sozusagen zusammen suchen.
Eine Sandgässerin.
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Februar
Höchste Temperastlr am 11
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Handel
des
Börne. 13. Februar. 1.15 Uhr.
3?6 Portugiesen Serie I -
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39o Portugiesen
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Berliner Börse, 13.
183.90
138.20
Februar 1907
öl 80 89.00 00.70
98.00
14150 116.50
218.40 216.20
152.20 218.25
242 50 132.40
121.10 172.75 138.10
86.75
153.80
Berliner ilandelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diakon tu-Kuiumandit. Dresdner Bank Kredituktien . . . Ba.timore- und Ohio*
Lisenlann . Gultnaidbahn . . Lomuurd. -Liseiibahu Uestcrr. blauisuunn .
Februar. Anfangskurse, llarpener Bergwerk. .
i.auranütte - • • uinuardeu E. B. . .
Aordd. Lloyd . . • • 1 uraenlose . • •
Canada E. B. . • . I »armstadter Bank . Deutsche Bank . ■ Durtuiunder-Uniou C. Dresdner Bank . . lenden/.: ruhig.
24410
126.00
Mittwoch den 13. Februar*): „ den 14. Februar, abends halb 8 Uhr
0,8°0.
6,0 UC.
. . 243.20 . . 172.0 J . . ISa.öO . . 158d)0 . . 216 50
Elektriz. Lahmeyer .
Elektriz. Schlickert .
Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakelf. llarpener Bergwerk. . . Laurah litte......
Aordd. Lloyd . . .
Ubei schles. Eisen-Industrie
218.60 . 242.5t
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86.70
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Beichsanleihe do.
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Hessen
Oberhessen . .
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Tie nachs! pelluug einer und zwar: 1. Die Arbei
Hochbehälll L. bie ArK'itt leiiuiig von
ÖJktcoroloflifrfic 'L^eovnchtungen der Station Gießen.
Eine versalzene KaisergeburtStagSfeier. In dem nahen Ausflugsorte A. versammelte sich die Jugend am 27. Januar, lud sich die Dorfschöncn ein, und feierte vergnügt und anständig Kaisersgeburtstag. Sie bestellte sich Musil und jeder gab sein Schcr'lein dazu. Tas Tanzbein wurde geschwungen und die Feier verlief anf's glänzendste. Doch ein Denunziant ging hin und zeigte es der Gendarmerie an. .Nachdem der schrecklich.- Tatbestand .ausgenommen worden war, soll als Nachfeier ein Strafzettel kommen wegen Veranstaltung eines unerlaubten Tanzes. Unsere Jugend will nächstes Jahr Kaisers Geburtstag nicht mehr eiern und glaubt, wenn S. M. der Kaiser von der Sache wüßte, würde er die Strafe gerne für sie bezahlen.
Kirchliche Nachrichten.
tLvangclische (Gemeinde.
In der Stadtkirche.
Mittwoch, den 13. Februar, abends 6 Uhr: 1. Vassiontz a n b a d) t. Pfarrer Schwabe.
Vcrdittstl
tzlir bie Fel Februar, nadjuu einjdiieii l'oieii, oi Los I «eilte gral Los ll Heute! von LoS III Heutet und
Loö IV Verleg
Die Aerdtii' peifterei Utvtze in Prvzenien des 1 fciiidjuit verieven Weuwan etiua i lüieyen, den (9
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Die Öläiiiii« yiulivoM
. 118.10
' 32*40 . 147.40 . 146.00
inifc Wiffcnfchaft.
