Ausgabe 
26.8.1907 Erstes Blatt
 
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die wackeren Krieger friedlich die Sense und den Bindstecken handhaben. Leider befindet sich noch viel unreifes Ge­treide im Feld. Am Samstag trafen der Kommandeur der 49. Infanterie-Brigade, Generalmajor v. Hartmann und der Divisionskommandeur der 25. Division, General­leutnant v. Strantz. in Butzbach ein und hielten die Re­gimentsbesichtigung de r 168er int Uebungsgelände ab. Reges Militärleben herrscht seit Donnerstag in Bü­dingen, Düdelsheim, Hainchen und Umgebung; dort sind die 81 er (Frankfurt) und die 166 er (Hanau) eingetroffen. In B'üd i n g c n liegt der Regimentsstab der 81 er und sechs Kompagnien, ca. 850 Mann, sie verbleiben im Stande quartier bis 5. Sept. Der Stab der 166 er liegt in Himbach. Beide Regimenter (81. und 166., 42. Jnf.-lBrig.) begannen Freitag im Uebungsgelände nördlich von Düdelsheim ihr Regiments- und Brigadeexerzieren. Die 21. Feldartillerie- Brigade, bestehend aus dem RegimentFrankfurt" 63 und den 27 ern befinden sich auf dem Durchmarsch durch die südliche Wetterau und treffen nächste Woche in ihrem Uebungsgelände im südöstlichen Vogelsberg bei Gelnhaar, Riederjeemen, Wenings, Bösgesäß ein, um am Orlcsberg und Breiteloh Scharfschießen abzuhalten, ein Kom­mando erbaut gegenwärtig die Scheiben und Ziele. Die Kavallerie-Regimenter des 18. Armeekorps und die Unter- offizierschule Biebrich treffen erst put 3., bezw. 4. Sept, in Oberhessen ein. Die 21. Division wird um den 5. und 6. Sept, auf der Linie Büdingen, Seemental, Gedern, Or­tenberg manövrieren, die 25. Division zwischen Friedberg, Bad-^Nauheim, Wölfersheim, Butzbach. Die Reser­visten für die Infanterie-Regimenter wurden am Sams­tag zu einer vierwöchigen Uebung eingezogen, sie müssen das Manöver mitmachen, jedes Regiment erhält ca. 50 Reservisten, in jede Kompagnie werden 4 Mann eingereiht.

** Vom Kaiser Wilhelm-Regiment. Am Dienstag findet die Regimentsbesichtigung auf dem Uebungsgelände bei Steinbach durch den Divisionskomman­deur Generalleutnant v. Strantz und den Brigadekomman­deur Generalmajor v. Hartmann statt. Beide treffen heute nachmittag hier ein. Mittwoch früh 5 Uhr rückt das Regi­ment aus und marschiert nach Rockenberg, wo es etwa um 10 Uhr eintrifft, um in dortiger Gegend Quartier zu be­ziehen und am Brigadeexerzieren bei Griedel und am 9. September am Gefechtsschießen mit gemischten Waffen bei Wölfersheim teilzunehmen.

