eigenen Parteigenossen aus der Arbeiter
in gliedern.
hingegen sogar über 2200 Mark.
Die Höhe der Ver-
A
Eingejan-e.
'JJinvl 12 531 abschließt, gutgchciszcn.
Ziach dein ijcmein
süc die Einladung und gibt dem Wunsch guten Beziehungen zwischen der öffent-
nüt einem Hoch aus Gl äs sing dankt als
(Für Form und Jnha^ . übernimmt die Redmr.
arbeitet hat. Tas V:remsvermögen hat Ltark 9000 erhöht, so daß es jetzt über
trägt. Ec schloß Bürgermeister Dr. Armcnocrivaltung Ausdruck, daß die
. jiubrif stehenden Artikel r.m gegenüber keinerlei
sich wieder um Mark 80 000 be- den Großherzog. Chef der städt.
'Referenten vertreten worben, sei eine nationale Frage, an der jeder Liberale gern mitarbeiten wolle. Dagegen müsse er sich ganz entschieden gegen den Vorschlag des Landgerichtsrats Ktilemann wenden, eine selbständige Arbeiterpartei nach dem Muster des Bundes der Landwirte zu bilden. Tie Arbeiter können sich ja organisieren, sie müssen sich aber, ähnlich den Jungliberalen, a n d i e l i b e r a l e n O r g a n i s a t i o n e n
Spielplan des Großherzogt. Kurhaus-Theaters Bad-Nauheim.
Direktion Hermann S t e i n g o e 11 e r.
Mittwoch den 26. Juni: „Charleys Tante/ Schwank in vier Akten von Brandon Thomas. Freitag den 28. Juni: Unter Mil- Wirkung der RurfapcUe: „Die Geisha." Cpcrette in drei Akten von Sidney Jones. Samstag den 29. Ium: .Der Schlafwagen» kontrolleur." Schwank in drei Akten von Alex. Bissau.
schäft würden sagen: Ihr wollt uns durch den Kulcmannschen Vorschlag nur Abstößen, um rjiccer freie Bahn für Eure eonberw bestrebungen zu haben. Er sei der Ansicht, das; durch die Gewerkschaften der Revisionismus in der Sozialdemokratie sehr bald großen Einfluß gewinnen werde. Wer aber erwägt, daß der Revisionist v. Vollmar Bayern an den Ultramontanismus ausgeliefert habe, werde zum Revisionismus nicht Vertrauen haben. Tie Arbeiter, die auf dem Boden des Liberalismus stehen, sollen innerhalb der liberalen Organisationen gleichberechtigte Mitarbeiter fein. Es sei fein Zweifel, daß dies im Interesse der deutschen Arbeiterschaft liege.
Professor Dr. Hummel (Karlsruhe): Der Nationalverein würde sich ein großes Verdienst erwerben, wenn er auch für die geistigen Arbeiter einträte.
Arbeitevftkcetär Balzer (Kaiserslautern) bezeichnete es als Nachteil der Arbeiterschsaft, wenn man den Vorschlag des Landgerichtsrats Külemjann aüssühren wollte. Tie Arbeiter haben mitten bürgerlichen Klassen viele gemeinsame Interessen, so daß sie ein gutS1 ückWeges zusammengehen können. Wenn der Liberalismus die Arbeiter zurück- geroinnen wolle, dann dürfe cs nicht bei Worten bleiben, sondern es müsse nachhaltige Arbeit, und zwar gemeinschaftliche Arbeit, getan werden.
