Ausgabe 
22.1.1907 Zweites Blatt
 
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Börse, 22. Januar. Aufangskurse.

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Fabrikant: H. BARKOW SKI, Berlin 0. 27.

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Harpener Bergwerk i.aurauütte -umbaraeu E. B.

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4% bneeh. Monopol-Aul.

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'JBeijCll 100 kg. 19.00-00.00 'Uit.

Roggen 100 Kg. 17.00-00.00 Wlf.

Elektnz. Lahineyer . . . Elektnz. tichuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Llauiuurg-Amenk. Puketl. Li ar p euer Bergwerk. . . Laurabütte......

absichtigt bte Wirtschaft weiter zu führen.

Bellersdorf (Kreis Wetzlar), 20. Jan.

Berliner Haudelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bauk .

Deutsch-Asiat Bauk Diskuutu-Kuiuuiaudit. . Dresdner Bank . .

Kredituktieii . .

Baitiuiure- und Uhio-

EiseiiLann buttuardbahu . . . . Luniuuru. Eisenbahn . Uesterr. ätautsuunn . . Prinee-Henri-Eieeuuahn

Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen ä 2.50 M.

U)eiBbroi 2 kg. 54 Pig.

Schwarzbrot 2 kg. 50 Pfg.

ouye jhexiaauer . 4-,7g Chinesen . .

Aktien

Bochum Guss . . .

Buderus E. W

Tendenz: fest.

Berliner

Cauada E. B. . . . Darmstadter Bauk . Deutscue Bank . . Durtmunuer-Uniou C. Dresdner Bauk . .

'1 enden L: fest.

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gendet zu haben. Las Schlasziunner ihres ^Gatten"

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wie das üppigste Boudoir einer Lame ausgeslattet. Ihr eigenes war weit weniger elegant. Sic bemerkte wohl die Kleinheit der Hände und Füße ihresGatten", aber dennoch ahnte sie nicht, daßer" eine Frau wie sie selbst war. Nikolas de Raylan machte im Chicagoer Husarenreglment sogar den Krieg mit Spanien mit. Auch hierin machte sie dem männlichen Geschlechte alle Ehre.

E i n Opfer seiner wissenschaftlichen Anschauung wurde vor kurzem ein Probekandidat eines deutschen Gymnasiums. Während seiner Studienjahre hatte er sich die von einigen Uuiversitätspcofcssoren vertretene An­sicht angeeignct, daß in den aus der lateinischen Sprache stammenden Fremdwörtern das C nicht wie Z, sondern wie K ausgesprochen werden müsse; infolge dieser Anschauung, über welche sich die Gelehrten ja bekanntlich noch nicht einig sind, verlangte er von seinen Schülern, daß sie mit ihrer bisherigen Gewohnheit brechen und hmfüroKäsar, Kikero, Kitrone" rc. auösprechen sollten. Natürlich erregte diese neue Sprechweise Aufsehen m den beteiligten Lchülerkreisen und

4y° Uugar. Goldreute . .

4-6 Italien. Reute . . .

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4 -6 7° russ. Staatsaul. 190a 4/6u ° Japan. Staatsanleihe 4-a Cuuv.Türken vun 1003

wurde beschlossen, eine aus 7 Anwälten bestehende Kommission mit der weiteren Behandlung der Sache zu beauftragen, lieber die von Preußen ausgehende Anregung, die Zuständigkeit der Amtsgerichte von 300 auf 1200 Mk. Streitwert zu erhöhen, referierte Rechtsanwalt Soldcm-Mainz. Aus seinem Bericht ist die allgemein interessierende Tatsache zu erwähnen, daß nach der von den drei hessischen Landgerichten gefertigten Statistik für 1905 etwa zwei Drittel der gegenwärtig dem Landgericht zustehenden Sachen bei Durchführung der in Rede stehenden Maßnahme der Zuständigkeit dieser Gerichte ent­zogen würden, wodurch eine tief einschneidende Veränderung des hessischen Juslizwesens veranlaßt würde. Auch aus anderen Gründen hält der Referent die geplante Erhöhung der Streitsumme für die Amtsgerichte als gegen die Interessen der Rechtspflege gerichtet. Tie Versammlung stellte sich ein- stimmig auf den Standpunkt des Referenten.

