Ausgabe 
21.6.1907 Erstes Blatt
 
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Tendenz: schwach.

Beichsanleihe do.

Konsols . . do.

Hessen

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öffentlich vergeben werden. , .

Arbeitöbeschrcibung nnd Bedingungen liegen bei uns Aur (finfidit der Interessenten osten. Angebote aus vorgeschrrebenein Formular, dao daselbst erhältlich,, sind bis AUtn genannten Termin an uns einAureichen. Zufchlagssrist 8 Tage.

Ostesten, den 21. Juni 190/.

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* Ter Kaiser bei Tisck. Wenn der Kaiser in Wies­baden oder .Homburg weilt, bleibt er bezüglich der Einnahme der Mahlzeiten seiner Berliner Gewohnheit treu. Um 1 Uhr nimmt er stets das Mittagessen und zwischen 7 nnd 8 Uhr abends d»s Abendessen. Sind Gäste, da, so Tonnen sich die Zeiten etwas verschieben. Aui die kaiserliche Tafel kommt vom Guten das Beste. Alles wird vor der Zubereitung sorgfältig geprüft. Konserven ißt d>er Kaiser niemais, weder Obst noch Gemüsekonserven, und dann nichts ..Gefingertes", wie er fick in Homburg einmal tnnesgebrüdt haben soll. Das beißt, er wünscht keinerlei Speisen, die von den Köchen mit de >?anden bearbeitet sind, also Klöße, Fleischpasteten :e. Ans dem gleichen Grunde wird niemals eine Blatte garniert. Das Servieren aus Servietten ist schon seit Wilhelms I. Zeit am preußischen- nigshos abgeschafst, weil es nicht für reinlich genug gilt.. Tic Speisefolge für die kaiserliche Tafel schlägt der Oberkücken- meister, erfolgt die Verpflegung wie letzthin in fcombirg von außerhalb, der betr. Hotelier vor. Ter Oberhofmarschall prüft die Vorschläge, beißt sic gut oder ändert sie nach seinem Gut­dünken ab. Gewöhnlich nimmt der Kaiser Supve, Fisch, Braten, Geflügel, Eis, Käse, Obst und dann einen Likör oder Mokka. Bei Tisch trinkt der Kaiser leichte Weine und wenig Sekt. Vetw Kaiservreis-Rennen wurde am Haupttag z. B. das Tiner um 1 Uhr auf der Tribüne serviert. Es bestand aus kalter Suppe, gekochten Krebsen mit klarer Bnttersauee, Lammrücken mit frischen Champignons, Poularde mit Trüffeln, Eis re. frat der Kaiser Gäste, so ist ihm nichts au teuer zu ihrer Bewirtung, andererseits liebt er nicht, wenn ihm zu teure Speisen vorge­setzt werden. In einem Osiizierkasino gab es gelegentlich eines Kaiserbesuchs einmal gctrüffelte Poularden. Das erschien dem Kaiser zu verschwenderisch und er machte nach Tisch den Regi­mentskommandeur darauf aufmerksam. Tie Offiziere sollen ein­fach leben. Ter Kaiser ist ein mäßiger Esser. Er nimmt von jeder Platte etwas. Im Sommer liebt er erfrischende, kalte Luppen, ferner Lammrücken von Lüneburger Leidschnucken und dann Wild. Letzteres kommt ziemlich oft auf die kaiserliche

Fataler Nachsatz. Bauer (in der Gemelndesitzung): Bürgermoasta, wir hab'n einftimnu b'schloss'n, daß ma dl' von roeg'n deine groß'» Verdienst um uns're Grnoand' zum Em n- mitglied ernenne!" Bürgermeister (geschmeichelt':so, ,o! Bauer (sich verlegen kratzend):Und weiters hab n mano be- schloss'n, daß ma di' nimmer zum Bürgermoasta machn, weil ma alle dageg'n san!"

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blanker Waffe gegen dte Menge ein. Viele Demonstranten' wurden verlegt, ebenso ein Polizei-Kommissar.

Montpellier, 21. Juni. Tic Bevölkerung errichtete während der Nackt neue Barrikaden Tic Ernsten Zu­sammenstöße dauern fort. Des Nackts war die Stadt völlig! in Tun lei beit gehüllt Aus der Menge fielen Schüsse, worauf die Kavallerie das Feuer erwiderte. Eine Frau wurde ge­tötet, viele Demonstranten verletzt.

. . 115.50

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Vergebung von Schreiner- bezw. Zimmerarbeit und von Weißbinderarbeit.

Das Herrichten von vorhandenem StangenholA zu flaggen masten, das Aufstellen von Flaggenmasten sowie das Anstreicher, derselben soll

Freitag, den 28. Jnnr d. Js., vormittags 10 Uhr

AliüchWckicr. SäBteüm=u.8anii6ntter. L>st.vollfiift.

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4/i?o Oesterr. Silberrente 4?o Ungar. Goldreute . .

4?o Italien. Reute . . .

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4% Griech. Monopol-Aul. .

4 % äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . .

4 °/0 Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. W . . . Tendenz: schwächer.

