Ausgabe 
16.3.1907 Erstes Blatt
 
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Holzversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Moutag, den 18. März 1007 vormittags 9 Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Drstrikten Hegstrauch, Stolzenmorgeu und Pbiloiovhenwald versteigert:

72 rvichlenstäuune mit 22,02 Fstm., 2 Kiefernstämme 0^3

88 Fichten-Derbstangen mit 12,72 Fstm-

20 ^ichten-Reisstangen 0,20

28 Eschen-Derbstangen 0,53 n

1 Rm. Eichen'Scheitholz,

9 Birken-Kniippelholz,

1L Fichten-Änüppelholz,

25,2 u Fict^n-Stockholz,

400 Wellen Buchen-Reisig,

3900 Eicken-Reisig,

2080 Fichten-Reislg.

Die Zusammenkunft ist für den Distrikt Legstrauch um 9 Uhr auf der Licher Strane am Waldeingang; für die übrigen Distrikte um 10 Ubr aus der Strage nach Rödgen an der Ochsenwiese.

Greven, den 15. März 1907.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

.__I. B.: Curschmann.__________________B16/3

Verdingung.

Die Lieferung von 300 Stück Eichenbolzvsählen für den neuen Friedhof soll Montag, deu 25. März d. Ts., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden.

Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spätestens zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Ein L'iusterpsabl kann in unserer,Schreibstube angesehen werden. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gieven, 16. März 1907.

Städtisches Hochbauamt.

Gerbe_________________________ B16/3

Brennliolzversteigerung.

Dienstag, deu 19. März, vormittags von 10 Uhr ab werden rm Anichlun an die Holzversteigerung im Domanial- distriktNieder-Leilbach g aus den Frcrhcrrlich R. u.W. von Schütz­bar gen. Milchliug'schcn Ober-Scilbachswaldungen versteigert: Scheiter 9im.: 218 Buche, 9 Eiche; Knüppel Nm.: 96 Buche, 4 Hain­buche, 34 Eiche; Reina Rm.: 480 Buche, 150 Eiche; Stöcke Rm.: 51 Buche, 12 Eiche. Zusammenkunft am Jagdhäuschen. Großh. Forstwirt Hör es zu Treis a. Lda. erteilt auf Wunsch weitere uiSrunft.

Treis a. Lda., den 15. März 1607.

Schneider, Forstmeister. D16/»

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel

und Jndnstr

Frankf nrter Börse 3^7O Reichsanleihe . . 95.90 3% do. . . 84.70 3J4°/o Konsole .... 95.90 3% do.....84.70

3K°/ Hessen .... 3^°/n Oberbessen . . . 94 00 4% Oesterr. Goldrente. . 99.00 4l/8 % Oesterr. Silberrente 99.60 4% Ungar. Goldrente . . 94.55 4% Italien. Rente . . . 103.20 3% Portugiesen Serie I . 68.40 3% Portugiesen III 68 50 4>4oI6 russ.Staatsanl. 1905 90.15 4K°/o japan. Staatsanleihe 90.90 4% Conv. Türken von 1903 94.50 Türkenlose ... . . 142.80

4% Griech. Monopol-Anl..

4% Äussere Argentinier . 83.10 3% Mexikaner, . . . 65.55

4X°/a Chinesen .... 97.00

Aktien:

Bochum Guss ..... 226.30 Buderus E. W . . . . 120.75 Tendenz: fest.

Berliner Börse, 16

Canada E. B......176.00

Darmstädter Bank . . .. Deutsche Bank .... 235.40 Dortmunder-Union C. . . 74.50 Dresdner Bank . . . 149.10

Tendenz: fest.

e. Gl Assen.

. 16. Mürz. 1.15 Uhr.

