dem Berliner Grundstück der Gesellschaft ein Denkmal errichtet werden, zu dessen Kosten die Mitglieder in einer Sammlung den Betrag von 25 000 Mk. beigestcuert haben. An den 11 landwirtschaftlichen Versuchsstationen der Gesellschaft wurden tm letzten Jahre weitere Feld-Düngungsversuche, speziell mit dem neuen Stickstoffdünger unternommen. Der Anregung, durch Seif Piet- Düngungsversuche zu wirken, wurde in gröberem Maßstabe durch Versuche in der Lberpsalz, Oberfranken, sowie in Litauen-Masuren und Hannover Rechnung getragen. Der Sonderausschuß für Boden-Bakteriologie führte die eingeleitetcn Brack-cseldvcrsuche an den Stationen Münck>en, Göttingen, Halle, Breslau, Königsberg und Bcrnburg regelrecht weiter. An etwa 25 verschiedenen Stellen Deutschlands wurden planmäßige Versuche zu den verlckneden- artigsten Nadel- und Laubhölzern in Pflanzgärten und alteren Beständen mit Handelsdünger, Kalk, Humus usw. eingelcitet. Die .Düngerstelle" vermittelte im letzten Gcsckiöftstahre 2 208 145 Dz. Kali-Nohsalze, 258 623 Dz. Kali-Salze, 828 343 Dz. Phosphatmehl und 446 609 Dz. anderen Dünger. Das Sortcn- versuck/swesen der Saatzuchtabteilung hat sich regelmäßig weiter entwickelt. Ferner wurden Ackerbauversuck)e mit Gräsern verlchie- dener Herkunft veranstaltet, um den Anbau von Klee und Grassaaten in Deutschland zu fördern. Von „anerkannten" Saaten verkaufte die S a a t st e l l e im vorigen Jahre 13 994 xj. Wintersaaten im Werte von 304 986 Mk. und 9605 Dz. Sommer,aaten im Werte von 227 497 Mk.
Die Tierzuchtabteilung erledigte die Beratung der Schauordnung und beschäftigte sich besonders mit der Frage des Ausschlusses von aus dem Auslande eingesührten Zuchttieren. Man kam zu dem Beschluß, nicht allzu rasch damit vorzugehen. Die Futtcrstelle hatte in 1906 154 541 Dz. Abschlüße un Werte von 1965 000 Mk.; der Sonderausschuß für Milchwirtschaft erweiterte das Preisausschreiben durch die Aufnahme von frischer Milch für die große Landwirtschafts-Ausstellung in Düsseldorf. „ ,. t „
Im Anschluß an diese Mitteilungen beschäftigte sich der Gesamtausschuß mit der für 1907 in Düsseldorf geplanten Ausstellung. Für 1908 ist Stuttgart in Aussicht genommen. Weiterhin b.schästigte sich der Gcsamtausschuß noch mit der Vorbereitung der Ausstettungen für 1909 und 1910 und mit dem Erlaß eines Preisausschreibens für die Felderzeugnisse und Geräte im Jahre 1908 — die vom Kaiser-Wilhelins-Jnstitut für Landwirtsck-aft zu Bromberg geplanten Ackerbewässerungsversuche schilderte Prof. Dr. Gerlach-Vromberg.
Tie Eisenbahnen.
Berlin, 14. Februar.
Die Budgetkommission des prenß. Abgeordnetenhauses begann die Beratung des Eisenbahnetats. In der Generaldebatte führte der Berichterstatter «aus, daß die Me h rein- nah me n rund 205 Millionen und d.e Mehrausgaben auf rund 150 Millionen Mark geschätzt seien, die M e h r e i n n a h in e n für den Per so neu* und Gepäck verkehr aui 45 Mil - lionen und für den Güterverkehr auf 148 Millionen Mark.
Auf die Anregung des Berichlcritatters, hinsichtlich dec En t-- n a h m e v o n 50 M i l l i o n e n M a r k z u B e t r i e b s m i t t e l n aus den Betriebsüberschüssen für 1906, erklärte dec Vertreter des Finanzministeriums, daß man sich nur sehr ungern zu dieier Maßregel entschlossen, daß aber die rapide Steigerung des, Verkehrs eine sofortige Abhilfe erfordert habe. Der Berichterstatter legte sodann dar, daß der Abschluß dec Eisenbahnen infolge der wirtschaftlichen Hochkonjunktur glänzend sei, aber es ständen große Ausgaben bevor. Es sei eine Sicherstellung gegen den Wagen mangel zu schaffen, der Umbau von Bahnhöfen zu bewirten uno drille und vierte Gleise anzulegen.
