Höchste Temperatur am 20.—21. Marz — 4-7,9* C.
Niedriaste
20.-21.
Handel
des
96.10 Elektriz. Lahineyer
3?6 Portugiesen Serie I .
3%
. 99.90
Pnuee-Heun-Eisenbahu . 135,00
Börse, 21. März. Aufangskurse.
. 143.20
Mecum.
L«/,
1994 .
stehendes Holz
werden:
ES starben an: Zusammen
1
2
1
1(1)
KD
1
1999
W"
4
Summe 13 <3)
220.00
119.00
26 90
142.80
4% Öesterr. Goldrente. . 41/5% Oesterr. Silberrente
68.10
68 80
90.30
91.10
1
1
1
4% 4%
1
3
1
1
. 207.80
. 224.40
. 27.20
. 175.90
. 133.50
. 236.3b
. 75.60
. 149.00
51
5
11
24
178
101
6120
50
Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskouto-Kommandit. Dresdner Bank Kreuitaktien . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . Gotthardbahu . . Lombard. Eisenbahn Gestern Staatsbahn .
133.25
110.00
224 00
195.70
139.00
206.00
222.00
122.90
107.80
Ungar. Goldrente Italien. Rente .
Harpener Bergwerk. Laurabütte . . „umbarden E. B.
Nordd. Lloyd . . . l'ürkenlose .
. 163 90 . 133.50 . 236.60 . 167.00 . 176.00 . 148.50 . 212.70
84.60
96.15
84.60
94.40
94 00
98.80
99.50
94.25
Reichsanleihe do.
Konsole do. . .
Hessen Oberhessen
vom
2.-15. Jahr
1
1
Berliner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: ruhig.
wu 3% wu 3% 3M7o 3^7o
Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurabütte......
Nurdd. Llojd.....
Obeischles. Eisen-Industrie
Lungentuberkulose Lungenentzündung Influenza Lebensschwäche Altersschwäche
Inm.: Tie in Klammern gefehtcn Ziffern neben an, wie viel der Todes'äNe in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach Gienen gebrachte Kranke fnmmen.
Bemerkt wird, daß das Holz großenteils an der Kreis-) straße Leihgestern—Gießen lagert. Zusammenkunft am Wald-
dcn 28. März.
Treis a. 2ba, den 20. März 1907.
Großherzogtictie Oberförsterei Treis.
Schneider.
eingang an der Kreisstraße.
Leihgestern, den 19. März 1907.
Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.
Heß.
4y»°/0 rass.Staatsaul. 1905 4>6% Japan. Staatsanleihe 4 % Couv. Türken von 1903 Türkeulose ... . .
4% Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . 4^°/o Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . .
Tendenz: schwach.
Gießener Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag, beit 22. März: Aufheiterung. Trocken. Nachts kalt, am Tage mäßig kühl. <ehiuncbe nöiM।ehe "J'/inbc.
1 KD
1(1) 1
Origitial-Drahttneldnttgen.
sä. Darmstadt, 21. März. Bei Staatsminister Ewald findet voraussichtlich am nächsten Dienstag ein parlamentarischer Abend statt.
Hamburg, 21. März. Durch ein Bündnis zwischen der liberalen und sozialdemokratischen ^rnition der Bürgerschaft wurde zum ersten Mal ein Sozialdemokrat in den Bürger-» ausschuß gewählt, der die Innehaltung der hamburgischen Verfassung überwacht und in dringenden Fällen Geld bewilligt.
Varis, 21. März. Der Verband der Einführung parlamentarischer Reformen hielt eine Versammlung ab. Verschiedene Redner, darunter auch I a u r ö s , traten für Einführung der Liften- und Proportionalwahlen ein, indem sie auf die Unzulänglichkeit des jetzigen Wahlsystems cingingen. Eine diesbezügliche Resolution wurde angenommen.
Ro m , 21. März. Maxim G o r t i ist gestern hier cingctroffen und will eine Audienz beim Papste nachsuchen.
liniöenitäfdsllacbricbten.
» — Der ordentliche Professor D. Dr. Paul Reine zu Wien ist 'zum ordentlichen Prosessor in der coang. theol. Fakultät der Universität zu Breslau, der ordentliche Professor Dr. Otto K e r n zu R o st o ck zum ordentlichen Professor in der xhilos. Fakul« tat der Universität Halle ernannt worden.
