Ausgabe 
14.10.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

tui enf N der

W

in{ ui Bei vir $ nie

iiii N Li bi ibe lei Ci i| er chi bei lßh be> kei

Echattspielhauö.

Dienstag den 15. Cttobev *):Vater und Sohu.

TOOcb den 16. Oktober:Die Rabensteinerin." Donnerstag den 17. Oktober:Vater und Sohn." Freitag den 18. Oktober:Salome/ £)terau<:Iohannisielter." Samstag den 19. Oktober: 9leu cm* studiert:Esther." Drama in 2 Litten von Franz Grillparzer. Fragment. Hieraus: Neu cinfhibiert:Der Misanthrop." Schau­spiel in 5 Akten von Möllere. Sonntag den 20. Oktbr., nachmittags halb 4 Uhr:Der Dieb." Abends 7 Uhr:Ein Wintermärchen." Montag den 12. Oktober:Esther." Hieraus:Der Misanthrop." Dienstag den 22. Oktober:Baccarat."

) Aniang, wenn nicht ander« bemerkt, abends ttm 7 Uhr.

Handel

des

3X6/(

III

3% Portugiesen

87.00

95.30

Princc-Heuri-Eisenbahu .

204.50

223.90

29.00

141.90

. 141.20

-Kindermehl

2910

140.80

127.00

3^°/0 3%

3^7o 3^7»

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank. . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Gestern Staatsbahn .

Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amcrik. PaketZ. Harrencr Bergwerk. . . Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Obeischles. Eisen-Industrie

. 156.50

. 129.50

. 230.60

. 139.50

. 173.90

. 143.40

. 199.50

Reichsanleihe do.

Konsols . .

do. . .

Hessen Oberhessen

Türkenlose ..... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner « , « 4y^°/0 Chinesen . . <

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W . . .

Tendenz: schwächer.

4^°/0 russ.'Staatsanl. 1905 4^°/0 japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903

4% Öesterr. Goldrente 4xI6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . .

396 Portugiesen Serie I

Bestbewährte

gesunde

und

magen- darmkranke

Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene

Kinder.

Teiefomsche BCtirslbe^schte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen.

Frankfurter Börse, 14. Oktober, 1.15 Uhr.

94.20

84.75

94.55

84.85

92.80

92.50

98.10

98.20 93 00

101.30

64.30

65 60 92 50

90.40

92.70

Berliner

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: still.

ISörso, 14. Oktober. Anfangskurse.

122.00

107 50

213.90

198.00

129.30

203.25 224.80 114.10

103.00

perrnsschtes.

* Ein Mann, der seine Großmutter hei­ratet. Aus N e w y o r? wird uns berichtet: Thomas Hugh Allison auS Manlius, Newyork, hat etwas fertig gebracht, vas bisher wenig Sterblichen gelungen ist: er hat seine .Großmutter geheiratet. Dies Ereignis dürfte so ziemlich >er Gipfel von dem sein, was je auf der Jagd nach einer Erbschaft oder Mitgift geleistet worden ist. Der Bräutigam seiner Großmutter ist ein geschäftstüchtiger junger Herr, der nebenbei auch große Vorliebe für Sport hat. BiS vor sieben Jahren galten er und seine Schwester als die künftigen Universalerben des großen Vermögens ihres Großvaters Dr. Buffum aus Rochester. Dr. Buffum hatte Frau und blinder überlebt, und mancherlei Streitigkeiten entfremdeten U)N jetzt seinen Enkelkindern. Als Miß Allison wider seinen Willen einen Friseur heiratete, enterbte er sie und mit seinem Enkel brach er, weil Thomas Allison sich Renn­pferde hielt. Empört über diesen Leichtsinn seines Enkels, uflärte er seine Absicht, noch einmal zu heiraten, um auf diesem Wege den Enkel um die Erbschaft zu bringen. Mr. Allison aber war nicht gesonnen, das schöne Gelb zu ver­lieren, und er entwarf einen raffinierten Feldzugsplan, um ven Alten zu überlisten: seine 0>eliebte sollte den Großvater heiraten! Das wohl nicht minder geschäftskluge Mädchen lernte den alten Herrn kennen, sie war wohl auch sehr lieb zu ihm und schließlich, im Jahre 1900, nahm der Achtzigjährige das junge Mädchen zur Frau. Vor einem Jahre'nun ist Dr. Buffum gestorben und seine junge Frau ward Universalerbin.Dann," so erzählte Mr. Allison lächelnd,wartete die junge Dame, die ichGroßmutter" nannte, die übliche Zett, und nun haben wir uns geheiratet. Meine Frau bestand übrigens darauf, daß die Hälfte der Erbschaft meiner Schwester abgetreten würde; und sjo ist es auch geschehen."

