flbcr abschlägig beschieden worden.
um
Namen mit Stolz tragen werde. I..'d— iym ~ S- K. H. den Großherzog ausgebrachte Hoch wurde be-, geistert eingestimmt.
wogen worden, daß der Angeklagte nicht aus ehr l o se r G c - genommen worden fei? srnnung, sondern aus politischer Ueberzeugnna *" ‘
x.C ^or71^e deshalb, wie geschehen, erkannt und
der Antrag aus Verhaftung abgelehnt worden.
z~ , — x- < •- . UULt- uuu-/' -Jiivuncui ?yrii.ncrr
ü. Seckendorf habe ihm mttgeteilt, der Verteidiger habe die Presse , - • r--, — "vMVtUt. Mein Antrag, den Frei-
zffr-n_D- ^eckendorft als Zeugen zu laden, wurde abgelehnt. '
OberbürgeiTmeister Mecum betonte in seiner namens der Stadt dargebrachten Glückwunschansprache, w-ie sehr oie Stadt Gießen Ursache habe, sich des Besitzes des Gymnasiums zu freuen und ihm dankbar zu sein. Neben den spater entstandenen realistischen Lehranstalten werde r£5., Wrnrnft«*11 als Vernrittlungsstelle humanistischen Geiste^ stets ferne Bedeutung behalten und im edlen Wettbewerb mit den Schwesteranstaltcn auch fernerhin gutes für Stadt und Land leisten.
Als Vertreter der arrderen hiesigen höheren Lehranstalten (höhere und erweiterte Mädchenschule, Realgymnasium und Oberrealschule) gratulierte Geh. Schulrat Direktor Dr ^eUI^,«/I5.®ertr£tei:. ber hessischen Schwesteranstalten
^^^tor des Ludwig Georg-Gymnasiums in Darrn- stadt. Geh. Schulrat Dr. Mangold, als 'Vertreter dcr ^berrealschule Worms Oberlehrer Dr. Kraft von Worms s svrf- ,^er^:eteT der oberhessischen Realschulen Butzbach und AlSfeld Direktor Dr. P i tz von Alsfeld.
Auch diesen Rednern dankte Direktor Dr. Hensell mit herzlichen Worten, worauf mit dem allgemeinen Gesang von „Mrn danket alle Gott" die erhebende Feier schloß.
III.
schule"zu Bermersheim. Mit der Stelle ist Oraann^ dienst verbunden. 3
** Bei der Landesversicherungsan st ^r o ß h e r z o g t u m Hessen sind Jm September [ J
Ztg." 187 Rentengesu.«hc (169 Invaliden und Krankenrcntenantrage, sowie 18 Ältersrentcnant^ eingegangen. Unerledigt Warden in den genannten to-T übernommen 330 Rentengesirche, jo daß 517 öefu*T® Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung. 217 h< Rentenbewilligung (188 Invaliden-, 10 Kranken- und - Altersrentengesuche); 41 Invalidenrenten durch Ablebnu." Werl unbegründet, 16 durch andere Weise — Zurücknab^ usw. — (10 Invaliden- und G Altersrentengesucke^ lammen 274, so daß 243 Gesuche als unerledigt auf u M^>nat Oktober überiwrnmen werden mußten. Ferner wi> den im Monat September l. I. 232 Anträge auf ^CLt Ty* erstattung gestellt, und zwar 195 infolge Heirat weiblich Verjicherter, 34 infolge Todes versicherter Personen un? 3 wegen Bezugs von Unsallrente. Unerledigt wurden in d genannten Monat übernommen 98 Erstatlungsanträge i daß zu bearbeiten waren 330 Gesuche. Bewilligt toutiJp 233 Anträge (198 H., 34 T. und 1 U.), abgelehnt wurd^ 22 Anträge (12 H., 9 T. und 1 U.). Auf andere Art er. ledigt wurde 1 T.'-Erstattungsanspruch. Unerledigt b^eber /4 Erstattungsanträge, die auf den Monat Oktober über nommen wurden.
Frankfurt a. M., 12. Okt. Vom 4. bis 7. Tezcmbe- wird die Geier des 25jährigen Bestehens der Lolo mal-Ge scllschaft im Anschluß an seine VorstandSsitzmw und Hauptversammlung unter Leitung seines Präsidenten, de- Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg hier staltsindkn Die^ Verhandlungen werden am 5. 'und 6. Dezember pcoBcn Saale des Zoologischen Garten abgehaltcn, die Jub- laumssciec im Hippodrom.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 11. Oft.
