Ausgabe 
22.1.1907 Erstes Blatt
 
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Ter Lersafs« bcS Eingesandt; in Nr. 16 beS «. An^. scheint mit feinen Besürchrungen doch zu weit zu gehen, denn big einem Arbeiter die Befähigung ab? Gchülse in eine, Gewerbeinspektion abzusprechen sei, möchten doch viele bezweifeln. Ja gerade Arbeiter durch ihre srüherm Ev» sahrungen und die Wünsche und Ratschläge ihrer Mitarbeiten unterstützt, wiffcn c't besser und praktischer einem Uebeiit-nbe abui helfen, alS die ifcjmi'ch gebildeten Inspektoren. Hosfent^ lieb[u sich die Re'.i^ung in ihren wirl.ich liberilcn Gcsinnunaen nicht durch die übertriebene fturdjt einiger Gewerbetreibende!, avbringen, und wirkt so zum friedtichen Gedeihen beider Teile.

D. R.

Unseren Gruss zuvor!

XXX

Der S< Ca zu Giessen.

Das z. Z. präsidierende Corps Teutonia

Seine lieben a. H. a. H. sowie die hiesigen und auswärtigen alten Corpsstudenten erlaubt sich unterfertigter S. C. zu dem am

Samstag, dem 26. ds, Kits, abends 8 ühr n. pr.

dahier im Neuen Saalbau stattfludenden

Wetter

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+ 8,5*0.

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gewiesen: 1.

23. Januar

22.

r?anOcl und Verkehr, Voikswirtjchaft.

Von der Berliner Börse. Tas Privaikapnal Hal wieder einmal grobe Tapferkeit bewiesen, als es auf die Er- schulterungen vom vergangenen Samstag nicht einging, die Rück- gange aut den versclnedeucn Gebieten ignouerte und an feinem Besitz fefthiett. Heine hegte man auch wieder mehr Zuversicht in- bezug auf Newyork und die Folge davon war, daß die heutige Börse gegen die vom vergangenen Samstag weil besser aussah. Tas Geschäft war jedoch sehr fli'd, zumal auf das Anziehen des londoner PrivatdiskontS auf 5 Proz. Amerikaner kamen über Parität. Saufen waren um ca. l/, Proz. gebefiert. Westliche Alon- ianpüp;erc auf die Erwartung einer größeren Transaktion im Roibstern-Kouzeru Proz. gesteigert. Phönix haben sich um 1 Proz. gehoben. Größeres (Geschäft war in Dynamit-Aknen zu beobachten. Privaldlskont 4 Proz.

Sprühregen Schneefall Klarer Himmel

einem Geräte ab und nahmen die Lüscharbeiten vor, die ca. eine Stunde in Anspruch nahmen.

Der Garde-Verein feierte am Sonntag abend im Neuen Saalbau sein Winterfest, verbunden mit der Kaisers»Geburtstagsfeier. Ter Saal war bis auf da« letzte Plätzchen besetzt. Nach der Ansprache wickelte sich da? Programm in flotter Aufeinanderfolge ab. Die Musik stellte die hiesige NegimentSkapelle. Es wurden zwei Theater­stücke so gespielt, daß die Zuhörer mit Beifall nicht kargten; mcht au« dem Lachen kamen sie jedoch heraus bei der Solo- (jenf ,DaS erste Söhnchen". Tie lebenden Bilder wurden von der f retro. Sanit ätSkolonne in^roundcrbar schöner Weise dargeflellt, sie enthielten rührende Szenen. Lils Dann um Mitternacht der Saal zum Teil geräumt war, d. h. die Ehrengäste u. s. w. auf der zu erhöhten Sitzplätzen ^hcr. gerichteten Bühne Platz genommen hatten, konnte der Saal kaum die zur Polonaise angetretenen Paare fassen. In der äußerst gemütlichen Stimmung hielten die Teilnehmer bis zum frühen Morgen auS. Der Gardc-Vciein hat es wicdc. einmal verstanden, ein hübsches Fest zu verauftalten, wozu auch die von der Nuder-Gesellschast von ihrem TagS vorher slatlgehablen fteite verbliebene Dekoration wesentlich beitrug.

