Ausgabe 
18.1.1907 Erstes Blatt
 
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gervereinharboc'', . Juni ein größerest reuen Vereinssabu:

1 Neinheim und Groß- 3 5 Uhr ba§ Pferd m entgegcnfomnieitbci ahn und daj erden

Das Fuhm-i':

Tas Großhcrzoa'-' ,r mit kleinen! Gisch igspaares nach Karl;-

Gteucten Tanehustasie für ituDierenDe <yrauen übertrugen luorDcn.

Aus 3-rantiurt roirD un» gelegneren: Zmn er)tcnnuil im neuen Schaufpiclhausc ging gestern Kleists gewaltige patrio- tijcheHer manns schlang in Szene. Die Luoiuixerung buraj Intendanten Lum Liuar war sehr tüakig. Die idjroierxgen Lvllsszenen tarnen natürlich und toirfiam zur Geltung unD auch unter euizelnen Deutungen war viel. VorlrcsilicyeS. So fand der Hermann des Herrn Kirdi, der nach dem nocy unvergessenen icrm Barthel einen tajroeien Stanp hatte, augewrdenma- warme Lu,nahme. orauiein B o ch war eine wirkiame echt germanische DMusnelda. Der Barns des Herrn Pfeil, Der mariiime lUtarout des Herrn Diegel mann nnd der Dcntidius des Herrn Lanka ücrbieiuen evensailS alle» Lod. Tas Woiifiun war ,ur bie bDrtrenliü-tu Darbietungen sehr empfänglich unb spendete starken Beifall.

Uiriveriitats-Nachrichten.

Aus 9t o m loub unter dem 12. b. DL ocrichtet: ,Ter König empfing heute den Borjchaiter der Bereinigten Staaten in Audienz imb nahm aus seinen Händen das Tiptom entgegen, bas ihm den E h r e n l i t e l eines D r. j a r. der Um-

tnb Oberleutnant der Reserve Bessel und Hosschauspieler Löffler. Tie Veranlassung zu diesem Zweikampf hat einen i:d}t romantischen Hintergrund. Im vergangenen Sommer lernte B. die Gattin des Schauspielers L. in Bayreuth kennen. L. war der 'Ikcmuiig, Grund zur Eifersucht zu I/ .ben. Als sich B. acht Wochen spater in Wiesbaden auj hielt, wurde ünn unvermutet ein Se»egcumm uacrniiiteit, in dcm er gcueien wurde, <yrau 2. tut Hotel zu beiudjen. Sie wünschte ihn bringend zu sprechen. B., welcher glaubte, bay es sich um bie Angelegenheit der EhcsckLi- bung handle, begab iid) auch nach dem Hotel. Tort wurde ihm mitgeteilt, er moch.e ins Zimmer eintreten, ohne vorher an- zullovien. Als er das Zimmer betreten ht.c, war es aniajcincnb ohne Bewohner. B. wollte es in der Meinung, er habe sich geirrt, wied.r verlassen, doch plötzlich trcA aus der Lde eui Mann hervor, der den Einlreteildcn durch den Spiegel beobachtet hatte. liä war der Schauspieler 2. Mit dem Ausruf: Sie haben meinem Linde die Ehre genommen! ging er aus B. zn und gab ihm eine Ohrfeige. Tie Folge dieses Vorganges war ein Pislolen- Duell zwilchen B. und 2., wobei der 'JJiajor unb Dichter 2au;i, ein Rechtsanwalt und ein Tr. W. als Sekundanten ujw. jun gierten. _ Ter Zweilamps verlief icdoch unblutig. B. hatte sich nun gestern vor dem Kriegsgericht wegen des Duells zu verant­worten. Er bestritt, zu der Frau des Schauspielers in näheren Beziehungen geitanoen zu haben. LLas Urteil lautete aus vier Monate Festungshaft.

