Erstes Matt
2SS
t:
General-Anzeiger für OberheßW
j mabmc m Avzetgea
I r die tageSnummer
8 vormittags 10 Uhr.
157. Jahrgang
semesters 1907/08. Die Vorträge der Professoren Genz- mer unb Brix werden, um den Besuch auch Auswärtigen zu erleichtern, in einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen zusammengefaßt.
— Zur Neugestaltung de s Weingesetzes finden zurzeit kommissarische Verhandlungen zwischen dem Reichsamt des Innern, dem Reichsgesundheitsamt und den zuständigen preußischen Ministerien des Handels, der Land- wirtschast und des Kultus statt. Auch mit den an der Weinftage besonders interessierten Bundesstaaten hat ein Meinungsaustausch stattgefunden. Es verlautet, daß diesmal im Gegensatz zu früheren Reformen von Grund aus eine Neugestaltung der ganzen Frage zu erwarten ist, die allen berechtigten Wünschen des legitimen Weinhandels gerecht werden soll. Man hofft, den Entwurf noch vor Weihnachten dem Buitdesrat vorlegen zu können.
Deranlwortttch für den polttsichen xetl
Donnerstag Oktober 1907
VeznOSPrelOr
Vf monatlich 7bP^ viertel.
▲ I x m. ▲ jährlich Mk. 2.20; durch
Abhole- u. Zweigstellen 89 Ä iK «1 tkä fe# * monatlich 65 Pf.; durch W M W wT jährl. ausschl. Beftellg.
ZeilenpretS: lokallSPf^ V V auswärts 20 Pfennig.
Aus Stadt und Land.
Gi etzen, 3. Ott. 1907.
** Steuerpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Nidda Ludw. Korsmann in gleicher DiensteikensH.ast in das Steuerkomnnjsariat Alsfeld versetzt.
Dom Uuu-esrat.
M Nach mehrmvnatlicher Pause ist nunmehr auch der n nidesrat wieder zusammengetreten, um die Entwürfe für M e kommende Session vorzubereiten und die sonstigen j uferrden Geschäfte zu erledigen. Reiche ^trbeit harrt seiner ■ ib es gilt Nichtige Entscheidungen zu treffen im An- J stütz an die Besprechuirgen, die über die künftige Aus- « IHaltung unserer inneren Politik in Norderney statt- I funben haben. Es handelt sich dabei vor allem um 1 e ytobeUe zum Borsengesetz, mit der Fürst Bülow sein der I nken gegebenes Versprechen einlösen will; das gleiche J lt für den Entwurf eines Reick)svereirtsgesetzes, das dazu " enen soll, veraltete Bestimmungen zu beseitigen und damit | nem seit Jahren geäußerten Wunsche der Parlamenismehr- it entgegcnzukornmen. Leicht ist die Aufgabe in beiden illen nicht, dem: in ersterem heißt es, einen Entwurf
3 rzustellen, der den Wünschen der Linken entgegenkomnrt, if der anderen Seite aber die wenig börsenfreundliche achte nicht vor den Kopf zu stoßen, da andernfalls der Bloc!
ki icht einen Riß bekommen tonnte. Bei den: Bereinsgesetz rndelt es sich darum, eine Uebereinstimmung unter den
4 undesstaaten zu erzielen, da diese Materie bisher von es en geregelt lvurde und inan jetzt einen Ausgleich zwischen
bei 'N einzelstaatlichen Bestimmungen finden mutz. Auch auf -m Gebiet der Justizpjlege steht man vor einer wichtigen ejorrn, uub wenn es auch möglich sein wird, den Ent-
5 urf über die Ausdehnung der amtsgcrichtlichcn Befugnisse ir die nächste Session fertig zu stellen, so ist es leider doch g änzlich ausgeschlossen, daß die überaus wichtige Materie riu >r Strasprozetzresorm noch in der kommenden Session ii. yc den Reichstag gelangt, weil hierbei überaus umfang-
ichc Älrbeiten erforderlich sind und es schwer ist, eine 9 inigung der widerstreitenden Ansichter: herbeizuführen.
