der
nt
Israelitische Rcligionsgescllschaft.
Gottesdienst.
Sabbatfeier am 28. September 1907:
Freitag abend 5.40 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Ubr.
Sabbat-Ausgang 6.55 Uhr.
schworen, und daß ihn Wirt Bierau V. zu diesem Verbrechen kMgestr»tet habe.
nad?rid>tcm
Israelitische öieligionsgemeiude.
Hottesdienlt in der Synagoge (Püdavtage).
Samstag, den 2.8. September 1907:
Vorabend 6.00 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr.
SabbatansgLng 6.55 Uhr.
NB. Während der Wrntermonate begin
M o r g e n g o t t e s d i e n st am S a b b a t h um 9 Uhr.
des Gesamtministeriums unter dem Vorsitz des Könige Vor Freitag ist diese nicht zu erwarten. Die Prinzess^ Pia PLonica soll unverzüglich dem sächsischen Hofe r? geführt werden. y*e
Aus Leipzig kommt dagegen die Künde, daß der Könia von Sachsen „durch die Ereignisse s e h r e r s ch üttert" sei. Er sagte zu einem Vertrauten, man könne nur die Gräfin beten. Die englische Adresse der Gräfin fu2 die deutsche Botschaft in London zu ermitteln. Der Lon doner Korrespondent eines Brüsseler Blattes will aus an! geblich amtlicher Quelle erfahren haben, daß die Gräfin Montignoso mit dem Musik-Professor sich bereits auf der Hochzeitsreise in der Grafschaft Norfolk befinde und in Hotels unter dem Namen „Graf und Gräfin Martinelli" absteige.
In derselben Angelegenheit schreibt der Vertrauens- mann der Gräfin, Rechtsanwalt Dr. Franz Jvers, einem Berliner Blatte u. a. folgendes: Die Gräfin ist an/?. von Florenz mit ihrer Tochter, der Prinzessin Pia Moniea nach der Insel Wight gegangen. Von dort begab sich die Gräfin mit der Prinzessin Pia M^nica nach London. Mitte September hat die Gräfin Montignoso die englische Hauptstadt verlassen und sich auf das L.md zurückgezogen. Gräfin Montignoso wird voraussichtlich Mitte Oktober wieder nrü der Prinzessin Pia Monica in Florenz ihren gewohnten Winteraufenthalt in ihrer Villa Montauto nehmen."
August Adolf Bicrau erklärt, er wolle wie in der Voruntersuchung ein offenes Geständnis ablegen. Er habe vor der Straf- fanuncr die Unwahrheit mit seinem Eide beschworen. Der Mit- m^eklagte tabc iljn zu dieser Tat verführt, er habe ihm sein gerauchtes Fahrrad verbrochen, wenn er ihm heraushelfe. Dem
Dofmann habe er ein neues Fahrrad versprochen, wenn er ai^sage, daß er den Schlag geführt hat. Er habe ihnen vorgestellt, daß er kerne vier Wochen aus seinem Geschäft weg rönne, und daß, wenn er die vier Wochen absitzen müsse, die Braut — eine Kammerjungfer auf Schloß Friedelhausen — sich von Ihm ahmenden werde. Am Abend vor der Strafkammer- v^bandlung habe jener ihn und Hofniaun in seine Wirtschaft bestellt^ als die anderen Gäste das Lokal geräumt hatten. Da besprach man noch einmal den ganzen Fall. Hofmann sollte die aus sich .nehmen und ihm wurde genau gesagt, was er als Zeuge bekommen sollte. Der Angeklagte gibt an,
Hoftnarm gesagt wurde, sie sollten auf Befragen
anstaltcte, wurde der erste Preis von einer Taube des Herrn Hch. Deibel von hier errungen, die durchschnittlich in einer Minute 898 Meter zurücklegtc. Er erhielt die silberne Verbandsmedaille nebst Diplom.
