2Cird?e und Schule.
•• Hessisches Lehrerbildungswesen. Eine wichtige Neuerung bezüglich des LchrcrbildungSwcsenS wird, k. d- Frkf. 3tg.\ in nächster Zeit iu unserem Großberzogtum sorgenommcu ' werden. Noch Fertigstellung des Neubaues für das im Jahre 1821 gegründete Lehrerseminar zu Bensheim wird diese Lehrerbildungsanstalt statt des bisherigen dreijährigen Ausbildunqskursus einen solchen von sechs Jahren erhalten. Tie Präparandenanstalt zu Lindenfels bleibt bestehen. Weiter ist die Errichtung eines neuen Lehrerseminars, des vierten in Hessen, projektiert.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 16. Februar.
• • Lehrerkonferenz. Tie beiden amtlichen Konferenzbezirke Gießen-Stadt und Gießen-Land hielten am TonnerStag gemeinsam im Cafe Ebel unter Vorsitz des Schulrats Kleinschmidt eine Konferenz ab, an der auch Provinzialdirektor Gchciinerat Dr. Bccidert und Negierungsrat Weicker teilnahmcn. Auf der Tagesordnung stand der Verfassun gsuntcrricht in der Fort- bildungsschule. Von der Kreisschulkonunisnon ist dieser Tage ein Heftchen herausgegebcn worden, das in gedrängter Fülle den Lehrstoff behandelt. Sowohl Auswahl, als auch Anordnung des Stoffes sind geeignet, den V.rfaffungsunter- richt für Lehrer und Schüler abwechslungsreicher und in- tercffant^r zu gestalten. Geheimcrat Tr.Breidert, der über das Heftchen ausführlich referierte, erntete lebhaften Beifall, und die Diskussion ergab, daß die Lehrer an den Fortbildungsschulen die Anregung der Kreisschulkoinmission freudig begrüßten. Auch die Konfercnzbezirle G r ü n b e r g und L > ch - Hungen werden sich in den nächsten Tagen mit dem Per- faffungsunterricht befaffen.
— Lebensretter. Für Nettung von Menschen- leben erhielten die NcttungSmcdaillc: Bcigeoldnctec Ludw. Reichardt zu Nierstein, Matrose Jos. Janz zu Rhein- Dürkheim und Steuermann Arnold Stenz zu Mainz (letzterer mit einer die Jahreszahl 191)6 tragenden Spange). Geldprämien erhielten die Schüler Karl Mcyer zu Tarm- stadt und Gg. Kröll zu Brensbach, die gemeinsam einen Knaben vorn Tod des Ertrinkens retteten.
• • Anlagemusik findet am Sonntag mittag 12 Uhr mit folgendem Spielplan statt: 1. Emzug der Gäste aus ,Tannhäuser^ von Wagner; 2. Lrina-Walzer von ßiucfe; 3. Potpourri „Afukarcise" von Srippö; 4. Arineeinarsch Nr. 10.
• • Verhaftet wurde am Donnerstag ein aus Italien flüchtig gegangener Arbeit er durch den Kriminal-Kommissar am hiesigen Landgericht. Der Mann war in Italien mit vier Jahren Zuchthaus bestraft und wohnt schon über ein Jahr in Deutschland, seit neuerer Zeit in Gießen. Er war am hiesigen Bergwerk beschäftigt und wird in Kürze nach Italien übeiführt werden.