t Reiskirchen, 21. Jan. Ein hiesiger Landwirt fing gestern eine Fischotter, die das respektable Gewichi von 21 Pfund hatte.

t Grünberg, 21. Jan. Klaftermeister Werner ver­kaufte sein Anwesen in der Neustadt an die Stadt, zum Preise von 5000 Mark, diese läßt darin A rm enw o h nu n ge n Herrichten, da es an solchen in unserer Stadt sehr mangelt Herr Werner erstand am Samstag bei Versteigerung des Nachlasses der Christian Pracht Wwe. deren Anwesen aus der Burg zum Preise von 10 600 Mark. Herr Werner be-

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt vuu der Bank lllr und Industrie, Giessen.

Frnnklurter llörwe. 22. Januar. 1.15 Uhr.

der besten

von allen Aerzten glanzend empfoh­lenen Nähr- und Kräftigungsmittel lür Blutarme, Bleichsüchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind

forderte bald deren Spott heraus. Die älteren Kollegen des jungen Mannes ließen cs nicht an Unterweisungen und Belehrungen fehlen, um ihm zu beweisen, daß der Unterricht an ein und derselben Anstalt sich ganz selbstverständlich auch einheitlich gestalten müsse; aber sie predigten tauben Ohren. Ja, selbst gegen die väterlichen Ermahnungen des Gymnasial-- direklors, doch zu bedenken, welche unangenehmen Folgen eine andauernde Gehorsamsverweigerung für ihn haben könne, verhielt er sich ablehnend.Mein Gewissen erlaubt mir nicht, gegen meine wissenschaftliche Anschauung zu verstoßen*, war und blieb seine Antwort. Und als er amtlich aufgc- fordert wurde, sich der üblichen Sprachweise zu fügen, widrigenfalls er entlassen werde, setzte er kurzerhand seinen Kilinder" auf und machte seine Abschiedsbesuche.

Wieviel Eier soll man als Tagesquan­tum essen? fragte jüngst eine wissenschaftliche Zeitschrist. Man sagt gewöhnlich, daß ein Ei ebensoviel Nahrkrast be­iße wie ein Pfund Fleisch (!), aber die Ansichten darüber, ob man viel Eier essen soll, gehen noch weit auseinander. Ta kommt nun gerade zu rechter Zeit ein Telegramm aus Denver (Colorado), in welchem bie sensationelle Tatsache gemeldet wird, daß Miß Prari Lokhart sich zur Weltmeisterin der Eieresser aufgeschwungen hat: sie hat in einem Jahre 4COO Eier gegessen, was, nach der oben ermahnten P,und Fleisch-Berechnung, dem Näyrwert von sechs ausgewachsenen Rindern gleichkame. Die Weltmeisterin stammt aus Chicago, und ist nur aus Gesunoheitsrückiichten nach Denver aus- gewandert. Zuerst begnügte sich Miß Loihart mit einigen rohen Eiern sür ihren Tagesbedarf, bald aber wuchs chr Appetit geradezu unheimlich, und es kam so weil, daß sie schließlich 12 Eier pro Tag hmunterschlurfre. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß auf dem sportlichen Gebiete des Eierschlürseüs die Schnettigkeitsmeisterschast noch immer von Joseph Viggs aus St. Louis gehalten wird; dieser be­deutende Jungung hat einmal in 60 Sekunden 2a Eier hinuntergeschlurst.