Scyiffsnacbriichten.
Ter Postdamp'er „Finlan b" der „Sieb Star Linie", in Antwerpen, ist laut Telegramm am 19. März wohlbehalten in New-York angekommen.
TeSefonssch® Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen.
Frankfurter .Börse, 21. März. 1.15 Uhr.
Meteorolofliscke ^eolrochtungen der Station Kiesten.
Kmift nnv
— DerKaiser hat bent Professor Messel ben Titel Geh. Regienmgsrat verliehen. Messel, ber hervorragenbe Architekt, ist befnunil>ch ein geborener TarmNadler.
142.60
50 00
83.60
65.20
95.90
Krebs Herzsehler Abzehrung Selbstmord
: Erwachsene: im
1. Lebensjahr:
Fichten-Stämme — 1,06 Fm.
Fichten-Drrbstangen — 1,15 Fm.
Rm. Kwsern-Nutzscheit
, Kiefern-Brennscheit
, Kiefern-Knüppel
Kiefern-Wellen
Rm. Stock.
Holzverfteigerung.
Montag den 25. März L I., vormittags von 9 Uhr anfangend, soll im Leihgefteruer Gemeindewald nach, ans den Distrikten Horst und Suhl versteigert Kiefern-Stämme — 26 Fm.
Portugiesen „ III
roar. Er foflete nicht weniger als 1000 Gumeen, nach unserem Seide also 21 000 Mark. Das Prachtexemplar acht nach Südamerika, tkein anderes Vieh war I-mals so teuer. Schon seine Farbe verleiht ihm einen Seltenheits. roert: »(»ine TageSchronik. Unter schr-cklickl-n Umständen bat ein So da, in Ehomberp «Frank. > Selbstmord de- gehörte seit 20 Jahren der Armee an und war kürzlich ber Tellnahme an einem Einbruch angeklagt, jedoch nicht in '.'inest gebracht worden. Er schrieb an bas Gericht, er sei unschuldig und schoß sich 5 Kugeln in die Brust, die ihn mir verletzten Taraisi schleppte er sich nach der Waschküche und suchte^sich dort ul ertränken, Kameraden zogen ihn zwar noch lebeiib heraus, bald daraus aber verschieb er. — Eine Melbung des Newyorker Herold" besagt, baß Nock eie Ilers Testament die Welt m Erstaunen setzen werde. Ein Freund Nockefellers teilt mit, dag er mindestens 800 Millionen Mark für öffentliche und w o hl - tätige Zwecke hinterlassen wird. — In Löwenber g i. «chl- hat der Müllergeselle Katzer drei seiner Kinder und dann sich selbst erschossen. Zwei andere Kinder befanden sich m der Schule. Tie Frau war verreist. Katzer litt an einer unheilbaren Krankheit und hat auS Verzweiflung die Tat begangen. Tie getöteten Kinder standen im Alter von 3 bis 7 Jahren. — yn E a ni p bei Earni (Pommern), drang ber Zimmermann schwarz m die Wohnung der Ellern seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau, die gegen ihn den Scheidungsprozeß angestrengt ^hatte, und gab auf die ui der Wohmmg Anweseiiden, darunter die Lchwieger- eltern und seine Frau, R e v o l o e r s ch ü s s e ab, durch die „seine Schwägerin leicht verletzt und sein eigenes Kind getötet wurde. Schic arz tötete sich darauf selbst. — -ter letzte Nachkomme einer angesehenen französischen Aristokrateufamilie, Marquis de Escalles, welcher den Rest seines Lermogens von 300 000 Francs in Rio Tinto-Spekulationen verloren hatte, verübte in Paris Selbstmord, nachdem er vorher feine Geliebte auf Wunsch getötet halte. - In Knocke (Belgien) stürzte eine im Bau befindliche Mauer ein. 5 Personen wurden unter den Trum- mern begraben, 2 davon sind tot, 3 schwer verletzt. Fu Leipzig stellte sich der Recht Sa nw alt Richard H a m m e r der eiaaie- anwallschasl unter ber Selbstbeschulbiguug, frembe Gelber unter- schlagen zn haben. — —..
Kandel.
