Erstes Blatt
157. Jahrgang
Donnerstag 14. März 1907
srsweg
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Lrtchetnt täglich außer SonniagL.
Dem Gießener Anzeiger werden im Mechtel mit dem hessischen Landwiri die Gie&tner Zamtlten- blätter viermal in der Woche bergelegt un< zweimal wöchentlich da. Hrtisblah für den Kreis Gießen. Fernlprech-An- fchlußt.d. Redaktion NS Lerlag u. ExpedMon 51 Adrette tür Tepetchen: Anzeiger Gieße».
allein I. S. Bach, hatten das musikalische Gewand geschaffen, in dem die Lieder prangten. Neben den altvertcauten Choral- Melodien Härten wir die mehr tiedarligen Weisen von Bach (»Ich steh an deiner Krippe hier*) und Friedrich UJlergner (f 1891), der sämtliche Lieder von Paul Gerhardt neu gesungen hat. Und alles kam schön zur Geltung: Die Chöre unter der trefflichen Leitung des Professors Traut in ann, sicher im Einsatz, rein und klangschön und mit seiner Schattierung, die Knabenchäre von Herrn Görlach musterhaft geschult, frisch und wohllautend, besonders das herrliche „Die güldne Sonne voll Freud und Wonne", die Soli von Fräulein Mathilde Kempff, die sich damit ihrer Vaterstadt zum erstenmal als Sängerin vorstellte, mit einer schönen Altstimme mit ebleni Ausdruck und geradezu meisterhaft deutlicher Aussprache vorgetragen. Fräulein Kempfs sprach auch den Prolog und rezitierte das unvergleichlich schöne Lied Paul Gerhardts vom Ehestand: „Boller Wunder, voller Kunst", das zum besten gehört, was deiltsche Dichtung geschaffen hat, und bewies auch darin eine schöne Gabe der BortragSkunst. Im Mittelpunkt des Interesses stand natürlich der Vortrag des Professors D. Smend, des derzeitigen Rektors der Universität Straßburg. Er schilderte Paul Gerhardt als den Friedensboten, der Brücken schlägt über die Kluft, die die verschiedenen christlichen Konfessionen trennt und damit auch
einigt, und endlich Frieden bringt in Herz und Haus. Las alles wurde fein und geistvoll ausgeführt und aus persönlichen Erlebniffen anregend illustriert. Paul Gerhardtsche Lieder finden sich, so berichtete er, ebenso in katholischen, wie in evangelischen Gesangbüchern, sie werden in der reformierten Kirche ebenso geliebt und gesungen, wie in der lutherischen, von den Duala, den Polynesiern im Süden ebenso, wie von den Eskimos im Norden. Wir können uns kein Fest in Kirche und Haus denken ohne Paul Ger. Hardt. Und das alles, weil dieser lutherische Sänger, der lieber Kanzel und Amt verließ, ehe er auf ferne Pflicht, die Reformierten, die jener Zeit als Jrrlehrer und Versührer galten, zu bekämpfen, verzichtete, in seinen Liedern das eigentliche Innerste semer Seele ausströmte, eine schlichte, inner* liche Frömmigkeit, em kindlich fröhliches Gottoeitrauen, eine heiße Jesusliebe, ein zartes Mitempfinden mit der Natur, und das so unmittelbar und formschön, daß c5 m jedem frommen Herzen den Widerhall weckt, und alles Tränende zurückintt. So wird er, so lange die deutsche Sprache Hingt, zu den Friedensboten gehören, von denen die Schrift sagt: „Wie lieblich find die Füße der Boten, die den Frieden ver- kündigcn". Das wundervolle Abendlied: „Nun ruhen alle Wälder" schloß weihevoll die schöne Feier ab, die hoffentlich noch recht lange in unserem Gemeindeleben nachtlmgen wird.
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der Beryältnrsse der Pensionäre joue in ui-tmici erfolgen, und der Ausschuß hoffe, daß bei Feststellung der Bedürftigkeit derart verfahren werde, daß keinerlei Lelüsrigungen daraus entstehen.