Arbeiter Theilhaber (München,: In Bayern, der Pfalz usw. sei ernt ganze Reihe Arbeitervereine gegründet worden, die auf dem Boden der liberalen Blockpartei stehen Tie Arbeiter wollen in Gemeinschaft mit dem Liberalismus kämpfen
Rechtsanwalt Tr. Haa s^(Karlsruhe : Es sei selbstverständlich,. daß die Angriffe der Sozialdemokratie abgewiesen werden müssen. Bei einer Stichwahl zwischen einem Sozialdemokraten und Zentrumsmann müsse man aber unbedingt für den Sozialdemokraten eintreten. (Be.still und heftiger Widerspruch.) Er wisse sehr wohl, daß die^Sozialdemokraten vielfach das Zentrum unterstützt haben. Tie Sezialdemotraten tonnen aber mit Recht lagen: Ihr Liberalen habt mehrfach bei Stichwahlen die Reaktion unterstützt. (Beifall und Widerspruch.) Es dürfe nicht vergessen werden, daß die liberale Blockpartei cs sich zur Hauptaufgabe gestellt habe, die Reaktion zu bekämpfen. «.Beifall und Widerspruch.)
Nach noch längerer Besprechung gelangte folgende Erklärung
einstimmig zur Annahme:
„Tie Versammlung ist überzeugt, daß die führende Mitwirkung an der Losung der Arbeiterfrage zur Zeit eme Haupt iausgabe des Liberalismus ist, und erwartet, daß der National verein in der Arbeiterfrage ein wesentliches Feld seiner Betätigung erblickt."
.Damit war die Tagung beendet.
politische Lagesscharr.
Boa der Eisenbahntaris-„Reform".
Wohl im Anschluß an den Artikel von Prof. Engel in unserer Nr. 142 wird uns aus unserem Leserkreise geschrieben: Bei der in so mannigfacher Beziehung einer abfälligen Kritik-, unterliegenden Reform der Eisenbahnlarife gibt namentlich auch die Berechnung des früheren Freigepäcks von 25 Ko. für nahe Entfernungen Anlaß zur Beschwerde. Bis 50 Km. ist der Tarif 0,20 und darüber bis zu 300 Km. 0,50 Mk. Liegt darin nicht eine Härte, von der namentlich der Geschäftsreisende schwer getroffen wird ? DaS allgemeine Interesse erheischt, daß eine stufenweise Erhöhung der Sätze zur alsbaldigen Einführung kommt, ivas man schon am grünen Tisch als dem Verkehrsinleresse dienlicher hatte erachten können.
Alan führe nachstehende Progression als mildere Maßregel, die — zumal es sich nm s rüh eres Frei g e p ä ck handelt — He erregten Gemüter versöhnlicher zu slinimen geeignet ist:
a) 25 Ko. — 50 Km. 0,20
die zuständige Behörde ist also bereits im Gange. Herr B. ist ohne Unterbrechung nach wie vor im dem Geschäft des Herrn Gever tätig; er ist weder entlassen noch grob an gefahren worden. Alles purer Schwindel! Tatsache ist, daß, als der Geselle sich abfällig über den Wert der Anmeldung der Verletzung äußerte, Herr Geyer auf der Anmeldung bestand — doch nur zum Besten des Arbeiters.
Also ist Zeder Satz der Ooerb. Volksztg. unwahr. Erstunken und erlogen! Und das alles zu dem edlen Zweck der „Aufklärung" der Arbeiter, schöne Aukklärung durch freches Belügen der Leser: Und solche erbärmlichen Ehrabschneider wollen Don „moralischer Verkommenheit der Bourgeois" reden! Pharisäer und Heuchler! Zu bedauern lind nur die Leute, die den Unsinn lesen und glauben. Tie Quintessenz des ganzen Machwerks ist die: Tretet in den Verband! Ter Zweck heiligt nun auch bei den Roten die Mittel: w i e man die Arbeiter in den Verband bringt, ist egal — die Wahrheit spielt hier keine Rolle. Und dabei weiß die Oberhess. VolLztg. immer so rührend von Wahrheit, Freiheit und Recht zu schwäruien. Leider hat sie doppelte Moral: sie tut, ,al]"o das, ivas sie nicht müde 'wird, der verrotteten bürgerlichen Gesellschaft vorzuwerfen. — Was nun den Schreiber des Artikels aiilangt, so ist es vermutlich immer derselbe Schmierfink, der die tendenziös gefärbten Artikel aus Alsfeld seinem Leibblatt als lautere Wahrheit vorse^t. Ob die Volkszeitung den Braven jetzt von ihren Rockschößen abschüttelt? Mir werden ja sehen. — Uebrigens hat Herr Geyer wegen der groben Beleidigung und ö ffe nl l i ch en Be rü ch t l i ch m a ch u n g seiner Person StrafantraggegendasVlatt gestellt. Tas ist eil) Akt der Notwehr, dem man nur lebhaft beipflichten kann.
