Freitag 15. Februar 1907
Erstes Blatt
157. Jahrgang
Aie Heutige Kummer umsaht 10 Seiten.
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Vuupiioai)i x vud
3. Lsjendach'Ticburg
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*18,2 Proz. 6 181
229 633 82,9 Proz. 47 893
6,7 Proz. Tie Zu
17 652
Hauplwahl 1907 27,7 Pcoz.
42 754 — 22,1 Proz.; die Sozial- jür dieselben beiden Ternunc 8158 In der Hauplwahl 1903 stimmten
22 118 2u U89 16 754 84 488 38 075 19 895 26 817 20 872 80 575
83,9
87,4
87,4
81,0
76,2
89,2
84,6
79,1
1.
2.
3.
traten. Tie Zunahme 1903 bis 1907 auf nähme der Wähler auf Demokratie gewann
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1.
2.
a.
3 843
2 397
4 744
8 906
6 -28
8 260
8 796
8 063
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Gleben-Gruuberg-Nidda Friedberg-Büdingen^ 'jllsfelb-L'üuicrbndi-Scfiotten Darinsladl-iÄrov-iÄerau Liienbacb-Tiebiiro Bensheun-Erbach
2
1
mittag stallfindenden Sitzung werden noch 7 weitere Etats- berichte zur Erledigung gelangen.
In Gemeinschaft mit dec Negierung wurde außerdem der Antrag Brenner und Tr. Weber beraten, der im Anschluß an daS Budget eine Q3 ei hülfe für die Unler'tützung bedürftiger tocnicinöcn bei der Erbauung von Wasserleitungen Vorsicht. ES wurde eine Vereinbarung getroffen, bau aus den Ueberschussen der Lanbesbrandkaffe em Fonds gebildet werden solle, dem jährlich etwa Mk. 8 0 000 für den angeregten Zweck ztir Verfügung stehen.
VorauSiichtlich werden am nächsten Mittwoch die gern ein fa men Beratungen der Finanzausschüsse der beiden Hammern statlfinden.
Gießen-Grünberg-Nidda Friedberg-Büdingen^ '.'Heielb-Xlameibadi-Srfiotten Tarinstabt-Groß-Gerau
Nr. 39
Erscheint täglich außer Sonntag*.
2em Siebener Anzeiger Derben im Wechsel mit tem hessischen Landwirt die Siebener Kamlliea- rlätter viermal in der Woche beigelcßt und zwrunal wöchentlich ba4 KieUblatt für den Kreis Sieben. Zernlprech-An- ,d)lußf.b.iHcbafiion 112 Vertag u. Expedition 51
und Stichwahl 1907 stellt sich nach folgt:
o. ü.
7.
8.
9.
7. Wonns-Heppenheim
8. Bingen-Alzey
9. Mainz-Lppeuheim
Großherzogtnm
6.
7.
8.
9.
5.
6.
1.
2.
3.
4.
Der Dachtragsetat im Aivanzausschuß.
R. B. Darmstadt, 14. Febr.
Der FinanzauSschub der Zweiten Hammer trat gestern wieder zur Beratung zusammen. In der VocnultagS- sigung wurde eine Einzahl der inzwischen von dem Ausschuß, referenten fertig gestellten Etatsberichte verlesen und genehmigt, sodah nunmehr der AuSschnßberlcht über den Staatshaushalt für 1907 im Druck fertig gemacht werden kann. — Mittwoch nachmittag 3 Uhr begann darauf die gemeinsame Beratimg mit den NegierungSoertretern über die Nachträge zum Haupl- Voranschlag, Hapitel 116 b. Hier kommen fünf verschiedene Öeiegeiitroürfe in Betracht, nämlich 1. die Aenderung dev Gesetzes über den Urkundenstempel vom 12. August 1899; 8. die Aenderung des Gesetzes, die Bildung eines Ausgleichs- sondS vom 26. März 1904; 8. den WvhnungSgelbznschuß der Staatsbeamten; 4. die Aenderung des Gesetzes über die Besoldung dec Staatsbeamten vom 9. Juni 1898, hier die DehattSverhältnisse der seminaristisch gebildeten und dec tech. Nischen Lehrer an den höheren Lehranstalten re. und 6. die Gehalte der VolkSschullchrer. In dieser Beratung, bet der u. o. CtaatSnilnister Eivald, Jinauzminisicr Gnarrth und Munster des Innern Braun zugegen waren, entspann sich nauientlich über den Gesetzentwurf beir. die Abänderung de» Urkundenstempels eine lange Debatte. Fast sämtlich LluSschusjmitglieder stellten stch auf den Slandpunkt, bau du von der Negierung m Vorschlag gebrachte Erhöhung des Finmobllieusiempels cm sehr unerivümchieS SUhtiel sei, nm