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25.1.1907 Erstes Blatt
 
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dort ohne Grund der oder einer Einführung der frühere

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plenß. Munster deS Innern schon im Januar 1696 empjohlen. ;.ci|ntiq jotmulietie seine Vorschläge dahin, daß in den, zur Vornahme der DteichSlagswahl anbecQuniten Termin jeder Waistberechtigle sich bei brui Wahloorstand zu inelden habe, u n jcuic Summe abzugcden oder zu erklären, daß er sich der Wahl enthalte. Wer ohne eine spätestens binnen einer Woche nach dein Wahlicruun bei dein Vorsitzenden anzu- bi tilgende Entschuldigung ausbleibt, sollte, nach HerrfnrthS Doischtag, inu einer Geldstrafe von öU Vlark dcstrast werden, die aus Antrag deS Bestraften, sofern der von ihm an Llaals-Perioitatileuer zu ei»lr>chtende Jahresbeitrag die Summe von DU Rtart nicht erreicht, auf diesen Jahresbeitrag, jedoch nicht unter 8 SDIL, sollte herabgesetzt werden können. Außer- btin wunichle Herrfurth, daß die Diamen der derart Bestraften

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In Belgien besteht die Wahlpflicht. Wer bkrechltglen, vor den» Wahltage nachzuweisendcn Wahlurne fernblcibt, wird nut einem Verioeise *8<l0|itu|e von 1 bis ö Franks bestraft. Die cii.ec Wahlpflicht für die ReichStagswahlen hat

in ortsüblicher Weise bekannt gemacht würden.

Diese Anregungen sind danialS rem akademische Er­örterungen geblieben, ebenso hat ein Antrag, den ßuoermomi voll Sonnenberg 1697 und 1893 im Reichstag einbcachle, keinen Anklang gesunden. Dieser Antrag forderte die Vor­legung eines Gesetzentwurfs, .wonach das allgemeine und

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gleiche Reichstagswahl recht zu einer ReichSlagSwahl pflicht erweitert mirb.* Liebermann von Sonnenberg empfahl den Antrag als geeignetes Rilltet zur Ziirückdrängung der Sozial, demokrotie, denn es fei ,mil Sicherheit onziinehmen, dal, nach gesetzlicher Einführung der Wahlpflicht die Heute, die früher von der Urne wegblieben, sich bei den Stichwahlen neid gegen die sozialdemokratischen Kandidaten ent!cheidei> lverden und diese Partei dann auf eine geringere Anzahl von Sitzen im Hause beschränkt werden wirb.*

Auch der Mlmlter Herrjurlh war der Meinung, daß, wenn sich aiich die Folgen der Einführung einer geietzlicheu Wahlpflicht von vornherein nicht ziffernmäßig feststellen ließen, doch mit einem sehr hohen Grad von Wahrscheinlichkeit an- genommen werden (ömite, daß sie eine Zurückdrangung der Lozialdciiiokralie im Reichstage bewirken werde. Iedenfall- werde dadurch cm Teil der bisherigen Wahlagilauon, dic lcharfe Kontrolle der Abstimmenden und das geräuschvolle Heranholen säumiger Wähler zur Wahlurne sich als zwecklos erübrigen und deshalb von selbst in Wegfall lomnien.

Die preuß. Konservativen sind darüber im Zweifel, geben aber neuerdings auch der Ansicht Ausdruck, daß d"r Ge- danke, die Wahlenthaltung unter Strafe zu stellen, auch m Deulfchland immer mehr Anhänger geiomne. Doch müßte nach ihrer Rtemung auch den Abgeordneten die Teitnahme an den Parlanientsoerhandlungen unter Strasandrohung zur Pflicht gemacht werden. Es habe doch, so meinen sie, feinen Lmn, den einzelnen Wähler , zur Teilnahme an den StaaiS- gejchäsien innerhalb seiner Rechte zu zivingen und den aus Zwangswahlen hervorgegangenen Abgeordneten die Erfüllung ihres Mandats freijuiieUen.

