Ausgabe 
16.9.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

schwarzem großem Fitzhut und Schuhen ohne Strümpfe. Dem Täter fielen 340 Mk. in die Hände.

-r. Frankfurt a. M., 16. Sept. (Tel.) Am ^illus- wartc-Viadukt ließ sich heute morgen ein junger Mann von einem Eisenbahnzug überfahren. Er'wurde ge­tötet.

h. Frankfurt, 15. Sept. Der in weiten Kreisen be­kannte Mctallhändlcr Jakob Heppenheimer wurde unter dem Verdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei verhaftet. Er soll seit Jahren mit abgerirteilten Althändlern in Verbindung gestanden und gestohlene Sachen in großem Umfange gekauft haben.

X. H a n a u, 15. Sept. Im Kurort Wilhelmsbad hielten heute die National liberalen der Wahlkreise Frank­furt a. M. und Frankfurt-Gelnhausen ein gemeinsames P a r t e i f e st ab, an dem etwa 2000 Personen teilnahmen. Nach Ansprachen und Darbietungen mannigfacher Art wurde nach der Bismarcksäule marschiert, an der Fabrikant Dr. Heraeus - Hanau eine markige Ansprache hielt. Vom Bismarckturme herab loderte ein mächtiges Feuer. Den Schluß der Zusammenkunft bildete eine Feier in den Sälen des Kurhauses Wilhelmsbad.

X Hersfeld, 15. Sept. Gestern mittag entgleisten vom Militär-Sondenffpg 540 KasselBebraGerstungen bei einer Rangierbewegung auf dem Bahnhof Bebra fünf Wagen infolge Umstellens der Weiche unter dem Zuge. Ein mit drei Pferden beladener Wagen stürzte um. Verletzt wurden zwei Hoboisten ganz leicht, ferner ein Hülssschaffner. Betriebsstörungen sind nur in unerheblichem Umfange ein» getreten. Die Aufgleisung war nach vier Stunden beendet.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den «Nachbarstaaten. In Griesheim cl Di. kam es gestern zu einer großen Messerstecherei. Einer der Hauptbeteiligtest wurde lebensgefährlich verletzt. Die vereinigten Brot­fabriken von Frankfurt uni) Umgegend sind tn der: Brot- pretsen ujni einen Pfennig das Pfund a u f g e s ch l a g e n. Sie begründen die Preiher Höhung mit der Steigerung der Mchlpretze. Der in IIetzhausen als Beigeordneter wiedergewählte Herr Johann Adam Schäfer erhielt die kreisamtliche Bestäti­gung. In Niedergründau scheuten beim Grummetauf­laden die Pferde des Landwirts Faß, rannten in die Gründau und brachen das Genick. Beim Baden in der Kinzig ertrank der 42jährige Weißbinder Ruth aus Niederrodenbach. Der Stadt kämm er er Mobus aus Gemünden an der Wohra hat sich jetzt als Gewinner des Hauptpreises bei der Marburger Pferdemartt-Lotterie (kompl. Zweispänner) gemeldet. In He r z- ch a u s e n im Kreise F-rankenberg sind wieder drei neue Typhus- fälle vorgekommen. In Breidenbach (Kreis Biedenkopf) brannte am Freitag das Gehöft desl Landwirts Christ. Unter- derweide nieder.

Vermischte».

* 3it den Heiratsplänen derGräfin Montig- noso wird angeblich von vertrauenswerter Seite geschrieben: Die Gräfin Fugger, eine Freundin und Vertraute der ehe­maligen sächs. Kronprinzessm, ist zu einer Reise nach London bestimmt worden, um dort durch ihren persönlichen Einfluß beruhigend zu wirken. Es scheint auf Seiten des sächsischen Hofes die Geneigtheit vorhanden, viel zu verzeihen, wenn sich die Gräfin ruhig verhält und die Oeffentlichkeit nicht weiter beschäftigt. Von einem Vergessen ist freilich hierbei nicht die Rede. Denn gerade die Heiratspläne des Königs, die sich trotz aller Ableugnungen erhalten, sollen nicht gestört werden. Das würde aber geschehen, wenn wieder eine Phase der Beunruhigung durch die Gräfin geschaffen würde. Es heißt, daß bei fortlaufendem Wohlverhalten sogar eine Erhöhung der Apanage in Aussicht genommen sei.