• • Der Pferdeknecht beim Groß Herzog. Eine interessante Episode hat sich gelegentlich des kürzlichen Empfanges des Prinz Karneval bei dem Großherzoglichen Paare im alten Palais abgespielt. Ein Mitglied des närrischen Ministeriums, das auch an dem Empsang beim Großherzog teilnahm, hatte vor der Abfahrt seinem seit acht Tagen neu bei ihm eingestellten Pferdeblirschcn, den er als Beduinen kostümiert auf dem Vock mitnahm, eingeschärst, daß er sich immer in der Nähe seines Herrn auszuhalten habe. Der Zug kam nun vor das alte Palais, Prinz Karneval nut dem großen Gefolge war in den Empfangssalon zu den Grobherzoglichen Herrschaften, die mit großer Umgebung anwesend waren, geleitet worden, als ein kleiner unscheinbarer Beduine über die breite Treppe durch die Dienerschaft hindurch direkt in den Salon trat und sich ungeniert unter die Gäste mischte. ?l(§ ein Kammerherr, dem der Bursche auffiel, humoristisch fragte, ob das wohl dec ^Eunuche* des Prinzen sei, wurde man aufmerksam, konnte jedoch den Eindringling, ohne Aufsehen zu erregen, nicht entfernen, zudem bei der außerordentlichen Liebenswürdigkeit des fürstlichen Paares die kurze Empsangszeit rasch verrann. Vor der Verabschiedung hatte sich unser Eunliche ebenso an der Tafel des gastfreundlichen Fürsten gelabt, wie die übrigen Gäste und erklärte er auf Befragen seines zuerst aufgeregten Herrn, daß ec nur dcffcn Gebot gefolgt sei. Heber den großen Gehorsam des Pferdcburschcn, eines biederen Bayern, hat man aber noch lange gelacht.
• • Grcnzregulierung. Der zwischen dein Großher- zogtum Hessen nnd dem Königreich Preußen abgeschlossene Staatsvertrag über die Aenderung und Feststellung der zivischen den Gemarkungen Altwiedermus und Hüttengesäß*Neu w ied ermu8 verlausenden Landesgrenze wird jetzt nach erfolgter Ratifikation veröffentlicht. Auf Grund eines bereits im August 1906 von den beiderseitigen Kommissionen unterzeichneten Vertrags wurden Gebiete von etiva 6 Hektar ausgetauscht, die einerseits dem preußischen Kreise Hanau, anderseits dem hessischen Kreise Büdingen zugeschlagen werden. Gleichzeitig verordnet das Staatsminislerium, daß in dem an das Großherzogtum Heffen abgetretenen Gebiete die sämtlichen hessischen Gesetze in Kraft treten.
• • Oeffentliche Heilanstalten bestanden im Großherzogtum Hessen 1905 im ganzen 85. Darunter befanden sich 67 allgemeine Krankenhäuser mit 5133 Bellen, 34569 verpflegten Kranken und 1 260 426 Verpflegungstagen. In den 6 Augen-Hcilanstaltcn befanden sich 195 Krankenbetten, verpflegt wurden 1840 Kranke mit 40557 Verpflegungstagen. In den 8 Anstalten für Geisteskranke, Epileptiker, Idioten, Schivachsinnigen und Nervenkranke befanden sich 2259 Betten, m denen 4154 Kranke in 768 179 Verpflegungstagen Aufnahme fanden. In 4 Ent- bindungSanstalten gab es 120 Betten. 8ü6 Entbundene hatten 25875 VerpfleguugStage. — Obe rhessen hatte 2u allg. Krankenhäuser (7 öffentliche und zwar die Provinzial- siechenanstalt in Gießen mit 275 Betten und 321 93er- pflegten mit 97193 Verpflegungstagen; die städtischen Hospitäler zu Hungen, Alsfeld, Friedberg, Aad Nauheim, Butzbach und Vilbel, io Private — nut mehr als 10 Betten — und zwar die '^alserische Stift,ing zu Gießen, das fürsll. KrankenhatlS zu Lich, das Mathilden - Hospital Büdingen, die Kinder-Heilanstalt „Elisabethenhaus" zu Bad Nauheim,
das Kinder-Sanatorium .Emmabeim', da? „Konitzkystift^ und die israel. Kinderheilstätte daselbst, da? Johanniter- Krankenhaus zu Nieder-Weiscl, das Privat-Krankenbaus zu Lauterbach und das Gräfl. Solms'sche .Johann Friedrich-' Stift" zu Laubach; atißerdem die chirurgische, die medizinische und die Frauen.Klinik der Landesunioersttät. Augen-Heil- anstalten gibt es in unserer Provinz 2, die Balserische Stiftung z»i Gießen und die Augenklinik der Landesuniversität. Außerdem besteht d,e Universitäts-Klinik für p'ychische iind nervöse Krankheiten und die EnlbindungSanslalt (Frauen- Klinik) der Landesuniversität.
