Ausgabe 
17.9.1907 Erstes Blatt
 
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worden und halte 40 Minuten Verspätung. Auf dem Bahn­übergänge zwischen Alverdmff und Schöningen (Braunschweig) wurden in der Nacht von Samstag zu Sonntag drei Berg­leute von einer Lokomotive überfahren und getötet, einer schwer und drei leichter verlebt. Ter Bahnwärter hatte nach dem Passieren eines Güterzuges die Schranke geöffnet und über feien, daß unmittelbar hinter dein Zuge noch eine Leer-Loko- wotive die Stelle passierte. Als am 16. Sept, der FrühKUg von R o g a s e n (Posen) die Station Stenpuchowo verlassen hatte, bemerkte der Lokomotivführer eine Telegraphcnstange, die quer­über den Eisenbahnschienen lag. Nur der Aufmerksamkeit des Lokomotivführers ist es zu danken, daß der Zug sofort zum Stehen gebracht und ein Unglück verhütet werden konnte Es wurde festgestellt, daß acht Telegraph en st an gen ab­gesägt und auf ben Bahnkörper geworfen worden waren Zn der Eisenbahn-Katastrophe bei Canaan (Amerika) wird noch gemeldet: Ueber 50 Passagiere des Eilzuges wurden sofort getötet und viele furchtbar verletzt. Der erste Wagen, in dem 90 Passagiere saßen, wurde vom Gepäckwagen vollständig zerdrückt. Ueberlebende berichten, daß sie den Gepäck­wagen deutlich sich durch den Personenwagen zwängen und die darin sitzenden hilflosen Opfer gräßlich zermalmen sahen. Die Lokomotiven und Wagen stürzten um und ihr Feuer erleuchtete im Morgengrauen die entsetzlichen Svenen. Das Geschrei der Verletzten war herzzerreißend. 16 Personen wurden furchtbar verstümmelt, aber noch lebend aus dem ersten Wagen gezogen. Drei waren bei dem Zusammenstoß herausgeschleudert worden. Sie sind die einzigen Insassen des Wagens, die l e b e n d entkamen. Es heißt, die Katastrophe sei dadurch veranlaßt wor­den, daß der Güterzug der Vorschrift zuwider auf falschem Gleise Canaan durch besondere Eile zu erreichen suchte, ehe der eUiU* 6 Millionen unterschlagen. Nach einer Mit- Leitung des Staatsanwalts in Arnheim in Holland ist, nach Unterschlagung von 1'10 000 Gulden der Direktor des Bankgeschäftes Pliester u. Co., Coenrad Constant Lincker alias Schutt aus Arnheim flüchtig geworden. Er ist 54 Jahre alt, mittelgroß, von kräftiger, sehr schwerer Ge­stalt, hat rotblonden Schnurrbart, Pockennarben auf der Stirn, spricht gebrochen deutsch und englisch. Die Unter­schlagungen betragen ungefähr 6 Mill. Mark. Es steht fest, daß Lincker in Begleitung eines jungen MaiMes^ bis zum 9. Sept, in einem Hotel in Berlin logierte. Er hat das Hotel mit der Angabe verlassen, nach Köln fahren, zu wollen. Sein Gepäck habe er auf dem Bahnhof Friedrich­straße stehen lassen. Auf die Ergreifung Linckers ist eine sehr hohe Belohnung in Aussicht gestellt.

Kleine Tagcschronik.

Der 'Schloßbesitzer Albert Rötzer aus Schloß Güttingen im Thurgau (Schweiz) wurde von einem Züricher Zahnarzt Dr. Meier und dessen Geliebte namens Zapf, die angeblich aus Neuenburg kommt, in seinem eigenen Schlosse überfallen, ermordet undberaubi. Das Mörderpaar roußte sich unter dem Vorwand, das Schloß kaufen zu wollen, Eingang zu verschaffen, entfloh nach dem Morde, wurde aber in Neuenburg verhaftet.

Die Belohnung für Ergreifung der Frevler, die den StrauI- berger Eisenbahnunfall herbeigefiihrt haben, ist von 2000 auf 5000 Mk. erhöht worden.

Im Manövergelände bei Züllichau hat sich der Vize/.ckd- webel D. mit seinem Dienstgewehr eine tödliche Verletzung beigebracht. Die Motive zu dem Selbstmord dürsten darin zu suchen sein, daß in letzter Zeit mehrfache Beschwerden ü^er D. einliefen, weil er angeblich oen Dienst'vernachlässigt haben loll.

