. des Großherzogs' am 31. Juli tnirb, wie wir hören, die Leibkompagnie unseres InfaNtLrie-Regimeuts afs- Ehrenkompagnie am Bahnhof Aufstellung nehmen.
** Wiederholung ber Eröffnungsvorstellung Ju kleinen Preisen. Vielfachen Wünschen entsprechend hat die Direktion eine Wiederholung der Eröffnungsvorstellung für nächsten Sonntag nachmittag 31/, Uhr zu kleinen Greisen angesetzt. Auch in dieser Vorstellung wirkt ber glänzende Vertreter beS Dorfrichter Adam, Hofschauspieler Alois Wohlmuth aus München mit Es ist so weitesten Kreisen Gelegenheit geboten, für mäßigen Eintrittspreis neben feiner festlichen Vorstellung das prachtvolle neue Haus kennen p lernen.
** Au 8 bem Militär-Wochenblatt. Befördert: Zum Oberlt.: Lt. der Res. Schmidt (1. Berlin) des Inf. Rgts. Prinz Earl (4. Gr. Hess.) Nr. 118; zum Hauptmann: Oberlt. der Res. Claus (1. Breslau) des Inf. Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116; zu Oberlts.: Die Lts. der Res.: Fülberth (Düsseldorf) des 2. Gr. Hess. Feldart. Rgts. Nr. 61, Hl öfteren Qiin (Deutz) des Leibgarde-Inf. Rgts. (1. Gr. Hess.) Nr. 115, Gildemetster (1 Bremen) des Leibdrag. Rgts. (2. Gr. Hess.) Dir. 24, Haasen (Adolf) (Gotha) des Inf. Rgts Kaiser Wilhelm (3. Gr. Hess.) Nr. 116, Mittermüller (Weimar) des Inf. Lejbrgts. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117, Hohenemfer (Mannheim) des Gr. Hess. Trainbats. Nr. 18, Minstedt (Worms) des 2. Hannov. Inf. Rgts. Nr. 77, Schneide r (Alainz) des 2. Nassau. Inf. Rgts. Nr. 88, Müller (Heinrich) (2 Darmstadt), Hausmann (Mainz), Seibert (Wetzlar), § ul auf (Mainz) dos Inf. Leibrgts. Großherzogili (2. Gr. Hess.) Nr. 117, Fresenius (1 Darmstadt) des Inf. Rgts. Prinz Carl (4. Gr. Hess.) Nr. 118, Krebs (Mainz) des 2. Nassau. Feldart. Rgts. Nr. 63 Frankfurt, Möllinger (Worms) des 3. Lothring. Feldart. RgtS. Nr. 69, Müller (Adolf) (1 Darmstadt) der Lcmdm. Inf. 1. Aufgebots. —Abschiedsbewilligung: Juilgk (Mainz) Oberlt. der Landw. Ins. 1. Aufgebots, mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw. Armee-Uniform.
Ein vortreffliches Zeugnis für den Gewerbefleiß in unserer Stadt. . -
Auswärtige Firmen besorgten : die Betonarbeit (Knobloch und Scheid in Frankfurt a. M.), Eisenkonstrllktion (Eisenwerk München A.-G.), Heizung und Ventilation (Opländer Wwe. in Dortniimd), Bühneneinrichtung (Heim, Lehmann & Co. in Berlin), seuersicheren Türen (Koch in Darmstadt), Stuckarbeiten (Peter Vogler in Mombach bei Mainz), Marmorarbeiten (Dyckerhoff & Neumann in Wetzlar), Terrazzoplatten (Dahlhoff in Hiltrup) und die Granitarbeiten (P. Jak. Bilbers- berg in Markleuthen).
Der mit einer in edelsten modernen Formen gestalteten breiten Unterborte geschmückte vornehm schlichte Zwischen- oder Wagnervorhang (Rich. Wagner führte die Zwei- tellung des Vorhanges ein) ist ein Erzeugnis der Firma Kleffel in Düren.
Der Hauptvorhang ist, wie uns berichtigend mitgeteilt wird, nicht eine Spende des Malers Herrn Hans Koberstein aus Berlin allein, sondern von diesem gemeinsam mit Kommerzienrat Gail gestiftet.
Die das schmucke Haus umgebende üppig grünende Gartenanlage nütfanit dem reizenden Blumenboskett vordem Haupteingange haben wir dein Stadtgärtner Balser zu verdanken. Zu bedauern bleibt, daß von dem prächtigen Baumbeltande des Schülerschen Gartens mehr gefallen ist, als unbedingt nötig war. Jedenfalls aber lockt z. Zt. die schöne grüne Uinrahmung des Theaters kaum minder zum Lustwandeln während der Zwischenakte, als die innern Wandelgänge des schönen Hauses.
Hauptversammlung der Deutschen Turnerschaft.
(Llnrereix/iiyLvotcu.)
