Samstag 14* Dezember 1907
157. Jahrgang
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Erstes Blatt
General-Anzeiger fiir Gderheffen
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auf diese Weise auch zur Förderung der Volksgesundheit nach Kräften beizutragen.
Ans diesen vorläufigen Mitteilungen ist bereits ersichtlich, in wie weitem Rahmen sich unsere Absichten bewegen, und wir hoffen, daß die ländliche Bevölkerung Oberhessens sich recht rege an der Beantwortung der zu stellenden Frager: beteiligen wird, deren Erörterung den gleichen Zweck hat wie die Ausführung unserer anderen hier soeben mitgeteilten Pläne, nämlich ihr in ihrem Fortkommen behilflich zu sein und beizutragen zur geistigen Erstarkung des oberhessischen Bauerntums ebenso wie zur glücklicheren Gestaltung der Verhältnisse der Landarbeiter, zur angenehmen Kürzung ländlicher Winterabende, zur Fesselung des vor der Einförmigkeit auf dem Lande sonst gern in die Städte flüchtenden bäuerischen Nachwuchses an die väterliche Scholle sowie der Landarbeit'^ an ihren Wohnsitz.
Wir glauben mit der Ausführung dieser Ideen guten Werken enkgegenzugehen zum dauernden Heile unseres oberhessischen Bauernstandes.
" ö sfentlichen werden.
o Es sollen möglichst gründlich erörtert werden: die i Ursachen der L a n d s l u ch t und die Mittel zu ihrer Ein- i dämmung und Verhütung; die Auswanderung aus
unseren oberhessischen Dörfern, ihre Gründe und etwaige Wege zu ihrer Verhinderung; die Industrie aus dem Lande, ihre nützlichen und schädlichen Wirkungen; die Heimarbeiters ch ast aus dem Lande; Mittelund Wege, die Entwickelung eines bestimmten Ortes zu fördern; die Ursachen des Niederganges eines bestimmten Ortes und Gedanken ihm zu neuem Erblühen zu verhelfen; usw. usw.
Ferner wollen wir die Forschung der oberhessischen Ortsgesckstchte zu fördern uns bemühen durch bi” Aussetzung von Preisen für anregend geschriebene A 'fsätze über die Geschichte oberhessischer Ortschaften, und z.'gleich dadurch manchem ländlichen Leser Gelegenheit gewähren zu anregender geistiger Tätigkeit an den langen Winterabenden. Für die besten Schilderungen von Er^bnissen oberhessischer Landleute während ihrer Soldatenzeit beabsichtigen wir gleichfalls Preise auszuwerfen, ebenso für Darstellungen aus der Geschichte alter oberhessischer Geschlechter, zu Ruf und Ruhm gelangter Männer, die aus Oberhesscn stammen, für Nacherzählungen von oberhessischen Sagen und alten Bolksschwänken, für Vorschläge über die Erhaltung des schönen alten oberhessischen Torsbildcs, für Sck)ilderungen der Ereignisse int Jahre 1848 ans den einzelnen oberhessischcn Ortschaften, für Darlegungen über die Entstehung alter Flurnamen, für Plaudereien über die Erlebnisse oberhessischcr Arbeiter, die in Paris ihr Brot sanden — und bergt, mehr.