Das HotelSilesia" in Petersdorf (Nieseugebirge- ift nachts vollständig niedergebrannt. Drei Kinder des Besitzers Leuchner, zwei Knaben im Alter von 7 und 9 Jahren sowie ein Mädchen von 15 Jahren fanden den Tod in den Flammen. Drei in dem Hotel bedienstete Mädchen e/rlitten sehr- schwere Verletzungen. Die Hotelgäste konnten nur mit Mühe ihr Leben retten. . , -

In Essen a. Ruhr erstach der Arbeiter Hutger seine Frau, weil sie ihm kein Geld zu Branntwein geben rvollte. Er­würbe verhaftet. , ,

In Hohengandern (Eichsfeld) schoß der Dreschmaschinen­besitzer Drost auf seinen Soyn und seine Tochter; diese lvurde getötet. Der Mörder ist flüchtig.

Wie aus München gemeldet wird, ist der Vatermörder Schafsold, der auch einen Dtord an einem Gutsbesitzer begangen hat und seit dem 8. August flüchtig war, gestern in Schongau verhaftet worden; der Täter ist anscheinend geistesgestört.

Liugejandr.

(Für Forin und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion denl Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

G r ü n b e r g , 16. September. Unser Eingesandt in Nr. 213 des Gießener Anzeigers, betreffend die Gemeinderatswahl, wird in Grünberg vielfach insoweit latsch gedeutet, als irrn'unlich angenounncn wird, der Hinweis, daß bei der letzten Wahl mit Bier etc. aus Wähler eingewirkt worden sei, beziehe sich aut die letzte Bei­geordnetenwahl. Zur Aufklärung teilen wir mit, daß sich dies nicht aus die Beigeorduetemvahl bezog, sondern auf die letzte Ge­nie i n d e r ä r s w a h l, wie ja überhaupt nur von der Geineindc-

ratswahl im Eingesandt die Rede war. ®cimu so verhält es sich mit der Andeiiluug über den Ton in den Gemeinderalssitzuugen. Wer kann dem Beigeordneten in dieser Beziehung den geringsten Vorivurs uiachen? Es wird doch kein Mensch behaupten können ob ei1 wollen, daß durch den Ausiall der letztenVeigeordncteiiwahl" der Ton in den Gemeinderatssitzungen eiiiigmale plebejisch sich ge­zeigt habe. Muß man denn m Grimberg mit dem Zaunpsahl winken, um verstanden zu werden? Duo...

Gießener Wetterdienst.

Vo.ansstchtliche Witterrnrg für Hesse» am Mittwoch den 18. September: Meist trüb. Geringer Regen. Kühl. Westliche Winde.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 17. Sept. Heu- u n d Stroh­markt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angesahren waren 3 Wagen Heu 6 Wagen Stroh. Bezahlt iviirde für Heu Mk. 3.00 bis Mk/3.40, für Korii- und Langslroh Alk. 2.30 bis Alk. 2.50. Tendenz: bei Heu fest, bei Stroh flau.

Sozialdemokratischer Parteitag.

S. u. H. Essen (Ruhr), 15. Sept.

Mit xiner Begrüßungsversammlung, in der August Bebel in altgewohnter Weise das Wort nahm, nur die Tagung mit einer programmatischen Ansprache einzuleiten, begannen heute hier in der rheinisch-westfälischen Jndustrie- metropole die Verhandlungen des diesjährigen sozial­demokratischen Parteitags, Die Beteiligung der Delegierten beiderlei Geschlechts ist außerordentlich groß.

Am heutigen Sonntag versammelten sich die Delegierten und die Essener Parteigenossen um 5 Uhr nachmittags in dem großen Festzelte zu einer Versammlung, in der Bebel, von den Genossen stürmisch begrüßt, das Wort nahm. Bebel schloß mit einem Hoch auf den künftigen Sieg der Sozialdemokratie im rheinisch-westfälischen Jndustrie- bezirk. (Stürmischer minutenlanger Beifall.)

Paul Singer dankte den Essener Genossen, die es trotz aller Schwierigkeiten ermöglicht haben, baß der Parteitag hier abgehalten werden konnte. Damit schloß die Versammlung.

Um 7 Uhr abends fand dann im Maasschen Saale die Begrüßungsversammlung statt, durch welche der Parteitag offiziell eingeleitet wurde. Der an sich höchst einfache Saal war v4.it roten Fahnen und Inschriften reich verziert. Auf dem Podium sind inmitten grüner Blatt­pflanzen die Büsten von Liebknecht, Marx und Engels auf­gestellt. Bebel wurde bei seinem Erscheinen Gegenstand begeisterter Huldigungen, ebenso Singer.

Nach einem Begrüßungslied des Arbeitergesangvereins von Essen und Umgegend und einem längeren Prolog, in dem der Parteitag in derMetropole der Millionäre" willkommen geheißen wird, begrüßte der Essener Reichstags­kandidat Redakteur Gewehr (Elberfeld) die Delegierten namens des Lokalkomitees.