— W i e Welten entstehen — darüber hat fiel) her Mensch seit er zu denken begann, den Kopf zerbrochen. Anstelle der Sagen irüherer Zeilen sind durch die 9lrbctl der Naturwissenschaft neue Anschauungen getreten, die fid) zum erst en mal in der von Kant und L'aplace gleichzeitig geschaffenen Theorie von der Entstehung des Somienfystems verdichteten. Bis Henle hal'en dann die meisten Naiuriorscher der Anschauung gehuldigt, das; Sterne wie die Sonne sich aus den GaSnebeln entwickeln, di- durch das Fernrohr de-? Astronomen in großer Zahl am Himmelszelt fid) finden. Insbesondere sind es die nach ihrer Form als Spiralnebel bezeichneten Himmelskörper, die als Urform von Sonnen- oder Welishstemen angesprochen werden. Jetzt mad)t jedoch der Astronom Professor See gegen diese Theorie Front und ruft keinen geringeren als den berühmten Mathematiker Poincars zum Zeugen dafür an, das; bisher kein Beweis gegeben sei, diese Spiralen seien überhaupt lÄasnebel. Temnach erlaubt sich Professor See die Bildung von Sternen ans Nebeln in Zweifel zu ziehen. Die Begründung seiner Kulik seiner bisherigen Anschauungen ist beachtensweit. Er stützt sich auf die Tatsache, das; nadi neuen Beobachtungen die abstoßen- den oder repuluven Kräfte in der 9latnr eine große Nolle spielen - am bekanntesten ist diese Tatsache für die Kometen und ihre Schwede — und deshalb sei große Vorsicht geboten, ehe man darauf schließen könne, daß Massen von so nngehenrer '-Ausdehnung und Unregelmäßigkeit ivie jene leuchtenden 9lebel im Weltenraum sich überhaupt in einem Zustand der Zusammenziehung befinden. Alles deutet eher darauf hin, daß von geivissen Mittelpunkten aus die feilte Materie abgesloßen, als daß sie angezogen würde, was übrigens durd) die itcuefleit Entdeckungen an den strahlenden Elementen wie dein Radium nod) mehr wahrscheinlich gemacht iverde. Nach See besteht somit nicht die geringste Wahrscheinlichkeit, daß unser Coniienfystem je ein Teil entes Spiralnebels geivesen sei. Vielmehr müsse man sich ivieder einmal mit dem Bekeiinlnis begnügen, daß der Mensch diese Frage eben nicht lösen könne.
Zapfenstreich.' Donnerstag
Sport«
— In Sachen des Taunus-Automobilrennens sand beim Landrat Ritter von Marx in Homburg v. d. L>. eine Besprechung statt. La die Zahl Der geme.bjten Wagen sehr groß ist, soll Die Strecke bis zur Lahn nach Weilburg hin um 25 Klm. verlängert werden. Tie Trübine wird bei Wehrheim an einer Stelle errichtet, vvn der aus die Rennstrecke aus mehrere Kilometer zu übersehen ist. Prinz Heinrich, der sich zurzeit in Homburg <,ufhält, empsing die Herren, die an der Dornburger Bespreuung teilgenommen hatten, und gab der vossnung Ausdruck, daß das Taunus-Renuen ein sportliches Ereignis aller*
OandeL ttnh Verkehr, Volkswirtschaft.
Märkte.
Frankfurt, 12. Febr. Auf den Vieh markten macht sich seit einigen Wochen ein Rückgang der Viehpreise bemerkbar, der aber noch nicht in einer Herabsetzung d r Fleisch- preise seinen Ausdruck gefunden hat. Namentlich find auf den Märkten Schweine billiger geworden. So wurden am 31. Tezbr. Schweine, erste Qualität, vro Pfund Schlachtgewicht mit 72 Pfg. notiert, am 7. Januar mit 70 bis 71 Pfg., am 14. Januar mit 68 bis 69 Pfg., am 21. Januar mit 66 bis 67 Psg. Am Dauptmarkt der vorigen Woche wurden 66 Pfg. notiert und einige Tage darauf — eine „amtliche Notierung" ist darüber nicht erfolgt — kamen sogar Abschlüsse von 58 bis 60 Pfg. zustande. Dieser letzte starke Preisrückgang, der von den Metzgern aus Zufälligkeiten zurückgeführt wird, hat allerdings nicht stand gehalten, immerhin ist auch gestern auf dem Hauptmarkt im Vergleich zum Markt vor acht Tagen abermals ein Sinken der Preise cingctrelcn, unb zwar auf 63 bis 64 Pfg. Nach Der „Frkf. Ztg." wollen die Schweinemetzger vorerst keine Reduktion der Fleisck)- und Wurstvreise vornehmen, sie gedenken sich abwartend zu verhalten, da sie der Meinung sind, daß diese billigeren Einkaufspreise auf die Dauer nicht standhalten wer- den. Wenn man aber erwägt, daß diese rückgängige Bewegung der Vichpreil' seit sechs Wochen sich bemerkbar macht, dann darf man wohl verlangen, daß die Metzger diesem Umstand jetzt ohne weiteres Rechnung tragen und eine Verbilligung des Schweinefleisches eintreten'lassen. 9lod) sei bemerkt, daß das Geschäft auf Dem Schweinemarkt gestern sehr flott ging und der Bestand von 1530 Tieren (gegen 1970 vor acht Tagen) vor Schluß des Marktes geräumt war Auch bei Ochsen ist seit einiger Zeit ein Rückgang der Preise auf den Märkten festzustellen, wenn er auch lange nicht so erheblich ist wie bei den Schweinen. Gestern kosteten prima Ochsen pro 100 Pfund Schlachtgewicht 2 Mk. weniger als am Montag der vorigen Woche. Angefahren waren 531 (480) Ochsen, darunter 91 (115) aus Oesterreich.