Abg. Ulrich legt dar, der Penswnsctat sei in diesem Jahre um 17 000 Mk. niedriger, als im Vorjahre; man loLlie diese Ersparnis den alteren Peniwnären zuwenüen. Auch er wünsche eine weitere Besserstellung der Pcniivns- berechtigten, die dafür erforderliche Summe müsse aber durch eine schärfere Besteuerung der großen Einiommen und Kapitalien gedeckt werden.
Abg. Uebel (Zenlr.) wünscht namentlich auch eine Verbesserung der Bezüge der pensionierten Voltsschullehrer, während
Abg. Tt. Glässing nochmals für die Besserstellung der pensionierten Beamten und Volksschutlehrer eintritt, wofür die Regierung Vorschläge zur Ausbringung der Mittel machen solle.
Der Antrag des Finanzausschusses' wird darauf angenommen, und dann die Resttaprtel des Verwaltungsetars, Verhältnis öuni gleich, Einnahme 4 754 083 *11)11., Ausgabe 5 334 174 Mr., AusgleichssondS, 2113 3uO Mk., mid indisponible und reservierte Fonds, Ausgabe 281952 Mk., genehmigt.
Es folgt die Beratung be» Zweiten Teils (Vermögen) des Etats. Tie Kapuel Reste ans früheren Jahren, Einnahme 7 295071 Mi., Domänen des Großh. Dauses, 155 400 Alk., und Staats vomuuen, 19 500 Mt., werden genehmigt, ebenso für Saline, Badeanstalt und Tiesbauamt Bad - N au heim und Badeanstalt Bad-Salzhaufen, für 9üu- und Umbauten alS vierte Rate 1140100 Mk., die schon im vorigen Landtag vorgesehen waren.
Beim Kapitel
LtaatSeiseubahnc» re.
Umgestaltung der Bayn^v!vattm^v.u ui Darmstadt 3 000000 Alark treten die
Abggv Tr. Osann, Noack und Tr. Glässing für die WunjchiL des Bezirtsvereins Leitungen ein, der um die Errichtung eines Güterbahnhofs sur Besjungen ersucht. Nachdem
Finanzminister Dr. Gnauth die diesbezüglichen ab* lehneiiden Erllärungen der Eisenoahndirekrion üicainz verlesen und betont hat, vag die Darmstädter Stadtverwaltung selber ihr diesbezügliches Gesuch fallen ließ, wird die Position bewilligt.
Abg. Adelung wünscht die Errichtung einer Wartehalle für die Arbeiter bei der Haltestelle Mombach.
Abg. Raab rügt die Verhältnisse ans Station Brauns- Hardt und wünscht eine Haltestelle bei Klein-Gerau. Dis Bewohner daselbst seien über die Verweigerung der Hatte* stelle jo entrüstet, daß sie z. B. bei der Reta)Stagswahi einmütig nicht wählen wvitten und es ieines ganzen Einslusjes bedurfte, sie davon abzubringen. (Da Haven sie also dann schließlich doch ihre Wut besänftigt und — für Berthold gestimmt I)
Weiter werden noch bewilligt: Für Erweiterung des Bahnhofs Lauterbach 110 000 Mk., des Bahnhofs Nidda 75 000 Mü, für eine Kreuzungsstatiou bei Maberzell (Gießen—Fulda) 100000 Mk., Erweiterung des Bahnhofs Stock st adt 50000 Mk., für Herstellung von schwerem Oberbau 600000 Mk., für elektrische Strecken* blockung Hanau—Eberbach 385000 Mk., für Beschaffung von Betriebsmaterial 3 900 000 Mk. usw. Endlich wird noch Kapitel „An- und Verkauf von Staatsdomänen", Ausgabe 57 000 Mk., bewilligt mit der Ermächtigung, daß die Regierung im Falle besonderen Bedürfnisses den ausgewor- fenen Kredit bis zum Betrage von 100000 Mk. überschreiten darf. ।
Die Sitzung wird darauf um r/?2 Uhr abgebrochen; Nächste Sitzung heute nachmittag 3 Uhr.