* Kleine Tageschronik. In Pirmasens erregt der Selbstmord des Rentamtmanns Werte Aussehen, der Unterschlagung von Staatsgeldern in bedeutender ^)ohe be­gangen hat. Das Manko sott sw) auf 102 UUU Mk. beziffern. Der aus Basel nach Unterschlagung von 90000 Francs geflüchtete Zollsekretär Fehr wurde in Antwerpen verhaltet. Zn diese Angelegenheit verwiaclt ist an scheinens em vor einigen Tagen plötzlich verstorbener Revisor, der sich mit Blausäure vergiftete. Der Grundbesitzer und Stadtkämmerer Schwarzenau (Posen) wurde vom Schwungrade einer land­wirtschaftlichen Maschine getötet In Nürnberg wurde in einem Engrosgeschäfte eine Zugeherin als Leiche aufgesundm. ^ie ist während der Aroeil aus unoekannter Ursache von einem Arbeiter ermordet worden. Der Rechtsoesttand Leopold Wölflings, RecistsanwuU Lachenal, dementiert enlfchiedenst, daß jein Klient beichwyen habe, seine früheren Rechte und Titel als Erzherzog zuructzu,ordern. Endgültig sei nur seine voll­ständige Aussöhnung mit allen Mitgiieoern seiner Familie eriolgt. In Belgrad brach in dem Gebäude der öeutjajen Gesa ndtschaft Feuer aus, welches einen Teil des Dach­stuhles zerstörte. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer alsbald zu löschen. In Palermo wurde am 21. Jan. ein wellen- sörmiges Erdbeben, das einige Sekunden dauerte, verspürt. In Rochefort explodierte im Vasen der Kessel eines Damp,kranes; die Zahl der Gelöteten und Berietzten wird au, ungesähr zehn angegeoen. Am 20. Jan. wütete ein heftiger Sturm. Aus der Bigford-Eisenbahn (Indiana) wur­den durch Explosion einer Ladung Pulver in einem Güler- wagen 19 Personen getötet und viele verwundet.

Die Sterblichkeit der Säuglinge.

Einem längeren Aufsatz des Regierungsrais knöpfet in der Tarrnst. Zig." eninehnien ivir folgende Aussührungen:

Eine Ui.iersiichnng der Sterblichkeit der eauglmgc innerhalb der einzelnen Lebensuiouale exjdjemt geboten, lueun man bedenkt, daß die Haine aller gestorbenen Säuglinge ihren dritten Lebens- monat noch nicht überschritten hat.

Da das Pani) günstige, bie Stadl ungünstige Verhältnisse der Läuglingsterblichkeit Hal, fo wird sich die Frage aunverfen, m ivelchen Lebensmonaten sind bie Stabtkinder gegenüber den Land- tinbern verhältnismäßig am meisten gefährdet'? Tie Slalislik lehn, baß bie stäbujchen Beihältnisfe bejoiibers ben Säuglingen mittleren Alters, im 4. blS 6. Pebensmonat, geiahrbringenb sind. Es ist dies wohl dadurch zu erklären, das nach der ersten Säuglingszeit em Ernahrungsivechfel bei den Kindern vorgenomlnen wird, und daß msbefoiidere bie Abgewöhnung vorzeitig eriolgt. Tiefer Ueber- gang wirb beit Säuglingen m einem Lebensalter, in welchem sie noch nicht bie nölige Widerstandslrait wie in ber zweiten Hälsie ihrer Säuglingszeit besitzen, vielmch verhängnisvoll.

Zu einem ähnlichen Ergebnis loab man geführt, wenn die Verhältnisse ber ehelichen und unehelichen Säuglinge untereinander verglichen werben. Für bie Unehelichen tritt biese kritische Zen schon im 2. uiib 8. Lebensmonat em. Auch dies ist verständlich. Rach der Geburt bleiben jedemalls bie meisten unehelichen Siüiber vorerst eine zentang bet ihrer Atuller. Im 2. unb 3. Lebensmonat aber ist bann in ber Regel ihr Schicksal entschieden. Sie gelangen vielfach in fremde Hände, bie die mütterliche Fürsorge nicht ersetzen tonnen. Dre uneheliche Sterblichkeit, die tm 1. Lebensmonat noch nicht doppelt so groß als die eheliche war, steigt im 2. und 3. Lebens- mouat auf das 2 7, fache der ehelichen Sterblichkeit an, um im 10. bis 12. Lebensmonat aus das 1 */< fache zu sinken.

