Franqus hat zum abend der mehrfach August Balser von
Tanger, 2. Juli. Einem
nen Briese zuso.ge hatte Maib Habassis den französischen Kaufleuten, die sich auf einer Reise in die Umgegend von Mequinez befanden, Bealeitmannschäft angeboten, da die Gegend nicht sicher sei. Von den Ein- geoorenen umzingelt, hätten bann die Reisenden von ihren Laffen Gebrauch machen wollen. Der Slaib behauptet, der Zwischenfall beschränke sich aus das Fortnehmen des Pferdes eines Reisenden. Nichtsdestoweniger wurde der fran- zoiijche Vertreter benachrichtigt. Die Gesandtschaft schickte einen sicheren Abgesandten an Ort und Stelle. — Aus .ji a l r a t e ) d} wird gemeldet, daß die Rehamnas wie- der eine drohende Haltung annehmen, seitdem sie wissen, daß die Reise des Sultans aufgesck)oben sei. Ter Sultan versammelte die Veziere, welche sich sämtlich dahin aussprachen, daß es dringend notwendig sei, Truppen nach Marrakesch zu entsenden, dies aber als unmöalich anerkannten, da es an Geld, fehle.
Tanger 2. Juli. Hier geht das Gerücht, daß zwei sranzöslsische Kaufleute, die sich auf der Reise in die Umgegend von Mequinez befanden, aus geplündert worden seien; ein Dritter soll gefangen genommen fein.
Denver (Colorado) 2. Juli. Das Komitee des Verbandes der Grubenarbeiter der westlichen Staaten hat dem Statut der Vereinigung einen neuen Artikel beigefügt, durch welchen der Arbelterverband sich der sozialistischen Bewegung anschließt. Die Führer der Arbeiter be- absichtigen, eine große politische Partei zu gründen, welche bei der nächsten Präsidentschaftswahl einen eigenen Kandidaten aiifstetlen wird.
— Der neue Kultusminister Tr Holle hat in der Rheinprovinz Erhebungen über bie' Wirkung des Brems-Erlasses unter besonderer Berücksichtigung des Lehrermangels auf dem Lande veranstalten lassen.
— Die hiesige Polizei hat 7 Ve r t r a u en s le u ten der beiden russischen Lesehallen die Aufforderung zugehen lassen, Berlin zu verlassen. Die Ausweisungsdekrete sind ihnen gestern zugegangen. Auch der österreichische Buchbinder Lustig, der, wie der Vorwärts mitteilt, am Freitag in Polizeigewahrsam genommen wurde, erhielt die Mitteilung, daß er nach Oesterreich abgeschoben werden würde, weil er anarchistischer Gesinnungen verdächtig sei.
Straßburg, 2. Juli. Der Lothringer Bezirkspräsi- deut verfügte bezüglich der nicht genehmigten konfessionellen Friedhöfe in Bolchen, daß die Protestanten nicht mehr gesondert, sondern in gleichen Reihen mit den Katholiken beerdigt werden.
Erjenach, 2. Juli. Der Verbandthüringi scher Gew erb vereine lehnte mit großer Majorität den Bei- E. öur Mittelstandsvereinigung ab, weil die Politik nicht zu seinen Bestrebungen gehöre.
Po s en,2. Juli. Der Ka i s e r hat die Uebernahme der Patenschaft bei dem siebenten Sohne des Wirts Sta- Okoniewski aus Dornbrull-Hufen abaelehnt weil dessen Kinder sich am pdlnifchen Sch ul streik be- teiligt hatten.