X Hirzenhain, 25. Sept. Am Sonntag, 22. Sept wurde hier das bekannte Hütten fest von den Angehörigen der Eisenwerke, und zahlreichen, aus der Umgegend erschienenen geladenen Gästen gefeiert. Das Fest ist wegen feiner originellen und schönen Vollsbelustigungen bemer- tenswcrt und erfreut sich in hiesiger Gegend großer Sympathien. Beim Preisschießen waren W. Heerdt-Gedern Karl Grün-Lißberg, und H. Ruhl-Gedern die drei besten Schützen die Geldpreise erhielten, ferner gelangten noch 30 Preise! oeftetzend aus praktischen Gebrauchsgegenständen, darunter eine silberne Taschenuhr, zur Verteilung. Ebenso konnten beim Wettlauf, Stangenklettern und Topfschlagen von der Jugend und von Erwachsenen gute Belohnungen erobert werden. Bei Gelegenheit dw,es Festes wurden weitere vier Werksangehörige: Ludwig Bürger-Steinberg, Adam Geyer- Merten fritz, Karl Hofmann-Hirzenhain und Friede. Schmidt- G-edern, die ununterbrochen 40 Jahre im Dienste des Hüttenwerks gestanden, von S. K. H. dem Großherzog mit dem Ehrenzeichen „Für treue Arbeit" ausgezeichnet: das Geschäft belohnte die Leute für ihre Treue mit Geldgeschenken. Noch sei erwähnt, daß die Witwe des verstorbenen Chefs, des Geh. Kommerzienrats Hugo Buderus zu Hirzenhain für die Krankenpflege der Werksangehörigen und ihrer Familien den Betrag von vorläufig 30 000 Mark gestiftet hat.
Hierauf wird Wirth Bierau V vorgerufen. Rechtsanwalt -dintg bittet den Vorsitzenden, den Geschworenen davon Mit- ^llung zu machen, daß sein Klient unmittelbar vor Beginn der Behandlung ein Geständnis abgelegt habe. Laudgerichtsrat Schnec^nbecher erklärt, es sei dies richtig. Bierau V habe bisher p^tnackig geleugnet, seinen Vetter zu dem in Frage stehenden falschen Eid verfuhrt zu haben. Heute morgen habe er sich.bei ihm melden lassen und habe dann in Gegenwart seines Verteidigens em volles Geständnis abgelegt. Hierauf bestätigt Bierau V. in zusauimeichängeiidcr Rede die Darstellung seines Vetters, soweit ihn dieser belastet hat, und bemerkt, er wolle zugesteheu, daß er den -2<hlag geführt hat. Als ihm der Vorsitzende das schwere Unrecht vorhelt, daß er den Mitangeklagten, seinen jungen Leiter, zu dem Verbrechen des Meineides verführte und wie cs nicht sein Verdienst sei, daß nicht auch iwch der junge Host mann zu einerfalschen Eidesbekundung gelaugt sei, erklärt Brerau, beide hatten sich niemals geweigert, zu tun, wie er von ihnen verlangt habe.
StaMsanwalt Reuß erklärt, daß zwar der Angeklagte Söterau V. cm Geständnis abgelegt habe, daß dies aber nur ge- sckjehen sei, weil der Wucht des Beweis Materials gegenüber ein werteres Leugnen nichts nützm werde. Der Staatsanwalt über-! reicht einen Kassiber, den der Angeklagte verfaßt hat Er SS an enteil Stiefbruder Bieraus, der in Gießen wohnt, ge- richter und der Angeklagte hatte versucht, durch einen Installateur Jemen Halbbruder bestellen zu lassen.
«_ Schriftstück enthalt eine Instruktion an die Verwandten Angettagten, welche Zeugen durch Geld und Versprechungen uni ihn vor dem Schwurgericht heraus zu schworen, welche Aussagen diese zu machen hätten. Es wird dann die Twektive gegeben, daß sobald die Liste der Geschworenen bekannt gegeben sei, sie einzeln zu besuchen seien um sie günstig sür ihn zu stimmen.
Schriftstück verfaßt zu haben, au5 b€Tn 0-cnsrer seiner Zelte dem dort vorbei gehen den zugewvrfen, der ihm bekannt war.