Tas ztoeite a,uetl fand im Tegeler Forst zwischen dem Ober­leutnant Muller und dem 2eutnan^ v Kopp stati. Sie sahen am 'Mittivoch beide geuiciniümitiicj mit einem der Kartell» nuger, dem Oberleutnant Stiel, aus der '.iiiuagebant Lines Lagos halte M. ui Ersayrung gebracht, Daß v. it. zu ferner Frau in unlauteren Bezieyungen uaub; er übergab bie Sache Dem Ehrenrat. Doch bie)er hiillt eine Heraus.vrderung zum Zweilamps ut Anbetracht der Sachlage für unocrmeiblich. *j.m uJ. Rovember «and dasSueU statt, c» .u.hm bei einem bitunangeu Lugeiwechsel auf 10 Wider Distanz einen unblutigen Verlaus, o gab in der gestrigen Siyung ans eine entiprechende Frage oed Veihanbluugssuhrers an, wenn er s ich wegen all der Frauen, mit Denen er verkehre. Duellieren musse, so Lonne er weiter nichts mehr tun, als sich mit anderen ichieyen. Er wurde zu einem Fahr Festung verurteilt, wuhrcno gegen Oberleutnant M. aus Drei "Monate unb gegen Obeneutiiant <4. auf einen ^ag Feuuugs^cht crluiini wurdc.

LLirehc und Schule.

Jugendfpiele bedürfen noch «ehr der Ausbildung unb Verbreitung. Ze mehr unjere Gymnasiasten und unsere Fortbil- öwigsjchüler, Gewerbejchüler re. sich un Freien tummeln oder in Lunypieten sich üben, m srisch-sroher Rörpetbeiuegung chre Gesund­heit stärken und ihre Kraft und Zen verwenden, um so schwacher wird die Anziehungskraft der Kneipe. England und Aincrika sind ans diesem Gebiete vorbildlich. Neuestens hat die Stadl Osnabrück fiir Anlage emcS Spielplatzes 18 UuO Mk. bewilligt. Erne geräumige Palle wurde erbaut. Dieselbe enthält zwei UnterkunilsyaUen, bie auch zur Auibewahrung der Kleider, Fahrräder re. dienen, mu Liaschelniichlung, oerfchlleßbaren Schränken für fleme Spielgeräte, einen Geräteraum |ür gröpeie allgemeine epielgeräte ic. Ter Epielbelrieb mürbe genau geordnet. Der ganze Platz ist in sechs kinzel-Spielplatze eingeteilt, in Denen in den cpieijcuen von 3 bis 6 und 5 bis 7 Ugr 72 Spielabteilungen uiuergebrad)t werden. Tie biarle der Abteilungen zu 20 bis 30 Spielern angenommen, ergibt sich die Zahl von durchjchnuilich laüO Spielern.

ibenb.

;-eier feiner 3 0 j ä b r t g 11 .er Obemgiff-ur des M ck, der jetzt ca. 12 W ,<Me gdeitd, daran« Hauspiel. Zur Feier diS jmch°din-E Kaufmann au» rli» roinbeleieu IW* mdm, f» °°« ejige Km.lack

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Dorii-Düikhchn ' *** OifenL-V, 5 Königstein 2, Ehrung soll eine bc, lUnansch bedeutsamer genommen: Minna von

Weise von 2enmg, M<dcna von Hebbel, ° Moliörk, Flachsmann

von Fritz Lienbo-H Die Wahl der Stüde Wenn der Versuch ge- ernde Einrichtung wer« oei Monaten im Jahr, rt guten Vorstellung^ et die Voüühruna einer die in der aurwäniM ichreibt z. B. das bnm- diesen Atonal ist bie ^ädchenkopl, der lrci aui eten Fragen beantivouri, !s ist gut, daß man nicht eschivöimigen lebt I Slim, VorMrung ist gut uub lg gesichert tc. iNähcrcs

Auuft und Wifjcnfd?afL

Von einer großen Stiftung z u ärztlichen Z w e ck e n wird aus Tilsit iolgenbes berichtet; Ter verstorbene taniiätdiat Br. Goburek haue den giotztcu Teil seines Per- mögens runb eine Million Mark zum Zwecke der Errichtung L)i» Stiftungen für ärztliche Zivecke legtmiUig beiiumnt. Diese 6iijtungen Banen nunnupr Die ialibeShecrii^>e Genehmigung er­langt. Ein Kapitol von 2u0 UOO Mart ist jur noLeibenbc Arzt- fcaiien bestimmt, eine Summe von 100UOO DtL laut der Lrzt- ltü-cn Unterstutzungskasse für Oirpreupen zu, ferner folien die 3m)en emcs werteren Kapstabs von 200 000 UJlL der Erweiterung der Veriicyerungskaise jur die Aerzte Deutschlands unb ihrer tai)eulaHc bienen; von besonderem Untere)se darbte die Stiftung uic G- Währung zinsfreier T^rteheti an Medizin ftubierenben Frauen fein, für weiche bei Erblasser ein Kapital von einer itcrteiniuiion Mark ausge>evt hat. Die Mitverwaltung der letz- teieu Stillung ist der von Dr. Elsa sJceumann begründeten nnb nach bereu Tode von Frau Dr. Lyoia ^iaomowitfch-ötempner

Lllcrhcfftjchc Bahuprojekte.