llm der ländlichen GeseMgkeit im Winter zu dienen, wollen wir uns ferner die Veranstaltung volkstümlicher Bor träge und Vorlesungen angelegen sein lassen. Nach dieser Richtung hin hat Herr Lehrer Boßler in Klein-Linden, seinem Wohnorte, Vorbildliche) geleistet. Er hat die Vorstände sämtlicher dortiger Vereine zu interessieren vermocht für die Abhaltung völlig zwangloser Voltsunterhaltungsabende, an denen ortsgeschichtliche Vorträge oder solche über praktische Lebenssragen gehalten werden oder allgemeine Erörterungen über gemeindepolitische oder zeitgemäße großdeutsche Fragen stattsinden, in denen ein andermal muntere junge Burschen oder niedliche Mädchen aus dem Orte kürzere oder längere Gedichte hersagen, musikalisch veranlagte Personen Instrumental- oder Gesangsvortrage bieten, kleine Theater- aussührungen stattsinden usw. usw., ohne daß irgend ein Eintrittsgeld erhoben wird. Nur gelegentlich einmal wurden, wenn die Stimmung besonders hochgiirg, Tellersammlungen veranstaltet, deren Erträge der dortigen Volksbibliothek zugute kamen. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Veranstaltungen des Herrn Boßler aus Klein- Linden überall bei uns in Oberhessen Nachahmung fänden. Ter Segen, den sie stiften, wiegt die kleinen Mühen des Arrangements doppelt und dreisach auf. Allenthalben kommt es dabei nur auf die Initiative, das kräftige schöpferische Vorgehen, die Unternehmungskrast eines Einzelnen an. Lehrer oder Pfarrer aber sind überall in erster Linie zu solchem wagemutigen Anfänge die Berufensten.
Wir wollen ferner, um den Anstoß zu geben da, wo bisher noch keine Volksbibliotheken bestehen, den Gemeinden Gelegenheit geben zu leihweiser Beschaffung einer Reihe gediegener Werke ganz nach Wunsch. Wir wollen endlich bald diese bald jene Gemeinde in den Stand setzen zur Veranstaltung von Jugend-undBolksspielen durch gelegentliche Spenden dazu notwendiger Gerätschaften, um
Zur Aörverung d-s geistigen Devins auf dem c^anve.
—o. Gießen, 14. Dez. 1907.
Go lautete der Titel eines viel beachteten Artikels : fn Nr. 122 unserer Gieß. Fam.-Bl. vom 19. Llugust d. I. ! Ein Landwirt unseres Kreises, Herr Gustav M a n k in Wieseck, sah sich daraufhin veranlaßt, im Anschluß an einen „zur Psychologie des Bauerntums^ überschriebenen Lussatz einige recht gesunde Anregungen zu geben, und : wir ließen es uns kurz daraus angelegen sein, den vor- r zLglichen Vortrag Robert Mielkes über „die Erhaltung dies Dorfes" von der zweiten Jahresversammlung des .7 Bundes Hcimatschutz zum Erstabdruck zu erwerben. In tiefen drei Abhandlungen, zu denen sich demnächst noch ;; weitere von ähnlicher Tendenz gesellen sollen (so über die Heimatpslege durch ländliche Kriegervcreine von Major z,. D. Lin d st cd t usw. usw.), waren sehr beherzigenswerte r; Gedanken ausgesprochen worden, und sie führten uns dazu, V einige Herren aus unserer Provinz, die in der ersten =? Ueihe derer stehen, die sich um oberl)essische Heimatpslege S bemühen, nach den Räumen unserer Redaktion einzuladen jm einer Besprechung über die Frage, aus welche Weise £ Die Presse das geistige Leben aus dem Lande am besten ? zm sördern vermöchte. Diese Besprechung hat bereits am zi L Oktober stattgesunden, und wir verdanken den Herren o. Schriftsteller Alfr. Bock, Lehrer Boßler aus Kl.-Linden, Schulrat Kleinschmidt, Gust. M a n k aus Wieseck, Lehrer Val. Müller, Pfarrer Schulte aus Großen-Linden intb Hauptlehrer Storch aus Butzbach eine Fülle vor- 2: zuglicher Ideen und Vorschläge. Auch die Herren Gcheime- =: Dr. Breidert, Geh. Reg.-Rat Fey aus Friedberg
t'. imb Professor Dr. Gisevins sowie einige der Herren Bürgermeister unserer Provinz haben sich freundlichst bereit erklärt, unsere nach dieser Richtung hin zu unter- nehmenden Bemühungen nach Kräften und mit vollem Wohlwollen zu unterstützen.
