Handel
Elektriz.. Schnckert '. .
97.40
Prince-Henri-Eisenbahu
225.50
Tendenz.: schwächer.
Eschweiler Bercrwerk
Gelsenkirchen Bergwerk
wird darauf hin- so gut wie gar
165—166
164—169 163
165-168 179 170
Berliner Handelsges Darmstädter Bank Dentsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kominandit Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- nnd Ohio-
Eisenlahn . Gotthardbahn . . Lombard. Eisenbahn Gestern Staatsbahn .
l ApriL Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Laurabütte - • Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd. . . . Türkenlose .
. . 156.70
132.70 . . 228.60 . . 171.80 . . 172.40 . . 145.00 . . 207.70
Danzig
Stettin
Breslau Frank'urt a. C1. Dortmund
3tfe/0 3% 3)4°/.
3% 3)4°/. 3)4°/.
Beicbsanleihe do.
Konsols do.
Hessen Oberhessen
Börse, 25. . . 174.50 . . 133.- . . 228.30 . . 76.10 . . 144.80
187—196 183—187,5 183
192 187
. 129.00 . 114 — . 232.40 . 199.00
1906 152-153 145-153
154
150
165
148—158
4 96 Oesterr. Goldrente. - 4'96 Oesterr. Silberrente
4 96 Ungar. Goldrente . .
174 176,5 192
. 98.30
' 24.20 . 146.00 . 138.00
84.4"
95.30 8440
94.10
99.40 99.80
94.60
67.50 6810 91 05
9315
9495
1906
178 160-172
173
180 165-175
Telefomacäte Kursberic hte des Giessener Anzeigers,, mitgeteilt von der Bank fllr nnd Industrie. Glessen.
Hamburg-Amerik. PaketL 137.50
Harpener Bergwerk. . • 210.10
Laurabütte...... 227.50
Nordd Lloyd.....128.25
Obeischles. Eisen-Industrie 109.00
. . 210.25 . . 227.20 . . 24.—
. . 126.10
. . 141.40
(Es muß wiederholt daran erinnert werden, daß die Beschlüsse des Ausschusses, wie m H die Aeußerungen der Regierung vorläufige sind.)
Schon die zweite Kammer von 1R7.3 hatte diesen Zensus einstimmig abgelehnt. Daß diese Vorschrift dennoch Ge- setz wurde, verdanken wir der ersten Kammer. Ein leder Zensus beim Wahlrecht ist die Quelle von Unzufriedenheit und staatsfeindlichen Tendenzen Ter Zensus bringt den Minderbeoüterten zum Bewußtsein, daß ihnen da-5 -LMicl- sal nicht' nur den Alltagskampf mit seinen Entbehrungen beschert hat, sondern daß sie auch die Gleichberechtigung entbehren sollen in einer Zeit, wo die Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten von dem Geringsten fettens des Staates gefordert wird. Darum ist auch das Argument, mit dem die Anhänger des Zen'us diesen vornehmlich rechtfertigen, daß es nämlich der S^aatszwcck (Gemeindezweck) erfordert, Elemente von der Selbstverwaltung fernzubalten, die angeblich kein Interesse am Gemeindevermogen haben können, unhaltbar. Mit dem Wachsen unseres gesamten Wirtschaftsorganistnus sind auch Aufgaben und Vtlichten der Kommune gewachsen. Sie zu lösen und zu erfüllen tn einigermaßen zufriedenstellender Wetse bedingt da- Gedeihen des Staatsganzen. Und dabei kann nicht aus die Mitwirkung derer verzichtet werden, welche zwar minder- besitzend, aber nicht minderinteressiert, an der Entwicklung des Gemeinwesens sind. Die Besorgnis einer Vergeudung von Gemeindebesitztum, eine Wirtschaft aus dem Vollen und was dergleichen Angstprodukte mehr sind, die von den Anhängern des Zensus noch vorgebracht werden, vermag schon der Hinweis auf das Staatsaufsichts-und Em'pruchs- recht zu beseitigen. Dagegen ist die Gefahr einer Stagnation in der gemeindlichen Entwicklung bei einer mit Hilse des Zensus geschaffenen Gemeindevertretung akut xet oder die „Höchstbesteuerten" werden schon an und für sich eine Art Hausmacht in sich vereinigen, die bet den Wahlen zum Gemeinderat genügend zur Geltung kommt, sodaß mau diese Hausmacht nicht noch besonders befestigen sollte durch Vorrechte auf Ditz und Stimme int Gemeinderat. Wer den ursächlichen Zusammenhang von Moral und Wirtschaft erkannt hat, für den kann es kernen Zweifel geben: der Zensus muß fallen.
