Erstes Blatt
Nr. 1« Erstes Blatt t 157. Jahrgang Samstag IS. Januar 1907
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E~ • General-Anzeiger für Oberheffen WW
^•tnjeiner '»ui«"' Uotattonrdruck und Verlag der vrühllchen llnIv.Guch^ und Stelndruckerel. ll. lange. LedaNIon, Lj-p-dttiau und Druckerei- Schulftratze r. H-n". B^ck'
Die Heutige Kummer umfaßt 14 Seiten.
„Die Sojiatdemokratie Eon flattert nur."
Gestern sprachen wir in unserem von Druckfehlern leider stark durchseuchten Leitartikel .Mittelstand und Sozialdemo, fratie* von der wiederholt unzweideutig ausgesprochenen Absicht der Sozialdemokratie, den Mittelstand jn ruinieren. Heute lesen wir folgendes m der reichsossiziösen .Nordd. Allg. ßtg/ unter der obigen Aufschrift:
Die frestnagelung der Tatsache, daß die Sozialdemokratie von jeher auf die Vernichtung b c 8 Handwerker- und Mittelstandes ausgeht, hat in der sozialdem. Presse eine sonderbare Wirkung ausgeübt. Sie leugnet diese Tatsache nun mit einem Male ab. De: „Vorwärts" suwcibt nämlich, die Sozialdemokratie will nicht den Klein- und Mittelbetrieb abschassen, bieSozialdemolratie will nicht dieKleiirbetricbe untergraben, sie ton- st altert nur, daß die heutige Wirtschastsentwickelung darauf hinaus- löust, diese Betriebe zu untergraben. So konstatiert auch wohl der Mörder gegenüber seinem Opfer, daß es jetzt zu sterben hat. Welchen eigentümlichen praktischen Charakter diese Konstatierungen annehmen können, hat die Sozialdemokratie dadurch gezeigt, baß sie ün Lleichstage systematisch alle Versuüx zur Hebung dcS Hairdwerlö Ntnb zur Besserung der Lage dcS gewerbtätigen Mittelstandes zu vereiteln sucl-te. lieber die wahre Gesinnung, die seitens der Sozialdemokratie dem selbständigen Handwerker und KausmannLstand entgegengebracht wird, sei aus der erdrückenden Tülle von Material zur Ergänzung unserer früheren Feststellungen beifolgend noch auf einige charakteristische Proben hlngewiesen.
„Der Vertrcler deS KleinlapitalS, der Kleinbürger, äußert sich in einer sozialistischen Agitationsschrift ein gewisser Ernst wörtlich, „hemmt durch seine bloße Existenz schon die soziale Eni- mdelung." Neicl)StagSabg. Bock-Gotha führte einmal in seinem Schuhmact-ersachblatt aus: „Uns als Arbeitern kann bei Untergang bes sog. Dl i t t e l st a n b e S pleichgü'.tig sein. Im Ecgcn- teil, je eher er verschwindet, desto besser ist eS, denn derselbe ist der größte Hemmschuh in ökonomischer,sozialer, ge - tverkschaftlicher und politischer Beziehung, lieber- all tritt er uns hindernd in den Weg und darum können wir seinen Untergang nicht früh genug herbeiwünschen." KautSky leigt in einer Broschüre von 1*302 besonders deutlich, wie diese Konstatierung gemeint ist. Sollten am Tage nach der Nevolution Noch immer Kleingewerbetreibende vorhanden sein, so werden sie |o schnell wie möglich expropriiert und beseitigt werden. Das nächste ist die Unterstützung der Streiklust der Arbeiter von Staats ro c q c n ; genügi das noch nicht, so . wird die Vermögens- und Einkommensteuer so hoch gesträubt, daß sie einer Konsiölation gleichkommt. Schon bisher hat übrigens die Sozialdemokratie das Ihrige getan, um durch Schürung der Unzufriedenheit unter den Gchülfen und Arbeitern und durch Nahrung des Streiksiebers die Lage des gewerblichen Mittelstandes nach Kräften zu erschweren. Ter Mann aus dem Mittelstand, der einen Sozialdemokraten wählt, handelt danach fidxrlid) nach dem Wort: „Nur die allergrößten Kälber wählen ihre Metzger selber." besonders auch dem kleineren und mittleren Handelsstand widmet die Sozialdenwlratie ganz besonderes Wohlwollen. Bebel in seiner Schrift „lieber unsere Ziele" hat bereits „konstatiert, baß im sozialistischen Staate die Zwischenhändler aller Art: Agenten, ' Maller und Krämer verschwinden. Für bis Sozialdemokratie ist, wie das Bebel, Kautsky usw. aussühren, der Handelsstand nichts als ein Parasitengewächs.