Was den Rückgang der Sterblichkeit innerhalb der einzelnen Lebensmonate während der legten 40 Jahre aiüangt, so haben gerade bte allerjüngslen Säuglinge, un Alter voii unter einem Lebensmonat, von der gebesserten Lage am meisten gewonnen, wesentlich mehr als die älteren Säuglinge. Ties ist wohl dein Umstande zuzuschreiben, bag bei der Bevölkerung das Verständnis tür die richtige Pflege der jüngsten Säuglinge wesentlich ge- wachsen ist.

Attttst und Wissenschaft.

B.B. Darmstadt, 21. Jan. Für diehesfischeLandes- a u 6 fl e 11 u it g i ü r trete uiid angewandte Kun st 1908 ist von ber Kunstgruppe bereits bie Jury lür bie Aufnahme von Kunstwerken gewählt worben. Sie besteht aus ben Herren Wilhelm Bäder, Emil Bantner, Adolf Beyer, Eugen Bracht, O. H. Enget, Ludwig Habich, Richard Hölscher, Ludwig v. Hostnann und Karl Küstner. Tas erst jüngst hierher berufene neue 'Mitglied des Großh. Lehrateliers auf der künstleikolonie, Herr Ä l e n £ e « s, hat unter glänzenden Bedingungen erneu Rui an die Kunstgewerbe- schule zu Haniburg erhalten. Es wird hoffentlich gelingen, den Künstler zum Verbleiben am seinem hiesigen Posten zu bestimmen.

Gerhart Hauptmann als Theaterdirektor? Vor einigen Lagen hieg es tu einem österreichischen Blatte, bau Hermann ©über m a n n mit s*r Absicht umgehe, das Lessing- Theater in Berlin als Pächter zu leueu. Die Nachricht trug so deutlich den Stempel der Unwahrscheinlichkeit, daß wir von ihr keine Notiz nahmen. Wie nun bie ,Allg. Korr. iür Kunst" aus angeblich sicherer Quelle erfährt, birgt auch diese Nachricht un Grunde em Körnchen Wahrheit. Doch handelt es sich um eine Namensverwechslung. Gerhart Hauptmann gilt nicht als Nach- lolger Tr. Brahms, sondern als sein Teilhaber auf dem Tirekiions- stuhl jener Buhne. Tie diesbezügUchen Plane und Abstchten stehen allerdings noch nicht vor ihrer Verivirtlichung. Gerhart Haupt­mann, dessen Tantiemen m den letzten Jahren bedeutenden Schwan­kungen ausgesetzt waren und ber nach seiner zweiten Verheiratung lür zwei Familien zu sorgen hat, hat die Absicht, seine Einkünfte auf em Niveau zu bringen, bas ihm erhöhte und bis zu einem gewissen Grabe gesicherte Einnahmen verschafft und würde einen Vorteil barm sehen, als Leiter einer eigenen Bühne künstlerische Pläne zu verwirklichen, bie er ui seiner Abgeschlossenheit vom

Reichsanleihe do.

Konsola . .

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Hessen . .

Uberhesseu

vermischtes»