Näher als öie Forderung der Einführung einer Wahl- pflicht liegt aber, so meinen wir, bei uns doch der Gedanke, Die Zahl der säumigen Wähler zu vermindern durch mög- l ich sie Erleichterung der Teilnahme an den Wahlen, aljo auch an den bevorstehenden Stichwahlen. Mit einem Schlage würde die Beteiligung an der Wahl ganz erheblich stelgei», wenn die Wahlen am Sonntag erfolgten, wenn die Wahlzelt bi8 auf 6 Uhr abends verlängert und der Wähler ausdrücllich auf die Wahl aufmelkfam ge- macht wurde, beilpielswcije durch Einladungskarten, »oie dies schon an einzel.ien Cucn bei den Stadtoerccdnelen- und Landtagsivahlen der Fall ijl.

Wenn aber wirklich die Einführung einer Wahlpflicht erfolgen soll, so liegt die Forderung einer solchen Maßregel doch noch näher für die Landtagswahlen als für die Reichstagtzwahlen. Denn die Teilnahme von Wählern an biejcn ifi noch ganz erheblich geringer als an den Reichstagswahlen.

Richt io ganz unrichtig ist, was vor Jahr und Tag

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mimte nur uol ^ellgeoante ui itur^e geuraryt io erben Ten Dank bei; Anwesenden brachte der Voriitzenoe des Gießener Lehr^r- vereu's, Lehrer ^arentur Gütler, zum Ausdruck. Zn lernet Am mache betonte er, daß niajt immer und überall Bvilsiajuie unb Lehrer dmi iuJobliDOuen uid> der Wertschätzung begegneten, bie ü-uLN zuiomme. Soren es daher auch o,t trüue BllDcr, Die in tiergangem^it und Gegenwart Jia) dem Blut boten, io sei aber douj auch manches Erireuiiche zu bemenen. Und das Erfreulichste jur uns in den legten Jahrzehnten war die Beobachtung, daß die deutiche oochiaiuie mit aus den Kamps- vlav getreten ist, wenn es gllt, iur Die Borts,chule einzuireien unb ihre blechte zu wahren. Richt oergenen ]ou es roeroen, wie euilt das manndaite üh-to der deatichen ^och,chuliehrer in enter 2uiie mit dazu beigetragen hat, jenen »cyuigeiegaitiDuri m 'chrcußen zu (jail zu bringen, Der die Bmrsichuie wieder boll- iianbig zur Wiener in der Sutaje machen sollte. Und nicht Bergenen oii cS werden. Daß auch nn legten ): gerade die oeat,chen ooch'chuliehecr ihre stimme cri-oben zum Schutze der Bolts, ichuie und ihrer öreibeu; wenn es ai'ch anders gekommen ist, >o ist es nicht ihre schuld. Die Volksschule wird cs nicht oergenen, wer ihr in trüber Zeit ein treuer Freund mar

Kuch wir in ließen und Umgegend luinen, wie bereitwillig unjere Alma matcr stets uns Auimernan-llii und Lehar geidjenti bat Nie i-aben die Bottsichullehrer an chre Pionen getiopit, ubne büß i^neir in hcoenoiourbigirer Aei.e wäre auigctan werden, uiiD keiner ging von l,mnen ohne reiche ipabe. Auch i^ute har em Vertreter unserer Ludabiciana uns reiche Geistesgaben geipeiiDet. \)err "buller wws zuiegt noa) darau, hui, daß wvy. niemand die Ben lanimlung Der lallen werde oVne das Bewußtsein, in dieser weche- ootien Ltmide neue Begeisterung für fernen Beruf geiajopit -u baben 3uni Schlag bruujte er eui bau der Berfammlung begemert auigenonunene» tiiM an, serrn urofe,wr Tr. Kinkel aus. Tie in jener Werlanimlung Anwe, enden werden gewiß er.reut |em iU hjren, daß Pwie,,or Dr. Kinkel sich mzwisttjen bereit erklärt b-t, in bem jur den Sammer geplanten ZorwuDmigsrar;us jur Botksfchullehrer über Ethik zu leien.