Was für die Hairdwerker und die Kaufleute gilt, gilt natürlich auch für den Bauernstand, dem der jüngst verstorbene sozialdemokratische Abg. Geck seine Affenliebe zum Privateigentum austreiben wollte. Trotzdem spekuliert die Sozialdemokratie nach Kräften mit dem Mitläufertum auS den 9 Kreisen der Handwerker, der Kaufleute und Lauern. Wie macht sie das? Sehr einfach: Wie sie, was wir unlängst auch konstatierten, ihren absolut ablehnenden Standpunkt in der Kolonial- politik in ihrer Agitation einfach dreist verleugnet, so verleugnet sie in ihrer Agitation ihr ganzes Programm. Die Zielbewußten, die j sonst über jebe Ketzerei hersallen, lassen sich das ruhig gefallen, beim sie wissen, was sie davon zu denken haben. Wenn es an ' ben Stimmenfang geht, muß eben daS Programm zurücktreten.
. politische Lage-Schar».
Zum Urteil des Auslandes über die NationaMeralen.
Man schreibt und;
Unser Offenbach.Gießener sozialdemokratisches Blatt glaubt einen guten Fund getan zu haben. Es hat in einer fran- zSstschcn und einer englischen Zeitung vernichtende Urteile über unsere nationalltberale Partei gefunden und freut sich noch, daß die beiden Urteile trotz verschiedener politischer Dichtung der beiden Blätter übereinstimmen. DaS ist doch gewiß niederschmetternd I
i' Ja, wie viele Engländer und Franzosen können denn so viel Deutsch, um unfere Zeitungen zu lesen? Wer m beiden Ländern gewesen ist, weiß darüber Bescheid, der weiß euch noch obendrein, wie wenige unsere wirklichen Verhältnisse kennen, wie ungeheuer schlecht das Ausland über unsere Einrichtungen unterrichtet ist. Wir meinen, daß ein Urteil nur dann wirklichen Wert hat, wenn eS von einem sachkundigen Manne gefällt ist. Bei wem sich die Ai.Sländer oft Rat holen, wenn sie sich m unserem Lande aufhatten, konnte man erst neulich im Gieß. Anz. lesen. Vielleicht kann Herr Bebel hierüber nähere Auskunft geben. Wer weiß denn nicht, daß man im AuSlande auf erne Zerstörung unserer stacht durch die Sozialdemokratie hofft?
Vielleicht könnte man auch fragen: Wer hat denn den ‘ beiden Zeitungen daS Material zu ihren Artikeln geliefert? Ter .Daily Chronicie^ wirft den Nationalliberalen u. a. ißerif**inmg militärischer und marinistischer Lasten, abenteuernde
Kolonialpolitik vor. Diesem Gefasel sei entgegengefteüt, was Lord Goschen, einer der angesehensten englischen Staatsmänner vor kurzer Zeit geäußert hat: Nicht aus eitlerPrahlerei, sondern auS Notwendigkeit vermehren Deutsch- land und die Vereinigten Staaten ihre Seemacht. Das genügt uns. Vielleicht druckt dies die sozialdemokratische Zeitung auch einmal ab. Wir können ihr noch weiteres von dieser Art zustellen und würden bie3 mit Vergnügen tun.
Znm Schluffe noch eins. Ein Herr fichr neulich zehn Stunden lang mit einem schweizerischen und einem dänischen Sozialdemokraten zusammen. Diese Herren erklärten: Wenn wir bei der demnüchsligen NeichStagSwahl in Deutschland mitslimmen dürften, dann würden wir für Bulow stimmen. Die Art wie diese Herren sich über die deutsche Sozialdemokratie auösprachen, wollen wir vorerst verschweigen. Schmeichethast war sie nicht.
Zur angeblichen Wertlosigkeit unserer Kolonien.