Kleine Tageschrouik.

Ein schwerer Au torno b ilun fall hat sich in Berlin zngerragen. Du Hausdame Meta Reinicke, die bei.einer Regie- nmgSrätin unbestellt ist, wurde von einem Geschäftsautomvbil überfahren. Sie zog sich eine schwere Gehirnerschütterung unb wurde besinnungslos in das Krankenhaus Moabit eingeliefert, wo sie starb.

Ein in Eilenburg wegen Bettelns verhafteter Land­streicher ist verdächtig, den Eisenbahnfrevel bei^-trauß- L ci g verübt zu haben. Er ist ein 21 jähriger Mann namens Beäer. Er ist wiederholt wegen Diebstahls und Landstreicherei vorbestraft; er hat auch schon einige Zeit in einem Jrrenhause zugebracht.

Ein neuer Bahnstr eve l ist bei Bocholt verübt worden. Auf bei Strecte BorgenBocholt wurden Eisenstücke und ein eiser­ner Bolzen in die Schienenstoßstücke eingeklemmt. Die Maschine räumte jedoch das Hindernis fort. Für die Ergreifung der Täter ist eine Belohnung von 300 Mk. ausgesetzt.

Der Kontrakt, welcher Toselli zu einer neuen Konzertreise crr,yV."a7:~1 -^7-vi TTr".^j-bw»

fvühereil Reichstags-Abgeordneten für Offendach - Diebnrg,

B e ck er°Sprendlingen gegen den Redakteur Klug des sozial- eiiuKratischenOffenbacher Abendblattes"., Das Blatt hatte in )t'vicl)icbcnen Artikeln dem Dr. Becker den"Vorwurf gemacht, er ,attc die Attentatsversuche, die anläßlich der ReichStagSwablen im Uini 1903 gegen ihn unternommen wurden, erdichtet und erfunden. ?unb Zeugenaussagen wurde jedoch festgestellt, daß die 9ltientat5- 'ciincue tatsächlich erfolgt sind. Klug wurde zu 4 0 0 Mark c i d st r a f e, event 1 Monat Gefängnis, und zur Tragung aller lüften verurteilt.

Braunschweig, 11. Okt. Wegen Herausforderung zum Iwcikamvfc und wegen Kartelltragens hatten sich der Rechts- mwalt Kurt Dahn und der Zahnarzt Robert Schulze aus -chöningen vor der Zweiten Strafkammer zu verantworten. Es handelte sich um eine Forderung, die der Zahnarzt Schulze ui Auftrage des Rechtsanwalts Dahn dem Landwirt Blum in delmstedt, der Reserveoffizier ist, zu überbringen hatte, mit dem [jn in Differenzen geraten war. Dahn wurde zu 10 Tagen und Schulze zu 2 Tagen Festungshaft verurteilt.

Kaiserslautern, 11. Okt. Das Schwurgericht in Zweibrücken sprach heute nach viertägiger Verhandlung in wm Landsriebensbrnchprozeß das Urteil. Angeflagt sind 18 Arbeiter, am Himmelsahrtstage anläßlich der Streikkra- oalle 'ne Zimm ermann sche Leimfabrik in Ludwigshafen wrstört zu haben. Von diesen wurden 17 verurteilt und ein jugend- icher Arbeiter sreigesprochen. Der Haupträdelsführer Odenbach Uiiclt ein Jahr sechs Monate Zuchhtaus und Meckel ein Jahr Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten wurden zu Gefängnis- strascu von einem Jahr drei Monaten bis zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Trier, 12. Okt. Tas Kriegsgericht verurteilte ?inen Oberleutnant vom Infanterie-Regiment Rr. 69 wegen Z o l d a t en m i ßch an d l u n g zu vier Wochen Stubenarrest.