= Dau drin gen, 15. Febr. Zwei größere Feste bringt das laufende Jahr unserem aufstrebenden Torfe. Tie hohe Schülerzahl verbunden mit unzureichenden Unlerrichts- räumen macht den Bau eines neuen Schul Hauses und die Errichtlmg einer dritten Lehrerstelle notivendig. Während der Rohbau dasteht, ist seine Fertigstellung bis zu,n Herbste in Aussicht genommen. Da die Notwendigkeit des Baues von der Bevölkerung allseitig anerkannt wird, versprechen die Eimveihungsfcicrlichkeiten ein rechtes Volksfest zu iverden. — Schon früher, am 7. Juli, findet ebenfalls hier das Bezirksfest des Kriegervereinsbezirks Gießen statt, wozu die Vorarbeiten im Gange sind. Tie Musik wird von der verstärkten Kapelle Vccker-Wieseck (früh. Küminel) ausgeführt. Tem Verein steht vorläufig ein Festplatz von ca. 4000 Quadratmeter zur Verfügung. Ta dec Besuch von mindestens 10 Vereinen iu Aussicht steht, Eintrittsgeld nicht erhoben und für Vergnügungen reichlich gesorgt werden wird, verspricht das Fest recht schön zu werden.
Vilbel, 15. Febr. Der „Kl. Pr." schreibt man: Tie Stadt Frankfurt zieht immer mehr benachbarte Orte in ihren Bereich. Seit einiger Zeit sind ihre technischen Beamten mit Vermessungen beschäftigt, bei denen es sich um die Anlage einer elektrischen Bahn zivischen Frankfurt und Vilbel handelt. Zwischen der Großstadt und dem Städtchen schlveben Verhandlungen über die Versorgung Vilbels mit Gas durch das Frankfurter Gaswerk in Heddernheim. Als Aequivalent bietet Frankfurt die elektrische Bahn, die bei dem großen Verkehr zwischen den beiden Städten sich ziveifellos recht einträglich gestalten dürfte, uiusomehr als die Bahn bis ins Herz der Stadt Frankfurt ginge. Vilbel ist, ivie erimierlid), im Begriff, ein eigenes Gaswerk zu bauen. Wenn es sich so wenig einträglich erweisen wird, wie bisher das neue Wasserwerk, so dürste man in Vilbel allerdings besser tun, von einem eigenen Werk abzusehen. Wie verlautet, sind die sozialdemokratischen Vertreter im Vilbeler Gemeinderat der Ansicht, das .GaSiverk unter allen Umständen in eigene Regie zu nehmen, Frankfurt müsse mit der Bahn doch kommen. Sie schießen möglicherweise damit sehr daneben. Hoffentlich überlegt man in Vilbel die Sache sehr reiflich, ehe man sich entscheidet.
sä Darmstadt, 15. Febr. Der Mörder Gölz aus Mörlenbach ist trotz der ausgeschriebenen Belohnung und dec ausgiebigsten Recherchen aller Polizei- re. Organe immer noch verschwunden. Zwar laufen aus den verschiedensten Gegenden alle möglichen Anzeigen ein, nach denen man, durch die dreihundert Mark Belohnung gereizt, den Mörder oder seine Spur bemerkt haben will. Die letzten bestimmten Angaben über seinen Aufenthalt stammen aus Bürstadt bei WorinS, alle weiteren Mitteilungen über seinen angeblichen Aufenthalt im Odenwald, die mit entsprechender Ausschmückung erzählt nnd verbreitet werden, entbehren nach den angestellten Ermittelungen dec Begründung. Die von der Kriminalpolizei mit aller Energie betriebene Verfolgung dieser Spuren hat nicht mit Sicherheit ergeben, daß sich Gölz nach seinem Aufenthalt in Bürstadt wieder nach dem Oden- ivald gewendet hat. Die Wahrscheinlichkeit spricht vielmehr immer mehr dafür, daß der bald sechzigjährige Mann, bei von Barmitteln entblößt, an irgend einem einsamen Platze seinem Leben ein Ende gemacht hat.
Offenbach, 15. Febr. Em Anarchisten-Kon- greß soll für die Osterfeiertage hierher ein berufen sein. Man will sich mit dec Organisation deS Anarchismus und der antimilitärischen Propaganda beschäftigen. Em Referat hat auch Dr. Friedeberg in Berlin erhalten, der also jetzt «ich dem Anarchisinus angeschloffen hat, während er früher sich zu den Anarchosozialistcn zählte. (Rat. Ztg.)