FJektriz. Lahmeyer . . . 133.00 Elektriz. Schnckert . . . 113.00 Esch weil er Bergwerk . . 222 50 Gelsenkirchen Bergwerk . 199.701 Hamburg - Amerik. Paket*. 140.00 Harpen er Bergwerk. . . 209.50 Lanrahütte...... 228.00

Nordd. Lloyd . ... 124.60

Obei seist es. Eisen-Industrie 111.20 Berliner Handelsges . . 163.10 Darmstädter Bank . . . 133.60 Deutsche Bank . . . 235.501

Deutsch-Asiat Bank . . 168.25 Diskonto-Kommandit. . . 177.20 Dresdner Bank . . . 149.00 Kreditaktien ..... 213.00 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn . . . 101.40

Gottbardbahn . . . ..

Lombard. Eisenbahn . . 27 30 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 137,50

. März. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 208.30 Lanrahütte .... 227.20 Lombarden E. B. ... 27.20 Nordd. Lloyd.....123.60

Türkenlose . ... 142.90

Sonntag 4-9 Uhr 1897

Nur Engel-Apotheke offen.

St. Johann, 16. Marz. In bet Grube Klein- Nesseln (Lothringen) ereignete sich gestern abend zwischen 10 unb 1! Uhr eine schwere Schlagwetter-Explosion. Bis seht sind von bett etwa 100 eingefahrenen Bergleuten 53 ge­borgen. Davon find 2 5 tot und 12 schwer verletzt. Tie übrigen gelten als tot. .

Nach einer späteren Meldung sind 80 Bergleute etn- Oefabren, von denen 65 tot und 12 schwer verletzt sind. Die drei übrigen Bergleute befinden sich noch in der Grube.

Eine zweite Drahtmeldung brachte folgende betrübliche Kunde: , _ ,

B ölklin gen a. d Saar, 16. Marz. Heute früh 6'-, Uhr stürzte auf der Seilbah n des Mathildenschachts der Grube Gerhardt infolge Bruch des Seiles der Ford er korb in die Tiefe. Don den 30 in dem Förderkorb befindlichen Berg­leuten sind 22 tot und 8 sch wer verletzt

Nach einer Mitteilung der Königlichen Bergwerks- direttion St. Johann befanden sich 2 2 Leute auf der Förderschale, über bereit Schicksal nichts bekan nt ist.

Nach Mitteilung des Saarlouiser Journals sind die 22 Bergleute sämtlich tot. Die meisten der Verun­glückten stammen aus Derlen und Baus.

Don derZeria"-K<itastropl)e.

Die genaue Liste über die Cpfer der Katastrophe der .Jena" lautet: 98 Tote, 17 verschwunden, im Hospital 49, Gesamtziffer 164.

Wegen der Gefahr neuer Explosionen erscheint eine ge­naue Absuchung und Niederreibung des erhaltenen Schiffs- teileS und eine nachfolgende neue Ueberschwemmung des ge­samten Schiffskörpers unabweisbar. Das Geschoß, das datz Schleußentor sprengte, wurde von der Schleußenplatte zurück- geworfen und siel in den Raum, den wenige Minuten zuvor Admiral Maneeron verlaffen hatte. Wie es heißt, hat man durch die Untersuchung den Eindruck gewonnen, daß durch das mangelhafte Funktionieren der Ventilatoren eine anormale Temperatur von 5 6 Grad Celsius geschaffen wurde, durch welche die Explosion herbei­geführt wurde. In der Dynamokammer fehlten die Kühl­apparate gänzlich. Dazu kommt, daß der 3 Zentimeter dicke Blechbelag des GeschoßmagazinS direkt der Sonne ausgesetzt war. Durch die Verbindung von Weißpulver mit Schwarz­pulver sei bann bie Explosion verursacht worben.

Im Auftrage bes beutschen Kaisers wirb ber Marineattachee bei ber beutschen Botschaft in Paris, Kontre- abmiral Siegel, ber Leichenfeier beiwohnen unb im Namen ber beutschen Marine einen Lorbeerkranz am Katafalk nieber- legen. Der Lorbeerkranz ist mit einer weißen AtlaSschleife geschmückt, beren Enben ein golbenes W mit ber Kaiserkrone tragen.