** Ter Krieger Vereinsbezirk Gießen hielt gestern, Sonntag, seinen 2. diesjährigen Bezirkstag ab. Zum ersten Male nahm der im Winter neugegründete Ka- Vallerie-Verem Gießen teil. Dieser und die Ehrengäste, Medizinalrat Tr. Vogt-Butzbach und der Ehrenvorsitzende des Bezirks Gießen, Postsetretär Meyer, wurden vom Vor­sitzenden begrüßt. Ter Bezirtsvorsitzende, Kaufmann Fisch- b a ch, gedachte des Namenstages S. K. H. des Großherzogs und brachte ein Hurra auf ihn aus. Dann erstattete er Bericht über den Verlaufdes Hassia-Verb andstages in Groß-Gerau, an dem auch der Großherzog als Protektor der Hassia teilnahm. Tann wurde ein Sch i e d s - gericht für den Bezirk gewählt, das etwaige Streitig­keiten der Vereine zu schlichten hat. Zu Schiedsrichtern wurden gewählt: Taab-Lollar, Petri-Gießen und Leicht- Watz-enborn-Steinberg, zu Ersatzmännern Bommersheim- Gießen und Enders-Reiskirchen. Bei der V o r st a n d s - wähl wurden die ausscheidenden Kameraden durch Zuruf wiedergewählt: Als 1. Vorsitzender Fischbach-Gießen, 2. Vor­sitzender Bürgermeister Leun-Großen-Linden, Schriftführer Möbus-Gießen und Rechner Volkmann-Heuchelheim. Zum Bezirksfest 1908 hatten sich gemeldet die Vereine Allendorf a. d. Lumda, Treis und Garbenteich; die beiden letzteren traten zurück, und Allendorf erhielt das Fest. Zu dem PunktHessischer Kamerad und Sterbegeldversicherung" referierten Medizinalrat Tr. Vogt und der Vertreter der Versicherungs-GesellschaftFriedrich Wilhelm" in ausführ­licher und klarer Weise. TerHessische Kamerad" soll weiter ausgebaut werden durch eine Beilage, und mit dem Abonnement soll die Sterbegeldversicherung verbunden wer­den. Nur wer Leser desHess. Kamerad" ist, kann Mitglied der Sterbekasse werden. Tie Ausnahme geschieht ohne ärzt­liche Untersuchung bis zum 65. Lebensjahre mit einer Ver­sicherungssumme von 500 Mk. Medizinalrat Tr. Vogt emp­fiehlt die Sterbekasse aufs wärmste. Ein Antrag des K2ie- gervereins Leihgestern, der dahin geht, daß in Zukunft all­jährlich ein Bezirkstag auf einem leicht zu erreichenden Landort stattfinden solle, wird vertagt.

** Die Ergebnisse des Schlachthausbetrie­be s. Die Einnahmen des städtischen Schlachthauses im Rechnungsjahre 1907 setzen sich zusammen: Schlacht­gebühren 28 526.20 Mk., Beschaugebühren 11562.31 Mk., Trichinenschaugebühren 4361.60 Mk., Wiegegeld 2533.08 Mk., Stallgebühren 98.70 Mk., Futtergeld 741.10 Mk. und kleine Einnahmen 7.70 Mk., zusammen 47 830.69 Mk., 1040.39 Mk. mehr als im Jahre zuvor. Cs wurden an den Toren in die Stadt eingesührt: 1106 Ochsen (1906: 1176), 120 Faseltiere (108), 565 Faselochsen und Kühe (466), 1519 Rinder und Stiere (1386), 7487 Hämmel, Kälber und Schafe (7840), 10 692 Schlveine für Schlachtzwecke (10 657), 49 Schweine für Mastzwecke (75), 35 Spanferkel (6). Ter Konsum hat dem­nach gegen das Vorjahr abgenommen um 70 Ochsen und 354 Stück Kleinvieh. Der Verbrauch hat zugenommen um 111 Stück Faselvieh und Kühe, um 155 Rinder und Stiere und 40 Schweine. Diesem Mehr steht außerdem ein Weniger von ca. 25 Proz. Fleisch und Fleischwaren gegen das Vor­jahr entgegen. Nach der Zusammenstellung des Oktroi-In­spektors sind im Vorjahre 100 513 Kgr., 1907 dagegen nur 73 070 Kgr. Fleisch von außerhalb verbraucht worden. Fest steht, daß wie überall auch in Gießen das Durchschnittsge­wicht der geschlachteten Tiere gegen das Vorjahr abgenom­men hat, sodaß auch hierdurch em Weniger an Fleisch zum Konsum gelangte. Erwägt man all dieses, so känn es ange­sichts der Bevölkerungsvermehrung nicht zweifelhaft sein, daß der Fleischkonsum zuriickgegangen ist und es ist zweifel­los, daß es gerade der kleine Mann ist, der im Fleischgenuß sich enthaltsam zeigen muß.

