Ausgabe 
22.7.1907 Zweites Blatt
 
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der Vorsitzende der Sektion

vcrinischte»

Bad-Nauheim, begrüßte namens der Sektion und Bürger­meister Dr. Kayser namens der Stadt die Teilnehmer. Dr. v. Peter dankte in herzlichen Worten für die Einladung und Begrüßung und sprach seine Anerkennung aus über die wohlgelungene Ausstellung. Preise erhielten:

Auf Hühner: L. AßmuS 1., 2. und 3. Preis, vier 4. Preise Und einen ö. Preis; I. Kolter vier 3., drei 4. und zwei 6. Preise; G. Franz zwei 4. und drei 5. Preise; L. Genzel einen 5. und zwei 4. Preise; Fr. Aletter einen 2. und einen 4. Preis; O. Schneider 4. Pr.; Chr. Aletter 4 Pr.; R. Löffler 4. ,Pr.; G. Koch 4. Pr.; D. Engel 4. Pr.; Fr. Dieschler 4. Pr.; Güldner 4. Pr.

Auf Gänse: . H. Brandt zwei 4. Preise; Fr. Klicke 4. Preis.

Auf Enten: G. Franz 2. Pr.; I. Kolter 3. Preis.

Auf Tauben: Jean Kolter Ehrenpreis, drei 1. Preise, einen 2. und zwei 3. Preise, sechs 4 und einen 5. Pr.; Fritz Koch 2. und 3. Preis, drei 4. Preise; L. Aßmtls Ehrenpreis, 2. und 3. Preis; R. Löffler 2. und 4. Preis; Fritz Aletter 3. Pr.; H. Ruder 4. Pr.; H. Ludwig 4. Pr.; Aug. Reichrvern 5. Preis.

tellnahnien. Stadtv.

* Der Ehestreit Leopold Wölflings, früheren österr. Erzherzogs Leopold Salvator, hat bekanntlich durch | vom Züricher Gericht aiisgesprochene Urteil mit Scheidung geendet. Jetzt kommt ails Zürich die überraschende Nachricht, daß Frau Wölfling plötzlich geheimnisvoll ver. \ schwunden sei. Nähere Nachrichten liegen vorerst nicht vor.

* Ein entsetzliches Verbrechen. In der Nähe dec nngar. Ortschaft Danot, wo der Ministerpräsident Weckerle i feine Besitzung hat, wurden in einem an der Landstraße liegenden Gasthause der Gastwirt Sarvos, feine Frail, seine t fahrige Tochter und ein dort anwesender Landwirt von Zigeunern erniocdet, die Leichen zerstückelt und das Haus in Brand gesteckt. Alles, ivas nicht niet- und nagelfest ivar, wiirde geraubt. Die Tat wiirde von einem vorbeifahrenden Kutscher entdeckt, welcher die Gendarmerie hiervon verständigte. Es ist jedoch bisher nicht gelungen, die Täter zu ermitteln'