Paris, 15. März. Die einem Abenbblatt aus Toulon gemelbete Nachricht, baß ein in Cargueiranne stationiertes Unterseeboot untergegangen sei, wirb vom Marine­ministerium als unrichtig bezeichnet.

Vermischtes.

* Furchtbare Ueberschwemmungen werden aus einzelnen nordamerik. Staaten gemeldet. Der dadurch ver­ursachte Schaden wird !auf 10 Milionen Dollars ge­schätzt. 14 Personen sind in Pittsburg um gekommen. In den Fabriken steht nahezu der ganzeBetrieb still. Mle öffent­lichen Arbeiten müssen unterbleiben. Gegen 30 000 Menschen sind obdachlos. Mehrere Hunderte von Häusern sind unterwaschen und drohen cinzustürzen. Gleichzeitig kam dort ein Brand aus, der 4 Geschäfts- und 15 Wohnhäuser sowie 2 Fabriken zerstörte. In der Stadt D erw e n t (Ohio) ist die aus 2200 Seelen bestehende Bevölkerung tatsächlich aus dem Ort herausge­schwemmt worden. Die Einwohner flüchteten auf die in der Nähe befindlichen Höhen.

* Kleine Tageschronik. In Straßburg in Elsaß wurden aus dem Dieustgebäude der Verwaltung ber Zölle und der indirekten Steuern 8000 Alk. in Bar gestohlen. Ter Dieb

muß mit den Räumlichkeiten unb mit dem DlcnsWetrieve genau vertraut gewesen sein. Denn er verschaffte Lieb Zutritt zn dem betreffenden Raume mit einem zweiten Schlüssel, besten 9(ufbc- wahrungsort ihm offenbar bekannt war. Zn Dresden, ist die einzige bisher noch überlebende Tochter Hilda des Oberförsters W i l s d o ri ebenfalls ihren Verletzungen erlegen, ohne das Be­wußtsein wiedererlangt zu haben. Die übrigen Mitglieder der durch den Mord bezw. Selbstmord geendete Familie des Ober­försters sind bereits beerdigt. Beider Gewerbebank in Speyer wurden Un t er schl na u n g e n in Höhe von 80 000 Mk. sestgestellt. Der Kastierer Wendelin Müller ist flüchtig. Tie Witwe des seiner Zeit int Eisenbahnzuge aus der Strecke A l t o >t a > B l a it k e n e s e e r m o r d e t e it Z a h >t n r z t e s G l a tl ß e n hat, gegen den E i s e n b a h n f i S k u s einen Prozeß nttf Entschädigung von 3000 Mk. vorbehaltlich weiterer An- svrüche angestrengt. Tie Klägerin macht beit Eisenbahnsiskus halt­bar, weil in dem Zug nicht die neuen Turchgangivagen, sondern die alten Eisenbahnwagen in Benutzung waren. Nach ihrer An­sicht hätte das Verbrechen in einem Tnrchgangwagen nicht mit olckter Leichtigkeit ausgeiührt werden können.

2lrbciterbcivc$ung.

Leipzig, 15. März. Tie Verhandlungen der Damen­schneider und Schneiderinnen mit den Arbeitgebern vor dem Gewerbegerichte sind gescheitert. Ter Ausstand ist beschlosten.

Mailand, 15. März. Der allgemeine 91 n § ft a it b in den staatlichen T a b a f f a b r t f e n ist dank der Zttsage der Regiertutg den Beschwerden abztihelsen, als beendet zu betrachten, dagegen sind in Turin gegen 10,000 Arbeiter der A u l o nt o b i l s a b r i k e n etc, wegen Lohnstreitigkeiten i' den Ausstand getreten.

Kandel.