Wir hatten die Absicht, schon bald nach jener Be- fprechung einige Preisfragen unseren ländlichen Lesern zm unterbreiten. Da indes Herrn Prof. Dr. Gijevius, der sich in liebenswürdiger Weise zur Präzisierung der rein landwirtschaftlichen Fragen bereit erllärt hatte, außerordentlich umfangreiche Berusspslichten dazu bisher nicht glommen ließen, verzögerte sich die Ausführung unserer i Lläne. Auch heute sei vorerst nur angedeutet, welcher Art 'diese Fragen sein sollen, die wir barm alsbald in fest ? umgrenzter Fassung mit den nötigen Erläuterungen ver-
Wir haben nun die Absicht, auf Grund der erwähnten »etußerordentlich ergebnisreichen Besprechung, eine Reihe wn Preisfragen der großen Masse unseres ländlichen 5.esepublikums zu unterbreiten über Dinge, die tief in die Verhältnisse der oberhessischen Dorfbevölkerung eingreisen mnb deren sachliche Beantwortung aus Grund praktischer Erfahrungen und Fachkeuntnisse sowie aus gründlicher Erörterung voraussichllich von nicht geringem Werte für alle ländlichen Kreise unserer engeren Heimat werden toirb.
monatlich 7binert et» jährlich M. 2.20 Durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pl.. durch die Post Mk.L.- otertel- lährl. auSjchl Bestell«. Zeilenoret»: lokal lbPt, aus rodet# 20 IStenniq, •Berantroorihd)
tflt den poltirtcben 7et!: T Anderton, V ^knille-
Wücköl ck.
Die ersten WechnahtSferien des neuen Reichstags.
Ei i kurzer, aber ereignisreicher Tagungsabschnitt ist be-ndet und mit ihm die erste Belastungsprobe des konservativ-liberalen Blocks. Schon der Beginn ließ erkennen, daß die Regierung ihrer bis dahin recht platonischen Blockpolitik nunmehr praktische Bedeutung geben will: Richt nur, daß der Kanzler selbst Zweck und Ziel in einer großen Rede auseinandersetzte, die wirksamste, die er in der deutschen Volksvertretung jemals gehalten; auch die ersten Früchte der Kopulation des liberalen Reises aus den konservativen Stämmling sind reif geworden — R e ich s v er e in§ g e s e tz und Bö r sen- resorm wurden der Volksvertremng aus der si.bernen Platte ministerieller Beredsamteit serviert. Freilich, besonderen Wohlgeschmack haben diese ersten, nach der Okulierung des Paarungsbaumes gezogenen Früchte nicht; rechts und liüks trägt er saure Aepsel. Aber man wird schließlich hineinbeißen, und für den Gärtner ist das die Hauptsache.
Ehe diese beiden Vorlagen dem hohen Jpauje zu ging en, hatte es allerdings 24 Stunden lang den Anschein, als fei es mit der Paarung überhaupt zu Ende. Wie em Blitz aus heiterem Himmel fuhr in die Etatdebatte, die nach der belanglosen Tagesordnung der ersten Sitzung den Tagungsabschnitt eröffnete, die Rede des Dr. Paasche wider die preußischen Minister v. Rheinbaben und v. Einem. Häkeleien zwischen links und rechts unter geschickter Assistenz des Zentrums hatte es schon vorher gegeben, aber man sah darin leine ernste Gefahr. Hatte man sich doch die Wahrung seiner grundsätzlichen Llnschauungen Vorbehalten und Mernungsv-erschiedeLrheiten in kleineren Fragen yatre der Kanzler selbst ausdrücklich freigegeben. Schwarz und rot schien sich mit dem Zusammenhalten des Blocks fürs erste abgefunden zu haben. Da erschien Herr v. Rhein- haben wie Zielen aus dem Busch und fuhr in eine theoretische Auseinandersetzung über direkte und - indirekte Steuern hinein mit einer Anrempelung der Nationalliberalen. Man sand fast keine andere Erklärung dafür, als daß der Minister mit der Absicht gekommen war, die National- liberalen, den Kern und Kitt des Blocks, vor den Kopf zu stoßen. War nicht Absicht, so war es ein schwerer Fehler. Aber der Antiblock jauchzte auf vor Vergnügen, als dann Dr. Paasche, der für seine Partei auf Die Mensur trat, übers Ziel hinaus schoß. Er begnügte sich nicht damit, Herrn v. Rheinbaben ab&iiiun, sondern kehrte den Spieß auch noch gegen den Kriegsminister. Die Wirkung seiner
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General-Mzelger für Oberhessen ««
Hotattonsbrnd «nO Verlag »er vrühl',ch«n Untc^Bud). and Steindrucken». » Eattge. vediMsn. (tpeOttion und vruckerei- T. ^«6 © *«,"
Kießener Hheater-Acrein.
