Ausgabe 
15.10.1907 Erstes Blatt
 
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bc5 Schiffes 186,60 Meter, die Breite 2 Meter, die Tragfähigkeit 10 500 Tonn,

Das für einen künftigen Beamten nicht schöne (Gebaren wird

dem Manne noch einen Denkzettel einbringen.

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pr. Sick. 6 8 Pf., Stäjenmue 2 Sick. 5-6 Pig., Erdi en p. Pfd. 18^24^^ Linsen p. Pfd.25-lOPfg., Tauben pr.Pr.O,8O1,(X) Alk., Hübner or^! 1,001,60 Ü'ik., Hähne pr. Stück 0,801,80 Lik., ^nten pr ^1; £8Ü78%2.® -'V ^°"ic pr.Piü 6'.-70 Pfg., Cdjfcnfleijd) Vr.^

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le orauriurl a. M., la. Cfib r. pcu- und Str.l J^nrrl* (Crg.-^eL d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 7 Wäger &%^?Öe« ^V00-- &CS?Alt rcuvbe Uir Heu Mk. 3.40 o Mk. 3 70 ur Zkornlangproh Mk. 2.4O bis Mk. 2.60. Maschine st roh 0.00 Mk. Geschäft floit. 1 9nei1

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festlichen Klängen einer Musikkapelle setzte sich der Festzug nach dem neuen Hause, das vor dem Dorfe auf einer An­höhe prächtig gelegen ist, in Bewegung. Hier angekommen, eröffnete ein Ehorgesang des älteren Gesangvereins die eigentliche Feier, worauf Pfarrer Gußmann-Kirchberg die eindrucksvolle Weiherede hielt, die mit dem Gebete des Herrn schloß. Nach einem Gesang der Schüler übergab die oberste Schülerin in gereimter Rede den Schlüssel des Hauses dem Vertreter der Bauleitung und dieser gab ihn weiter an Baurat Diehm, den Schöpfer des Baues; mit dem Wunsche, daß in dem neuen Hause, das auf einem öden, unkultivierten Platze errichtet worden sei, tüch­tige Menschen erzogen würden, gab er den Schlüssel an den Vertreter des Kreisamts Regierungsrat Welcker, und dieser gab ihn mit einigen Worten an Schulinspektor K l e i n s ch m i t t, der in längerer Rede der Gemeinde für die Errichtung des Hauses und die Bereitwilligkeit, mit der die Mittel zum Bau bereitgestellt worden seien, die etwa 33 000 Mk. betragen, dankte. Nachdem sodann Bürger­meister Vogel das Haus in den Schutz der Gemeinde übernommen hatte, sang unser jüngster'Gesangverein noch ein Lied, worauf die Feier mit dem gemeinsam gelungenen Choral:Nun bautet alle Gott" schloß. Hierauf fand eine allgemeine Besichtigung des Hauses statt, das nicht nur äußerlich sich schon von weitem als eine Zierde des Dorfes präsentiert, sondern auch im Innern sich durch seine praktische Einteilung der Räume vorteilhaft auszeichnet und seinem Erbauer alle Ehre macht. Eine vom Gemeinde- >rat veranstaltete Nachfeier bei Wirt Bingel hielt die Festteilnehmer noch einige schöne Stunden gemütlich bei­einander.

Diebstähle. Ein nächtlicher Besuch wurde einem Wirt in den Neuen Bauen abgestattet. Der bis jetzt noch nicht ermittelte Täter einen halben Zwetschenkuchen auf, nahm etwa 40 Zigarren mit und verließ das Wirtshaus wieder durchs Fenster, wo ec auch hereingekommen war. Geld und sonstige Wertsachen ließ der sonderbare Besucher unberührt. In verflossener Nacht wurden ans dem hie­sigen Braunsteinbergwerk 80 Meter neuer Kupser- brafyt gestohlen. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Fest­stellung des unbekannten Täters bei.

Notzeit. Eine Anzahl auswärtiger junger Burschen, die an der Bahn beschäftigt sind und em Examen hier ab gelegt hatten, durchzogen gestern abend die Straßen und bc. Idlligten die Passanten. Als einer davon eine Dame be

rind Wissenschaft! '

In Wien t|i Susanne Leprös, Oie bekannte Pariir Schampielerni, mt den Blattern erkrankt.