Ginc Uuverbesierli6,'e.
Sl». Unredlichkeiten zeigt die 19jähriae ~icn|iinngb Ehr. B. von Schröck bei Marburg. Sie fleht h» ieit§ gtim sechstenMal ivegen Diebstahls und Betrugs vor CSevtcb- M' Februar von der hiesigen Strafkammer iveaeH und Betrugs im Ruckfalle zu 5 Atonalen GefänZ- nn k snL\U0VÖC,Iu.lUrr' crl)lelt f‘c 'N ^iarburg cme Zufiitzstrale von j -Wochen. Als sie aus der Strafanstalt entlassen war, «b ft?rf^tnC(D-lC rßfC die Mitleid mit ihr hatte, eine Schla?.
infin* r^le• n j 11 ac() einer Dienststelle um und erhielt eine lolche bei eniem Jri eur, wo sie sich das Mietgeld mit 2 Alk. uuo h?1Csl ,«^^uß m gleicher Höhe geben ließ. Als sie ihre Effekte- bei der Vermieterin zuiammenpackle, nahm sie v e r s c h e n l lick ^„Aacke und euren Rock mit, auch ein Paar Ohrringe, die sie ve!^ Lih t ücf stahl sie aus einem in einem Zimmer Hangenden Rock. Sie versvurte jedoch Diene und legte da§ Geldstück unter die ^.ecke einer Kommode und entfernte sich heimlich tn0lI M&Vr.?hL wogen Betrugs wurde abgesehen, da mcht feststanr»
rav sie bei der Einpsangnahme des Geldes die Absicht hatte ni^t in den Pietist emzutreten; dagegen wurde sie ivegen Diebstahls 5";’" ZÄ.r Gefängnis verurteilt, wobei bemerkt Ä
AoLJUv,l1k arllfJ()re Fugend und ihre geringe Widerstands abg!sehen^'wurde^^ UOlt ber verwirkten ZuchthauSstw e
** Auszeichnungen. S. K. H. der Großherzog ' haben den Hofmusiker Ludw. Kümmel zum Kammermusiker ernannt, dem Kulturinspektor der Kulturinspektion Mainz, Baurat Bruno von B o e h m er in Mainz das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß-, mutigen, dem Kulturingenieur Valentin Mcunier bei derselben Kulturinspektion das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Bürgermeister Jak. Schätzet VII. zu Guntersblum das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps bes Großmütigen verliehen.
a m s t a g, d e n 1 9. d s. Mts., nachmittags 31/2 Uhr begmneno, findet eine Sitzung des P ro v i n z i a l - A u s- lchusses der Provinz Oberhesstn mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Johann Bcrn- tem zu , um Erlaubnis zum Kleinhandel mit
Branntwein. 2. Gesuch »-es Georg Friedrich Rühl zu Otterbach Jr1!1- Erlaubnis 5um Betrieb einer Schanüvirtschaft. 3. Gesuch des Ph'llipp Kreümg XI. zuMeseck um Erlaubnis zum Betrieb einer Gasttmrtschast.
** Lehrerpersonalien. S. K. H. der Großherzog hat den Hauptlehrer an der Landcsbaugewerkschule Emil Beutln g c r in Darmstadt auf sein Rachsuchcn auö dem Staatsdienste entlassen. Uebertragen wurde dem Lehrer Philipp Debus zu Einartshausen die 3. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münzenberg. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindc- schule zu Hahn (Kreis Darmstadt). Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Ferner die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcinde-
Rachdem sich der langanhaltendc Beifall gelegt hatte, sang der Schülerchor, den der Gesangslehrer der Anstalt, Lehrer Keller, mit Umsicht und Eifer dirigierte, den Chor „Verleih uns Frieden gnädiglich".