. "e Handelshochschule in Llannheim. nu.
dem der Bnrgernnsschuß der Uedernah.ne dec finanziellen Gare» zugeslimnn hat, dar, die Errichtung der H a n d e l s h o ch , chV m Mannheini als gesichert gellen. Die Organisation evjolQi Anlehnung an d,e denachdarle Heidelberger llnwersüal. Pon t L-Hrkraiten, die sllr die Staats-, Gesell,chasts- und W,rische,' wissenschauen zur Verfügung stehen, gehört eine größere Aluiv dem Lehrkörper der Heidelberger Hochschule an. Die Hörer sind od? lveiteres als Hospitantei^l zu den Vorlesungen der Uniöerfüät V gelaßen, ime auch Oie Studiereiiden der letziern von der Atöa'ickk! an der Alannheuner Handelshochschule ihr prallisches Wüsen vervollkommnen, zweifellos schon un koinmenden Semester Gebrall- niachen werden. Die Vorbereitungen sind soweit gediehen öafe ' v --------------------------- wl8U„ctcuc„ , Eröffnung nn Oktober erjolgen kann. Unter der Mitwirkung f
Es find die alten Kämpen, der 82jährige Boriitzende Dr (^5^ Oi:ei- t)etetligten Fakloreii, ber badischen Staatsregierunq, der U„ versital Heidelberg und der Alannheimer Handelstaminer smr insbesondere Danl 0er ’JJiuarbeit des Heidelberger ^lationalökonom Geh. posral Prof. Dr. Goihein, i|t es der Stadt Alannheiw moai, geworden, die <chee der Handelshochschule zu verwirklichen.
— Ein Rückgang in ber Zahl ausländische k^^nten Die Zahl der an den beugen UniversL studierenden Ausländer, die in den letzten Jahren ununterbrodk JJ!10 erheblich in die Höhe gegangen war, ift nach der Tac Rundfchau im laufenden Sommersemefter von 4151 im lm l au^ 3?< zurückgegangen; auch im vorjährigen Soinmc dalchahr war ihre Zahl höher, nämlich 3889, im Sommer 19i I zahnen sie 31/8, 1904 erst 2800. Der jetzige Rückgang beru äum größten Teil auf einem geringen Zufluß russischer Untertane' öu einem kleineren auch auf Verminderung der Schweizer ui Amerikaner gegenüber dem letzten Winterhalbjahr; erheblich^ genommen haben nur die Japaner. Zurzeit sind 8,0 v. H h. öeutidxn Universitätsstudierenden aus dem Auslande gegen Q im Wintersemester 1906/7 und 8,6 im Vorjahr. Die Jperfiur öer ausländischen Studenten ergibt sich nach folgender Zuiamm^ steilung: Aus Europa sind 3349 (im Winter 3717), aus bt übrigen Erdteilen 417 (434), und zwar aus Amerika (wovon k Mehrzahl aus dem Norden) 261 (302), aus Asien (meist ql Bapan) 144 (113), aus Afrika 9 (13) und aus Australien 3 (t Bon den europäischen Ländern stellt Rußland wieder die arm Zahl, nämlich 1600 (1890), aus Oesterreich-Ungarn stammen 6- - ' (bdl), aus der Schweiz 282 (341), aus England 151 (144 aus Bulgarien 142 (139), aus Rumänien 88 (83), aus Serbir 63 (61), aus den Niederlanden 54 (57), aus Frankreich 52 (öö aus Griechenland 44 (47), aus Luxemburg 43 (53), aus bt: Türkei 39 (40), aus Schweden und Vlotroegen 36 (32), m- Jtalien 36 (33), ajns Spanien 25 (23), aus Belgien 18 (18 aus Portugal 11 (9), aus Dänemark 9 (5), aus Liechtenstein un: wäontenegro je 1 (1).
ü n e n. Ein einstündiges Kolleg über „Professor Herman, © ch e l l und seine wissenschaftlichen Bestrebungen" wird im foin< mendeii Wintersemester in der Münchener theologischen Faku, lat der Privatdozenl Dr. Johann 9tep. Espenberger (für Höu. aller Fakultäten) lesen. Ferner hat er eine vierstünOige Borlesun; „Kirchliche Uiifehlbarkeit in ihrem Subjekt, ihrer Begruiidung un: Tragiveite" ^ebenfalls sur Hörer aller Fakultäten) angekundigl.
** Schmü det Eure Fenster und Balkone mit LMenden Blumen! So kann man alltäglich im Gießener Anzeiger lesen. Und wirklich, es gibt kaum ein besseres und finnigeres Mittel, das Häüserbild unserer Straßen und Llätze wirksam zu verschönern und zu beleben. Ein dankbares Mittel ist es aber nicht. Das wurde einem Anwohner der Süd-Anlage deutlich genug gezeigt. Er leistete der Anregung Folge und schmückte die Fenster seiner übrigens beträchtlich hocy gelegenen Wohnung mit prächtigen wertvollen Blumenstöcken. Schon am anderen Morgen lagen [ie entwurzelt und zerstört vor der Hostüre auf einem Haufen. Ein paar üble Burschen hatten sich die Mühe nicht verdrießen lassen, die Kinder Flora herunterzuholen und M vernichten.
