20. Karl Laub,
Adolf Levy,
des
83.35
99.30
91.30
Prince-Henri-Eisenbahn .
220.20
Berliner Börse, 22. Juni. Anfangskurse.
Verlobte
Moderne
Möbel
Probefläschcherr 10 Psg. —
C»/6
. 164.80
. 127.80
. 219.70
. 71.20
136.60
Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk
. 117.50
. 102.50
. 221.00
199.25
220.25
26.60
115.60
138.10
26 90
141.70
129.50
93.60
83.35
92.20
94.00
98.50
Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit.
Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .
Gotthard bahn . .
Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .
vermöge ihrer sehr praktischen und deutlichen Darstellung der Straßenverhältnisse die Gunst der Radfahrer dauernd gewonnen, sie zählen ohne Frage zu den besten aller existierenden. Größere Touren ohne sie im Voraus richtig zu berechnen bezw. aus vorteil-» Hafteste Weise zu fahren, ist geradezu unmöglich. Auch diese Karte verdient Anerkennung, sie wird sicher weite Verbreitung finden. Man erhält sie in jeder Buchhandlung.
65.60
66.25
90.10
91.90
93.50
137.80
49.40
86.20
62.50
96.00
Müller'sche Badeanstalt.
Wasserwärme am 22. Juni: 16 0 R.
Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .
Canada E. B.....
Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwach-
Reichsanleihe do.
Konsols . .
do. . .
Hessen Oberhessen
kaufen keine Einrichtung ohne vorher das grosse Muster-Haupt* ausstellnngshaus der Darmstädter Möbelfabrik, Heidelberger* strasse, welches als Sehenswürdigkeit I. Ranges und bedeutendstes
aus seiner Art bekannt ist, besichtigt zu haben. Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Perspektiv-Aufnahmen von eomnletten Zimmern).
und altbewährt: sie übertrifft
angepriesenen Präparate.
Kaufmann in Driburg, mit Clara Rosenthal, dahier.
Geborene.
Juni, 13. Dem Bäckermeister Georg Forbach eine Tochter; dem Spenglermeister Emil Dörr em Sohn, Adolf Heinrich. — 14. Dem Schreiner Georg Veith eine Tochter, Marie. — 15. Dem Friedhossardeiter Ludwig Brückmann eine Tochter, Luise Frieda. - 16. Dem Kutscher Heinrich Schatib ein Sohn; dein Lrchlosfer Heinrich Göbel ein Sohn, Karl; dein Bäcker Ludwig Kronenberg ein Sohn, Ludwig Karl.
Gestorbene.
Juni, 16. Schaub (ohneVom.) 3I4 <otbn. alt, West-Anlage 17. — 17. Christian Meier, 76 Jahre alt, Dachdecker, Kaiser-Allee 36; Luise Ewald, 66 Jahre alt, Rentiierni, Bismarckstraße 36. — 20. "Andreas Schupp, 2 Mon. alt, Lmdengasse 10; Georg Appel, 59 Jahre alt, Feldschütz, Steinstraße 50.
s Würze
mit dem Kreuzstern,
Uirrverfitäts-Nachrrchten.
— Die katholischenVerbindungen inFreiburg (BreiSgau) nahmen an den diesjährigen Bismarckfeiern der Studentenschaft wiederum nicht teil. Die nichtkonsessionellen Verbindungen und die freie Studentenschaft feiert allein, wenn auch bedauerlicherweise gesondert.
— Kartellfest der akademischen Gesangvereine in Innsbruck. Aus Innsbruck schreibt man uns: Am 3. und 4. August findet die 6. Ferial-Zusammenkunst der akademischen Gesangvereine Deutschlands und Oesterreichs statt. Für den 4. August ist ein Ausflug nach Stubai geplant, nach dem Mittagessen in Fnlpmes Ausflug nach der Alpe Frohneben. Tie Teilnehmer werde,: ersucht in Farben zu erscheinen. Die Anmeldungen werden bis spätestens 15. Juli an K. Schwarz, Jnsbruck, Museum, erbeten, welcher auch Auskunft über Wohnungen gibt.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Zicdaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
D a u b r i n g e n, 20. Juni.
