Nr. Viertes BLatt 157. Jahrgang
Mittwoch %0. November 1907
Gießener Anzeiger
LrscheiM täglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gderhejjen
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Hochachtungsvoll
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Sprechstunde: Jeden Donnerstag abend 6—7 Uhr
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allmählich der lebten
fccmi sie wird neuerdings täuschend nachzu- macben versucht.
> Mark), zusammen I. 80 939 000 Mk. (weniger 5 886 670 Mk.), II. reichseigene Steuern A. von Frachturkunden 15 580 000 Mk. (mehr 1960 000 Mk.), B. von Personenfahrkarten 23 520 000 Mk.
Zlcichshausyaltsetat jüc 1908.
(Schluß.)
Rotationsdruck und Verlag bet Brüh liehen UnwersuätS - Buch- und ®t«tnb ruderet R. Laag«. Bietzen.
einen derartigen Höhepunkt erreicht, daß in
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Gcrechesjcscrz.
Würzburg, 19. Nov. Ter früher in Würzburg, jetzt in Frankfurt a. DL ansässige Weinhändler Karl Arnl; old wurde von der Strafkammer wegen Weinfälschung zu 4 0 0 M k. Geld- strafe verurteilt. Zwei Mitangeklagte, die unter dem Verdacht der Beihülse standen, wurden sreigefprocden.
Redaktion. Exvedttion und Druckerei; Schul- stratze ?. Erpedttion unß Verlag 6L
Redaktion: 113. iel.-SWu An-eigerGietzem
Kunst chronik. Aus Jetta wird
haurftauen,
achtet auf die Zchutzmarke des
Die „Gießener Samtlknblätter" werden dem »Anzeiger* otennal wöchentlich beige/egt, das „Kretsblati für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Der ..hessische Landwirt" crschemt monatlich einmal.
— Kleine schrieben: Die
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(früher Homberger's Fabrik) verlegt habe. Für das mir seither erwiesene Wohlwollen bestens dankend, bitte ich, mir dasselbe auch in meinem neuen Geschäfte
Theaterkalamität hat
Schmiedegeschäft
von Bahnhofstraße 4 nach der
Sitzung der städtischen Körperschaften schwere Klagen über die Raum- und Ventilationsverhältnisse usw. geführt und heftig diskutiert wurden. Der Gemeinderat hat aber alle Forderungen zum Umbau oder zu Ergänzungsanlagen abgelehnt, da man, wie jetzt bestimmt verlautet, entschlossen ist, an einen Theaterneubau, der nicht mehr zu umgehen ist, heran- zutreten. Die gegenwärtigen baulichen Verhältnisse des Stadt- U/eaters sino auci) tatsächlich unglaublich und einer Universa tätsstadt unwürdig. Der Gemeindevorstand stellte die Gründung eines Theaterbaufonds in Aussicht.
Ortskrankenkasse Gießen.
Dienelng Lrn 26. November 1987, abends 9 Uhr
im Felserrkeller
Ordentliche Generalversammlung.
Tagesordnung.
1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung.
2. Ersatzwahl des Vorstandes.
3. Bericht von der Generalversammlung der freien Vereinigung hessischer Krankenkassen.
4. Bericht von der Generalversammlung des Zentralverbandes deutscher Ortskrankenkassen in Mannheim.
p”/“ Der Vorstand.
Gertrudis barfuß von der Wartburg nach Al.-enberg getragen und dort erziehen lassen. In ihrem 20. Jahre ist Gectrudis Aebtissin des Klosters geworden und am 13. August 1297 dort gestorben.
Vor dem Hva/altar der Klosterkirche ist das Grad der heiligen Gertrudis, die in einem steinernen Sarge ruht, aus dem die Worte stehen:
Anno Domini MCCLXXXX.VIL In die B. Hippolyti obiit B. Gertrudis fei ix Mater hujas Gonventas, Filia 8. Elisabetbae, Landgraviae Tburingiae.
'Als Üieliquien befinden sich im Altar:
1. Eine Rohre von einem Arme der Heil. Elisabeth, so in einem von alter Silberarbeit verfertigten Atme eingefaßt ist und durch ein Thürchen gesehen und ungerührt werden ^lann.
