Erstes Blatt
Vermittlung von Spenden.
lassen. Aber da kam. her unglückselige Krieg zwischen und Deutschland und der Kongreß war nicht möglich.
S. u. H. Stuttgart, 17. Aug.
nun pfui- Mer die ganze
doch keine gute Jllrn
Auch in is neue
Jahrgang
um durch Allwendung der ihnen am wirksamsten erscheinenden Mittel den. Ausbruch eines Krieges zu verhilrdern und. wenn
Herbstein (Oberhessen), am 15. August 1907. v. Bechtold, Kreisrat (Lauterbach), Cramer, Großh. Amtsrichter, Daus, katholischer Pfarrer, Ruhl, Großh. Beigeordneter, Schneider, Großh. Bürgermeister, Zinn, evangelischer Pfarrer.
der soeben in Stuttgart zusammengetretene internationale Sozialistenkongreß sich mit den neuen Verhältnissen auf allen Gebieten des heutigen politischen Lebens abfinden ivill. Eine der Hauptfragen, die auf der Tagesordnung des internatio- ilalen Sozialistenkongrcsses stehen, behandelt den Militarismus
Internationaler Soziatisteu-Kongreß.
(Unberechtigter Nachdruck verboten.) Internationaler sozialistischer Frauentag.
Montag 1». August 1907
Bezugspreis: w monatlich 75 Pf., viertel-
A. A jährlich Mk. 2.20; durch
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W II W M W v4V monatlich 65 Pf.; durch W M M diePost Mk. 2.-viertel-
W M W wl W tährl. ausschl. Bestellg. d' Zeilenpreis: lokallöPft
v auswärts 20 Pfennig.
den nächsten Jahren war das unnwglich, denn au,, deutsche Reich war kein Reich bet Freiheit und des Rechts- Der
sichtslosigkeit die Pressevertreter von der Sitzung aus, indem man meinte, daß die bürgerliche Presse schon immer an der sozialistischen Frauenbewegung etwas auszusetzen gehabt habe. Die Genossinnen tagten dann ganz unter sich.
Gleichzeitig mit der internationalen Frauenkonferenz traten um 9 Uhr vormittags im Konzettsaal der „Liederhalle" die 300 Delegierten der deutschen Kongreßmitglieder zur Vorbereitung zusammen, die eine eingehende Erörterung der vorzulegenden Anträge und Beschlußentwürfe brachten. Zunächst begründete
'tration für diesen Kongreß, namentlich, als auch bie badische Regierung von bet preußischen gelernt zu haben schien, und unserent Genossen Tr- Adler verbot, seinerzeit in Konstanz zu prechen- Unb wie behandelte man im Reiche unsere russischem Genossen. Fürst Bülow nannte sie „Schnorrer und Verschwörer" und hat Hunderte von ihnen ausgewiesen. Das alles waren
Zum heutigen internationalen sozialistischen Frauentag hatten etwa 30 Genossinnen aus allen Teilen der Welt zusammen- mderr, auch etwa 10 Genossen waren anwesend.
Aus der Tagesordnung des Frauentages stehen die Berichte über die sozialist. Frauenbewegung in den verschiedenen Ländern, die Schaffung regelmäßiger Beziehungen zwischen den organisierten Genossinnen der einzelnen Länder und das Frauenstimmrecht. Besonders die Frage des Frauenstimmrechts soll Gelegenheit bieten, daß die Genossinnen aller Länder noch in letzter Stunde ihre Wünsche für den internationalen Sozialisten-Kongreß der nächsten Woche vorbereiten. Es wäre daher wohl von Interesse gewesen, diese Wünsche kennen zu lernen. Trotzdem erklärte man kurz vor Beginn des heutigen Frauentages die Beratungen für vollkommen geheim und schloß mit großer Rück-
c dem England rechnen muß. In dieser Hinsicht ist von nicht geringer Bedeutung, daß auf die deutsch- rische Verstärrdigung von Wilhelmshöhe eine englijch-