Nachmittagssitzung.
D a r m st a d t, 18. März.
In der Nachmittagsfitzrmg führt den Vorsitz der 2. Brzeprä- sident Tr. Schnutt.
Zur Beratung steht: Ministerrum des Jmrern, Kapitel 124, Zeutralbauweseu.
ES werden bewilligl für Regieruugsgebäude in der Neckar- straße zu Tarinstadt 17 UOO M., Kreisainlsgebälwe zu Heppenheim
Weilburg eine Wetterzenrraie zu errichten. Daraus wurden dann neue Verhandlungen zwischen Hessen und Preußen eingeleitet, die zu dem Ergebnis führten, die gemeinsame Zentrale in Frankfurt zu errichten. Diese Station verdiene ^ebenfalls den Vorzug, sie sei auch für die Provinzen Startenburg und Rhernhesien günstiger gelegen, als Gießen.
Abg. Breidenbach (Bb.) wünscht, daß bie Wetterstation in Gießen beibehalten werde.
Minister des Znnern Braun führt aus, daß die klimatischen Verhältnisse in Oberhessen wesentlich andere feien, als in den beiden übrigen Provinzen, und das gelte namentlich auch für das Wetter. Schon bei den vorjährigen aianunerverhandlungen habe der Gedanle an eine Wetterstation in Frankfurt vorgeherrscht und es seien auch infolgedessen in diesem Sinne mit Preußen Verhandlungen gcjüijrt worden. Es würde doch einen recht eigentümlichen Eindruck machen, wenn nian jetzt wieder kommen und ertüiren müßte, daß man sich inzwischen anders besonnen habe.
Abg. Bähr bemerkt, die preußischen Wettervoraussagen seien für Oberhessen nicht zu gebrauchen, und stellt den Antrag, die Position zur nochmaligen Beratung an den Finanzausschuß z u- rückzuverweisen.
Abg. Wolf halt von der ganzen Wetterprognose nichts und Meint, sie habe sürden Bauern so gutwie gar keinen Wert. Der Bauer wisse ebensogut, wie der Wettermacher, daß feine Vorher,age doch nicht eintreffe. Nicht 1 Pvoz. der Bauern kümmere sich um diese Wetier- pvvphezeiungen.
Die iLauinter nimmt darauf Pen Ausschußantrag auf Bewilligung der Regierungsforderung an.
Es entspinnt sich im Anschluß daran eine lebhafte Kontroverse zwischen Präsident Haas und dem
Abg. Bähr. Letzterer beschwert sich, daß sein Antrag auf Zurückverweisung an den Ausschuß nicht zur Ab- srimmumg gebracht worden sei, während
der Präsident erklärt, daß er von einem Antrag Bähr bei der großen Unruhe im Hause nichts gehört habe, alle Anträge auch schriftlich eingebracht werden müßten.
Es folgt die Bewilligung der Kapitel Internationale Erdmessung, 1800 Mk., Betrievskrantenlasse 20 500 Mk., Privat- und außerhessische Staatseisenbahnen, Einnahme 8400 Mk., Ausgabe 6300 Mk., Staatsrenten 267 119 Mk., Allgemeiner Fonds für Vertretung^- und Aushülfskosten 56 boO Mk. usw. Die 9. Hauptabteilung: Ausleihungen und Staatsschuld, Einnahme 2 021 953 Mk., Ausgabe 13 981 728 Mark, wird ohne Debatte genehmigt. Beim Kapitel Pensionen, Einnahme 780 709 Mk., Ausgabe 3 998 284 Mk., mit welchem auch die Vorstellungen der vor dem 1. April 1897 pensionierten Staatsbeamten und der vor dem 1. April pensionierten Volksschullehrer, sowie der Antrag des Abg. Dr. Frenay, betr. die Offiziers- und Unteroffiziers- Witwenkasse zur Beratung gestellt werden, ist auch ein Betrag von 50 000 Mk. als Dispositionsfonds für
Ausbesserung der Bezüge der petttonlereuderr Beamten und Vottsjchultehrer
eingestellt.