Daraus ergriff, stürmisch begrüßt, Reichstagsabg. Paul Singer das Wort: Er gab seiner Freude Ausdruck, daß die Essener Genossen sich von nienrandem hätten einschüch­tern lassen. Die Delegierten aus ganz Deutschland seien gern nach Essen gekommen, um hier die Hochschule der kapitalistischen Ausbeutung feinten zu lernen. Die Sozial­demokratie wolle nicht das Dach des Unternehmers in Brand stecken. Es falle ihr g"r nicht ein, das Dach des Hauses anzuzünoen, in das sie selbst hineinkommen wolle. (Bei­fall.) Sie wolle an Stelle der Zwingburg der Industriellen Wohnungsstätten errichten, in denen der Arbeiter ein freier Mensch sei. Sie muß dem Industrie-Feudalismus ent­gegentreten, seine Wirkungen erleichtern und sür Besserung sorgen.

Darauf erklärte Singer den Parteitag für eröffnet. (Stürm. Beifall.) Zu Vorsitzenden wurden Paul Singer und Gmoll (Essen) gewählt. Ferner wurde die Mandats­prüfungskommission ernannt und verschiedene andere ge­schäftliche Angelegenheiten erledigt. An die Verhand­lungen schloß sich ein Kvmmers und ein Festball an.

Morgen vormittag um 9 Uhr tritt der Parteitag zu seiner ersten Geschäftssitzung zusammen, in welcher man sich zunächst mit dem Jahresbericht des Parteivorstandes beschästigen wird.

MrigincU-Drahtmeldringen.

sd. Darmstadt, 17. Sept. Ter Raubmörder Martin ist Henle vormittag 10 Uhr in Frankfurt verhaftet worden. Das Töchterchen der Familie Neuroth ist heute vormittag seinen Verletzungen erlegen.

K.-B. Darmstadt, 17. Sept. Der Gesetzgebungs- Ausschuß der Ersten Kammer wird am 1. Oktober und der der Zweiten Kammer am 7. Oktober zusammentreten. Ersterer wird sich zunächst mit der Wertzuwachssteuer-Vorlage be­schäftigen.

sd. Darmstadt, 17. Sept. Ter Raubmörder Martin befindet.sichallem Anschein nach noch in Darm­stadt. Eine Persönlichkeit, auf die die Beschreibung der Staatsanwaltschaft paßt, kaufte sich gestern in der Kurz­warenhandlung von Frau Rohmig ein Paar schwarze Strümpfe sowie ein rotkarriertes S^entb. Das Hemd zog der Mann trotz des Protestes der Frau im Laben über sein anderes Hemd an; auch die Strümpfe zog er sofort an. Ferner kaufte er einen Umlegkragen und ein Portemonnaie, in das er etwa 270 Mk. in Gold und 30 Mk. in Silber tat. Heute früh kauste er int Schuhgeschäft von Jakob ein Paar Halbschuhe. Die Polizei wurde sofort benachrichtigt und ist eifrig aus der Suche nach der verdächten Persön­lichkeit. Der Zustand der Frau Neuroth und des verletzten Mädchens ist ni.h» immer sehr bedenklich. Die Sektion, des toten Knaben findet heute vormittag statt.

m. Friedberg, 17. Sept. Gestern nachmittag stürzte der Zimmermeister Füller, der mit dem Legen einer Balken­lage beschäftigt war, vom dritten Stockwerk eines Neubauss ab. Er begab sich in das Hospital, wo sich heransstellte, daß er Verletzungen am Rückgrat erlitten hat. Heute morgen passierte ein weiterer Unfall. Beim Abbruch des Triumph­bogens siel ein junger Mann aus etwa 12 Meter Höhe auf einen Haufen Bretter und erlitt anscheinend eine Gehirn­erschütterung.

Essen, 17. Sept. Am Sonntag fanden im ganzen Industriegebiet zum Prote st gegendasneue Ku ap fi­sch astsgesetz 35, vom alten Bergarbeiterverband ein- berusene Massenknappschaftsversammlungen statt, die sich mit der Siebener-Kommission einverstanden erklärten.

Osnabrück, 17. Sept. Die gestrige Veranstaltung des evangelischen Bundes, bei der der frühere Divisions- Pfarrer Bachstein sprach, gestaltete sich zu einer machtvollen Kund^ gebung gegen den Ultramontanismus.

Braunschweig, 17. Sept. Der Bauarbeiter streik ist beendet. Die Arbeiter nahmen die Arbeit bedingungslos wieder auf. ,

München, 17. Sept. Das bayerische Ministerium lehnte einen Antrag auf sofortige Einberufung derZen- tral stelle für Handel, Industrie und Gewerbe wegen der hohen Getreidepreise ab. Das Ministerium lötU erst die diesjährige Ernte abwarten und macht geltend, daß die Getreidepreise des Jahres 1891 höher gewesen seien, als die jetzigen.