besten Hülse sich bie Besseritellung der Staatsbeamten mib der Lehrer vollziehen und auch die restlichen Defizits der früheren Jahre ans dec Welt geschafft werden sollen. Alan verschloß sich aber von keiner Seile dec 9lotiDenbigfeit, in eure Bciaiung dec Vorlage mit der Regierung einzulreten. Im Laufe bei Verhandlungen beantragte bann ber Abg. Brauer, daß bei Ucbergabeoertcägen von Eltern auf die Jlinöec die jetzt aus em Viertel ermäßigten Stempeljätze bei den niedrigen Objekten bis zu 50 OüO Mk. beibchalten werden sollen, em Antrag, dem auch der Ausschuß zustimmte. Nachdem dann Finanzminister Gna uth bargclegt hatte, baß eine Abwälzung der für die Besterstellung ber Beamten und Lehrer auszu- dringenden Mittel auf die direkten Steuern nicht ducchsühr- bar sei, da dieser Schritt eine Erhöhung der direkten und der Vermögenssteuer um 10 Prozent, oder bei Inanfvruch- nähme ber Einkommensteuer allem um 12—18 Prozent zur Folge haben mußte, vertrat Abg. Dr. Osann den Stand, punkt, daß wenigstens ein Teil des notwendigen Mehrlredürf- nisses anS den Erträgnisten dieser Steuern aufgebracht werden sollte. Die NegierungSvertreter verhielten sich diesem Vorschlag gegenüber ablehnend, weil dadurch eine Lteucrerhühung Notwendig geworden und eS nicht möglich sei, eine solche durchzuietzen. Bei Besprechung des Gesetzentwurfs über die Lehiecgehalte wurde von verschiedenen Seiten, besonders von den Abgg. Tr. Osann und Molthan, die Aujsastung vertreten, daß die drei untersten Gehaltsuufen, mit nur 1100 Mk. beginnend, entschieden einer Ansbesterung bedürsten, da sie gegen früher in keiner Weise erhöht worden seien. Tie Regierung verhielt sich auch dieser Forderung gegenüber ablehnend, indem sie darauf hlnwlcs, daß in diesem Falle Mittel flüssig gemacht werden müßten, die nicht vorhanden seien, und erklärte, daß sie über die m der RegieoungSvor-
Statistisches zu deu Ncichstagowahlcu in Hessen.
Wie die Statistik beweist, haben die diesmaligen Reichs- lagSwahlen einen großen Teil jener indifferenten Wahlberechtigten auf die Beine gebracht, die sonst immer fein zu Hause z»i bleiben pflegten. Wenn man aber bedenkt, wie die Presse im ganzen Wahlkampfe immer und immer wieder an die „Parin Der Nichlwählcr" appelliert hat, um sie mobil zu machen für Die Ausübung ihier höchsten staatsbürgerlichen Ehrenpflicht, dann muß trotz allem zugegeben weiden, daß ber Erfolg boch meistens nicht ber ausgewandlen Muhe entiprcchenS gewesen ist. Im Königreich Sachsen allerdings hat man wirklich erfreuliche Resultate erzielt; aber in dem übrigen Reichsgebiet, speziell auch bei uns m Hessen, ist noch immer eine itattliche Zahl von Wählern nicht zur Wahl gekommen, roumglcid) auch gegen 1903 eine erfreuliche Zunahme der Wahlbeteiligung zu verzeichnen ist. Einltwcilcn wird es jetzt darauf aukommen. Durch den Ausbau der Organisation der bürgerlichen Parteien Die Neuerweckten bei der Stange zu halten und ferner darf die Preste nicht nachlassen, stets von neuem wieder die sitzt
Tie Partei der Nichtwähler ist also gegen 1903 in der Hauplwahl 1907 von 66 640 auf 41 438 jurüefgegangen; allein sie bleibt noch immer von erheblicher Stärke und über- trifft z. B. die Zentrumspartei recht beträchtlich. Nur in WonnS hat sich eine Wahlbeteiligung von über 90 Proz. bei Den Hauptwahlen ergeben. Daß die Wahlbeteiligung 1907 mit Ausnahme von Tarmstadt-Groß-Gerau und AlSfelb. Lauterbach bei den Stichwahlen eine geringere gewesen ist, wie bei den Hauptwahlen, erklärt sich au8 den eigentümlichen Parteikonstellatiouen, die diesmal bei den Wahlen zu Tage ~ der Wahlberechtigten belief sich von
stimmen — 12 Proz.
