Ai- Heutige Kur-mer umfaßt 10 Seiten.
Sokrates stirbt, ein seltenes Genie, Im Lenophon steht seine Biographie.
Erbauung Roms! wie wirkte der Tag Aus sämtliche spätere Zeiten nach!
Mit Pyrrhus Taten ist es aus:
Infam besiegt kehrt er nach Haus.
Westgoten von Spanien Besitz genommen, Artig war sicher nicht ihr Kommen.
Katharina spricht, watend im Hugenottenblut: Les Feindes üeicrje riecht immer gut! (!!-
Napoleon an Preußen den Krieg erklärt, Höflichkeit wurde hierbei entbehrt.
hei, was der Gärten Rosen und licht- Blumen trug."
Tas diesjährige (4a Womsier Rosen fest leitete am Samstag ein Theaterabend ein, der den deutschen Minnesängern gewidmet war. Tie einleitenden Worte sprach Tr. Eulenburg- Tüsseldorf; und das Mannheimer sog. „Käinwrchester" spielte die Tannhäuser - Ouvertüre. Tann trug Eva Martersteig vom Berliner Kleinen Theater Minnelieder vor, von dem Ritte
Bis jetzt wurden 26 sozialistische Abgeordnete verhaftet. Außerdem wurden sechs Sozialrevolutionäre ins Gefängnis gebracht.
Das Ministerium des Innern erhielt sehr beunruhigende Nachrichten über Agrarunruhen in den Wolga- Distrikten und den mittleren Gouvernements und über zahlreiche Verhaftungen unter den unruhigen Bauern.
Tie Furcht vor Boinben - Anschlägen ist allgemein.
nicht zu erreichen ist, zunächst Den Weg zivilrechtlicher Klage, und zwar in erjter Linie gegen den Verleger, zu betreten. Hierauf wurden die bekannten Vorgänge beim Rostocker Aerztelag besprochen. — Lehr-München sprach über den schütz des geistigen Urheberrechts in Amerika.
— Ter König von Württemberg verlieh dem Schriftsteller Gustav Kadelburg in Berlin, dem „Dichter" der „Zivei glücklichen Tage" und anderer gewaltiger Bühnenwerke von gleichem Geiste, das Ritterkreuz 1. Klasse deS Friedricl-sordens.
— Gereimte Weltgeschichte. Dieser Tage ging uns eine kleine Broschüre aus Frankfurt zu. .Tarin versucht sich ein alter Freiherr Fritz o. Holzhausen mnemonisch reimend in Weltgeschichte. Tas ganze 32 Seiten starke Heftchen wirkt wie eine einzige lächerliche Karikatur. In der Vorrede teilt der Verfasser den mnemotechnischen Schlüssel nut, mU Hülfe dessen man aus den Anfangsbuchstaben der zweuen Reihe eines jeden DerseS die Jahreszahl des betreffenden historischen Ereignisses ersehen kann. — Wir geben tm folgenden eine kleine Auswahl der gelungensten (!) Verse wieder:
Lübeck, 17. Juni. (Privattelegr.) Ter Senat hat dem plattdeutschen Tisal^idichter Karl Kinder mann aus Anlaß seines 50jährigen Bürgerjubiläums ein jährliches Ehrengehalt verliehen.
— Der Journalisten- und Schriftsteller ta g findet zurzeit in Dresden statt. Am Montag wurde das Präsidium des Delcgierlcntages und die Obmäniier der Pensions- anstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller vom König von Sachsen in Audienz empfangen. Ter Telegiertentag des Journalisten- und Schrifrstellervereins nahm in Betreff des DarmstädterBeschlusses in Sachendes Urheberrechts folgende Resolution an; In her Erwägung, daß die grundsätzl.
vielfach ergangenen Anfragen, ob sofortiger Verkauf ratsam sei, erkennen lassen. Er dürfte widerraten werden, und mit Recht. Denn wenn jetzt in großen Mengen und ohne Kurslimitierung Russenverläufe erfolgten, dann würde den zur Hereinnahme schließlich verpflichteten Großbanken vielleicht nichts übrig bleiben, als den Kurs streichen zu lassen. Ter Anspruch an die durch die Ungunst des Geldmarktes ohnehin eingeengten flüssigen Mittel der Banken wäre eben am Ende ein zu großer, und andererseits würden die Institute ihren Kredit beim Kapitalistenpublikum aufs Spiel setzen, wenn sie ein andauerndes Sinken der Russenturse zuließen. In nicht wenigen Fällen haben Besitzer russi- scher, vor Jahr und Tag teuer erworbener Fonds auch Beträge von den letzten Ausländsanleihen Rußlands gezeichnet, um die Gesamtgestehungskosten auf einen billigeren Turchschnittssatz zu bringen. Grade diese Kapitalisten tun jetzt gut, nicht „Angstverkäuse" vorzunehmen, sondern die Entwicklung der Tinge in Ruhe abzuwarlen.