Der Minister machte dann einige Angaben über die Ausbildung der Gütertarife und die Gestaltung der Betriebsmitteigc- meinschaft, wegen des elektrischen Betriebes und der Eis en b a h n u n fä l le. Der Minister führte u. a. aus: Der Dezember und Januar hätten durch ungünstige Witteruiigsver- hältnifse mehr Kohlen verbraucht. Dec Fuhrpark >ei nickA ausreichend gewesen. Auch die Rübenernte, toeldx wegen tkr günstigen Witterung sehr kurz gewesen sei, habe eine starte Anspannung er,ordert. Für diese Ernte seien 6 Wochen lang täglich 10 000 Wagen gestellt ivorden. Ferner habe d»as, Versagen des Rheins täglich eine Mehreinstellung von 1200 bis 1500 Wagen eriordert. Hinsichtlich der Ausgestaltung der Gebührentarise fordere der vorjährige Antrag Fricdoerg v. Zedlitz eine planmäßige Herabsetzung der Tarife zur Förderung der heimischen Produktion. Tatsächlich lei die Entwicklung der Tarife regelmäßig fallend. Für die Zukunft sei eine Ermäßigung der Abfertigungsgebühren für Wagen größerer Tragfähig'ke» in Aussicht geiwmmen. Auch sei hofientlich eine Weiterbildung der Rohno,jtarije möglich. Die BerhawdounZ stier die Betriebsmittelgemeinschaft im allgemeinen Umfange sei zurzeit auf- gegeben. Auch der bayerische Vorschlag bctr. die Freizügigkeit der Güterivagen habe Bedenken; die Verhandlungen darüber feien aber im Gange. Hinsichtlich des elektrischen Betriebes habe sich die Bahn Berlin-Gräßlich t^er selbe bewährt. Wegen der elektrischen Einrichtung auf der Stadtbahn und den Vorortbahnen Berlins würden die Vor^roeiten vorgenommen; es weide bier aber zu viel erwartet. Hinsichtlich der Bahn Altona-Kiel fchlvebten Ermittelungen über die eiektriiche Einricküung des Personen- und Gutervcrcehrs. Wegen der U e b e r f ä l l e ivürden die Vorsichtsmaßregeln fortgesetzt vermehrt. Aus 1 Million Zugkilometer kommen im Jahre 1905 nur 5.47 Unfälle, Entgleisungen 0.75, Zusammenstöße 0.52. Eingebracht ist eine Resolut.on wegen Verwendung von 50 Millionen aus den Eisenbahnüberschüssen im Jahre 19o6 infolge der augenblicklichen Notlage.
Den Ausstand im Süden von Südwcstafrika sieht man sowohl in Berliner NegierungSkreisen als auch beim Gouvernement und dem Truppen-lSberkommando in der Kolonie als beendigt an. Die Aufgabe der Truppen besteht jetzt, nachdem auch die Bondelswarts ihre Waffen abgegeben haben oder sich auf englischem Gebiet verpflichteten, gegen die deutsche Kolonie Raubzüge nicht mehr zu unternehmen, darin, das Land von kleineren Diebesbanden zu säubern. Die Hauptsorge des Hauptquartiers ist, die Truppen im Süden auf das noiwendigste Maß zu vermindern und vor allem die Fcldtruppen gegen bisherige Etappcntruppcn auszutauscheu, damit Die elfteren schneller beimlranspoitiert weiden können. Es steht schon sitzt fest, daß die Zahl 8UG0 bis in den Sommer hinein allmählich auf 600U Mann herabgesetzt werden wird. Wie viel Mann dann noch in der Kolonie verbleibe-n sollen, hängt von den Maßnahmen ab, die daö Obcikvmmando bctr. bei Stations-Besatzungen treffen wird und wie der Reichstag sich zu der Frage stellen wird. Ehe die Bahn nach Kol- niannshop nicht fertig gestellt ist, ist an eine größere Truppcn-Veiminderung nicht zu denken. Auch will man, um für spätere Aufstandsgclüsle gesichert zu sein, nicht auf die kleine Zahl der Truppenstärke hcrabgchen, die vor Ausbruch des Aufstandes in der Kap-Kolonie war.
Deutsches Ueich.