Der weihevolle Gesang war verklungen, der ^Vertreter des Ministeriums, Geheimerat Dr. Eisenhuth, trat vor den Rednerpult, um sich zunächst eines Allerhöchsteii Auftrags S. K. H. des Großherzogs zu entledigen. Der Landesherr ließ der Anstalt seine wärmsten Glücklvünsche entbieten. Es sei, so führte der Redner aus, bekannt, ein mic tiefes und warmes Interesse Großherzog Ernst Ludwig den Fragen der Bildung, des Unterrichts und der Erziehung entgegenbringe. Dies beweise, daß er allezeit bemüht sei, mit weitem und sicherem Blick allen neuen Fragen auf diesen Gebieten entgegenzukvmmen und berechtigten Forderungen den Weg zu bahnen. Den ihm gewordenen Auftrag hier aussprechen zu können, betrachte er als eine hohe Auszeichnung und eirten Beweis des gnädigen Wohlwollens, dav der Landesherr der Arbeit der Schule entgegenbringe. Auch im Namen der Staatsregierung sprach Geheimerat Dr. Eisenhuth warme Glückwünsche aus, zugleich das Z-ern- bleiben des Ministers des Innern entschuldigend, der zu seinem Bedauern durch frühere übernommene Verpflichtungen verhindert sei, der bemerkenswerten Feier beizuwohnen. Schließlich gab der Redner von einer Allerhöchsten Entschließung S. K. H. des Großherzogs Kenntnis. ^>ii Anerkennung der dreihundertfährigen erfolgreichen Arbeit der Anstalt und zugleich zum ehrenden Gedächtnis ihres Slijterv, seines erlauchten Ahnherrn Landgraf Ludwig des Getreuen, verlieh der Landesherr der Anstalt den Namen
Ludwig-Gymnasium". Mit seinem Gluckwunsch zu dieser Ehrung verband Geheimerat Dr. «nfhnr»^ in bem neuen Namen ein
Ansporn erblickt werde zur Pflichterfüllung in redlicher treuer Arbert für ^urst und Vaterland. (Lebhafter Beifall.) r r?5? bewegten dorten sprach bann Direktor Dr. Hen - ■ J,C 11 herzlichen Dank für die der Anstalt gewordene hohe i Uuszeichuung aus, indem er betonte, dass sie ihren neuen
Die verbotene Gänseweide.
von Leihgestern erhielt eine Straf, befehl aber eme Mark, weil seine drei Gänse an einer verbotene ^ ^,^'ve,ldet haben Er erhob Widerspruch und brachte vor, imb1 h5, bca ^Anzeige erhoben habe, sei mit ihm verfeinde: ttjn aus Rache angezeigt. Schon am Feldgericht mußte ?nC sV.!! s ^"^bsetzt und em weiterer Termin anberaumt werden, hinrh ö sCUr ^hüeklagte Beweise für die unrichtige Anzeige oor- 2 f' öo'h diese genügten nicht, sodaß sein Einspruch verworfen " Lustanzen, so erschien er auch beim rusimgSgericht unter Assiitenz eines Verteidigers mit Zeugen, welche ?"öctge bestätigen sollten. Das Gericht batte ??? kemeti Anlaß den beeidigten Aussagen des Feld- schützen zu mißtrauen, zumal die Richtigkeit seiner 'Angaben durch andere Alomente unterstützt wurde. Das Urteil mußte oevbnlb, unter Belastung des Angeklagten mit sämtlichen Ko'ien v e st a l i g t werden.
^on 'h'" Angehörigen der Anstalt -rschiencn. Die Reihc dcr
