r jsch fanben und mit allerlei Nahrung vorlieb nahmen. Es st feit einigen Jahren vieldarüber gestritten worden, ob ,ie Einführung der Spatzen von Vorteil oder Nachteil r die Vereinigten Staaten gewesen ist. Die Mehrzahl der Irteile ist für den Spatz nicht günstig. Man hat gefunden, mT; er den Zaunkönig und andere Vögel aus Gärten treibt, mb daß er im Frühjahr manche Blütenknospe der Obstz- >äume abpickt. Man hat ferner gefunden, daß der Nutzen, icn er durch Vertilgung einiger Insekten bringt, mit dem Bünden, den er anrichtet, nicht zu vergleichen ist, und ,,it deshalb ein Vernichtungskrieg begonnen.
Landet.
Berlin, 17. Okt. Wie verlautet, ist für morgen der ZeunAlausschuß der R e i ch s b a n k zu einer Sitzung zusaiumen- erufen worden. In Finanzkreisen nimmt mau an, daß die Bank en Diskont um V2 Prozent erhöhen wird.
Zahlungsschwierigkeiten eines H a m bu r g e r Zank Hauses. An der gestrigen Frankfurter Börse ist bekannt [Cioorben, daß die seit dem Jahre 1830 bestehende, altangesehene Hamburger Bankfirma Haller, Söhne u. Co. ihre Zahlungen ingcstel.lt hat. Es verlautet, daß die Firma sehr viel akzcp- iertc, namentlich in Amerika. Ferner soll sie in letzter Zeit rögere Avalverbindlichkeiten eingegangen sein. Tie Akzepte wur- en in Hamburg schon seit einem Monat beanstandet und n Berlin seit 14 Tagen. Weiteren Meldungen zufolge hätte ie Firma auch an Kupfer verloren, und durch Festlegung on Kapitalien in der Industrie. Tie Verbindlichkeiten sollen .iiht weniger als 25 Mill. Mk. betragen; 15 Mill. Mk. Ak- epte sollen gegenwärtig umlaufen, wovon auch die meisten Vertier Banken mehr oder weniger mit anderen Jndossi besitzen ürften. Verläßliche Angaben liegen noch nicht vor. Tie Tatsache es Zusammenbruchs hat in der Geschäftswelt große Aufregung «erursachl. Es ixrrf gehofft werden, daß die Großboailen einreifen, um weiteres Unheil zu verhüten.
* H e r b ft s r i s u r e n. Eine Dame schreibt uns: Die Harmonie zwischen Haartracht und Hut ist bei den neuen ^erbstmoden eine „Hauptfrage". Der moderne Hut ist »inten breiter als vorne; dem muß sich die Frisur anpassen. )lan frisiert das Haar mehr nach den Seiten und läßt s oben flach anliegen, hinten wird es meist tief gelegt »der hinter den Ohren aufgebauscht und durch einen breiten Lamm zusammengehalten. Bei allen Frisuren ist das Haar eicht gewellt, was sehr kleidsam ist. Die neue Mode ver- angt sehr dichtes Haar, und wem die Natur dies nicht mietet, wird kein Mittel gespart, den Anschein eines üppigen Haarwuchses hervorzuzaubern. Sorgfältige Waschungen assen dünnes Haar auch schwer erscheinen. Richtig waschen
— bas ist ein Hauptgeheimnis der Haarpflege. Nach der neuen Art besprengt man dus Haar einmal in der Woche mit warmem Wasser und läßt es an der Luft ttockncn. Beim ersten Male nimmt man heißes Wasser, in dem etwas reine Seife aufgelöst ist. Nach dieser Behandlung muß es ttocken gefächelt werden, das macht es leicht und locker, so daß es dicht und seidenglänzend aussieht. Eine andere Möglichkeit bietet die französische Art: ganz feines parfümiertes Hafermehl wird ins Haar gestreut. Nach einer Viertelstunde hat es alles Fett aufgesogen und wird durch Bürsten entfernt. Auch diese Vehandlungsweije läßt das Haar dicht und glänzend erscheinen.
* Boshaft. Freundin: „Was ist dein Bräutigam?" — Braut: „Antiquitätenhändler'" — Freundin: „Da wird er ja deinen Wert zu schützen wissen!"
Märktej
fc. Frankfurt a. M., 18. Oktbr. Len- und Stroh- markt. (Org.-Tel. d. Gieß. Auz.) Augelahrcu waren 10 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.40 bis Bit. 3.70, für Stroh Mk. 2.60 bis Mk. 2.70.
ic. Frankfurl a. M., 18. Okt. »Orig.-Telegr. des „Gieß. Auz.") V i e b m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Sialber, 00 Schafe u. Hammel. 580 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 65—66 Pf., Lebendgewicht 51,5—00 Pf., 2. Qual. 64—00 PI, Lebendgewicht 50.00-00 Pfg., 3. Qual. 51—58 Pfg. Kalber 1. Qual. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00 00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgeivicht 00—00 Pig., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. — Geschäft flau, lieber- stand bedeutend.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Helfen am Samstag den 19. Oktober: Wieder Trübung und Regenfälle. Stürmische'westliche Winde.