* Eisenbahnunfälle. Aus Valence (Frkr.) wird berichtet: Das Gewitter am 13. d. M. war so heftig, daß ein Eisenbahnzug vom Sturm zur Ent­gleisung gebracht wurde. Am 15. Sept, stieß bei iE an a an in Newhamshire zwischen Quebec und Boston ein mit Ausjlüglern besetzter Expreßzug mit einem Güterzug zusammen. 20 Leichen wurden geborgen. Wenig­stens eine Person wird vermißt. Ungefähr 4 0 Per­sonen sind verletzt worden. Es wird angenommen, daß der Unfall aus mißverstandene Anordnungen zurück- rusühren ist. Der Expreßzug stieß in einer Kurve gegen den Güterzug, der in entgegengesetzter Richtung fuhr. Beide Lokomotiven stürzten die Böschung herab. Der Gepäck­svagen schob sich in den ersten Personenwagen, und dieser wurde in den zweiten Personenwagen hineingetrieben. Fast alle Toten befanden sich, in dem ersten Personenwagen. Die übrigen Passagiere des ersten und zweiten Personen­wagens sind alle mehr oder weniger schwer verletzt. Die meisten Toten sind Frauen. Einige der Verletzten (regen hoffnungslos darnieder.

* Berlin, 14. Sept. DieNordd. Allg. Ztg." wider­legt die Annahme, daß der Strausberger Eisen- lbahnunfall nicht durch Bahnfrevel, sondern durch nicht vrdnungsmäßige Ausführung von Gleisausbesserungen ver­ursacht wäre. Sie schildert das Ergebnis nochmaliger ört­licher Untersuchung durch einen Kommissar des Eisenbahn­ministers, der die Wahrnehmungen der zuerst entsandten Kommissare bestätigte. Danach waren, wie auch durch photo­graphische Aufnahme am Tage nach der Entgleisung ein­wandfrei sestgestellt wurde, zur Zeit des Unfalles von der linken 15 Meter langen Schiene, wo der Anfang der Entgleisung lag, die inneren Schwellenschrauben, womit das Gleisteil auf 19 Schwellen befestigt war, gelöst. Die Schrauben, die ordnungsmäßig herausgenommen waren, sowie Klemmplatten waren vorhanden und nach dem Un­fall vollkoinmen unbeschädigt zwischen den Schwellen. Die -Eindrücke der Schraubengewinde im Holz waren unversehrt. Die Schiene war 29 Zentimeter nach innen geborgen, die von Fabrikbesitzer Leinbrock-Kvpitz gefundenen Berbindungs- laschen rührten von alten Schienen her und passen gar nicht zur jetzt neuverlegten Schienenform. Auch die Behauptung, der Zug hätte wegen der Gleisarbeiten langsam fahren müssen, hat sich als unzutreffend herausgestellt, da die Strecke seit Juni für den Schnellzugsverkehr ohne jede Ein­schränkung der Fahrgeschwindigkeit freigegeben war. Es lag nicht die geringste Veranlassung vor, ein Langsamfahr­signal aufzustellen. DieNordd. Allg. Ztg." gelangt durch ihre Darlegungen zu dem Schluß, daß es ausgeschlossen sei, es könnte etwas anderes als Bahnfrevel für die Ur­sache des Unfalls in Betracht kommen.