Scbifpimchrlchtcn.
Red Star Pinie.
Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star 2intc“ in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Februar wohlbehalten in New-Pork angekommen.
Tefefomsche Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie. Giessen.
Husarensieber.' Freitag Samstag den 16. Febr.:
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt oder filier Die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Red aktiv ' den Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Warum nürb in der Sandgafse nickst dafür gesorgt, bni, die Leute zur bestimmten Zeit ihr Wasser an dem ArresthanS holen können? Alle Sandgässer bezahlen Steuer und müßen ihr Wasser
ctTTefi Tnoniics werve. '.Frtftst DdMNkls deoenir, m nächster Zeit an einer Rund'alrt über Die Taum'sstrecke t'flzimehmen.
12.
12.
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$pulplaK der orrrmigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 13. Februar, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin." Tonnersiag den 14. Februar"): „Tie luftige Witwe." Freitag den 15. Februar geschlossen. Samstag den 16. Februar: „Tie Aegunentstochler." Hierauf: „Snjanna im Bade." Sonntag den 17. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Tie toeiiha.“ Abends halb 8 Uhr: „Salome." Aloutag den 18. Februar, abends halb 8 Uhr: „Tie lustige Witwe."
Schauspielhaus.
4uo Ucsterr. Goldrente. . 4*/6 % Uesterr. Silberrente
. Ungar. Goldrente 4?» Italien. Bente .
den 15. Februar: „Ter oeimlidie König.
4>4u/o russ. Staatsaul. 19u.> 4>$"„ Japan. Staatsanleihe 1 ?ö Couv. Türken von lau3 Türkeuluse ... . •
1% Grieeb. JJIouopol-Aul.
äussere Argeutimer . o°/e liensaner • • 4>av/o Chiueseu . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . .
Teudeuz: ruhig.
’BetTni'erckiT.
Um die Neuicchrszeit kam die 24jährige, schon viermal be- ftrafte Dienstmagd M. D. aus Gettenau zu einem Ijungen Minevalwasserhändler und bat, bei ihm wohnen zu dürfen, bis sie sich eine Dienststelle ausgemackst habe Kurz daraus kam ibm ein Portemonnaie mit einem kleinen Inhalt abhanden und man hatte sie im Verdacht, den Diebstahl ausgestlhrt zu Habern Um die nämliche Zeit kam sie in etn hiesiges ®efd)aft unb übergab einen Bries, inhaltlich dessen die Frau emes Profesiors, bei der sie früher a'usgeholfen hatte, nm eine Auswahl,endung von Kleidungsstücken ersuchte, indem sie sich stellte, als fei fte beauftragt, das Gewünschte mitzuuehmen. Papier und Schrift, sowie die mangelhafte Orthographie ließen einen Schwindel vermuten, was sich auf telephonische Erkundigung hm auch be° stätiate. Tics schreckte sie jedoch vor wetteren Straftaten Nicht ab' ne ging zu einem Bäcker und gab an, fte fei das -^enst- mä'dchen eines Professors, dessen Bäcker die Waren seither sehr unregelmäßig geliefert habe: d-er Derr Prosts,or wolle es letzt einmal mit ihm probieren. Sie bestellte Brot und nahm auf besten Rechnung Kuchen unb Feingebäck mit, aber als das Brot gebracht wurde, stellte sich der Schwindel heraus. Kstrz daraus entnahm sie bei einem andern Bäcker unter den nämltujcn Umstanden, angeblich für eine andere Herrschaft, ebenfalls Backwaren. .-Denselben Schwindel verübte sie einem Metzger gegenüber, bet Dem sie verschiedene Sorten Wurst entnahm. In einem Schuhge>ck>st wollte sie auch angeblich für ihre Dienstherrin Schuhe erjchwtn- deln. Sie erhielt hier aber nur je einen von der betretenden Sorte, sodaß sie nichts damit anfangen kannte. Endlich ettchwin- delte sie bei einem Gemüsehändler verschiedenes Gemüse. Sie war der ihr »nr L^st gc^^en Taten beständig, weshalb sie das G'ri lt un'cr Annahme mi dcrnd-r Umstände, die in ihrer g ist g n Minderwertig len uuo tu ihrer Willensschfvache erblickt wuroen, wegen Diebstahls und Betrugs, sowie wegen Urkundenfa.,chting in einheitlichem Zusammentressen mit Vetrugsversuch, zu etner Gesamtstrafe von 1 Jahr 6 Mo naten Gesängnts verurteilte.