"Das Mannweib a l s Konsulatssekretär. AuS New-Port wird derZeit" geschrieben: In Arizona starb kürzlich Nikolas de Raylan, der ehemalige Sekretär des russischen Konsulats in Chicago, der dreimal verheiratet war und sich bei seinem Tode als Frau entpuppte. Die Top- pelexistenz dieser Dame erklärt viele Eigentümlichkeiten in ihrem Leben. Aus unbekannten Gründen verließ die merk­würdige Frau Rußland in Männerkleidung. Baron Schlippen- bach, der russische Konsul in Chicago, nahm sich des jungen Menschen an, ohne zu ahnen, daß es ein Weib war.(Sc* wurde Sekretär und verrichtete seine Arbeiten tadellos. Die Zweifel, die der Baron später an bie Bartlosigkeit und das übrige frauenhafte Aussehen seines Gehülfen knüpfte, wurden durch dessen Benehmen zerstreut.Er" lebte ganz wie ein Mann, und zwar wie ein Lebemann, trinkend, rauchend und spielend. Nikolas sagte, er wäre lungenkrank. Ta er hübsch war, hatte er Glück bet den Frauen, und er heiratete, wie gesagt, dreimal. Jedesmal setzte er im Heiratskonsens fest, daß die Ehekontrahenten mit Rücksicht auf sein Lungenleiden nach der Hochzeit wie Mann und Frau nur dem Namen nach leben sollten. Seine beiden ersten Frauen ließen sich dann von ihm wegen schlechter Behandlung scheiden. Seine dritte Frau, von der jedermann sagt, daß sie ein reizendes, unschuldiges Mädchen sei, mar eifersüchtig auf ihren vermeint­lichen Gatten und Glaubte, er hinterginge sie. Jetzt, nach­dem das Geheimnis offenbart ist, fühlt sich die junge Frau unglücklich in dem Gedanken, ihre Liebe an ein Weib ver-

Eine edle jiimmels^abe ist das Licht.

sagt Schiller. Eine Hinunelögabe aber ist auch, was dem Menschen zu Hilie kommt, wenn er unter Lvtrtevungsein-. «MKA Nüssen leidet, wenn er Duftet, verschleimt ist unb Schling- beichwerden hat, wenn bie frommen belegt tutb uns das

0 Atmen erfchweren. Und solch eine Hilfe bieten seit tast drei Jahrzehnten fchon Fays achte Sobener wcineral-Pastillen dar, unb ihre Anwendung bei all ben autgemörten ne- schwerben in heute schon ganz felbitoentanbiid). ^ays ächte

Sodener tosten 85 Big. bie Schachtel unb nnb überall zu- haben. hv^,'

Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Märtte.

Gieße», 22. Jan. Marktbericht.Auf heutigemWocbeiimaikte kosteten: Butler pr. PW. 1.001.05 Mk., Hühnereier 1 Sl. 10-11 Big., 2 Sick. 0000 Pfg., Gänseeier 0000 Psg., Enteneier 0 Ptg., Ka,e pr. Stck. 68 Ps.,' Kasematte 2 Slck. 5-6 Psg., Erbsen p. P'b. 18-24Pig., Linsenv.Psd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80-l,OONtt.,^ilhnerpr.^t. 1 001,60 Aik., Hähne pr.' Stück 0,801,80 9ML, Einen pr. einet 1802,20 Aik., Gänse vr. Pfb. 70-80 Psg., Lchsenstelsch^ pr. Pid. 8288 Pfg., Kuh- und 'Rindfleisch pr. Pfnub 8082 Pig., ^cl)iucme- fleisch pr. Psund 8690 Psg., Schwemesleisch, gesalzen, pr. Pstmd 94 Psg., Kalbfleisch pr. Pfb. 80-84 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 6480 Pfg. Welsche per Pfund. Kartostelu pr. 100 kg. 7 oo0,00 'Dit., Biviebeln pr. Ztr. 4,005,00 Alk., 'IHild) per Liter 20 Psg., Aeplel per Zentner 20 bis 25 Alk., m Körben 00 P>b., Nüsse 100 Stück 50-00 Pig., Birnen per Psd. Mk.0.200.2o, per Ztr. 915 Alk., Weißkraut per Stück 1530 Psg., per Zentner JJIL 0.000.00. Marttzeit 82 Uhr.

>urdd. Llujd.....132.20

Ubeischles. Eisen-Iudustrie 125.00

Kreise zahlreicher Kollegen und Freunde beging gestern unser Lehrer Hedrtch sein 25 jähriges Dteustjubiläum. Seme gesamte Lehrtätigkeit hat er tn unserm Orte ausgeübl. Die Begrüßungsrede bet der Feier hielt der Sprengelgeisl- liche, ec überreichte ein schönes Bild als Geschenk. Im Namen der Lehrerschaft der Bürgermeisterei Hohensolms überreichte ihr Senior, Lehrer Couvely- Modersbach einen prachtvochen Sessel. Ticfgerührt dankte der Jubilar. Zahl­reich waren die Glückwünsche, die dann zur Verlesung kamen.