Die Londoner „Morning Post" meldet aus Washington datz die mnentanifchen Streitkräfte im Stillen Ozean durch die ".fit 0 3 l o n" und „T e n n e f f e e ", die augen-
üliali(L) im ^rpezialdienü im Mittelländischen Meere sich befinden, verstärkt werden sollen. Diese Meldung habe das Gerücht wieder auL e<£n r --cn, '^atd man pafseiche Vorkehrungen für Docken und Ausbeperungen getroffen habe, mehrere Schwattschiffe, die letzt ihre ^Ltatwn im Atlantischen Ozean Ijaben, nach dem Stillen Ozean geschickt werden. Es heißr, daß Deutschland der Regierung der^ vereinigten Staaten zu verstehen gegeben habe, eS fei zweck- Mlöer, eine parke Flotte im Großen Ozean, als alle Schisse im en zu haben, und daß es vor einiger Zeit gewisse Vorstellungen m Betress'des fernen Ostens gemacht habe. (Diese letzteren Angaben sind nach Erlündigungen des Wolfsschen Bureaus! an zuständiger stelle gänzlich unbegründet.)
Oysterbay, 2. Juli. In der Umgebung des Präsidenten! Roosevelt werden die Zeitungsmelduiigen als u n b e g r n n d e t bezeichnet, baß wegen ber pnüamerikanischen Volksstimmung in
1,6 a merikanlösche Schlachtschiffe vom Atlant Ozean ntzc,ch bem stillen Ozean beordert werden sollen. Es wird erklärt, daß Roosevelt niemals eine solche Bewegung in Erwü- gezogen habe.
Ausland.
_ , 2®nb°.n- ?• 3uli. Unterhaus. Campbell-Bannerman t>erfprt<i)t aus Ersuchen Balfours, dem Hause Gelegenheit zu geben zur Beratung eines von Littleton (fonL) zu beau. tragenden a d e l s v o t u m s gegen die Regierung wegen ihrer Haltung m der Frage der Vorzugsbehandluug der rlolonien. Balsours Ausführungen werden von den Ministe- riellen mit ironischem Beifall ausgenommen, da diese all- gemein glauben, Balfour widerstreb- es eigentlich, bei der gegenwarstgen ~age die Tarisfrage aufzuwerfen, aber er sei roorben ** ^^U'cefornigruppe, den Unionisten, genötigt
Wiederaufrick^ng unb Stärkung Italiens als eines einigen Macht- und.Drlturfaktors. In allen feinen Stellungen bewies er ie gleiche Hingebung an fein Vaterland unb waltete jekrzeir mit hoher Einsicht und feinfühligem Takte sein^ Aemter. Die klare Erkenntnis ber Interessen seines La^es unb ber besten Mittel, ihnen erfolgreich zu dienen, -'achte Nigra zu einem warmen Anhänger bes , Dreibunds, in dem er ein wichtiges Instrument zur Sicherung be Friedens und Gewährleistung der aufsteigenden Entwicklung seines Vaterlandes sah. Wie Italien an der Bahre eines treuen Sohnes dankbar ber Dienste gebenden wird, ote Nigra bem Lanbe geleistet hat, so wird weit über messen Grenzen hinaus ihm aufrichtige Anerkennung seines Charakters, feiner Gaben und Leistungen nirgends oersegt werden, wo man seine hervorragenden Eigenschaften unb seine öffentliche Wirksamkeit kennen unb schätzen zu lernen Gelegenheit hatte.
— Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Versetzung bes Oberpräsibenten ber Provinz Hessen-Nassau v. Wind- Heim rn Kassel als Oberpräsident ber Provinz Ostpreußen nach Königsberg, sowie bie Ernennung des Unterstaats- sekrelärs des ^taatsministeriums Hengstenberg zum Oberpräsidenten ber Provinz Hessen-Nassau und des Vortragenden Rats der Reichskanzlei v. Gü n t h e r zum Unterstaatssekretär des 'Staatsministeriums.
Aie ZSinzeröervrguag in Arankreich.
