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157. Jahrgang
Samstag 3. August 1807 t Bezugspreis:
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Sichen. Fernsprech-An- fchlußs.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51
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pie heutige Mummer umfaßt 16 Seiteu.
Are Unruhen in ßasaSlanca.
Nach den übereinstimmenden jetzt vorliegenden Meldungen fiti3 Casablanca handelt es sich bei dec Ermordung der acht i Europäer in erster Linie um einen Racheakt der Eingeborenen gegen die französischen Unternehmer, die mit den Hafenbauten von Casablanca beschäftigt sind. Man hatte den Eingeborenen erzählt, daß die Bauten die Herstellung einer Eisenbahn- Verbindung zwischen Casablanca und Rabat bezweckten, und I das hat sie so empört, daß sie schon einige Tage vorher mit i der Zerstörung dec Werke gedroht hatten. Beteiligt sind an * den neuesten Unruhen außer Frankreich auch Spanien und । Italien, während deutsche Staatsangehörige anscheinend nicht 1 in Gefahr sind. Da hauptsächlich französische Arbeiter an» 1 gegriffen und getötet worden sind, so wird natürlich Frank- * reich die bereits in die Wege geleitete Aktion gegen Marokko । durchzuführen haben. Es sind denn auch bereits mehrere französische Kriegsschiffe nach Casablanca unterwegs, um den dort ansässigen Europäern Zuflucht zu gewähren und um ; ferner von der marokkanischen Regierung für die neuesten ! Mordtaten Genugtuung zu verlangen. Noch ist nicht be- i kannt, worin diese Genugtuung bestehen soll, aber zunächst ; dürste es sich darum handeln, die Mörder zu fassen und den Gouverneur von Casablanca abzusetzen und zu bestrafen, weil er offenbar dis Fremdenhetze geschürt hat. Die offiziöse Pariser Preffe beschuldigt ihn, daß ec durch die außerordentliche Schlaffheit seines Eingreifens die Mitschuld an der fanatischen Handlungsweise der Bevölkerung auf sich geladen habe. Diese Fanatisierung aber sei dem Einfluß des Aben- ' teurerS und Zauberers Ma el Ainin, der bereits im September 1906 die Bevölkerung Casablancas zum Europäermord ausgereizt habe, zuzuschreiben.
Die französische Regierung wird ohne Zweifel energisch vorgehen, es fragt sich aber nuc, ob sie etwas erreichen wird, oder ob vielleicht durch die Entsendung der Kriegsschiffe der Fremdenhaß bei den Eingeborenen sich nicht noch steigert. AlS vor nicht.langer Zeit der französische Arzt Dr. Mauchamp in Marrakesch ermordet wurde, sandte auch Frankreich eine EgJedition nach Udschda und zog naturgemäß damit den Haß der Eingeborenen auf sich. ES ist nicht ausgeschloffen, daß die jetzigen Fälle in Casablanca, weil sie sich hauptsächlich wieder gegen Franzosen richten, dieser Erbitterung ihren Ursprung verdanken. Was jetzt Frankreich passiert ist, kann in den nächsten Tagen uns treffen, und deshalb ist es ratsam, daß alle Mächte, die in Algeciras darin übereingekommen sind, in Marokko Ordnung zu schaffen, Frankreich in Casablanca mit allen Kräften unterstützen. Die französische Re-
et iwn i'iwjii ■ MmMnrog über den Invalidltätsbegriff gepflogen, die eine weitgehende Uebereinstimmung der Anschauungen zu Tags förderten. Inzwischen hat sich auch der Deutsche Privatbeamten- Verein in Magdeburg, der mehr als 22 000 Mitglieder zählt, für die Errichtung einer besonderen Kassen-Einrichtung ausgesprochen.
Goldene Wortte.