Man schretdt uns vom San De:

Tie Pläne Der projektierten BahnstreckeGießen-Stein- bach- Ettingshausen-2a Ubach werden m aller Kürze vollendet sein und dem Bahukoinitee zur iveneren Berat mg zu- aeliciu Um das Projekt zu beichteunigen, sollen bann die 'plane loiort bei Aegieiuiig und der Kammer voigelegt werden. Tas Projekt wird von Der Firma Lenz & Eie. Berlin kostenlos aus- fjeaibeilet. Tie Gemeinden haben )ich bereits zur lo|ienloicn Ge- iänbeiteUung bereit erklärt. Tie Strecke soll von Giepen über Annerod, Steinbach, Albach, Burlhards'elden, Hauenrod, Eltiugs- tcuicn, Cucdborn, 2auter (staatliches Bjafjerwert), Wetterseid nach 2aubad) fuhreiu

Es handelt sich bei der beabsichtigten Bahn uni ein längere Zeit schon bestehendes Bahnprojekf und nicht etiva um em von Abg Köhler angeregtes Unternehmen, wie nach dem gestern mugeteiUen Antrag Köhler überjieue Bahnen angenommen werden konnte. Unsere gestern ausgesprochene Urmutung, dass sich bei dem von der Volkßwacht in sehr auffälliger Form mitgckiücn Antrag um Stimmungs- ache für den ReichstagSkandidatenKühler handele, wirb dadurch bestätigt. Wir können ferner zu der Angelegen­heu nulteikn, da st bie Regierung sich schon bereit erklärt hat, bei Erfüllung der bestehenden gesetzlichen Voraussetziingen den höchstzuläsiigen Staatszuschuß zu der Bahn zu leisten. Und zwar würde sie nicht etwa durch den Antrag des Abg. Hohler dazu veranlaßt, sondern durch bie Bemühungen eines dein Eisenbahn-Komitee angehörenden Gießener Herrn, der zufälligerweise un liberalen Wahlausschuß eine leitende Stellung einnimmt. Las Verdienst des Älbg. Köhler in dieser Angelegenheit ist also nicht so groß, wie sein Fried­berger Organ in ziemlich durchsichtiger Absicht glauben machen möchte, ganz abgesehen davon, daß es nicht gut em- zajehen ist, was cs für cm besonderes Verdienst sein soll, einen derartigen Antrag emjubrmgen.

rSDL lsiL Nicht.

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Altonaunb® renrDon n Berlin !- änb.e" ° - worden verlaulst-^ nst hat, tn^ l-L-sK

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Derfilät von Pennsylvania verleiht. Ter DokschaKer bekleidete ihn auch mit dein akademischen Mantel der Universität. König Licior Emanuel dankte gerührt und etllärie, bag ihm die ihm erwiesene Auszeichnung mit großem Stolz eriiille."

Vcrmijdfrt«*»

Sechs Bräute machte»» Dem 18 Jahre alten Bar- hier Friedrich Wolff aus der Ackerstraßc in Berlin das Heben so schwer, daß er ihm gewaltsam ein Ende beredete. Die Mädchen, Schneiderinnen und Fabrikarbeiterinnen, crschieneu oft vor dem Geschäft seines LkeisicrS, um ihn abzuholen, nicht seilen mehrere auf einmal. Weil er sich endlich fernen Rat mehr wußte, verließ er am Mittwoch Laden unb Woh­nung und kehrte nicht wieder zurück. Am SamStag abend besuchte er die Bayersche Gastwirtschaft am Wilhelmufer 2, zu Abend, trank mehrere Glas Brcr, ohne einen Pfennig Geld zu besitzen, unb tötete sich nach zwei Stunden durch einen Revolverschuß in bie rechte Schläfe.