Mit Freuden konnte man diese Woche hören, daß unser Männer- Turnverein auf dem Bundessest des Tünsbergbnndcs in Wismar am Sonntag den 16. Juni guten Erfolg hatte. Doch braucht inan sich eigentlich nicht zu sehr wundern, da man mit einer Leichtigkeit im Tünsbergbund einen Preis erhält. So hat z. B. W. L. in Wismar den 1. Preis mit 36'/, Punkten geholt; diese Punktzahl ist für den Tünsbergbund nicht viel, 36% Punkte im Duusbergbund sind im Gau Hessen nur 23'/, Punkte, also hätte L. auf einem Feste des Gaues Hessen,, z. B- in Rodhenn, den 28. Preis erhalten, während er im Bund den 1. Preis hat. Ta kann man gewiß sehen, daß es kein Kunststuck, sondern eine Kleinigkeit ist, im Bunde einen Preis zu holen. Verschiedene Turner haben in Wismar Preise erhalten, die schon unzähligemal im Gau mitturnten, als sie noch in dem Turnverein des Gaues Hessen waren und immer danebenfielen, itnb jetzt holen sie aus dem Bundessest Preise. Also da kann man den Unterschied sehen zwischen dem Wetturnen des Tünsbergbundes und des Gaues Hessen.
3^7, 3% 3^7. 3% 3M7o 3^7»
ftrref/ar/tere Maren meist 'gebessert. Von CtektrizrEäMeH stiegen Broon Bowen 8 Proz., von Aktien der chemischen Industrie Scheideanstalt 6 Proz., Griesheimer 5 Proz. Anilin und Holzveridhlung je 3 Prvz., nur Albert gingen 9 Proz. zurück Heidelberger Zement verloren 4 Proz. Kunstseide stiegen über 40 Proz., ohne daß ein Spczialgrund dafür bekannt wurde Wittener Stahlröhren gewannen 6 Proz. und Seilindustrie Wolff 5 Prvz. Geld hat mit dem Näherrücken des Semrstralwechsels weiter angezogen. Privatdistonto.- 43/i Proz.
128.60 . . 219.30 . . 145.00 . . 167.10 . . 137.25 . . 203.00
Gelsenkirchen Bergwerk . 188.90
Hamburg-Amerik. Paket!. —
Harpener Bergwerk. . . 199.50
Laurahütte...... 220.00
Nordd. Lloyd .... 115.90
Obeischles. Eisen-Industrie 100.50
4?» Oesterr. Goldrente. . 4*/8 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3 Jo Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen. „ III 4}$7o russ. Staatsanl. 1905 4^% japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 370 Mexikaner . . .
4>$ 70 Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . . .
. Tendenz: schwächer.
assessor in Lieh, mit Johanna Schuchard dahier. —
Fuhrknecht, mit Anna Laub, beide dahier. — 21
Sport.
— Eine Radfahrerkarte von Hessen. Von dem gekannten Mittelbach'jchen Kartenoerlag in Leipzig erhalten wir zur Besprechung die Radfahrerkarte von Frankfurt—Wiesbaden— Darmstadt—Mainz bezw. von Hessen-Nassau und Hessen-Darmstadt, reichend von Dillenburg im Norden bis Heidelberg irn Süden, von Koblenz im Westen bis Tauberblschossheim im Osten. Maßstab 1:300 000. Diese Karte enthält so ziemlich alles, was für Radfahrer von Wert ist. Sticht nur die meisten fahrbaren Wege, die wesentlichen Steigungen, die Entfernungen von Ort ju Ort, die Eisenbahnen, Flüsse, Landesgrenzen u. s. w. sind auf der Karle deutlich angegeben, sondern sie zeigt auch ziemlich zuverlässig auf den ersten Blick das für den Radfahrer Wichtigste: die Güte der Straßen, so- ivie gefährliche Stellen. Tie Aiitlelbach'schen Karten haben sich
'heften.