* Kleine Tagcschronik. In Hamburg haben Ein­brecher im Goldwarengeschaft Janssen u. Co. goldene und silberne Herren- und Damenuhren, Broschen, Ringe und Brillanten ün Gesamtwerte von 60 000 Mark gestohlen. Sie hatten sich m Hause einschließen lassen und den Zugang zum Laden durch ein Ofenrohrloch verschafft, das sie mit Bohrer und Stemmeisen erweiterten. Bon ihnen fehlt jede Spur. In Dur butsch bei Hoffnungstal (Rheinl.) iourden zwei hochbetagte Wirtsleutc sowie eine bei diesen zu Besuch weilende 85jährige Frau er­mordet aufgefunden. Der Tat verdächtig sind drei Kroaten. - In Berlin wurde von seinem geisteskranken Vater in der Nacht zum Sonntag der 20jährige Tischlergeselle Hartwich durch fünf tiefe Stiche in Rücken und Hals meuchlings schwer verletzt. Ein Streit Ms geringfügiger Ursache war vor^usgegangen. Ter Tortm. Ztg. zufolge lvurde in dem Steinbruche des Kali­werkesAdonopol" in Gesecke bei Schwerte eine Höhle von! 13 Meter Länge freigelegt, in der Tropfsteinbildungen, I Versteinerungen und Mochenreste gefunden wurden. In Lau- d a u (Pfalz) erschoß sich der Sanitätsunteroffizier Täffner, well ihm sein Urlaubsgesuch abgeschlagen wurde. In Guben' hat sich der Fabrikbesitzer Otto Wülfing, Inhaber der Gubener \ Hut-Industrie und Wollspinnerei Neurode, durch einen Schuß in 1 bie Schlafe getötet. Wülfing befand sich in Zahlungsschwierig. I feiten. Tie Verbindlichkeiten betragen über 1 Million.- Ein, Lootfenboot aus Ostende hat in der Nordsee eine Leiche auf» gefischt, die als die des Luftschiffers Thannay erkannt worden ist. 1 Thanney war Begleiter Kes Luftschiffers Pülkens, dessen Leiche > bereits vor 8 Tagen gefunden worden ist. Beide hatten am : 24. Juli von Dünkirchen aus eine Ballonfahrt unternommen. I Ter Ballon war in der Nordsee verunglückt. Ein russischer ' Tourist, dessen Name noch unbekannt ist, ist vom Toul-Gletscher (Alpen) abgestürzt und tödlich verunglückt. In Fiume hat auf dem Polizeiamt die 17jährige Helene Antonini den Proku­risten Alaretta durch Dolchstiche tödlich verletzt. Sitz wurde ver­haftet. Ter portugiesiche Aeronaut Antonio Bernadez erwarb kürzlich ein lenkbares Luftschiff. Bei Beginn der Ver­suchsfahrten wurden Bernadez und drei seiner Gehilfen durch eine Wasser st offgas-Explosion schwer verwundet. Zwei der letzteren sind ihren Wunden erlegen.

jiber Unzucht Vorschub geleistet habe. Hier liege aber nur km vereinzelter Fall vor, und auch an diesem trage die Inhaberin keine Schuld. Der Bürgermeister von Netzbach stellte der Wirtin das beste Zeugnis aus; die jetzige Witwe und ihr verstorbener Gatte hätten die Wirtschaft schon seit mehr als 20 Jahren inne und es sei in dieser langen Zeit nie etwas Ungehöriges vorgekommen. Der Provinzialausschuß erkannte dahin, daß dem Antrag des Großh. Kreisamtes auf Entziehung der Schankwirtschaftskonzession keine Folge gegeben werden soll.

-s-'Laubach, 20. Juli. Beim Heueinfahren ver­unglückte heute Vormittag der Landwirt Heinrich Jochem. Die erlittenen Verletzungen erforderten sofortige Inanspruch­nahme ärztlicher Hilfe. Unsere Hausfrauen wurden heule durch einen Preisausschlag de§ Schweinefleisches 'pro Pfund um 6 Pfg. überrascht. Statt 66 Pfg. kostet das­selbe fernerhin 72 Pfg.

g. Bad-Nauheim, 21. Juli. In Verhinderung des Kreisrats Fey, des Vorsitzenden des Wetterauer Geflügel- zuchlvereins, fand gestern nachmittag durch Kreisamtmann Werner die Eröffnung der hiesigen G e f l ü g e l a u s st e l l u n g statt. Zu ihr hatten sich außer vielen anderen Gästen Landtagsabgeordneter Breidenbach, Bürgermeister Dr. Kayser, Dr. v. Peter von der Ackerbauschule Friedberg, Lehrer Knaup als Schriftführer des Vereins und mehrere Nauheimer Stadt­verordnete eingefunden. Um 6 Uhr sand in dem Ernst- LudwigS-Garten ein Festessen statt, an welchem ca. 50 Herren

Bors.: Was war der Zweck Ihrer yietief Lvas yaoen in Baden-Baden getan? Ueberlegen Sie sich, daß Sie vor Ihrem Richter stehen, daß ein entsetzlicher Verdacht auf Ihnen ruht und rechtfertigen Sie^ sich. Sie haben keine Rücksichten zu nehmen, niemanden zu schonen. Alles was Sie vermuten lassen, kann dem furchtbaren Verdacht gegenüber nicht in Betracht kommen. Angekl. Hau: Ich realisiere, wie am erften Verhandlungstage, vollkommen die Tragweite meiner Erklärung.