Städte-Anleihen. Auf 6 Millionen Mark 4proz. Anleihe der Stadt Nürnberg unkündbar bis 1917 reichte das Höchstgebot mit 99 Proz. eine Gruppe bestehend aus der Kgl. Hauptbank in Nürnberg, die dortigen Niederlaffungen der meisten anderen Banken, ferner das Bankhaus Wertheimbcr in Frankfurt a. Dl. ein. Hierauf wurde auch der Zuschlag erteilt. — Tie Stadt H a m m in Westfalen hatte seinerzeit beschlossen, eine 4 p r o z. Anleihe von 4 Millionen Mark zu begeben. Tie Regierung hat ober die Genehmigung zu diesem Anleheii versagt, weil die Stadt eine zehnjährige Unkündbarkett der Anleihe vorsah. Ter Magistrat hat nun beschlossen, eine Anleihe von 3 Millionen Mark zu 4'/,» Proz. bei ber Westfälischen Landesbank aufzunehmen. Tie notwendige vierte Million soll bann im nächsten Jahr bei gleicher Bank aufgenommen werden.
N e n e R e i ch s b kl n k st e l l e. Am 8. April b. Js. wird in Bilterfelb eine von ber Reichsbankstelle in Halle (Saale) abhängige Reichsbanknebenslelle mit Kaffeneinrichtung unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werben.
Märkte.
ko. F x a n f f u r t a. M., 21. März. (Telegr. Orig.-Bericht bes „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkl- preise. Zum Verkaufe standen: 32 Ochsen, 00 aus Oesterreich 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 54 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 ans Rumänien, 845 Kälber, 82 Schafe und Hämmel, 7 Ziegen, 73 Ziegenlämmer, 78 Schaflämmer. Bezahlt wurde für da? Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 80—84 Mk., 2. Qualität 72—75 Alk., 3. Qualität 64—67 Mk.; Bullen 1. Qual. 71—75, 2. Qual. 67—69; Kühe 1. Qualität 72—74 Alk., 2. Qual. 68—70 Alk., 3. Qual. 60—62 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber l.Qual. 100—104 Psg., Lebendgewicht 60—62 Psg., 2. Qualität 92-96 Pfg., Lebendgewicht 54- 57 Psg., Schlachtgew. 70—75 Psg.; Schafe: 1. Qual. 80—00 Pfg., 2. Qual. 76—78 Psg. Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberstand mibebentenb, bei Kleinvieh gut, fein Ueberstand.
Bekanntmachung.
Die städtische Lastwagc an der <Zraur,urterstraße wird wegen vorzunehmenber Arbeiten dis auf wefteres gesperrt.
Greven, den 20. März 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Bekanntmachung.
Die Holzoersteiaerungen vom 13., 14. und iu. b. MtS. sind genehmigt. Empfang der Abfuhrscheine bet ben betreffenden Gr. Unlererheb stellen, Holzüberwelfung unb 1. Abfuhrtag. Donnerstag
‘n.
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Wohnungsnot, die
S. übermäßige ^.Mieter dodurch
Cl,n Unterldjium W tt fii nicht w^n Äestredunger ner Werlziumchs eitrist bent urj> ter von in öi 11 und Anregungrr stebungen und bü 'N. Man denke an Ebnungen, Muster iechtjprechung üb.t - oder beider zur tel b:r buntscheckigü iraßenkoslenbeitrage, üUlgemeinen — in
Pättzftagen für i Gegensaz zwischen gen), gerechte Ler. ohnungsinspeklious. chnungsloser — in chweißes der Edlen linschlägige Fragen, :n, an Staats- unh nisses zwischen Ler> >r Mietern, die mit 1 eben oder in bac mial getilgt ist. i\ der hausbesH >B [einer Äersar^ i; i(f) denke - 8. tue hessische ührrr- asität und die dm « 'Beteiligung ar. Men tön ii le, ar i[e, an die e Äasenplatzste. dU Müde-Uli^
•feen nicht zu fpii m Zwäslern nw ig bei allen inte Förderung in tc
Hoizverftergerung
im Genreindewald Erda
am Dienstag den 26. b. Mts.:
52,77 Fm. Eicheustammholz
Schreiner-, Bau- und Grubenholz.