**"' 'st??rf^rungcn wuroe durch die russischen Lieder von Glinka
(,ur Altgeige, Violine und Klavier- eröffnet, die von Refc- , rendar Levy, dem Oberprimaner Schaaf und Obcrsekun- = yaner 4 ° benicht dem intimen Charakter der Stücke ent- sprechend seinfühlig vorgetragen ivurden. Mit sympathischer ; ^nnime trug sodann Referendar Fink ein Lied aus dem ^.annhauier vor. Mit seltsamer Verwandlung trat diesmal xaws Tochter, Jsmene (§crr Siebeck 01) aus, die mit großer ^irtiwUtat ihre Pfcisc rauchte und dazu ihr Couplet fang. I^^.icri9c Röverie von Bieuxtemps für Violine trnq Pratorrus (01) mit großem Geschick und feinem Ve^ t)or. Em reizvolles Schauspiel bot darauf der unter Wertung des Oberlehrers Bern deck mrsgesührte Reigen der Quarta. Es war ein Genuß, zu schert, wie die schlanken Knab^gestalten tn weißer Tracht und bunten Schärpen und ^-ahnchen auf der grünen Wiese eingeschlossen von den Zu- Zuschauern, ihre geschmeidigen Bewegungen ausführten. Sodann trat eine Turnerschar aus Schülern der Serta bis Ebertertta zusammengesetzt an. Hebungen von steigender Schwrerrgkett wurden unter der Leitung des Refe- rendars Hessinger exakt am Barren ausgeführt. Ein lustige^ Jntertnezzo bot dann ein Pferd, das im Gegensatz $um ttugett Hans, sich den menschlichen Einwirkungen hart- naHig widersetzte, bis es endlich unter Beihilfe militärischer Macht bezwungen wurde unb nun die graziösesten Wenden, Hocken und Wolfssprünge über sich ergehen lassen mußte, ^^./^i-bösjohre" von Geibel, die darauf mit drastischem ^Harden spiel von dem Untersekundaner Herber deklamiert wurden entfesselten Stürme der Heiterkeit. Großen Beifall sand die in der nun eintretenden Pause von Herrn Schaaf (01) mit Sicherheit und Empfinden vorgetragene Romanze von Beethoven (J-Dur). Die Klavier- begleltung hatte Habenicht (0II) übernommen. Der um 3 uvr einsetzende Tanz Keigte, daß, wenn auch im 20. Jahrhundert an unserem Gymnasium Tanzstunden weder fakultativ noch obligatorisch in dem Lehrplan vertreten sind, dennoch diese edle Kunst von den Landgraf Ludwig-Gymnasiasten wohlgepflegt wird. Der noch auf tretende Bürger- meister von Meiches (Wetter 0 I) fand nicht weniger Beifall als die bald darauffolgende komische Steile „Der geprellte Dorspolizist" (Wetter 0 I, Pfeffer 0 I). Als der Tanz dann nach 1 Uhr sein Ende fand, trat man allerseits befriedigt den Heimweg an, und den Festteilnehmern werden die hier verlebten Stunden eine stete freudige Erinnerung fein.
Das Fest ans der Liebigshöhe.
Einen stimmungsvollen Abschluß sand das Fest durch die gemeinsame Unterhaltung auf der Liebigshöhe die unter ^ug des Oberlehrers Fuchs stand Recht zahlreich waren denn auch die Eltern der Schüler, sowie dil
<Smd^sfaai.
Offenbach, 12. Ch. Wie die .Offenb. Zw." meldet vei- handelte gestern das Schöffengericht die B e l c i digungsklage
S. Magn. der Rektor Prof. Dr. Leist überbrachte so- dann die Glückrvünsche der Landesuniversität. Er gab zunächst seiner hohen Freude Ausdruck, heute die Glückwünsche die vor wenigen Wochen vom Gymnasium der Landes- univerfität dargebracht worden seien, aus gleichem Anlaß erwidern zu können, wies dann auf die Bedeutung der Gymnasien als Vermittlungsstelle griechischer und römischer Kultur für die jetzige Kulturentwicklung hin und gab der «erÖffnung Ausdruck, daß das Gymnasium auch im 4. Jahrhundert seines Bestehens ein Gymnasium illnstre bleiben möge.
UnteNlehmen nicht in EmFreter Gestalt vorlleaen. Der Hoch
verrat besteht darin, daß der Anaeklaate pmr> h^r I uui^iuh.« vtiuncvcn rwrucn.