Dann wird in dec Beweisaufnahme fortgefahren. Es wurden die Gutachten entgegengenommen.

Medizinalrat Tr. Kayser-Karlsruhe erklärte: Ich habe den Angeklagten wiederholt im Gefängnis ausgesucht, um mich über seinen Geisteszustand zu orientieren. Nie zeigte sich etwas von einer geizigen Störung. Von Sinnestäuschungen und Wahn­ideen war nichts zu bemerken.

DampferHunze » zusammen. oeioe Kämpfer errnre starke Beschädigungen und mußten die Reise aufgeben. h

Ein furchtbares Eisenbahnunglück trug fi# in Nordamerika zu. In dem Orte Salem in Michigan stnd ein Zusammenstoß statt zwischen einem Fracht- und einem Personenzuge, in welchem sich 800 Ausflügler befanden Gegen 4 0 Personen wurden getötet und etwa Hundes verletzt, dreißig liegen im Sterben. Gegen das Personal be§ Güterzuges, das an dem Zusammenstoß die Schuld trägt, m das gerichtliche Verfahren eingeleitet worden.

* Verbrechen gegen einenEisenbahnzug. Aus Küstrin wird vom 21. Juli amtlich gemeldet: Heute nacht wurden auf dem Güterbahnhof Wevbing in verbrecherische Absicht kurz vor dec Durchfahrt der Schnellzüge 6 und 13 Schwellen und Jsolierhaken auf die Schienen gelegt. (?ln Zag fuhr auf eine, Zug 13 auf . vier Schwellen auf. Niemand wurde verletzt; beide Lokomotiven wurden leicht beschädigt. Tie Züge erlitten jeder 20 Minuten Verspätung. Zwei dringend verdächtige Personen, deren Hände karbolineumartigen Geruch und entsprechende Farbabdrücke aufwiesen, wurden durch den Gusower Gendarmen dem Polizeipräsidium in Berlin mit dem nächsten Zuge vorgeführt.

Aus Kaninchen: Gg.Hartmmmzwei Ehrenpreise und 3.Preis; Fr. Aletter ein Ehrenpreis, 2. und 3. Preis; I. Koller ein Ehrenpreis Und 4. Preis; Adam Opper 3. und 4. Preis; K. Celitel em Ehren­preis; W. Stamm 2. und 3. Preis; Gg. Pauli 2. Preis; Tamel Bindewald 2. Preis; Ehr. Alörler 3. Preis; I. Klee 3. Preis.

Börsenwochenbericht.

~ x .. Frankfnrt, a. M., 19. Juli.