X Laubach, 25. Aug. In seiner Heimat verstarb der Schüler des hiesigen Gymnasiums Vömel aus Dautphe bei Marburg, Sohn des dortigen Pfarrers, Schüler der Obertertia, an einer Blinddarmentzündung. Seine Klassen­mitschüler begaben sich mit ihrem Klassensührer nach dem Orte der Beerdigung.

OGonterstrrchen, 25. Aug. Zu den vielen letzt­hin von hier gemeldeten Unfällen gesellte sich ein neuer, indem ein auf der Straße spielendes Kind durch ein Fuhr wertüberfahren wurde, wodurch es bedeutende Verletzungen davontrug.

U Marburg, 25. Aug. Ju Gegenwart des Regie­rungspräsidenten Grafen Bernstorfs aus Kassel wurde gestern abend der neue Oberbürgermeister unserer Stadt, Herr Troje aus Einbeck, in sein Amt eingesührt. Später sand ein Festmahl im Hotel Ritter statt.

Jas erste ZLergturnfest aus vem Koßcrodsköpf. E. H. Gießen, 26. Angust.

Der Turngau Hessen hatte für gestern seine Mitglieder auf den Hoherodskopf eingeladen, um dort auf dem weiten, dem Zweithöchsten Punkt des Landes, ein volkstümliches Wetturncn cchzuhalten. Auch ich folgte dem lockenden Ruf und verband mit dem Besuch des Festes eine Wanderung durch einen der schönsten Teile unserer heimischen Berge. Der Nachrnittagszug brachte mich nach Lauterbach und auf dem dortigen Bahnhof traf ich unerwartet einige liebe Wandergefährten, die dem gleichen Ziele zustrebten wie ich. In dem betriebsamen Lauterbach hielten wir uns nicht lange auf, wir besichtigten nur das neue, erst vor 8 Tagen eingeweihte Kriegerdenkmal, einen massigen, ruhender Löwen auf hohem Sockel, und die im Bau begriffene Turnhalle des Lauterbacher Turnvereins, einen eigenartigen Bau, der der Geburtsstadt von Adolf Spieß, dem Altmeister deutscher Turnkunst, alle Ehre macht. Dann ging es die Blitzenroder Straße hinaus am Steinbruch Bilstein, der berühmt ist durch die sonst selten vorkommende Säulenbasaltbildung, vor­über nach Blitzenrod, von wo uns ein annmtiger Fußpfad in kurzer Zeit nach Eisenbach führte. Tiefe Stille herrschte in dem herrlichen Hochwald, der sich längs einer idyllischen Waldwiese hinzieht, nur einmal unterbrach ein vorüberdonnernder Güterzug von ganzen 4 Wagen das Schweigen im Walde. Bald winkte und lockte die hochragende Burg Eisenbach, das Stamm­schloß derer von Riedesel, uns zu, aber wir widerstanden den Lockungen, durchwanderten dm sorgsam gepflegten Schloßpark und erreichten bald die Landstraße, die uns in erquickender und wenig anstrengender Wanderung nach Herbstein brachte.