* Lieber nicht! Im Rathaus einer kleinen Stadt befindet sich unter anderem ein Zimmer, das dem Polizeiarzt angewiesen ist, und in dem er auch die körperliche Unter» .suchung junger Leute vornimmt, die sich zum Schutzmanns» . dienst melden. Eines Tages betritt ein kräftig gebauter, 'gesund aussehender junger Mann den Raum. „Ziehen Sie sich aus/ sagte der kurz angebundene Arzt. „Wieso?" fragt der Jüngling. „Sie spllen sich auZziehen!" donnert der Doktor. Run fügt sich der junge Mann und wird gründlich gemessen, befühlt, beklopft und behorcht. „Springen Sie siber den Stuhl da!" befiehlt der Arzt. Der andere tutS und schürft sich dabei die Haut von den Schienenbeinen ab. Innerlich wütend befolgt er trotzdem die weiteren Befehle, als Kniebeuge, Rumpfbeuge, Hochsprung und dergleichen mehr. „So, jetzt ein paarmal im Laufschritt um das Zimmer herum, damit ich Herz und Lunge prüfen kann! Vorwärts!* Nun war es dem Jüngling aber doch zu viel geworden. „Zum Kuckuck!" rief er, „was in aller Welt soll ich denn noch tun? Da will ich wahrhaftig lieber nicht Heiraten, hier wird einem ja die Lust dazu mit Geivalt ans- ■ßctrieben." Der Unglückliche war in daS falsche Zimmer geraten, daS Standesamt befand sich auf der anderen Seite des Hausflurs.
* Eine vom zarten Geschlecht. Eine junge Frau aus Otterstadt, die von ihrem Manne verlassen worden fist und dadurch in etwas bedrängte Verhältnisse und schließlich auch mit der Steuerbehörde in Konflikt geriet, wurde vom Schöffengericht zu Speyer wegen übler Nachrede gegenüber einem Gendarmen zu einer Geld, rafe von 30 Mark, jwegen zweier Beleidigungen gegen den Nentamtsdiener Wirth von hier zu Geldstrafen von je 20 Mark, und wegen Miderstandes gegen die Staatsgewalt zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Das versetzte die Frau in eine derartige Wut, daß sie nach der Verhandlung vor der Tür des Sitzungssaales den Nentamtsdiener angrisf und ihn mit ihrem Schirm so lange bearbeitete, bis der Schirm in Stücke ging. Ein Gendarm, der den Angegriffenen schützen wollte, wurde von der Frau ebenfalls übel zugerichtet. Die Frau lwar rasend und nur mit Mühe konnte sie mit Hilfe eines jzweiten Gendarmen festgchalten werden. Trotzdem war es »ihr möglich, sich loszureißen und den Rentamtsdiener, der 'sich rasch entfernte, von neuem zu verfolgen.
i * Kleine Tageschronit. In Sachen des wegen schweren Lu st m o r d e s an einem Kinde vor vier Jahren angeblich unschuldig Hingerichteten Marlin Teppe ist nunmehr, wie mus Flensburg gemeldet wird, das Wiederauinahmeversahren vom Justizminister angeordnel worden. Der Hingerichtete halte bis zum Schaffst seine Unschuld beteuert. — In M ü n ch e n warf sich der 16 Jahre alte Kausmannslehrling Adols Schwarz vor einen iEilgüterzug, der ihm den Kops vöm Rumps trennte, sodaß er so- jfort tot war. Bei der Leiche wurde ein Zettel mit unerklärlichen Nufschreibungen gesunden. Man vermutet, daß der junge Mann geistesgestört war. — Bei Straßenbauten m Bologna kam man einem Verbrechen aus die Spur. Im Erdreich bei dem Palazzo Albergati stieß man aus ein völlig erhaltenes Skelett. Es stellte sich heraus, daß es sich um die Ueberreste des Staatsanwalts C'arassuti handelte, der vor 30 Jahren am Vorabend seiner Hochzeit in geheimnisvoller Weise verschwunden war.