Hochgradige Ge, chaftsstille gab dem Verkehr an der Börse in dieser Woche vorwiegend das Gepräge. Anfangs mochte sich zwar das Bestreben bemerkbar, einer freundlicheren -Stimmung zum Durchbruch zu verhelfen, die allgemeinen Ver­hältnisse erwiesen sich jedoch als stärker, sodaß kleine Ansätze einer Aufwärtsbewegung bald wieder einer weniger günstigen Haltung weichen mußten. Von wesentlichem Einfluß auf 'die Ten­denz waren die auswärtigen Märkte. In Newyork war die Haltung diese Woche recht schwankend, in den letzten Tagen neigten dort die Kurse aber vorwiegend zur Schwäche im Zusammenhang mit bem Rückgang der Metallpreise und der weniger zurvev- sichtlich lautenden Berichte vom amerikanischen Eisenmarkte. Lon­don zeigt nach wie vor große Zurückhaltung und die Anregung von Wien und Paris war nur vorübergehend, sie erstreckte sich überdies «auch nur auf einzelne Werte. Was diese Woche wiederum den Gegenstand ernster Betrachtungen bildete, waren die Geldverhältnisse, die zurzeit jegliche Unternehmungslust unterbinden. Ter letzte Ausweis der Reichsbank ist zwar insofern nicht ungünstig «ausgefallen, als die Rückflüsse zu den Kassen der Bank in der zweiten Juliwoche stärker als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres waren; die trotzdem noch ungewöhnlich hohe Anspannung der Mittel des Instituts ergab sich aber aus der Tatsache, daß es noch immer mit einem Betrage von mehr als 34 Millionen Msark in der No den steuer sich befand, wahrend onst an diesem Termin stets eine mehr oder weniger ansehnlichl Notenreserve vorhanden war. Inzwischen wird zwar der Status chon eine weitere Verbesserung erfahren haben, die Hoffnung auf eine Ermäßigung der Zinsrate muß aber doch wohl für absehbare Zeit aufgegeben werden, da die Inanspruchnahme seitens der Industrie zweifellos noch ein: sehr starke ist und überdies der Herbstbedarf vor der Türe steht. Bezeichnend und von nicht untericyatzender Tragweite für die Lage des Geldmarktes ist die Tatiache, daß die Deutsche Hypothekenbank A.-G. m Berlin, eine der größten norddeutschen Hypothekenbanken, dazu

übergeht, 4y2 Prozent. Emissionspapiere zu kreieren und im Gefolge davon auch Kommunen sich genötigt sehen, zu einem höheren als 4 Prozent. Anleihezinsfuß zu schreiten. Daß dadurch die Kaust lust für geringer verzinsliche Anlagewerte noch mehr als bisher reduziert wird, ist selbstverständlich, und das gesteigerte Angebot, welches bereits für 3 und 3^2Prozent, deutsche Fonds auf­trat, hängt zweifellos damit zusammen. Von fremden Renten begegneten diese Woche nur Russen, Portugiesen und Argentinier einigem Jnteresie. Etwas lebhafter war das Geschäft in Bahnen, namentlich in Lombarden und Baltimore, schwache Haltung zeigten italienische Bahnen in Rückwirkung der trost­losen Verfassung der italienischen Börsen, ^chiffahrtswerte ruhig. B a n ken, die anfangs der Woche in ziemlicher fester Haltung verkehrten, haben schließlia) ihre Meinen Avanzen wieder verloren. Am Montanmarkte sind meist Rückgänge zu veri zeichneii/ ebenso füx hie meisten K^ssa-Jmdu strie.papiertzt

Bors.: Ist es möglich, daß der Täter zurzeit der Begehung sich in einem Zustande befand, der psychiatrische Bedenken auf­kommen läßt? Slachverst.: Ter Täter oder der Angeklagte? Bors.: Der Angeklägte. Sachverst.: Der Angeklagte hat sich überall kalt und ruhig gezeigt. Er hat keine schwachen und schlechten Nerven. Er schickte das Pariser Telegraurm, ver­mummte sich und machte, wie wir sahen, alles mit Ueberlegnng. Es kann sich nur um eine überlegte, bedachte Tat handeln. Die ireie Willensbestimmung war nicht ausgeschlossen.

Verteidiger Tr. Dietz: Ich bitte zu protokollieren, daß ich in den Sten gerungen des Saü)verständigen nicht die Erstattung eines Gutachiens über den Geisteszustcuid des Angellagten, son­dern nur das Plaidoy er eines Staatsanwalts zur Verurteilung des Angeklagten wegen bewiesenen Dlordes erblicke. Die Ver­teidigung hat das Recht, Gesetzesverletzungen, die Vorkommen, zu rügeii. Solche Gesetzesverletzungen siuo ein Grund zur Revismn.