Heute Freitag 7&~ Gastspiel "XK der best aner kannt ungarisch deutschen Tanz- und Olcsangs Soubrette NmkfflQ von den größten Theatern JLieiKH 1MCK1US $nnd Auslandes.

Heizer zm alsholdigeii Eintritt gesucht.

Derselbe muß das Schlosserhandwerk gründlich erlernt haben. Bewerber, welche im Jnstallationswesen für Dampf- Heizungs- oder Beleuchtungsanlagen Erfahrung haben, werden bevorzugt.

Meldungen unter Anschluß von Zeugnissen sind alsbald an Großherzogliche Direktion der Chirurgischen Nuiversitäts- tlinit in Gießen cinzureichcn. B2%

kreisen verlaute, das; der Fürst von Bulgarien sich mit der Schwester der ruinänischen Kronprinzessin, der Prinzessin Beatrice von Sachsen-E oburg-Gotha verloben werde.

Bekanntmachung.

6em

Verpachtung her ftäötiidicii Landgrubc an der )iädger wtraiii auf die Tauer von drei (fahren patt.

Gießen, den 19. Juni 190/ ..

Großherzoalicke Burgernicutcrei Gießen.

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N. W. meldet, in Hof>

Bekanntmachung.

Das bisherige Vorstandsmitglied der landwirtschaft­lichen Bezugs- und Absatzgcnosscnschaft zu Langd, e. G. m. u. H., Emil Fritz, ist aus dem Vorstände aus- geschieden und damit seine Befugnis, in der im Statut be­stimmten Weise zusammen mit den anderen Vorstands­mitgliedern die Genossenschaft zu vertreten, erloschen. An seine Stelle ist Cito Georg Walther von Langd als Mitglied des Vorstandes gewählt ivorden.

Hungen, den 19. Juni 1907.

Grotzh. Amtsgericht. B21/6

Bekanntmachung.

Gießen, den, 19. VIuni 1907. . ,

Ottoßherzoglichc Blirgermeuteret Gießen.

I. B.: (£urickmann.

Original-Drahtrnctdungen.

Perpignan, 21. Juni. Gestern Abend kam es hier zu stürmischen Kundgebungen. Die Menge steckte das Prä- fetturgebäude in Brand und verhinderte gewaltsam die I Feuerwehr an den Löscharbeiten. Gendarmerie schritt ini

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Bekanntmachung.

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Verpachtung dco städtiicken ^ctubrnch^ tm Walddtstrtkt vatmclitcm auf die Dauer von 6 fahren statt.

d'ießen, den 19. Ium 1907. . .

GroßherzogUcke Bürgermeisterei Gießen.

I. B.: E urfck mann.

Telefonisch® Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fflr Handel und Industrie, Giessen.

Frankfurter Börse 21. Juni. 1.15 Uhr.

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lldr der Rheinprovinz, »Bonn wird im 6ep. ii gehen, um als Aus- ioerfitäten Borträge ju veilen Kammer kam die ierärztlichen Hoch- ung. Ter Neubau der ihig; bei biejev Gclez-r- in einen ländlichen das für den Unterricht

Beilegung nach Tübingen ich den Cludierenden der n, außer ihren rein fach- \u hören. Die Regierung mfieil vor. Beim Kapitel in Dem bit Regierung ung für panbtli- innen. Ter SW- Sinne aus.

Stacke in

wuG in )>MN in ViMMnnbMratur aGMit. M unter, ine weitere Ausgestaltung [ter. Hierbei ist cs von md Sprache eine besondere anischeUnlerrichtsmimster osien in Wien bekleidete, mität in Kioto em lejr« X snr den Prosesso Lriichluiig zweier neu« orten des Landes m W die mörderlichen Mel > (srrlchlung einer W naeffi

rialrat «ernaui Geheimer Rat m»

liehen Bercinbarung mit der badischen Regierung ermächtigte. Tte gleiche Ermächtigung erteilte sie dem Ausschuß für em Abkommen mit ber Regierung des Großherzogtum? Hessen, besten aller­dings nur vereinzelt vorkommeude notleidende Risiken seither auf die preußische Gemeinschaft übernommen worden waren.

4prozcnt ige Aktien. Tic Vorliebe für die 4 vroz. Ltaatsvapiere nimmt zu. Auch die neue 4 pro; Württembergische Anleihe hat eine sehr gute Ausnabem gefunden bei mehnachcr Ueberzeicknung. Ter Betrag der 4 pro-cutigen Schatzscheine ist fest plaziert, sodaß die Emission für den öffentlichen Markt als erledigt bezeichnet werden kann. Ferner finden die Etädtc^An- leihen mit 4 Proz. Verzinsung überall willige Ausgahme. Tic Tic 4 vroz. Schöneberger, die Hannoversche und die Tanziger Stadtanleihe sind soweit untergebracht, daß bic Auslösung der Ueberncchmekonsortien schon sehr baldbevorsteht, während sich der­artige Konsortien bei früheren 31 > ürojentigen Anleihen monate­lang, wenn nicht noch länger, mit der Unterbringung herum» quälen mußten. Wie der F. Z. gemeldet wird, sollen von den demnächst zur Subskription kommenden 4 Prozent. Tüsseldocfer, Aachener und Dortmunder Stadtanleihen bereits erhebli^ Be­träge begeben sein, sodaß für bic Zeichnungen nicht mehr bic vollen Summen zur Verfügung stehen. Ties ist alles recht schön und gut aber cs stimmt hoch wenig mit ber weisen Spar­samkeit, die tm Vorfrühling so eindringlich gepredigt wurde, zusammen. Ter Geldmarkt ist nach wie vor noch recht angespannt und wenn ihm auf diese Weise wieder übermäßig große Summen entzogen werben, so weiß man genau, was daraus entsteht.