2. Roch ein kleiner Teil von selbiger Röhre m Silber eingefaßt und vergoldet mit der Unterschrift: Beata Elisabeth.
3. Ein großer goldener Ring mit einem länglichen Granatstein, welchen Landgraf Ludwig bei feiner Vermählung der Heil. Elisabeth geschenkt hat.
4. Ter Heil. Elisabeth Brautrock von rothem Sammt, worauf zwei große, stark vergoldete mit Steinen besetzte Löwen zu sehen sind.
5. Ein Stück von dem untersten Nachtkleid der Heil. Elisabeth, so von Leinwand gestickt und vom Geißeln noch mit Blut besprengt ist.
6. Eine große silberne Kanne, woraus Elisabeth in dem zu Marburg gestifteten Hospital den Annen den Trank eingeschenkt hat
7. Ter Heil. Gertrudis Haupt in grünen Taffet emgefatzt und mit Perlen besetzt. J
8. Ein großer vergoldeter Kelch, welchen Gertrudis bei ihren Lebzeiten hat machen lassen.
9. Ein bewegliches Vesperbild, so die heil. Elisabeth von Marburg nach Altenberg geschickt hat.
10. Ein hölzerner Sessel mit einem von Rohr geflochtenen Kissen, woralN die Heil. Elisabeth und Gertrudis gesessen. Dazu ein hölzernes Jesuskmdlein, das die Gertrudis als Kind mit nach Alkenoerg gebracht hat.
11. Ein großes silbernes Kreuz, welches wegen der darin gefaßten Heiligthümer, woriiuter em Stück vom Kreuz Ehristi, das im Jahre 1643, als am 24. September in der Stadt Wetzlar der Klosterhof mit den allda in Verwahrung gewesenen silbernen Kirchen- jachen und anderen Kostbarkeiten völlig abgebrannt und des andeieil Tages aus der Glut lind Asche ganz jchön uiid unverletzt ivieder herausgezogen worden.
12. Ter Heil. Gertrudis Tisch und Bettladen.
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— Die „Goethe-Handschrift", von der in unserer Nummer von letzten Montag die Rede ist, befinbet sich z. Z. tatsächlich in Gießen, und zwar in dem Rickerfchen Sortiment und Anti- quariat. Tie Fensterscheibe trägt die mitgeteiUe Inschrift m ihrem oberen Teil, sodaß man annehmen möchte, der Schreiber habe mehr ms Glas zu kritzeln beabsichtigt, fei aber darin unterbrochen worden. Ter Tuclus der Schriftzüge spricht ztun mindesten Nicht gegen die Vermutung, daß sie vom jungen Goethe stammen. Dazu kommt, daß das Haus, aus dem die Scheibe flammt, zu der Zeit, da Goethe sich in Wetzlar befand, wahrscheinlich iin Besitze eines Verwandten der Familie Buff war, eines Majors Werner. Es wird allerdings auch behaiiplet, daß erst in einer späteren Zeit Werner dieses Haus erworben habe, als Goethe bereits längst fern von Wetzlar weilte. Jedenfalls steht es noch nicht fest, daß man es hier tatsächlich mit einer Handschrift Goethes zu tun hat. Toch dürtten Vergletchilngeii dieser Fensterschelbeninjchrift mit authentischen Wetzlarer Goethe-Atanuskripten und andere gelehrte Nach'orschungen die Frage beantworten, ob man es hier wirklich mit einer echten Goetheschen Niederschrift zu tun hat oder nicht. In Wetzlar selber haben sich die Forscher beieits m zwei Lager gespalten, von denen die Emen die Echtheit anerfennen, die Andern sie in Zweitel ziehen. Aber selbst die Ersteren legen Wer: daraus, in den Besitz der Scheibe zu gelangen, woraus man doch wohl schließen darf, daß sie selber ihre Zweifel für widerlegbar halten. ES scheint also em Gelehrtenstreit entbrennen zu wollen um dieses Stückchen alten Fensterglases.
Stadtv., 4501, Schultze, Rudolf, Geschäfts sichrer u. Skadtv., 4469, Schulz, Kari F-r. Herrn., Schuhmacher, 4456, Stadtmüller, Peter, Klciderhdlr. u. Stadtv., 4501, Stadtmüller, Karl, Gürtlermeister und Stadtv., 4509, Wittrisch, Richard, Redakteur, 4474, Wolff, Julius, Geschäftsführer, 4459. Die Bürgerlichen haben also mit mehr als 250 Stimmen gesiegt. Bei der letzten Wahl betrug die höchste Stimmenzahl bei den Bürgerlichen 3698, die niedrigste 3620, die höchste bei den Sozialdemokraten 4163, die niedrigste 3925.