Geständnis beider Angeklagten war die Beweis- Die meisten erschienenen Zeugen ni^PöerJPira!T.e]t- Dem Augeklagt-n Bierau wurde das ordentlichen und braven jungen Menschen aus- nur ^urch die Verführung seines älteren Ler- bewogen worden ist, den Meineid zu leisten. Dem Angeklagten Bierau V. wird naa>gefagt, daß er im angetrunkenen oujtmid erneu rohen und gewalttätigen Charakter beiatige
Die >uuhuldfragen geheir dahin:
9 5? ^ieEau schuldig des Meineides,
SibMÄT"’ Wuns -u tiefem Stnatsanwalt Reuß erklärt, daß er sich des 'tiefsten Mit- Lrds mit dem jungen Bierau nicht erwehren Dune Diese-'- 8ätCTZrmmth*hr?IeK''f> rr^r,Bwrühr^ngskunst seines alleren gefallen. Das toejeB kenne beim Meineid Wine mdbenLäen Umstande, sonst würde er nicht gezögert haben fär ben ftrngeu Menschen stellen zu lassen 55? bL- Geschworenen hätten diese Frage be-
jaht. Er werde gcgebenennllls bereit sein, an zuständiger Stelle &u besurworten, die Mräerung zuerkennende Zuchthausstrafe in
»U befürworten. Ueberaus bent Angeklagten Wirt Bierün remem. umiaiienböi Geständnis könne eben» Rcke fern, rote von Rene. Der ältere Anqeklaatc "E .ge^heut, dem jungen Menschen den Makel des Meineidigen ansMdrücken. Beispiellos frech habe n seüie Tai eE Er wollte mit dem Kassiber der Justif
'chlL«-. falsche Zeugen wollte er nach Lm Inhalt e^chraftwüäs gekauft totnen, die ihn herausschwören i<chu^belL°^ldftag^°^ B£I Er-orenen die Be-
GrÜnewa l d dankt dem Staatsanwalt für .^terau ^en Jüngeren, er werde Veranlassuna nehmen sur den jungen Menschen, den man bedauern muffe9 e;n Gnadengesuch einzureichen und hoffe auch da^i au7 dü Unterstützung der Geschworenen, damit der kaum ins ^^eben üar Zuchthause bewahrt werde, ^ach ^.age dev Fcüles könne er weiter nichts tun, als mit dem Staatö bLahm ^Ä^Vmt/id^^k-Schuldfrage wegen Meineids Verteidiger könne er sich aber auch nicht ent- Meinung Über den alteren Angeklagten aus^u- dessen unbegreifliches Tun dahin daß Lellercht in ihm her ton einer Krankheit stecke M -um und Treiben erklärlich mache. Rechtsanwalt Dr. u n a ^mmt dem, nws Rechtsanwalt Grünewald betreffs des älteren 9elf^ vollkommen ksti. Ueber die Schuldftage Abst toe^ ^^age^7es^Fato'könne^chs^VeÄign
Nach ganz kurzer Beratung der Geschworenen verkündet deren Sking inn. ion «
t>er Die ^huld beider Angellagten im Sinne der Anklage beiabt gere^l^^atrc“^ Manake^Len b,OTauf 9cFn Sierau bm yieira1^ mit S. ausznsprcchm, den älteren
hieran aber mit o Jahren Zuchthaus zu belegen. Beiden An- b seien die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von
bie Fähigkeit abzusprechen, vor Gericht S Qfei}?e bber Sachverstandiger vernommen zu werden Bierau Sn®?8« L antra9 Staranwalts ffS tmf Ls- ^nnbeafiir tin' ba6 der Gerichtshof
MeiZds^ft iU,^LbÄ d«8 Bftran der Jüngere wegen auf welche 9&> 3 Monaten Zuchthaus z-u bestrafen ist,
^tzskett vor Gericht als Zeuge oder Sachverständiger zu ^ugie^
RÄÄÄ.."’""b"
London, 26. Sept. Das Ehepaar Toselli wird am Samstag abend m Florenz eintreffen.