Kontre-Aduiiral z. D. Rosendahl, der frühere Gou- Dcrneur von Kiautschou, hielt dieser Tage in Gießen im Flottenverein einen längeren Vortrag, dem wir bei- juwohnen leider verhindert waren. AuSsührliche Bericht- erstattung ist unS indes von beteiligter Seite ziigesagt worden. Ter Admiral teilte, wie unS beute erzählt wirb, n. a. mit, daß früher die Engländer dort den Kohlenhandel in Händen halten und unS 54 Mk. pro Tonne abnahmen. Da die japanischen Kohlen für unsere Schiffe nicht zu brauchen waren, mußten wir den hohen Preis zahlen, um unseren Schiffen die nötigen Kohlen zu verschaffen. Jetzt haben wir mit der Aus- beutung der reichen Kohlenlager in unseren chinesischen Schutz- gebieten begonnen, und nun steht unS die Tonne Kohlen 25 Mk. Wir sparen also an jeder Tonne 29 Mk. Auch haben sich die Verhältnisse dort schon so günstig entwickelt, daß verschiedene Häfen in der dortigen Gegend Kohlen von unS statt von England beziehen. Tie Einnahmen bei- Schutzgebietes haben sich von Oktober 1904 bis dahin 1905 verdoppelt.
Der Kaiser und der Herzog von Cumberland.
Man schreibt uns aus Berlin:
Wir tonnen bestätigen, daß die Nachr.ch., Kaiser Wilhelm II. und die Kaiserin Viktoria hätten Beileidstelegramme nach Gmunden gesandt, unzutreffend ist, und daß die Mög- lichkeit einer derartigen Kundgebung deshalb nicht Dorhanben war, weil der Herzog von Cumberland es uiiterlaffen hat, von dem Ableben seiner Miitter dem deutschen Kaiser Mit- teiluiig zu machen. Und wir möchten hinzufügen, daß diese Unterlassung besonders auffällig war, da der Herzog von Cumberland allen übrigen Höfen Europas Anzeige von dem Tode der Königin Plane von Hannover erftotiei hat. Und das in dem Augenblicke, da er die Hand nach dem Throne Braunschweigs a'usllrcckl. Der Kaiser hat indeß nicht nur für Hannover eine Art von richtiger Landestrauer besohlen, er hat auch für seinen eigenen Hof eine Trauer von vierzehn Tagen angeordnet. UcbrigenS mar der König von Hannover ein Vetter deZ Großvaters des Kaisers.
Was muß jcder ZK chslagsrvayler wissen?
Wer kann zum Reichstag wählen? Wer in der Wählerliste steht. Diese har dem „Gieß. Anz." beigelegen, damit Einsprachen recküzeitig erhoben werden konnten. Wer in der Wählerliste nicht steht und die Einspruchsfrist versäumt hat, darf nicht wählen.
Wo wird gewählt? Jeder kann nur dort wählen, wo er in die Wählerliste eingetragen ist. Jeder muß fLd) genau orientieren darüber, in ivcloen Bezirk der Wähler gehört und wo sein Wahllokal ist.
Wie wird gewählt? Vor allem verschaffe man sich einen nebligen Stimmzettel. Dieser muß von weißem, mittelstarkem Papier (9mal 12 Zentimeter groß) sein, und es dars nichts weiter darauf stehen, wie Name, Stand und Wohnort bbeS, den man wählen will. Jin'D.chllokal erhält man einen amtlich abgcstempeltcn Umschlag. Damit tritt man in einen Nebcnraum (Wahlzelle) oder an einen verdeckten Ncbenlisch und kann dort seinen Stimmzettel in aller Gemütsruhe unbeobachtet in den Umschlag stecken. Man sehe aber vorher genau zu, daß eS der richtige Stimmzettel ist. Andere Zettel, die einem von den Zettel- verteileru gegnerischer Parteien ausgedrängt wurden, steckt man hier unbemerkt in die Tasche und holt den richtigen Zettel hervor. Demgemäß kann jetzt niemand mehr wissen oder behaupten, wie ein Wühler gestimmt hat. Die Wahl ist also tatsächttch geheim und frei. (Jn dem Raum, wo gewählt wird, dürfen Stimmzettel den Wählern nicht mehr gegeben und auch sonst kein Einfluß mehr auSgeüür werden.) Nachdem man seinen Stimmzettel (nur einen!) in den amtlichen Umschlag gesteckt har (andere Um- schlage oder osfene abgegebene Zettel sind ungültig), geht man an den Wahl tisch, nennt seinen Namen und gibt den Umschlag ab.