Die Abgg> Dr. Osann und Dr. Glässing treten für die Erfüllung der Wünsche der petitioniereudLN Be- amtenpensionäre ein. Der Betrag von 50000 Mk. genüge dafür nicht, denn die Pensionsberechtigten wollten sich nicht als Bedürftige hinstellen und von der Gnade der Behörden abhängig sein.
Finanzminister Dr. Gnauth erklärt, es würde mindestens ein Betrag von 200—300 Tausend Mark erforderlich werden, wenn man alle Wünsche der pensionierten Beamten berücksichtigen wollte. Die Regierung habe geglaubt, mit dem vorerst auf 50 000 Mk. festgesetzten Dispositionsfonds wenigstens die dringendsten Bedürfnisse befriedigen zu können. Eine weitere Erhöhung dieses Fonds könnte nur durch eine Steuererhöhung möglich gemacht werden.
Abg. Dr. Gut fleisch führt aus, der Finanzausschuß habe sich eingehend mit den Vorstellungen der Pensionäre beschäftigt und den zuerst nur auf 30000—40000 Mk. bemessenen Fonds auf 50 000 Mk. erhöht; die Ermittelung
Krsjljche Zw.ile Kummer.
R. B. Darmstadt, 13. März.
Am Regierungstische: Staatsminister Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Minister des Innern Tr. Braun, Ministerialräte Best, Frhr. v. Biegeleben, Dr.Becker, Puckel und S ü f f e r L
Präsident Geh.-biat Haas eröffnet bie Sitzung um yi/i Uhr. Las HauL fetzt die
VtatSberaluug
beim Ministerium der Justiz fort und genehmigt ohne Matte bie Kapitel Zentralbauwesen, Ausgabe 106 U50 Mk., Sterbequartale, Ausgabe 6000 Mk., Allgemeiner Fonds für Stellvertretungs- unb Aushülfskosten usw., Ausgabe 130 000 jjlarf, Porto, Telegraphen- und Telephongebühren 132 000 Mark. Beim erstgenannten Kapitel hatte Abge Bähr an- gefragt, weshalb die Oberförsterwohnung in Büdingen nicht vom Staate übernommen wird. Dieselbe fei doch billig.
Finanzminister Dr Gnauth erwidert, der Erwerb sei abgelehnt worden, weil die Wohnung für ungeeignet erachtet wurde.
Es folgt die Beratung der 10. Hauptabteilung: Ministerium der Finanzen.
Ohne Debatte lueroeu ueiüiliigi: Ministerium, Einnahme 12 732 Mk., Ausgabe 522 340 Mk., Hausverwaltung 21640 Mark, Hauplstaatskasse, Ausgabe 97 340 Mk., Forstverwal- inng, Ausgabe 39 300 Mk., Kataster, Einnahme 21100 Mk., Ausgabe 193425 Mk., Bauwesen, Einnahme 1365 Mk., Ausgabe 568820 Mk.
Abg. Seelinger (natL) ersucht um Abhülfe der Mißstände, die infolge der Versandung eines Kanals bei Lampertheim eingetreten sind.
Weiter werden bewilligt für Brücken und Heberfährten, Einnahme 21 700 Mk., Ausgabe 70493 Mk. Bei diesem Kapitel bringt
Abg. Molt Han wieder die Frage der Brüplengelb- Lufhebung auf der Mamz-Kasteler Brücke zur Sprache, ferner spricht der Redner sein Bedauern darüber aus, daß Diainz durch die lleberleitung der Züge über Wiesbaden sehr geschädigt werde. Die preußische Leitung sei stets be- jtrebi, Wiesbaden Mainz gegenüber zu bevorzugen.
F-inanzMinister Dr. G n a u t h entgegnet dem Vorredner, i)-ie Regierung hege den Wunsch, die Brückengelder zu beseitigen, sie sei aber bei der Mainzer Stadtverwaltungi vus Widerspruch gesroßen. Die Regierung könne doch nicht in Diainz erst petitionieren gehen. Im übrigen glaube er nicht, daß der preußische Eis en babn Minister die ihm in den Mund gelegte Aeuherung wirklich so getan habe, wie sie kolportiert werde.