Durch die untere Stadt ging es alsbald zur Brandstätte, an der inzwischen unsere wackeren Hundertsechzehner tüchtig ge­arbeitet haben. Sie hatten gerade Feierabend gemacht und so lag denn das wcitausgedehnte Brandscld in unheimlicher Oede vior uns. ,Hie und da rauchte und glühte es noch und ein eindringlicher Brandgeruch machte sich bemerkbar, aber schon sind fleißige Menschenhände dabei gewesen, neues Leben aus den Ruinen erstehen zu lassen. Ein Notbackofen sorgt sür das liebe tägliche Brod und nicht weit davon deckt ein Mann mit Hilfe seiner Kinder das Dach seines Häuschens neu. Furchtbar muß das Feuer gewütet haben und es sind nicht gerade die schlechtesten Häuser gewesen, die ihm zum Opfer gefallen sind. Nur die Neste der Steinsockel und die Keller bezeichnen jetzt die ehemalige Häuserlage und man sieht, wie außer dem direkten Brandschaden die furchtbare Hitze dazu half, die Größe der Katastrophe zu vermehren. Hie und da streckt ein schwarzgebrannter Birnbaum 'eine kahlen Vielte leer in die Luft, ein Bild der Oede, das des Pinsels eines Böcklin wert wäre, um als Symbol der Ver­gänglichkeit alles Irdischen gemalt zu werden. Ortseinwohner kommen hinzu und geben bereitwilligst Auskunft über das Brand­unglück, dabei dankoar der eingehenden Unterstützungsgelder ge­denkend. Namentlich wird dabei der Gießener dankbaren Herzens gedacht. Die Gewalt des Feuers war so groß, daß es Straßen übersprang und nur der herrschen Windrichtung und der alten Stadtmauer, die sich schützend vor einem großen Holzschuppen hinzieht, war es zu danken, daß nicht die ganze innere Stadt in Flammen aufging.

Wir verließen die Brandstätte in stiller Ergriffenheit und wandten uns dein Ziele unserer heutigen Wanderung, dem freund­lichen Ilbeshausen zu. Fast allzulange batten wir in Herbstein geweilt und so kaiN es, daß das Zügle, das wir zu benutzen gedachten, uns vor der Nase wegfuhr. So ging es denn wieder auf Schüsters Rappen weiter über Berg und Tal und nach einer (stunbe waren wir an Ort und Stelle. Aeußerst belebend hat die Herbsteiner Katastrophe offenbar auf die Feuer­wehren jener Gegend gewirkt. Dicht vor Ilbeshausen übte die dortige Wehr wacker lund zahlreich waren die Neulinge dabei, die noch o-hne Uniformen waren. Da wir in Hochwaldhausen Ueber- üllung befürchteten wie wir am anderen Tage erfuhren, grundlos kehrten wir fcin Orte ein. Drei von uns, drei Kirchhainer bekamen durch die liebenswürdige Vermittelung des dortigen Lehrers Privatquartier, ich und ein anderer Gießener quartierten uns bei Mönnig ein, wo wir nach Einnahme eines recht guten,Abendessens alsbald schlafen gingen. Trotzdem dicht an Unsere Hofreite dieTeufelsmühle" angrenzt, verbrachten wir die Nacht ungestört, und auf unsere Frage nach dem Beherrscher der Unter­welt versicherte uns die Wirtin, daß der Teufel im' 20. Jahrhundert keine Macht mehr habe.

Sonntags früh ging es um 7 Uhr aus den Federn. Zu­nächst wurde der Teufelsmühle ein Besuch abgestattet. Es ist ein prächtiges Fachwerkhaus in edelster Renaissance, das 1691 erbaut ist und eigentlich Hansenmühle heißt. Durch den Volks- mund kam der Teufel zur Patenschaft und zwar erzählt die Säge, ein Zimmermann habe mit dem Teufel gewettet, er wolle gerade so schnell und so schön bauen wie dieser. Der Teufel baute» den unteren und der Zimmermann den oberen Giebel. Der Satan war zuerst fertig, er hing zumstHohn seinen Hut auf die Dachfirste, nahm den Zimmermann "mit in die Luft und zerriß ihn.