GriginaL-DrahtttrekSuttgerr.
BrcSlau, 18. Okt. Im Konzerthause sprach gestern abend Dr. Karl Peters über wirtschaftliche Kolouialpolitik. Bevor der stiedner zum eigentlichen Tema überging, machte er der Versammlung die Mitteilung, daß auch Breslau nunmehr seinen Peters-Prozeß bekommen würde. Wie wir erfahren, beabsichtigt Dr. Peters gegen den verantwortlichen Redakteur der Breslauer Volksmacht Bele Beleidigungsklage anzusrrengen und zwar aus solgendem Grunde: Das genannte Matt hatte vor Beginn der gestrigen Versammlung am Eingänge zum Kvnzerl- hause ihre geftrige Oiummer in einerMassen-Äuflage gratis verteilen lassen. Die BckDvacht veröffentlicht in der Nummer ehren Leitartikel, der in Sperroruck mit den Worten beginnt: Karl Peters, der Gatte der gehängten Jagodja, ist heute abend zum Preise von 1.—, 2.— und 3.— Mk. im Warenhause der
Gebrüder Barrasch-Breslau zu haben. Das ist der auch für Kabarettisten. Dichter und Couplet-Sänger übliche Preis. — Die Bersammlimg selbst nahm einen ungestörten Verlauf, obgleich der Beifall bei Eröffnung der Vevsanrmlnng mit denwnstrativem Pfeifen und Johlen vermischt war.
London, 18. Okt. Der Gerneinderat hat die Aus schmuckung der Straßen bcschlossim, durch die baH deutsche Kaiserpaar bei seinem Besuch der Guildhall! kommen wird. Dem Kaiser und der Kaiserin sollen Adnstseni
London, 18. Okt. Die Direktoren der Eisenbahw-Gesell^ schäften haben gestern eine Versaimnlimg abgehalten, worin sie sich mit der Eventualität eines Eisenbahner-Ausstandes und den Mitteln zu seiner Bekämpfung befaßten. Die Direktoren scheinen keineswegs geneigt, den Forderungen der Ar-, beiter zu entsprechen. Die Bewegung zugunsten einer Verstaut-« lichung der Eisenbahnen macht infolge der jetzigen Krise große Fortschritte. Eine unter den Abgeordneten über diesen Punkt veranstaltete Umfrage halte das Ergebnis, daß unter den liberalen, Sozialisten und irischen Mgeordneten eine Mehrheit zugunsten der Verstaatlichung vorhanden ist. Dagegen sei die Verstaal- lichunH besonders bei denjenigen Mitgliedern beider Häuser auf Widerstand gestoßen, die Verwalter von Eisenbahn-Gesellschaften, sind. Im Oberhause allein befinden sich deren 52.
London, 18. Okt. Nach Meldungen aus Casablanca hatte General Drude gestern eine Unterredung mit Vertretern verschiedener Stämme aus der Umgebung Casablancas, worin diese ihre Unterwerfung an gebe km hätten.
Paris, 18. Okt. Wre verlautet,'hat sich der Mini jler* rat gestern nach einer Darlegung des Ministers Pichon über die Lage PichouS entschlossen, die Aktion des Sultans Abdul Ases zur Wiederauftichtung seiner Autorität und Herstellung der Ordnung zu unterstützen. Mehrere Blätter nahmen an, daß hierzu eine finanzielle Unterstützung notwendig fein wird.
Cannes, 18. Okt. Im Dorf Sagues wurden durch einem Bergsturz, der durch die Ueberschtvemmungen hervorgerufen iit, mehrere Käufer zerstört. Es drohen noch weitere Bergstürze, durch die das ganze Dorf bedroht erscheint.
Bordeaux, 18. Okt. Ein Luftballon, in dem am?, Dienstag zwei Mitglieder des Aeroklubs aufftiegen, ist seitdem! verschollen. Man befürchtet, daß der Ballon auf das MeeU getrieben wurde und dort verunglückt ist.
Petersburg, 18. Okt. Die Polizei entdeckte ein politisches Komplott, durch das Graf 'Witte schwer fcnvi ^remittiert ist.
Sgn Sebastian, 18. Okt. Bei Urgel stießen ein Perl' o n e n - und ein Güterzug zusammen, wobei 21 Personen schwer verletzt wurden. _____;1 ; । j\ j I j i .
überreicht werden. f " ’)
Newyork, 18. Okt. Die Explosion in der Pu lve r-i fabrik in o-ontauet hat, wie sich jetzt herausstellt, in einerj bcnachbattcu Glasfabrik ebenfalls eine Explosion herberge-- rufen und die Maschinerie zerstört. Die fodjenbe geschmolzene Glasmasse sloß heraus. 45 Personen kamen umsLeben, ctlva 1000 erlitten Verletzungen.