Kleine Fin an z chr o n i k. Tie Zeichnung auf die neue Frankfurter Stadt» nleihe von 9 Millionen Mark hat bei allen Stellen einen befriedigenden Verlauf genommen. Mzu groß muß der Andrang jedoch nicht gewesen sein, denn sonst hätte die offizielle Mitteilung, wie dies früher üblich war, ge­lautet: ist gleich nach Eröffnung geschlossen worden. Die neue 4p»ozent. AschaffenburgerStadtanleihe ist an der Kiftugl. Bank in Nürnberg, in Verbindung mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank und dem Bankhaus Merck, Finck u. Co. in München zu 99,77 Proz. vergeben worden. In der Hauptversammlung der ^Deutschen Pttroleum-Mt.-Ges. in Berlin wurde beschlossen, den Reingewinn von 1082 870 Mark vorzutragen. Die Verein. Fabriken englischer Sickierheitszünder, Drahle u. Kabelwerke in Nethen verteilen diesmal 17 Prozent Dividende gegen vorjährige 15 Prozent.>3 Mill. Mk. 4 Prozent. Königsberger Stadtanleihe sind zu 100 Proz. freihändig be­geben worden. Auf die neue 4 Prozent. Casseler Stadt- a n l e i h e von 1 Mill. Mk. hat ein Konsortium unter Führung der Darmstädter Bank das Höchstgebot mit 98,78 Proz. abgegeben. Obwohl die neue 5 prozentige argentinische Anleihe noch nicht definitiv abgeschlossen ist, werden in Paris bereits die Titres von 504 Frs. nominal zu 98 14 Proz. plaziert. In London und Berlin soll die Zeichnung später erfolgen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter an er Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Der Frühling naht mit Brausen, jegliche Kreatur freut sich auf den baldigen Einzug des Götterknaben, die Knospen springen, die Brust dehnt sich und neues Leben kommt über uns arme Menschenkinder in der Vorahnung des Frühlings.

Aber die reale Wirklichkeit dämvft bald dieses selige Em­pfinden. Ueberall wo das Auge hinsieht kommt mit dem Früh- lingswesen auch der Schmus, der unsägliche Schmutz, dem unsere liebe Vaterstadt schon letzt eine Reihe von Jahren ver­fallen ist, zum Vorschein.

Hier ein Haufen klebriger Lehm, dort ein Haufen, hier ein Graben, dort ein Loch, kurz überall wo man hiublickt Wühlerei und Unrat und kein Ende ist abzusehen.

Die Segnungen der Kanalisatwn sind allgemein anerkannt, doch will es uns bedüngen, als wenn wir hier in Gießen mit ganz außerordentlicher Schwierigleit in den Besitz dieser Seg­nung kommen sollten. Woran liegt das? Welche Ursachen ent­sprechen den oben geschiilderten Wirkungen? Die ganze Kanali­sation wurde, wie ja Viele wissen, -am falschen Ende angesangen, die Kanäle zuerst und die Ausmündung, d. h. die Klärbecken, zuletzt. Nachdem nun das Kanalnetz glücklich verlegt, macht man den weiteren Fehler, die Anschlüsse überall gleich­zeitig zu gestatten. Wir sehen jetzt Schmutzhaufen in allen Stadtteilen, jeber macht seinen Anschluß, w«ann es ihm gefällt, der eine heute, der andere Über ein Jahr, so wird nie etwas fertig und die geplagte Einwohnerschaft fcnn sich in dem Schmutz­bad. weiter wohl fühlen. Wir richten durch dieses Eingesandt nochmals einen dringenden Appell an die städtische Verwaltung

imb die Stadtverordnetenversammlung, daß fte dock' endlich chtH mal mit Energie diesem Schlendrian ein Ende machen sollen.

Die Anschlüsse müssen straßenweise bezw. auartierweise zu gleicher Zeit ausgefübrt werden, direkt bis in das Innere einer jeden Hofreite oder Hauses, ganz einerlei, ob der Besitzer bic; innere Kanalisation ausgesührt hat oder nicht. Die betrefFeit- den Stellen des Einganges in die Häuser sind leicht festzustellen und zwar in Gemeinschaft mit dem Hauseigentümer. Weigert sich dieser, dann ohne ihn, es fallen ihm bann spätere Mehr­ausgaben zur Last. Es ist doch Tür jeden leicht einzusehen, daß dies mit einigem guten Willen leicht ausgeführt werden Tann.' Ist dann der Anschluß für eine Straße oder Stndtteil, der einige Tage beansprucht, darck^eführt, so bnt man Muße, ber Boden! kann sich gleichmäßig setzen und die Umvflasterung kann in absehbarer Zeit erfolaen.