Darmstädter Möbelfabrik

Darmstadt, Heidelbergerstr. 129

" Kaust Schreinerei ------ -

Werkstätte für Wohnungs-Einrichtungen jeden Stils.

Grösste, existierende, stets wechselnde

Sonderaaisstelänng von ca. KOO mustergültigen Wohnräumen in .jeder Preislage. T^r Man verlange Preisliste mit Abbildungen. *53 b1s/8

Klrd?tid)c nad?rid>teiie

Evangelische Gemeinde.

Mo>Uag den 14. Oktober, abends 8 Ubr, im Lukassaale:

93 i b e I ft n n b e"stwri assiskeiit Becke r.

. . 158.50

. . 129.40

. . 230.75

Nlesnes Lenrlleton.

Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: End­lich beginnt die für Frankfurts Zukunft als Kunststadt so ungemein wichtige Angelegenheit der Städtischen Ga­lerie vom Flecke zu rücken, nachdem schon viele Skep-, tiker daran gezweifelt hatten, daß sie jemals ihr Ziel er­reichen würde. Bor etwa 2i/4 Jahren war die Stadt durch eine große Millionenstiftung des am 4. Juli 1905 ver­storbenen Frankfurter Mäzens L. Jos. P f u n g st in den Besitz eines großen Kapitals gekommen, das laut Testament zur Gründung und zum Ausbau einer modernen städtischen Galerie (für Gemälde und Skulpturen) verwendet werden sollte. Unabhängig von dieser Stiftung bestand schon vorher der Plan der Sammlung der städtischen Kunst- schätze in einem eigenen Museum. Durch die Stiftung ließ sich dieser Plan in ganz unerwartet großartiger Weise verwirklichen. Aber es traten, ehe man an diewirkliche Verwirklichung" gehen konnte, noch eine ganze Reihe von Schwierigkeiten auf. Diese scheinen nun jetzt so ziemlich beseitigt. Bor allem ist endlich die landesherrliche Geneh­migung der Stiftung eingetroffen, und alsbald hat der Magistrat den Stadtverordneten die Regulative vorlegen können, die die verwaltungstechnische Basis zur Begründung der Städtischen Galerie geben. Die Pläne für den Neubau, der auf dem Grundstück des Städelschen Instituts und als Ergänzung dieses hauptsächlich der alten Kunst gewid­meten Museums erstehen soll, sind bereits vollendet, und es wird nun wohl in absehbarer Zeit mit dem Bau der neuen Galerie, die auch der Plastik, dem Stiefkind unseres Museums, und der Kunstwissenschaft besondere Aufmerk­samkeit widmen soll, begonnen werden können. Wenn dann erst einmal die städtische Festhalle fertig sein und ein wür­diges Lokal für große Kunstausstellungen geschaffen sein wird, dann wird unsere Stadt vielleicht noch einmal in den Reihen der deutschen Kunststädte einen Ehrenplatz ein- nehmen. Dr. G. Z.

Tas Leben für die Wissenschaft. Eme be­kannte Ehicagoer Dame, Mrs. Harriet Murtyn, hat sich erboten, ihr Leben für die Wissenschaft zu opfern, freilich in der Hoffnung, daß die Wissenschaft ihr das Leben wieder-

. 14260

. 47.50

. 85 00

durch Ameri'w verpflichten sollte, ist im letzten Augenblick zu- vückgezvgen worden, da seine künstlerischen Leistungen zu inferior sind, um einen "öffentlichen "Erfolg' erzielen zu können.

Der Lehrer Szabo, welcher eine Tour in das Totengebirge untenwmmen batte, ist in der Prielgruppe abgestürzt und tot ausgefunden wotden.

In London stieg am 12. Oktober das Luftschiff Mammut", gegenwärtig das größte der Welt, vom Krystallpalast mit der Absicht auf, den Rekord für weite Fahrt zu schlagen. Die Lustschiffer hoffen, bis nach Rußland zu gelangen.