Wegen Vornahme von Kanalisat-ionsarbeiten wird die Nuoengasse zwischen Liudenplatz und Hundsgasse von,heuce n bis auf weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gefpertt.
Die unterm 26. September 1907 angeordnete Sperre der 5 a n b g a f f e zwischen Löbershos und Neusradt wird hiermit auf- ehoben.
Die unterm 26. September 1907 an geordnete Sperre der Großen Mühl gaffe wird hiermit aufgehoben.
Die unterm 30. September 1907 angeordnete Sperre der Jl ä u » b u r g wird hiermit aufgehoben.
Tie unterm 30. September 1907 angeordnete Sperre der Gleichst raße zwischen Südaulage und Löberstraße wird hier- nit aufgehoben.
Gießen, den 17. Oktober 1907.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Reinhar t.
NlWM-ÄMerÄKMÄWW
Samstag, den 19. Oktober, abends ^9 Uhr
OeMMche VeOWMmg
Bekanntmachnreg.
In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen:
a) Tie Firma Eugen Wallenfels zu Gießen: angegebener Geschäftszweig: Fabrik patent, alkoholfreier Gettänke, )_Üineralmasser und Limonaden, b) bezüglich der Firma lLilh. Wallenfels Sohn, Gießen: Das Geschäft geht im 15. Oktober l. Js. auf Johannes Leun 8. von Großen- ttnden über, der dasselbe unter der bisherigen Firma, jedoch )hne Uebernahme der Passiva weiterführt. Dem Kaufmann tlugust Balzer zu Gießen ist Prokura erteilt.
' Gießen, 12. Oktober 1907. B18/19
Großherzogliches Amtsgericht.
BekanntMKchung.
Der Juacnieur Heinrich Brinkmann zu Gießen ist zur Xu3iüurung von Anlagen nn Anschluß an das städtische Elettri^italS- oert auf Grund der Bestimmungen vom 20. September 1900 zu-
B%n
.eiafien worden.
Gießen, den 17. Oktober 1907.
GroßherzogUche Bürgermeisterei Gießen.
I. B.: Cur schman.
Lollar und Gießen, den 17. Oktober 1907.
Die trauernden Hinterbliebenen.
I. d. N.:
Christian Rain.
Gießen, Offenbach a. M., den 18. Oktober 1907.
6600
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gtlßmann und die liebevolle Pflege der Schwester Emilie sagen wir Allen unseren innigsten Dank.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidelt meines unvergeßlicheli Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Onkels
Senil Wilhelut Kreie, Wttkfühm sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
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RestanratisttGumbrinusbrän Herrn. Otto, Frankfrt.-Str*
Tages-Ordnung: Stadtverordnetenwahlen.
Wegen der Wichtigkeit der Tages-Ordnung werden die Bewohner dieser
Bezirke nm recht zahlreiches Erscheinen gebeten.
6590
Die Embernser.
BZülen-Berkanf.
Montag, den 21. v. Mts., vormittags 10 Uhr, soll ein fetter Butte, der Gemeinde Wieseck gehörig, auf dem Faselhose dahier versteigert tverden. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde, einen jungen Bullen, Vogelsberger Rasse, anzuschaffen.
Angebote werden innerhalb 14 Tage au hiesige Bürgermeisterei erbeten. b,8/10
Wieseck, den 17. Oktober 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.
Scho m b c r.
iKoIiIenkasicn Ofenvorsetzer 6319
Ängust Kröll, nur Seilersweg 12.
Wegebau.
Der Ausbau der Obergafse zu LmmSoach, veranschlagt zu 1100 Ml., wird hiermit nochmals zur Vergebung ausgeschriebeu.
Offerten sind biß zum 1. November er. an das Bürger-1 meisteramt zlrosdors zu richten, woselbst auch der Kostenanschlag zur Einsicht offen liegt. n,
Krofdorf. 17. Oktober 1907. B18/in
Der Büvaermcistcr-
I. N.: Pfeiffer.
Die Zimmerarbeiten (einschl. Holzlieferung) zum 9teuban einer Ätaßoreganlage iBetrtebsgebäude, 1 Vorralsschuvoen und 8 Trockenschuppeu) auf nuferer Grube LLcckcsbeim bei WeckeSheim,1 Oberhessen, sind zu vergeben. , , 4. . 4 I
Bauzeichnungen und Bedingungen nno bet der unterzelchneten | Verwaltung einznsehen.
Braunseis, im Oktober 1907.
D17Aol Fürstlich SolurS-Braunfelöstchc Bergvcrwaltnng.
Es wird hiermit zur ösfentllchen Kenntnis gebracht, daß i die Einlagen bei dem Spar u. Borschuß-Verein, Aktien-! gesellschaft zu Großen - Linden, vom Tage der Einzahlung! verzinst werden und zwar vom 1. Jantlar 1908 an zu 4 %•1 Die Auszahlung der Zinsen geschieht nicht im Dezember, sondern nach dem 1. Januar.
Großen-Linden, am 16. Oktober 1907.
6577 Der Vorstand.
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