Bei der Jahrhundertfeier des Leipziger Korps „Lusatia" hielt am Sonntag Hoftat Dr. nrcb. Klemm-Dresden in der Wandelhalle der Universität eine Festrede über die Aufgaben der Korps. Der Redner sagte u. a.: „Wie oft bei rasch auf- fteigenden Völkern, droht auch bei uns der Moloch eines goldsatten und doch goldgierigen Protzentums banausischer Emporkömmlinge die edeln Regungen der Volksseele zu ersticken. Gleichzeitig verschärft das reißende Anschwellen der Bevölke- rungszisfer den Kampf ums Dasein auf allen Gebieten bürgerlichen Lebens. Richt zum geringsten unter dem verderblichen Einfluß jener Banausen und ihres zur Schau getragenen Wohllebens zeitigt dieser Kampf ein. wüstes Strebertum. Durch Vetternschasten und Cliquenwesen, durch Sensationen und aus Hintertreppen sucht es sich der Staatskrippe zu bemächtigen und vertritt der ehrlichen Pflichterfüllung, die nur auf sich selbst gestellt ist und auf die Gediegenheit ihrer Leistungen, dreist und gewissenlos den Weg. . . Wem nun willst du, daß deine Söhne sich anschließen, Lusatia? Ten dunkel'u Lebemännern und hohlen Strebern oder den Leuchten der Wissenschaft, den Säulen des Staaslebens? Kann dtie Antwort zweifelhaft sein? Wer heute unfähig ist, den hochgespannten Pflichten gegen das Vaterland in fruchtbarer Arbeit zu genügen, wer Stümperarbeit leistet, der wird bald erkannt und beiseite geschoben; der erkennt aber innerlich auch sich selbst, zur lebenslänglichen, eigenen Qual. Hier hat das Korps einzusetzen! Tas Korps hat die Ausgabe, Charaktere zu erziehen, d. h. ganze Männer! Zum ganzen Mann aber gehört heutzutage mehr denn je, daß er auch wissenschaftlich, sachlich voll ausgerüstet sei für die Aufgaben seines der öffentlichen Wohlfahrt dienenden Berufes. Darum muß das Korps fort und fort darüber wachen, daß jeder einzelne seiner Aktiven mit ganzer Kraft danach trachte, das ihm klar vorgesteckte Ziel rechtzeitig und ehrenvoll zu erreichen. Das Korps muß ferner darüber wachen, daß dem Bunde Absenker jenes Protzentums fern gehalten oder doch, daß sie zu besserer Einsicht, zu tüchtigen Menschen erzogen werden. Gerade in studentische Körperschaften mit ihrem jugendlich Prunkhaften Außenleben suchen jene Schädlinge der Volksseele gern einzudringeil, Einfachheit und Reinheit der Sitten, Willen und Kraft zu Arbeit und Pflichterfüllung gefährdend . . ." Diese kräftigen, lautere und vornehme Gesinnung atmenden Worte verdienen es, in weiten Kreisen beachtet zu werden, denn im Grunde gelten sie nicht nur den Korps der deutschen Universitäten, sondern allen Körperschaften des bürgerlichen Lebens, sofern sie Einfluß auf die Gesellschaft und weitere oder engere Kreise des Volkes zu üben vermögen.
gierung hat denn auch nicht verfehlt, durch ihren Berlinec Geschäftsträger dem Auswärtigen Amte sofort Mitteilung über die neuesten Ereignisse zu machen. Daraus geht zur Genüge hervor, daß die französische Regierung im Einverständnis mit Deutschland und den anderen Mächten in Casablanca vorzugehen gedenkt. Auch der in Karlsbad zur Kur eingetroffene Ministerpräsident Clemenceau hat auf Befragen versichert, daß Frankreich bei der Behandlung des neuesten marokkanischen Zwischenfalles sich von zwei Hauptmomenten leiten lassen werde, die darin bestehen, daß die Schwierigkeiten möglichst auf friedlichem Wege beigelegt werden, und daß ferner Frankreich in keinem Falle allein vocgehen wolle, sondern nur in Uebereinstimmung mit den Mächten, die an der Konferenz von Algeciras teilgenommen haben. Dec Minister des Acußeren, Pichon, der in der Sommerfrische weilte, ist bereits in Paris eingetroffen, um persönlich die Aktion gegen Marokko zu leiten. Seiner bisher bewiesenen Umsicht wird es hoffentlich gelingen, die Heraufbeschwörung weiterer Wirren in Marokko zu verhindern.