* Ein gut erzogener Ehemann ist, wie die Tanz' Allg. Zig. jdjrcibt, der Eigcnkainer August Wittkowski auö M. (Rr Ccteleburg). W. haue fia) mit jeincr Eheirau wegen Körperver­letzung des Schwiegeisohues vor Der Siia'tammer zu Allenstem zu Devanuuouen. Ter Ehemann W. ist ein älterer, nichts weniger a.. kräftig gebauter Mensch, wählend die Eheirau eine robuste Person zn sein jchemt. Ter Boisiyetide hatte schon mehrere Fragen an den Ehemann W. gerichtet, ohne von diesem eine Antwort zu erhalten; dagegen erhielt W. von seiner sZrau wiederholt einen vielsagenden Blich der schließlich entfiel. Endlich gestand W.: »Ich bin ohne o^enchiuignug meiner Frau nicht gewohnt zu sprechen und will auch beute |uli sein." Diese Antwort uef eine allgemeine Heiterkeit im Gertchissaale hervor. Ter Borsitzeiide wußte aber den Ehemann umzustimmen. Wie mag es aber am nächsten Tage dem Aerinsten zu pause ergangen setn?

* R leine Lageschrouik. Ter aus der Zrrcnanstalt Daldorf entsprungene 2ustuiörder Grabowski hat iuq bu: Be^ Hürde srciwiil.g gestellt. Schijssbiebe überjicien auf einem im Hajen von Duisburg liegaJsen Schisse den 60 jaHrigen x^djiner und dessen erwachsene rochier und verletzten sie so jaswer, dag beide starben. In Falten berg entart') wurve das Arbeilerehepaar bndert und ihr 16 jähriger Sohn in den 'Setten tot auifleiunben. Man vermutet, dag der Tod infolge Genusses d er g i, tetcr Speise cmgeirelcn ist. In Köln verüble aus Gram über den Tod seiner ihm erst vor i/4 Jahr angetrauten Frau der Kaufmann Tuerl Selbstmord, inbeui cj sich aus dem zwelleu Stoci auf die <straße stürzte. Auf dcm Bahiit)oie zu Mülheim an der d.uhc Hießen zwei Rangierzüge zu­sammen. Der Materialschaden ist bedeutend. Personen wurden nicht verletzt. In Antwerpen fand die Polizei im Ateuer eines Photographen zahlreiche Platten zur An.enigung fal­scher Ban knote tu Ter Pl^tograph wurde verhaltet. An der Falschmanzeret soll auch cm deutscher Photograph beteiligt sein. Bei Trazegnies (Belgllii- wurde ein Personen- zug böswillig durch Auswactn der Schienen zum Ent­gleisen gebracht. Tabei wurde der Aiafchuilsi oerletzl. Eine Sendung lebender Gänse, die in e u - S e e l a n ö akkli­matisiert werden sollen, ist als G e s ch e n k d e s K a »s e r s F r a >i z Josef für d e ii König Eduard von England von Ebensee im Salzkammergut über Ssiende2ondonKapstadt ab- geschickt worden.

Landwirtschaft.

D i e M a u l - uno Klauenseuche tritt in den Rhein­landen in großem üuiiange auf. Der Kölner Regierungs­präsident hob sämtliche Biehinartte aus, ausgenommen Pferde- und Schlachtviehmärktc.

Gerichtsjaal.

I'O. Darmstadt, 17. Ian. (Der Hund als Zeuge.) Wegen D i e r g u ä l e r e i und Sachbeschädigung hatte sich heute vor der Strallarnmer der Schä'er Johann Eonrad von Unter-Sensbach zu verantivorten. Entes Tages ivar feinem Hund der l1/, jäl)rige Hund des Wilhelm Lie'ert LL von Gammelsoach nachgelau>en. Eonrad hatte an diesem Tage gedroht, ec würde den Sieferi'schen Hnud iotschießen. Am anberu Tage kam der Hund graujam uerftüminelt nach Haiije. Zeugen waren bei der Tat nicht zugegen gewesen, und das Schösfengeiicht hätte Conrad mangels BeiveiseS ireigesprochen. Gegen das Urteil hatte die Staatsanwalt­schaft Berufung eingelegt. Bor der Strafkammer fungierte der Hund als Hauptbelastnngszeuge. Während er sich vom Vorsitzenden und vom Staatsanwalt streicheln ließ und Pfötchen gab, wandte er sich von Conrad nut eingezogenem Schwänze ab und floh knurrend zu seinem Herrn. Auch kurz nach der Tat hatte er, wie Zeugen be­kundeten, die Flucht ergriffen, als er des Eonrad ansichtig wurde. Tas Gericht erachtete diesen für überführt unö verurteilte ihn zu 3 Monaten Gefängnis.