Bors.: Ich muß den Sachverständigen in Schutz nehmen, der nad.) be^m Wissen geurteilt hat. Wo ist die gesetzliche Unterstützung Ihrer Forderung der Protokollierung?

Verteidiger: Nach den Vorschriften der Prozeßordnung Tann eine Gese^esoerletzung nur bewiesen werden, wenn diese Gesetzes­verletzung zu Protokoll genommen worden ist.

, Staatsanwalt Tr. Bleicher: Ich mochte doch auch ums Wort bitten. Tie Scra'iProzeßordnung erwähnt in § 273, der von den Protokollierungen handelt, nicyts davon, daß Gutachten prvio-

I w.liert werden können. Das ist eine Überschreitung der Be- 1 fugniiie der Verteidigung. Es ist eine gröbliche Beleidigung des eoachveriwndigen. Ich bitte den Antrag auf Protokollierung abzulehnen.

Vetteioiger Dr. Tietz: Ich werde dem Herrn Staatsanwalt außerhalb des Saales die Äntworlnng auf die Behauptung g&eii, daß ich jemanden hier beleidigt habe.

Vors.: Ich bitte, sich zu mäßigen. Terartige Sachen sind nicht dieuuch twch unseres Amtes, weder der Verteidigung, noch des Gerichts. Ber.eid.: Dann bitte ich auch, deu Staatsanwalt zur Neoe zu stellen. Vors.: Jcy bitte, feine weiteren Bemer­kungen zu machen. Was haben <^ie für Ihren Antrag für ge- setzliwe Unterstützung? Verleid.: § 376 in Verbindung mit §2'3. Bors.: Es ist 'das einjachste, wenn wir die Ertlaruug protokollieren.

* Schiffsunfälle. Der Touristendampfer .Ozeana" der Haniburg-Anierika-Linie kehrte von Spitzbergen nach Hainlnerfest zurü< Er hatte an der ganzen Westküste große Eisinassen angetroffen, und es ivar ihm überall unmöglich au Land zu kommen. Ein alter Eismecrlotse erklärte, nie dort solche Eismassen gesehen zu haben. Bei Vigo (Spanien) ist der englisehe Dampfer ^Kara" angekommen mit der ganzen Besatzung des deutschen DampfersAnna Pordeus" an Bord. Letzterer ist in der Nacht zum Donnerstag mit derKara" zusammengepoßen und rasch gesunken. Bei Brunsbüttel ließen der deutsche DampferSuomi" und der holländische

Das Gericht beschließt so.

Vors.:_ Ich halte es aoer für durchaus nicht gehörig, denn der stall t)t in der Prozeßordnung nicht vorgesehen.

------ . ,-----, ---------, x, . . Verleid.: Ich , muß es zurückweisen, daß behauptet wird, O Gonterskirchen, 20. Juli. Kaum Hot sich die Antrag, den ich stelle, sei ungesetzlich und daß ich mir die Aufregung über die in unserem Orte aufgetretene Epidemie, ^Lehvrigkeit gesallen tasten soll. Das ist schon das

die jetzt in der Abnahme begriffen ist. etwas gelegt, fm.in ffÄ laÄ &ÄÄÄÄ hat nch das Grab über der Leiche des vevimglückten Gast- Dann werden,Sie^sehen, wie Sie die Verhandlung zu Ende führen.' wirts Dahmer, dessen Tod durch das Eindringen mehrerer L. Ter zweite Sachverständige Dr. Batt le Huer erklärt, daß Rippen in die Lunge ersolgt sein soll, geschlossen, so diirch- neroä|ec Trägheit leide, daß

eilte heut- morgen die Kunde miser Dorf, dost ein Ort».

angehöriger als Leiche tut Walde gesunden worden sei. führt. Ter 8 51 käme nicht in Betracht.