In Also gossa bei Debreezin (Ungorn) erkrank­ten mehr als 30 Personen unter gleichen Vergif­tung s e r s ch e i n u n g e n. Es wurden alle Brunnen unter­sucht und festgestellt, daß das Wasser eines Brunnens mit Schwefelsäure und Petroleum vergiftet war. Der Zustand eitriger Erkrankter ist bedenklich. Der vergiftete Brunnen wuroe geschlossen. Die Nachforschung nach dem Täter ist eingeleitet.

DemBert. Lagebl." zufolge suchte ein gewaltiges Schadenfeuer die Stadt Wiernfzow in Estland

n Klein-Linden, 14. Oft. In der Nacht auf Montag wurde das U n te rk uns ts u sch e n der Maurer

fleisch pr<; Pfund 7084 Pfg., Schweinefleisch, nciaUen

W-. tinlbfleito pr. Nd. 80-85 Pia, yammelfleiicl) pr. |'

PIUIIÜ itauofieln pr. iqoj 1

sn Mk, > wiebeln pr. Zu. 5,006,00 Ml, Milch per Ul 20 Pfg, 9hi|(e 100 4000 P>g, per Zir. 000 2)lf $j,16

kraul per Sluck 1015 Pfg., per Zentner Mk. 2.003 00 Zwetschen per Ztr. 4 505 Alk. Aepfel per Pid. 10?' '

Pev Pfd. 1025 Pfg. Aiarktzeit von 82 Uhr.

te. Franks u r t a. Al., 15. Oktbr. - -

= Brauerschmend, 14. Okt. Anstelle des durch Ver- fügung des Großh. Ministeriums des Innern vorläufig seines Dienstes enthobenen Großherzogl. Bürgermeisters Schuchard werden die Amtsgeschäfte dec Gcoßh. Bürger­meisterei Brauerschwend bis aus weiteres von dem Gemeinde­ratsmitglied Heinrich Becker II. versehen.

fb. Darmstadt, 15. Okt. Verunglückt ist gestern vormittag der zum hiesigen Artilleriedepot kommandierte Oberst Hermes, der erst im Juli d. I. hierher ver­setzt wurde. Er ritt heute vormittag aus, wobei das Pferd un Kranichstein er Wald plötzlich scheute und durchging. Der .rker verlor den Sattel und wurde ein großes Stück geschleift. Beim Uebersetzen über ein Tor kam das Pferd -zu Fall und wurde dann eingefangen. Man suchte dann nach dem Reiter und fand ihn spater schwerverletzt tuib bewußtlos. Ec wurde durch Lazarettkrankenwärter in das Garnlsonlazarett verbracht, wo sich schwere Verletzungen rnsbes. ein starker Schädelbruch herausstellten. Heute früh rsr der Oberst seinen Verletzungen erlegen.

L. Z. Darmstadt, 14. Okt. Der Raubmörder Martin ist zur Untersuchung seines Geisteszustandes in das Philippshospital bei Hofheim überführt worden.