Die Tatsache steht zunächst fest, daß die russische Regierung grundsätzlich geneigt bleibt, ihr Finanzwesen einer parlamentarischen Kontrolle zu unterstellen. Das Budget für 1907 ist, den Staatsgrundgesetzen gemäß, der letzten Duma unterbreitet worden. Vom Standpunkt eines höheren politischen Prinzips erschien der Regierung auch diese Duma unleidlich. Damit ist aber nicht gesagt, daß die im Herbst nach einem neuen Wahlgesetz zu wählende dritte Duma das gleiche Schicksal zu gewärtigen hätte. Man darf nicht den konstitutioneAen Matzstab Westeuropas an die russische Eigenart legen. Das Versassungsleben des Zarenreichs befindet sich noch immer sozusagen int Keim- zustand, im Versuchsstadium. Der Zar mag der Meinung sein, daß bisher nur Stolypin und dessen Ministerkollegen, nicht aber Mitglieder der Duma in ausreichender Zahl sich als die „Riesen des Gedankens und der Tat" erwiesen haben, die er braucht, um Rußland einer „heiteren Zukunft" entgegenzusühren. Er mag erwarten, daß die wiederholte Ausschreibung von Neuwahlen korrigierend einwirkt auf die politische Urteils- ur.b Entschlußkraft der reiferen Elemente seines Volkes. In Wirklichteit ermangeln ja auch zahlreiche Untertanen des Zaren durchaus des politischen Augenmaßes, zum Teil sind sie noch im finsteren Werglauben befangen. Wenn also diese von der Kultur kaum ergriffenen Volksgenossen wahlrechtlich in Ausnahmezustand versetzt werden, so erscheint das als ein Gebot der Staatsraison, und es ist jedenfalls eine Sache, die Rußland zunächst allein angeht.
Eins aber ist für die am Zarenreich interessierten Ausländer, zuerst also für die Staatsgläubiger, aus der Wendung der Dinge mit Sicherheit zu entnehmen: daß nämlich die Finanzlage Rußlands die Notwendigkeit weiterer Geldbeschaffung auf dem Wege des internationalen Kredits einfttocUen ausschließt. Tie ausländischen Geldgeber Rußlands Haven ein für allemal erklärt, daß nur mit Zustimmung der Duma über ein neues Anleihegeschäst verhandelt werden könnte. Ta die russische Negierung auch die zweite Duma turzer Hand beseitigt ha., muß cs sonach erträglich bestellt sein um den Stand der russischen Finanzen, muß die Regierung vertrauen, das Tesiztc im Reichs- Haushalt ohne fremde Hilfe decken zu können.
Aas Dosenfest zu Zöorms.
(Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)
(b.) WormS, den 17. Juni.
„Nun will gen Worms ich reiten und schau'n des Rheines Fluß, nach einem Rosenkränze, nach einer Jungfrau Kuß —" So rief der starke Mönch Jlsan. nachdem ihm sein Bruder Hildebrand, der brave Wassenschmied Tierrichs von Bern, beredet hatte, mit zum Turniere zu fahren, nach der Burgunderstadt ant Rheine, wo König Gibichs stolzes Töchterchen Kriemhilde „voll Rosen einen Garten von einer Meile Lange und eine halbe breit" hegte. Heuer erschallt wieder ein Rus aus Worms: Zum Feste der Rosen! Den Rosengarten will man wieder aufblühen lassen. Und wenn darin auch nicht mehr kühner Recken Schwerterllang ertönen kann, so soll doch wieder die Erinnerung geweckt und lebendig werden, an jene Zeit, da deutsches Wesen, deutsches Fühlen und deutsches Denken sich in glanz- und prachtvoller Herrlichkeit offenbarte.