Eine erfolglose Ber'.tf'ttz.
Das Schöffengericht Bad-Nauheim hatte den Landwirt A. I. von Schwalheim wegen Beleidigung und Bedrohung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Er hatte zwei Büffettdamen am Bahnhof zu Bad-Nauheim, in Gemeinschaft mit einem nach Amerika verzogenen Arbeiter, in nicht vnederzugebender Weise beschimpst ;uinD bedroht. Er focht das Urteil an und schützte Trunkenheit vor, auf Grund deren er eine mildere Behandlung erbat. Die Strafkammer hielt aber die Strafe für den außer- Drbentlidyen Roheitsakt für angemessen und bestätigte das Urteil.
Simnöenbeiy * i Mi-w-t, der c i"uliencäeJ!il'Ui)en Öicbhiv den
jninilicnsllad^richtcn.
Gestorben: Herr Bürgermeister a. D. Gotthard Peil in Heskem. — Frau Margarethe Ernst Ww. geb. Sälzer in Marburg.
Geboren: Ein Sohn dem Krelsbaumeister Tonges und Frau in Wetzlar. — Eine Tochter dem Tr. Schäffer und Frau in Leun.
MLpM-MreUen mit $irma
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„voiguult." Sonntag den 17. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: »Ein idealer Gaue." tllbends 7 Uhr: „Ho'gunst." Alontag den 18. Februar: „Ter heimliche König.'
•) Anfang, wenn nicht ander? bemerkt, abends um 7 Uhr.
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* Ein Referendar a l s Messer st echer. Wegen groben Unfugs und Körperverletzung hat sich der Referendar Dr. jur. Schütz >a|us Detmold vor der dortigen fürstlichen Strafkammer zu verantworten. Der Angesckiuldigte hatte Ende Nov. v. I. ivährend der Nübenkampagne auf der Zuckerfabrik in Lage groben Unfug dadurch verübt, daß er zur Nachtzeit in total bezechtem Zustande in die Fabrikräume eindrang, sich den Maschinisten gegenüber als Dberfontroileur vorstellte und ihnen befahl, sofort Die Feuer auSzulöicheu und den Betrieb einzustellen. In der Erkenntnis, einen Betrunkenen vor sich zu haben, verweigerten die Kesselhcizer die Ausführung des Befehls. Im Begriff, seiner Forderung gewaltsame Berücksichtigung zu versckxaffen, wurde der angezechte Dokter von den Leuten ziemlich unsanft vom Fabrikhofe entfernt, hierbei zog er sein Taschenmesser und brachte dem Arbeiter £>. einen Stich in den Arm bei. Später versuchte Dr. Schütz die Sache friedlich beizulegen, indem er dem Gestochenen ein Schmerzensgeld anbot. In dem vor.iegenden Strafverfahren hat sich der Arbeiter $. Der Staatsanwaltschaft als Nebenkläger angeschlossen.
Lausanne, 12. Febr. Tas Bundesgericht behandelte in keiner heutigen Plenarsitzung die Forderung Rußlands am Auslieferung von drei nach Genf geflüchteten (tz e o r g i e r n, Die beschuldigt weiden, an der Plünderung m Tuschet im Kaukasus teilgenommcn zu haben. Bundesrichier 'Merz stellte fest, daß die Plünderung des Scl atzamtes Tuschei von der Kampfesorganisaiion des ttzeorgischen Bnndes zu revolutionären Zwecken ms Werk gesetzt worden sei, es fid) demnach nm ein p o 1 i t i s ch e s Delikt handele und die Auslieferung fid) daher nicht rechtfertigen lasse. Ter Gerichtshof sck>loß fid) dem Standpunkt des Berichterstatters einstimmig an und wies den 'A u s l t c ' c r u n g s a n t r a g ab.