Guntersblum, 13. Ott. Ein für Rheinhessen denk­würdiger Tag war der gestrige Samstag, an welchem das Gruppen-Wasserwert in feierlichster Weise eröffnet wurde, das 26 Gemeinden des Ahein-Seizoebietes mit Trintwasser versorgt. Diese Wajserversocgungs-Anlaae bildet das bedeutungsvollste wlied einer großzügig gedam- ten Anlage. Alle 26 von dem neuen Wasserwerk berührten Orte hatten gestern reichsten Flaggenfchmuck angelegt. Ehren- psorten grügten die Herren, die zur Eröffnung des monu­mentalen Werkes aus Darmstadt, Stainz, Worms und ande­ren Städten hierhergeeilt waren. Es waren Minister Braun und Ministerialrat Dr. Us inger, Geheimerat Provinzial- direttor Dr. Gagern-Mainz, Kreisrat Wolf-Oppenheim, Dr. Kayser-Worms und Dr. Stang-Bingen und die Beamten oer Kulturinspektion Mainz hierhergukommen. Die Herren besichtigten zunächst das hier errichtete Pumpwerk, worauf in langer Wagenreihe die Fahrt üver Einsheim nach dem aus dem Wintersberge errichteten Haupthochvehälter Nr. 2 angetreten wurde. Hier erfolgte nach einer die Geschichte des Rieseuprojekts screifenoen Rede oes Landtagsabgeord­neten Diehl die Schlüsselübergabe an den Negierungs­vertreter Minister Braun. Dieser entwarf ein- Bild von der gewaltigen Bedeutung des Riesenwerkes, bas bei einem jKostenprei.se von ca. 2 Millionen Mark eine Gesamt-Rohr- länge^von 185 Kilometer aufweist. Redner feierte den gestri­gen -Mg als einen Tag der Technik und des verständnis­vollen Gemeinsinns einer klarblickenden Bevölkerung die staatliche Bechilfe ein segensreiches Werk geschaffen hat. 9kach der Eröffnung und Besich­

Giefrener LLcrtcrdienst.

_ Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Mittwoch da 16. Oktober: Bielmch Heuer uuö trocken. Nachts etwas falte. Reichte südliche Winde. __

Eingesanor. ~

Form und Inhalt aller um er dieser Rubrik stehenden Artill twernunmt die Redaktion bem Publikum gegenüber fcinetlr.

Verantwvttung.)

ES wird manchem gegangen sein wie dem Einsender, daß c: ^er lreundlichen Einladung der Direktion unseres Gyrnnasimd zur Ausführung der A n t i g o n e aus irgend welchen Gründen nid;' hat <3oige leisten können, und viel gröber ist vermutlich die Zahl derer, die zwar eine Einladung nicht zu erwarten hauen, einer von unjern Gymnasiasten veranstalteten Ausführung des großenDram^ aber sehr gerne beiwohnen würden. In dieser aller Namen jn daher die Bitte an die Direktion des Gymnasiums gerichtu wenn irgend möglich eine Wiederholung der Auffüh­rung an einem Nachmittage zu veranstalten, am besten Diel' leiajt an einem Samstag, damit die Abendvorstellungen W ^.Heater nicht zu leiden haben. Die llniversitätsvehorde wüm die schone neue Aula gewiß gerne noch einmal zur Verfüguv: stellen.

. Tie Bewohner der Dammftraße werden alle Nacht M oas Bellen zweier Hunde in ihrer Nachtruhe gestört. Komui ^^-^^T^nicht^Abhilfe^ s chaffen?__

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* Sternen, 12. Okt. Auf der Werft von Johann C. Tecklenborg in Geestemünde findet am Dienstag den 22. Oktober der Stapellauf des für den Norddeutschen Lloyd erbauten -voppelschrauben - Passagier - und Fracht ­fdampfersPrinz Friedrich Wilhelm" statt. Das De- -5 Dampfers beträgt etwa 27 U00 Tonnen, die Stange Ln an-L- *' "rite 23,70, die Raumtiefe 11,77 _ . . . - ------ Tonnen bei 29 Fuß Tiefgang.

Bwet vierfache Expansionsmaschinen sollen dem Dampfer, der alle Passagier- und Frachtdampser des Norddeutschen Lloyds, mit Ausnahme Pes SchnelldampfersKronprinzessin Cäcilie" und Kaiser Wilhelm II.", an Große übertrifft und welcher düs größte bisher auf der Weserwerft erbaut e Schiff dar­stellt, eine Geschwindigkeit von 17 Knoten haben. Er enthält die Einrichtungen für 2300 Passagiere.

