Ausgabe 
16.12.1907 Drittes Blatt
 
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«prftA+ W W^tterau, 13. Dez. Die Gemeinde Berstadt baut ein zwerklassiges Schulhaus, das jetzt tm Rohbau vollendet ist. Die Einweihung findet im näch- sten Sommer statt. Auch die Gemeinde H a i n a r ü n - rC" r®3 £ine3 Schulhauses beschlossen, mit dem rm Frühjahr begonnen wird.

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günstige Erfahrungen mit der provisorischen Einrichtung gemacht worden sind. Sie sollen an Stells des nachmit­täglichen Unterrichts und unter Wegfall der Schulauf­gaben stattfinden, für alte Schüler verbindlich sein und je nach dem Alter derselben bis zu 4 Stunden dauern.

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Ter Zweck ist zunächst der der körperlichen Erholung und Kräftigung durch sachgemäße Erholung im Freien, womit sich der allgemein erzieherische eines freieren.Ver­kehrs der Lehrer mit den Schülern verbindet. Daß diese zweckmäßige, der Gesundheit der Jugend dienliche Ein­richtung der Ausmärsche wie auch der Spielnachmittage auf alle Schulen ausgedehnt werde, ist ein Wunsch aller Jugendfreunde, denn sie sind ein Bedürfnis für die ganze schulpflichtige Jugend der höheren wie der niederen, der Knaben- wie der Mädchenschulen und zwar schon vom ersten Schuljahre an. Und wenn wir einen Blick auf das Ganze unserer Volkserziehung werfen, so klafft eine mäch­tige Lücke zwischen Schule und Heer, die viele Vaterlands­freunde im Hinblick auf gewisse Erscheinungen in unserem dermaligen Jugend- und Volksleben mit schwerer Sorge um die Zukunft unseres Volkes und Vaterlandes erfüllt. Hier Abhilfe zu schaffen durch Turnen und Spiel in Ver­bindung mit Turnfahrten- muh Aufgabe aller Volks- und Vaterlandsfreunde sein. Zwar arbeiten die deutschen Turnvereine schon lange in diesem Sinne, jedoch noch

Jetzt, wo die Weihnachts-Einkäufe gemacht werden, mer» den es die Kaufleute schon spüren; denn hätten die Beam­ten vor Weihnachten ihre Aufbesserung erhalten, so wäre zur Deckung von Bedürfnissen mindestens zwei Drittel davon den hiesigen Geschäftsleuten direkt zugeflossen. Unter den obwaltenden Umständen aber wird in den meisten Be- amtenfaMilieu nicht die übliche Weihnachtsfreude herrschen können, Sorge und Last werden vielmehr Gast sein.

Aus Stadt und Lund.

G i eßen, 16. Dez. 1907.

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Jugendfürsorge.

Ter Zentral-Ausschuß für Jugend- und .Volksspiele erstrebt seit längerer Zeit zur Ergänzung des Turnunter­richtes den verbindlichen Spielnachmittag. Eine größere Probe in diesem Sinn hat die oberste Schulbehörde in Württemberg vorgenommen, in dem sie den Sommer über solche Spielnachmittage an den höheren Schulen einführte. Nun folgt die Ergänzung, die auch schon von dem Zcntral- ausschuß ins Auge gefaßt war, größere Ausmärsche an den Tagen, die sich weniger zum Spielen eignen, also be­sonders im Winter. Diese WinterausMärsche der Schüler sind nun in Württemberg auch zu einer blei­benden Einrichtung erhoben worden, i

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.Schenkungen und Vermächtnisse für evan- $ r -t1 r c*1c 3fo ede in Oberhesscn. Im 3. Viertel- zahr 1307 wurden folgende Schenkungen usw. genehmigt. Kirche den verstorbenen Georg Seyfrieds Eheleuten 300ct. unter der Bezeichnung Georg und Margarete Sey- L^Utung. Dekanatskasse Gießen.- Von Ungenannt Kirche Zaubach: Zur Ausschmückung der Fried- hos stapel le: von ehemaliger: Laubachern 1325 Mk 24 Pfg von Gememdegliedern 550 Mk., von Fabrikant Neuschäfer zu Schwelm eine Glocke im Werte von 200 Mk., von Pfarrer Stotz eine Altarbibel un Werte von 10 Mk., von Frau Pfarrer Bernbeck m Hutzdorf em Altarkruzifix und Leuchter im Werte von 100 JJtl., Don: Gräflichen Haus Solms-Laubach ein gemaltes Fenster ln= ü?n 4^0 Mk., von Nealgymnasialdirekwr Lahm ein desgleichen im Werte von 350 Mk., von D. unh R Ritter ein desgleiclMt im Werte von 350 Mk., von Frau Pfarrer Vernbeck in Okarben ein desgleichen im Werte von 100 Mk 5ur Anschanung eines Harmoniums von Frau Eckel 50 Mk'- zusammen 3685 Mk. 24 Pfg. Zur Erbauung der Friedhofs- kapelle: von Ungenannt 3508 Mk. 51 Pfg., von der Stadt