Wer wird gewählt? Bon allen einsichtsvollen Bürgern in Stadt und Land:
Louis ßcystechM in Mn.
Löhlerö Bauprojekte.
Man schreibt unS vorn Lande:
Als dieser Tage in der „Volksmacht" bet Antrag Köhler, betreffs zweier wichtiger Bal-npwjekw fier den Kreis Gießen und dos Wettertal «schien, ba Eonme der llncmgeroeure v-lttechr teufen, Koh er fei bestrebt, für seinen Wahlkreis alles ?u tun.
Doch für den, der die Sache nur einigermaßen kennt, stellt sich ter gante Antrag Köhlers als ein plumpe- Wahl Manöver heraus, daS die Leute irre leiten könnte. Beide Projekte werden bereits seit zirka drei Jahren von der $ e< Dotierung angestrebt und zwar 1. die Strecke Gießen— Steinbach — Ettingshausen — Qneckborn — Lauter — Saubach und ebenso auch 2. die Strecke Bad-Nauheim durchs Wettertal über Steinfurth, Oppershofen, Rockenberg nach Griedel mit der frort* ührung über Eberstadt, Holzheim, Grüningen, Watzenborn-Steiw- berg mit der Einmündung in die Strecke Gießen—GAnlZrufen. Zu dem Projekt Gießen — Laubach wurde bereits vor zwei Jahren ein Komitee gebildet, dem außer Qnefcnar Herren auch die Bürgermeister Arümer->-teinbach und Keil-EttingS- baufen angehörcn. Vor etwa »/* Jahr begraben sich Herrens deS Komitees zum frinanzminister Gnauth, der sich sehr snw- pathisch für das Projekt ausfprach und Staat-Zuschüsse in AuSslä)« stellte. Dies ist auch dadurch leicht erklärlich, daß die Bahn >aS staatliche Wasserwerk Lauter berühren soll. WaS nun das zweite Projekt durchs Wettertal über äisdenberg bis Griedel mit Einführung in die schon vorhandene Strecke Lickt—Butzbach bc> trifft, so wird dieses scyvn seit müiteftcnd drei biS vier Jahren' von einem Komitee betrieben, an dessen Spitze Bürgermeisters Dr. Kayser-Bad-Nauheim steht. Anfangs stritten die SlA>te Friedberg und Bad-Nauhcim sehr heftig um die ElnmündungS- station der Wettertalbahn in die Mainweserbahn, Friedberg gab anscheinend den Kamps vor zwei Jahren auf, und so ist letzt Bad-Nauheim als AuSgangsstalion auSersehcn. Und nun 3. zur Fortsetzung ter Wttterlalbahn Über Griedel hinaus nach Eberstadt, Holzheuu, Grüningen. Watzenborn-Steinberg und Gießen. Die Anregung zu diesem Projekt ist so alt wie daS Wettercal^ projell, und auch über die genannte Fortsührung sind von den beteiligten Gemeinden und Interessenten schon Verhandlungen gepflogen worden. Bemerkt fet noch, daß die Firma Lenz u. Eo. mit ter Herstellung beider Bahnprojekte seit vorigem Jahre betraut ist und diese in aller Kürze den beiden Komiteen zur weiteren Verfolgung übergeben tpirb. Wo bleibt da Köh.ers Tätigkeit, wenn andere bereits die Arbeit getan haben? Daß ein Reichstagskandidat -u solchen WahlagitationSmitteln greift, ist sehr bezeichnend.
Ferner teilt man unS auS Steinbach mit:
Unter Bezugiiahme auf unfern gestrigen Artikel über den Bahnbau Gießen—Steinbach—Laubach wird uns noch aus bester Quesle- mitgetei.t, daß die Strecke Lich — Grünberg noch in d'.esent Frühjahr in Angriffgenommen und die Strecke Gießen — Laubach schon innerhalb der nächsten zwei Jahre aus- gebaut werden soll.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 19. Januar 1907.