Vermischte».
• Die Tat eines Wahnsinnigen. Das am Eingänge des TauerntnnnelS gelegene Dorf Böckenstein war der Schauplatz entsetzlicher Taten. Mehrere Gäste saßen in einem Gasthaus friedlich beisammen, als plötzlich der kroatische Bahnarbeiter Vukelic aufsprang, die Lampe zu Boden schlug und wie rasend auf seine Tischgenossen mit einem schweren Stocke loszuschlagen begann, wodurch alle sehr schwere Verletzungen erlitten. Darauf stürzte Vukelic aus dem Gast- zimmcr und zertrümmerte einem ihm entgegenkommenden Manne den Schädel, sodaß er tot zu Boden sank. Einem Krainer stieß er einen Dolch mit solcher Gewalt in den Rücken, daß der Getroffene sofort verschied. Dann erst konnte der Wahnsinnige gebändigt und m Gewahrsam gebracht werden.
* D ie Havannas werden teurer. In den großen Tabakfabriken in Havanna sind seit Mitte März die Arbeiter im Ailsstand, und wenn nicht bald eine Einigung zustande kommt, ivird ein erheblicher Mangel an Vorrat und infolgedessen eine bedeutende Steigerung der Preise für Havannazigarren eintreten. Zudem ivar die Ernte des vorigen Jahres schlecht und die Ernte in diesein Frühling war eher noch schlechter, so daß die Aussichten für Raucher sehr trübe sind.
* Kleine Tag cschro nist In Metz erschoß sich auf dem Militärschießstand Leutnant Böhner vom 8. bayrischen Infanterieregiment. Tas Motiv der Tat ist unbekannt. — Das Torf Micheldorf (Steiermark) ist durch einen Brand fast vollständig vernichtet worden. Auch die Ortschaft Trazendorf wurde von einer Feuersbrunst heimgesucht und saft gänzlich zerstört. Drei Familienväter sind in Den Flammen u m geko m m e n. — Im Bade Meinberg in Lippe stieß ein Auto m i l mit dem Gespann des Prinzen Leopold ju Lippe, des Onkels des regierenden Fürsten, zusammen. Ter Inhaber des Automobils wurde schwer verletzt, ferner wurde von dem Gcspamr des Prinzen ein Pferd getötet. Prinz Leopold und die Insassen seines Wagens blieben unverletzt. — In Arnstadt wurde der Postschaffner Kühr durch Ueberfahren getötet. Vermutliche Ursache ist eigenes Verschulden.—
Ans Sfaöt und Land.
Abdruck nuferer durch Korrefpondcnzzeichcu keuutlich gc° ruachteu Lrgiualartikel ist nur unter genauer Quellenangabe (Gteß. Anz.) gestaltet.
Gießen, den 25. Juni.
** Von der Landesuniversität. Der Verlags- buchhändler Alfred Töpclmann hier hat in dankcnslvertor Weise seine theologischen Verlagswerle der Bibliothek des Theologischen Seminars als Geschenk überlassen.