* Das Gescheut oer Stadt London an den Kaiser. Aus London wiro uns berichtet: Die Ent­scheidung über die Willkommgabe, die dem Kaiser bei seinem bevorstehenden Besuche in England von der Stadt London überreicht werden soll, ist nun getroffen. Sieben Juwelier- firmen hatten ihre Entwürfe eingereicht, oie am Freitag bor dem Komitee der City Corporation geprüft wurden. Die Wahl fiel auf eme 18räratige Goldschatulle, die reich mit Rubinen, Saphiren, Smaragden unb Diamanten geschmückt ist. In der vNitte wird das Wappen des Kai- sers, in Diamanten und Smaragden ausgelegt, angebracht sein; Ansichten der Guildtzall und des wcaiisionHouse ver­vollständigen den Schmuck. Ferner erscheinen die vier kunst­voll gearbeiteten Gestalten der Bildhauerei, Musil, Malerei und Dichtkunst und das in Emaille ausgeführte Wappen der Stadt London. Die Initialen des Kaisers und der Kaiserin sind in Diamanten auf dem Deckel angebracht, unter dem ebenfalls in Diamanten ausgelegtenWelcome", das von einem Goldemblem, Ruhm und Hand-el darstellend bekrönt wird.

heim. Drei Wohnhäuser, acht Scheuern und eine Du, r Stalle wurde eingeäschert. Drei K i n d e r k a m e n it Flammen nm. Das Feuer ist durch achtloses werfen einer Zigarette beim Dreschen in einer entstanden. 1

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Gicßeu, 15. Okt. Liarktberlchl. Auf heutigem Wocbewuau ?- kosteten: Butlerpr. Pfd. 1.101.15 Aich Huhnere.er 1 St. S-M ?o0o^ß;. ..^^eeie^l000 Pfg., Cmeueier 8 P,g.,

Abbazia, 15. Okt. Der eine Stuttgarter Motoren- abrif vertretende Ingenieur Suck, welcher von deni Haupt m a n n K irchner wegen geschäftlicher Differenzen ~ bu rch Säbelhiebe verwundet worden war, dürste

einem dicubcm erbrochen und darm Tassen und Geräte der Arbeiter in roher Weise zerschlagen.

-r. Mainzlar, 14. Okt. Die Einweihung un­seres neuen zweiten Schulhauses vollzog sich gestern nachmittag unter allgemeiner zahlreicher Beteiligung der Gemeinde. Am seitherigen Schullokale, in dem seit einigen Jahren die 1. Klasse untergebracht war, hatten sich Orts-, Schul- und Kirchenvorstand, die hiesigen Vereine, die Schul­jugend und zahlreiche Festteilnehmer zu einem Festzuge aufgestellt. Nach Eintreffen der Vertreter der Behörden nahm Lehrer Weisel in kurzen, kernigen Worten Ab­schied von der seitherigen Bildungsstätte der hiesigen Ju-^ gend, die Kinder sangen ein Abschiedslied und unter den

Kleine Tageschrouik.

In Berlin erkrankten acht Personen an Fleischver- Stiftung infolge Eimums von Vvrooroenem G a n f e s l e i f ch. j Durch das Treiben eines in Ftauenkleidern gehenden Mannes werden feit einiger Zeit in der Friedrichstraße zu Berlin Damen velastigt aind durch Bespritzen der Kleider geschädigt. Der Täter offenbar em krankhaft veranlagter Mann, beipritzt die Kleidung der grauen mit einer braunen, ätzenden Flüssigkeit. Um sein ^reiben in unauffälliger Weise durchzuführen, trägt der Täter tfrauenileiöung, die es ihm ermöglicht, sich unbeobachtet an Frauen oeranäubrdngen. An einem der letzten Tage sind nicht weniger als acht solcher rZ-alle bekannt geworden.

Am 3. Oktooer fließ das Automobil des Kvmmerzien- rates Kipper aus Aachen in Bonn mit einem Zuge der Bonner Kreisoahn zusammen. Das Automobil wurde zertrümmert, Kippcr schwer verletzt in das Hospital geschafft. Der Chauffeur tarn mit seichteren Verletzungen davon.

In Königs Hütte kam der Dekorationsmaler Willy SclMfer aus Berlin, der die Dekorationsmalereieii im Ober- fchlefiichen ^Heater herstellte, beuu Wärmen von Leim der Spiritusflamiue zu nahe, sing Feuer und erlitt so schwere Branowunden,^ daß er im städtischen Krankenhaufe verstarb.