Steigerung der Getreidepreise.
Trotz mannigfacher Schwankungen haben in den beiden letzten Jahren die Getreidepreise eine entschieden nach oben gerichtete Tendenz bekundet; darin wird voraussichtlich auch im Laufe dieses Jahres kaum etwas geändert werden, wenngleich der Ausfall der neuen heimischen Ernte vorübergehend die Preisbildung ungünstig beeinflussen wird. Die neuerdings erkennbare Aufwärtsbewegung dürfte aber, wie auch landwirtschaftliche Fachblätter meinen, von längerer Dauer sein. Nach den Notierungen der Preisberichtsstelle des deutschen Landwirtschaftsrates kostete nämlich Mitte April in Berlin eine Tonne in Mark:
1903 1904 1905 1906 1907
Roggen
1907
Weizen 1907
Zur Reform der -Landgemeiude-Hrdnung.
"ueber di- Zusammensetzung des Gemeinde- rats sagt die Regierungsvorlage in Artikel 38.
1 Ter Genieknderat besteht m Gemeinden bis zu 3000 ~ q von 3001 bis 5000 Seelen aus 12, von 5001
MO Seclm aus 15 Mitgliedern. Die aktiven Militar- sind in der Seelenzahl cinzubeqreisen. 2. 'Lind in ^ Gemeinde nickt mehr wie 9 zum Gemcinderat ^hlbare Vertonen (Art 47 vorhanden und wird die Gemeinde nicht mit einer Nachbargemcinde vereinigt (Art. 10) w gehören iamtliche wählbare Gemeindeanaehörige dem Gememderat an Be- ftpbt rmücken ihnen ein Verwandtschastsverhaltnis der in Artikel 48 Abs. 1 bezeichneten Art, so geht der Aeltere-drm Jüngeren
Lebcusversichernng. Seit 1891 hat die Victoria Iahr sür Jahr in hpr rrrnhpn stebensvernckeruna — also die Volks Bersuverung nicht ei^Äechnet - von allen deutschen Olesellsckaften. stets den größten Reinzuwacks im VersickerungSbestanderzlelLDws^RelN. zuwacks ist stets gröner geworden und hat mr d^Aahr 1W6 die m Deutschland noch nicht dagewesene Höhe von 6» Millionen I rk erreicht, das sind rund 30 Millionen Mark mehr, als die nächste GA icllsckait verzeichnen kann. Diese Eriolge verdankt dw Gesellschaft ihrer Rührigkeit, der unüangrelchen Beteiligung der Versicherten am Gewinn und ihren unübertroffenen BerucheEs-Bed.ngungen. Di^ Police der Victoria gilt tut die ganze Erde, ist nach emem.^abrH in den gesetzlichen Grenzen absolut unanfechtbar nach drei Jcchrew bedingungsgemäh unvertallbar . Für den Kriegsfall bleibt ste voll ich xlraft: hierfür haben nur Bern,swldaten eine besondere VramieM zahlen. Gegen eine geringe Zuschlagsvranue wird tm JnvaliditatS- sall die Police beitragssrei.und cs tnnn daneben etneJnvaliditatsrente bis zn 15°/0 der Versicherungssumme versickert werden, ohne dan daS Reckt auf die Verstckerungssumnie dadurch irgendwie geschmaleA wiro. Es hat wahrlick seinen guten Oirnnd, dan der ^öwenante-l deS • deutschen LebensversicherungS-Gcschättes der SßtctoTia zufallt. IC21/«
Reich — --- r
In der landwiii'chaftlichen Fampresic gewiesen, daß sich gegenwärtig im Handel eine Vorräte befinden, sondern vielmehr von der Hand in Mund gelebt wird. Dieser Mangel an Vorräten wirkt um o schärfer auf den Markt, als auch die Zufuhren vom Aus- and seltener geworden sind und zudem die gegenwärtige Zeit, das letzte Drittel des ErntejahreS, stets mehr zu Preis- ausichläaen neigt, als die übrige Zeit deS JabreS.
49» Italien. Rente . . - 396 Portugiesen Serie I .