». Butzbach, 2t. Jan. TaS Zellengefangnis ist nunmehr durch den Anbau von zwei neuen Flügeln fertig, gestellt und damit die schon feit einiger Zeit bestehende Ab. sicht, die Intasien deS Darmstädter LorreltionShanseS in der Bl.l'ch'lrabe allmählich nach Butzbach überzuführen, wird in Bälde auSgeführt fein. Von da werden alle Strafgefangenen aus Starkenburg ihre Strafen in Butzbach zu verbüßen haben. Tie seitherige Gepflogenheit, daß Zuchthaiisilrascu, auf eigenen Wunsch der Verurteilten oder auf Slnorbmmfl der Behörden in Einzelhaft im Zellengefängnis zu Butzbach verbüßt werden konnten, wird damit ihr Ende nehmen. Tic Nachricht, daß nunmehr nach dem Muller anderer Staaten auch «n Groß­herzogtum Hessen besondere Anstalten für jugendliche Straf, gefangene vorgesehen feien, beruht insofern auf einem Irrtum, als schon fett langen Jahren in Mainz für weibliche und in Tarmitadt für männliche Strafgefangene besondere Gebäude

geführt werden.

Friedberg, 21. Jan. Ein Wettbewerb Entwürfe zu einem Wasser- rind AussichtSturm Friedberg wird mit Frist bis zum 16. März ds. veranstaltet. Für bie besten Entwürfe sind drei Preise

vermischte».

* Die parlamentarische Laufbahn ist in Eng­land noch heute ein recht kostspieliges Vergnügen. Tas Gesetz Hal zwar, wie Karl von Dahlen im 8. Heft der Zeit, schristlieber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) in einem originell illustrierten Aufsatz über ba-3 englische Unterhaus ausfuhrt, die Ausgaben zu Dahlzweacn sehr befdyränlr, aber unter 20 000 Mark dürfte wohl kein Kandidat aus'ommen, wenn er sich einen Platz im Unterhause erobern will. Tiefer Umstand und auch die Tatsache, daß in England, wo die Gegen­sätze zwischen arm und reich die denkbar schroffsten sind, doch keine Animofital der unteren Klassen gegen die oberen Zehn- tausend herrscht, sodaß bis jetzt auch naa) der Arbeiter lieber eine Sache durch einen Abgeordneten aus den besseren Ständen Dcrireten läßt, lassen die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß für Die nächste Zeit eine durchgreifende Aendcrung der Physiognomie des Unterhauses nicht bevorsteht. Trotz des Eindringens der Iren und der Arbeiter macht das Unterbau» auch heute noch dem ganzen Charakter der cnglifdjen Versas'ung entsprechend einen ariftolratifdien Eindruck. Abgesehen von der etwas tumultua» rischen Sprechweise der Iren, ist auch der Ton der Debatten in Westminster sachlicher und vornehmer als in den meisten kon­tinentalen Parlamenten. Auch der Gegner wird mit Achtung behandelt und die Minorität entsprechend geschützt. Eine parla- nientariidje Usance mag als charakteristisch für d-.e Stellung der beiden Parteien zueinander Erwähnung finden: das Painng, bie Abpaarung" der Abgeordneten aus den beiden Parteien. Ta oas Schicksal des Kabinetts häufig von einer Zusallsmajorität bei irgendeiner unwesentlichen Debatte abhängt, so ist es Pslicht der Selbsterhaltung, daß das Verhättnis der Abgeordneten von beiden Parteien im Hause ein konstantes bleibt. Verläßt daher ein Mit­glied der Linken das Haus, so erfordert es der parlamentarische Anstand, daß ebenfalls ein Mitglied der Rechten sich entfernt, sooaß das Fortgehen keinerlei praktischen Erfolg hoben kann.

Ter Säulendurchmesser beträgt 1,20 Meter, während die Turchaäuge 2,20 Mir., bezw. 2,85 Mir. breit sind;

bie Bürgersteigbreste auf der linken Seite nach dem Bahnhöfe zu hat die durchaus genügende Vielte von 2,55 Meter;

Der erwähnte sogenannte Umweg hat gegenüber dem geraden Fahrweg nur emc größere Länge von 12 Meter (= l!t Minute ;

die Zugangsverhältnifse zum hiesigen Bahnhof sind be- deulend vorteilhafter als solche in vielen Bahnhöfen großer

(flericbtsfaaL

Dortmund, 21. Jan. Das Schwurgericht oenirteilte den Heizer Adam Kurs ch u ö * u m Tod c. Er hatte den Betri. bS- führer der Zeche(Älücfaui-Iifibau* erschossen, weit dieser ihm iveaen unberechtigter ArbeiiSan'gal e auf Grund der Arbeitsord­nung den L o h n i ü r 6 Schichten e i n b e h i e t t.