-on Welgenfels bei einem Radrennen ikürzte der Fahrer Huoner und wurde von dem nachfolgendem Schrittmacher des Wiener oiennfahrers Haupimanli überfahren und auf der Stelle 3 e 1 C Schrittmacher erlitt nur einen Schlüsfelbeinbruch.

45CI -Loniouje ft-ieß ein Perfonenzug mit einem E> uterzuge zusammen. Mehrere Wagen des Perjonenzuges entgleisen. 12 Paf,agiere wurden verletzt. In Lyon wurde ol-5r Hutfabrik durch eine Feuersbrunst zerstört. Bei den ^ofcharveiten wurden mehrere Per Ionen verletzt. Der Material- fchaden i)t bedeutend. Im kranken hause zu Lens brach ein Jener aus. Der Urheber des Brandes war ein Geisteskranker, »elfen Leiche spater verkohlt aufgefunden wurde.

Ein furchtbares Grubenunglück ereignete sich auf der Zeche Renard bei Sosnowiee (Polen). Durch den Einsturz eines Eeiiems-Aboaues wnroen viele Bergleute verichütlet. Bisher sind lieben ^ote,geborgen worden.

Der^ Dampfer Beiloa überrannte bei heftigem Sturm ein kleines Segelschiff bei Puerto Ibiza (Pilgusen). Der Kapi- ta n der Bellva war so verzweifelt, daß er , i ch e r s cho ß. Viele Per f on en werden vermißt. Man vermutet, daß sie in dem Eyklon umgekommen sind.

tigung des Wasserturmes erfolgte die Weiterfahrt über Wintersheim nach Alsheim, wo Bürgermeister Brann die Herren begrüßte. Die Rundfahrt durch die von dem Wajferwerk berührten Gemeinden endete zuletzt in Gun­tersblum, wo ein großes Festmahl imPfälzer Hof" stattfand.

X. Hanau, 14. Okt. Der 68 Jahre alle Besitzer einer kleinen chemischen Fabrik, Kaufmann Gustav Ger lach, erschoß sich heute früh in seinelii Bette. Krankheit wird als Beiveggrund angesehen.

läftigte und ein Kriminalbeamter ihn deshalb stellte, zeigte

er sich renitent, verweigerte die Namensangabe, gab schließlich ! plaeement de- einen falschen Namen an und mußte festgenommen werden.'

Geigiu<rL-Dr«hrttreLdungett«

Stuttgart, 15. Ott. Im Hotel lstvyal hat sich heutk nacht der Ge r i ch t s a s s e s s v r Meyer erschossen.

Loudon, 15. Okt.. Nachdem man den beiden Abgc' q-1! -{en -Oi uley Hafids auf dem Auswänigen Amt bei ^efchLid gegeben hatte, daß das Auswärtige Amt tem Schreib w^s Auftraggebers entgegennehmen würde, verließen die beiben Marokkaner gestern abend London, um sich nach Berlu zu begeben.

London, 15.Okt. Der Präsident des Handels a m t s erklärte es für eine Torheit, sich zur E i s e n b a h n kr i s is zu äußern. Die L a g e s e i e r n st; er könne sic! zurzeit angesichts der schwierigen Situation nicht äußern ob das Handelsaint eingreifen werde.

* Eine originelle Z eit ungsreklame. Aus Paris wird uns berichtet: Selbst die amerikanischen Re- tiamemacher werden von einem Pariser Blatt, demEclair" mit einer gewiß originellen Zeitungsreklame in den Schat­ten gestellt. Das Blatt ladet alle seine Abonnenten und Leser zu einem großen Feste, das am 20. Oktober statt- fiuben wird. Auf der Seine, in der Nähe des Pont Alexandre III., in Höhe oes Grand Palais, werden die gast- und schentfrendigen Unternehmer nicht weniger als 10 542 kleine Lustch allons anfjteigen lassen^ jcbcc Ballon trägt an einem Faden eine Nummer, uno wer so glücklich in einen der kleinen Lustsegler zu erhaschen, hat Anspruch auf eine Prämie. Eine Veriicherungspolize von 50 000 Franks, ein Automobil, ein Klavier, oder Schmucksachen goldene Uhren, Waffen, Statuetten und dergleichen winken den Ballvnjägern als Preis. 144 048 Fränk, nicht mehr, nicht weniger, hat der Verlag für die Ge,chenke ausgesetzt. Die Ballons find so konstruiert, daß sie nach wenigen Mi­nuten sich zur Erde senken, und die Leute, die am Kai dem Schauspiel veilvohnen, weroen keine Mähe haben, die Glücks- zertet zu erhaschen falls sie sich unter sich einigen tonnen und nicyt Mißgunst sie zu Leioenschaftsäußerungen ent­flammt. Wenn der letzte Ballon aufsteigt, sollen sich die Pforten des Grand Paiais öffnen uno die Leser werden in zwei großen Matinevorsteilungen Unterhaltung finden. Am Abend aber, wenn Extrazüge oie. Freunde aus der Provinz nach Paris geführt haben iverden, werden 10 000 als Gäste des unternehmenden Blattes sich in Pariser Theatern amü­sieren oder erbauen.