Dann ging es über die Bahn hinüber nach Hochwald- hausen und von dort nach finger Einkehr durch das idyllische Schwarzbachtal dem Oberwald zu. Zur Linken eilt das ge- chwätzige Bächlein rauschend Ilbeshausen zu, überall neue, male­rische LandschaitSbilder zeigend. Bald nimmt uns ein Fußpfädchen aus das nn$ über blumenreiche Triften, die von einzelnen reiz­vollen BaumgNlppen belebt sind, in mäßiger Steigung der Höhe zuiührt. Ab und zu erblickt man das muntere forellenreiche Bäch­lein und einige Tümpel verkünden die Stelle, für die vor etwa 2 Jahren als neuer Anziehungspunkt des Vogelsberges die Anlage eines Sees vorgeschlagen wurde. Studentenblümchen und Erika, Erdbeeren und Himbeeren winken und locken rechts und links vom Wege, aber wir wandern rüstig weiter, am SchutzhauS eine Jägerhütte vorüber, dem eigentlichen Oberwald zu. Menschen begegnen un§ fast keine, bloß einmal kommen einen Waldweg von rechts her drei lustige Miisikanlen, deren einer den Baß schleppt, waS sich in dem stillen Walde etwas seltsam ausnimmt. Ein letzter steiler Anstieg, dann erblicken wir deutsche und hessische Fahnen, die uns das Klubhaus und damit die Feststätte an­zeigen.

Hunderte von Turnern und anderen Festgästen (auch Kreisrat von Vechtold-Lauterbacki) sind schon oben, darunter m schmucker Turntracht die noch schmuckeren Ttirnschwestern von Schotten und Gedern. Froher Gruß und Handschlag wird mit den Freunden ausgetauscht, und dann geht es an die Stärkung des inneren, Menschen, für die Klubwirt Stein in reichem Maß gesorgt hat.

Um 11 Uhr versammeln sich die Kampfrichter zu ihrer Sitzung. Leider zieht sich ihre Besprechung sehr lange hin, so daß, erst um 12'/. Uhr, also mit dreiviertelstündiger Verspätung, Gau- turuwart Will- Gießen, zum Sammeln blasen lassen kann. 146 Turner folgen dem Ruf. Ein schneidiger Aufmarsch leitet das Turnen ein, bann folgen Freiübungen ohne Belastung, die H a r t m a n n - Bad-Nauheim vorturnt. Sie wurden im allgemeinen ziemlich gut und hätten jedenfalls noch besser aus- gesehen, wenn nicht einige wenige stets rechts und links, Aus­lage und Ausfall 2C. verwechselt hätten. Ta machten es die 8 Drückeberger eigentlich viel besser, die im Bewußtsein ihres Nicht­könnens sich erst nach den gemeinsamen Freiübungen in Reih und Glied stellten. In sieben Riegen begann dann sofort das volks- tün: liehe Wett urnen. Als Wettübungen waren bestimmt Stabhochsprung (1,80 m = 0 Punkte, 2,80 m 10 Punkte) Frei­weitsprung (4 m = 0,6 m = P.), Steinstoßen mit der 30 Pfd. chweren Kugel (Maße wie beim Weitsprung) und beidarmigen Stemmen mit 60 Pfg. Es wurden durchweg recht gute Leistungen erzielt, so daß in allen 4 Uebimgsarlen 10 Punkte erreicht und überschritten wurden und nur 80 Turner unter den zum Sieg berechtigenden 20 Punkten blieben. Die Wettkämpfer verteilten sich auf 43 Vereine und von 178 Angemeldeten traten 154 an. Gegen 5 Uhr war das Turnen zu Ende und die Turner gaben sich dem Tanze hin oder lauschten den Klängen der Musik. Die Tur n erin n en von Schotten führten, 16 an der Zahl, recht schwierige Siab- windnngen und Keulenschwingen vor. Inzwischen hatte der Berechnungsausschuß eifrig seines Amtes gewaltet, so daß gegen x/a7 Uhr bie Preisverteilung vor sich gehen konnte.