P ° r' s' 2. Juli. In den, im Elysee abgehaltenen Ministenalrate wurde bezüglich der Entlassung des Militär-Jahrganges 1903 zum 12. Juli beschlossen, daß wegen der infolge der Ereignisse im Süden stattgehabteu ^.ruppenvcrlegungen die Entlassung dieser Mannschaften erst jeweils ,u dem Zeitpunkte erfolgen soll, zu dem sie in ^r^fpeftlDEn Ö)önutonen zurackkehren. Ferner wurde beschlossen, um Genehmigung dazu zu ersucheri, daß die Mannschaften der Garnison Gabsa, die zu der ^abresklaiie 1902 gehören, noch bei der Fahne behalten werden '
Montpellier, 2. Juli. 27 Soldaten des 100. Infanterieregiments, ivelche gemeutert hatten, sind in Begleitung eines Hauptmannes, ziveier weiterer Offiziere und acht Unteroffizieren gestern in Millan Eingetroffen. Sie werben von Millan nach ben ihnen angewiesenen Garnisonen Paris, Belemeau -c. überführt und dort in verschiedenen Regimentern eingestellt werden.
~ Das Komitee für die Prüfung der Frage, ob es für England ratsam sei, der im vergangenen November in Berlin unterzeichneten Konvention über Funkentelegraphie ijutrefen, hat sich mit 5 gegen 4 Stimmen dafür aus- gesprochen. Die Regierung muß letzt in Erwägungen dar. X « «ASTä
-Bon ärShih,2nPUli’ 6e«e »°ch"'i"ag und abend wurde Banus Rakodezay veränstältet. "Lw^ol.z",'w^che eiuMeiten
.. s. Juli. Gestern wurden m Gcttinic
jbie Kapitäne Jowan Wutkotic, ein Sohn des oppositionellen -Loiwoden L-arco Wutkot,c, und vier Leutnants wegen Hoch. Niksik°satt°°D ° ^lsiziersverhaftungeu fanden „och m au L P Regierung ist einer Offiziers.Berschwörung auf-der Spur, die gewaltsam die Wiederherstellung pgrla- meutargcher Zustände in Montenegro durchsetzen will.
rre nerrimt™ I . , ' 1 einer Wirtschaft einge-
_ .........__ Schillerstraße war, die Uhr aus der Tasche entwendete. Als die
glaubte, daß cs auf lange Jahre Polizei geholt wurde, versteckte dec Dieb die Uhr im Hofe, rde. - ^ald schon war cs zu klein, der Wirtschaft, Zeugen hatten ihn aber bei der Tat beobachtet.—
. -........... vuvci, 1uct:|cill,,;HcuDau Vemcbten 5evnev ^^cbe feftgenommen §ermann Schneider aus Neuß,
den wir jetzt beziehen. _ 3 emd>ten' Der von dec Königs. Staatsanwaltschaft Düsseld orf steck-
s bic ibir 3u bicfer festlichen Stunde hier versammelt ricflich verfolgt wurde.
,»sursÄS “ss ta I „u™t? i
2. Juli. Aus Guatemala treffen Nachrichten ein, daß Präsident Eabrera 160 Personen verhaften ließ, unter der Anklage seien Mitschuldige an dem jüngst gegen ihn gerichteten Mordversuche. Unter den schon verhörten, zum Tode verurteilten Verhafteten befinden sich viele bekannte Persönlichkeiten. Das diplomatische Korps mit Ausnahme des amerikanischen Geschäftsträgers reichte einen Protest em, dec feine Berücksichtigung fand. Der britische Gesandte l,t mit Abfassung einer Note betraut worden, welche die näheren Umstände schildert und welche an die Mächte gesandt werden soll.
Amerika und Japan.
Emem Telegramme aus Tokio zufolge befürchtet man, daß ine guten ic jungen zwischen ben Vereinigten Staaten unö jagan lei ben werden, obgleich an einen Krieg nicht gedacht wirb. Tie Gefühle ber Freunbschäft unb bes guten Willens würden aber emHItd) -Mährbet, wenn nicht prompte Maßregeln getroffen wurden, um die Entrüstung, welche durch die antijapanischen Maßregeln in San Francisco hervorgerufen wurden, zu beseitigen.
New-Bork, 2. Juli. Telegramme des „New-BorkHeralb" „d^ew-Bork Sun" aus Washington melden, es sei bei Beschluß gefaßt morden, 16 Schlachtschiffe nach bem stillen Ozean zu entsenden. Sie fügen hinzu, ber Beschluß entspreche Dem Plan, ber schon lange bevor bie San Francisco- Gelegenheit eniichieben war, jeboch zurückgcstellt würbe, als die ^-chul frage austauchte, ba man es für unklug hielt, Japan zu bcimrufugen. Tie amtliche Bestätigung bes Beschlusses stehe noch aus.