Aus Nassau, 13. Febr. Um den üblen Folgen des Lehrermangels entgegenzutreten, greift nun die Geistlichkeit helfend in den Unterrichtsbetrieb ein. In Langendernbach und in Niederhadamar haben die dortigen Geistlichen den Unterricht, der sonst ganz auSfallen müßte, übernommen. Auch in anderen nassauischen Orten haben die Pfarrer den Unterricht teilweise übernommen. Nassau gehört zu den Teilen der Monarchie, in denen der Lehrermangel sich am meisten fühlbar macht. Wie wir früher schon mitteilten, sind weit über 100 Stellen unbesetzt, und diese Zahl vergrößert sich stetig. (Kl. Pr.)
Gerichtssaal.
sd. Darmstadt, 15. Febr. Ein Opfer seines Tienfteifers ist der schon über 10 Jahre beim Jnf.-Regt. 117 dienende Vize- feldwebel W. M o st geworden. Er hat das beste Führungsattest und erfreut sich bei seinen Vorgesetzten des besten Rufes, doch hat ein Rekrut eines Tages den Hauptmann gebeten, paß cr nicht mehr geschlagen sein wolle. Wenn die Untersuchung auch gravierende Momente nicht ergab, mußte doch M. wegen vorschriftswidrigerBehandlungUntergebenerzu 5 Tagen gelinden Arrestes verurteilt werden.
X Hanau, 14. Febr. Das Schöffengericht Hilders (Rhön) hatte kürzlich den Lehrer Henkel aus Inna wegen groben Unfugs zu 6 Tagen Hast verurteilt. Bei einem Rhönausflug hatte Henkel mit seinen Schülern, Zöglingen eines Seminars, auf dcr Milseburg (Rhön) ein Sonnenbad genommen, woran Pfarrer Stramm ans Kleinsassen, der an jenem Tage in Begleitung einiger Damen ebenfalls die Milseburg besuchte, Anstoß nahm und Anzeige erstattete. Gegen das Urteil legten sowohl Staatsanwaltschaft wie auch Lehrer Henkel Berufung ein. Die Strafkammer Hanau als Berufungsinstanz verwarf in ihrer heutigen Sitzung beide Berufungen. Die Staatsanwaltschaft wollte noch eine Bestrafung aus § 183 St.-G.°B. herbeigeführt wissen. Die Strafkammer sah aber nicht als erwiesen an, daß der An- geNagte sich bewußt war, daß die Handlung unzüchtig sci, da cr anderen Anschauungen huldige.
H. Fran kfurt a. M., 14. Febr. (Oberkriegsgericht.) Der damals im ersten Jahre dienende Dragoner Marschella von der •-* l" : Dragoner-Regis, in Darmstadt hat in der Sitzung - ’ bei 25. Division vom 16. August v. I. bc-
ichwoicu, t'.'.ij ihn die Gefreiten Mönninghosf, Dietrich und Seid am Abend des 9. Just in einer dunklen Ecke des Stalles überfallen und mit Besenstielen usw. schwer mißhandelt hätten. Er
irre sich ganz sicher nicht in den Personen, Wunbete er, und btt Gefreiten rovroen daraufhin zu 3 be-w. 2 Monaten Gekängni' verurteilt. Am Tage nach Oer Verhandlung meldeten sich bi- Dragoner Glotzbaci. Meisel uno Mitz beim Rittmeister vnb erben an, nicht oie Gefreiten, sondern sie seien die Täter. Daraushi,-, wurde gegen diese drei Dragoner Anklage wegen gefährlicher fiörter Verletzung erhoben und gegen Marschella wegen fahrlässigen Falsch ei ds. Tas Kriegsgericht der 25. Division traute der Selbstbezichtigiing nick't uno sprach diese vier 'Angeklagten frei. Gegen beide Urteile legte der Gerichtsherr Berufung ein, dcr sich die drei Gefreiten anschlossen. In seiner Sitzung vom 5. Rov. v. I., in der die Berufungen zur Verhandlung standen, vertagte das Ober'riegsgericht die Verhandlung gegen Marschella bis zur rechtskräftigen Erledigung der Anklagen gegen die drei Gefreiten und die drei Dragoner, sprach die Ersteren, die vom Oberkriegs- gericht verurteilt waren, frei und verurteilte die vom Kriegs gericht sreigcsvrochenen Dragoner zu 3, 3 und 2 Monaten Gc sängnis. Tics Urteil hat Rechtskraft erlangt, und beute wurde gegen Marschella wegen fahrlässigen Falscheids verhandelt. Er wurde gemäß dem Anträge dcs Vertreters der Anklage freige. sprachen. Zwar habe cr, so hieß cs im Urteil, objektiv Falsches bekundet, aber subjektiv sei er der festen Ueberzcngung gewesen und sei dieser Uebcr;cugung noch, daß die Gefreiten die Täter seien.