Darmstadt, 21. Jan. Ein schweres 93er- brechen, das den Tod seines eignen Kindes herbei­führte, beging dieser Tage der kaum 17 Jahre alte Bier- brauergehülfe Franz Meyr, der seit einem Jahre in Cruin- ftabt un Ried beschäftigt ist. Der in bestem Rufe stehende 2)L hatte schon bald nach seinem Hierherkommen mit der 21 Jahre alten Marg. Scheuch ein Verhältnis augefangen, das auch nicht ohne Folgen blieb und zu an fang voriger Woche wurde Sch. Vater eines Kindes. Wohl mußte er sich hier und da mancherlei Spöttereien gefallen lassen, doch nahm er sie anscheinend von der leichten Seite und ver- kehrte nach wie vor in bestem Einvernehmen mit seiner bei ihrer Mutter, einer Witwe, wohnenden Braut. Am Donners­tag abend besuchte Sch. wieder seine Braut, und beschäftigte sich auch wiederholt nut dem Kinde. Plötzlich ging Sch. mit den Worten weg:Gebt nur acht, daß dem Kind nichts passiert." Das Kind fing aber furchtbar zu schreien an, und man entdeckte, daß es im Gesicht, Hals und Brust anscheinend mit einer Säure furchtbar verbrannt war. Am Freitag nacht ist es unter furchtbaren Qualen gestorben. Vor­mittags hatte man M. durch die Gendarmerie vernommen; er gab ganz ruhig zu, daß er das Kind mit Salzsäure über­schüttet habe. Em Motiv für die Tat hat er nicht angegeben. Anscheinend hat er die Mordgedanken schon einige Tage mit sich herumgelragen. Der Täter soll vorerst auf seinen Geisteszustand untersucht werden; er wird, da er noch nicht 17 Jahre alt ist vor die Strafkammer zur Verurteilung kommen.

prafhicben Theaterleben bisher nicht verwirklichen konnte. Taß ihm bie Bühne des Dr. Brahrn, die bisher jede Uraufführung feinet dramatischen Werke brachte, die nächste für feine Absichten wäre, ist selbstverständlich. Tr. Brahrn aber wäre auch seinerseits geneigt, auf bte Art in noch engere künstlerische und geschä'ttiche Beziehungen zu einem Dramatiker zu treten, dessen Erfolge von jeher eng mit denen feines Theaterinstituts verknüpft waren.

§pielplaK brr Bereinigten Frankfurter Ztabtlheater.

LpcrnhauS.

Mittwoch den 23. Januar*): 4. Abonnements - Konzert. Donnerstag den 24. Januar: .Tie Zanberstöte." Freitag den 25. Januar geschlossen Samstag den 26. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen." "Abends 7 Uhr:Violetta." Sonntag ben 27. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen." Abends 7 Uhr: Zu Kaisers Geburtstag: .Tannhäuser." Montag den 28. Januar geschlossen.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 23. Januar: «Tie Journalisten/ Donnerstag den 24. Januar, abends 8 Uhr:Hiücnensieber." Freitag den 25. Januar: »Elektra/ Hierauf:Ter Eyklop." Samstag den 26. Januar: 3 um er ft en Male:Tas Glashaus." eonntag den 27. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Att-Heidel- berg." Abends 7 Uhr: Zu Kaisers Geburtstag:Tie Hermanns. schlacht." Montag den 28. Januar:Tas Glashaus."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Tie Marktpreise sür Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch-, und Brorprcise

am 21 Januar 1907.__

Höchste Schlachtoiehpreise m Frankfurt a. M»

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 8085 Mk.

^Kg.Schlachtgew.102104Pf.

7° , » 66-67

7, Kg. 82-88 Pfg.

7, , 80-84 , 7. - 86 - 90 ,_____

Getreidepreife in Mannheim

Brolpretse in Gießen