Börfenwochenbericht.
Frankfurt a. M., 21. Juni.
Das Ereignis, dessen Eintritt von den Börsen wochenlang mit Besorgnis entgegengesehen wurde, ist vorübergegangen, ohne daß man in Erregung geraten wäre. Ties ist in der Hauptsache wohl auf die Beweggründe zurückzuführcn, die die Auslösung der zweiten russischen Duma veranlaßten, denn mag man mit den freiheitlichen Bestrebungen des russischen Volkes auch noch so sehr sympathisieren, die reüolntionärcn Umtriebe, denen man bei den sozialdemokratischen Abgeoroiieten aus die Spur kam, konnten nirgends Billigung finden. So hat der Schritt, den die Negierung tat, aus die Börsen eher beruhigenden Einfluß ausgeübt, denn man erblickte darin eine Stärke der Regierung. Dazu kam, daß die Auflösung der Duma im ganzen Lande ohne Erregung bin- genommen wurde. Hat die Regierung unter Wirkung des neuen Wahlgesetzes eine Volksvertretung zur Verfügung, mit der sie positive Arbeit verrichten kann, bann kann auch das Reformwerk besser voranschreiten und allmählich können in dem russischen Reiche wieder geregelte Vcrhältnisie Platzgreifen; diese sind natürlich nötig, wenn die Besitzer russischer Papiere wieder zur Ruhe kommen sollen. Im allgemeinen ging diese Woche ein etwas festerer Zug durch die Börse, man schien der Tatsache mehr Rechnung zu tragen, daß die Kurse schon stark zurückgegangen sind, dann gewann auch die Ansicht mehr an Boden, daß ein schroffer Abfall der industriellen Konjunkrur schon mit Rücksicht auf die andauernd großen staatlick)en Bestellungen nicht zu befürchten sei. Infolgedessen fanden selbst die Meldungen von einer Ermäßigung der Eisenpreise in Amerika und der Rückgang des Kupferpreises weniger Beachtung. Deutsche Fonds blieben gut behauptet, Russen und Ungarn waren leicht befestigt; bessere Eriitenachrichten haben für letztere die Kauflust etwas angeregt; Portugiesen leicht abgefchwächt. Auf dem Banken markt haben sich die leitenden Werte 2 bis 3 Proz. erholt, Bahnen sind nur teilweise gebessert, Staatsbahn und Lombarden zogen etwas an, Henri gewannen 2i/2 Proz., aber türkische und italienische Bahnen w;aren schwächer. Montanpapiere kräftig erholt wir finden hier Avancen bis zu 7 Proz. 2ürch andere J ndu-
Frnnkfurter Börse 22. Juni, 1.15 Uhr.
93.30 Elektriz. Lahmeyer .
Berliner Handqlsges . . 149.80 Darmstädter Bank
AvSM MS den der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Juni, 14. Wilhelm Gaul, Pfarrassistent in Darmstadt, mit Julie Mecke dahier. — 15. Ludwig Göbel, Schlosser, nut Luise Kranz, beide dahier; Mathäus Roos, Kulturtechniker dahier, mit Maria Barbara Charitas Töll in Worms. — 17. Carl Mintrop, Buchhalter in Witten i. W., mit Eleonore Mickel dahier; Ernst Manneivitz, Techniker, mit Marie Wallbott, beide dahier. — 19 Dr. Ludwig Livv, Großbzl. Regierungsbaumeister in Bad-Nau- Henn, mit Emma Breidert dahier. — 20. Wilhelm Ruhl, Feldwebel in Mörchingen, mit Wilhelmine Ottilie Keller dahier. — 21. Hermann Maximilian Hertz, Kaufmann in Mannheim, mit Paula Friedberger dahier; Karl Sauer, Spengler, mit Marie Cchleuming, beide dahier.