m übrigen will man seinerzeit beide Entwürfe verösfent- yen, um sie so der Kritik des Volkes zu unterbreiten, n Mittel, das sich recht bewährt hat und geeignet ist, Be- > mmungen, die gar zu sehr nach dem grünen Tisch riechen, J rechtzeitig cmszumerzen. So hat man ja auch vor lc< . -ercn Monaten den Entwurf des Scheckgesetzes Publi -'s t rl, mit dem stch in der nächsten Zeit der Bundesrat bc- e lfsen wird. Auch einige sozialpolitische Maßnahmen harren Jc Erledigung durch den Bundesrat, um baldigst dem
eichstage nach seinem Qiedcrzusammentritt unterbreitet i werden; es handelt sich um die vor mehreren Monaten -'gekündigte dlovelle zur Gewerbeordnung, die neue Be- tmmungen für die Heimarbeit sowie über die Maximal- ;[ii _itszeit der Arbeiterinnen bringen soll. In diese Rubrik di v/.t auch die Novelle z'.m Handelsgesetz, wonach Hand- rngsgcyilsen im Krankheitsfälle ein gesetzlicher Anspruch MU] cm Gehalt für sechs Wochen zustehen soll. Weiter
’t noch ein Entwurf über die Errichtung von Arbeitskam- tcrn in Aussicht genommen worden, gleichfalls eine Ein- kj ösung eiices gegebenen ^Versprechens, indessen scheint die ' A:che noch nicht spruchreif zu sein, so daß die Vorlage kaum der kommenden Session dem Parlament vorgelegt wer-
1, cn dürfte. Das gleiche gilt doch auch wohl leider von ” er Pensconsversicherung für Privatangestellte, wo die Vor- A rbeiten überaus schwierig und umfangreich sind, so daß Erledigung dieser Frage nicht so schnell emtreten kann, oie man wohl im Interesse der Sache allgemein wünscht.
Jj 3 .gegen werden noch einige kleinere Novellen dem Parla- .j. nent zugehen, insbesondere eine Novelle zum Gesetz über .en unlauteren Wettbewerb, dessen bisherige Bestimmungen
H id) zum Teil als wenig zweckmäßig erwiesen haben. Ob iifl <. dagegen möglich sein wird, den Etat kurz nach ZusammeN- ritt vorzulegen, ist mehr als fraglich, da verschiedene fii iic Forderungen beträchtliche Vorarbeiten fordern, in- m esser'. will man die Arbeiten so beschleunigen, daß wenig- ; tens Der den Weihnachtsferien noch die erste Lesung im
J jSkuum statt finden und der Entwurf der Kommission über- ” '.ejen werden kann.
hältnismüßig schwacher Beteiligung Gemeinderats- w ah l statt. Gewählt wurden Wagnermeister Wilh. Germer mit 107, Konsumlagerhalter Wilh. Lenz mit 102 und Werkführer Johs. Wilh. Reuschling 96 Stimmen. Auf die aufgestellten Gegenkandidaten fielen nur gegen 30 Stimmen.
----- Steinberg (Str. Gießen), 2. Ott. Vergangenen Sonntag hielt der Turnverein „(Sut Heil" fein Abturnen mit Wetturnen ab. Der junge Verein, der jetzt ein Jayr besteht, bot befriedigende Leistungen. Es hatten sich noch verschiedene Turnvereine cingefunden, so daß die Gartenwirtschaft ,zum grünen Baum" gut besetzt war. In der 1. Riege erhielten Preise: 1. Hch. Schäfer mit 59^/g Punkten, 2. Wilh. Lang 523/c, 3. K. Schäfer 52^, 4. Hch. HaaS 49; in der 2. Riege: 1. Gg. Junker 52, Gg. «Sommer 50^, 3. K. Wallbott I. 46^, 4. Ludw. Pitz 40^; in der 3. Stiege: 1. St Wallbott II. 561 /6, 2. Gg. Reckelshaufen 56, 3. Karl Sch wandt 551/,., 4. Ludw. Häiiser 514/8. Hieran schloß sich ein Tanz, der die hiesigen und aiiswärtigen Turner bis ziiNi frühen Aiorgen zusammenhielt. Erwähnt sei noch, daß die Pyramiden, die abends am Liithcrberg ülifgestellt wurden, großen Beifall sanden.
bl,”,ta9e§ninnmCT RotatiottsbriK? und vrrlag der vrühl'schiN Univ.-Viich- und Steittbrurfcrtl. 8. Lange. Redaktion, Lrpeöition und Drudcrti: Schulstrah« r. S-L
rmvießener Anzeiger s vben im Wecktet mit Im KMchen Landwirt j Siletzever Samiliev. i Mer viermal in der orhe bcigclegt und >etmal wöchentlich das etsblatt für den Kreis f etzea. Fernsprech-An- j iubstd.Redaktion IIS 1 »Klag n. Expedition 51
>refie Mr Depeschen, A klnzetger Gieße».