Wäre die ganze Kanalisation in dieser einzigen richtigen Weise von vornherein angevackt worben, wären wir heute schon längst darüber hinaus. Was hier geschrieben, ist kein billiger Rat, bas ist das Empfinden eines Jeden, ber die Cache von Vorurteils-, freiem, nicht bureaukratischen Stanbvunkte ans betrachtet.

Wie der Unterzeichnete hört, soll auch noch eine säst allgemeine U m l e g n n q d e s Gasrohrnetzes stattsinden. Auch hier sei noch die dringende Diite ansgesproeben, so schnell und so praktisch wie nur möglich, damit endlich, endlich einmal Ruhe wird.

Also ztnn Scktlttsse nochmals die Bitte an Alle, die eS angeht: Man schaffe ettdlich durch oernünftine Veritignngen Ordnung in die oben besprochene Angelegenheit, damit wieder normale Zu­stände in unserer Vaterstadt platzgreiien.

Es kamt und wird gehen, denn überall, wo ein Wille ist, ist attch ein Weg.

OrsgZnal-Drnhtmieldnngeir.

Toulon, 16. März. Die Untersuchung '.ur Feststel- luna der Ursache der Katastrophe auf dem PanzerJena" wird eifrig fortgesetzt. Andererseits ist ein Ausschuß er­nannt worden, welcher versuchen wird, Mittel und Wege zu finden, um die noch an Bord derJena" befindliche Munition, speziell die geladenen Granaten aus dem Schiff zu entfernen. Man befürchtet nämlich bei der geringsten Erschütterung gefährliche Explosionen.

Paris, 16. Mär?. Die hiesigen Blätter heben hervor, daß der Zar der einzige Monarch sei, der sich der Entsen­dung eines Kondolenztelegrammes an den Präsidenten der Republik aus Anlaß der Katastrophe in Toulon bisher enthalten hat.

LtüHtischer Wchmgsnnchmis Gieße».

Gartenstraffe 2, Zimmer 2.

(Geschäftsstunden von 81 unb von 36 Uhr )

ES sind zu vermieten:

1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 4 Wohnungen von 5 Zimmern, 6 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 4 möblierte Zimmer, 2 Werkstätten.

Zu mieten gesucht:

38 Wohnungen von 17 Zimmern. [B16/3

Wjchs-PsttdeiM in Wen.

Wie in früheren Jahren beabsichtigen wir auch bei dem am Mittwoch, den 27. Marz stattfindenden Pserdemarkt eine Pferde­schau mit Prämiierung abzuhalten und zwar speziell für im Privat besitz befindliche Reit-, Wagen- und Arbeitspferde; dieselben können unter dem Reiter, ein-, zwei- oder vierspännig auch im Geschirr oorgesührt werden.

Die Prämiierung beginnt vormittags 11V, Uhr, die Vor­führung und Preisverteilung vormittags 121/, Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierungsring.

Während der Vorführung findet Konzert statt. Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung.

Anmeldungen haben hiS zum Montag, den 25. März bei ^rrn August Schwan, Wcinbändler in Gießen zu erfolgen.

Pserdebesitzer laden wir zur Beteiligung ein.

Gießen, den 14. März 1907.

Die städtische Pferdemarkt-Kommisfion _________________________Jean Kirch.__________ B16/a

Hofreite-Versteigeruug.

Montag, den 18. März l. I., nachmittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathause die zum Nachlasse der verst. M. Wallenstein Eheleute dahier gehörigen Hofreiten, bestehend in 2 Wohnhäusern mit Stallung, Schlachthaus und Laden, im einzeln oder auch zusammen unter den bei der Versteige­rung noch näher bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich meistbietend gegen bare Zahlung versteigert werden.