△ Butzbach, 23. Juni. In der dieser Tage hier abgehalteucn außerordentlichen Generalversammlung der sog. Pfe nn t gsparkasse, die durch die bekannten Unterschlagungen des früheren Rechners schiver gelitten hatte, wurde über die Aufnahme von 14 weiteren Stammeinlegern abgestimmt. Das beschränkt haftende Kapital der Kasse ist hierdurch um 7000 Mark erhöht worden. Ferner erfuhren die Satzungen bezüglich der Befugnis des Rechners Einschränkungen, die ihm die Geschäftsführung nur in Gemeinschaft mit dem Kontrolleur gestatten. — Als eine erfreuliche Tatsache konnte festgestellt werden, daß die Kasse wieder das Vertrauen der hiesigen Einwohnerschaft zurückgewonnen hat. Die wöchentlichen Einlagen schwankten seither zwischen 1500 und 1600 Mark. Die Einlagen der letzten Woche betrugen
h0"6 bi- .
Sitzung des Provinzial-Ausschuffes.
Gießen, 22. Juni 1907.
Die Sache: Beschwerde des Apothekers Welcker und Genossen gegen den Müller Heinrich Wagner IV. zu Allendorf a. Lda. hat den Provinzialausschuß schon zu wiederholten Malen beschäftigt. Müller H. Wagner hatte den bei der regelmäßigen Reinigung des Mühlgrabens sich ergebenden Aushub aus die Grundstücke der Beschwerdeführer und auch auf einen öffentlichen Weg gelagert, ohne für seine Wegschaffung Sorge zu tragen. Tie Anlieger erhoben hiergegen Beschwerde, über die vor den ordentlichen Gerichten entschieden ivurde. Wegen des öffentlichen Wegs jedoch erlies; das Großh. Kreisamt Gießen an Wagner einen Polizeibefehl, wonach dieser für die Zukunft wegen des Zeitpunktes der Reinigung des Mühlgrabens, wegen des Platzes für die Lagerung des Aushubes und der Frist für seine Fort- schafsung den Weisungen der Großh. Bürgermeisterei Allendorf Folge zu leisten habe. Hiergegen ließ Wagner durch seinen Anwalt Beschwerde verfolgen, indem er sich darauf berief, daß er das Recht zur Lagerung des Aushubs durch unvordenkliche Verjährung erworben habe. Der Provinzialausschuß änderte heute den Polizeibefehl dahin ab, daß Wagner für die Zukunft wegen des Zeitpunktes der Reinigung des Mühlgrabens sich mit Großh. Bürgermeisterei Allendorf zu verständigen und wegen der Art der Lagerung des Aushubs auf dem neben dem Mühlgraben her- ziehenden Fußpfad und der Frist für die Fortschassung des Aushubs von diesem Fußpfad den Weisungen der Großh. Bürgermeisterei Folge zu leisten habe.
Ter zweite Punkt der Tagesordnung: Ablösung der siskalischen Jagdberechtigung in dem Pohlgönfer Gemeinde- und Kirch- gönser Gesellschasiswald „Bodenhardt" wurde auf Antrag einer der Parteien vertagt.
Der Klage des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landarmenverband Gießen wegen Unterstützung des F. I. Rasche von Schwetz lag die Tatsache zugrunde, daß diesem ein Paar Schuhe verabfolgt werden mußten, wofür der Orls- armenverband bei dem Landarmenverband Ersatz verlangte, da der Unterstützte landarm war. Der Landarmenverband verweigerte den Ersatz aus prinzipiellen Gründen, indem er ausführte, daß der Unterstützte nicht hilfsbedürftig gewesen sei und daß das Verabfolgen von neuen Schuhen an Nichtbedürftige diese veranlasse, sie bei dem nächsten Althändler gegen gebrauchte umzutauschen und sich den Mehrwert herauszahlen zu lassen. Um diesem Mißbrauch zu steuern, müsse der Ortsarmenverband Vorsorge treffen. Nachdem der Vertreter des Ortsarmenverbandes heute nachgewiesen hatte, daß in der Tat Hilfsbedürftigkeit Dor - gelegen habe, und der Ärmenverband alles tue, um einem Mißbrauch vorzubeugen, gab der Provinzialausschutz der Klage statt, indem er den Landarmenverband zur Zahlung des angeforderten Betrages sowie der Kosten des Verfahrens verurteilte.
ja».» F-st-ss-n w.-d Antrag Mäht rin. ""
gewählt, die die Satzungen des GejamtvercmZ den heutigent Rudolf Schlosser-Darmstadt.