Zusmmnentunfl um 10V8 Uhr beim Vorsteher.
Hohensolms, den 19. Marz 190/. C21/»
Ter Bürgermeister.
gehören würde. Anzeichen für einen Vorsatz oder für eine Fahrlässigkeit fehlen. Bei dem — wie gerichtsnotorisch — enormen Betriebe des Angeklagten, ber zirka 2500 Arbeiter beschäftigt, ist es natürlich ausgeschlossen, daß der Geschäftsinhaber ständig in eigener Person die Kontrolle über den technischen Geschäftsgang ausübt. Eine subjektive Verantwortung des Angeklagten erschien daher ausgeschlossen und trhr auf seine Freisprechung unter Aushebung des Vorderurteils zu erkennen. Bei derartig großen Betrieben erscheint es überhaupt nicht angängig, ohne weitere Ermittelung den Eigentümer zur Verantwortung zu ziehen. Solche Geschäftsverhältnisse schalten die direkte unmftrelbare Beaufsichtigung des Geschäftsinhabers — und damit seine Verantwortlichkeit — fast immer aus. Nur eingehendere Ermittlungen können festftellen, wer im einzelnen Falle für die Aufsicht verantwortlich erscheinen kann." — .Hiernach ist der Chef eines großen Meiereibctriebes für einen etwaigen Schmutzgehalt feiner Milch nicht zur Verantwortung zu ziehen, während jeder seiner kleineren Berufsgenossen, denen nicht so reiche Dülssmittel und Hülfskräste zur Verfügung stehen, unweigerlich bestraft wird. Tie kleinen Milchhändler dürsten mit obigem Landgerichtserkenntnis schwerlich zufrieden sein.
Gerichtssaal.
= Wiesbaden, 20. März. Der Fleischergeselle Friedrich Eppstein wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen verleumderischer Beleidigung zu vier Monaten Gefängnis üerurteilt. Eppstein hatte seinem Meister Karl Harth hier in ber Absicht, ihn zu schädigen, nachgesagt, er treibe tn seinem Geschäft die schmutzigsten und ekelhaftesten Manipulationen. U. a. halle er behauptet, die Gesellen müßten die Wursteimer zum Waschen benutzen, mit dem in der Wurstküche benutzten Schöpfer werde auch die Senkgrube ausgeschöpft, schlechtes in Verwesung übergegangenes Fleisch, das von Maden gewimmelt habe, sei zu Wurst berarbeitet worden usw. E. veranlaßte das Erscheinen eines Artikels in der Volksstimme zu Frankfurt, in dem ebenfalls diese angeblichen Mißstände geschildert wurden. Öarth wurde dadurch in seinem Geschäft erheblich geschädigt. In der Gerichtsverhandlung wurde der in 1 einer geschäftlichen Ehre und seiner Existenz schwer bedrohte Me^germeifter glänzend gerechtfertigt, da sich sämtliche Behauptungen Eppsteins als erlogen herausstellten.
T r e s ö e n, 20. März Heute begann ber Schwurgenchtsprozeß gegen den Arbeiter Schilling aus Chemnitz wegen versuchten und vollendeten Mordes, Raubes und Sittlichkeftsverbrechens. Schilling soll am 3. Oktober vorigen Jahres bte Heimburgerm Kämpfe bet Attqnslusburg überfallen und beraubt, am 8. Oktober im Wald bei Fürth die Schnnedeehefrau Grünewald, am 16. Oktober bei Weimar die Psarrersfrau Weiner beraubt, am 9. Oktober bei Schandau eine Frau Richter beraubt und zu vergewaltigen versucht haben. Wenige Stunden später soll er aus der Lichlenhainer jlur die 13 jährige Frieda Thiermann gewürgt, am Hals und Unterleib gestochen haben, wodurch der Tod herbeigeführt wurde. Ter Angeklagte, dem noch andere Verbrechen zur Last gelegt werden, gibt zu, daß er das alles getan habe. Tas Schwurgericht verurteilte Schilling wegen Al o rd e s ztnn To d e.