’* Personalien. L. K. H. o ; G.oßherzog IjcX'm' den Oberlehrer an der höh. Bürgerschule zu Beerfelücni Rektor Klinger zum Oberlehrer an der hüh. Ltädchen- schule und dem Lchrennnensenunar zu Mainz ernannt. —: Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Stotberg-Wernigc-^ rode-Gcdern auf die erste Lehrerstelle an der Eenieindeschul^ zu Usenborn präsentierte Schulamtsaspirant Hermann Schmidt" aus Thann (Bayern).
• • Kunstverein. Der größte Teil der gegenwärtigenl AiiSstellung bleibt nur noch bis zum Dien Stag ausgestellt.! Bon Pciltwoch ab bleibt die Ausstellung drei Tage geschlossen und sodann gelangt die Ausstellung des OrtZvereinS Darm-' stadt der aUgemetnen Deutschen Kunstgenossenschafl zur Ausstellung.
* * Der akademische Dürerbund Gießen veranstaltet einen Renaissance-Abend am 19. Februar im Hotel Großhcrzog von Heffen. Jin Ltittelpunkt des AbendL jod' die Rezitation einer der historischen Szenen aus Gobineaus .Renaissance^ stehen. Ferner ist beabsichtigt, u. a. gc-1 mischte Chöre von Orlando di Lasso und Giovanni Perlutgr Palesttina vorzutragen.
• •Sie An 1 agemusik fällt am morgigen Sonn» tag aus.
— Der „Verein für Sterbeuntersiutzung zu! Gießen" hält morgen Sonntag nachmittag 4 Uhr eine Generalversammlung im Hotel Einhorn ab.
• • Krankenkassen verband. Jn der am 5. Jan.
1907 abgehattcnen Vorstand 2 sitzung dcS Verbands der Krankenlassen und der Gemeinden als Träger der Kranleri- vcrsicherung im Großhcrzogtun-. Hessen wurde dcr Vorstand iüic folgt konstituiert: 1. Vorsitzender: Eduard Münch-Worin-. 2. Stellv. Vorsitzender: Eduard Krieghoff, Worms. 3. Schriftführer: Harth, Darmstadt. 4. Rechner: Osternmycr, WormS. 5. Beisitzer: Schneltbächer, Darmstadt; (stern-9licrftcin; Dr. Ziminer-Tarmstadl; Keil-LindenfclS; Grimm-Grube Meffelr -Reufeld-Pseddersheiin; Eulefeld-Lauterbach. Weiter wurde über verschiedene wirtschaftliche Fragen, die das Jntereffe den Krankenkassen berühren, beraten. Beitrittserklärungen zum Verband nehmen der Vorsitzende Münch, WormS und Oer Schriftführer Harth-Darmstadt, Wienersiraße 42, entgegen.
* * T ie Anlegung deS Grundbuchs ist nunmehr iw 668 hessischen öemeinben abgeschlosfe:r, sodaß jetzt in gut» zwer drittel der Gemeinden das Grundbuch als angelegt zu betrachten ist. Jrn Jahre 1906 wurden 99 Gemeinden angelegt, darunter aus L b e r h e s s e n ^cllertShausen (Amtsgerichtsbezirk Gießen), Bannerod (Herbstein), Sieben (Alsfeld), Butzbach (Butzbach), Climbach (Gießen), Ehringshausen (Hoinberg), Engelrod (Herbstein), Eschenrod (Schotten, Eulersdorf (Alsfeld,., Flensunger Hof ^Gi7ünberg>, Fleschenbach (Herbstein), Gruno-Schwalheim (Nidda, Helpershain (Ulrichstein), Hei^.^ausen .B.lbel), Jlsoorf (Grünbcrg), Kefenrod (Büdingen), Klein-Linden (Gießen), MeichrS (Ulrichstein), Merlau (Grünberg), Metzlos (Herbstein), Metzlos- Gehag (Herbstein), Mittel-Seemen (Ortenberg), Münster (Butzbachs Nieten-Mockstadt (Altenstadt), Nösberts (Herbstein), Lbborn- hrfen (Höngen), Obrr-Brechenbach (Alsfeld), Radmühl ^Herbstein), Reimenrob (Msf«ckd), Schlitzsche Wclldgemarkuugen I—VI (Schlitz), Sv del (Friedberg), SolmS-Jlsdorf (Grünberg-, Trohe (Gießen)-