Karnpf wurde ausgenommen mit Ausnahmegesetzen und Klassenjustiz gegen die verhaßte sozialdemokratische Partei- Wir haben lange gewartet, bis wir es gewagt haben, die internationale Sozialdemokratie zu uns einzuladen- Und als wir die Einladung nach Deutschland auf dem letzten Kvngreß''in Amsterdam ergehen ließen, gab es manches Kopfschütteln und manches Bedenken unter den ausländischen Genossen, ob es ratsam sei, in Teutschland zu tagen, das bis dahin inbezug auf politische Freiheit sich wahrlich micht in rosigent Licht repräsentierte- Wir haben es gewagt- Wir haben es darauf onkomMen lassen, ob Deutschland sich vor der ganzen Kulturwelt öffentlich blamieren will, indem es den Kongreß unmöglich macht- Freilich Hatter: wir keinerlei Gelüste, Sie nach Berlin einzuladen. Untev den Augen des Fürsten Bülow und des Berliner Polizeipräsidenten zu tagen, nein, das hätte uns gar nicht geschmeckt (Heiterkeit)^ Was aber in Berlin nicht möglich war, das ist 'uns hier in Stuttgart gelungen- (Lebh. Beifall.) Und der Kvngreß hier ; eigt uns ein so glänzendes und großartiges Bild, wie es noch. ! ein internationaler Sozialisten-Kvngreß bot- (Beifall-) Freilich! trugen auch wir in Deutschland mancherlei Bedenken- Noch vor zwei Jahren, zurzeit der unglückseligen Marokko-Affäre nahmen die Regierungen eine recht dunkle Stellung ein. Einem Manne- wie Jaurös wurde verboten, in Deutschland zu sprechen, als er für den Völkerfrieden eintreten wollte- Fürst 'Bülow drohte! ogar, ihn ausweisen zu lassen- (Pfuirufe bei den deutschen Delegierten-) 'Sie kannten ja hie Sache, warum rufen ©io-
Nr. 193
Erscheint täglich
außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt' die Gießener Kamilien- biätter viermal in der Woche beigelegt unb zweimal wöchentlich das Kreisblatt für den Kreis
: ein solcher ausbrechen sollte, für seine rasche Beendigung ein* > zutreten.
Ein Antrag behandelt die Beziehungen zwischen den p o l:1: schen sozialistischen Parteien und den Gewerkschaften.
Ein dritter Antrag betrifft die Kolonial frage. Im Gegensatz zu den englischen und belgischen Delegierten, welche letzten vor allem die Kongo-Greüel als Motiv gegen bie Kolonial- politik angeben unb bementsprechend Anträge eingebracht haben, haben hierüber in Deutschland noch keine Vorbereitungen stattgefunden ufnb es wird von der heutigen Verhandlung abhängen, welche Stellung die deutschen Delegierten hierzu nehmen werden. Eme Stellungsnahme, die durch die Reichstagsauflösung unb durch bie Debatten innerhalb der Sozialbemokratie ziemlich kompliziert erscheint.
Im weiteren Verlauf des internationalen Sozialisten-Kon- gresjes tagt heute im Beethoven-Saale der Liederhalle auch die 1 ".i e r parlamentarische sozialdemokratische Kommission, die auf dem letzten iiiternationalen Kongreß zu dem Zweck emgesetzt worden ist, ein gemeinschaftliches Auftreten in Bezug auf alle großen politischen unb wirtschaftlichen internationalen Streitfragen in den einzelnen Parlameiiten vorzubereiten. Der interparlamentarischen Konferenz liegt ein Vorschlag der englischen internatio- .nalen Arbeitervertretung vor, dahingehend, daß in Erwägung des in den einzelnen Ländern den Arbeitern in sehr verschiedenen: Umfang gewährten Schutzes es wünschenswert wäre, wenn alle Arbeiter sich des beste:: Schutzes erfreuten jinb wenn einzelne Staaten nicht die ausgebeuteten Arbeiter durch die Ungleichheit der Gesetze, zugunsten der Kapitalisten ungehörig benachteiligten. Es sei nötig, darüber Klarheit zu schaffen, wie weit das vorgeschrittenste Land in gewerblicher Hinsicht gelangt ist. Nachdem diese stattgefunden habe, soll den einzelnen internationalen, sozialdemokratischen und Arbeiterparteien empfohlen werden, dafür zu agitieren, daß die industrielle Gesetzgebung der Länder so gestellt werde, daß sie der des vorgeschrittensten Landes gleichstehen.