9T i ' r26* In Eapestang fand gestern eine Winzerversanimlung statt, in der der Vorsitzende die Namen derienigen Winzer mitteilte, die ihre Ernte unter dem vereinbarten Preise verkauft hatten. Dies gab Anlaß zu ernsten Kundgebungen. Eine Anzahl Mn-
begab sich vor die Woljnungen der Beschuldigten, demo- lrerte Alles und verwüstete ihre Weinberge.
n-- r^bbrb o urg , 26. Sept. Die Zahl der Opfer des gestrigen rauLC r n? m e ” ft o 6 e d im Tunnel von Breval belauft sich auf insgesamt 32 Verwundete
Cherbourg 26^Sept. Das Unterfeeboo t Narva! KfnßS ^hraube beim Einlaufen in den Hasen in die Ankmketle des Panzerschiffes Jmpvenable und e-rfitt erheb- lr<he Havarie am ^euer und dm Sckmaube. Das Unterfro- b«t wurde ms AcsMtl gosäLeppt und mutz sich bort emet g-roßeren Reparatur, unterziehen.
eP?t- Ministerpräsident be- fthaftigte sich gestern nut der Frage der Organisation der Polizei und beschloß sodann, das Panzer- ? .äu entsenden, um event. den spanischen Gesandten nach Rabat bringen zu lassen.
vncrfd ?T 9n' 26. Sept. Unter den Kulis des Gas-
^^^^^and bradjen Unruhen aus. Die Pvli-
Cme «b' durch dch 15 Kalts vor.
. _U Untersuchungshaft wurde der H aus- 6 u r.J W,e c.tneS hiesigen Hotels genommen, loeil er dringend verdächtig ist, einen Gelddiebstahl zum Nachteil eines Hotelgastes verübt zu haben. Er hat mit Sperrwerkzeug mehrere fturen geöffnet^ und aus einem verschloffenen Schrank von einer dort aufoewahrten Geldsumme einen Teil gestohlen.
D i e K r a f t ro a g e n - P e r s o n e n post zwischen v>riedoerg und Ranstadt wird auch im Winter in jeder Richtung viermal Verkehren und zwar ab Friedberg 7.40 vorm., 12.15 mitt., 6.2 und 8.15 abends, ab Ranstadt und 10.35 vorm., 2.5 nachm. und 7 40 abends; außerdem ab Ober-Mockstadt um 6.15 Uhr früh. — Nach Ockstadt fahren Krastwagenposten von Friedberg aus um 7 Uhr vorm., 2.20 Uhr nachm. und 6 Uhr abends, während die Wagen in umgekehrter Richtung ab Ockstadt verkehren um 7.18 Uhr vorm., 2.38 nachm. und 6.43 Uhr abends.
-- Wieseck, 26. Sept. Bei einem Brieftauben- W e 11 s l u g, den der Brieftaubeu-Klub Gießen kürzlich von Göttingen aus über eine Strecke von 142 Kilometer ver-
. ^lEsden, Lg. Sept. Der sächsische Hof steht dem Schritt der je^igen Frau Toselli kühl gegenüber Ob die Apanage weiter gezahlt wird, entscheidet eine Sitzung
th. Gießen, 26. Sept.
Heute vormittag vor Beginn der Verhandlung unterzeickjneten : die 12 ge)trigen Gesckjworenen das von Rechtsanwalt Grünewald : Vas für seinen Klienten verfaßte Gnadengesuch. Brauereibesitzer : wchrstig jun. hatte gestern bei Schluß der Verhandlung dem Verteidiger mitgeteilt, daß sämtliche Gesckjworene bereit seien, ein Gnadengewch für den jungen Bierau mit ihrer Unterschrift zu vergehen, da sie der Ansicht seien, daß bei der Jugend des Verurteilten und bei der ganzen Sage des Falles die erkannte Strafe, me nach dem Gesetz ausgesprochen werden mußte, zu hart ist, und daß deshalb eine Milderung auf dem Gnadenweg am Platze sei.
Aus und Land.
Gl eßen, 26. September 1907.