Für einen Schmutzgehalt der Milch ist der Be- sitzer einer großen Meierei strafrechtlich n^tcht verantwortlich. Professor Oftertag von der Berliner Aier» ärztlichen Hochschule veröffentlicht ein interessantes Landgerichtserkenntnis. Kommerzienrat Bolle in Berlin war im vorigen Sommer wegen llebertretung der Orts Polizeiordnung, welche den Verlauf von Milch, die fremdartige Stoffe enthält, verbietet, zu einer Geldstrafe von 5 Mk. verurteilt worden. Auf die Berufung wurde das sd?öffengerichtliche Urteil aufgehoben und Bolle auf Kosten der Staatskasse freigesprochen. Das Gericht war zwar der Ansicht des Sachverständigen beigetreten, die durch den Befund des Nahrungsmittel-Unterfuchiingsamts gestützt wurde, datz nämlich die beanstandete Atilch Ruß und Holzfasern enthielt. Es war somit anzunehmen, tfafs in dem Geschäft des Angeklagten durch irgend ein Versehen die untersuchte Milch zum Ausfahren bestimmt wurde, ohne daß vorher, entgegen dem Zeugnis des in der Meierei angestellten Chemikers, eine Filtration derselben ftattgefunben. „Objektiv, fo heißt es in dem Urteil, ist nach dem Ergeonis her Beweisaufnahme der Tatbestand der StrafbestimnUing gegeben, da die Milch mit Ruß und Holz-- spänen vermischt in dm Verkehr gebracht wurde. Dagegen glaubte das Gericht, die f u b i e 11 i ü c Verantwortlichkeit des Angeklagten, ausschließen zu müssen, zu der entweder Vorsatz oder Fahrlässigkeit
cachle Llonis röffl nec Kommission csuchung der An« läsW, die in ta tet haben, mit «• n sollen. Marin«, sei mit dem W ,n ihre volle W iftec g'bt * bet SeeofW«
«IS f» »-i* d°« das Ung ut ä Niederfatlel Ölungen m bw astoffen verursach- >rd seien »«st«-
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JleuS
Blmddarrnentzündung 1 (1)
KD
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ta die Entfernung der Torhäuschen demnächst wieder die städtischen Behörden beschäftigen wird, empfehle ich die nachfolgenden der „Rat. Ztg." entnommenen Zeilen, die die Ent- cheidung über das Schiestal der Potsdamer Torhäuschen schildern, der Beachtung aller, die über die Entfernung ober Erhaltung unserer mitzubestiinmen haben. Die genannte Zeitung schreibt:
„Die Potsdamer Tor Häuschen bleiben! Die Schinkelsehen Torhäuser zwischen Leipziger und Potsdamer Platz, deren Beseitigung im Interesse der Verkehrsregelung auf dem Potsdamer Platz von manchen Seiten gefordert wurde, werden bleiben. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, Hal sich der Kaiser für die Erhaltung dieser allen Baudenkmäler ausgesprochen, nachdem insbesondere von militärischer Seite gegen den Abbruch der Häuser und eine Oeffnung des Leipziger Platzes Bedenken erhoben worden sein sollen. Ob dieser letzte Teil der Nachricht zutreffend ist, sei dahingestellt. Daß der Kaiser sich für die Tor- Häuschen interessiert, scheint jedoch sestzuiiehen. Wir haben erst kürzlich wieder darauf hingewiesen, daß mit einer Entfernung ber hübschen Bauwerkchen aus ber Zett des berlinischen Klassizismus gar nichts gewoiinen wäre, da der Verkehr am Ende des Leipzigerplatzes ja doch in den Schlauch ber Leipzigerstraße hinem- gezwängt werben muß. Die Parteniahme bes Kaisers ist mjofem besonders bemerkenswert, als sie mit anderen Kundgebungen zu- sammeiitrifft, die ein lebhaftes Interesse des Alonarchen an den alibertmer Baudenkmälern verraten. Die Erhaltung des Opernhauses fällt gleichfalls in dies Kapitell Allen Berliner Kunstfreunden ivird dieser „neue Kurs" nur von Herzen sympathisch jein."
Hoffentlich kann demnächst von hier ähnliches berichtet werben, denn unsere Torhäuschen können, wenn sie dereinst m ihren ursprünglichen schonen Zustand mit den offenen Hallen zurückversetzt werden, für alle möglichen Zwecke, wie Polizeiwache, Obst- und Letterswasser-Vertauf, Rloieuanlageii rc. noch nebenbei praktische Verwendung finden, ganz abgesehen davon, baß man sol. e Wahrzeichen der Vergangenheit nicht ohne zwingende Notwendiskelt entfernen soll.