26,5 Proz. aller Wahlberechtigen sozialdemokratisch, m der
FreutzischiS Abgcorönetenyaus.
Berlin, 14. Februar.
Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Berar-ing des Antrages Bemann (nL), eine Louimis.ion für Vorschläge zur RegelungderDienÜLbzügebecstaatsangepell-
Hauptversammlung der Teutscheu LaudwirtschastS- Gesellschaft.
(Unberechtigter 'Nachdruck verboten.)
S. u. H. Berlin, 14. Februar.
Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von Delegierten auS allen Teilen des Reiches trat heute nachmrttag ber Gesamt- ausschuß bet Deutschen Laiwwirtschaslsgescllscbaft zusammen. Ten Vorsitz führte ber ursprünglich als Nachfolger des LandwirtschaftS- ministers v. Podbielski mehrfach genannte Qberpräfident ber Rheuiprovinz Frhr. v. Schorlemer-Lieser, bet die Berhaiiblungen mit eyier Begrüßung bes neuen Landioirtschaftsministers von Arnim-Errewen eröffnete. Dieser war bekanntlich bisher seit 14 fahren ber Vorsitzende des Vorstandes ber „Deutschen Land- wirtiu,asts-Gesellschaft" und zugleich Vorsitzender bes Sonberaus- schusseS für das Bauwesen und der stelloertretenbe Vorsitzende ber Geräte-Abteilung ber „Deutschen Lanbwirtschastsgesellschaf^ Mit Beijall begrüßt, nahm ber Minister alsbald bas Wort, um d m Gesamtausschuß mitzulellen, daß et infolge seiner Ernennung gezwungen sei, seinen Posten als Vorsitzenbet ber Gesellschaft nieder- zulegen. Dagegen behalte er sein Amt als Mitglied bes Vorstanoes auch für Die Zukunft bei und werbe ferner nach wie vor den Vorsitz im Sonderausschuß für „Bauwesen" uno den stellvertretenden Vorsitz in ber „Geräte-Abterlung^ weiterführen. Zn Anerkennung seiner Verdienste um bie Gesellschaft überreichte Oberpräsident Schorlemet dem Minister bie große g o Iben e „V o n Eyth-Medaille", die ber Mmiftet mit der Versicherung entgegennahm, daß et auch in Zukunft der Gesellschaft seüt Interesse zuwenben toeroe.
hieraus legte Lekonomierat Wölbling den Gcschä i ts- bet icht bet.Gesellschaft ter, .
Dem Daxmig.en Begründet bei Gesellschaft Max o. Eylh soll anj
noch schlafenden Heerscharen auS ihrer bequemen Ruhe auf- zustören. DaS Bild für die Wahlbeteiligung m unserem Großherzoglum bei der Hauplwahl 1903 und bei der Haupt- Dacmst. Ztg. wie
läge festgelegten Sätze keinesfalls hinausgehen könnte.
In der DonnerslagSsitzung wurden die einzelnen Gesetz, entwürfe weiter durchberaten. Die Mehrzahl der Ausschuß- Mitglieder erklärte, daß sie mit in einer Zwangslage für die Annahme des Fmmobillenstenipels stimmen könnten, weil sonst die ganze Besserstellung der Beamten und Lehrer ver- hindert werden wurde. 9lbg. Ulrich sprach sich gegen die Uikundenslempelvorlage auS; er will, daß die neu aufzu- bnngenben Gelder umgehend durch eine weitere progressive Lteuerethöhung beschafft werden. Bei Besprechung der Lehrergehalte kam Abg. Dr. Osann auf, seine For- berung um Erhöhung der drei untersten Gehaltsstufen zurück und erklärte, daß er diesen Antrag auch bei der Plenarbe- talung der Hammer widerholen würde; bie Meh-tPeil des Ausschusses sprach sich ebenfalls zugunsten diese« Sin- Iragfl aus. Die Vorstellung dec Lehrerrnnenvereine Hessens, die Gehälter der Lehrerinnen an Volks- und Mftlel- schulen, sowie diejenigen der für höhere Schulen geprüften Lehrerinnen an höheren Lehranstalten m demselben pronjcnjualcn Verhältnis zu erhöhen, wie die der Lehrer der betreffenden Schulgruppen, wiirde von ber