Verfassung bcabfi^ticjt. Es ist nicht uotmendia fefauptet aber auch, der Redakteur Freiherr
derung der ganzen Verfassuna bcnbiirfi; rit 4» -ü' cn' | D- Eeckendorfs habe ihm mtigctciÜ, brr Berteidm?,- knfcp Si<*
nur ein Teil d5r-^rfassun^ gZnLt zugunsten Haus mit Artikeln versorgt-
,'Recht des Kaisers, wie es sich ^arsiellk in 2L ^^^dorft^ils Zeugen ,u laden, wurde abgelehnt. Diese
«ls oberster Kriegsherr Krieg und Mieden w -brevaußernng des Staatsanwalts noch vor Beginn der Haupt-
gestaltet..n^oen soll, so hegt Efe die Geschworenen nicht °hn?Ein-
fasiungsanderung. Daß diese Kenberuna beTsäfcrifmia mir ^n Karlsruher Rechtsanwalt sagte mir am Abend
gewaltsam vorgenommen werden kann, ist die logische un/lnsto- 2hre Bemühungen, den An-
7'^ ^.^cllung, wie sie in dem inkriminierten Bilche enll/I'terr EnUasteu, sind vergeblich. Tie Geschworenen haben
L ist richtig, daß der Angeklagw ni$t mit dem S^ia?istc^ Zulammenkunst gehabt, m der sie der Ansicht Ausdruck gaben, Herve zu identifizieren ist, er weicht aber nur wenig von seinmn Preßaußerung des Staatsanwalts maßgebend sei. Ter
Standpunkt ab. Gr steht auf dem Standpunkt der bBaillantichen alsdann die^ Verlesung der ausländischen Prolo-
Relolutwn, die auf dem Parteitag in Rancy "gefaßt worden u"t J*”, ^^Flicheii Bestimmungen nicht enlsproä>en haben,
wonach ber Wtlit&jfteif in cinzclncn Fällen anzuwenücn ist. T-w ®nal<:nb ganachic Zcugcnaussagcn Beriefen
Angeklagte hat sich, wie auch der Zeuge Bebel sagte, seit Zalnen die Zeugen nachcnglvcycm undniwt nach deutschem
in bewußtem- Gegensatz zu den Führern der Partei (Bebel und Ball- S Derabigt worden leien. Er rügte ferner, daß von Frau 5)au ntar) I^runbeii. Der Angeklagte hat auch ccftärt, daß die Gtuti= Ak verle? en wurden, obwohl letztere, wenn sie sich nicht ertrankt, garter Resoluten in Sachen des Militarismus der Partei einen '°‘T^>ern 3cugin erschienen wäre, ihr Zeugnis hätte ver- lrasllgen e-toß nach vorwärts gegeben hat. Der Anoeklaat ' I -ter Staatsanwalt habe außerdem hinter dem
spricht m seinem Buche über R>eich, Kvlonialpolitik, Weltvolitik Erhebungen über die Vermögensoerhalt-
und kommt zu dem Schluß, daß es geboten fei, ben " -----
mit Strmik und ^hel auszurotten. Bei der Strafzumessung ist er-
nehmen, im nächsten Gymnasialprogramm erscheinen, so daß ihr wertvoller, auf gründlichem Quellenstudium beruhender Inhalt der Allgemeinheit zugängig gemacht werden wird.
nisic der Familie Müller angestellt. Endlich rügt der Verteidiger, daß der Zeuge Lenk ivegen Zeugnisverweigerung nicht in Zwangs-
genommen worden sei. Tie Frage des Präsidenten, ob er die Jiuge wegen Schlafens eines Geschworenen aufrecht erhalte, verneint der Verteidiger.
-ter R ei chs anwalt bezeichrret alle Rügen als gegen- _ . ---------- 1. a , Antrag auf Zwangshaft des Zeugm Lenk
Ter Mordprozeß ynu vor dem Neichsqericht r1 Flt diecht abgelehnt worden, da der Angeklagte das, was
(Unbereajtißtcr R'äw'u ' verboten.) * I «aussagen sollte, selbst hätte sagen können.
LI. ^.Leipzig, 12 Oktober r ■ ^^tatsanwalt der Presse zugesandte Berichtigung
Ein zahlreiches Publikum drängt heute nach dem Meinen n geschehen. Ter Staatsanivalt sei berechtigt
'Slitzungssaale des 1. Strafsenats des Reichsgerichts vor bem Sr^!Cn,r ^v^ungen über die Vermögensverhältnisse der Familie heute das Trama Hau-Molitor in der Revisionsinstauz wc Verlesung der Briefe von Frau Hau
Verhandlung kommt. ' Sur Ijübe der Verteidiger zum Teil selbst beantragt. Wegen der Unter*
Ten Vorsitz führt Reichsgerichtssenatspräsident Dr Mcnae I-^n9 Vorsitzenden mit dem Angeklagten hätte der Verne Reichsanwaltschaft vertritt Reichsanwalt Freiherr Eocrtz von i*n Vorsitzenden wegen Besorgnis der Befangenheit ab-
Rabenstein. Rechtsanwalt Dr. Dietz-Karlsruhe ist erschienen um A ^abe er aber nicht getan. Die Verhandlung
bie von ihm schriftlich eingereichte Revision mündlich zu begründen a- ann allerdings ausgesetzt werden müssen; das wäre jedoch
Senatspräsident Dr. Menge eröffnet die Sitzung mit folgenden •t 10 ^ntraubend getnefen, als wenn die Verhandlung noch Worten: Die vom Verteidiger eiugereichte Revisionsschrist zerfällt aut genommen werden soll. Er beantrage also die
IN,zwei Teile. Ter eure Teil befchüstigt sich mit Vorgängen die ^brwcrsung de r Revision.