Abg. Adelung (Sozd.) führt gleichfalls Beschwerde über die Behandlung der Brückengelderfrage, worauf Minister des Innern Braun kurz erwidert.
Abg. Reinhart regt an, ähnliche Verhandlungen, wie in Aiainz, auch mit anderen Städten über die Aushebung der Brückengelder anzuknüpsen. Auch für Worms wurde bie Ablösung des Brückengeldes für die Rheinbrücke sehr erwünscht sein.
Finanzminister Dr. Gnauth legt bar, daß die Brücken- gLldertrügnisse sich in Mainz auf 127 000 Mk. belaufen, ui Worms dagegen nur auf 18800 Mk. Er halte es für sehr zweifelhaft, ob en ent. Verhandlungen mit der Wormser Ltadtverwaitung viel Aussicht auf Erfolg haben würden.
Beim Kapitel Hydrographisches Bureau und
Meteorologische Beobachtungen,
16 230 Mk., entwickelt wiederum eine längere Debatte. Auf eine Anfrage des Abg. Molthan bemerkt
Minister des Innern Braun, die Regierung Babe mit Preußen das Uebereinfommen getroffen, daß der hessische Wetterdienst in Frankfurt an den preußischen Wetterdienst angeschlossen werde. Die preußische Regierung habe sich bereits damit einverstanden erklärt.
Abg. Brauer (Bb.) wendet sich gegen diesen Anschluß an Preußen und plädiert für die Beibehaltung der hessischen Wetterstation in Gießen. Dort sei ia das Wetter bisher fast immer richtig „gemacht" worden.
Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben legt bar, die Mische Regierung, wie die zweite Kammer seien im vorigen Huhre nicht auf den Vorschlag Preußens eingegangen, in
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Hotationsbnid und Verlag der vrühl'schen llnlo.-vuch. und Zteindruckerei. R. tange. Bebaftion, Lrpeditton und Druckerei: 5chn'sfraße 7. . tüt öen ^nn-
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ec Sänger der kirchlichen Festesfreude", „P. G. stimmt
seine Harfe zum Lobe Gottes-, „P. G. der Wcg-
Mier zu Chrfiten Trost und Hoffnung" wurde uns
n-icheinander vorgefuhrt, jede Ableilnng, wie auch
h ganze Feier eingeleilct durch ein schönes, der Slimmung a-izcpaßles Orgelvonpiel unseres Herrn Görlach. Alle und nue Bierstcr, von dem alten Königsberger t?« 16.F-?..-.r- hiuiderts: Eccard und Engelmann, bis zu unserem Tanri-
Kirchemnufitmeister Arnold Mendelsiohn, darunter doi.
I unserem Vaicriande einen füllen, aber großen Dienst lut, der I auch innerhalb der evangelischen Küche das Getrennte oer-
Kaul ^eryardt-Ieier.
= Gießen, 14. März.
I Es war eine schöne Feier, zu der sich gestern abend eine große Gemeinde in unserer Stadttirche versammelt hatte. Felllich stimmte schon das mit Bildern unseres Landsmannes üudolf Schäfer (aus dem schönen, in Hamburg bei Schloß- iiann erschienenen Werke: „Lieder Paul Gerhardts) ge- jhinückte Programm. Die Aufführung blieb nicht dahinter
zurück. Aber vielleicht das Beste war doch die andächtige Oemeinbe, über der es wie ein stiller Festglanz lag und die bec immerhin em und dreiviertel Stunden dauernden Feier iriL unverminderter gespannter Aufmerksamkeit und sichilich iirerer Teilnahuie folgte. Ta zogen denn die löstlichsten heilen des gottbegnadeten Sängers an uns vorüber in an- Mtigern Wechsel vom gemischten Chor, Knabenchor, Solo- nd Gemeindegesang und Deklamation. „Paul Gerhardt,