Avswtz eiiß dkn Ltlwkkylmfrislnstkru der Sktit if[en.
Aufgebote.
Febr.: 11. Hermann Slreckenbaeb, Kassengehülle, mit Georgine Krieger, beide dahier; — Bau! Hermann Reinhold Bänmler, Trogiii dahier, mit Anna Elisabethe Bachmann in Frankiurr a. M.; 12. August Brunnert, Friseur in Frauliurt a. M„ mit Lina Ein- tzeuser dahier; 13. Heinrich Brück, Maurer dahier, mit Elisabeths stormhals bierselbst; —Johannes Becker, Omnibuskutscher, mit Anna Etisabeihe Günther, beide dahier; 14. Johann Pan lu r Schneider, Maurer in Albach, mit Maria Schwalb daselbst; — Kau Stadelmann, Präparator dahier, mit Linie Ottilie Winterstein ui Mtzlar; 15. Eugen George Mügge, Kau'manu in Tamba in Floridn, mit Wilhelmine Frnnziska Mathilde Margarete Petri dahi r; — Dr. Ernst Unger, Klimksbesitzer in Berlin, mit Pauline Birnbaum dahier.
Geborene.
Febr.: 6. dem Steinbrecher Ernst Valentin eine Tochter, Luise Henriette Ida; — dem Geschä'tsreüenden Enni Aberl eine Tochter, Alice Eugeuie Auguste; 7. dem Friseur Karl Hermann Schenk eine Tochter, Helene; 8. dem Apotheker Tr. Karl Georg Eiml Brück eine Tochter, Lotte; 9. dem Alaschinenwärior Peter Schulmeyrr An Sohn, Ludwig; — dem PoUaisistenien Heinrich Meuges cm Sohn, Ei ich Friedrich Heinrich; 10. dem Handschuhmacher Franz Oloitwald ein Sohn, Hermann Theodor Paul; — dem Schlosser Wilhelm Weigel ein Sohn, Heinrich Wilhelin.
Gestorbene.
Febr.: 8. Katharine Leonhard geb. Eckert, 44 Jahre alt, Vidier Straße 74; — Wilhelm Ernst Friedricki Hinterlang, 11 Jahre alt, Hnndsgasse 6; 9. 'Marie Elisabeth Renier, 1 Jahr alt, Kaplanci- gasse 9; — Marie Scharmann geb. Heil, 51 Jahre alt, Lindenplatz 3; 10. Georg Ludwig Brod, 10 Jahre alt, Schilleritraße 14; 11. Katharine Lehr geb. Müller, 79 Jahre alt, Friedrichstraße 5; 12. Georg Kari Balser, 2 'Istonate alt, Ludnugsplatz 8; 13. Ludwig ^Alexander :)iicbl, 32 Jahre alt, Kellner, Kaplaueigasse 9; 14. Friedrich Hans Frees, 10 Monaie alt, Große Allihlgasje 40; — Frieda Langer, 18 Jahre alt, Tanunstraße 43.
ICirdylidK Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Am Sonntag I n o o c a v i t, den 1 7. F e b r u a r: e ottfübicniL
In den gestrigen Bekanntmachungen treten folgende Ver» ändernngen ein:
In der Stadtkirche.
Vormittags 11 Uhr: Militärgotlesdienst.
P'arrer D. Schlosser.
In der IohauneSklrche.
Vormittag? 9V, Uhr: Piarraslistent Steiner.