-ch Rodheim a. d. Bieber, 19. Nov. Der Gewerbeverein für Rodheim und Umgegend hielt am Sonntag bei Gastwirt K. Schlierbach seine Hatiptver- sammlung ab. Sie war deshalb von besonderem Interesse, da auch alle in unserer gewerblichen Zeichenschule feit deren 2 jährigem Bestehen ausgeführten Zeichnungen in dem Versammlungslokal zur Schau standen. Die Arbeiten wurden viel bewundert. Diese Ausstellung soll noch bis zum Monat Dezember für alle Interessenten zur Einsicht offen stehen. Inmitten der mannigfachen Zeichnungen hängt auch das Bild (Photographie) des verstorbenen Professors Laich-Wiesbaden, der das Gewerbeschulwesen für Nassau zur Blüte gebracht hat. Aus der Tagesordnung sei hervorgehoben, daß bei der auf Grund des revidierten Statuts vorzunehmenden Vorstandswahl die bisherigen Mitglieder wiedergewählt wurden. Nach dem Geschäftsbericht wurde im abgelaufenen Sommerhalbjahr unsere gewerbliche Zeichenschule von 45 Schülern besucht, darunter 22 freiwillige. Die Zahl der Abendschüler in der gewerblichen Fortbildungsschule betrug im vorigen Winterhalbjahr 38, davon 13 freiwillige.
Kandel.
Wien, 18. Nov. Saaten st an ds- undErntebericht des Ackerbauministcriums vom 15. November. In der letztver- flossenen Berichtswoche herrschte im Gebiete nördlich von den Zentralalpen eine außergewöhnliche Trockenheit, während die südlichen Länder von starker Regengüssen heimgesucht wurden. Nach eingelaufenen Berichten ist die Gesamtenrle als eine guteMi11el- ernte zu bezeichnen. Tie Maisernte ist beendet und der Ertrag befriedigend. Tie Kartoffelernte ist gleichfalls abgeschlossen und der Ertrag zufriedenstellend. Tie Zuckerrübenernte ist ebenfalls allerorts abgeschlossen, der Ertrag sehr gut und die Qualität vorzüglich. Auch die Futterrüben- und Stoppelrüben ernte ist beenöet und der Ertrag befriedigend. Kvpfkraut und Buchweizen lieferten einen sehr guten Ertrag. Tie Weinlese ist gleichfalls beendet. Die Qualität des Weizen-Gewächses ist außerordentlich befriedigend, bei der Quantität ergab sich ein nicht unbedeutender Ausfall. Die Olivenernte ist nicht zufriedenstellend. Der Anbau der Wintersaaten ist abgeschlossen und gestaltete sich wegen der Bodenhärte äußerst schwierig. Die offiziellen Saatenstands- und Ernteoerichte für 1907 finden mit diesem Bericht ihren Abschluß.
Reichsstempel-Abgaben. Die Einnahme an Reichs- stempel-Abgaben für Wertpapiere im Oktober betrug 1 220 090 Mk. gegen 2 218 168 Mk. im Oktober v. Js. und zeigt einen Ausfall von 998 068 Mk. Dadurch erhöht sich der Minderertrag der Steuer für die ersten 7 Monate des Rechnungsjahres auf 2 439 201 Mk.
Aus Stadl und Land.
Gießen, 20. November 1907.
x Herb st ein, 18. Nov. Gegen die Festlegung des neuen O r t s b a u p l a n s für den abgebrannten Stadtteil wurde bis jetzt von 9 Beteiligten Einspruch erhoben.