Regierung ebenfalls mit dem Hinweis auf den Mangel an Mitteln abgelchnt, doch nahm der Ausschuß einen Antrag Dr. Osann an, diese Vor. slellung dec Regierung zur Berücksichtigung zil überweisen. Bei Beratiing des WohnungsgeldzilschlißgefetzeL Lehnte dec Ausschuß das Gesuch dec unoerheiralelen Beamten, denen nach der Regierungsvorlage nur die Hälfte des Zil- sichnffeS gezahlt werden soll, um Gleichstellung nut den übrigen Beamten ab, da die Erfüllung dieses Gesuchs eine 9let)rau6gQbe von ca. 60000 Mark erfordern würbe und die Mittel nicht vorhanden sind. Tec Ausschuß genehmigt schließlich sämtliche fünf Gesetzentwürfe im Allgemeinen nut «verschiedenen Mehrheiten vorbehaltlich der beschloffeuen, mein ■utr unwesentlichen Abänderungen. In der Fcellag vor-
Gießen-Grüuk'erg -Nidda Fricdverg-Budmgen Alsfetd-^auierbacti-Schotten Tarmstabl-t^roß-Gerau Cfienbaci)-2 irbuig Bensbeini-Eidach WoiinS-veppeuheim Bmgeu-Alzei) Marnz-Oppenheim __
Großherzogtum
"«»"«ta« Betoflensbrud und Verlag der vrll^schen Unin.-Vuch. und Lleindnickerel. H. lange. «edaNIan, Lrpedilion und Druderti; §chulftra„e Z. »<>n« B^'-r
Benshenn-Eibach
Woiins-Hevuenheim
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Alainz.Lppenheim ____
Gtoßherzoglum 2? i 026 2do oöö 00,4 Pcoz. 41 438
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(Ä rn.'iiail,ci>75Pl^viertel-
v rA7 73 v iätniu-t) l'lf. 2Ä; bun$
Gichemr Anzeiger
QW auswärts 20 P'enuig.
General-Anzeiger für Oberhessen WZZ
V 1 • • • Gecichtsfaat'. Ernst
t e n einzusetzen. der bie Vorvetatung ber euisa-tagigen Petuione« zu überweisen ist. , t ,
Abg. Schiffer (nl.) bemerkt, baß durch bie Zahlreichen Petitionen eine U e b e r l a ft u n g ber Abgeordneten eintiete. Trotz bet eifrigsten Arbeit sei nicht möglich. Die Petitionen fäniiliu# zur Urlcbigung zu bringen. Diesem Zu- l'tanbc müsse ein Ende geuiadzt roeroen. Auch bie Einkommen ber Beamten müßten angesichts ber Teuerung erhöht werden. Hier müsse geholfen werben. Er sei gern bereit, ber Staatsregierung bie Znitiative zu überlassen, er giauoe aber nicht. Daß sie so schnell eintreten meroe wie es angesichts Der herrselZ:»- Dcn Verhältnisse nötig erscheine.
Zinaiizuiiuister Zrhr. v. 81 Hein ba b en entgegnet, daß bie Budgellommijsion bei ber Prüsung der Petitionen oec Beamten nicht auSzuswatten sei, da es sich um bie Deckungssroge hanbcle. Es würden so außerordentlich hohe Anforderungen an den Staat gestellt, daß eine Erhöhung ber Einkommensteuer erfolgen müsse, wenn es so weiter gehe. 8venn schon jetzt wieder eine allgemeine Gehaltsaufbesserung Dorgeiiomnieii werden solle, so wurde Die E i n- k 0 m m e n st e u e 0 nm 50 P r 0 z. erhöht werben müssen. Eine besondere Kommission könne wohl die Petitionen pruien, sie wisse aber nicht zu beurteilen, wclcye Konsequenzen die Aufbesserung mit fiaj bringen werbe. Die Einsetzung einer beson- beren Kommission wuroe bie llnzusriebenheit noch vermehreiv. Man burje niu-t mechanisch vorgehen, sondern müsse die Gehälter verbessetn, wo es am notigsten sei.
Abg. Fchr. v. Zedlitz beantragt, den Antrag in der Fassung anzunehmen, daß das HauS bie Erwartung ausspreche, baß Die biCginung in bet nächsten Session eine Vorlage einbringe, burch die die Gehälter der Staatsbeamten angesichts Der Teuerung neu geregelt werden. Tas Vauö erkläre si<v -uc Bereitstellung der Mittel nötigensalls burch Erhöhung von Steuern bereit.