Tie Kinderkirche für die Lukasgemeindc, der AbendgotteSdiei i. die Vereinignng der konürinierlen männlichen Jiigend der Lntac ■ gemeinde, sonne die Bibelstnilde am Montag fallen ans. Ta: Abendmahl in der Johauneskirche wird nächsten Sonntag abend gefeiert iverden.
Sandel nnd Verkehr, Volkswlrtlchaft.
Märkte.
Gießen, 16. Febr. Dlarktbericht. Auf hentiqem Wochenma.ikte kosteten: Bnttervr. Pfd. 0.95—1.— 9)1 f., Hühnereier 1 St. 09-10 Pia.. 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier v Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käfeinatle 2Stck. 5-6 Pfg., Erbieii v.Pld. 18-24Pig., Liufen p. Pfd.25-40Pfg., Tauben pr.Pr.0,80- l.OODlk., Hühner pr.L t. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80-1,80 Dik., Enten pr. Sin.: 1,80—2,20 Mk., Gänse nr. Pfd. 70-80 Pfg., Cdifenfleifcb pr. Pid. 82—88 Pfg., Kuh- nnd Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schiveiii.- sleifch pr. Pflmd 86—90 Pfg., Sduvemesleifch, gesalzen, pr. P'in > 94 Pfg., Kalbsteisd) pr. Pfd. 80—84 Pfg., Hanunelflcifch pr. Pfund 61—84 Pfg. Welfche per Pfund —.— Kartosselu pr. 100.' -. 5,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00'Mk., Dlilch per ^ita 30 Pfg., Aepiel per Zentner 20 bis 25 Mk.,. in Körben 00 Pst)., lliüsse 100 Stlick 50—00 Pfg., Birnen per Pfd. 'Mk. 0.20—0.25, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. - Marktzen 8—2 Uhr.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, jnityeteilt von der Bank für Handel
und Industrie. Giessen.
Frankfurter
SM6/« Beicbsanleihe . 97.80
3% do. . . 86.20
3Jia/o Konsola .... 97.75
3% do. .... 86.25
3>5°/o Hessen . . . . 96 30
Oberbessen . . . 95.50
4^6 Gesten. Goldrente. . 99.65
4l/e ®6 Gesterr. Silberrente 100.20 4% Ungar. Goldrente . . 95.00 4% Italien. Rente . . . —.— 3-6 Portugiesen Serie I . 69.30
3-6 Portugiesen „ III 70 30 1/4 °/o russ.Staatsanl. 1905 91.50 o japftn. Staatsanleihe 93.80 1 % Couv. Türken vou PJuB 0610
Tttrkenluse ... . . 145.80
I % Grieeh. 3IonopoI-Anl. öl 80 1% äussere Argentinier . 88.90 3°/0 Mexikaner . . . 66.70
4>»v/0 Chinesen . . . 98.—
Aktien:
Bocham Gass..... 243.—
Buderas E. W .... 126.00
Tendenz: fest
Berliner Hörne, 16
Can ad a E. B......187.20
Garmstttdter Bank . . . 138.20 Deutsche Bank ....--
Dortuiuuder-Lniou C. . . 86.10 Dresdner Bank . . . —
Tendenz: ruhig.
16. Februar. 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . .141.50 Elektriz. Schlickert . . . 117.— Eschweiler Bergwerk . . 249.— Gelsenkirchen Bergwerk . 216 - Hamburg-Amerik. Pakett. 151.1'» Harpener Bergwerk. . . 222.— Laiirabiltte...... 242 50
Nordd. Llojd .... 132.50 Gbeischles. Eisen-Industrie 121.59 Berliner Handelsges . 172.- Darmstädter Bank . . . 138 — Deutsche Bank . . . 243.-0
Dcutscb-Asiat Bank . . 172.90 Diskunto-Kommaudit. . . 185.10 Dresdner Bank . , . 158.— Kreditaktien.....215.70
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . 118.10
tiottiiardbahn . . . . —.—
Lomuurd. Eiseubahu . . 3195 Gesterr. Sloaisuuim . . . 147.20 Prince-llenn-Eistiubahu . 147.00
Februar. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 221.70 l.anrahiltte .... — •— Lombarden E. B. ... 31.90 Nordd. Lloyd .... 132.40 Tiirkenloae . • • 146.20
Lehrfabrik iSn/u
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Techmkrm J Werkmeister. TProsoekt'