* L is s ab o n, 15. Sept. Die Polizei entdeckte in einer Vorstadt Miniaturkatakomben in der Nähe der alten römi­schen Wasserleitung, in denen sich die verwesten Körper

Schon seit beinahe 40 Jahren wirb mit so großen Erwlgen von ersten Autoritäten und tausenden Aerzten das Nestle'sche Kindermehl angewandt, weil es sich bei Verdauungsstörungen aller Art am besten bewährt hat. Die von einem Kinderarzt verfaßte Broschüre: Die Pflege des Kindes, seine Ernährung und Aufziehung, em Ratgeber für junge Mutter, versendet gratis und franko Nestle's Kindermehl G. ul b. H., Berlin S, 42. ss28/9

von acht Personen neben großen Haufen mensch- licher Gebeine befanden. Der schauerliche Fund-löst das Rätsel des Verschwindens zahlreicher Bewohner Lissa­bons, das die Polizei mehrere Jahre hindurch in Atem hielt. Die Polizei hat Beweise dafür, daß die Katakomben das Hauptquartier einer Mörderbande bildeten, die ihre ausgeplünderten Opfer umbrachte und die Leichen in den unterirdischen Verstecken barg. Nach einem erbitterten Kampfe gelang es der Polizei, eine Anzahl von Desperados zu überwältigen und in Gewahrsam zu bringen. Das mit den Verhafteten angestellte Verhör erbrachte, wie er­wartet worden war, den Nachweis, daß es sich um einen der schwersten Kriminalfälle der Gegenwart handelt.

* Zigarrenzerstörende Fliegen. Der ame­rikanische Generalkonsul in Kalkutta machte die Zigarren- und Zigaretten-Einfuhrsirmen auf einen großen Mißstand aufmerksam, mit dem sie ernstlich zu rechnen haben. In Indien tritt eine Fliege auf, die in die Zigarren- oder Tabakkisten dringt und dort Eier legt, aus denen sich Maden entwickeln, die durch die Umhüllung in das Innere der Zigarre eindringen und diese vollständig zerstören. Der Konsul erklärt, daß man sich nur dagegen schützen könne, wenn man jede Zigarre in einen Glasbehälter oder in einen schweren Zinnumschlag verpacke. Die Händler in Indien ließen sich durch die Wurmgefahr davon abhalten, bessere Zigarren einzuführen, weil der Verlust zu groß wäre. Ein Händler zeigte dem Konsul eine ganze Sen­dung wertvoller Zigarren; sämtliche Kisten waren durch die Motte oder Fliege vollständig unbrauchbar gemacht worden.

* Fürstlich e Leb en s v er si cherun g en. Zar Ni­kolaus ist ein guter Familienvater: er kaust seine Kinder ganz ebenso, wie ein braver Bürgersmann, beizeiten in die Lebensversicherung ein. Nur ist er in der glücklichen Lage, etwas mehr dranwenden zu können. Den Zarewitsch hat er wenige Tage nach seiner Geburt mit der Kleinigkeit von 121/2 Million Frank versichert. Tie älteste seiner Töchter, die Großfürstin Olga, hatte er bei ihrer Geburt schon vorher mit 6 Millionen Franken versichert. Uebrigens hat sich der Zar, was seinen Sohn anbetrifft, nicht mit dieser Versicherung begnügt, sondern er Hut außer­dem bei der Bank von Rußland ein Guthaben für ihn an­legen lassen, aus das jährlich der Zar persönlich 300 000 Franken und der Kronschatz 15 000 Franken einzahlt.

Kleine Tageschronik.

In Berlin hat sich in einem Anfalle von Schwermut die 28jährige Frau des Majors in: großen Gencralstabe Robert Wegner aus einem Fenster ihrer im 2. Stock belegenen Wohnung auf denHof gestürzt und war sofort tot.

Als am Sonntag mittag in Berlin eilt Omnibus in die Kleine Jägerstraße einbog, stürzte plötzlich die Straßendecke in einem Umfange von 12 Quardratmeter in sich zusammen und der Wagen verschwand in der Vertiefung. Die Fahrgäste waren zu Tode erschreckt, blieben aber unverletzt. Der Einsturz ist -auf den Bruch eines Wasserrohres infolge des Baues der Untergrundbahn zurückzuführen.