Vcrhältniffen onpaßt. Hieratif wird der Verteilungsplan für die Pflegcgelder für 1907/08 betr. der Aufnahme von Halbwaisen in Pflege de§ Vereins genehmigt. Als Ort der nächsten Tagung ivird Mainz gewählt. Schrapenborg. Mainz wird in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt. Ein hübsch verlaufenes Gartenfest bildete den Schluß der Veranstaltung.
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b) , , 51— 75 „ 0.30
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ober Einführung einer mittleren Stufe bis zu 75 Km. mit 35 Psg. Taxe. Tann würde die Fiskalität nicht allzusehr hervortreten, Aber auch dieser Punkt hat seine konusche Seite, iuic so manch andere, jüngft von Professor Engel beleuchtete Tarismaßregel.
Man braucht nicht grobe ein besonders findiger Reisende zu fein, um bei Entfernungen unter 100 Km. den 50 Pfg.-Satz zu umgehen. Besonders nahe liegt es bei Bahnübergängen, wo 'meistens ausreichende Zeit gegeben ist, sich einen" zweiten Fahrschein unter 50 K m. zu lösen, um mit 2x20 Psg. für die 25 Kg. Gepäck auszukommen.
Man bedenke, zu welcher kolossalen Belästigung bei Beamten es führen muß, wenn die aufs Schwerste gekränkte Reisewelt auch nur zu einem Teile zu dieser erlaubten Selbsthülse greifen wollte. Einsender hat es sich zum Grundsatz gemacht, nach Möglichkeit von der kleinen Unbequemlichkeit abzusehen, um dem allzu begehrlichen Fiskus diese Nase zu drehen.
zinsuug der Einlagen wird für die Folge alljährlich in der Generalversammlung bestimmt.
Lauterbach, 22. Juni. Unsere Hochdruckwasserleitung ist nunmehr fertiggestcllt. Auf Einladung begaben sich gestern nachmittag um 5 Uhr die Mitglieder des Gemeinderats, Rittmeister Baron Hans von Rtedesel zu Eisenbach und die Vorstandsmitglieder der Feuerwehr, des Gewerbevereins, deS Handelsvereins, des Turnvereins, sowie der Neichsbanknevenstcllc und andere Interessenten nach dem Hochbehälter am Eichkopf. Bürgermeister Stöpler erklärte die Einzelheiten des Werkes. Der Hochbehälter liegt 333 m über dem Meere, der Burghof 300 m, die Cent 309 m. Tie Quellen am Ensert liefern jetzt täglich 180 cbm Wasser. Man begab sich dann nach txm Burghof, wo mit Hülfe eines an den Hydrant angeschraubten Schlauchs bewiesen wurde, daß der Druck des Wassers reicht, dasselbe bis über den Dachfirst des Burgschlosses zu treiben. Die Feier fand ihren Abschluß im Wirtschastsgarten Felsen- keller des Burgivirtshauses. Forstrat Eule seid wies in einer Ansprache auf die großen Verdienste unseres Bürgermeisters Stöpler hin, der durch den Erwerb der Grabeu- wiesen-Wasserleitung und jetzt durch den Bau der Hochleitung einen neuen Baustein zu einem bleibenden Denkmale für sich herbeigetragen habe. In das auf ihn ausgebrachte Hoch stimmten alle Anwesenden lebhaft ein. Bürgermeister Stöpler schilderte daraufhin den Werdegang der Wasserversorgungsfrage unserer Stadt von den 1860er Jahren an bis zum heutigen Tage und hob insbesondere das Verdienst der Freiherren Riedescl hervor, denn von diesen wurde die erste Wasserleitung an die Stadt käuflich zu aniiehmbarein Preise abgetreten. Sein Hoch galt den Freiherren Riedesel und deren Verwaltung. Rittmeister Riedesel dankte für die freundlichen Worte. (Laut. Anz.)