Mancherorts feiert mktn jetzt Stofen feite. Feste zu Ehren der Rose dem strahlenden Symbol der Lebensfreude. War dies die JKoi'e auch nicht immer, galt sie auch als Sinnbild der Verschwiegenheit, als Licbesschützerül, als Preis der Tugend und Sittenreiuheit, stets war sie die Blüte, tm Leben, für das Leben erblühet.
Aber für Worms ist die Rose mehr. Hier ist sie die wundersame Blume, die der Menschen Gedaitken zurücklenkt zur Romanttk, und die in ihrem farbenfrohem Prangen erinnert an die einitige Rbacht und Große Worms.
Es scheint nicht nur, daß mjan das in Worms" empfindet. Sm vorigen Jahre rankten Rosengewinde am Erter der Häuser hinauf^ zilm Dachfirste und über die Sttaßen hüt zu des Nachbars Haus. Im Lenz der Rosen schier verschwand das Gebälk, und wo eine Lücke im Rosenschmucke blieb, da war es ein Guckloch für ein rosiges Rheinkind. Bot sich diesmal dem Besucher von Worms auch nicht das gleiche äußere Bild, hatte man sich darauf beschränkt, nur bte Fahnen herauszustecken; auf dem Nolenfest zeigten sich die Wormser doch wieder in der ölten Sinnesart rosensroher lebenslustiger Rheinländer. Im ein» Ichmückte sich Jung unb Alt mit der Rose, xer Milchmann gar zterte fein Rößlein mit roten Rosen. Unb auch , per jüngste Sproß Wormser gemeindlicher Entwickelung, Die stabtifche Straßenbahn hatte geschmückt. Ter Garten des lradttfchen -Lpiel- und Festbauses war süttvahr wiq esin dem
von Mären berg, Wertster von Tegernsee, Dietmar von Aist und natürlich von Walther von Oer Vogelweide. „Ich saz uf 'einte steine und bähte beim mit deine, das uf saßt' ich den ellcnlbogen; ich hate in mine haut gefntogen daz Finne unb ein min wange, da bähte ich mir vil ange, wie man zer wette solte leben." Diese Strophen waren ja das Motiv zum Festplakat. Ten stärksten Beisall hatte Frau Elsa Laura von Wo l zogen, die altdeutsche Lieder zur Laute zum Vortrag brachte. Miiinelieder der hösischen Sänger rezitierte noch Otto St o e cke l-Düsseldorf; Lieder von jenem sahteuoen Ritter, die sich dem französischen Vorbilde fügten; Friedrich von Hausen, Heinrich von Veldecke, Reinhard von Zweter u. a. Auch das liebliche Lied aus des Minnesangs Frühling sei hier besonders erwähnt (Eva Mattersteig trug es ganz „modern" vor-: „Du bist min, ich bin bin, das solt du gewis sin. Tu bist beslozzen in minem herzen verlorn ist baz stüzzclin, bu nutet immer brirate sin." . . .
Arn Sonntag, dem eigentlichen Rosensesttag, feierten viele Tausend Menschen das Fest der Rosen von Mittag bis spät nach Mitternacht im rvsengeschmuckten Festhausgarten. Wie sprach doch der edle Markgraf von Bectzlaren, da er den Wormser Rosengatten gesehen hatte?! „ . . . darin sind schöne Frauen, manch wohl- gezognes Kind, und wer die angeschauet, vergißt, lvas eorgen sind!"
politische Cagerscha«.