Der Sultan hat sicherlich den besten Willen, fremden- seindliche Bewegungen zu unterdrücken, aber er besitzt weder die Macht, noch die Kraft, diesen Willen durchzusetzen. Das neht man am besten bei der Verfolgung Raisulis, der sich seit Monaten in der geschicktesten Weise der ihn drohenden Verhaftung entzieht. Er hat es sogar fertig gebracht, den englischen Günstling Mae Lean gefangen zu setzen und will ihn töten lassen, falls der Feldzug gegen ihn (Raisuli) nicht eingestellt werden sollte. Marokko wird, wie auch die Affäre in Casablanca ausgehen mag, den Algecirasmüchten sicherlich noch sehr viel zu schaffen machen._________
Apolitische LagesiÄarr.
Die Frage der staatlichen Pensionsverstcherung der Privatangestellten geht ihrer Klärung entgegen. Nachdem der Hauptausschuß am 14. Juli 1907 in Berlin eine eingehende Besprechung der zur Lösung dieser Frage gemachten verschiedenen Vorschläge vorgenommen hat, steht die Verständigung auf einen gemeinsamen Vorschlag nahezu mit Sicherheit zu erwarten, Wesentlichen sind es taktische Bedenken und Erwägungen, die ein Auseinandergehen der Meinungen herbeigesühn haben, so daß die eingeleiteten weiteren Verhandlungen der siebener Kommission des Hauplvusschuffes wohl schon m ihrer nächsten Sitzung zu einem endgültigen Beschlüsse fuhren dürften. Diese findet am 18. August in Koblenz statt. Bis letzt hat die Siebenerkommisjion erschöpfende Verhandlungen über die Schaffung einer besonderen Kasjen-Ernrichtung und über den Ausban des JnvalidenversicherungSgesetzes, sowie
Tie Polonisierung Posens.
Die Bevölkerung der Stadt Posen besteht zu 55,13 v. H. aus Polen und dies polnische Hebergewicht ist erst in den letzten Jahren entstanden. Ein ähnliches Verhältnis zeigen auch andere Städte. Aus dieser Tatsache folgern nun die Polen, daß die Polonifierung der posensll)en Städte andauernd zunehmen müsse. Die in Posen erscheinende Korrespondenz „Der Osten" ist jedoch ganz anderer Akeinung. Sie sagt:
Den Ausschlag für die numerische Zunahme des Polentums in der Stadt Posen hat die in den letzten Jahren in Posen eingesetzte fieberhafte Bautätigkeit gegeben, denn man muß inbetrach. ziehen, daß mindestens drei Viertel aller Bauhandwerker und Arbeiter Posens Polen sind. Bei den übrigen Handwerkern und Arbeitern stellt sich das Verhältnis noch ungünstiger. Was aber die Steuerkraft anlangt, so schreitet das Deutschtum in der Stadt Posen unentwegt vorwärts; das hat sich namentlich bei den letzten Stadtverordnetenwahlen gezeigt, wo die Polen vier Sitze eingebüßt haben. Und die letzten Reichstagswahlen haben bewiesen, daß das Deutschtum auch in der ganzen Provinz rüstig vorwärts schreitet. Bei dieser Wahl haben die Deutschen nämlich 21 650 Stimmen mehr abgegeben als 1903, während die Polen nur 15 686 Stimmen mehr gegen 1903 aufzubringen vermochten. Demnach haben die Deutschen gegen die letzte Wahl an Stimmen um 18 v. H. zugenommen, während sich die Polen mit einem Zuwachs von 8,75 v. H. begnügen mußten. Und je mehr die Seßhafttnachung des deutschen Mittelstandes uvd Arbeiterstandes in den Ostmarken gefördert wird, um so weniger dürften die Polen hoffen, auch nur ihren jetzigen Besitzstand in den Städten zu behaupten.
Die Frage: „Sind die Städte im Großherzvgtum Posen deutsch?" kann also unverzagt werden mit den Worten: „Sie sind deutsch und werden deutsch bleiben!"
Reue Kolonialpliine des Königs der Belgier.