** ^ i e indischen Gäste Sr. Kgl. Hoh. des Groß- berzogs sind gestern abend gegen 6 Uhr von Jagdschloß Wolfs garten wieder abgereist. Das Großherzogspaar begleitete d:e Gäste nach der Stal'on Egelsbach, wo ein Eilziig die Abreisenden aufnahm.
** Hülfe für Herbstein. Vck unserer Geschäftsstelle gingen weiter ein: Zweite Sammlung in Rödgen (Kr. Gießen) 17,15 a^f. Bis jetzt zusammen 5 191,98 Mk.
^ei der Sammelstelle des Hülfsausschiisses für Herbstein gingen ein: Sammlung in der Gemeinde Mainzlar durch den Bürgermeister Mk. 22.25, gesammelt durch Beigeordneten Ludwig in der Gemeinde 9iabertshausen mit Niligelshansen, Haubenmühle, Weißmühle und Nainhäuser Hof Mk. 26.—. ; 1
** Verhaftet, Der von Kgl. Staatsanwaltschaft Ä'affel wegen Betrugs steckbrieflich verfolgte August Schulte wurde hier festgeuommeu. Außerdem wurde ^ojahriges Mädchen aus Hermannstein ausgegrifsen, das sich der elterlichen Gewalt entzogen hatte und sich umhcrtrieb. '
sd. Darmstadt, 25. Sept. Eine große Zigeunerschlacht sand heute nachmittag in Ar heil gen statt. Der Hauptstreithahn wurde von der Gendarmerie festgenommen und in das hiesige Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
** Fra nkfurt a. M., 25. Sept. Ueber den Stillstand im Baugewerbe wird der Kl. Pr. mittgeteilt: Zurzeit hält nicht ein Schiff mit Bausteinen im Hafen. Die Backsteinfabriken von Frankfurt haben ihren Betrieb eingestellt und ihre Arbeiter entlassen, da sie noch große Vorräte an fertigen Steinen haben und keine Abnehmer dafür vorhanden sind. Viele Vaugeschäfte haben ebenfalls Arbeiterentlassungen vorgenommen.
Die Wiederverheirätuüg^ der Gräfin Montignoso.
Gestern abend erhielten wir folgendes Telegramm:
London, 25. Sept. Das „Reutersche Bureau" verbreitet die Meldung, daß die Gräfin Montignoso mit dem Sänger Toselli heute vor dem Standesamt Strand in London im Beisein dreier Zeugen die .Ehe ein- geg an gen ist.
Später eingegangene Meldungen lauten:
London, 26. Sept. Die Gräfin Montignoso und der Sänger Toselli wurden gestern von dem Standesamt in Strand getraut. Die Neuvermählten sind nach Italien abgereist. Das Paar fuhr mit drei Zeugen beim Standesamt vor. Die Braut wurde als Marie Antoinette Luise, Erzherzogin von Oesterreich, 37 Jahre alt, geschiedene Gattin von Friedrich August, Kronprinz von Sachsen, jetzigem Wnig von Sachsen, bezeichnet. Ihr Rang wurde als Gräfin Montignoso bezeichnet. Trauzeugen waren: R. C. Witt, Mary H. Wttt, eine intime Freundin der Braut, und der Romanschriftsteller William Le Queux, in dessen Villa in Florenz die Gräfin gewohnt hat. Die Braut unterzeichnete die Heiratsurkunde mit fester Hand und zeigte sich während der ganzen Handlung sehr glücklich. "
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 27. September: Heiter und trocken. Morgens Nebel. Temperatur wie hellte. Oestliche Winde._______________________
Grigirral-DrahtrneLdrittgerr«
Mainau, 26. Sept. Beim Großherzog ist die empfindliche Affektion des Darmes, mit dem die Wtanfbeit begann, beseitigt, das Fiber ist ver- f ch w n n d e n, das Bewußtsein klar. Auch die Ernährung erfolgt m ausreichendem Maße. Dagegen dauert die mit sclüveren Komplikationen verbundene Herzschwäche an und Atembe- Ichwerden, irrsolgedessen ist 'der Zustand des Grvßherzogs naä wie vor e rnst. H
Würzburg, 26. Sept. Das Schwurgericht verurteilte den Schweitzer Wiedemann wegen Raubmordes zum Tode. Wiedemann hatte aus dem Gute Gnötzheim den Schweitzer Xaver Schmidt ermordet und ihm um 35 Mk. beraubt.
p, m, 26. Setzt. Vor ihrer Abreise aus Florenz hat di- r - 1 uti g n o । o eine größere Summe bei einem
Bankinstitut abgehoben und ihre Villa gekündigt.