Aufsehen erregt in Petersburg die Verhaftung des Lehrers der französischen Sprache Duloup wegen Vergewaltigung eines 10 jährigen Mädchens, das er ausgenommen hatte, um einen Hund zu beaufsichtigen, den er gar nicht besaß. Duloup lockte seit Jahren systematisch Heilte. WiWn zur Beaufsichtigung seines Hundes an und machte sie zu Opfern seiner Triebe. Er blieb bisher straflos, weil er jede Klage, auch die letzte, durch Geld niederschlug, bis der Oberstaatsanwalt eingriff. Duloup ist nach einer genauen Untersuchung ins 'Gefängnis i^wersührt worden.

Der eugl. DampferCypresse" ist mit 22 Personen an Bord auf dem Lake Superior imtergegangen; ebenso der Bremerhaver Dreimaster Christa, dessen gesamte Besatzung von 21 Mann er­trank.

Ein als Postbediensteter verkleidetes Individuum hat nachts einen nach dem Südbahnhof zu Wien fahrenden Postwagen unter falscher Vorspiegelung angehalten und den Beamten den Poftsack mit Wertbriefen abgenvmmen, mit dem er flüchtete.

Börsen-Wochenbcricht.

Frankfurt a. M., 11. Oktober.

Trotz aller Versicherungen der Syndikate und Leiter tzroßer < Unternehmen, daß es mit der Industrie noch sehr gut bestellt sei, erscheint der wirtschaftliche Horizont doch etwas um- ; flort. Die Preise der Metalle, insbesondere Kupfer »und Zinn, - gehen weiter zurück, auch auf dem Eisenmarkt läßt sich eine gewisse . Abschwächung nicht verkennen, denn für verschiedene Eisensorten . werden niedrigere Notierungen gemeldet. Der Deutsche Stahl- ' werksverband hat denn auch beschlossen, den reinen Walzwerken, - über deren Klagen wir bereits berichteten, gewisse Preiszuge­ständnisse bei ihrm Bezügen an Halbzeug zu machen, um diese in die Lage zu setzen, unter den jetzigen schwierigen Verhältnissen noch Angemessenen Nutzen zu erzielen. Der Weltmarkt läßt sich eben auch durch die Macht der Trusts, Syndikate und Verbände für die Tauer seine Bahnen nicht nachweisen, vielmehr müssen die Vereinigungen den Bewegungen des Weltmarktes folgen; nur auf diese Weise können sie Erschütterungen vermeiden. Ter Weltmarkt ist aber im Abflauen, wenn auch in manchen Gewerben vielleicht nur im langsamen Tempo. Gegen diese Tatsache kann man sich nicht verschließen. Wir sehen, daß auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt die Verhältnisse heute ungünstiger liegen als vor einem Jahr. Damals kamen im September auf 100 offene Stellen nur 87,9 Arbeitsuchende, jetzt sind es deren 101,1. Wenn die Börse t'rotzdem eine gewisse innere Festigkeit zeigt, so erklärt sich dies daraus, daß die Kurse schon stark zurückgegangen sind und auch ein Rückgang der industriellen Konjunktur bis zu einem gewissen Grade in dem heutigen Kursniveau eskomptiert erscheint. So kommt es, daß selbst die flauen Newyorker Börsen ohne tieferen Eindruck auf unseren Markt blieben. Tas Vorgehen der Negierung gegen die Trusts Nnd die Machen­schaften, die bei dieser Gelegenheit anfgedeckt werden, 'erschüttern drüben doch in hohem Grade das Vertrauen und leisten der Baisse­partei Vorschub für ihre Operationen. Immerhin wird man nicht übersehen dürfen, daß das Tecouvert, welches sich drüben versammelt, auch einmal einer Reaktion führen kann. Der endlich gelungene wirtschaftliche Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn kam nicht recht zur Wirkung, teilweise infolge der Krankheit des Kaisers Franz Joseph. Immerhin waren ungarifche Fonds etwas fester, auch deutsche Fonds wurden wieder besser bezahlt. Russen leicht abgeschwächt, Japaner M. Banken behauptet, M o n t a n p a p i e r e ohne nennenswerte Ver­änderung, nur Kaliwerke besser. Amerikanische Bahnen matter. Von anderen Jndustriepapieren wurden Elektri­zitätswerken auf die neuen Chancen, die sich diesem Industrie­zweig eröffnen, erheblich besser bezahlt, schließlich schwächte sich der Preis dafür aber wieder ab. Alluminium verloren durch den Preisriickgang der Metalle über 30 Proz. Steglitz Photo­graphische 13 Proz. Chemische Werte und Aktien von Maschinen­fabriken meist höher.