Ein „jalter Aftikaner" erzählt nn „Hann Cour." al^rlei über angebliche Pläne des Königs t>er .^dgter
Tev Verfasser spricht üher die zwpchen Deutschland und dem Kvngoslftat seit Jahren schwebenden Verhandlungen über die Abgrenzung im Gebiete des Mvusces.und sagt bartber:
0 ?,Es ist — wenn tauch nur m mwres, irrten Kreisen — bekannt, hlaü seit Jahren ein Grenzstreit um ten Kivusee .chwebt, daß der Kongosilmt diesen See ganz für sich reflainiert, und daß demnächst eine Grenzkommission sich damit beschäftigen muß und wftd, Uesen Stteit zu lösen. KöniZ Leopold haut nun hEus einen kühnen geiMen Plan aus. Ec will den Kwn-^e bedingungslos als deutsch anerkennen, wenn wir dafür dem Kvngo- ftaat ttnen GrbietSstveifeu an der Srordgrenze unserer Kvlome auf'IVO bis 200 Jahre verpachten, wellher cmen diretten Mg vom KongostXial zum Victvria-Ryanza barst^lm wiu^e. Die Grenze würde, wie oie Kfarte zeigt, der erfte.Grad sÄlich des Aequawrs bilden, die zlveite, den Weg abschließende Lmre wurde diesem parallel laufen und, nördlich BuLiba beginnend, einen etwa zehn englische Meilen breiten 'Streifen, direkt vom See bis an d« Kvngogrcnze reichend ergeben. Dlejcs Gebiet foll a-ls Pachtgebiet
WHMIWIlUJBMnBMMMaMMMKaMnaMBMiraffilglII■ will I I . .SCTnEEPKg» neutrale Zone sein mit Freibandel und Zollfteihell für Tcutsch- Osisaftika und was der Vorteile für uns mehr sein würden. Außerdem möchte Leopold Freihafen gebiet bei Bukoba und Muanza haben. Kurz, er ist als treusorgender Vater seines Werkes auf jede Weise bestrebt, nach Osten hin, koste es, was er wolle, Anschluß an die neuen Verkehrswege und ans Meer zu gewinnen. Wir wollm heut nur diese Plane des Belgierkönigs der Oeffentlick>- keit übergeben, tya wir es für notwendig halten, daß eine öffentliche Diskussion über Zweck- und Unzweckmäßigkeit der Pläne — die dem Reichskolontalamt bereits feit einiger Zeit bekannt ind — stsattfindet, und damit nicht in aller Stille Abmachungen getroffen werden, die von weittttagender Bedeutung für unser ostjafrikanisches Schutzgebiet fein oder werden können. Wir trauen unserem obersten Kplonsalbeamten viel, aber in dieser Frage noch nicht dlas nötige Maß von Landkenntnis zu, um allein oder nur mit seinen Assessoren entscheiden zu können, wie Deutschland 'ich zu jenem Anerbieten zu stellen hat. Rach unserer Ansicht handelt es sich einfach um ein Geschäft: Leopold will von uns etwas haben, was von großem Wert für ihn ist; was- bietet er dafür? Du liegt der Kern- und Kardinalpunkt, und von diesem aus ist auch die Frage zu entscheiden. Können wir habet ein wirklich gutes Geschäft Machen, so sollte prinzipiell kein Grund vorliegen, auf die Sache nicht einzngchen. Jedenfalls genügt aber der Verzicht auf den Kwu-See zu Gunsten Teutich-Ostaftikas n^cht, denn es ist eben durchaus zweifelhaft, ob der Kvngostaat überhaupt irgend ein Recht auf oen See hat, und zurzeit sind wir die beati possidentts. Geschäfte wie 1890 im Sansibar-Vertrags wollen wir doch nicht zum zweiten M^ale machen. Von einer Befprechung in der Oeffentlichkeit entarten wir eine gründliche Erwägung aller <Mr und Wider dieses Vorschlages „Leopolds des Schlauen", und vor allem werden die Kenner ostafrikanischcr Verhältnisse ihre Ansichten zu äußern Gelegenheit erhalten.
Man darf gespannt sein, ob sich diese Mitteilung bestätigeitz und welche Stellung das Reichs kolonialamt eventuell dazu nehmen wird.
Berlin, 2. Aug. Wie delannl, ist im Rhein- gau schon seit längerer Zeit eine Winzerbewegung im Gange, über deren Agitation bisher wenig in die Oeffent- lichteit gedrungen ist. Eine rheinische Zeitung gab in ihrer letzten Nummer der Vermutung Ausdruck, daß an der Spitze der Bewegung Generalmajor z. D. von Kläden in Wiesbaden stehe. Demgegenüber ermächtigt Generalmajor von Kläden die Deutschen Nachrichten zu der Erklärung, daß diese Vermutung in keiner Weife zulrifft.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wie wir hören, drückte die österreichische Negierung dem deutschen Geschäftsträger in Wien wegen dec irredentistischen Ausschreitungen, von denen deutsche Neichsangehörige in Südtirol betroffen wurden, ihr Bedauern aus und teilte mit, daß eine Untersuchung eingeleitet sei und die Bestrafung der Schuldigen erfolgen werde.