Tas sronzöfisch-japansiche Abkommen
hat felgenden Wortlaut:
Die beiden Regierungen von Japan und Frankreich vereinbaren, indem sie sich Vorbehalten, in Unterhandlung wegen eines Handelsvertrags einzutreten, mit Bezug auf die Beziehungen zwischen Japan und Französisch-Jndobina folgendes: Die Behandlung als meistbegünstigte Nation wird den japanischen Beamten und Untertanen in Französisch Jndochina jngebilligt für alles, was ihre Person und den Schutz ihre» Eigentums betrisit. Die nämliche Behandlung wird den Untertanen und Schutzbefohlenen von Franzöfisch-Jndocksina im japanischen Reiche zugebilligt und zwar bis zum "Ablauf des zwischen Japan uno Frank- reich abgeschlossenen Schiffahrtsvertrages vom 1. August 1896. Die Regierung der französischeü Republik und die Regierung des Kaisers von Japan, beseelt von dem Wunsche, die zwischen ihnen bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu starken uno für die Zukunft einen jeden Anlaß zu etwaigen Mißvcr- ständnifsen auszuscheiden, habe beschlossen, folgende Vereinbarung zu treffen: Die Regierungen von Frankreich und Japan stimmen übereilt, die Unabhängigkeit und Unversehrtheit Chinas, sowie den Grundsatz der Gleichheit der Behandlung in diesem Lande für den Handel und die Staatsangehörigen aller Nationen zu respektieren. Da sie ein besonderes Interesse daran haben, die Ordnung und den friedlichen Stand der Dinge namentlich in denjenigen Gebieten des chinesischen Reiches gewährleistet zu sehen, welche Den Gebieten benachbart sind, in denen sie das Recht dec Souveränität, des Schutzes oder der Besitzung ausüben, verpflichtet sie sich, sich gegenseitig zu unterstützen, um dcn Frieden und die Sicherheit in jenen Gegenden jicherzustellen im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Lage und der Territorialrechte beider vcrttagsschließender Patteien auf dem asiatischen Feftlande.
DaS Abkommen ist unterzeichnet von dem französischen Minister des Aeußeren Pichon und dem japanischen Botschafter in Paris Kurino.
In der französ. Kammer interpellierte Graf Boni Castellane den Minister Picyon wegen dieses Abkommens. Dieser erläuterte es unb bemerkte, daß es im Interesse aller Nationen abgeschlossen sei. Die Interessen Deutschlands, Italiens und der Bereinigten Staaten von Amerika feien besonders gewahrt, weil es gegründet sei auf der wirtschaftlichen Gleichheit der Nationen.
Das „Journal des Debüts" sagt, das französ. - spanische und iDute englisch-spanische Abkommen seren für das westliche Mittelmeer und die benachbarten Gebiete am atlantischen Ozean dasselbe, was das französisch-japanische Abkommen für den äußersten Osten sei; beide Abkommen garantierten den status quo, und von irgendjemand könnten sie nur in dem Maße übel ausgenommen werden, wie er glauben würde, aus einer Störung dieses status quo Nutzen ziehen zu können.
Nußland nach der Aumaaustofung.
Tas neue Dumawahlgeseh
bestimmt: Die Wahlen zur Rerchsduma finden in den Gouvernements statt, dre nach den allgemeinen Gouverne- mentsverwa.o-ungsgesetzen verwaltet werden und in den sieben Städten Petersburg, Moskau, Kiew, Lodz, Odessa, Warschau und Rrga. In Polen, sowie den Gouvernements Irkutsk und Jenrsseisk finden die Wahlen nach dem alten Wahlgesetz statt, mit der Maßgabe, daß Polen 14 Abgeordnete, darunter zwei Abgeordnete russischer Nationalität, in dre Duma schickt. Die Wahlen im Kaukasus und tm fernen Osten werden durch besondere Gesetze geregelt In fünf Städten, nämlich in Petersburg, Moskau, Kiew, Odessa und Riga stnden die Wahlen auf gründ direkter Stimmabgabe statt. Jeder Stimmberechtigte hat bei den Wahlen nur eine Stimme und kann nur in einer Wahl- kurre wählen. Die Wahlen der Abgeordneten zur Reichs- duma finden in den Gouvernementsversammlungen statt die aus Wahlmännern von fünf Kategorien bestehen: aus Gutsbesitzern erster und zweiter Stufe, städtischen Wählern, Bauern und da, wo das Gesetz es bestimmt, auch aus Arbeitern. Die städtischen Wähler zerfallen in zwei Stufen nach dem VermögenSzensus. Der ersten Stufe gehören die höheren Steuerzahler an, der zweiten Stufe die niedrigeren Steuerzahler, darunter die Wohnungsmieter und