Privatdiskonto 43/4 Proz.__________________________________

Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 15. Oktober *): ^Die Entführung aus dem Serail." Mittwoch den 16. Oktober: 1. Abonnements-Konzert. Donnerstag den 17. Oktober:Samson und Dalila." Freitag den 18. Oktober:Der Freischütz." Samstag den 19. Oktober:Hänsel und Gretel." Hieraus:Der Bajazzo." Sonntag den 20. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr:Der BeUelstudeut." Abends 7 Uhr: Lohengrm." Montag den 21. Oktober, abends halb 8 Uhr:Die. lllstige Witwe." _______________

schenken wird. Sie schrieb einen Brief an Prof. George Poe, der einen künstlichen Atrnungsapparat erfunden hat, mit dem er erstickte Personen wiederbeleben zu können hofft, und bot sich ihm zu einem Experiment an. Prof. Poe mußte dieses Opfer im Dienste der Wissenschuft freilich ablehnen.Das würde bedeuten," erklärte er,daß wir zunächst di.e Dame absichtlich töten. Kein ernsthafter Mann der Wissenschaft wird sich zu solchem Tun hergeben. Es ist allerdings mein Wunsch, wenn ein derartiger Unglücksfall eingetreten sein wird, meinen Apparat zu erproben. Es sind bereits so viele Tiere, die 20 Minuten lang für tot gelten mußten, damit wieder zum Leben erweckt worden, daß ich nicht daran zweifle, daß der Versuch auch bei Menschen gelingen wird."

Des Nord pol fahr er s Andree letzte Auf­zeichnungen. Geborgen und mitgeteilt von C. M u u s - mann. Deutsch von H. Mann. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk. Gustav Rieckes Buchl-andlung Nachfolger in Berlin W. 30. Eine Kunde von Andröe: Jahr um Jahr Huben die Kulturvölker auf die Wiederkehr des kühnen Forschers, wenigstens auf ein Lebens­zeichen von ihm geharrt, doch des Todes Sck)weigen war stärker als alle Menschenhoffnungen und all' die Wünsche. Jetzt end­lich verbreitet sich mit Windeseile die Nachricht, daßAndrees letzte Aufzeichnungen" gerettet sind und den wißbegierigen Lesern in einem schmucken Buche vorgelegt werden. Man greift zu dem willkommenen Buche, das durch die Wellmann-Expedctwn und durch die Lenkbarkeit des Luftschiffes in gewflser Weise besonders aktuell geworden ist, mit Eifer und folgt von Etappe zu Etappe dem todesmutigen Forscher. Durch Eis und Schnee führt er uns, und durch all die starken Gefahren der Nord­region finden wir uns endlich imFrühlingsland" wieder bei dem zwerghaften, in idyllischen Frieden ohne jede Kultur, dafür m gesunden natürlichen Anschauungen sorglos dahrnlebenden Völk­chen der Rhorhaer. Mir entdecken mit Andred hier bie un- emeßlichen Goldschätze und nehmen die alte Lehre neu bestätigt mit, daß das Geschenk des gleißenden Goldes an die Menschen das Erwachen eines Volkes zu erster Külturarbeeit mit verhängnis­vollen Folgen verknüpft ist. Der Mensch hat auch hier bei seinem Eintritt in diesParadies der Eisregion" den Frieden gestört. Willenlos mit fieberhaftem Interesse hat man die Auf­zeichnungen gelesen. Man hat nie das Gefühl, den festen Boden unter den Füßen zu verlieren, man fragt sich, ist dies Wahr­heit oder Dichtung, ist die eine Utopie, die in so plastischer Gestalt Menschengeist 'zu ersinnen vernwchte? Nun, jeder sollte dieses Buch lesen, da vieles Jnstricklive in so fesselnder Form wiedergegeben wird, wie selten in einer Erscheinung.