Märkte.

G ieß en , 2l. Juni. Di eh markt. Bei dem am 18. unb 19. Jstui abgehalteuen Markte waren aufgetrieben 2043 Stück Rindvieh, 637 Schweine. Ter nächste Markt findet am 2. unb 3. Juli statt; am zweiten Tage auch Krämern-arkt.

(c. Frankfurt a. 9)L, 21. Juni. <Orig.-Telegr. bc5 ^Gieß. An,.") Vieh m arkt. Zum Verkauke standen 00 Kälber, 00 Schafe ii Hänuncl, 589 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: I. Qual. 5800 Pf., Lebendgewicht 45.50-00 Pf., 2. Qual. 5700 Pf., Lebendgewicht 45 00-00 'ifg., 3. Qual. 5052 Pfg. Kälber 1. Qual. 0000 Pf. Lebendgewicht 00-00 Psg., 2. Qual. 00-00 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg. Schafe 1. Qualität 0000 Psg., 2. Qualität 0000 Pfg, Geschäft bei Schweinen: gut, llcbcritanb unbedeutend. _

Famttien-Na^richten.

Gestorben: Herrn Heinrich Etling 4. in Alsfeld; Fräulein Glifc Gosker in Alsfeld; Frau Anna Zörkel in Eichelsdorf; Herr Karl Deichert in Wetzlar; Fr-au Riehl in Bürgeln ; Herr Johann Haber in Hochelheim; Frau Auguste SUcineibft in Brauistels; Herr Heinrich 2)!aus in Alsfeld.

v Geboren: Herr Engert und Frau zu Alsfeld eine rochier; Herrn Siegfried Jacoby unb Frau zu Wetzlar eine Tochter.

^ Verlobte: Fräulein Atathilde Becker in N,eder-Gemunden mit Herrn Karl Wilhelm Stein in Groß-Felda; Fräulein Gretchen Kirchner in Schotten mit Herrn Karl Bruhl in Giepen; Franlem Emilie Fuld in Schafheim mit Herrn -rheodor Kauunann m Bi||c..

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IFsu kann sich darauf verlassen,

sagte die Köchin, als sie nur (ng21/«

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haben wollte unb den angeboienen ,Ebenso guten" Erfaß Aurückwies. Siebalte Er.'ahrung. 1 Stuck 10 Pfg. 3 Stuck 25 P,g.

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=benba1n?uSen, röo'b^röfinun? berfclben m «egenroart ber twa erschienenen Bewerber stottfrnber.

Die Zufchlagssrist betragt 4 Ibochcn.

Marburg, den 13. ^unt 190/.

Lckueider, Baural.

^Kaffee

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ileu.t bei ÄISI'S MW

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Amtlicher Teil.

Gießen, den 21. Juni 1907.

Betr.: Berufs- und Betriebszählung 1907.

Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosch. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir habeii die Wahrnehmung gemacht, daß die Spal- fen 10 unb 11 der HauShaltungSlisien nicht in allen Teilen richtig ausgefüllt sind.

Wenn z. B. in Spalte 11 eingetragen ist: Gehilfe, Knecht, Geselle, Lehrling, Taglöhner usw., so muß tn der vorhergehenden Spalte 10 genau bezeichnet sein, in welchem Berus derselbe die vorerwähnte Stellung entnimmt, z. B. Spalte 10 Schuhmacherei, Spalte 11 Gehilfe; Spalte 10 Landwirtschaft, Spalte 11 Taglöhner usw.; s. auch die vor- gedruckten Beispiele der Haushaltungslisten. In Svalte 14 muß bei jeder Person entweder ein »Ja* oder ein9iein eingetragen sein.

I. V.: Langermaun.

Versteigerung.

Samstag, den 22. Juni lsd. IS. nackni. 4 Uhr sollen im städtischen Psandlokale Seltersweg 11 dahier die wegen rückst. Schulgelder. Zinsen Aur Be.zirkoiparkaffe Giestenund rückst. Qrtorranken- kaffe-Beiträgegevsändete Gegen­stände als "Möbel aller Art, 1 iWotorfahrrab, 2 Pferde, 1 Partie gefdmitt. Eicken Bohlen, 1 Partie Lckastenstiefel u. v. A. versteigert werden. V92

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im RestaurantGermania" zn Lollar ladet ergebenft ein'