Beamten. Die Wahlmanner werden gewählt in den Versammlungen von Gutsbesitzern und von Bevollmächtigten von Bauern, von den städtischen Wählern in zwei Klassen von Arbciter- bevoAmächtigten. Tie Versammlunaen der Gutsbesitzer, der Bauernbevollmächtigten unb der städtischen Wähler können auf Anordnung des Ministers des Innern geteilt werden nach Ortschaften, nach dem höheren oder niederen Ver- mögens^ensus, in Bezirken mit gemilchter Bevölkerung nach ver Nationalität. Bevollmächtigte und Wahlmänner können nur ans Personen gewählt werden, die das Recht der Teilnahme an dem Orte besitzen, an dem die Wahlen stattfinden. Die Personen, denen das Recht der Beteiligung an diesen Wahlen nicht zukommt, dürfen den Wahlen nicht beiwohnen. Irgendwelche Resolutionen und Beschlüsse, welche auf die Wahlhandlung keinen Bezug haben, dürfen von den Versammlungen nicht gefaßt werden. Die Gouvernements-Wahlversammlung wählt in corpore zunächst einen Wgeordneten aus der Zahl der von den Bersamm- li'.ngen der bäuerlichen Bevollmächtigten aufgestellten Wahlmänner, alsdann ebenfalls in corpore einen Abgeordneten aus der Zahl der Wahlmänner der Gutsbesitzer- Versammlungen und hierauf einen Abgeordneten aus der Zahl der Wahlmänuer der städtischen Versammlungen erster und zweiter Klasse. Bezüglich der Reihenfolge, in der diese Wahlen.vorzunehmen sind, enthält bas Gesetz für die verschiedenen Gouvernements verschiedene Bestimmungen. Hierauf erfolgt durch die Gouvernements-Versammlung aus der Gesamtzahl der Wahlmänuer die Wahl der übrigen, vom Gesetz für das betreffende Gouvernement festgesetzten Abgeordneten. Zu den Städten mit eigener Vertretung, Warschau und Lodz ausgenommen, wählt jede der zwei Klassen ihre Abgeordneten gesondert aus ihrer Mitte. Die Gesamtzahl der Abgeordneten beträgt 442; davon entfallen auf das europäische Rußland 403, auf das asiatische Rußland 15, auf den Kaukasus 10 und auf Polen 14.
Zur Wirkung der Dnmaauflösung
.wird uns aus Berlin geschrieben:
Die deutschen Besitzer russischer Fonds sind in neuer Unruhe und Sorge, lvie die an die Berliner Banken |
In allen Parteiquartieren der extremen Linken wuroen Haussuchungen vorgenommen.
Der Zar hat dem Verband deS russischen Volkes seinen Dank für dessen loyale Haltung ausqesprockjen.
Es verlautet, kürzlich sei ein Mordversuch auf den Vizeadmiral Viren, den Kommandant von Sewastopol, gemacht worden, indem ein Withead-Torpedo vom Torpedoboot „2.3" auf seinen Kutter gefeuert wurde. Alle Offiziere des Torpedobootes seien verhaftet worden.
Nach einer Meldung aus Loessa wurde die gesamte Schwarzmeerflotte vorläufig außer Dienst gestellt. Die Geschützte'.le wurden and Land gebracht, so daß Die Geschütze unbrauchbar geworden sind. Siebenhundert Matrosen der Kriegsflotte wurden verhaftet. Zwei Bataillone Jnsanterie wurden nach Sewastopol gebracht, weil auch unter der Garnison Unruhen ausgebrochen, sind. Die Lage in Sewastopol erscheint im Hinblick auf Die Matrosen sowie auf die Truppen der Garnison recht gefährlich.
Rosengartenlied hcißt,^ber Garten „an Freud unb Wonne genug, I Forderungen der Darmstädter Beschlüsse über bas Urheberrecht eine I nicht sofort zu verwirklichende gesetzliche Regelung als Ziel cut- haltcn, baß aber zugleich zum Ausdruck gebracht wurde, als Vorzüge und als (ümcitung gesetzlicher Aenberungen ein schiedsgerichtliches Venahren zur Schaffung fester, praktischer Verhält-, nisse anzustrcben, gibt der deutsche Journalisten- unb Schriftstellertag ben Lerbandsvereinen die Anregung, ihren Mitgliedern zn eychfehlen, bei Nachdrucksälle n c.rit den Weg gütlicher Verstanbigung, mimentlich burti)i Anrufung eines Schiedsgerichtes ober des Borstanbcs eines Berufsvereins, unb wo das
Erstes SBIati »57. Jahrgaa, TienSfag 18. Jun, 11107
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SS General-Anzeiger für Oberheffen WM
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Anzetger Gießen. «otation$oni(! uno Verlag der Bruhstschen Unlv.-Vuch- und Zteindruckerei. R. Lange. Hcöaftiow, Lrpedition und Druckerei: Zchulftrafte 7. H."'' den An- ___________ __________________________ * 1 u zeiqenteil: van« Beck