Berlin, 14. Fcbr. Ter Kaiser und die Kaiserin machten heute mit dem Prinzen Adalbert einen Spaziergang im Tiergarten. Ter Kaiser hatte dann eine Konferenz mit dem Reichskanzler, besichtigte un Portal des König!. SchlosieS das Modcll der neuen Charlottenburger Brücke rind Hörle die Vorträge des Chefs des Generalslabcs der Armee, deS Krlcgsminislcrs, des Chefs des Ingenieur- und Pionier- korps und deS Chefs des Militärkaburetls.
— Die -Architekten Professor Rtessel und Stadtbaurat Ludwig Hoffmann sind gestern vom Kaiser empfangen
worden, um ihm den Entwurf zu der neuen Charlottenburger Anstalt zur Bckämpfrinq der Säuglingssterblichkeit vorzulegen. Wie erinnerlich sein dürste, war die Uebertragnng der Arbeit an die beiden Künstler ein Erfolg des Virchow-Krankenhauses, daS damit zugleich den Erfolg der modernen Architektur in den Berliner Hostreisen herbeigeführt hat.
— Ter Kaiser beabsichtigt, am 12. Mai der Einweihung deS neuen Kurhauses in Wiesbaden beizuwohnen. Tie Festspiele am Hoftheater beginnen am 13. Wat.
— Unter »Vermischtes* schreibt die ,Nordd. Allg. Ztg.* folgendes: Unter der Spitzmarke .Rücktritt des Fürsten Bütow?" verbreiten einige Zentrums blätter die Meldung, daß Anstalten zu einer »nicht vorübergehenden* Ueber- siedelung deS ReichStanzlers nach Rom getroffen würden. Diese Blätter scheinen das durch die Anforderungen des Wahl- kampfes gestörte Gleichgewicht noch nicht wiedergcfunden zu haben. Jetzt bedarf cs doch solcher Mittclchen nicht mehr.
— Dem Oberbaudirektor und Ministerialdirektor im Ministerium der öffenilichen 'Arbeiten Hinckeldeyn i|t der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat »Exzellenz* verliehen worden.
— Wie die ,Rat.-.-,tg." erfährt, hat General Keim an den Abg. Basser mann ein Schreiben gerichtet, in dem er sein Bedauern darüber ausdrückl, daß em Privalbricf, der die Stellung Baffcrmanus zur Flollcnsrage trnisicrte, durch >ine hrliche R!achen schaften in die Zentrumspresse lanziert ivnrde.
— Dem Reichstage werden am 19. Februar an Regierungsvorlagen zugchcn: Der N a ch t r a g s e t a t für 1906, derRei ch S- e l a t für 1907 und der Gesetzentwurf über die am 12. Juni vorzu- ilchiucnde Berufszählung in Deutschland. Die Regierung legt Wert darauf, diesen Entwurf, der im Prinzip von allen Parteien schon genehmigt war, sofort zu verabschieden, da sonst ivegen ixr umjanenben Borbereitungen dec in Ausiicht genommene Termin nicht innegehalten werden kann. Ter Reichsetat und Der am 13. Dezember abgelehnte Nachtragsetat für Südwest- a f r i f a werden dem Weidjötagc unverändert vorgelegt werden. Der Nachtragsclat (29 Millionen) wird im Wege der Indemnität bewilligt werden müssen, da seine Mittel größtenteils ausgegeoen find. In den Koloniatetats für 1907 hofft man aber, namentlich im Etat für Südwestafrika, in Anbetracht der jetzigen günstigen Lage, Abstriche machen zu können, die auch regierungsieitig Zustimmung finden.
— In der heutigen Bundesratssitzung fanden die Anträge des vierten Ausschusses, betreffend: 1) den Entwurf des Gesetzes beit, die Herstellung von Zigarren in der Hausarbeit; 2) den Entwurf der Kaiserlichen Verordnung bett, die Ausdehnung der 135 bis 139 der Gewerbeordnung auf die Wcrlstätten und die Tabakindustrie; 3) den Entwur, von Bestimmungen betr. die Einrichtung und den Betrieb zur Anfertigung von Zigarren in bestimmten Anlagen, Zustimmung.
Mannheim, 14. Febr. Gegen den verhafteten Redakteur der sozialdemokr. Faschingszeitung „Schnupftabak" Appell ist die Untersuchung wegen Beleidigung des Großherzogs eingeleitet worden.
Heilbronn, 15. Febr. Pfarrer Naumann wird im Reichstage, wie es scheint, der deutschen Volkspartei beilreten.