L. Anderson; st Feuilleton und .Vermischtes^ V. Witiko; sür .Stadt u.Land- und EGerichts-
AusLanS.
Wien, 2. Okt. Der „Neuen Freien Presse" zufolge wird von den Budapester Ministerverhandlungen heute eine etwas günstigere Disposition gemeldet. Die Hauptschwierigkeiten bildet heute die Ban k f r a ge, worin die ungarische Regierung jede fonnelle Entscheidung hin- ausschieben wolle und gegenwärtig auch die Abgabe einer Erklärung über die Ausrechterhalt'ng der Baukgemein- chaft ablehne.
Wien, 2. Okt. In der Lan d ta gssitz un g in Czernowitz kam co zu stürmische Szenen. Abg. Oneuil griff die Landesregierung und die Presse an. Er nannte oen Landesvizesekretär Hostuik einen Dieb, der auf die Anklagebank gehöre; die Mitglieder der Journalistenloge nannte er eine Bande. Es kam zu wüsten Lärmszenen und zwischen Oneiul und dem Chefredakteur des Czernowitzer Tageblattes Jogar zu Tätlichkeiten. Letzterer wurde von Oneiul mit einem Fußtritt hinausgeworsen; er ließ Oneiul hiercnij fordern.
Teheran, 2. Oll. Gestern leisteten 57 Prinzen und ^Edelleule vor dem Parlain5.it den feierlichen Eid auf oie Verfassung.
Ottawa, 2. ^'kt. Tie Regierung hat beschlossen, die von Japan vr elangten Entschädigungen wegen des gelegentlich d.r jüngsten a-ntijapanifchen Klmdgebnngen angerichte.cn Schadens zu bezahl eil. Die Gesamtsumme betrügt 6000 Dollar, die tvn der Stadt Vancouver an die Regierilngskasse zurückgezuhll werden müssen.
Aus dcm Zarenreiche.
Odessa, 2. Okt. Der nach Kiew abgegangene Kurierzug wurde gesterii abend 14 Kilometer von hier von einer etloa 15 M ann starkcn Bande über fallen. Die Räuber hatten den Bahnwächter gebunden und dem Zug das Signal zum Halten gegeben. Um die Passagiere einzuschüchtern, beschossen sie den Zug von beiden Seiten, wobei ein Passagier schwer und zwei Gendarmen leicht verletzt wurdeii. In der Kasse, meldje die Räuber mit Dynaniit gesprengt hatten, fanden sie nur Dokumente. Das im Gepäckwagen entstandene Je^uer vernichtete diesen und ebenso die Halste eines Waggons zweiter Klasse., Die Räuber fuhren auf der Lokomotive davon und überließen den Zug seinem Schicksal.
Odessa, 2. Okt. Von anderer Seite wird noch gemel- get: Die fünf Räuber, die den Zug in Odessa bestiegen hatten, verließen denselben, sobald er aus ein Signal Oer in der Steppe wartenden Räuber zum Steheii gebracht worden war^ Drei Räuber sprangen auf die Lokomotive, andere drangen in die Waggons ein, während eine dritte Gruppe den Zug, in dem sich etwa 200 Passagiere, darunter viele Frauen, befanden, von beiden Seiten beschoß. Die Räuber gaben hierbei über 200 Schuß ab.' Ein Gendarm und mehrere Passagiere erwiderten des Feuer, wobei der von den Räubern umringte Gendarm durch acht Schüsse tödlich verwundet wurde; außerdem wurden noch zwei Personen verletzt. Die Räuber sprengten die im Gepäck- wageii befindliche Kasse mit Dyiiamitvrarroneii. Der Wagen geriet in Brand, durch den das ganze Gepäck und die Korrespondenz vernichtet wurde. AuS der Kasse siild 4900 Rubel und Quittungen der Odessaer Filiale der Reichsbank über 100 000 Rubel verschwunden. Der Maschinist, den die Räuber gezwungen hatren, sie einige Kilometer weit au der Lokonlotive zu fahren, erstattete auf der nächsten Haltestelle Anzeige. Der Kurierzug kehrte nach Odessa zil- rück, von wo Kosaken zur Verfolgung der Räuber eutfanM wurden.