! Fidelio.
\ Große Oper in 2 Men. Musik von L. van Bc e tho ven.
Beethoven hat uns eine Fülle der herrlichsten Ton- - schöpfungen hinterlassen, aber auf dem musikdramatischen ? Gebiete hat er merkwürdigerweise nicht viel geschaffen. An - zahlreichen Versuchen, es auf diesem Gebiete Mozart gleich - zu tun, hat es bei ihm freilich nicht gefehlt, aber der s, Fidelio ist doch seine einzige Oper geblieben. Höchst bc- ■-1 merkenswert ist es auch, daß gerade der Fideliostoss, dwses hohe Lied der Gattenlwbe, ihn, den einsamen Hagestolz, ' 0 sehr begeistert hat, daß er ein solches Werk von unver- r- glerchlicher Schönheit hat schassen können. Wie groß muß in diesem einsamen Manne die Sehnsucht nach der Liebe eines treuen Weibes gewesen sein, wie tief hat er das -X Wesen der Liebe erkannt und welcher gewaltigen Liebe 5 wäre er fähig gewesen, wenn er fein <zdeai gefunden hätte! 1 Daß er es nie gefunden hat und daß er einsam geblieben 5 ist dieses tragische Schicksal seines Lebens sprick)t eigentlich V» aus jeder Note, d ie er geschrieben hat. Der Text des - Fidelio ist feiyon vor ihm mehrfach m Mujik gesetzt worden, '5 unter anderem von einem Franzosen als Operette und von 5 einem Italiener als Oper. Die Beetl-ovensche Musik zum '2 Fidelio hat, wie es gerade bei den hervorragendsten Ton- s schopsunaen schon häufig genug der Fall gewesen ist, an- - w n al ich wenig Antlang gefunden, so daß Beeihoven bekannt- - lich nicht lueniger als viermal die Ouvertüre umgearbeitet h hat. Dauernden Erfolg hat die Oper erst neun Jahre " madi ihrer ersten Aufführung gefunden, nachoem der § Meister auch die Oper selbst wiederholt umgearbeitet hatte. - schätzen wir den Fioelio als eines der herrlichsten - Meisterlverte der Tonkunst, das je ein Menschengeist ge- - Schaffen hat. Den Maßstab der Mozartschen Oper dur,en 5 Joir an dieses Werk freilich nicht anlegen, es laßt sich S überhaupt mit keiner cknderen Oper vergleichen, denn der ? Fidelio ist, wie eben alles, was Beethoven geschaffen hat, Lei ernzigarrige Ausdruck dieser machtvollen Persönlichkeit.
Mit der gestrigen meisterhasten Ausführung dieser Oper haben sich der Gießener Theater-Verein, Herr Hoskapellmeister Hofrat de Haan und Herr Obcrregisseur Haldek ein nicht hoch genug zu schätzendes Verdienst um das Musilleben unserer Stadt erworben. Sie haben uns mit dieser Oper eine so edle und schöne Freude bereitet, daß wir ihnen nicht genug dafür danken können.
Schon gleich die ersten Takie der Ouvertüre nahmen unter der sicheren Führung de Haans die Zuhörer gefangen und diese Wirkung steigerte sich noch im lveiteren Verlauf des Abends. Eine für uns Gießener gerabcjit unvergeßliche Leistung war aber bie Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, bie, wie meist üblich, ben zweiten Akt einleitete. Herr de Haan beherrschte hier sein Orchester mit einer souveränen Meisterschaft, bie ihresgleichen suchen kann; er schöpst aus der Tiese seiner Empfindung und vergeht es, diese Empfindung auch aus jeden einzelnen im Orchester zu übertragen. Beide Ouvertüren wurden natürlich mit stürmischem Beifall ausgenommen.