Siu neues Mufikdrama.

zu erneut itunuiuiibSUvUen Bni^uiinc.ll.a^g uemi.igL uudj sonst ,uid eine meihe musikalisch ienemDer stellen varhanden; wie oenit uie änlirumenutuni sehe ge,chiat uno jaroenreicp genannt werden darf. Kapellmeister Dr. Beier Halle neg um Die kiiniuiDieruiig uno musitalische Leitung gioocs Berdienst et* lvoroen. Der Obcnxgineur S>-rzer hatte uie 'Jieubeit wirungsDoll inszeniert. Der amvcicnbe ^ichtcriomponist tonnte naej dem o. und 4. All vor dem Bvchong erscheuien, um iur den Bei;oU. zu danken. * R. ö.,

Eine Ausstellung für da^ Wohl des Kindes wird von April bis Zuni d. I. in äß i e n ltatt[iahen. Alte maßgebenden ö^ttutcn, welche sich mit oer 6rage dcS Kinder- schuges bcichästch^i, y^aea )iu) vereinigt und beavsichiigen du^ch die MTeicrung i-er llusiteliuugSas iluiD-' ein uoiisiandiges Vub u.r bis jege au. Dun Eemete oes ll..ioerschutzes geleiiteten Arbell zu geouu Aach Die Kunst Hot sich in unserer Zell in Den ^icnst des llinoes gcneiu. Wie oeriautet, wird Die Ausstellung auch cui Bud des et^tischen Piiego und iarziehungswe,ens oruigcn, weiches sar den ganzen aiontinent boroitdiich ist und im notigen uiu Der Falle DcS sonst geootenen em eucnio uller- esiantes, ibic lehrreiches Novum au[ dem Gebiete des Aus^ Itellungswesens barftellt .

Einen noa) unbekannten Brief Ernst Moritz Arndts an die Z e n a e r B u r s ch e n j ch a ' t teilt Dr. F. Wa- gencr ans Dem Archiv Der Burschenscha'i Arnnnia a. d. B. (auf Dem Burgkelter) m Den .BurschenschaM. ibläiievir mit und bemerkt Dabei, Daß Der Bne> seines 'Wissens bisher noch nicht durch Den Lruct veröfjenllicht sei. Tas Schreiben deL vbjährigen EreifeL^ lautet;

,9ln die Burschenschaft in Jena. Uieoite Jünglinge unD Eenosfen. Einen sreunDtichen Erug zuvor.

TaS war em irohiicher UJiorgeiillang, den Ihr mit in diesen kürzesten nebllchien La^en dargebrocht habt. 'Jiepmt Daüi Den herzlichsten Laut des alten Jenensers und glaubt, daß Dann schönste Erinnerungen seiner Jugend roieDergetlungeu sind und Daß ui ihm Der Bers nachtlmgi:

'jßas »ch gelungen und geklungen habe, ilßomr Die isoeliten Das uanD mit Blut bethaut, ftlmgt Durch mein AbenDrot gar heil hmav zuin Grabe, ftlmgt nun wohl bald als letzter XlippenlauL*

Ich kann Euch, Ge.rebte, nichts Besseres wünschen, als Daß Ihr Euren ^aui m Jena ordnet unD macht, wie ich ihn weiland mache, tap'er, rüstig und ernst gegen Die lustigen, üppigen Jugend- triebe zu tampien, weiche m oer. Besten leicht nm einem Zuviel Durchgehen wollen. Lie Gegenwart itreUt unD lebt iur Die Be­reitung immer größerer kimsttenscher Weichlichkeit und Bequem- lichteit. Ihr aber mußt m Dieien Euren kosttichsten Jahren zivischen Iv und mit Doppelter Männlichkeit, -iapierteu unD Keuschheit strebe», nach Eajus Julius ißajars tlobe der deutschen Jünglinge, von Deren gewaltigem klingenglanz geschreckt Die römischen ^aincieiioljne Kriegs.irlanb eebaieiu Lag zu solchem rüstigen <streben Gvll Euch iblut und Krast gebe, ist Der Wunsch und Das Gebet Eures ältesten tßoriuaristdmpiers.