Tunfer H e l f e n b c t n von Lauterbach, der Vorsitzende d-z Festausschusses, leitete sie mit einer kernigen Ansprache ein. (tr dankte allen, die zum Gelingen des 1. Hoherodskopffestes bei. getragen hatten, gedachte des gesundheitliche!, unb vaterländisch^ Wertes der Turnerei und brachte dem decltschen Vaterlande ein Gut Heil aus, das begeisterte Aufnahme fand. Gauttirnwart W j übermittelte die Grüße des ain Erscheinen verhinderten Ga». Vertreters Helnc-Gießen unb sprach den Wunsch air§, daß das Fxs, zur Llusbreitung der deutschen Turnsache dienen möge. Auch fein i Gut Heil, das er der deutschen Turnerschaft widmete, fand lebhafiE I Zustimmung. Sodaim erfolgte durch den Ganturnwart die 23 er. i kündigung der Sieger. Die Erringer der 10 ersten Prei^ erhielten Kranz unb Ehrenurkunde, die übrigen bloß Ehrenurkunden, Die Namen der Preisträger finb:

1. Preis I. Wagner-Wetzlar und Hch. Erle-Usingen mif je 38l/2 Punkten,

2. Werner Arkularius-Schotten 38,

3. Ludw. Kabay-Gießen, ÜÜ.-T.-V., 37^,

4. Gg. Dickhaut-Alsfeld unb Jul. Trapp-Friedberg, je 36,

5. Hermann Stutz-Wetzlar Bö1/»,

6. Hch. Ehrhardt-Gießen, T.-V., und Jak. Otto-Wetzlar je 34 7. Alb. Diehl-Kirchhain und Hch. Rohrbach-Collar je 33, 8. Fr. Schwarz-Lollar unb Karl Kauß-Nidda je 321/,, 9. Ernst Krüger-Gießen, T.-V., Hch. Hamel-Gießen, T.-V. I

Oskar Greiner-Friedberg unb Karl Schmibt-Friedbcn i je 32,

lOBEdm. Ebeling-Alsfeld unb C. Spamer-Schotten je 311/ [ 11. Ludw. Lenz-Gießen, M.-T.-V., 31,

12. Herrn. Bender-Krofdorf, Will). Frank.-Lollar, Karl Möllcu Lauterbach und Karl Atöser-Grünberg je 301/,,

13. Will). Leib-Krofdorf, Adolf Spainer-Schotten, Karl Buller Atuschenheim, Alex Hild-Gießen, T.-V. je 30,

14. Th. Spieß-Friedberg, Will). Aterz-Lang-Göns, Nhd. ©rie§., Bad-Nauheim, Karl Bormann-Wetzlar, Will). Heß-Gießen ; T.-V., unb Wilh. Henes-Bad-Nauheim je 291/,,

15. Hch. Grölz-Taubrmgen , Friede. Möglich 'Ltitzellindcn, Karl Müller - Niedenvöllstadt, Wilh. Spamer-Schollei, Herrn. Leidols - Naunheim unb Joh. Zimmer-Niedei- - Ätörlen je 29,

16. Jean Fleischhauer - Bab - Nauheim, Lubw. Eckhardt.- Staufenberg, Lorenz Schmalz-Gießen, T.-V., Otto Hertel-1 Laubach je 28st,,

17. Konr. Krausgrill - Nieder-Weisel, Friedr. Merz-Schlitz ^ Karl Möbus-Schotten, Friedr. Schmitz-Wetzlar je 28,

18. Aug. Seelmg-Lauterbach, Ni. Hecker-Gießen, At.-T.-P. Ludw. Zecher-Slaufenberg, Karl Wenzel-Gießen, T.-ili, unb Rich.,Schubecker-Gießen, T.-V., je 27st

19. Herrn. Seüm-Nibda, Fritz Philippi-Usingen, Jean Gries Bab-Nanheim, Hch. Zecher-Staufenberg, Engelb. Bürcl Gießen, At.-T.°V., je 27,