396 Portugiesen „ III 4)4°/, russ.Staatsanl. 1905 4jx6ftjapan. Staatsanleihe 4 96 Conv. Türken von 19U3 Türkenlose ... . • 141.60
496 Griecb. Monopol-Anl. 5010 4 % äussere Argentinier . 86.20 3°/0 Mexikaner . . - 65.30
4>s°/o Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . . Buderus E. W . . Tendenz: fest.
Berliner Cauada E. B. . • . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Weizen 158 177 .
Roggen 133 134 138,5 160,5 17-
Roggen ist in den letzten fünf Jahren um nicht weniger als um 30 °/0 hinaufgeschnellt, und Weizen ist nicht weit dahinter zurückgeblieben. Naturgemäß hat sich die Steigerung auch auf die anderen deutschen Getreidemärkte übertragen, so kostete um die Mitte April__
ferner in Artikel 39: '
Mindestens die Hälfte dw Gemeinderatsmitglieder mutz aus ( bem höckstbe steuerten Dritteil der zum Gemeinderat ; Zahlbaren gewählt werden.
Und weiter in Artikel 40:
Außer den nach den Art. 38, 39 zu wählenden Gememde- ratöinitgliedern hat derjenige höchstbestcucrt eG rund besitz er Sitz und Stimme im Gememderat, welcher n^cn*9')€^M^ Viertel der in der Gemeinde vom Grundbeutz °^rubrmgenden Steuer entrichtet In Ermangelung eines hiernach geht das Reckt auf Sitz und Stimme im Gememderat °n denjenigen Höckstbesteuerten über, besten zur Gemeindesteuer ^rm- qczogcner Grundbesitz einen steuerbaren Wert von wenigstens 250000 Mark hat. , , ,r - <
Diese Testimmungen entsprechen tm wesentlichen dem derzeitigen Zustand. Wie hinsichtlich des Kommunalwahlrechts int allgemeinen, hat man sich auch hter in der Zensus - frage leider jeder Reform enthalten. ^ie Referenten des Ausschusses sür die Landgemeindeordnung, die Abgg Köhler und Nebel haben für den ersten Artikel (38) folgende abgeänderte T^affuni in Vorschlag georaent.
Der Gemeinderat besteht in Gemeinden bis -u 1000 Seelen aus 6, von 1001 bis 3000 aus 9, von 3001 bis oOOO aus 1?, non .5001 bis 10 000 Seelen aus Id Mitgliedern.
Begründend bemerken hierin die Antragsteller:
Die um drei verminderte Zahl der Gemeinderatsmitglied^r in Gemeinden von weniger als 1000 Seel«t hat i^n ®runb in dem Bestreben, die gleichzeitige Mitglied chaft von. Geichwister- kindern (4. Grad der Verwandtschaft in der Seitenlinie) sowie Schwägern und Schwiegersöhnen zu verhindern(5» tann übrigens kein Beweis dafür erbracht werden, datz m Meiern dralle die Zahl 9 richtiger und angemessener lei als cha Bahl b. Beides ist Sache der Anschauungen und nicht der Beweispiyrung.
Das letztere ist wohl richtig. Nur dürfte eben die Anschauung in höherem Maße der Zweckmäßigkeit naher kommen, die den Gemeinderat nicht als etne Art Vereinsvorstand betrachtet wissen, sondern ihm cm möglichst ausgedehntes Forum gewähren will. Gerade die Brette bietet die sichere Garantie, daß die Möglichkeit, alle Schichten der Bevölkerung vertreten zu sehen, zur Wirklichkeit werde. Zum Entwurf aus dem Jahre 1891 hatte auch der Ausschuß beantragt, 12 Gemeinderäte schon den Gemeinden über 2000 Einwohnern zu geben. So notwendig cs ist, die Vetternwirtschaft vom Gemeindehause fern zu halten (in Artikel 48 kann das geschehen), so untunttch wäre das Mittel einer Herabsetzung der Zahl der Ge- mcinderäte für die kleineren Gemeinden. Hebrigens hat der Ausschuß hierzu bis jetzt noch nicht Stellung genommen. Dagegen hat er den vorläufigen Beschluß gefaßt, die Artikel 89 und 40 (Zensus!) wie auch die folgenden damit zusammenhängenden Artikel 41-43 zu streichen! Doch die Regierung erklärte sich damit nicht einverstanden.
Frankfurter Bör*e. 25. April. 1.15 Uhr.
95.30 I Elektriz. Lahmeyer .
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