i Paris, 15. Okt. Da sich herausgestellt hat, daß unte ben 20 1 erblichen Offizieren, die von der französisches Regierung die Erlaubnis erhalten hatten, in der französischoi I Urmee zu hospitieren, vier am Königsmord beteilig Waren, erklärte der Kriegsminister Picquart den vier betreffenöei ' Offizieren, daß sie in die französische Armee nich! aufgenommen irerben tonnt en.

Paris, 15. Okt. Es verlautet, daß Frankreich berei'. ei, den Sultan Abdul Asis aus seinen Geld nöten unter der Bedingung zu befreien, daß er di ranzosenfeindlichen Elemente aus seiner Umgebung ent ernt. Der Sultan drängt auf die Abführung der Geldei bis zum Freitag, da er sonst die bei ihm befindliche Ma halla entlassen muß.

ei marrr-Aevicht vom 14. Okt. Für Rat. ^Ne u m Wagenladungen von 10 000 Kilogr. ist bezahl! ivotb mjmatf luv 50 Kilogr.: In Hagen: KumZulu pn St o I n. Rote -Laber 2.40, andere rote Sorten 2.30, Mamiuw bonum 2.602.80, weiße runde 1.852.20, Gelbfleu'chiae rote 2'V k

2'70-2,-80- y» Stieb berg

2Jin9,u,m bonmn 1.75-2.00, weiße runde 1.5017 L Gelbfleischige, we.tze 1 75^1.85. In 0)1 an uhei m: wlag.m

Streikbewegungen. ~

Mailand, 14. Ott. Mailand hat sein übli^ Aussehen wieder angenommen. Dagegen dehnt Streikbewegung in den Provinzen aus Eisenbahner in Brescia verließen gestern abend den * In Como, Monza, Bergamo usw. wurde der i&neralftr,r' erklärt, aber nur teilweise ausgeführt. In Turin tferrara hat der Ge n e r a l st r e i t heute bereits beaonn. ? Der Generalstreik in Bologna wird wahrscheinlich b-, endigen. Ueberhaupt dürfte die Bewegung nach dem spiele Mailands ein schnelles Ende nehmen. 1 $ei'

Newyork, 14. Okt. Unbedeutende Ausnahmen ri gerechnet, beschlossen die Telegraphisten allentbas^' die Fortsetzung des Streikes. Präsident ! wurde als Verräter bezeichnet und seines Amtes enthnl,^

R. B. Darmstaor, 14. D.r Bahnwärter Marti. Schick von Raunheim, der den Eisenbaynüberaana hn Raunheim nach Kelsterbach zu überwachen hatte, ließ n 6. August zwischen 2 und 3 Uhr nachm. vorfchriftswidr die S ch r a n k e o f f e n, um den Jakob Becker V. aus Stau« heim mit seinem FnhNverk durchzulajsen. Da kam ein L SUg und zertrümmerte den Wagen, die Pferve wuck>? leicht verletzt, der Wagenführer euitt enie schwere GeL^ erschutterung. Die Stra,lammer verurteilte Schick men ^0^reLrVcrle^un9 und sahrl. Ei,eubahngefäyroung zu 60M i Geldstrafe event. 12 Tagen Gefängnis. h p