Rom, 17. Sept. Gelegentlich der Rückkehr des Kardinal- Staatssekretärs Merry del Val nach Castel Gondolfo ereignete sich ein Zwischenfall. Die mit dem Sicherheits­dienst beauftragte Polizei bemerkte einen Priester, der sich sehr erregt zeigte. Ter Aufforderung, sich, zu ent­fernen, kam er nicht nach, sondern erklärte, er müsse unbe­dingt den Kardinal sprechen, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Er wurde zur Polizeiwache gebracht, wo festgestellt wurde, daß es sich um einen französischen Priester namens de la Huile handelte.

Lille, 17. Sept. Das erste und zweite Stockwerk des, Redaktionsgebüudes des Blattes Progrss du" Nord, wurde durch eine Feuersbrunst ein geäschert. Die Ursache des Brandes ist unbekannt. Der Schaden ist be­deutend.

Warschau, 17. <oept. Gestern ftmd hier das Begräbnis! S i l b e r st e i n s statt. Seine Mörder wurden ergriffen. Äußer- dem sind 40 Arbeiter verhaftet worden.

New York, 17. Sept. Der Verleger des Newyork Herald, der Weltmann die Mittel zu dessen Ballon- Ünternchmen gegeben hat, drückte in einer Unterredung ntit einem Mitarbeiter der Times seinen Zweifel aus, daß er Wellmann nochmals 'Gelegenhett zu der Fahrt geben werde. Jedenfalls wolle er erst dessen ausführlichen Be- richt ab warten.

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5862

Die Beerdigung nndet Donnerstag, den 19. September, nachinittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante

Eiisabetiie Otto, geb. Euler

im 51. Lebensjahre heute Nacht 1 Uhr nach langem schwerem Leiden sanft entschlasen ist.

2m Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Eduard Otto.

Gießen (Steinstr. 40), den 17. September 1907.

Kohlenlieferung.

Für die Chirurgische Universitäts-Ztlinik soll für die Zeit vom 15. Oktober 1907 bis 31. März 1908, auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung die Lieferung von ca. 300 Zentner Nußkohlen und ca. 7000 Zentner Hüttenkoks vergeben werden.

Die Bedmgungen sowie der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr offen.

Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift ver­sehen, sind bis ztim Donnerstag, den 26. Sept. 1907, mittags 12 Uhr auf dem Verwaltungsbureati abztigeben.

Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage.

Gießen, den 16. September 1907.

Großh. Direktion der Chirurgischen Klinik.

Poppert. tvt/8

Mi

Die trauernden Hinterbliebenen.

5843

Gießen, den 16. September 1907.

&

Großherzoglicher Bahnhofsvorsteher sprechen wir Allen unseren innigsten Dank aus.

Odstversteigerung.

Nächsten Donnerstag, den 19. September, von vor­mittags 11 Uhr an, soll das Obst in den Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauischen Gärten zu Alten-Bttseck, bestehend

Danksagung.

Für die überaus rahlreichen Beweise herzlicher Teil­nahme beitn Hinscheiden und bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßltchen Gatten, unseres guten, treuenBaters, Großvaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels

in Aepseln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Großen-Buseck, den 16. September 1907.

Althaus, Freiherrlicher Rendant. iy7/0

Die neu hergestellten Kouponsbogen zu der Schtildver- schreibtlng des Geselljchaftsvereins vom Jahre 1882 liegen nunmehr bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gießen vor und können daselbst gegen die ausgestellte Qnitttmg in Empfang genommen werden.

Ter Gesellschastsvorsiand:

Gebhardt. v17/a

Vergebung.

Für die chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen sollen für die Zeit vom 15. Oktober 1907 bis 31. Diärz 1908 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden:

Die Lieferung von:

Fleischwaren, Backwaren, Spezereiwaren, Kaffee, Milch, Butter, Eier, Bier, Seifewaren, Eis und Schreibmaterialien.

Die Abgabe von:

Knochen, Lumpen, leeren Flaschett und Gespül.

Die Bedingtmgen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochen­tagen von 3 bis 5 Uhr offen.

Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum Freitag den 27. September 1907, mittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben.

Der Zuschlag erfolgt innerhalb 8 Tagen. Gießen, den 16. September 1907.

Großh. Direktion der chirurgischen Klinik.

Poppert. b1t/9

Kursus-

für Musterzeichnen, Zuschneiden und L^leidermachen erteilt

JL. ISeuner, Astttlvrg 31.

D5T Beginn 1. Oktober 1907. "Wt 06873

---Anmeldungen werden jederzeit entgegen genommen.