Die szenische Leitung des Herrn Oberregisseur Balde k hatte ebenfalls Meisterhaftes geschaffen, und am Gelingen des Ganzen hat diese geschickte Jaszenlerung darum nicht gerade den kleinsten Anteil.
Das Spiel war -ausnahmslos gut. Etwas weniger Gleichmäßigkeit zeigten hingegen die Gesangpariien. Der Florestan des Herrn Spemann klang zu Anfang recht gequält; später hatte sich der Sänger ,reigcsungen. Das Duett und das Finale des zweiten Aktes konnten mit zu bc besten Leistungen des Abends ge^aylt werden. Aehnlich wie dem Florestan erging es auch der Leonore der Frau Morny. Auch hier klang die Stimme erst gegen Schluß ganz frei und schön. Das herrliche Rezitativ des ersten Aktes „Abscheulicher! Wo eilst du hin?" sang bie Dame mit tiefem Empfinden. Ein prachtvoller Lorbeerlranz wurde der Sängerin nach bem zweiten Alte unter lautem Jubel des Publikums überreicht.
Die beste Leistung des Abends bot aber doch wohl Frl. Noediger als Marzelline. Ihre klare Stimme, ihr anmutiger 'fang kamen namentlich in der Arie des ersten
Aktes au schönster Geltung. Als ausgezerchriet gelungen ist auch oer Canon zu nennen, den Frl. Roediger, Frau Morny, Herr Stephani (Rocco) unb Herr Dr. Kuhn (Jaquino) sangen, ebenso bas Terzett Rocco, Leonore und Marzelline. Vielen' wohlverbienten Beisall erntete Herr Stephani ferner mit feiner Arie „Hat man nicht auch Geld beineben."
Den Bojewicht Pizarro gab Herr Weber in der üblichen düsteren Maske. Gesanglich gab er feine recht wenig dankbare Rolle sehr gut wieder, ebenso Herr Tram sch seine Rolle als Minister.
Eine ganz besondere Anerkennung verdient der vortreffliche Cyor der Gefangenen und des Finales.
Alles in allem genommen war das gestrige Gesamtgast- spiel des Großherzoglichen Hoftheaters in Darmstadt eine schöne unb harmonijche Fortsetzung des vorhergegangenen, das uns den Barbier beschert hatte. ' E. A.
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— Kleine K u n st chr 0 ni k. Ein Stück von Philipp Massinqer, dein elisabelyanychen Tramalüer (der 20 Jahre nach Lhatejpeares töebuit zur Welt kam), .Der Zahltags ist un Houhealer zu Kobnrg ausgeiiihrl ivorben. Man erinnert sich, dav die Umdichlung uem Masnnqers „Fatol Dowry“ durch Beer-Honnann unter bem Titel „Ter Graf von l§harolniS^ mid) ui Eleven nut grovem Eriolq gegeben worden isl. Ten „Zahltag" halte Alax j^vubc bearbeitet, der selbst in der Hauptrolle qastierre. Tas Stück fand einen Achtungserfolg. — .Tas Hof- l h e a t e r ist ü b c r f d) tu e m m t", jo ging es am 10. d. M. in M aunhei m von Riniid zii Mund. Es war das Wasser- re i e r v 0 i r , welches sich oberhalb des Znschauerraums befindet, leck geworden und das Wasser ergab sich an den Wanden herunter unb sammelte sich un Parkett, wa es noch am Abend mehrere Zentimeter hach ftanb. Die Vori'teUlmg mutzte natürlich ansfaüen nnd die Dteleu Bejnck)er zagen enttäuscht mich Hanse. — F r a n c a 1 3 Eoppee, der befniuite französische Schriftsteller, der in dem letzten Zahrzehm auch als reaktionärer Politiker 01t genannt warben ist, liegt im Sterben. Nach Pariser Telegrammen vollzieht sich seine Auflösung langsam imolge der durch Zungenkrebs veranlagten Störung der Äiahrungsausnahme. Las Bewutzisem ist im Schwinden begriffen. ______________