'Magdeburg, 19. Jan. Von der Strafkammer I des hiefigen Landgerichtes wurde heute der foziatdemokratilche Arbeiter Heinrich K i n b, der in einer öffentlichen Volksversammlung der etcnogiapljin eines bürgcilirhen BlaiteS geroaltlam ihre '.U u f * zeichnungen geraubt und dann auf der Flucht den ihn vei> folgenden Verlobten der Dame mit R i e d e r st e ch e n bedroht haue, wegen Sachbeichädigung und Nötigung zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt.

mit 1 012 500 Mk. und im Extra» Ordinarium mit 492 980 Mk. ob.

Kassel, 21. Jan. Auf der Station RonSbaufen stieg eine Arbeiterfrau mit ihrem sechsjährigen Kinde auf der verkehrten Seite auS und rourbe in demselben Augenblicke von dem vorüberfahrenden Berliner Schnellzuge erfaßt. Das Kind wurde zermalmt. Die Frau verstarb im Gemeindekrankenhaufe.

errichtet wurden, während im ProvinzialarrefthauS in Taim- ftadt fchon seit einigen Jahren Neubauten für jugendliche Strafgefangene beiderlei Geschlechts vorgesehen sind. Das sog. KorrektionShauS in Darmstadt soll anderen Zwecken

ÖWitfXHOlogiidK ^eob.'chtungen ber Station Gießen.

Gießener Wetterdienst.

VoronSsichtlichc L>tttcrnng für Hessen am Mittwoch, d n «. Januar: Heuer und trocken. Fortdauernd strenger Frost. Starke östliche Winde.

pcor ooeut teuer utov o.

In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplah.

Bremen, 18. Jan. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Tovpetschrauben-Poi.bampier .Breslau'', Slapttän H. Prager, vorn Roiddcntichen rrlogb m Bremen, ist gestern 5 Uhr nadjm. wohlbehalten in Baltimore angckommen.

Original-Drahtmel-ungen.

Petersburg, 22. Jan. Der Wahl-Feldzug ist in vollem Gange. In den letzten Tagen hat eine große Zahl von Versammlungen stattgesunden. Tie Stimmung des Publikums ist stark oppositionell. Die lebhafteste Wahlagitation entwickeln die Kadetten.

Tanger, 22. Jan. Verschiedene Attentate haben sich in der letzten Zeit auf dem Wege nach Fez ereignet Desgleichen wird berichtet, daß die räuberischen Angriffe sich in ganz Marokko vermehrt hätten. Es besteht daher bte Absicht, in Zukunft Counere nicht einzeln, sondern zu zweien abgeyen zu lasien.

60u M., 800 M. und 200 M. anSgcsctzt. Das Picis- richteramt haben übernommen Geheuntat Oberbanrat Hof­mann.Darmstadt, Prosesior Paul Aieißner-Darmstadt und Bürgerineister Ba'.'.rat Stahl.Friedberg.

Nied er. Mockstadt, 21. Jan. Unser Gemeinde, rat hat die Erbauung einer Wasserleitung beschlossen, die Arbeiten haben bereits begonnen.

R. B. Darmstadt, 21. Jan. Der 56 Jahre alte Maschinist i. P. Dauth machte gestern nachmittag in seiner Wohnung seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Ein unheilbares Leiden brachte den Mann zu der un. seligen Tat

Mainz, 21. Jan. Am gestrigen Sonntag wurde hier ein jung liberaler Verein gegründet, dem bereits zahlreiche Herren au8 allen Ständen beigetreten sind.

jj Mainz, 20. Jan. Bezüglich der bereits angekün. digten Teuerungszulage für städtische Beamte und Lehrer hat die Großh. Bürgermeisterei ein Projekt auSge- arbeitet, wonach den unverheirateten Beamten und Lehrern eine Zulage von 60 M., den verheirateten eine solche von 120 M. gewährt werden soll, letzteren aber nur insoweit, als das Jahresgehalt 2600 M. nicht übersteigt. (Fkf. Ztg.) h Frankfurt a. M., 21. Jan. Auf dem Güter, bahnhof fuhr heute nacht ein Rangierzug einem Eil­gut e r z u g in die Flanke. Die Lokomotive wurde stark beschädigt; vier Wagen sind total zertrümmert. Der Material­schaden ist bedeutend. Der Lolomotivführer deS Eilgüter- s4tgeS wurde verletzt.