Marokko.
Paris, 2. Okt. Wie die Blätter aus Tanger berichten, fand die erwähnte Zusammenkunft der Führer der Stämme, die sich bisher nicht unterworsen haben, sieben Wegstunden von ^Casablanca statt. Es wurde beschlossen, den Kampf gegen die Franzosen und die Stämine, die sich unterivorjen haben, fortzusetzen.
Oran, 2. Okt. General L i a u t h e y reiste heute von hier ab, um in Tanger mit dem Gesandten Regnault zusammenzutrefsen, den er anfangs nächster Woche nach Rabat begleiten wird. r c
Casablanca, 2. Okt. Hier umlausenden, aber nicht bestätigten Gerüchten zufolge wurden gestern in Rabat zwei Spanier e r ni o r d e t.
*■* Das hessische Min ifter nun in Gießen. Staatsminister Ewald, Finanzmmister Gnanth, Mi- niste'- des Jnnewi Braun, die Geheimeräte Wilbrand und Freiherr v. Biegeleben, Mmisterialrat Best mid Oberbanrat Schm ick werden morgen hier eintressen und im Hotel „Großherzog Don Helfen" Wohnung nehmen. Bon. hier aus begeben sich die Herren Sainstag srüh mit Sonderzug zur Einweihung der Gruppenwasserversorgung Bad- Nauheim nach Lauter.
** Frauenklinik. Der Privatdozent der Gyuako-. logie und erste Assistent an der Frauenklinik Dr. P. Kroe- m e r schied aus dem Lehrkörper d-er Universität aus, um mit Prof. Pfannenstiel nach Kiel überzusiedelm
** In den Ruhestand versetzt wurde der Ge- angenausseher am Landeszuchthaus Marienschloß Jakob Bell auf jein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen Dienste.
** Hilfe für Herbstein. Bei unserer Geschästs- telle gingen weiter ein: H. S. 20 Mk., zusammen bis jetzt 5234.18 M ar k. Bei dem Hilssausschuß sür die Abgebramllen in Herbstein ging ferner ein: Wilhelm? Schepp, Bang es ch äst und Basaltwerke, Saasen 5 Mark.
** Bei der diesjährigen Verteilung der Prinzessin Elisabeth - Gedächtnis - Spende haben n. d. Darmst. Ztg. die Kleinkinderschulen zu Birkenau, Daubringen, Ass en heim, Dorheim, Groß-Bieberau, Kostheim, Alsfeld, Beuern, Heuchelheim und Lollar Zuwendungen von je 200—300 Mk. erhallen. Im ganzen sind 2400 Mk. zur Verteilung gekommen. _
** Gießener Mieter-Verein. In der gestern abeiid abgehaltenen Vorstandssitzung des Mieter-Vereins wurde beschlossen, in der kommenden Woche eine öffentliche Mieter-Versammlung mit folgender Tagesordnung einzu-, berufen: Berichterstattung über den Verlauf der Kanal- gebühren-Angelegenheit, die Steuervorschlüge des Herrn Rechtsanwalts Raab, die bevorstehende Staolverordneten^ wähl, Verschiedenes. Tie Versammluiig wird noch int Inseratenteil des Gießener Anzeigers bekanntgegeben.
** W e g w e i s e r durch die Uiiiversitätsstadt (Rieften. Der Verlagsbuchhandlung Emil Roth ging soeben eiw Schreiben der Königl. Preuß. Gesandtschaft zu, in dem ihr auf Befehl S. M. des Kaisers eröffnet wird, daß Se. Majestät ein Exemplar dieses Wegweisers anzunehmen und Allerhöchst seinen Dank für diese dargebotene Festschrift auszusprechen geruht haben.