Ter Frühling naht mit Brausen, Wann's regnet, ist's zum grausen An dem Wetzlarer Weg. Wann komnil der Bürgersteg?
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ALrchliche Nachrichten.
Jsractittsche Neligionsgesellschaft.
Sabbatfeier am 2 3. März 1907:
Freitag abend 6.15 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.30 Uhr.
Wochengoltesbienst: morgens 7.00 Uhr, abenbs 8.00 Uhr.
Israelitische Religionsgemcinde.
Hottesdtenil in der Sy-agoge (Sudanlage). Samstag, den 2 3. M ä r z 19 0 7.
Vorabend 6.30 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärung.
Sabbatansgang 7.30 Uhr.
WüMlikkziedeiM irr Lcikssöük inittLindt Litpu
8. Woche. Vom 17.—23. Februar 1907.
Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,91 °/00, nach Abzug von 3 CrtSfremben: 17,62 3/oo.
Kinder
Sport.
— Fußball. Vergangenen Sonntag trafen sich hier die ersten Mannschaften des Offenbacher F. C. Kicker s und des G i e ß e n e r F. C. v. 1 9 0 0. Der Platz war in ber besten Verfassung, es entwickelte sich vor den Augen des verhältnismäßig zahlreich erschienenen Publikums ein schöner Kampf. Offenbach konnte ben Platz mit 4:0 Toren behaupten; bei Halbzeit stand das Spiel noch unentschieden. Beide Mannschaften zeigten ziemlich die gleichen Leistungen. In der ersten Spielhälfte schnürt Gießen ihren Gegner völlig ein, während in der zweiten Spiel- hälste sie selbst zurückgedrängt werden. Tie größere Wettspiel- ersahrung seitens bet Offenbacher war ausschlaggebend. Das Spiel selbst verlief äußerst anständig und ruhig. — Die zweite Mannschaft des G. F. C. v. 1900 sollte in Wetzlar ihr vor- letztes Verbandsspiel austragen, doch da der bestimmte Schiedsrichter nicht erschienen war, einigte man sich zu einem Gesellschaftsspiel. Gießen, das mit unvollständiger Mannschaft gefahren war, hatte gegen die starke Wetzlarer Mannschaft schwere Arbeit zu verrichten. Mit dem knappen Resultat von 5 :4 Toren konnte es den Platz als Sieger verlassen.
Arbeiterbewegung.
Atona, 20. März. Tie Seeleute von Hamburg und Altona beschlossen in einer heutigen Versammlung, die streikenden Schauer- lerne mit allen Mitteln zu imterstützen.
Müncheii, 20. März. Die Gehülfenorganisation der Maßschneider hat sich bereit erklärt, mit dem OrtSvorstand des Allgemeinen deutschen Arbeitgeberverbandes für das Schneider- gewerbe m Verhandlungen einzutreten. Dadurch ist die Möglichkeit ber Beilegung bieses großen Streiks näher gerückt.
9)1 ann beim, 20. März. Tie Situation in der Lohnbewegung der Schneider hat sich erheblich zugespitzt, da die beiden Schneidermeister-Vereinigullgen zu gemeinsamem Vor- gehen sich znsamnienqeschlossen haben. Die zwei größten Finnen am Platze, die sich zu einer 10 proz. Lohnerhöhung bereit erklärt hatten, haben nun ebenfalls ihre Gehülfen au^gefperrt. 13 kleinere Geschäfte haben die Forderungen bewilligt. Tis christl. Geiverkschaftler haben sich mit den sozialdemokratischen Gewerk- schaftlern solidarisch erklärt.
Marz 1907
Barometer auf 0’ reduziert
Temperatur der Luft
±2 o “ s =
5» Z
Relative Feuchtigkeit
? 3 1
>Q I
Wetter
20. 2"
746,6
7,0
5.4
72
N
0
Regen.
20. 9"
719,2
3,7
5.5
92
NNW
4
21. 7"
755,9
2.9
4,8
85
NNW
2
Sonnenschein