* [] Marburg, 21. Jan. Der Voranschlag deS StadthauShaltSetat für 1907 schließt im Ordinarium

Hauptstädte. _ ,

(Dir brachten das erster., ähr. le Ginge!anfct gern zum Andruck, weil uns eine nochmalige Prüfung der in Frage kommenden Ver­hältnisse durchaus am Platze schien. Im übrigen ist zu beachten, daß der Balstihossumbau auch jetzt noch nicht fertig ist, uaib deshalb noch icincsivegs als bestimmt anzuirchmcn ist, baß bte Zugänge so bleiben, roie sie ject sind. D. Jb.»___________________

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Ordnung. @u; %enid)t5 Ihai ,,e') Wehrend Ab-

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Luft.auii Pul, 9e Und ein Liimo speziaidedatze über 39e in zweiter uni orm enbguHij

1 der Polizei eint -hallen. Uehreri «rpiüchtigen werd» vcimal abgejchoota Schüsse geweebjeb i^über 30. (Binüt Dcownilrant touö U

l zehnjährigen Bet > des Neubauei n erlassen ivorbtn >sbnrg bei Rann soll 20 Äivnate nad geben werden. Tii cueteinilimmimg r. )er Verhaftung V:. dampser in b; i g gestern ein M ulatshernntn Kämpfer, um die & nden. Tas russisa : bewacht. Die ö<

t JssaS ermorbet mti, Cleroy, unb bc welche etwa 30 Je

Umschlag erfahre mehrere Grad Varn d KMtz unb jtai tivß, ein SW orlommt W® i fast srühjallMzre rechten ÜSiniet W eichstagswahl: er Temperatur «W ie Kleinigkeit unb b isterung in die Gest' m. liegen Nachrich- letter vor. . starker Frost eiM- iigerte. 311 ®.u* flm Älontag W- oße Verkehrsstömt- et wird groV^

Schienenglalle, Sie 6®«^, t efiiniie. $tt$S unter

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt ...... t Rubrik stehenden Artikel

übernimmt bie Stebaltio" dem Puuu.um gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Tie Angaben in dem Emgefcmdt vom 18. d. Mts., betreffend ungenügende P e r l o n e u z u g ä u g e zum B al) n ho f S - eingang Gießen, sind nickst zutreffend, da diese Zugänge durchaus genügen. Es fei nur auf folgende Punkte hin-

aütinKnn CinSW nach dem Mert dek Broson, feinen blutcr<iew bräRßll biß »j genden und kräftigenden Eigenschaften tu W oder nach schweren GrLrankungen, Büuver»

Ihren Arzt | 3,c te,en

Ereseld, Vereinsstr. 1 TL, den 6. August 06. Ich gebrauchte einige Pakete Ihres ^,Biofon^ mrd kann Jbney heute Folgendes mit gutem Geunffen mttteilen : Wre ich an meinem eigenen Körper crfaljren habe, iftBrown" - eine zeitlang regelinü^ fug aenontmen ein hervorragendes BelebungS- unb Mraftigungö» ntUiel bei Schwäche, trach schwerer Krankheit und stweratron. rteber, der feine schwachen Lebenögeifter in kurzer Zeit mu wenig Geld aus- irüdjen möchte, wolle fofort un eigensten Interesse einen Versuch machen. Hochachtungsvoll E a rl Franz La oer oonWieben- bauer. Unterschrttt amtlich beglaubigt durch den Poitzer^loor» misiar Siewerr. Btofon ift in Apotheken, Drogerien usw. ba8 Palet zu drei Atark erhältlich und wirb teber Arzt gerne Auskunft über bie Vorzüglichkeit bes Bioson geben. [b/i

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