sd. Darmstadt, 23. Juni. Die 15. Lanbesvcrsamm- lung des H c ss isch e n F e ch tv e r e ins W a ise nsch u tz tagte heute hier, zu der aus Oberhessen die Zweigvereine Butzbach, Gießen und Gamdach Vertreter entsendet, als Vertreter der Stadt Darmstadt war Bürgermeister Dr. Glässing anwesend. Der Vorsitzende Gürtlermeister Horn-Mainz gedachte zunächst des aus Krankheitsrücksichten zurückgetreteneu seitherigen Vorsitzenden Schrapenborg-Mainz, der den Verein vor 15 Jahren gegründet hatte und gab bann einen kurzen Geschäftsbericht, aus dem hervorgeht, daß der Verein and) im lausenden Jahre sich gut entwickelt und mit Erfolg ge
liehen und der privaten Waisenpflege, die sich im Interesse auch der Halbwaisen gegenseitig ergänzen müssen, auf die Sauer erhalten bleibe. Er hofft, daß der Verein zur Erreichung der hohen und idealen Ziele aiich fernerhin wachse und gedeihe. Ter Vorsitzende Burggraf bringt bann em Schreiben des Staatsnunisters Ewald zur Verlesung, der am Erscheinen verhindert isr. Kassier Degenhardt bringt bann den Rechenschaftsbericht, der in Einnahme unb Ausgabe mit Mark 12 531 abschließt und es wird ihm Euilastung erteilt. Auch die Berichte des Preß-Ausschusses, des Landes- gewerbe-Aussd)usscs, soivie der Kalender-Kommission werden gutgehcißen. Als Präsident wird hierauf definitiv Horn- Mamz gewählt, Beiräte werden u. a. Frank-Butzbach und Siövcr-Gießen. Tann rvird noch der Voranschlag, der mit
Wie's dem Arbeiter ergeht.
In der Alsfelder „Oberhess. Zig." lesen wir:
Mies dem Arbeiter geht, erfährt man wieder eiiv mal flus der Offcnbacfcr „Oberhessischen" Volks-Ztg. Tas biedere Blatt erzählt:
„Wies dem Arbeiter geht. In einem Alsfelder Möbel- und Klaviergeschäft hatten kürzlich ein anfangs der 30 er Jahre stehender Geselle und ein Lehrling ein Klavier zn transportieren. Bei dem Heben des schweren Stückes muß sich der Schreinergeselle, überanstrengt haben, er spürte Schmerzen und ließ sich deshalb vom Arzte untersuchen. Tiefer stellte einen Nabelbrum fest, weshalb der Geselle seinen Meister ersuchte, diesen Uniali anzumelden. Anstatt dies zu tun, fuhr der Meister seinen Gesellen grob pn und sagte ihm u. a.: „Du bist wohl auch einer von denen, die den Stchat und die Kassen ausnützen wollen?" Ten Unfall meldete er aber nicht,an. Vergangene Woche schickte nun der ehrenwerte Meister den Gesellen fort, der schon 15 Jahre bei ihm arbeitet, jetzt ,aoer iuwlge jenes Unfalles die Arbeit nicht mehr so wie früher verrichten Fann. W.as soll nun der arme Teufel von Schreinergeselle anfangen, er hat Familie, ist krank, und nun arbeitslos. Wfüre er im Verbände, so hätte er wenigstens! eine Stütze: leider sind aber hier in Alsfeld die Arbeiter iwch weit zurück und haben ihre Lage noch nicht ernannt An diesem Falle sollten die Arbeiter lernen, wie notwendig der Zusammenschluß i)t. Arbeiter von Alsfeld und Umgegend wacht endlich auf! Schließt Euch den gewerkschaftlichen Organisationen an, berat nur dadurch ist es möglich, die Mißstände zu beseitigen."