Z-Lauterbach, 18. Nov. Zu der vergangenen Samstag hier stattgehabten konstituierenden Versammlung des Be a m t e n v er e i n s hatten sich 45 Beamte aller Kategorien eingesunden. Aktuariatsassistent Ti lling betonte in kurzen Zügen den Zweck der Vereinigung. Pvstassistent Leos hielt in längeren Ausführungen einen sehr interessanten Vortrag über „Modernes Beamtentum". In den Vorstand wurden gewählt: Aktuariatsassistent Dilling 1. Vorsitzender, Hauptlehrer Tr. Köhler 2. Vorsitzender, Post- affistent Trinkhaus, Kassier und Geometer Kempf, Schrist- ^rer. Dem Vorstand wurde zur Beratung ein Ausschuß .^.gewählt, der sich' aus je einem Vertreter der verschie- cnen Bearntenkategorien rekrutiert. Zur Beratung der Statuten wird eine weitere Versammlung nächsten Samstag
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Meiner werten Kundschaft, sowie einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich mein
(mehr 19' , ...
^weniger 6 860 000 Mk.), C. von Erlaubniskarten für Kraftfahrzeuge 1 960 000 Mk. (weniger 980 000 Mk.), D. von Vergütungen r an Mitglieder von Aufsichtsräten 5 880 000 Mk. (weniger 3 920 000
Mark', zusammen II. 47 040 000 Mk. (weniger 9 800 000 Mk.);
Erbschaftssteuer 42 000 000 Mk. (mehr 6 000 000 Mk.), Statistische
Gebühr 1 432 300 M. (rmchr 103 300 M.), im ganzen: 1 257 931 770
. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange-, hörigen von Lungenkranken. , 11 i
Ausgabe von Attesten für Aumahme in Heilstätten.
^Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur^ermeidung |
Svicfhifkn oct «Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
E. I. H. B. Verein Kreditreiorm in Gießen; Auskunftei' Schimmelpfeng in Frankfurt.
Nach 2lüeudorf a. d. Lahn. Anonyme Einsendungen können nicht abgedruckt werden.
Obtlykssislizer Sestzichtsiklkii.
Ordentliche Mitglieder - Versammlung
Donnerstag den 21. November, abends 8VS Ubr, im oberen Saale des Cafö Ebel.
Mark (mehr 70 343 330 Mk.). Dazu treten die Abfindungen im Gesamtbeträge von 100 910 Mk. (mehr 8230), so daß die Gesamtsumme der Einnahmen aus diesen beiden Kapiteln sich auf 1258 032 680 Mk. (mehr 70 351560 Mk.) beläuft. Aus dem Ertrage der Zölle wird ein auf 53 Millionen geschätzter ^Betrag \ für die Zwecke der künftigen Waisen- und Witwenversorgung zurückbehalten.
Im Etat für die E x p e d i t i o n nach Ostasien ist bei ■ den ordentlichen Einnahmen die 7. Zinsrate der von China zu zahlenden Entschädigung mit 10 769 683 Mk. (weniger 24 931 Mark), bei den außerordenilichen Einnahmen die 7. Tilgungs- rate mit 641 797 Mk. (mehr 24 685 Mk.) eingesetzt.
Die Einnahmen an Zöllen, SteuernundGebühren sind auf 1258 032 680 Mk. (mehr 70 351560 Mk.) veranschlagt. H Es entfallen auf Zölle 666 974 000 Mk. (mehr 66 609 000 Mk), Tabaksteuer 11297 000 Mk. (mehr 100 000 Mk.), Zigarrensteuer 'l 14 341000 Mk. (mehr 2 868 600 Mk.), Zuckersteuer 141436 000 ip Mk. (mehr 2 780 000 Mk.), Salzfteuer 57 194 000 Mk. (mehr 1 1 874 000 Mk.), Branntweinsteuer a) Maischbottichsteuer 8 599 800 II Mk. (weniger 5 949 200 Mk.), b) Verbrauchsabgabe und Zuschlag 108197 500 Mk. (mehr 5 863 500 Mk.), Schaumweinsteuer .') 157 700 Mk. (mehr 524 700 Mk.), Brausteuer und Uebergangs- abgabe 55 266 000 Mk. (mehr 3 522 000 Mk.), Spielkartenstempel , 1 757 470 Mk. (mehr 62 700 Mk.), Wechselstempelsteuer 16 Mill.