985 Mk. 70 Pf., von Albert March in Charlottenburg hqanf^rT'§i von unbekanntem Werte; zusammen

ty91 Gesamtbetrag (soweit bekamtt).- 8179 Mk.

^,ir ^.rc bvertsburg: Von Ungenannt eine

Ultardeckc mit tv-eitzer Unterlage im Werte von 21 Mk., von Un- - genannt Seidenstoff für die Salristeifenster im Werte von 6 Mk - öoit Ungenannt Kosten des Bankanstriches 32 Mk, von Un- : Z^Et 1 ^Aulchaffung von Taufgeräten 100 Mk.; Gesamt- J

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Sitzung des Provinziai-Auöfchusses.

L- (Biegen, 14. Dciemti

Die unhaltbaren Zustände nm Bahnhof £> j t r" (jctiit machten eine Erweiterung desselben im öffenfr^' Interesse notwendig. Die Eisenbahndirekiion Frankfurt hat zu diesem Zweck eine Anzahl Srnndsiiicke natwciwia deren Besitzer sie sich über den Betrag der zu -tbb>' i.'1 Entschädigung nicht einigen konnte. Sie war dcsbatt zwungen, bei Großh. Kreisamt Büdingen Gntcinn,,. 91 antrag zu stellen. In der Verhandlung vor der ", tonnmsswn kam eine Einigung nur mit einem Teil?' Grundbesitzer zustande, weshalb sich der Prommial-A,,^" heute mit der Sache zu beschäftigen hatte. Tie Eiiem», direktion hatte Antrag auf Anerkennung der Dcinqlichk-g ,n auf vorläufige Besitzeinweisung gestellt. Von dem Ver der zu enteignenden Grundbesitzer wurde weitere Verb lung mit diesen an Ort und Stelle in Antrag oet>^° Nach Begründung dieser Anträge durch die Antraastell-r schloss der Provinzial-Ausschub die Besitzeinweisnna Hinterlegung der von der Lokalkommission begutachteten Z' chädigungssumme für zulässig zu erklären und zu seiner^ iormatwn an Ort und Stelle durch eine Kommission Wun >chcm zu nehmen, wobei weitere Verhandlungen vorbehag

nicht mitbem gewünschten Erfolg. Er würde bedeutend größer sein, wenn diese Vereine auch die Unterstützung einflußreicher Kreise genießen würden, wie die Krieger­vereine. Ihre Arbeit im Ticnste des Vaterlandes ist wahr­lich keine geringere.

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m "Ausübung des Fcld-Postverkchrz mit 7 e 1 d) 5 --p u h 1D c tt a f r i f a. ^Nachdem die zur Niederwerfung des Aufstandes erforderlich gewesenen Streitkräfte zurückgezogen, worden fmd wird der Feld-Postdienst vom 1. Januar 1908 ab imeöer aufgehoben. Infolgedessen kommen die für die Truppen des Schutzgebwts und für die Besatzungen der in jenen Gewässern befindlichen Kriegsschiffe gewährten Portofreiheiten und Porto- ermasttgungen in Wegfall; auch findet eine Nachsendung von in: Postwege bezogenen Zeitungen gegen Entrichtung einer Ürnschlag- gebuhr inchl mehr statt. Im Postverkehr mit diesen Truppen und Sch:Nsbeiatzungen gelte:: vom 1. Januar 1908 ab, wie vor Ein­führung des Feld-Postd:enftes, die für bei: sonstigen Verkehr mit bent Schutzgebiet und für den Verkehr mit Kriegsschiffen bestehenden -Laren und Versendungsbedingungen. Es ist erwünscht, dost die Sendungen an die Truppen in Südwestafritä allgemein vreder mit der Angabe des Stationsorts der Empfänger ver­sehen werden.

0 Markurg, 13. Dez. In diesem Winter, und am 8. Januar beginnend, wird hier der 6. w i s s c n f - lid)c Vorlesungskursus für Lehrer und Lebr^?"' abgchalten. Prof. Dr. Schenk spricht über die Pbvo^' des Menschen mit besonderer Berücksichtigunq

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