— Hermannstein, 24. Juli. Hermannstein wird Mi das Gaswerk von Wetzlar angeschlossen. Der dieser- Kalb abgeschlossene Vertrag enthält die Bestimmung, daß er vor Ablauf von 50 Jahren nicht gekündigt werden kann Zur Straßenbeleuchtung sollen einsrweilen acht Laternen aufgestellt werden, auch haben sich außerdem 7 Private Zur Abnahme von Gas bereit erklärt. Vertrag und Kostenanschlag von 6000 Mark lagen in der letzten Sitzung der Stadtverordneten zur Berattrng vor und wurden ein- die Abgeordneten- uno auf27^000
sUmrmg genehmigt. Mit der Mssuhrung des Projekts soll Mark beivertet. Nach der Gesamtüberjicht iit das ^rnwgen der alsbald begonnen werden. deupchen Turnerschaft aus mehr als 200 000 Mk. aesneaen
Iso unglücklich fiel, daß er auf Oer Stelle getötet h*- Lchcuermann und ter Wagenführer Otto Kemnitz tarnen Verletzungen davon. — Mr katholische Pfarrer Säusler in Marnern im Kanton Turgau, wo er kirchliche Ti verrichtete, wegen eines in Rankweil am Vorarlberg beonnh ,te schweren Sittlichkeitsverbrechens verhaftet. — In Cosenza Italien) und in mehreren benachbarten Orten wurden wf1 Erdstöße verspürt. Ter Bewohner bemächtigte sich eine^.'^ Panik.
ttitO Wissenschaft.
— Tas in der 47 000 Einwohner zählenden märkischen Cottbus nn Bau begriffene Stadttheater foll vom 1 "
ab vermietet werden. Tas Theater erhält ähnlich wie 0as uni ui einem Parkett und zwei Rängen insgesamt rund 900 eihnia?1 |m babai »längen Abendersrischungsränme. Die Stadloeim. ' slellt den Thealermeifter, welcher Licnstwohnung im Gebäud/- halt, und übernimmt die Feuerversicherung sowie die Unterhalb, ' des Gebäudes ; dagegen fallen dem Mieter alle laufenden Ausanfi für Heizung, Beleuchtung und Betrieb zur Last.
— Aus Weimar schreibt man: „Jii buntem Richtschmn^ praientiert sich heute 0er mächtige Neubau uns eres theaters. Die Goethe-Schiller-Gruppe wird um etwa 9 nacl) der ß-ront des neuen Hauses zurückgeschoben werden Grotzherzog wurde die Summe von 3000 Atark gespendet, öon h jeOem am ölenbau beschaitigten Arbeiter ein bestimmter Am' ausgezahlt wurde. ZweuelloS ivird das neue Theater am 1 9 äember 0. I. eingeweiht werden können.
Univetiität»aiad?rid?t<n.
Spenglereien Gg. Appel und Emil Dörr, die Glaserarbeiten die Gießener Glasereien Fillmann, E. H- Müller Philipp Jakobi und Bernh. Wolf. Die äußere Putz- und Malerarbeit »eschah durch den Gießener Weißbindermeister Karl Nikolaus, die innere durch die Weißbindereien Eugen Groß Gebr. Eise, Christoph Schmidt und L. Petri III. Die viel- sachen Schlosserarbeiten mürben durch nicht weniger als neun Gießener Meister ausgeführt, nämlich wlarlin Dörr, Louis tzaubach, Karl Hohmeyer, Karl Krailing, Edmund Slaqel , ,
hemr. Schön, Jufi Stohr, Wiegandt L Gräfe, und W,lh. Münchm ,st J,egenha,nr die Schremerarbe.ten durch Beil & Schäfer Wwe., u,ü, Z s° rar t ec' aBl1^ 2Jtoae£ und Wilh. Weigel, Sonntagshm.. UVHC|tutj
[■ ®te6en' foro,e Caspar Müller aus Alten-Buseck: an Arnien und Füßem
oie Plattenarbeiten durch die Gießener Firmen Emil Horst Qfcbradjt.
™ "Nb Sack L Jughardt; die Tapezierarbciten Berbisdorf (Schles.)
3 D>e Tapeten lleserten Ernst Blöd.,er und I .Ä wieder ausgegraben,
^einr. Hochstätter, die Linoleuinböden Ferd. Nennstiel. Das Haustelephon, die Feuermeldeanlagen u. a. elektrotechnische Arbeiten führte R. Fertsch aus. Verschiedene kleine E.scnwaren- Lieferungen geschahen durch Edgar Borrmann. Das schöne und bequeme Th-at-rgestühl stammt van der Gießener Firma Theodor Bruck und ferner von Hpan aus Berlin. Auch die Foyermöbel lieserte Brück, die Garderobenmöbel Aua Oßinani, und K. H. Müller, die Spiegel H,rz und (£. L. Le.b der auch die echten Vergoldungen ausführte. Die Be- und Ent- wäfferung geschah durch das slädt. Gas- unb Wasserwerk.
Sian sieht, daß es im wesentlichen Gießener Geschäfts- leute sind, die den, Theaterbau ihre Kräfte liehen und sich durch tüchtig« und bleibende Leistungen verdient machten.
1303316 «D<1 IrtD itollDTtrn