Mainz, 17, Jan. z-er Kaufmann I. Aug. Papendieck aus Breslau soll sich einer Nötigung eines Amtsrichters in Offenbach durch eine Emgaoe schuldig gemacht haben. Wegen einer Prozeßsache hatte P. in einer Eingabe gesagt, er werde dem Reichstag und dem Reichskanzler Die oache oorlegen. Hierin erblickte die Darmstädter Straffaiirmer die Nötigung unh ver- urteüte P. zu einer Woche Gefängnis. Das pieiä)sgericht hob das Urteil auf und verwies ine Sache nach Mainz. Die hiesige Strafkammer sprach btn Angeklagten frei, da sie den Beweis der Nötigung nicht für erbratyt hielt. -Frist Zig.)

2)1 a g b e b u r g , 17. Jan. Tas Schwurgericht uerurteilte den Provinzial-Steuerjekreiär 1 demeiste r wegen jahrelanger Unterschlagung von EibjchastSgelderu in Hohe von 6ö,000 2)1 k. zu 5 Jahren Gefängnis und ö Jahren Ehrverlust.

SDlej er.. Jan. Tas Lchwurgericlst oerurtciUe den Haupllehrer Ro we ck i aus Wroniawny, Der als Rendant der <2par- und Darlehnstaife an Wroniawich 12 uOO Mk. uiucrfcglagen hatte, zu 3 Jahren Gefängnis.

Leipzig, 17. Ian. Das rjiLlldsgericht verwarf die Revision des kalhoiischen DfarrerS Michael Gaisert- Griindellvangen, Der tm Lttober 1906 vom Landgericht Freivurg un Breisgau wegen Versuches der Verleitung zum Plein- eid zu einer einjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden ist, nachdem das frühere freisP-rechende Urteil des Land­gerichts Waldsi/ut vom 2l0ic.-sgerichr ausgehoben worden war. Tie strafbare Handlung stand im Zusammenhang mit den Land­tagswahlen.

Handel und Verkehr, volkswlrtjchaft.

Berlin, 17. Ian. Auch die zu Beginn dieses Monats im Haude.smlnisterium auf Wunsch der Kaliititeressenten- IereiNigungLti in Hannover und Magdeburg geführten Lerhand- lungen haben an dem Stand punkt des Ministeriums zu der Frage des Fmeiictzacullystems im Kalibergbau eine ^enderung nicht hcröei- gesnhrt. Das Ministerium hält nach wie vor den Uebergang zum Zweischachtiystem für geboten. Die hierzu erforberneben Maßnahmen werdeii als bergpolizeiliche Anordnungen durch d'.c Lilständigen Loerbcrgamter von Fall zu Fall unter Beroch ich. tigung der örtacoen Bcrhalttti,ie nnb möglichst auch der Lcisinngs^ Iobig leit der beteUigten Kaligefellschüsten allmählich zur Aus- suhrung gelangen.

Tentsa, e Staatsfonds. Mit dem 30. Januar läuft betannüicg der Termin ao, bis zu welchem die iseehand^ung dem Konsortium, weiches die 3^ Prozent. Reichsanleihe mu) preußismen KvniolS mxu.nummen h^t, den Vorschuß auf die noch im Beiitz des &d mortui ms ueiLnDliajen Anleihen gewährte. Dieser Betrag htt )iaj mzwischen auf 110llö MJtül. Mk. verringert und ist, wie nun raitgeteut und, der Vor,chug stlllschiveigend über den obengenannten -termin hinaus verlängert worden. Es heißt, daß derselbe ziemlich weitgestrectt ist.