. Anklagekammer lehnte ben Antrag auf vor-
lanfige Jnfre ,h eitsetzung FerroulS, Alberts sowie ber Mitglieber bes Komitees von Argelliers ab
, Perpignan 2. Juli. In Trouillot fand eine Winzerversammlung statt, an ber sich über 300 Win,er beteiligten. ES würbe beschlossen, bte Demission bei Bürgermeister aufrecht zu erhalten, ebenso die Steuer. Verweigerung.
Neues aus Rußland.
r ~ D« russische Minister des Aeußern, Jswolsti, wird sommers eine Auslandreise unternehmen und dabei Ber 11 n, London, Paris und Wien besuchen.
bCT Un?ul}eu hlt Leibgarde - (sinnlandischen) Reqimenl swurde der Kommandeur, Generalmajor Sama i n ver- übe %a^t o ? C^n töcnLeme rcuti)en während der letzten Tage
**■ "u Kriegsnunislerium etngeüaiiqeneit nchten s-nb m den letzten Tagen m verschiedenen Städten Vel^ hallimgen zahtretcher Mitglieder des revolutionären Militärverbandes
a rasch cingegange» I Serbien ft nm diese schöne Entwicklung ber Anstalt haben. Vor - £ - f . allem gebührt unser Dpnk ber Stadtveroibnctew-Versammlung
i welche bie erheblichen Kosten einmütig bewilligte: er gebührt bei - ^taatsregicrung, welche bie Schule in jeber Beziehung fördert' , er gebührt in erster Linie auch dem Tirekwr und bem Lehrer- folkgium, bie mit Gewissenhaftigkeit unb Verständnis ihr Leben der Anstalt unb ihren Schülerinnen widmen Dank endlich auch den Bauleitern, den Herren Stadtbaumeifter Gerbel, Architekt Meyer und Bauführer Nolb, ihren Mitarbeitern und den Werk- 1 leuten, die sich m diesem Hause ein dauerndes Denkmal ihres LZirrens unb Könnens gesetzt haben. Jnbem ich diesen Tank namens des Kuratoriums allen Beteiligten, wie Gönnern unb tz-reunden ber schule hiermit ausspreche, bitte ich Sie, Ihr In- terepe derielben auch ferner~ zu erhalten; nur bann kann ihre tDCitere Cntroiäclung, unterüützt durch bie neuen, fchönen Lehv- raumn?' .^ue ebenso glückliche und segensreiche sein wie bisher. r ^Ain ^Z^^^ümliches Gefühl, mit dem wir ein neues Hautz betreten ^ie Wandellprkeit und Kürze unseres Lebens tritt uns neben der Bestimmung des Werks für Jal-rhundertc recht vor bie Lele. An einem Bauernhause fand ich dieses Gefühl mit ben ichlichten Worten ausgedrückt:
Dies Haus i,r mein unb auch nicht mein;
Dem Nächuen wirb es au,ch so sein;
Ten Tritten bringt man auch hinaus; Nun lagt mir, wem gehört dies Haus.