Landwirt Konrad Kröll IV. war früh morgens mit einem I^tz hält die Feststellung einer Aeußerung des ehe-

Pferde in den Wald gefahren, um Holz zu holen Einiae Yeners der Frau Molitor, Paul Wielandt, für wichtig,

Stunden nachher fand man ihn tot unter seinem Pferde

siegend. Wie das Unglück ent>tanden, wird nie aufgeklärt und ist heute nicht aufzufinden.

werden. Der Verunglückte, ein fleißiger Manu, ist anfanqs 2ie meiden Sachverständigen wurden dann entlassen und tne der 50er Jahre; der Todesfall ist um so schlimmer, als er VeTta9t

noch mehrere unmündige Kinder besitzt. ---------- 1 ----

L.Z. Darmstadt, 21. Juli. Die im Herbst v. Js. an der tIBlO Wissenschaft.

Heidel bergerStraße errichtete GroßherzoglicheKera mische Homburg v. d.H., 21. Juli. Unserem vornehmsten Kurgast Manufaktur (Direktor Professor Scharoogel) wird aeaen P r i n z e s s i n E i t e l F r i e d r i ch bekommt die Bäder- und Trink- Ende dieses Monats im Gewerbemuseum Hierselbst eine fur yor^liöllS) dieser Woche trifft Prinz Eitel Friedrich hier vv vnnuiyuiH yici|viu|i ktui bin. Am Alontag beaumt der Om.uer-Law°TeinüS'W-'ttlti>n>is

Sonderausstellung ihrer Erzeugnisse veranstalten. den vom Kaiser gestiit'eten Pokal. Am Samstag gab hier im Auf eigenartige Weise verunglückt ist ein junger Kurhaustheater das Wiesbadener Operetteu-EnsembleDie lustige Mann in einem hiesigen Hotel. Er wollte schnell aus dem ?ytt!uev Mittwoch wird Miß Isidora Duncan im Kur- Hotel auf die Straße eilen und lief in dem Wahn daß das l?re >onzkuust vorfühven. Am Freitag soll ein Gartenfest große Schiebefenster, wie stets bei ^0»^. Seitei; «1^ ®0PPelr=njevt, 5euerroeCt unb

geschoben sei, mit voller Wucht durch das Fenster hindurch,! In Ober-Poecking am Würmsee in Oberbayern ist der

das Glas in tausend Scherben zertrüuimernd. Der Aermstc Historien- und Geuremalev Pixts am 20. ds. Mls. gestorben.

sich schwere Verletzungen zu, daß er sofort ins städtische ^i)eodor P., geb. 1. Juli 1831, yt weiteren Kreisen bekannt ge-

Krankenhaus aeschafft werden mußte 119 !v°scöen esme\l Zyklus größerer EartonS zu deutschen Bolks-

aranienyaus geicyasfl weroen mutzte. lledern, sowie durch Eartous und Gemälde zu Richard Waaners

[J Marburg, 21. Juli. Der Direktor der Landes- Opern. Auch als Porträt-, namentlich als Kiudermaler ist er

Heilanstalt, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Tuczck wurde für hervorgetreten.

das Amtsjahr 1907/08 zum Rektor der Universität ^^kige Schülervorstellun gen, die anderwärts qewählt ' ^ai - wie m Berlm, Hamburg, Leipzig - durch Lehrervereine, zum

'S J Teil nut Unterstützung der Uadtischen Behörden oder von diesen

Das IcaMtr eines säiöünUnTiT^ u" veranstaltet zu werden pflegen, sollen in Chemnitz nach

11 . Vollenduiig des neuen StadttbeaterS regelmäßig und zwar ver-

. <0^^ «.^^Mter U.ievi.u , tragsgemaß statifiuden. Der Nr die Verpachtung der städtischen

l. f 1 -^ch habe am 6. November m der Nähe Theater bearbeitete Vertrag verpflichtet die Theaterdireklion all-

tn cmem Garten gearbeitet Als ich sährlich an Mindestens 10 schul'reteii Nachmittagen Schüler-Vor- SrrrA untkwhielt, ging ,em Herr die Karser- Itellimgen zu ermäßigten Preisen (20, 30, 40 Pfg.) zu bieten

h^T^UT 9e0e? ktC ? dRoliwr zu. Ich sagte: Diese EiMlchtiuig, die durch Vereinheitlichung der Eliitnttsprelse Schauen ^re den Herrn mtt dem louderbaren Bart an! Später | noc£) vervollkomumet werden könnte, verdient sicher Beachtmia und pamerte ich um 6 Uhr die Brennerbrücke. 2-3 Minuten nach Nachahmung. ' ^eaa)tung unö