Ernst Moritz Arndt.

Botm, den 12ten Lyrtsimond 1858.

konservative preußische Blatter jchneben: Sie meinten, es wäre em notwendiges Korrelat der Wahlpflicht, daß der Wähler auch gezwungen würde, sich über den Gang der Politik zu unlerrid)tcn und zwar fortlaufend. 'Dian müßte ihm also das Lesen verschiedener Zeitungen und den Besuch aller Wahlversammlungen zur Pflicht machen, damit er nicht ins Blinde hmeniwählt.^ So lange diese Ergän^u.lgen der Wahlpflicht fehlen, sei diese selbst nicht diskutabel. Freilich bemühen sich gerade in Preußen Die Hon- jervativen eifrigst, den Wählern Schwierigkeiten in den Weg zu legen, wenn sie sich über den Gang der Politik zu unter» richten suchen, erschweren die Lliifllärung dec Wähler und verhindern den Besuch der Wahlvr-rfammtungen durch Saal- ablieibereien. Außer diesen sind es die Sozialdemokraten und andere extreme Parteien, die jyftemalisch Wahlversammlungen stören und den Besuch solcher mandjem gründlich verleiden durch Schimpfereien und Rüpeleien mannlgsachsier Arll

Loziuldcutvlrattfchc Lchwiuoclcicu über Lüdwcstafrika.

Zu d.n B e b elj a) e n KxfuMi.bigungc.i ge. en Den ö uitnunn Domunl schreibt, wie Die ,,'JiocuD. Ang. Zig." uuticut, oev L,oeroua)ienuiuüj<.r a. L. Zimmermann, der ^bcrleuinant To­ur mit au| |a|t allen ELpeditwtien von 1894 bis 19U2 begleitete, svigendes: . ,e

Bei den Gefechten, die ich unter Oberleutnant Dominik mitmachte, ist ein G r t r ä n k e n v o n 50 B a ko l o k i n d er n nicht vorgekommen. Ich habe auch in Kamerun nie etwas davon gebart, üi Deutschland erst durch Die oreichstags- verhaudiungenj das tarnt ich mit meuieui Eide bll ujtigeiu och bemerke. Daß ich zu dieser Tat nicht einmal Die sch ivar - 6 e n Soldaten Der Kameruner Schutztruppe rabig halte, noch viel weniger Den Hauptmann Domunk. 74)16 Gruppe wurde o,t ermahnt, bei Geseihten kiiu-cr und Frauen zu schonen. Diese Ania>alDigungen iönnen nut von einer Person stammen, welche die llo.oiuc Kamerun gar mept ober nur sehr ooeriiaajlid) unD schlecht leimt. Denn an allen Rachtigallschnellen liegen gar leine Ball) io Dörfer, uno ülC uurt anjuiiigen Batichinger uno Butts zeigten sich met.ies ALiffens der ly.egicrung pets gefügig, mllhm sanden Dort keine Ge,eajle statt."

In Mannheim wurde am Donnerstag tn den Räumen der sozialdem.Boltsstimme" und in Den Lol-nungen ihrer Drei uiebaUeure eine Haussuchung abgehalten. Die oret Redalleuoe wurden einer Leibesvisitation unterzogen. Gesucht wt roe nach dem Original und Dem Klischee eine» ui Der vorgestrigen 'jcumincr lerossenll ich teil BiUxs, nach dem Manuskript d:» begituenucn ^.eztcs uno nach Dem ilorreiponDenteii uoer Dic^ ungelegenbeiLi GeiuiiDen wurde nichts. Veranlaßt wurde diese Aktion Durch euren Antrag des Schußtruppentommandos. DaS ioru) stellt eine Hinrichtungsszene nach einer aiigebrich in A,rtka au,genommenen Wlomentphotographre Dar. An uineur Langen Bauma,ie, der an seinem freien Enoe gestutzt ist, hangen iieueiuinauDer sechs Nege r. Lchutzrruppler verschiedener (Diube, betrachten Die grausame Szene.