Ter Wandel in einer Schule ist noch viel rascher als im Leben; noch viel ichneller fließt ber Strom hmburch, unb das Baus bleibt. Unb banin^bürfen wir wohl fragen: Wem gehört dies Daus? Nun, hebe <scbülerinnen; freubig rufe ich aus: Euch beyort es, unb zwar in boppeltern eünnei Ter immer neuen, — r7-e? bluhenben ^ugcnb gehört es, bie in immer neuen, fröhlichen ^areu hier einz.eht, hier sich entfalten und bem Leben entgegen reuen soll. Unb in noch anberern Sinne soll es euch gehören; Vicht nur in ben Ja.hren, bie ihr hier wellt, sonbern für bas ganze Leben; es soll euch ein zweites Vaterhaus fein, in das euch eure liebsten unb besten Erinnerungen stets zurücb- fuyren. vier soll ber Grunb gelegt werben, auf bem euer Leben Uw au'vaut. Es ist euie Hauptaufgabe bieser Schule, ben Schülerinnen Achtung vor der Vilbung unb ben Trieb zum eignen WeiterUreben einzupflanzen. Möge bieie Achtung vor der Bilbuna, der wahren Bildung des Geistes und des Herzens euch hier gelehitt werden; )ic ist die beste Schutzwaffe in den Versuchungen und Zerstreuungen des Levens; sie kann euer Leben verschönern und Dereblen, indem sie euch hinweist auf die wahren Reichtümer, indem ne euch die Kraft und die Lust gibt, euch diese Reichtümer zu eigen zu machen. Daß bas aber geschehe, bas ist in Ihre vanb gegeben, hochverehrter Herr Direktor unb verehrte Lehrer unb Lehrerinnen, unb in bie)em Sinne gehört Ihnen bies Haus! ^rie' verehrter Herr Direktor, haben sich unseren Dank unb unsere 2™T£e.nrnun9 in hohem Maße verdient, indem Sie bie Schule mh Stebe und Umncht gepflegt und zum inneren unb äußeren Aurbau berieloen uns lachkunbigen Rat in unermüblicher Weise erteilt haben. Mögen Ihnen, wie Ihrem Lehrerkollegium bie
T*7rnen diaume ein Lolm sein für bie bisherige treue Pflichterfüllung; ein Antrieb, bem schönen Ideale, bas von Ihrem Lrerufe in ^zyrer vL-eele lebt, mit vereinten Kräften nachzustreben:- möge >5hnen bas Bewußtsein, an einer Schule zu wirken, die in so hervorragenber Weise bte Förderung und Unterstützung ber staatlichen und Itadtuchen Behörden gefunden hat, neue Freuöigkci^ in Ajmer ichonen und ichweren Tätigkeit verleihen. Unb so mögeid denn Lehrer unb Schülerinnen in schönem Verein bahin mirtenl daß dies H^us m unserer Stadt recht vielen zu eigen wirb als i h r Haus, ihr yau5, bas viele teure Jugenberinnerungen birgt und TDrtroirfenbe Anregung für bas ganze Leben gibt.
Möge aus btefem Haufe ein reicher Strom bes Segens in viele ^Hauser unsrer ^tadr sich ergießen; möge dieser Strom des hegens wieder zurückfließen auf unsere Gemeinbe, unb bte 5>wule ,o ihre Aufgabe erfüllen, an ihrem Teil mitzuwirken an der Hebung und Lta.kung unseres Bürgertums."
Der Chor aus dem Oratorium ,Die Schöpfung^ von Haydn: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, führte weihevoll über zu einer Ansprache des Direktors Dc. Stör ick o.' Ec entwickelte in großen Zügen ein Bild des Werdeganges der Schule und führte aus, daß die Anstalt hauptsächlich ihre Besucher für das praktische Leben vorbeceiten soll, damit sie dereinst ihren Beruf als Mütter und Hausfrauen ganz erfüllen könnten. Des weiteren wies der Redner die Ansichten dec Fcauenrechtlerinnen in padagogischec Hinsicht zurück, die von ihnen an die höheren Mädchenschulen gestellten Ansprüche würden, wenn man ihnen nachkonnnen rvolle, doch nur dem Bedürfnis Einzelner und nicht dem dec Mehrheit der Schülerinnen entsprechen. Anknüpfend daran legt Dr. Störicko barÄ in welcher Weise in der Zukunft unsere höhere Mädchenschule weiter entwickelt werden könne. Den Schluß des Festaktes^ bildete eine Rübezahl-Legende von Klara Fechncr- Leyde für Solostimmen, weiblichen Chor, Pianoforte und Deklamation, komponiert von A. Krause. Als Solisten wirkten dabei mit: Fräulein Ida Stammler Sopran, Herr Konimerzienrat Schirmer Tenor, Herr Rechts- -----Dr. Spohr Bariton, Klavierbegleitung Herr
Einweisung des Meuöaues
der Köycrcn und Hrweiiekten Mädchenschule.