I)4)Lte) Cl^n 3(0 &nnt flBer uiemand be- - Dr. v. Knebels Island-Expedition ist von einem St. . tragischen Geschick ereilt worden. Der an ihr beteiligte Herr

511} ausgefallen, Dtelhmann telegraphierte aus Breidumyri:Knebel und Nudloff ^ferner Bank ftant satz. Ich glaube, es ertrunken; Stethmann gerettet." Tr. v. Knebel war ein w!ffen°

^Lvischen ö und 6 Uhr ^er N^nsch kam mir unheimlich vor. schallsicher Forscher von Bedeutung, Nudloff ein Landschallsmaler . -Wttwe Terzi ging kurz vor 6 Uhr von der Kronprinzen- Die drei Manner befanden sich auf der Durchq erung des Bu^ stpaße (Villa Kan ) nach der Kaiser Wilhelmstraße. Ich be- gebietes der ^iskja. J ' ^ura)queiung des Vulkan-

^§"kte der der Villa Mr einen Mann mit langem Ueberzieher.Tie Tübinger Professoren Plieninger unb ßenon p/ra6ht9i-erwvrCtr Rücken. Ich bin sind am 20. ds. Mts. zu einer dritten wissenschaftlichen Expedition

^"arße h^runtergegangen. Kaum war nach der Insel Kos im ägäischen Aleere abgereist. Ersteres über- A unten den Lindenstaneln, ertönte em Schuß. nimmt den geologischen, letzterer den archäologischen^^Teil der­

ber Angeklagte fragt, ob jemand die Lindenstasfetri herunter- Unternehmung.

Sizilien kommt die Nachricht von einem bedeu- gSr a , r ± t tenden Funde von hohem Wert für die Archäologie. Taucher haben

^b^enftein bewohnt tn der Kaiser Wib- an der afrikanischen Küste sehr gut erhaltene Reste einer alten öelwstratze in Baden-Baden eine Villa. Um % 6 Uhr sah sie S t a d t mugefiuiden. r n e r a t e n I

.Avarzeisi auffälligen Herrn, der sein Der bekannte iranzös. Schriftsteller Rost and der Dichter begegnete auch vor desCyrano de Bergerac", siegt an einer Blinddarm-Entzündung

Villa den beiden Damen Molitor. Ihnen folgte schwer krank darnieder. 6 a

ein anderer Herr, der älter aus sah, braun gekleidet war und

einen graumelierten Backenbart trug. Er war nur mittelgroß genteisen. Hau. sei der schwarze Herr, der der Zengin zuerst begegnet )et ^er Herr, der den Damen folgte, sei ein anderer gewesen Verteidiger: Trug der Herr, der hinter den q in0-' ^nen braunen Ueberzieher und einen braunen

Öut? Zeugin: Psas ist richtig. Verteidiger: Haben Sie den Herrn jemals wtedergeseheii? Von der Polizei ist nach dem Herrn eingehend gewricht worden. Zeugin: Er Eam mir bekannt V®r. SBtebergefe&en W ich ihn meines Wissens nicht « ^L:r. Ansekbagter, sie sind von einer Reche von Zeugen am

November vorigen Jahres nachmittags in der Nähe der Villa Moüwr ge,eheu worden. Auf mehrmaliges Befragen er­klärt der Angeklagte nach langem Zögern, daß er zugebe, dort von den Zeugen gesehen worden zu sein. Er gibt Mch zu, mit einem Bummelzüge von Baden-Baden nach Karts^ ruhe und damr nach Franklurx 0. M. gefahren zu sein.