20. Nhb. Zimmer-Lich, Adolf Trantwein-Gießen, M.-T.-P. Hch. Schneider-Wetzlar und Hch. Scharmann-Wetzlai je 26'/,, f

21. Karl Klos-Friedberg, Hch. Schmidt - Schotten , Will; (tzerhardt-Gießen, Nt.-T.-V., Herrn. Levy-Neustadt uni Ferd. Künstler-Nieder-Mörlen je 26,

22. Joh. Keßler-Marbach, Gg. Eichler-Dorn-Assenheim, Konr ' Bücking-Alsfeld und Gg. Weitzel-Lauterbach je 25st

23. Hch. Fendt-Schlitz, Hch. Bierau-Lollar, Kolir. Heuser Lauterbach, Karl Luh-Gießen, T.-V., Beruh. Wack-Bnd > Nauheim, Ludw. Braun-Staufenberg, Emil Gasterstedl Ntarburg, T.-G., und Fritz Hllle-Lich je 25,

24. Konr. Keßler-Nieder-Weisel und Wllh. Mandler-Mar bürg, T.-G., je 241/,,

25. Will). Hofmann-Gambach, Karl Müller-Alsfeld, Loui | Welker-Frankenberg unb Karl Möhl-Gedern je 24,

26. Hch. Lotz-Dorn-Assenheun, Wilh. Scheidt-Gießen, T.-P l Paul Bausch-AlSfeld unb Mart. Textor-Marbach, je 23st

27. Gg. Schütz-Nieder-Wöllstadt, Herrn. Ernst-Marbach, Stom ? Meinhardt-Lauterbach, Ew. Hahn-Lich, Hch. Schinidi 5 Kirchhain, Phil. Steuler-Bad-Nauheim unb Hch. Stade: A mamr-Friedberg je 23,

28. Hch. Wieland-Friedberg, Wilh. Spengler - Lützelllude | und Hch. Weide-Wetter je 22st

29. Phil. Klein-Lollar, Hch. Limperr-Gedern, Ludw. Oswalde I Lollar, Wilh. Zeschky-Schotten, Karl LooS-Gießen, T.-V | Daniel Göckler-Wetter je 22,

30. Gg. Wißmanu-Lollar, Will). Straub-Schotten, ßubn f Haub-Nieder-Weisel, Arth. Dietz-Lich und Gg. Pfefsci - Aad-Nauheim je 21st

31. Karl Atüller-Grünberg , 2(uguft Loos - Gießen, T.-V I I. Jhlefeld-Friedderg, Ed. Möhl-Gedern, Ehr. Rump Schlitz, Kart Neeb-Naunheim, Easp. Euler-Treis a. d. Ldc und Gg. Reinhardt-Gießen, T.-V., je 21,

32. Joh. Vollmüller-Lauterbach, Leonh. Weißbeck-Schlitz un i Emil Zoll-Frankenberg je 20V2,

33. Wilh. Arnold-Leihgestern, Ludw. Neeb-Naulcheim un ; Karl Vogt-Lich je 20 Punkte.

Es erhielten also Gießen 19 Preise (Turtrverein 13 und Mäuuei turnuerein 6), Friedberg unb Schotten je 8, Wetzlar und Bat Nauheiul je 7, Lauterbach unb Lollar je 0, Alsfeld und Lick; je i Staufenberg unb Schlitz je 4, Naunheim, Nieder-Weisel, Geder und Marbach je 3, Usingen, Kirchhain, Vlibba, Krofdorf, Gründen Lützellinden, Nieder-Wöllstadt, Nieder-Aiorlen, Dorn-Assenheiii Atarburg, Frankenberg unb Wetter je 2, Muschenheim, Lcmc Göns, Saubringen, Laubach, Neustadt (Sir. Kirchhain), Gamdaa Treis a. d. L. unb Leihgestern je 1 Preis.

Bald nach der Preisverteilung leerte sich der Berg. Das Fes das als Versuch gedacht war, verlies in bester Weise und nm wohl nicht das letzte bleibet:.

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