Ein meteorologisches Observ a to rium will

Fragen Sie Ihress Arzt, Parsiimericliefcrantcn, ob es eine zweite Seife, in der Art der Myrrholin-Seife, gegeben hat oder glbt, die eine gleiche Verbreitung gefunden. Die Myrrholin-Seise steht einzig da als Schönhetts-und Gesundheits-Seife. b h

die g'rößte Alpenvereinigung in Welschtirol, die Societü degli Alpinisti Fridenstini, auf der Marmolata, der höchsten Erhri>nngi der Südtiroler Dolomiten an der Grenze von Tirol und Jtalien.' im nächsten Jahr errichten. Tie Marmolata ist 3360 Meter hoch und fällt gegen Süden zu in steilen Felswänden ab; ihr nördlicher Teil ist von einem ausgedehnteil Gletscher bebetft; Sie ist am leichtesten vom Fedajapaß (2045 Meter) oder dem südwestlich gelegenen Contrinhaus aus zugänglich und gilt als Aussichtspunkt ersten Ranges. Tie Erbauung des Observawrmms wird einen sehr beträchtlichen Kostenaufwand nötig machen, -t-en; größten Teil der erforderlichen Baukosten hofft aber der Verehr schon durch eine Geldsammlung im Kreise seiner Mitglieder auf­bringen zu können.

Tie Zentralstelle für deutsche Personen- und Fa­miliengeschichte in Leipzig, Neumarkt 29 (Vorsitzerwer Rechtsanwalt Tr. Brymann), macht es sich zur wrssenschastllchew Aufgabe, das zurzeit noch wenig gruppierte und fast gar nicht registrierte Material über bürgerliche und adlige Familien zu sammeln, zu sichten und zur Auskunftserteilung und Verarbeitung an einem Orte zu vereinigen. Alle Arten familiengeschichtlichev Unterlagen werden zum Zwecke der Verarbeitung dankend entgegen-^ genommen, und es erscheint als eilte Pflicht des Volkes, an dwn Ausbau dieser Einrichtung, jeder an seinem Teile, ebenso mit- zuarbeiten, wie dies an den Sammlungen des Germanischeiü Museums in Nürnberg mit glänzendem Erfolge für die allgemeinej Volks- und Kulturgeschichte geschehen ist. Es werden gesammelt^ Familiengeschichten aller Art, Urkundenbücher, Stammtafeln: (Stammbäume), Ahnentafeln, Ahnenproben. Sodann Hausmarken, Wappenabbildungen unb Siegelabdrücke, Wappenbücher, Glas­malereien, Proträts jeder Art, Exlibris (insbesondere mit Wappen)/ Abbildungen von Grabsteinen, Grabplatten, Wappenschildern auß Beerdigungsstätten usw., Inschriften Personen- und familien­geschichtlichen Inhalts. Jeder sollte seine Stamm- und 4Ihnen- tafel, soweit als möglich und urkundlich belegbar, aufstellen und einsenden. Personen- und Familiennachrichten, sowie Aufzeich­nungen über Bücher familiengeschichtlichen Inhalts, wozu auch Zettelformulare zur Verfügung stehen, werden gern entgegen­genommen. Ferner sind von Wichtigkeit: Alte Urkunden uitb Akten, Leichenpredichen, Bibliothekskataloge, Adreßbücher, Vereins- unb sonstige Mitglieberlisten, Schüler- und Studentenverzeichnisse, Ranglisten, Kalendarien, Almanache, Matrikeln und andere Per­sonenverzeichnisse (auch älteren Tatums), Jubiläumsschristen, Lebensbeschreibungen, sowie alles hierhin gehörige. Insbesondere werden vorhandene Sammlungen dieser Art unb Familienarchive gern in sachgemäße Obhut genommen. Freiwillige Riitarbeiler^ auch für kleinere Arbeiten (z. B. Sammlung von Zeitungsaus-^ schnitten, deren Inhalt Familien und Personen betrifft usw.), unbj für größere oder kleinere örtliche oder sachliche Gebiete werdcnj allenthalben gesucht.

-Krankenkost