In der Heiligen Kreuzkirche zu Berlin wurde am Sonntag vormittag der erste Prediger dieser Kirche, Pastor Stage vor dem Altäre vom Sch lag getroffen und starb wenige Minuten darauf.

Das Opfer des Prstolendue lls im Grünewald bei Berlin, der Sind. jur. Max Stämmler, der den Zweikampf mit dem Bankbeamten Walter L. am Mittwoch im Grünewald ausgesochtcn hat, ist den Verwundungen er­legen.

Auf die von der Stadt Berlin in Gemeinschaft mit Charlottenburg, Potsdam, Spandau, Schöneberg und anderen Gemeinden an den Kaiser gerichtete Bitte ist Be­scheid eingegangen, daß es nicht in der Absicht des Kaisers liege, die Veräußerung des Hauptbestandteiles des Grünewalds für Baugelände zu genehmigen.

Die Motor-Luftschiffahrts-Cesellschaft in Berlin, die es sich zum Ziele gesetzt hat, den lenkbaren Motor-Lust- ballon für Verkehrszwecke nutzbar zu machen, hatte am Samstag viele namhafte Persönlichkeiten nach der Ballon­halle im Reineckendorfcr Weg ein geladen. Der Parseval- sche Ballon wurde vorgejührt und erzielte einen glän­zenden Erfolg, da er willig dem Steuer gehorchte und alle Manöver in den Lüften mit sicherer Ruhe ausführte.

Ter Distriktskommissar von Hennig aus Oftrowo, eins der schwerverletzten Opfer des Tremessener Eisen­bahnunglücks, ist gestorben. Es sind mithin 11 $er » s 0 nen infolge des Unglücks gestorben.

Der Kandidat Karl Bornemann aus Wernigerode wird seit dem 28. August im W e t t e r ste i n gc b ie t vermißt.

Ein Herr v. Loewisch wurde in Tiefenhochstadt (Bayern) auf der Jagd aus Versehen erschossen.

Der Kraftwagen des Barons de Torraco aus Sassenheim in Luxemburg rannte bei dem luxemburgischen Orte Reisdorf gegen eine Giebelmauer und wurde zer­trümmert. Der Baron, dessen Frau, eine junge Dame und der Chauffeur erhielten Verletzungen, die Schwägerin des Barons wurde getötet.

Beim Scharfschießen in der Nähe des Forts Daniels (Istrien) explodierte ein Geschoß und verwundete einen Unteroffiziertödlich.

London ist während der diesjährigen Saison von lOOOOO amerikanischen Touristen besucht worden. Man ver­anschlagt die dort von den Touristen gemachten Ausgaben auf 8 Millionen Pfund Sterling.

Kurz nach Eintreffen derLusitiania" in Newyork ist dort auch der französische DampferProvence" aus Havre eingelaufen. Er hat die Fahrt vo n Havre nach New- Iork in 6 Tagen, 2 Stunden und 23 Minuten zurückgelegt und damit seinen eigenen Rekord geschlagen.

UrnVerntäts-Nachrichren.

Ter Kaiser ernannte den bisherigen Wissenschaftlichen Sach­verständigen bei dem Generalkonsulat in Kairo, Prof. Dr. Ludwig Bor ch Hardt zum Direktor des dort neubegrünbetcii deutschen Institnts füv ägyptische Altertumskunde.

Kandel.

s. Vilbel, 13. Sept. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Handelsmarmes Heinrich Strauß in Büdesheim wurde 'der vom Gemeinschulder angebotene Zwangsvergleich in dem heute wiederholt vor dem Amtsgericht abgehaltenen Termin bestätigt. Die Gläubiger erhalten 20% ihrer feslgestellten Forderungen.