Mk. (mehr 1582 000 Mk.), Reichsstempelabgaben I. Ueberweisungs- ftcuern A. von Aktien, Kuxen, Renten und Schuldverschreibungen 27 440 000 Mk. (weniger 859 460 Mk.), B. von Kauf- und sonstigen Anschaffungsgeschäften 13 030 000 Mk. (weniger 6 572 060 Mk.), C. von Lotterielosen a) für Staatslotterien 32 589 000 Mk. (mehr 199 000 Mk.), b) für Privatlotterien 7 880 000 Mk. (mehr 1 345 850
m Tages-Ordnung: 1) Geschäftsbericht des Vorsitzenden. ■ 2) Rechenschaftsbericht des Rechners. 3) Borstandswahl. 4) Vor- trag des Herrn Professor I). H. Gunkel: Eine ncuentdcckte iü- oischc Urkunde aus der Perscrzcit. B) Mitteilungen des Konservators über die vorgeschichtlichen Ausgrabungen tn der Umgebung W von Gießen.
■ ‘ — Gäste willkommen. —
i attfinden.
Schlitz, 18. Nov. Dieser Tage ging Herrn Kaufmann Fischer Nachf. Friedr. Jäger, .Kolonialwarenhandlung aus Madrid ein Schreiben zu, dessen Inhalt sich als eine der rekannten spanischen Schatzschwindeleien plumpester Art dar- stellte. Der bedauernswerte Millionär hatte mit seiner Schilderung bei vorstehender Adresse wenig Glück und wird weder aus Antwort noch auf den erbetenen Besuch rechnen tönnen.
Offenbach, 19. Nov. Tie gestrigen Stadtvervrd- : netenw ahlen endeten, wie bereits gemeldet, nach heißem Lahlkampf mit dem Sieg der bürgerlichen Kandidaten. Es er- fieltenStimmen von denVereinigtenBürgerParteien: Vrunn, Earl, Architekt, 4737, Feistmantt, Louis, Fabrikant 4766, 6ebb, Louis, Modellschreiner, 4710, Hamann, Jakob, Professor und Oberlehrer, 4746, Höhle, Ludwig, Fabrikant (Zentr.) 4697, Krämer, Adam, Geschäftsführer (Zentr.) 4685, Nessel II., Franz Ad., Schneidermeister (Zentr.) 4707, Nessel, Rudolf, Dachdecker- meister (Zentr.), 4689, Neubert, Theodor, Landwirt, 4740, Perre- ■ [et, Friedrich, Fabrikant, 4706, Schmitt-Weißgerber, Christian, Rentner, 4725, Seibert, Paul, Amtsgerichtsrat, 4730, Steinert, Karl, Rentner, 4715; von den Sozialdemokraten: Falke, 5ermann, Wirt und Stadtverordneter, 4468, Haustein, Kuno, Portes.-Fabrikant und Stadtverordneter, 4480, Heilmann, Heinr., Arbeiterfekretar u. Stadtv., 4474, Kappel, Johann, Gewerkschaftsbeamter, 4447, Knöchel, Martin, Gauleiter, 4439, Orb, Johannes, Sekretär u. Stadtv., 4466, Schmitt, Gregor, Ortskassenrechner und
Märkte.
Limburg a. d. L., 19. Nov. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Nialter. Roter Weizen (nass.) 18,50 All., weißer Weizen 00,00 Alk., Korn 15,50 Mk., Gerste 11,25 Mk., Haier 8.50 Ntk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,80 Alk.
Reliquien der Heiligen Elisabeth im Kloster Altenberg.
Das ehem. Kloster Altenberg bei Wetzlar ist jetzt bekanntlich ein Guts Hof, dem Fürsten von Solms^Braunsels gehörig. Nach W. Dilichs Hessischer Chronik hat 935 Graf Eitel Kraft von Solms dort seine Residenz gehabt. Im Jahre 1180 wurde mit Bewilligung des Abtes zu Fulda das Herrschaftshaus dem Nordbertinerorden als Kloster eingeräumt. «Seine größte Bedeutung erlangte es unter der Meisterin Gertrudis, einer Tochter der heiligen Elisabeth. Wie die Legende berichtet, habe Elisabeth (deren 700. Geburtstag in diesen Tagen, wie wir gesteni berichteten, in ihrer Geburtsstadt Preßburg feierlich begangen wird) bald nach dem Tode ihres Gemahls ihr neugeborenes Kind
SC. WaSther, Huf- und Wagenschmied.
Einfahrt von derNeustadt beiMetzgerRausch sowieWestanlaqe56.
Fnnßtelie \i Lungenkranke.
(Medizinische Klinik, Klinikstmße)
SCHUTZBäARKE.
FRANCK
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