Nr. 21 Erstes Blatt 157. Jahrgang Freitag 25. Januar 1907

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General-Anzeiger für Oderhessen WM

efc«.n: Botationiörud und Verlag der SriihNchen Unlv.-Such- und Stcindrnckerel. R. Lange. 8-dallisn. (EipeMtion und Druckerei: Schulstratze 7. B-ck

Kassel, 24. Jotmar.

Ein Musik-Drama nennt Gustav Dippe, eui aus Ost­preußen stammender Lichtcr-Komponist, fern am Dienstag am voftheater zur llrausfuhrung gelangtes Lierk, da- Den xuel tubifH ans. Der Fahnenträger". Die Geschichte pun Dem Fahnenträger Der chandsknechte. Der sich in eine schone Schwßherrui oeraebt, beim meudezvous von seinem ReiDer Beu überrascht wird unD die.en im Born nieder,licht, vermag keine starlcre Äntellnahme zu erzwingiui. Alles in allem zeigt Das Textbuch cülc ichwe-chiich-e Phhiiog.wmie; euuge ampredjenoe epifchi unD lyrische Hellen vermögen iur Die jei>.cnDm oramatnchen Impulse nicht zu ent-oaDtgen. Leider ist auch D.e Mmit nicht gceignti, Die Kllüngc. Der Lichtung auszugleichen. Auch ch. llhll Das ealle Draui^t. «e Blut, an Krajt, ü.ripranglitt)teu unD origineller ErsinDang laßt sie vermu.en. Immerhin sinoen, Daruixc;iigeu>eitcn Pvii sihonyeitSbOilem 'Jleu, rievtich ertungi im ersten '..i: D-- jurta ^rmcng^ro-LiebeSnwtu), .risch u.:D ^.egenittj mutj D s o-ab-iennutio an, lod^renD das senllmenmie llb.^llDs- mol« D-s iivca^i llites ergreiienb wirll. llm Ende Des menen ^lles, als bar ucroenoe Jahnentrager Hans sein lleoen üi Dm ArNen Der Gelieoum ausyau^t, juiDen wir Diese Drei ^itouve

Die aUgcmemeu ViU-Mtgözicle des LehrerstaudeS.

X Gießen, 25. Januar.

In einer Versammlung Des Gießener Lehrer, der eins, zu der auch die Lchrericha,t auS der naßeren hessischen Lnb preußischen UnigegenD zahlreich etiyienen war, sprach am Läten Sanistag ün i^aait des voteisGroßherzog von Hessen" Ljuoeriuutdprofenor Dr. Kinkel über Die allgemeinen dildungsziele des LehrerstaudeS. Er entwuleite in ttioa cuiUunixger Rede seine Ansichten über Die Hohr Bedeutung des Orinens und Der Ertennllus ans ethisch cm Gebiet unD nahm bann Steilung zu den Forderungen Der Lehrer, Die in letzter Xuue uui Leiiiuing Der Universitäten für alle Angehörigen ihres tianDeö hinauslausen.

liniere Zeit des Obskurantismus mit ihrer Geringschätzung du: fcmaenjcgaii stcpi Den Bestrebungen des MehrerstanDeS hinder­lich im B-ege. Man lagt: Richt ErkeiuiMiv, sonDetn siuiiches ^anDv.ii macht den Menschen glüalid). Was ist uon diesem Em- JvanD zu hallenWelches ist Die Bedeutung Der Wienjcl)ait für Die Aienjchheü? A .. .. _