Vom Geldmarkt. An der Berliner Samstagsbörse machte sich eine ziemliche Versteifung am Geldmarkt bemerkbar. Infolge der mit dem heutigen Tag beginnenbeit Kuponzcchluugen haben namentlich die Hypothekenbanken größere Beträge täglichen Geldes gekündigt, sodaß von Geldnehmeru zeitweise bis 4%% bewilligt wurden, während man noch vor einigen Tagen tägliches Geld zu 30/° leicht Haden konnte. Auch zog der Privatdiskont bis 5%% an,

da namentlich die Anforderungen der Provinz zur Monatsmitte, größeres Wechselmaterial heranbringen.

F i n a n z k r i s i s i n A e g y p t e n. Wie von der Exportabteilung der Wiener Handels- und Gewerbekammer festgeslellt wird, hat die Finanzkrisis in Aegypten nicht die schweren Folgen gehabt, die ursprünglich vermutet wurden. So hat der Jmporthandel im ersten Halbjahr 1907 gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres be­deutendzugenommen. Auch Fallissements sind nicht in beunruhigend' großer Zahl vorgekommen. Nur die Eintreibung von Ausständeiu ist schwierig und dieser Zustand dürfte noch einige Zeit andauern., Falls die Baumwollernte günstig ausfällt, werden wieder normale Zustände eintreten.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M., 16. Sept. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtllche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 22.5022.75, Kurhessischer Mk. 22.5022,75, La Plata. Alk. 22.5025.50, Kansas Mk. 22.5025.50, Roggen (hiesiger) Mk. 20.5020.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 20.2520.75, Fcmken- fetder Mk. 20.5021.50, Hafer 18.5019.50, Mais Mk. 15.2515.50. Weizenmehl Alt. 32.00-32.50, 0000, 2. Qualität Mk. 30,50. bis Mk. 31.00, 3. Qualität Mk. 28.5029.00, Roggemnehl 001 Mk. 30.0031.50,1. Qualität Mk. 29.5030.50, Weizenkleie Alk. 11.50. bis All. 12.00, Roggenlleie Mk. 13.5014.00, Mcnskeime Mk. 11.25 bis Mk. 12.25, Franken, Pfälzer, Ried All.00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

ke. Frantfnrt a. L)'., 16. Sept. (Telegr. Qrig.-Bericht des ^Gieß. Anz/). Amtl. Oiotievungen der heutigen Viehmark tpreise. Zum Verkaufe standen: 573 Qchfen, 122 aus Lesterreich, 75 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, Kühe, 1003Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 196 Kälber, 280 Schafe und Hämnrel, 00 Schafe aus Oesterreich, 10 Ziegen, 2255 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 8486 Mk., 2. Qual 7678 Mk., 3. Qual. 6870Alk.; Bullen l.Qual. 70 bis 72 Aik., 2. Qual. 6567 Alk.; Kühe l.Qual. 7076 Alk., 2. Qual. 7174 Pik., 3. Qual. 63-65 Aik, 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 00002)11'. Kälber: 1. Qual.9295 Pfg., Lebendgewicht5457 Pf., 2. Qual. 8085 Pfg., Lebendgewicht 4650 Psg., Schlacht­gewicht 6062 Pfg. Schafe: 1. Qual. 8400, 2. Qual. 7880 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.: Schweine 1. Qual. 67-00 Pfg., Lebdgew. 53.0000.00 Pfg., 2. Qu. 65-66 Psg., Lebeudgew. 52.5000 Pfg., 3. Qual. 5860 Pfg. Lebeudgew. 00 Pfg. Geschäft bei Horn­vieh mittelmäßig, Uebcrftanb unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberftanb. ____

gpulpla« der vereinigten Frankfurter Ztadttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 17. September, abends 7 Uhr:Der Freischütz". Schauspielhaus.

Dienstag den 17. September, abends 7 Uhr: Neu einstudiert: Tie Frau vom Aleere."_____________________________________

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für HeNeu am Dienstag den 17. September: ^)leuerdings Trübung und Regensälle. Kühl. Leb- baitc weitIiche Wind?.

Lamilien-Nachrichten.