(fcrbaiu ®*i.2inben s, leUllllg von 560 • 3U. unb die Ai 7'evl'ch Liefecu. Angebots vergebe
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S. bie tHusfüt) lchlkeßlich Li |d)uiilid)tn Die Angü vormittags meisteret Vis in lÄegenwarl
Die Plan des Unlerzeichi Ü»»cn dort c ßuitfaiifl geno,
Gießen, Der Eroßh.
vc^miscl-tes.
• Ein Mutterm ord? Die Inhaberin der Filiale bc§ „Wolfl'schenTeleqr.-Bureaus" zu Dresden, Frau Kummer, wurde Montag früh tot aufgefunden. Ihr Sohn halte die ganze Nacht auf einem Ballfest geweilt. Nach seiner Heimkehr hat ein lebhafter Wortwechsel ztvischen Mutter und Sohn stattgefunden, der, nach her Aussage des Dienstmädchens der Familie, schließlich mit einem lauten Knall endete. Da derartige heftige Auseinanhersctzungen ztvischen Atutter und Sohn keine Seltenheiten waren, so glaubte das Dienstmädchen, daß der Knall von dem Zuschlägen einer Tür herrühre. Unmittelbar danach blieb auch alles still und das Dienstmädchen hörte nur noch durch die verschlossene Tür, wie der Sohn sagte: „Mutter, luaruin hast du daS getan?" Als gegen 7 Uhr die Beamten des Bureaus zum Dienst erschienen, sanden sie die Türen der Privatwohnung veischlossen. Auf einem Tische lag »ein Zettel vom jungen Kummer, woraus geschrieben stand: „Mutter schlafen lassen." Der Sohn selbst war verschwunden. Als man endlich die Tür geivaltsam öffnete, fand man Frau Kummer entseelt vor, mit einer Schußwunde in der linken Gesichtshalfte. Eine Gerichts- kommifsion erschien alsbald am Tatorte und nahm eine eingehende Untersuchung des Falles vor. Em Zeitungsbote will schon früher bei dem jungen Kummer einen Revolver bemerkt haben, der die Schußwaffe schon seit längerer Zeit bei sich tragen soll.
* In den Armen der Mutter erfroren. Ein erschütternder Vorfall spielte sich in Walterskirchen bei Pohs- dorf ab. Vor einigen Tagen übersiedelten die Tagelöhners-Eheleute Johann und Franziska Snobek mit ihrem fünf Monate alten Kinde von MaiterS-irchen in eine mehrere Stunden entfernte Ortschaft in Mähren. Das Kind, welches in Tüchern eingewickelt war, hielt bie; .Frau während der Mirgenfahrt im Arm. Als sie gegen Abend nach dem Kinde sah, das während der Fahrt anscheinend ruhig geschlafen hatte, bemerkte sie zu ihrem größten Entsetzen, daß das Kind tot war. Nach ärztlichem Gutachten ist das Kind infolge mangelnden Schutzes gegen Kälte erfroren.
* E i n S ch i f f s u n g l Ü ck. Zwischen Blockisland und Rhodisland (Amerika) stieß der Danwier „Lard)moni" mit einem Scharnier zusammen und sank. Vierzehn Leichen winden bereite ans Iber (qeid)iuemmt. Ter Kapitän des Tampfers „L." erklärte einem Ver- tretet Der Associated Preß, er hcwe 15 0 b t s 2 0 0 Passagiere an Bord gehabt. Wie fid) heransstellte, ist ein Teil der Passagiere ertrunken, ein anderer Teil in der grimmigen Kälte in Rettungsbooten ober in den eisigen Fluten erfroren. Tet Zusammenstoß erfolgte in Bockisland-Suuda. Ter Sd)ooner ivutde aut den Strand gesetzt. Die 'Mannschaft ist gerettet. 19 II e b erleb e n d e sind auf fünf Boten und vier aus den Trümmern zri° fnmmenge,ummerte Flößen, auf denen sie 11 Tote mit sich führten, auf Blockislalld angelangt, nachdem sie in der m dem schweren Sturm bodigeheiiDen See furchtbare Kämpfe bestanden.