Einen ähnlichen Vorschlag machte die „Social Demoeratie Federation" Großbritanniens, in welchem es heißt, daß der internationale Kongreß in Stuttgart die nötigen Schritte tun solle, um Gesetzes-Vorschläge betreffend Arbeiter-Schutzes in den einzelnen Ländern zu vereinbaren. In Rücksicht darauf, daß dieser Forderung ein starker Nachdruck gegeben wird, indem gleichzeitig alle Gesetzes-Körperschaften hiermit beschäftigt werden. Außerdem beschäftigte sich die Kommission mit dem Verlauf der russischen Revolution. Sie legt Protest ein gegen die Auflösung der zweiten Duma sowie gegen bie willkürliche Einkerkerung oer sozialistischen Dumamitglieder. An der Aussprache nahmen auch mehrere Abgeordnete der aufgelösten Duma teil, bie als Vertreter der rufst Sozialdemokratie erschienen waren. Schließlich wird der Statutenentwurf für die interparlamentarische sozialistische Kommission genehmigt.
Die Eröffnungssitzung.
Im Festsaal der „Liederhalle" fand heute unter An Wesenheit von mindestens 3000 Personen die offizielle feierliche Er- üffnun.g des internationalen Sozialisten-Kongresses statt.
Sie begann mit einem 'Orgelpräludium unb bem Vortrag des Liebes: „Ein feste Burg ist unser Bund-"
Es war ein eigenartiges Gefühl, die alte Luthaweise in diesen: Milieu von Orgeltönen begleitet zu hören- !
V a n d e r v e l d e begrüßte dann bie Citohens unb Citohennes unb erklärte hierauf den internationalen Sozialisten-Kvngreß für eröffnet- — Hierauf betrat August Bebel stürmisch begrüßt das Podium. Er führte aus: Kampfgenossen: Zum erstenmal tagt die internationale Sozialdemokratie in Deutschland- Allerdings war schon früher einmal beschlossen worden, in: Sommer 1870 in Mainz den internationalen Kongreß stattfinden zu
------ - ------- unb die internationalen Konflikte. Werden die Genossen ihre politt?d>c Wochenschau. Augen auch jetzt noch vor der Erkenntnis schließen, daß der
Tie Zeiten der deutsch-englischen Verstimmungen sind vielgeschmähte Militarismus b:sher immer noch die beste orüber. So kann man es jetzt in allen Zeitungen dies- Friedensgarantie gewesen ist? Sicherlich, denn mit der its und jenseits des Kanals lesen und auch die leiten- Preisgabe des Gedankens, daß die Gefahr internationaler 'n Staatsmänner werden nicht miche,. zu versichern, daß Konflikte durch den Militarismus hervorgerufen werde, be- '.ln wivklm) so sei. Wer Hütte das noch vor einem halben raubten sie sich selbst einer der besten Waffen neuen die £ttW9 StfÄK «* ***. w*-** vk - 'rwaudten Deutschen Reiche. Die Isolierung und Ein-! 11 Calroet gezeigt, daß ihr das Parteidogma eisung Deutschlands, wie man es damals nannte, trat uo:mer noch höher jteht als die Erkenntnis einer neuen Wahr- uner offener zutage und mancher bängliche Staats- heit. Der Genosse Calwer hatte es gewagt, das Dogu:a rrger fragte sich zagend, woraus das alles wohl hinaus von der Verelendimg an der Hand von unabweislichen Tat- olle. Tann kam die Besuchsreise der englischen Journa- fachen Lügen zu strafen. Calwer hat es auch gewagt, über icn. Man nahm diese Mmmer der Feder, die im Laufe Agrar- und Kolonialfragen anderer Meinung zu jein als der r M^tNi ahre manches Schlimme und Falsche über Parteipapst und nun wird über diesen Ketzer das Anathema
t“: 'aber ke^Lfch" wagte "es, sich^on^Lse'm Besuch s°ft°dn"°cratischen Kämpfer
neu Umschwung in den Beziehungen beider Länder zu- o^lheit und Bolksrechte stno freie, sehr freie
uander zu versprechen. Auch der Besuch des Lord- Geister! Sie dulden w nicht emmal die Freiheit der For,ch- ayors von London, der bald darauf erfolgte, erschien un0- ES scheint demnach, daß der Miit der Wahrheit auch n mcijten bei uns nicht gerade besonders geeignet, bei diesen Wahrhaftigen noch viel zu rvünschen übrig läßt, te tief eingewurzelte Verstimmungen zu beseitigen. Jn = rrklichkeit erwies sich der englische Journalistenbesuch