Eheschließungen.
Juni, 15. Karl Gernrnecker, Kaufmann, mit Elisabeth Euler, beide oahier; Heinrich Loos, Schneider, mit Auguste Margareta Schneider, beide dahier; Johann Stammel, Schneidermeister, mit Luise Alt, beide dahier; Otto Lange, Sanitätssergemit in Babenhausen, mit Anna Bommersheim dahier; Georg Diehl, Schlößer, mit Marie Weimer, beide dahier; Otto Engel, Fabrikant in Ober- Schöneweide, mit Elfriede Nagel, geb. Wolff, dahier; Johannes Ott IV., Bremser in Leihgestern, mit Wilhelmine Hermann, geb. Schade, dahier- Louis Schimpf, Lehramtsassessor in Wöllstein, mit Elisabeth Leib dahier; John Schwarting, Kaufmann, mit Theresia Caspar, beide dahier. — 18. Richard Schäfer, Großhzl. Forst-
VerinkschLe-.
• Der neueste Eisenbahnunfall. Bei einem Msterzug sind zwischen den Bahnhofen Card en und Eochem (Mosel) die Lokomotive und ca. 15 Güterwagen entgleist. Der Lokomotivführer ist anscheinend schwer. Der (Heizer und ein Bremser leicht verletzt. Der Schaden ist Erheblich. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen an Der Unfallstelle aufrecht erhalten.
• Eine exzentrische Millionärin. Der oberste Gerichtshof von New-York wird demnächst zu entscheiden haben, ob die Millionärin Fanny Wrigt, eine alte Jungfer, geistig gesund oder verrückt war, als sie bei ihrem vor 'einigen Monaten erfolgten Tode ihrem Anwalt zwei Millionen Mark hinterließ. Fanny Wright, die 57 Jahre alt -wurde, war durch ihre Exzentrizität in ganz New-York begannt. Fünfzehn Jahre lang hatte sie ihre Haare weder gedämmt noch gewaschen. Eines Abends empfand sie plötzlich :ba§ Bedürfnis, etwas für ihre Bildung zu tun; sie begab stich daher zu einem Vortrag und zwar in einem höchst eigenartigen Aufzuge: da sie Schmucksachen grundsätzlich nicht trug, chatte sie sich, um zu wißen, wie spät es wäre, eine Weckuhr! !ins Knopfloch gehängt. Als dann der Wecker zu lärmen ■ 'begann, gab e§ natürlich einen gewaltigen Skandal, der Vortragende mußte seine Rede unterbrechen und die überspannte iFanny wurde an die Luft gesetzt. Die Mahlzeiten der Millionärin setzten sich fast ausschließlich aus rohen Eiern und aus Backpflaumen zusammen; nach dem Essen pflegte sich die Millionärin das Gesicht mit Gefrorenem oder mit ,Schokoladecreme zu beschmieren. Auf ihrem Kamin stand stets ein Pokal mit Banknoten und jeder Besucher hatte das /Recht, sich einen Kassenschein zu nehmen. Wenn die drollige latte Dame auf Reisen ging, ließ sie Wäsche und Kleidungs-! sttücke zu Hause und füllte ihre Koffer nur mit leeren Flaschen. .Trotz alledem soll, wie die Advokaten des glücklichen Erben ■ ^beweisen wollen, die verstorbene Millionärin nicht verrückt »gewesen sein; sie sei, so wird behauptet, nur etwas exzentrisch veranlagt gewesen, und Exzentrizitäten dieser Art gehörten in ^amerikanischen Millionärskreisen durchaus nicht zu den Selten-
Kandcl.