Abg. Tr. P 0 rsch (Ztr.) bittet, ben vom Zentruni gestellten dahin zielenden Antrag zugleich mit ben anderen Anträgen zu ver handeln. Sollte eine gtuUcre Anspannung der Stcuerkrast dazu notig sein, so würde er dem -ustimmen. Seine Partei fordere bie tiicgitruiig auf, im nächsten Etat eine Revis ton der Gehälter überhaupt voizunchmen. Eine Ko>i»Mission, wie sie zttr Vorbereitung bet Petitionen verlangt werbe, halte er nicht für geeignet. Die Vubgetkommijsion könne hierüber viel besser urteilen, als bici einer bcsonberen Kommission möglich wäre.
Nach längerer Debatte wird der Antrag Bachmann gegen bie Stimmen ber freisinnigen und nationalliberalen ab* gelehnt.
Hieraus fährt daS HauS in der zwekten Beratung de- Etats fort Zunächst wird der Etat der G e st ü t S v e r w a 11 u n g be- Iprochen. Tie Einnahme»» werben beiuilligt Zu ben Ausgaben liegt ein Antrag beS Abg. 0. D 1 r k s e n (sk.) vor, der die Ein* Heilung von besonderen Mitteln zur Hebung der Kaltblut- z ucht fordert, um die Einfuhr ausländischen schweren Pferdematerials einzu schränken. Abg. v. D i r 11 e n (sk.) ertlärt, nicht nur die Vollblutzucht, sondern auch bie Kaltblut* zücht müsse unser Interesse erfordern. Die Einfuhr ber Arbeits- pserbe aus dem Auslanbe nehme immer größere Dimensionen an, während bei aenugenber llnierstützung b.r italtblutjudjt biefe schweren Arbeitspferde auch im Jnlande aezüchtet werden könnten. Man sollte die kleinen Besitzer durch Gewährung von Prämien, und Darlehen in jeder Weise unterstützen.
Landwirtschastsministec v. Arnim- Criewen teilt mit, die Körorbnung werbe einer Prüsung unterzogen werden. (Beifall.) Man könne der landwirksch. Verwaltung keinen Vorwurf machen, daß sie zu einseitig die Warmblutzutlft fördere. Allen Bestrebungen auf dem Gebiete der Kaltblutzucht lasse man völlige Freihell; vcnt Engherzigkeit könne nicht die Rede fein.
Abg. Becker (Zentr.l: Die Pferdezucht sei durch den Zolltarif geschützt worben. Jetzt müßten wir aber auch versuchen. Die Pscroezucht d.rch verständige ^lagnahmen zu heben.
Abg. v. Bieberstein steht auf dem Standpunkt, daß der Staat außer der Warmblntzucht auch und vor allem die ffaltblnt- zucht unterstützen müsse.
Abg. G y ß l i n g (Fr. Vpt.) erklärt, seine politischen Freunde würden für den Antrag bei Herrn v. Tirksen stimmen. Außerdem wolle er seiner Freude darüber Ausdruck geben, daß bie Gehälter einzelner Beamtenkategorien erhöht worden feien.
Abg. Graf Schwerin- Löwitz (t) führt ans, daß ber deutsche Landwirtschaftsrat seit Jahren der Ansicht sei, daß die Kaltblutzucht in Preußen dieselbe Berechtigung habe als die Warmblut- zucht.
Ter Antrag Dirksen wird gegen die Stimmen der Konservativen und einen Teil des Zentrums angenommen. Ohne weitere Teoatte wirb ber Reit des Etats der Gestütsverwaltung erledigt. Es folgt die Beratung des Etats der Tornänenver- w a 11 u n g. Beim Titel „Einnahmen" empfiehlt Abg. B e ck (k.) bie Ablösung der Domänenrenten. Tie Einnahmen werben bewilligt, ebenso die einmaligen Ausgaben. Damit ist ber Etat ber Tornänenverwaltung erledigt.
26 518
16 608
63 Pcoz.
9810
22 990
17 60'>
76
5 393
18 430
12 699
69
5 732
84 6u4
27 545
79
7 109
42 841
34 834
81
8 007
24 b30
15 347
62
9 483
2s 580
23 297
81
5 283
24 523
18 441
74
6 382
86 .99
26 757
74
■
9 442
259 474
192 834
74 Proz.
66 640
•V u u v 1 ro a ij 1
4 007
28 299
22 905
80,8 Pcoz.
5 394
23 887
20 251
843
3 636
19151
15164
79,2
3 987
49 232
83 643
8.,8
5 589
46 891
41 129
87,5
5120
26123
21 093
80,4
5 852
30 077
27 430
91,2
2 647
24 668
21 <-76
85,5
3 592
38 638
32 722
84,7
•
5 916