Märkte.

fe. Frankfurt a. 2)!., 18. Jan. iLrig.-Telegr. des .Gieß. Anz.") B i e h m a r k t. Zum Pertaufe ftanben Halber, 00 Schale

und Hammel, 2?2 Schweine, vZiegen. Schweine: 1. ISual. 6869 Lebendgcwichl öL.0000.00 Ps , 2. CuqL 6700 V*., Lebendgewicht 53.00- 00 i-g., 8. Qual. 58-60 P'g. Kälber 1. Qual. OO-'JU Lebendgewicht 00üu P g., 2. Qual. 0000 Pig^ llebendgewicht 00 00 P'g., Schlachiocivichi 00 - 00 Pfg. Schale 1. Qualität 0000 Pfg., 2. Qiialuät 0000 Pfg. Gefchä'l: gedrückt

tzsicßcucr rsettcrdicuft.

Voranöfichtliche Witterung für Hesse» am SamStag bat IS. Januar: Steblig, trocken. Etwas kälter. Leichter Stachisrost. Leichte nördliche Winde.

Airchliche Nachrichten.

Evaugeltschc Ohhiciudc.

2. Sonntag nach Epiphanias, den 20. Januar. cyoUesOicnn.

3» der Ltadtkirchc.

VorniillagS O1', Uhr: Pfarrer Schwabe.

BorniiuagS 11 Uhr: Kinderkirche hlr Die 2)!arkusgemeinde.

Pfarrer Sch >vabe.

Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlaffer.

Montag, den 2L Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung der fonfnmicvieii weiblichen Jugend der Aiaubäusgememde.

Duuiuocb, den 23. Januar, abends 8 Uhr: Bereinigung der konsiiinterien rociblichcn Jugend der 2)>arkusgemeinde.

Tonnerstag, den 24. Januar, abends 8 llljr, im Matthäus- so al, Äirchstr. 9, Bibel stunde. (II. Tlmolh. Bri. K. 1. 2.)

Pfarrer Schwabe.

I» der IohauncSktrche.

Vormittags 9V, Uhr: Planer Euter.

Dormittags 11 Uhr: Kindeikirche für die LukaSgemeinde.

Pfarrer E u l e r.

Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.

Abends 8 Uhr: Bcrfamurlung rind Bibclbesprechung im? Konsirmaudenfaal der Johanneskirche.

Abends 71/, Uhr inr LiikaSfaal: Bereinigung der konfirmrertar mäiiilltchen Jugend der Lukasgenreiudc.

Montag, den 21. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde tm.

Lukasfaal. Text: Phil. 1, 12. Piarrer E »rter.

Freitag, den 25. Januar, nachmittags 51/, Uhr, sin Lukassaal^ Vereinigung der kousirmierleu weiblichen Jugend der LukaS-. gemeinde.

Katholische Gemeinde.

SamStag, den 19. Jantiar 1907:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag, den 2 0. Januar 1907:

2. Sonntag n a ch Epiphanie.

21 am en Jesu-Fest.

Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

, um 7 Uhr: Tie erste heil. Blesse, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

w um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. MüitärgolteS* dienst mit Predigt.

, um 91/, Uhr: Hochamt nut Predigt.

Nachmittags um ö1/, Uhr: Predigt; darauf sakramental. Bruders jchasts-Andacht.

Vriginal-Drahtmel-ungen.

D ü s s c l D o i i, 1b. Ian. - - ^u^Durgeriu#! uerurteilte Dctt1 Arbeiter Hermann Esch, der im 'November v. I. feinen Koslwirt.s den Bcgnrerpolier Nickenich, bei einem Schnapsgelage, durch Messer st i ch c tötete, zu 5 Jahren Zuchthaus.! Esch war schon früher einmal wegen Totschlages mit 4 Jahren« Gefängnis vorbestraft.