Gellern vornnttag gegen 10 Uhr füllte sich der Jestsaat.^^
des an der Nordanlage neuerbauten Schulpalastes nut froh- arlmalt Dr. Spohr Bariton, jmuviciucamiuna uecr r ^korierte Raum wirkte Mulch. Der verbindende Text wurde wechselweise von
' d"^ Architektur überaus vornehm und 110 Schülerinnen im Lllter zwischen 8 und 12 Jahren
Viertel würdigen Rahmen ab. Etwa ein recht hübsch und ausdrucksvoll gesprochen. Das ganze
Viertel des Raumes lvac von den weißgekleideten Schülerinnen Werk, wie überhaupt der gesangliche Teil der Feier spielw oer Anstalt gefüllt, die erwartungsvoll der Dinge harrten, sich in dem im Hochparterre des Gebäudes befindlichen^ die ba kommen sollten. Immer dichter füllten sich bie Reihen ^sangssaal ob, der an die im Festsaal der Schule befind- der Fesigasle, bis endlich kein Stuhl mehr frei war. Unter ^olerie angrenzt und gewissermaßen mit dieser zu-! Innehaltung des akademischen Viertels, begann die Feier niit )ammenOängt.. so daß die im Saale befindlichen Zuhörer
-. den Rednerpult: er dankte den Fcltteil. keinem zweiten Saal Unserer Stabt. Man konnte bte«
netjtuctii für ihr Erscheinen und sprach sein Bcdancrn aus, besonders bei ben Solls unb der bem Geisterchor bemerken k datz wegen Raunimangcl leider nur ein beschränkter Kreis Lange iroch als bie letzte Note des RubezahlmärcheiiF von Eltern dec Schülerinnen mit einer Einladung zu derstdrmzefsin Ilse" verklungen war, faßen die Festgäste still Feier habe bedacht werden können. Der Redner iveist auf unb ^ig, wie wartend, baß man ben Sang noch das rege Interesse hin, das mit vollem Rechts untere Bürger- eUtn^ ^erholen möge.
schall dieser Schule, wie der Schule überhaupt entaegenbrmat LJ?QraUf- ^ne Besicht ign >7 g des Hauses und fährt fort- emgegenoringi dez,en Be,chreibung wir uns tu einem besonderen Artikel
V1 L . „r vorbesialten.
. ,,^e meyi ivir^uberzeugt )mb, daß bem foltben _
Dreier gefunöeften stütze jebes Gemeinwesens, bie Zukunft gehört, m... !
umiornehr verlangen wtc^von jeder einsichtigen Bürgerschaft, baß StOOt IttIO £<Xttö»
lic in Bezug auf bie schule immer höher gesteigerte Anforde- Gresten R c^..r:
wd, 1Z s d,? J
bat um eie ^tabt bereits vor mehreren Jahrzehnten bte höhere ^"d izmalcats Pcos. Dc. Pfannen, tiet ist dec ocdentl. Pco- r* K^cltSS Mädchenschule begründet. Auch bei Staat hat I feffou an dec Universität Prag, Dc. Otto v. Fcanque, als WnmitAfipn ntrX .Erschlossen, er har die Pforten bei Ordinarius dec Gynäkologie und Dicektoc der Universitäts-
» fer. s* “■*" —- *
Ueberzeugung immer mehr durch, baß eine gebiegene Schulbil- Utobec b‘ angenommen. Dintg etn^ ber besten Güter ist, bas Eltern ihren Kinbcrn auf ** Verhaftet wurde gestern nim59h?lö.c-efn tonnen, und die Zahl unserer Schüle- wegen Diebstahls vorbestrafte Arbeiter
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sswa s allen Bedursitiisen genügen werde.
Lute Erweiternirg HRte nur für kurze Zeit Äbhülfe^aeschaiün' bcnb mir ,ic6 1)ä^r- dlcsen Ncubau zu cmdjtem
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