austerhalb der Verhandlung liegen. Sie hat augenscheinlich zum - - k ^0ruhende ^ilt darnach mit, daß die Ur teilsver- Zweck, die Einlegung der Revision zu rechtfertigen. Daß es einer Rundung Dienstag mittags 1 Uhr statlfindcn werde, solchen Rechtfertigung nicht bedarf, wird dem Verteidiger bekannt -----—------------ -------?—----------- —.
fein. Wenn aber diese Rechtfertigung den Zweck haben sollte, nach AttS StaSt Utt- ttaub.
außen zu wirken, so muß ich bemerken, daß ich em etwaiges Ein- (Vl.. 1on_
gehen hierauf nicht zulapen werde. I Giesten, 14. Okt. 1907.
Ter Referent, Reichsgerichtsrat v. P ela ryu s, tragt als- 7* V0 nt Gr 0 ß h e r z. Ho f. II. KK. SH. der Gr 0 ß- u>ann den S achve r h alt vor. Bekanntlich ist Han am 22. Juli Herzog und die G r 0 ß h e r z 0 g i n kehrten n. d. Darrnst.
Ä B°nn±-3 Arnheim zurück. Ter
des 6. November 1906 auf ber Promenade in Baden-Baden zum <^rD6^Iö°9 "ahm tnT Nesidenzschlost dte Vorträge ent- Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte ^gen, während sich die Großherzogin direkt nach Jagd-, verurteilt worden. schloß Wolfsgarten begab.
o^.^Fhtsanwalt Dr Dietz begründet die falsche Fragestellung. Laut Nelchsgerichtsentscheidung batte nur eine Schuldfrage in sol-
Weise gestellt werden dürfen: Ist der Angeklagte schuldig, oie .Nedizinalratin Molitor vorsätzlich und mit Überlegung getötet ru haben? Tie Geschworenen hätten antworten können- Ja, aber es nicht erwiesen, daß der Angeklagte die Tötung mit Ueberlegung auvgefuhrt hat. Die Schuldfrage ist znm Nachteil des Angeklagten gestellt worden. Am Abend des 4. Verhandlungstages machte der Angeklagte em Geständnis, indem er angab, weshalb er nach Baden-Baden zurückgekommen sei. Am Morgen des 5. Ver- hairdlungstages sagte mir der Angeklagte vor Beginn der Verhandlung: ^er Vorsitzende hat ihm auf seinen Wunsch eine Unterredung gewährt, die mit der Sache selbst nichts zu tun habe. Tie Unterredung hat fast eine Stunde gedauert. Ich habe alsdann Titel)!'ere Anträge gestellt, um das Geständnis des Angeklagten zu veweisen. Tie Anträge wurden aber abgelehnt, da der Angeklagte sie für gegenstandslos erklärte. Tas Ergebnis war, daß die Geschworenen die Schuldfrage bejahten. Nach der Verhandlung habe ich mit dem Angeklagten darüber gesprochen. Letzterer bemerkte- Diese Beweiserhebung haben wir Ihnen allerdings vereitelt. Wenn auch der Angeklagte und vielleicht auch die Verteidigung sich darüber nicyt behagen können, so ist doch zweifellos die Walwheit verletzt worden. Es wäre doch möglich gewesen, daß nach Erhebung der angebotenen Beweise der Wahrspruch der Geschworenen ein anderer gewesen wäre. Es ist ferner zu rügen, daß der amtierende Staatsanwalt vor Beginn der Sitzung der Presse eine Berichtigung zugehen ließ, indem der Staatsanwalt ausdrücklich erklärte: Der Angeklagte stellt seine Schuld nicht in Abrede. Als ich dies in öslenUicher Sitzung rügte, sagte der Staatsanwalt: Er sei zu der Berichtigung genötigt geivesen, da ein falscher Vorbericht in ^Ostungen gestanden habe, der augenscheinlich vom Verteidiger beeinflußt worden sei. Zufällig war der betreffende Berichterstatter Journalist Schweder aus Berlin, im Saale anwesend. Dieser wurde -a.uf meinem Antrag sofort als Zeuge vernommen. Er - erklärte unter seinem Eide: Ich habe wohl den Herrn Verteidiger ।