Teutschland bald als ein äußerst wirtsames Mittel zu ■ter deutsch-englischen Verständigung. Tie englischen .-cssemenschen, die größtenteils Teutschland zum ersten ale sahen, hatten Gelegenheit, manche irrige Meinung er uns zu berichtigen unb sie haben das auch nach cer 5)eimkehr getan. Die Sprache der englischen Zei- stH ngen über Deutschland und deutsche Zustände ist tt:eJ 9ciu" rls gemäßigter und freundlicher gewesen, als in dieser it und die Stimmung des englischen Volkes erfuhr n sehr bald eine heilsame Wandlung. Jetzt, da die -igen Hetzartikel der Presse aufgehört hatten, sing man , sich besser zu verstehen. Selbst König Eduard erinnerte ) nun wieder seiner engen verwandtschaftlichen Bedungen zum deutschen Kaiserhause und jagte seinen such an. Im deutschen Publikum erwartete man von ‘fern Monarchenbesuche zunächst für die Besserung der atsch-englischen Beziehungen nicht viel, aber es scheint >t, als wenn diese Begegnung zwischen Onkel und Nesse, : sich lange Zeit entfremdet waren, doch von größerer litischer Bedeutung sein werde, alK man gedacht hatte, nächst soll der Besuch König Eduards auf Wilhelms- he eine völlige Aussöhnung zwischen beiden Monarchen! vracht haben und ein weiteres erfreuliches Ergebnis ist Feststellung, daß die beiderseitigen Regierungen in en wichtigen politischen Fragen ubereinsrimmen. Tie glische Regierung hat uns auch inzwischen schon einen rrvollen Beweis ihrer freundlichen Gesinnung gegeben, >em sie dem Führer der aufständischen Hottentotten Leutschsüdwestafritä, Mvrenga, das Asylrecht gekündigt i. Tie Behörden der Kapkolonie haben aus Weisungen i London aus sich redliche Mühe gegeben, den deutschen hörderl behilflich zu sein, um Morengas habhaft zu rden, der neuerdings die Eingeborenen um sich zu iren sucht, um den Ausstand fortzusetzen. Unter dem i stand der englischen Behörden wird es nun hoffentlich d gelingen, diesen letzten und gefährlichsten der tzotten- tensührer unschädlich zu machen. ,
Mehr als eine bloße Höflichkeitsvisite ist auch der such des Königs Eduard in Ischl. Direkt berühren sich
Interessen Englands unb Oesterreich-Ungarns nun srei- i nicht, aber als Dreibundstaat und als die im nahen ient am meisten interessierte Macht stellt Oesterreichgarn bei der neuen Konstellation einen Faktor dar,
Gießen. Fernsprech-An-
schlußs.d.Rebaktionll2 m
Hl Gemral-Mzeiger für «erheße^ gM
bis vormittags 10 Uhr. Hotatiotts&rud und Verlag der Brülil scheu Univ.-Buch- und Steindruckerei. 8. Lange. Uedaktion, Expedition und Druckerei! Schulitraslr 7. !nnl"; ®- H-H; iür^den
; 1 ’ u Anzeigenteil: H. Beck.
bedenkliche Momente, aber wir haben es gewagt und ich erhoffe auch von dem diesjährigen internationalen Kvngreß segensreiche Arbeit für das internationale Proletariat- Im Kämpfe gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Elend, Not und Verhetzung, die immer größere Dimensionen angenommen haben- Unsere internationale sozialistische Bewegung ist von einer Großartigkeit, wie sie die Geschichte der Menschheit noch nicht gesehen hat-, (Lebh- Beifall.) lieber alt hat unsere Bewegung erhebliche Fort- chritte gemacht- Ein eindrucksvoller Moment war cs, als in Amsterdam zur Zeit des russischt-japainschen Krieges sich dick beiden russisck-en und japanischen Delegierten brüderlich die Hande reichten, um damit zu bekunden, daß, wenn auch bie Völker unter der Macht der herrschendei: Klassen sich bekriegen, das Proletariat sich doch zufammenfinbet- (Lebh. Beifall.) In Antsterdam gab es bamals heftige Debatten, ivir gerieten oft hart aneinander- Wir setzten mw Mer bie Fragen der Taktik unb der Äe?