Bemerkt wird, daß in dem Anwesen schon seit vielen Jahren eine Metzgerei mit gutem Erfolge betrieben worden ist.

Großen-Buseck, am 14. März 1907.

Großh. Ortsgericht Großen-Buseck

Schwalb. [1859

Mtischtt Arbeitsnchms Gießen.

Gartenstraße 2, Zimmer 2.

Es können eingestellt werden: \

1 landwirtschaftlicher Arbeiter, Bau-, Rohr- unb Maschinen-! schlosser, 4 Schmiede, 3 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Tapezier und Polsterer, 6 Schreiner, 2 Holzdreher, 2 Schuhmacher, 3 Jnstal- latenre, 1 Kanalarbeiter, mehrere jugendliche Arbeiter, 5 Dienst­mädchen, 3 Lauffrauen. j

Lehrlinge: 4 Schlosser, 1 Schmied, 1 Elektromonteur, 1 Mecha­niker, 1 Wagner, 2 Buchbinder (gegen Vergütung-, 1 Schirm- macher (gegen Vergütung), 1 Schreiner, 2 Bäcker, 2 Friseure^ 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Installateur, 1 Schreiber., Es suchen Arbeit: Bia/,\

1 landwirtschaftl. Arbeiter,.! Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Putzfrau, 1 Lausfrau, 1 Bureaugehilfe, 1 Kochfrau.

Lehrlinge: 1 Elektromonteur.

Holzversteigerung.

Donnerstag, den 21. ds. Mts. wird in hiesigem^ Gemeindewald, Distrikt Roterde und Schwarzwald folgendes Holz versteigert:

4 Eichen-Stämme, 35 m lang, 2647 cm Durchmesser.

16 Kiefern-Stämme 313 m lang, 1736 cm Durchm..

23 Fichten-Stämme, 913 m lang, 1221 cm Durchm?

180 Fichten-Derbstangen

100 Ftchten-Reisstangen

36 Rm. Kiefern-Nutzknüppel, 3 m lang

49 Rin. Kiefern-Knüppel

39 Rm. Kiefern-Stöcke

700 Buchen-Wellen

1030 Kiefern-Wellen

Donnerstag, den 21. d. M. soll im Alten-Busecker Gemeindewald Distrikt Seewald und Secacker folgendes Holz versteigert werden:

6 Eichenstämme,

18 Fichtenstämme von 1724 cm Durchm. 7,57 Fstm., 102 Kiefernstämme 1732 und 715 m

480 Fichten-Wellen.

Zusammenkunft mittags l1/, Uhr im Distrikte Roterde an der Rehschneise. 1874

Großen-Linden, am 15. März 1907.

Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden.

Leun. ,

Länge 42,93 Fstm.,

150 Stück Fichtenderb- und Neisstangen,

33 Rm. Nadel-Knüppel,

1050 Nadel-Wellen,

14 Nm. Nadel-Stock.

Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Seeivald. Alten-Buseck, am 15. März 1907.

Großh. Bürgermeisterei

Körber. _ 1857

Brennholzverftergernng.

Tienstaa, den 19. März, vormittags von 10 Ubr ab werden^ im Domamaldlstrikl Nicder-^cilbach a versteigert: Scheiter Rm. 13 Ctche, 3 Kiefer; Kllüvvcl Rm.: 2 Buche, 93 Eiche, 2 Asve- 27 ftieier u. 1 Fichte; Reisig Rm.: 3 Buche, 494 Eiche u. 80 Kieier' «tptfc uim.: 30 Eiche, 2,5 Mieter, 6 Z-iäste. Zusammenkunft an Ctf und »teile. Großh. Forstwart Höres zu Treis a. Lda. erteilt meitere Auskunft.

Treis a. Lda., den 15. März 1907.

Großherzogliche Oberförsterei Treis.

Schneider. B/,