London, 18. Jan. Den letzten Nachrichten aus K i n g st o » zufolge ist die Zahl der Toten unb Verwundeten noch immer nicht genau bekannt. Die Kabelverbindungen sind wieder hergcsicllt., Die Katastrophe war so schnell über die Stadt hereingebrochen, daß' diese in wenigen Augenblicken einem Triunmerhauscn glich. Der, Palast des Gouverneurs ist eingestürzt. 'Nur mit größter Mühe gelang es, bie Gattin des Gouverneurs zu retten. Die im Hafetll liegenden Schiffe sind in Svitäler umgcivanbelt worden. Div Aerzte haben eine ungeheure Arbeit zu leisten und manche waren) ununlerbcochen 24 Slunhcn mit den Verwundeten beschäftigt./ Ein im kolonial amt eingegangened Telegramm besagt, daß Die Aufräumung der Trümmer sehr langsam vor sich geht. Die Ein­wohner sind von Den Behörden ersucht wordcn. Die Stadt wegen der großen Gesahr einer Epidemie zu verlassen. Das Kriegsamt hat Den Mililär-BehörDen Der BermuDas-Inseln Instruktwnen ge* 1'anDt, sich mit Dem Marincamt zwecks Organisation einer Unter« stützungsaktion für bie NotleiDendcn in Kingston ins Einvernehmen zu setzen.

New-Pork, 18. Jan. Die Nachrichten über baS Grb*1 beben aus Jamaika lauten noch immer widersprechend. BtS zu 200 Tote und 1000 Verletzte sind konstatiert. DaS Erdbeben beschädigte zwar alle Häuser, doch manche nicht erheblich. Den eigentlichen Schaden richtete das Feuer an, das um sich griff, weil die Wafferlcitung geplatzt war. Die Umgebung scheint lueiügcr gelitten zu haben, da die Nach­barorte die Stadt Kingston mit Lebensmitteln versorgen und besonderer 2Nangel nicht erwähnt wird. Dagegen fehlt e3 nach dem Brande im Lazarett an Medikamenten. Die Schiffe im Hafen blieben unversehrt. Zwei amerikanische Kriegsschiffe sind bereits auf der Reede vor Kingston e-.n- getroffen.

Telefonische Kursberichte

des Giessenei Anzeigers, mitgeteik von der Hank für Handel und Industrie, Giessen.

Frankfurter ltör»e, 18. Januar, 1.15 Uhr.

3^®/e Beichsanleihe . . 98.00 5% do. . . 86.75 3^°/0 Konsuls .... 98.00 i% do..... 86 80

Hessen .... 96.60 j>56/0 OberLesaen . . . 95.50 4?6 Uesterr. Goldrente. . 99.90 41/, % Üesterr. Silberrente 100.10 4 ?t, Ungar. Goldrente . . 96.30 4?» Italien. Heute . . .. 3,-» Portagiesen Serie I . 69.70 3-s Portugiesen 111 70.45 4>i° e nibs.Staatsanj. 19Uo 91.80 4X, ;apau. Maatsanlelbe 94 60 4 H Conv. Türken von lifuß 95.50 Tllrkeuiutie ... . . 147.50

4-6 Gnech. Monopol-Aul. 51.80 4-s äussere Argentmier . 89.00 3% hlexiAauer . . 66.8U 4>6°/o Chiuesen .... 97.65

Aktien:

Bochum Guss..... 248.80

Buderus E. W . . 128.90

Tendenz: schwächer.

Berliner mürse, 18.

Cauada E. B......190.75

Darmstadter Bank . . . 140. Deutsche Bank . . . . Durtnnuider-Lnion C. . . 89 30 Dresdner Bank .... leuueiu. uage.

Elektnz. Lahmeyer . . 142.90

Elektriz. Schuckert . . . 123. Esch weil er Bergwerk . . 251). Gelseukircheu Bergw »rk . 219 50 Hamburg-Amenk. Paket). 157.40 Baxpener Bergwerk. . . 217.25 Laurabdtte......241

Nordd. Lloyd.....132.50

Obeischles. Eisen-Industrie 12(5. Berliner ßandelsgcs . 174B0 Darmstädter Bank . . . 140. Dcnlsche Bank . . . 243.20

Deutsch-Asiat Bank . . 172.50 Diskonto-Konunandit. . . 186.90 Dresdner Bank . . . 159.60 Kreuitaktieu.....219.70

Baltimore- und Ohio-

Etoeulaun . . . 119.70

Gotthard bahn.....

Loiuvorü. LiscuLahu . . 34.70 Ueeteil. Slaatsouun . . . 147.60 Pnnce-llfcHri-hiBeubahu . 15 LOO

Januar. Anfangs kurse.

Harpeuer Bergwerk. . . 218.20 Lanramitle .... 244.70 . umuaraen E. B, ... 34.80 Aurdd. Lloyd.....132.50

1 uraenk.se .....147^0