Echvn aorrated lagt: Tugend ist lehrbar; es ist die Er- tnis, die Dem Walen Das Ziel Vorhalt. Dieses Ziel ist Ein unendliches, das Wollen ist lein bloßer 2rieb, Der _nut dem Einiillt Der erstrebten Lust erlischt. Wie wird der <sitt> _)e jiu) bei Den Ueoein beruhigen, sondern immer unD immer Lieber Darüber hinaus auf einen besseren, edleren und geiüiiDeren DUsiand hinwirken. Das unendliche Ziel, Die jittiidjc Idee, ist bas u,..hri-ast seiende, DaS ewig Berehrungswurdige. Dagegen lihit Der Banthc^mus: Die gegeiiroarnge Well mit all ihren Ueoein ist eins nut Der Gottheit. Die Konsequenz dieiec Lehre ist Die Ethik Der Er toller: toajide dich als gcljoriame» ÄinD in ba3 unvermeidliche. Das Problem der ZfcoDicce wird hier so fleibir Dao )ooie muß da fein, Damit das Gute in seiner Ucbe^ wuiDung sich betätigen kann. Aber ebensogut als man lagen llnu, die Krankhell |ei Da, Sumit wir die GesunDheit umi so bcner taipiiuDen, kann man auch behaupten, die Gesuiwi-ell haoe allein beu Jweck, und Die Krönchen um so schmerznaier zu^machen. Lu Dliierben Weise kann man in Dem vorhergeheiidcli oas das fderhuituis von Gut und'.e urntchcen. Doch wie man u/n uaj wrinuliert, auf jeden Zoll wird das Physische und ethische Uebcl als etwas UnoermciDritt)cd anerUiuit demgegenüber muß lauer Geist eine befere Winllchteit schassen. .^ndlichui polifchrill Der Wijienschast liegt das Hell. Der Menicht^it. Wer ; sich aisv in den Dienst der Zukunst stellt,. der ubt obren | Qio.tesDicnfL Je weiter Die Ertenntnis vordringt, um so voll- ! brnmc.ier werden Die sitllichen Begnsje. Doch dar, tieur ein- : btugeuDc Budung nicht ein Vorrecht tieiner ^nfe jeul, das ISbiui ist: Aue Meiijchcn sind in Der Erkenntnis so weit als Uiöaiich zu bringen. An der Forderung Der Einheits- jchuie ist darum unentioegt festzuhalten, ulen ^ebrem oolt, 015 ßcn verusenen Vermut.cm Der Ertenntnis, tonne man zu ibaem billigen nach Vertieiung ihrer BuDung nur vollen Grioig vDischeu. Darum, so etwa süstotz der Vortragende, werde er d:- lueiirebungen Der Lehrerfchall auf Vervoiirommnung ch.er tiiDung Durch llniversillUsstuDuun nach besten Krusten unD von aaiÄcn Herzen unterstützen. . .

Ter ojii warmem Wohlwollen für Die Volksschule und Den tsUsschullchrerstanD getragene, seitens der Zuhörer mit 0E^Btcr fccannung oerio.gte uia> mit rauschendem ÄNiOli bewhare |iag wird Demnächst im Achnlboten für. Heften erschemen, i>ier

Sie heutige Dummer umfaßt 10 Seiten.

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$u Mayipflicht.

In konservativen Organen Preußen- wurde vor etwa Jahresfrist die Frage der Einführung der Wahlpflicht für Die ReichstagSwahten besprochen und auch jetzt ist bereits loitocr die Diebe davon. Ter Generalkonsul v. Hartmann hat sogar in seinem Buche die Einführung eines indirekten Wahl- zivangS gefordert. Ec verlangt, daß die Stimmen aller Wahlberechtigten, die der Wahluciie fernbleiben, ohne weiteres all un Sinne der Dieichsregierting abgegeben gellen sollen. Tas alte Wort: qui tacet coDBeulire videtur soll also die Deuluiig erhallen: Wer ain Tage der Wahl schweigt, gibt seuie Uebereinstunniung mit der Regierungspolitik kund. Herr v. Hartniaiin wünscht, daß der Buiidesrat in einem sestge- setzten Zeitraum vor der Wahl für jeden Wahlkreis aus Der Zahl seiner Wahlberechtigten euren Kandidaten bezeichnet, den» die Stiiniireu von Wählern zusallen, die ohiie Ent­schuldigung an der Wahl nid)t teilnehmen. Tatsächlich halten bei den ReichStagSivahlen von 1UU6 m lüU Wahllreisen noch nicht 6U Prozent der Wahlberechtigten und in drei Wahtlreisen noch nicht die Hälfte aller Wähler am Wahlakt ieilgeuommen.