** Von der Gewerkschaft Gießener Brannstein- bergwerke, norm. Fernie wird uns geschrieben: Förderung und Versand der Gewerkschaft stehen seit einigen Monaten auf einer früher nicht gekannten Höhe. Die Monate April und Mai haben außerordentlich günstige Betriebsergebnisse erbracht und gegenwärtig bewegt sich der tägliche Versand zwischen 600 und 900 Tonnen Erz; es kann mit einer durchschnittlichen Förderung von 18 000 Tonnen pro Monat des laufenden Quartals gerechnet werden. Die Abraumarbeiten des vorigen Jahres haben diese verstärkte Produktion ermöglicht und die neuen Transport- und Verladeeinrichtungen gestatten eine unbeschränkte Erhöhung des Versandes. Alan darf annehmcn, daß pro 2. Quartal wieder eine Ausbeute von 100 Mk. verteilt werden kann.
Von der Berliner Börse. Die ungünstige Auffaffung über den amerikanischen Eisenmarkt, die gestern der Iran Monger verbreitete, wird noch von der des Jron Age übertroffen. Dazu kam noch der weitere Rückgang des englichen Roheisens in Ruhrort auf 76 Mk. Da nun den seitherigen Avancen das Privatkapital nicht folgte, so war heule die Börse recht schwach bei sehr geringem Geschäft. Phönix Akien wichen zuerst bis 199,25 und dann weiter bis 198,12. Deutsch-Luxemburger haben einen großen Teil ihrer Steigerung eingebüßt; sie gingen bis 170l;< zurück. Auch alle übrigen Montanwerte lagen schwächer. Harpener 199,62, Bochumer 2217. und Laurahütte 222l/v Tie Erörterungen der K. Z. über den Seedreibimd drückten ebenfalls auf ba§ Geschäft, desgleichen die Vorgänge in Südfrankreich, sodaß auch Bankaktien prozent- weise nachgaben, bis schließlich die Interventionen einer ersten Bank überhaupt einen Stillstand im Rückgang hervorrief. Der Prioatdiskont schloß wieder 43/4°/0.
** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Schweinehändlers Martin Hedrich von Billertshausen, wurde am 11. Juni, Dorrn. 10 Uhr, des Konkursverfahren eröffnet. Stadtrechner Bing in Alsfeld wurde zum .Konkursverwalter ernannt. Kvnkursforderungen sind bis zum 3. Juli bei dem Amtsgericht Alsfeld anzumelden. — lieber das Vermögen des Architekten Johann Peter Scheuren in Mainz wurde am 28. Mai, vorm. i/310 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Haberling in Mainz wurde zum Kvnkursver- walter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber das Vermögen der Hessischen Automobil-Fabrik in Friedberg wurde am 13. Juni, vorm. 101/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Geschäftsführer der Gesellschaft, Direktor K. Stulz in Friedberg, die Zahlungsunfähigkeit und die Zahlungseinstellung dargetan hat. Kaufmann Moritz Gauss in Friedberg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 8. Juli bei dem Amtsgericht Friedberg anzumelden. — Heber das Vermögen der Gesellschaft mit beschrankter Haftung in Firma Brenneisen, Kock u. Co., G. m. b. H., Holzbearbeitungs geschäft in Mainz, wurde am 3. Juni, vorm. 91/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Lichten in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden.
Markte.
Gießen, 22. Jmii.Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kosteten: Butterpr. Pfd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 7—0 Vfg., 2 Stck. 11—00 Psg., Gänseeier 10—00 Vfg., Enteneier 7 Pfg„ Käse pr. Stck. 6—8 Ps., Käsematte 2 Stck. 5-6 Psg., Erbsen p.Pfd. 18-24Psg, Linsen p. Pfd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 ML. Gänse vr. Pfd. 00—00 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—90 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 61—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—9,—Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Kirschen das Pfund 40—00 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Psg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Marktzeit von 7—1 Uhr.
1 Bitte, Kaufen 5k tur WM Man laue WAGftls Würzc nur in Qriqinalsläichchcn nnchfiillen.