Dortmund, 2. Aug. Kultusminister Holle hat die Aufsichtsbehörden angewiesen, bis auf weiteres keine Entscheidung mehr auf Grund des Studtschen Brems- Erlasses über Lehrergehälter-Erhöhungen zu fällen, bevor nicht dem Kultusminister zuvor über jeden Fall Bericht erstattet würde.
Stuttgart, 2. Ailg. Dem ^Staatsanzeiger^ zufolge ist der- Vortragende Rat im Reichseisenbahnamt, Geheimer Regiccungsrat S t i e l e r zam Vortragenden Rat und Nttniiterial- rat im württembergischen Nimiftermm des Auswärtigen, Ber- kehrsabtellung, ernannt worden.
AuslaaS.
Wien, 2. Aug. Nach einem Telegramm der „Zeit" setzj das int Jahre 1906 geschaffene Nacht ragsü bereinkom - men bet r. d en Dreibund nicht, wie früher gemeldet wurde, die Verlängerung des Dreibundes bis 1920, sondern, falls keine Kündigung erfolgt, bis 1926 fest.
— Seit einigen Tagen finden in Krakau Uebungest mit lenkbaren Luftballons statt. Aus höheren militärischen Kreisen wird über die Hebungen nutgeteilt: Nach den Beispielen von Frankreich und Deutschland werden auch in Oesterreich Proben mit dem lenkbaren Luftballon gemacht. Für die in Krakau stattsinbenden Hebungen wurden 3 Ballons und zwar zwei kleinere und ein größerer verwendet. Jeder Ballon i st m i t d re i O f f i z i e r en bemannt. Tie Versuche habev bisher den Erwartungen entsprechende Resultate ergeben.
Innsbruck, 2. Aug. AuS Südt iro l werben neue Gewalttaten gemelbet. Ein Mann, ber bie nach Persen entlehnten Fahnen in österreichischen unb tirolischen Farben zurückbringen wollte, wurde von einer Horde Italiener u berfallen unb ber Fahnen beraubt. Ein anberer Deutscher, ber nach Persen fuhr, wurde angehalten, man siel den Pferden m die Zügel und zwang den Wagen zur Hmkehr yr b^eiserwe wurde insultiert; auch suchte man ihm das Vol^bundzerchen und bas Alpsnvereinszeichen zu entreißen. Unter den Demonstranten befanden sich angesehene Bürger von Trient Der Statthalterei-Vizepräsident empfing heute bte betben Turner Wilhelm Herrmann unb Otto Herzog; er brückte ihnen bic Teilnahme wegen ber vorgekommenen Verwunbungen und das tieffte Bebauern über bas sttafgesetzwtbrige Vorgehen ber Italiener auö. _ . r .r. , c r t t *
Rom, 2. Aug. Wie aus Spezia bertchtet wird, fuib bei ben vorgestrigen Unruhen auf Seiten ber A^inoHitrantcii ein Mann getötet unb zwei verletzt, auf Seiten der Carabinieri vier Mann verletzt worben.
^iaag, 2. Aug. T^ nächste Frtedenskonierenz wird wahrscheinlich im März 1914 stattfinden. Tie Ermüdungen hierzu werden von der Königin der Niederlande rm ^ahre 1912 an die Mächte ergehen. Bis dahin wirb bte holländische Regierung die Anschläge in Empsaiig nchnien, die in das, Programm der nächsten Kdnfevenz ausgenommen werden lollcn. Die Trnrer der nüchs^n Konferenz wird sich r«chrscheiillrch auf zwei Monate erstrecken. .
Varis, 2. Aug. Der Militav-Ballon Patrie machte gestern wieder einen Aufstieg, der befviiders dadurch m- terelsant war, daß der Ballon gegen einens mar f enNoro - Westwind fuhr. Die Berftiche verliefen beftrebigeud.
London, 2. Aug, Die streitenden Konstabler m