** SDie Kolosseumsleitung hat mit dem für die erste Oktoberhälfte engagierten Künstlerpersonal einen guten Erfolg zu verzeichnen. Man sieht unb hört fast durchweg Neues uni) einige Progra mmnummeru sind geradezu hervorragend zu neunen. Ein humoristischer Drahtseilakt ber beiden SDeton3 leitet das Programm ein. Ein urkomischer jT'ionm assistiert dabei einer Dame, die außer den genöhnliä-en Seillün-zerkünsten auf "dem Seile mit mancherlei Gegenständen Fangball spielt ,und jongliett. Zwei nette schick gekleidete Tänzerinnen, die Schvestern Fels eck, bieten akrobatische Kunststücke und flotte Tänze, bei denen namentlich die eine der Domen große Körpergewandlheit uub Geschicklichkeit zeigt. .Hübsche unb teilweise recht schwierige Hundedresuren führt Vtodanie Seraneb mit einem Rudel Fvx^ terriers vor, worauf eine fesche Soubrette, Fräulein Violetta, unter vielem Beifall einige recht flotte stanzöfische unb dentiche Lieder singt. Ein tanzendes Zivergpaar, Hill an b Hnll, das sich zunächst recht ausgelassen unb später recht ausgewachsen gibt, erregte durch seine grotesken, den Gesang begleiten-- den Tänze große Heiterkeit, ebenso durch die Vorführung der mysteriösen Puppe. Die Sensation des Programms ist der Sport- Balaneen-Akt ber zwei Holdonis am> vollendeten Leiterapparat. Nach einigen einleitenden Schankelknuststücken bewegen sich beid« an einer Leiter in rasender Geschwrndigkeit durch die Luft, bis bie Leiter scheinbar in Trümmer geht und beide cn bem einen Seitenteil sich anklammerud weiter fliegen. Fräulein Carmes zeigt bann Bravonrsliwe im Tanzen uitb ber Gymnastik, bie einem Schlangenmensch alle Ehre mad/cn mürben. Der Hnmoriit Pauk Richard hat seinen Stofs etivas zu sehr auf Großstadtver^ hältiiisse zugeschnitten; Politik und teilweise recht handgreisleche Pikanterien l-errsä-en vor. Der Künstler fand für seine gut vor- getragenen Couplets lebhaften Beifall. Ein Flugakt am, dreifachen Reck bot letyc schwierige und dabei gefällig audfeljenbe 1 Turnübungen, bie Herr unb Fräulein Benares mit großer Sicherheit anssührlen. Fräulein Poldöre glänzte dailn durch : hübsche unb recht schwierige Tänze, lvoranf eine ganze Katzen- lamiiic auf der Bichne erscheint, und unter der liebevollen Leitung ihrer BefH'.erin Wendini ergönliche Proben iirrer Dressurfertigkeit ablegten. Das Unternehmen erfreut sich forte ’ gesetzt regen Zusprnckjs.
I Klein-Linden, 2. Okt. Heute fand hter ber tict*
-j Dsrrt?ches Resctz.
- Berlin, 2. Okt. Der Kaiser trifft am 7. d. M. jiormlltags zur Beisetzung des Großhcrzogs in Karlsruhe
■in und reift abends nach Cadinen zurück. — Der Kaiser
. uir6, wie die „Köuigsb. Allg. Ztg." erfährt, im Februar ^7 nächsten Jahres eine M i t t e l m e e r r e i s e antreten und |t Da5ci längere Zeit auf seiner neuen Besitzung Achilleion au
. ier Insel Korfu Aufenthalt nehmen. — Wie die „Nordd A lllg. 31g." hört, gedenken der Kaiser und die Kaiserin jim 2ciUfc des November der Königin Wilhelmina
,er Niederlande einen Besuch abzustatten. — Am 20. Okt. 3 beabsichtigt der Kaiser in Schlitz einzutreffen, um llber Hochzeit der Gräfin Margarete von Görz-Schlitz bete Ilzuwvhnen. v
| — Der Re iehskanzlcr Fürst Bülow trrsft am
5. d. M. in Berlin ein, präsidiert der sür diesen Tag 1 anberemmteu Sitzung des Staatsministeriums und nimmt 81 verschiedene Vorträge entgegen. Am 6. d. M. begibt sich
I der Kanzler nach Karlsruhe.
M Der Kitltusminister genehmigte der „Berliner ^Korrespondenz" zufolge versuchsweise die Eiurichtung .a'< c i ii e s Seminars für Städtebau an der Te ch- ' i fischen Hochschule in Berlin zu Beginn des Winter-