München, 15. Febr. Wie hiesige Blätter berichten, haben bisher über 9 0 0 0 Angehörige des Zentrums ihren Beitritt zu der neuen katholischen nationalen Partei erklärt.
Neues aus Rußland.
Die Urheber des Anschlages auf den Grafen Witte unb bisher noch nicht ermittelt ivorden. Doch wurde festgestellt, daß beide Höllenmaschinen, übrigens von primitivster Arbeit, durch den Schornstein hcruntergelassen worden sind. Die Attentäter sind, wie Spuren im Schnee ergaben, vom Nachbarhause her, das dem Bruder deS viel genannten Getreide- Lieferanten Litwal gehört, auf Wittes Hans gestiegen. Em Schornsteinfeger, der im Hause Litwals gearbeitet hat, wurde sestgenommen.
rSurlattd.
London, 14. Febr. Von zuständiger Seite wird erklärt: Die Stärke der Flotte bleibt, was die Zahl betrifft, in der geplanten Weise bestehen. Jedoch wird die Flotte unter Admiral Beresford in sich viel stärker sein, als sie es zur Zeit der Kommandoübernahme seitens des Admirals Wilson war.
Paris, 14. Fcbr. Senat. Bei der GenerakdiSkussion über den Gesetzentwurf betreffend Aufhebung der Vor- fchrift, daß öffentliche Versammlungen anzu- melden sind, erklärt sich Maurice Fan re im Namen der demokratischen und sozialistisch-radikalen Linken für Aufhebung dieser Bestimmung, aber für Beibehaltung der übrigen Vorschriften deS Gesetzes von 1881, welche bis jetzt die öffentliche Ordnung gesichert hätten.
— Durch em Tekrct, welches daS Amtsblatt am 15. Februar veröffentlicht, wird die Institution der Marine- pfarrer abgeschafft.
9t o m, 14. Febr. Der Corriere della Sera veröffentlicht unter allein Vorbehalt das im Vatikan umlaufende Gerücht, König Eduard von England habe in Paris den französischen Machthabern Mäßigung im Konflikt mit der Kurie anempfohlen. Es sei ein Gebot der Klugheit, baß angesichts des Ausfalles der deutschen Reichstags,vahlen Frankreich nicht durch innere Kämpfe geschwächt erscheine. England brauche ein starkes einiges, nicht ein durch Bürgcrzwist und Religions-Ltreltig- leiten zerriffenes Frankreich.
Tanger, 14. Febr. Ben Mansur, der frühere Kalifo Raisiilis, wurde heute vor dem spanischen Konsulat ermordet. Auf dem Wege zwischen der portugies. Gesandtschaft und dem spanischen KonsnlatSgebände, das m einer dichtbewohnten Vorstadt in unmittelbarer Stahe der Stadt liegt, wiirde Ben Manslir von einigen Eingeborenen, die ihm dort aufgclaueri hatten, vom Pferde gerissen und nledergemacht. Vier- Reiter, die ihn begleiteten, ergriffen beim ersten Angriff sofort die FUicht, dasselbe taten die Mörder nach Vollbringung der Tat. Ihr Anführer Nagnin, ein unter spanischem Schutze stehender Marokkaner, begab sich zuerst m das spanische Kon- sulat und dann nach der Kasbah, um sich selbst zu stellen. Er hat persönliche Streitigkeiten mit Ben Mansur gehabt, durch die er zu der Tat veranlaßt worden fern dürfte.
Newyork, 14. Fcbr. Rach mehreren Konferenzen zwischen dem Staatssekretär Root und den Führern des Senats wiirde Root heute nutgeteilt, der Senat könne einen Handels- vertrag, wie er durch die North-Kommission entworfen sei, nicht akzeptieren. Root beabsichtigt nunmehr in lieber» emstimuumg mit Roosevelt neue Vorschriften für die Anwendung des Tingley-Tarifs zu erlassen, sobald am 4. März dec Schatzsekretar Shaw durch Cortelyon ersetzt fein
würde. Ferner soll die Liste der in Abschnitt 3 deS Dingkey. Tarifs vorgesehenen Artikel um diejenigen Artikel verlängert werden, welche den Rorth gegenüber ausgesprochenen Wünschen der deutschen Regierung entsprechen. 2)lan hofft, so einen Vertrag zustande bringen zu können, der der Ratiftkation durch den Senat nicht bedarf.
2lus Stadt und Land.
Gießen, 15. Februar.