So etwas ist empörend! Ja, so ein Unternehmer ist manchmal schon gar kein Mensch mehr. Weit sollte so ivas nicht rühren! Nur schade, daß die ganze Geschichte von A bis Z erlogen ist. Wie Herr R. Geyer — nm diesen Herrn handelt ■ es sich in dem Artikel - - uns mitteilt, bat sich die Sache so zugetragen: Zwei Gesellen (nicht ein Geselle unb ein Lehrling, waren ,am 18. Mai unter Leitung des Herrn Geyer mit dun Transport eines Klaviers beschäftigt. Eilt paar Tag.' später (nicht sofort nachdem Transport- spürte einer der Gesellen, Hcri Biirdewald, Schmerzen im Leib und ließ sich daraufhin unten"udjcn. Ter Arzt stellte einen leichten Nabelbruch fes. gab aber der Ansicht Ausdruck, daß derselbe wahrscheinlich nicht uom Klaviertstansport herrühre, sondern daß Herr B. schon vor her für einen Nabelbrnch veranlagt war. Herr B. in >chi • nu: feinem Arbeitgeber nicht sofort Mitteilung von dem Bruch, sondern erst am 3. Juni. Nach die i Mitteilung e.s G 1 11 en a. öcit Arbeitgeber hat letzterer uaaj Rücksprache mit dem Ärzt die Verletzung yir Anmeldung die tLrtedigung be$ Sache durch
Verantwortung.)
Tein Ginfenber in Sachen „Wartburg-Buchhandlung" sei hiermit entgegnet:
1. Ich hätte wirklich nicht geglaubt, daß der „leider ungenannte Herr Einsender" auf meine nut voller Namensunterschrüt gegebenen Antwort auo ny m erwidern ivürde.
2. Tie Beweise fiir die Rolwendigkeil der Kolportage auf dem Land dürsten die große Oeffemllchkeit schwerlich nuereffieren. Ter Herr Einsender kann sie sich bei nur persönlich jeDer Zeit holen.
3. Was die Unkosten anlangt, so wünsche ich, der Anonymlis behielte Recht nut feinem Ansatz von nur 10 000 Mark. Wir selbst berechnen sie etwas höher, da die Kolportage stets Zuschüsse erfordert. Eben deshalb brauchen wir ja auch die Buchhandlung: nicht als Selbstziveck, sondern um die Mittel zur Kolportage zu erarbeiten. Zur Beruhigung des Anonymus hier noch eine Stelle ans einem gegen uns gerichteten Artikel der „Buchhandlerzeituug": „Tie neue Buchhandlung muß prosperieren. Zahlt sie doch von vorneljerciii fast sämtliche Geistlichen des Großherzogtums zu ihren Abnehmern." „Em nichtiger Buchhändler zur Leitung der Geschäfte ist bereits auserwählt . . . und so muß das Unteniehmen blühen unb gedeihen."
4. Am die anonymen Teklamattoiien einzugehen über das, was dem Piarrstaud ziemt und was nicht, ist selbstverständlich
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Singer (So. Versammlung de Höhung des Gi Änderung der beschloßen morde kapitals ist erfol lcagt Mk. 15 00 Haber lautende 2 den zum Parikm B ist erfolgt.
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Gießen: Die tau. Die Fmnc latz z« Tteinbo «rlegt. 11. Eri lasten und Ins Lhallnr fr. ist de vMr handelsges 12. Gebrüder j fiorbentn Gcsellsch geb. SameL in i 1907 eingetreten, mann Ignatz Ps fura erteilt. 14. Eifentvaren-Gr Adolf Klein, ®i 15. Ludwig Ke her Ludwig Ko Emmy Kohlerm Richter zu 0i Ehefrau ist erst deppeler & N
Mdet t MM au§ u Teilhaber Oüo punfte an M Meyer Ehefrau
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