Gestorben. Herr Heinrich E. Lenz in Werdorf; Frau Margarete Scharmann Wwe. in Butzbach; Frau Hedwig Röglin in Butzbach;

Verlobte: Fräulein Bertha Falk mit Herrn Heinrich Haber­mehl in Hergersdorf.

Brscfkcrsten Oer Aedaktron.

(Anonyme Einsendungen bleiben nnberücrpchtigt.)

Herrn G. S. Wir nahmen ohne weiters an, daß Ihre An­gabe, die Gabe sei nicht quittiert, richtig sei. Wie sie aus Nr. 209 vom 6. Sept ersehen können, ist die Sendung eingetroffen und ordnungsmäßig quittiert. Sie hätten sich und uns also d ie Ncühe sp ar en l önnen.

Grigitt«t-DrahtöneL0ungeNch

St. Ingbert, 16. Sept. Bei einer Hochzeit im Dorfe Einöd gab cs ein blutiges Drama. Auf einem Hochzeitswagen, auf dem ein Herr und Dame saßen, wurden mehrere Schüsse abgegeben, durch die beide Insassen verletzt wurden. Der Täter, ein Sohn des Bürgermeisters Hafner,! erschoß sich vor den Augen der Gendarmen, die ihn ver­haften wollten. Das Motiv der Lat ist Eifersucht.

Lemberg, 16. Sept. Bezüglich der Nachricht, daß in der Nähe von Krakau die Cholera herrsche, wurde festgestellt, daß es sich um Magenkrankheiten infolge von Diät­fehlern handelt. Eine Infektionsgefahr besteht nicht.

Rom, 16. Sept. Kardinal SLacllsselretär M e r r y d e l V a 5,. der am Freitag nach Nom zurückkehrte, mußte die Reise nach Castet Ganoolso auf morgen verschieben, um einem auf ihn ge- gcplantem Attentat aus dem Wege zu gehen.

Paris, 16. Sept. Nach den hier eingetroffenen Nach­richten nnterhandelt der Stamm der Schaujas mit dew anderen Stämmen, weshalb von den Franzosen ein Waffen­stillstand bewilligt wurde. Die Schaujas wollen zu Gewall- tätigkeiten greifen, wenn keine Einigung zustande kommt. Nach Mitteilungen aus Fez stehen nach der am 12. d. M. erfolgten Abreise des Sultans noch vier Regimenter in und um Fez. Der jüngste Bruder des Sultans, Sidi Mohamed El Medi führt unter dem Beistand des Gou­verneurs von El Ksar, El Merani, die Regentschaft. Ein anderer Bruder des Sultans begleitet diesen auf dem We§ nach Rabat. Die gestern erfolgten V e r h a f t u n g e n an­läßlich der Kundgebungen gegen Soleillands Begnadigung wurden nicht ausrecht erhalten. Präsident Fallier es, ist von Rambouillet ins Elysee zurückgekehrt, um dort heute den Präsidenten der Republik Liberia zu empfangen.

Madrid, 16. Sept. Die hiesige Presse kritisiert die ftanzöfischen Vorschläge bezüglich Marokkos und warnt bte spanische Regierung vor den französischen Expan­siv ns gelüst en.

Newyork, 16. Sept. Die Luftschifferin Myers nahm in Gegenwart von 8000 Zuschauern einen Ausstieg vor. ! In einer Höhe von 300 Metern explodierte der Ballon. Tie Luftschifferin stürzte zur Erde und wurde zerschmettert ausgefunden. . >

Newyork, 16. Sept. Tie Leitung der Arbeiter-Orgam- sation und der Trade Union von Brit 1 sch-Kolum- bien beschloß, sich mit aller Energie gegen die Ein­wanderung von Japanern zu widersetzen. Sie ver­langen von der Regierung, den Vertrag zwischen England, Kanada und Japan über die Eimvauderung zu kündigen. Nach Vancouver ist eine Versammlung der Trade Unwn einberufem