** Ordensangelegenheit. S. K. D. der Großhcrzog haben dem vortragenden Rat im König!. P<.euß. Ministerium der össcntlichen Arbeiten, Geh. CbeuegieiuiigSrat Welckerzu Berlin, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm üun S. M. dem Kaiser und König von Preußen verliehenen Königt. Preuß. Kronenordens 2. Klasse erteile.
* • Professor Lr. Moritz. S. K. H. der Groß. Herzog haben den orbcniL Professor in der medizinischen Fakisttät uub Direktion der medizinischen Klmik an der Landes- iiniversität, Geh. Rledizmalrat Lr. Friedrich Lio ritz in Gießen ans sein Rachsv.chen mit Wirkung vom 1. April 1907 ab ans dem Staatsdienst entlassen.
** D i e Landsmannschaft Darrn st adtia beabsichtigt am 16. unb 17. Februar, kommenden Samstag und Sonntag, ihr ncuerbautes Kneiphaus in der Klinikstraße zu beziehen. Aus diesem Anlaß wird am Samstag nachmittag um 4 Uhr sich von der Puwcrmühle, der alten Kneipe der Landsmannsajaft, ein Zug nad) dem neuen Heim bewegen, woselbst die feierckche Uebergabe stattsindet. Ein Kommers au demselben Abend in den praktisch eingerichteten Knerpräumeu und ein Tauzlränzchen am Sonntag werden die Weihe des Festes verschönern helfen.
• • Theasteroerein. Tie 6. Vorstellung — das Lustspiel „Die Anna-LiseE — muß mit Rücksicht auf den Gast zwei Tage früher, als kürzlich angekundigt, nämlich schon am kommenden Rtittwoch, den 2 0. d. 3)1 iß. stattfinden.
* * Aus Dem Xj u l- a u u e v Stadttheaters. Da bei der Mittwoch-Aufführung des KindcrmärchenS Hirn- verte von kleinen Zuschauern keinen Einlaß finden konnten, wurde von vielen Seiten der Wiinsch nach einer Wiederholung des Stuckes laut. Die Direktion hat dem Rechnung getragen nur für Sonntag nachmittag 3 •/, Uhr eine Wieder- holnng des Rlärchens mit der Balleteinlage angesetzt. — Die nächste VolkSvorstellnng (Schwur der Treue*) ist auf kommenden Dienstag verschoben luoibcn.
" Diebstähle. Einem Arbeiter wurde von bet Arbeitsstelle seine Taschenuhr, in der sich der Name Hch. Fink, Oppenrod befand, gestohlen. Von einer Arbeitsstelli der Kliniksbauten wurden drei gußeiserne Radsätze entwendet und als alles Eisen vertäust, ebenso wurde in einem Hofe der Walltorstraße der Wasserleitnngshahn nebst einem Stück Bleirohr abgeschnitten, um beim Allhändler Verwertung zu finden. In den letzten Fällen sind die Täter belaimt.
** Körperverletzung. Gestern nachmittag gerieten am Neuenweg zwei Arbeiter in Streit, wobei der eine einen Stich mit einem Schuslermeffer in den Arm erhielt.
** Glasbau st eine gelten nicht mehr al- feuerfestes Baumaterial. 9!ach einem Ausschreiben der zuständigen Stelle des Nkinistertums sind Glasbausteine nicht mehr als feuerfestes Material zu betrachten. Die Rkitteilung dürfte besonders für Bauunternehmer und Maurermeister von Interesse sein.
Darnisladt, 14. Febr. Als gestern abend der Landwirt und Fuhrnnternehiner Joh. Gg. Leonh. Geyer im Stalle seines Hauses, Bessiingerstraße 10, mit Streuen be- schöstigt war, schlug ein Pferd, das ihn im vorigen Jahr« bereits einmal geschlagen hatte, aus und traf ihn derart an die linke Schläfe, daß er infolge von Schädelvecletzung sofort feinen Geist auf gab. Der so jäh Dahrngeschiedene, der Familie hinterläßt, stand im 49. Lebensjahre.