der Abg. Bebel eine Resolution, die sich mit dem Militarismus und den internationalen K o n f l i.cu beschäftigt. Er führte aus, daß Kriege zwischen Staat--.., die auf der kapitalistischen Wirtschaftsordnung beruhen, in bc. Regel Folgen ihres Konkurrenzkampfes auf dem Weltmärkte seien. Denn jeder Staat sei bestrebt, seine Absatzgebiete nicht nur zu sichern, sondern auch neue zu erobern, wobei Unterdrückung unb Länderraub -eine große Rolle spielten. Begünstigt werden die Kriege durch die systematischen Vorurteile eines Volkes gegen das andere. Kriege im Interesse des Kapitalismus werden erst aufhören, wenn die kapitalistische Wirtschaftsordnung beseitigt ist, oder wenn die immer größer werdenden Aufwendungen an Menschen unb Geld und die durch die immer steigenden Rüstungen hervor- gerufene Empörung die Völker zur Beseitigung der Kriege bringen wird. Insbesondere ist es die Arbeiterklasse, welche bie Kosten des Krieges zu tragen hat. Es ist daher Pflicht aller Sozialdemokraten unter Kennzeichnung des Klassencharakters der Kriege mit allen Mitteln zu Lande unb zu Wasser bie Mittel für Kriege zu verweigern. Eine wesmtliche Garantie bafür, daß alle Kriege unmöglich gemacht würben, liege in der Ueberwindung nationaler Gegensätze. In den beteiligten Ländern sind die Arbeiter und ihre parlamentarischen Vertreter verpslichtet, alles aufzübieten,
Mit Bezug auf nachstehenden Aufruf lade ich Alle, I österreichisch-ungarische von Ischl gefolgt ist. Wie aus Wil-
velche sich an einem Hülsskomitee für Herbstein beteiligen Holmshöhe, so haben nämlich auch in Ischl längere Untervollen, zu einer Besprechung auf redungen zwischet: den leitenden Staatsmännern stattge-
Donnerstaa bei, ->2 wuouH Wnden und es verlautet, daß man hierbei auch in Ischl
^onnersrag oen ttuguft, I zu guten Ergebnis en gekommen sei.
uachnnttags 4 Uhr, Es ist eine sonderbare Zeit, die wir gegenwärtig durch-
n den Sitzungssaal des Negierungsgebäudes in Gießen, leben, diese Zeit der Friedens- und Freundschaftsbündnisse Landgraf Philipp-Platz 3, ein. und Konventionen. Diese vielen Friedensversicherungen und
Gießen, den 18. August 1907. Fmedensgarantien Habei beinahe etwas Unheimliches an
Der Großh. Provinzialdirektor der Provinz Oberheffen. Ruß landund England, die alten Rivalen
Dr ^reihert ^eujenin. Asten, haben eme Verständigung gefunden und erst vor
le wentgen Tagen tft eine neue Konvention zwischen Ruß-
, land und Japan unterzeichnet worden. In dieser Konven-
tton sprechen beide Mächte, die sich erst unlängst auf dem Das altehrwürdige Städtchen Herbstein im hohen Vogels- Schlachtfelde gegenüber standen, den Wunsch aus, die end- erg ist von einem schweren Brandunglück heimgesucht worden. MZ wiederhergestellten friedlichen, sreundnachbarlichen Be- 4 An wesen sind in wenigen Stunden ein Raub der jungen zu befestigen. Auch für die Zukunft will man flammen und an 5 0 Familien obdachlos geroorben. ^Wtänbnifieu fent^Iten unb ter»
e Vetroffenen, ineift unbemittelte ^anbleute, Handwerker, abhängigreit und die territoriale Integrität Chinas) so- mglohner und kleine Beamte, sind zum Teil gering, zum wie das Prinzip der gleichen Opportunität hinsichtlich des .eil gar nicht versichert. Schleunige Hülfe tut not! Handels und der Industrie aller Nationen in dem ae-'
Edle Menschenfreunde bitten wir um freundliche Gaben nannten Kaiserreiche an und verpflichten sich, für die Auf- n unsere Adresse. rechterhaltung uno Verteidigung des status quo und die
Die verehrlichen Pfarrämter unb Bürgermeistereien er- Achtung dieses Prinzips mit allen friedlichen Mitteln, :chen wir um gütige Weitergabe dieser Bitte unb eventuelle rhnen zu Gebote stehen, einzutreten. Wer zweifelt - J 1 barau, daß so viele Fmedensgarant-en den Weltfrieden
'auch wirklich garantieren? Sogar die anfänglichen Befürchtungen wegen Marokkos scheinen sich jetzt zu zerstreuen.
Nicht ohne Interesse wird es sein, zu hören, wie