Em Reiseziel hatte sie nicht angegeben. Die Post mußte daher die ankommenden Briefe zuruckweisen.
Loudon, 26 ^>ept. Zum Abschluß der gegenwärtig ar ^r ychrdiee stattfindenden Flottenmanover, Ln denen das Kanal-, das atlantpche und das Heimatgeschwader beteiligt sind, wird eine Begrüßung des Kaisers Wilhelm auf der Reede von ^>pit he ad ftattfiuben, wo zu diesem Zweck 14 dnPgTrfenÜU1^ 24 Torpedobootszerstörer vev
t. " cX-Jg nuu -vusmami gejagt wuroe, )ie jollten auf Befragen bes Richters, warum sie nicht schon am Schöffengericht Zeugen gemeßen seien, angeben, sie hätten sich fteiwillig bei Ludwig Bierau gemeldet, nachdem sie von dessen Verurtellung gehört hatten. Der Angellagte gibt zu, daß er und Hofmann bei dieser Onterrebung Freibier bekommen, und daß sie am anderen Morgen auf dem Wege zum Landgericht in zwei Wirtschaften emgekehtt seien und Kognak auf Kosten des Bierau V. getrunken hatten. Die Freisprechung hätten sie in der Pepplerschen Wirtschaft nt Gießen auf Kosten seines Vetters mit 6 Pfund Ge- hacktem und reichlichem Trinken gefeiert. Die Frage eines Ge- schworeuen, ob er auch falsch geschworen haben würde, ohne daß Fahrrad versprochen worden sei, beantwortet August Adolf Bierau mit nein.
Srngeyanöt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikes übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerfa Verantwortung.)
Dcr Viadukt am Neustadter Tor.
Man darf sich wirklich wundern, daß bis zu dieser Stunk noch niemand das Wort für die Erweiterung des Viadukts am Neustadter Tor ergriffen hat. Vor 20 Jahren mag dieser Durch, laß deni Verkehr genügt haben. Gegeiiwartig erweist er sich als viel zu eng und wer sich die Mühe nimmt, die Dinge dort längere Seit zu beobachten, der wird gcroabr, daß Zusammenstöße vorunb inmitten des Viadukts etwas ganz gewöhnliches sind. Nur bem Zuiall mag es zu verdanken sein, daß größere Unfälle noch nicht vorgckommen find. In jedem Fall ist eine dringende Abhilfe not. wendig und wir wollen hoffen, daß in der Stadtverordnetenver- ammlimg die Erweiterung des Viadukts am Neustadter Tor auf die Tagesordnung gesetzt wird. j
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 26. Sept. (Oria.-Telegr. des ..Giekien Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise' Weizen Mk. 23.00-23.25, Lurbessischer Alk. 23.00-23.25, La Plata Mk. 25.00—26.00, Kansas Alk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiaett Mk. 20.50—20.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 20.25—20.75, ftanfen- selder Alk. 20.50-21.50, Hafer 18.25—18.75, Alais Mk. 16.25—16 50 Weizenmehl Alk. 32.50—33.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 30 75 blS Aik. 31.50, 3. Qualität Mk. 29.00—29.50, Noggenmehl 'l)0 Mk. 31.00—32.00,1.Qualität Mk. 30.00-31.00, Weizenkleie Mk 12 25 bi3 Mk. 12.50, Sroggenkleie Alk. 13.50—14.00, Maiskeime Mk.' 11.75 bis Alk. 12.00, Franken, Psälzer, Ried Alk. 00.00—00.00. Alles nn 100 Kst. ab hier.