Mü hlheim a. M., 13. Febr. Auch der zweiten Wahl des Arbeitersekrclärs P. Zahn 111. zum Beigeordneten ist, wie erinnerna), von den .umänöigen Bcpörbcn die Bestätigung versagt worden. Es mußte darum Artikel 34, Absatz 3 bet Landgemeindeordnung von 1874 hcrangezogen werden, öer heißt: „Wirb die Bestätigung der Wahl rechtskräslig versagt, so ist eint zweite Wahl anzuordnen. Wiro auch diese Wahl nicht bcftäiigl oder wird der nacy der ersten Wahl Nichtbestätigte iDieöergcwablt, so ist das iUtiniiicnum des bere^ugt, null) '«-inyörmig M Krcisausschusses die erledigte Stelle durch Ernennung auf tret Jahre zu besetzen." Daraufhin wurde jetzt vorn hcfsiswen Ministerium des Innern der Renvant der Spar- und Darlehenskasse Mühlheini a. M. Peter Schilp IV. zum Beigeocdiieien bestellt. (Kl. PrO
h. Frankfurt a. M., 14. Febr. Die Reinigung eines P e r s o n e n w a g e n s 2. K l a s s e des aus Wiesbaöen um 7 llhr 24 Min. ein getroffenen Perfonenzuges förderte euren sonderbaren Fund zutage. In einem Gepäcknetz sanden die Reiniger einen b o m b e n ä h n l i ch e n Gegenstand, der in einer Mainzer Zeitung aewickelt und zum Werfen eingerichtet war. Die Untersuchung der Kugel in der Pulverfabrik Hanau hat ergeben, baß es sich tatsächlich um eine Bombe handelt. D ie Bombe ist zehn Millimeter dick und war durch eine Schraube dicht verschlossen, ihre Füllung bestand aus etwa 50 haselllußgroßen ihigeln. Die Äcachforscyungcn nach der Persönlichkeit des BouibenbefitzerS sind bisher ergebnislos geblieben.
Handel und Verkehr, volkrwirtschaft.
IUI u n cl) e n , 14 Febr. 3laa) einer heule paugehavleil Non- ierenz hervorragender Zmanzieme und Äunlller erwigie die Umwandlung der bisherigen (ä. m. b. H. Bereinigte Wert- li ä i l e n i ü r K n n >l u n d H a n d w e r t m eine Akliengejell- I d) a 11 nut einem Mapual von l,2JU,UuO 'JJiL beabsichtigt, auch tu Berlm, Hamburg und Bremen Verlamsltellen, bezw. eigene d<rbvifeit zn errichten. Ter iieiien V)eseUichail |oU and; die Inneneinrichtung von ^toyddanipiern überivagen werden. Ter Generatdlretlor des Narddeulichen ^itoyd hat die stelle eines iiellveilretenden Voriitzenden nbernommen. Anch der Ltreltor dec Münd)ener öihale dec Lces- dener Baiik, kernec der Tireltor der 2.eui|d)en Ralionalbank m Bremen und andere Lionimerzlelle find in den Amilchlsral der <Le- jelljchait emgcneieiu
Siatiüiialüanf für Deutschland, Serbin. Die Nationallrant" ist Nicht vvn ihrer Reget abgewichen. Sie ist auch Diesmal a cs die eriie der Grogocurten nut ihrem Jahresaoschlutz aus dem Plan eriajicneu. Der wmuin auS Wechseln uuo Zimen i)i, iure bei dem ouyen Gewnand vorauszu,eheit war, )eytjueient* tiu) gcuicgeii und zwar VON -t üud 3ul wct. i. B. aus o 3o9 7ub Mk. Hingegeii haben sich die Gewinne aus Esfekten und Konsoruum verminocri Dun 2 iuj üuJ aai 1 uio o^j tun. ^>on)t )uiD noch
Die Pruvtsionen zu erwähnen. Die 2 9d9 223 üJtt brachten gegen 2 512 2ol Mk. Die Kvmmandite Born und Busse brachten einen Gewinn von 1393 624 Mk. gegen 834 928 Mk. Der Bruttogewum stellt jia) insgesamt aus 11 942 10/ Mk. gegen 11 6 / / 6o2 Mk. und der Sieuigciüinn auf 8 928 985 Mk. gegen 7 540 202 Mr.
wird eine wende von 7Vs Proz. in B.r)^)iag geuracht gegen < Pruz. iui Vc^ai-re, trotz des Ijögeten antvueueLeajiigten 'eiLun> kapttais. An Der Ivlitllvvchbörse htte mtian noch angenommen, Dag die Gesell)aMst mdrt in der Lage fein werde, cme Höhere Dwidende zu verteilen und die Aktien Haven vorübergehend eme weichende Züchtung cingeidjlagcn. Heute waren sie aber^leiop nach Der BetamltmaaMiig Der höheren Dividende abgeichwach» bitz 136.90 — allerdings um ein Minimum, aber die Lryuiottiu
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8en äffö6,3n in eS» B rt/1900
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