* M ä u s e p l a g e. In verschiedenen Gegenden Süd- Hannovers, gana besond.rs im Göttinger Landkreise, herrscht gegenwärtig eine Mäuseplage, die geradezu eine Kalamität genannt werben kann. Durch die in letzter Zeit mehrfach eingetretene Kälte haben die schädlichen Nagetiere ihre Zuflucht in die Häuser genommen und richten allerwärts großen Schaden an. Es sind auch Fälle bekannt geworden, daß Menschen von den Mäusen nachts in den Betten belästigt wurden. So wurde auf einem Gute in Gartetal einem Dien st madchen während des Schlafes ein üppiger Daarzopf vom Kopfe abgenagt. Von den Landratsämtcrn werden zwar für d.:s Vertilgen dieser Schädlinge Belohnungen gezahlt, jedoch dür.te dadurch eine Abnahme kaum zu erwarten sein.
* Geschichte einer Erbschaft. Im Jahre 1903 starb in der Gemeinde Cölln bei Meißen eine Wllive Wolyniez, bie ihr gesamtes bedeutendes Verntögen der Stadt Meißen vermachte. Tie Erblasserin hatte einen Sohn aus erster Ehe, den Kupferschmied tzermann Löbel, Der, obgleich verheiratet, als ^aud.verks- bursche Frau und Kind allein ließ und die ganze Welt durchzog, bis er schließlich a^s verschollen galt. Ta es aber Ungewiß war, ob der alte Wandersmann noch am Leben sei, war die Erblasserin gebunden, ihrem verschollenen Sohne den Pflichtteil, das ist die L>älfte der g ei amten yinterianenfdjaft, auszufolgen. Der Pflichtteil Halle die ansehnliche Höhe von rund 105 000 Mark und ist durch Zinsenzuschlag auf nahezu 120 030 Mk. augewachsen. Um der Stadt Meißen den Pflichtteil zu sichern, war es iwtroenbig, den Nachweis zu führen, daß Löbel am 8. Februar 1903, dem Todestage der Erblasfertn, bereits verswrben war. Es wurden deshalb Die weitgehendsten Erörterungen augestellt, allein es gelang nicht, den Nachioeis zu führen. Dies führte bereits im Jahre 1903 zu dem Anträge aus Todeserklärung Löoe.s. Das Verfahren wurde indessen eingestellt, nachdem seitgestellt war, daß Löbel noch 1895 od.r 1896 in Magdeburg gesehen worden sei. Er wurde Anfang 1905 in verschiedenen Zeitungen ausgerufen. Es wurdc eine Belohnung von 3G0J Mart für den ausgefetzt, per den 9cach- weis vom Ableben des Gesuchten beizubringen vernwchte. Alles
war Vergebens. Jetzt ist die Stadt Meißen in Vergsetchsver- r-iu-yunqcn mit der Frau des Verschollenen einactreten A-rau oöbet hat ihre Ansprüche an den Pflichtteil des Berflhollencn an die Stadtaemciude Meißen abgetreten und erhält aus den Zinsen des Pslichtteiles eine namhafte Jahresrente.
* Ein adliger Brauer unb Färber. In England find die größten Brauer Lords, während in Deutschland noch kein Monarch Wan gedacht hat, unsere Bratiherrn zu grafen. -Lod) ein kleiner Anfang ist jetzt gemacht: Der Geh Negieritngsrat Dr Denr') Theodor Böttinger in Elberfeld, ehern. Besitz er des löof brauhauses in Würzburg, wurde rn den erblichen Adelstand versetzt, v. Bcttinger, b'r feit 1891 den Kreis Mettmann im preußischen Abgeerdnetenhause vertritt und Ehrenmitglied des Deutschen Brauerbundes ist, ist 1818 in Burton on Trent in England geboren und hat in England auch den grössten Teil seiner Schulbildung erhalten, während er seinen Unwersit.sts- ftrbien (Natt rwissenschastm) von 1866 bis 1870 in Freiburg und Würzburg oblag. Dann war er vier Jahre als Kaufmann in London und München, kaufte 1874 dis tzosbräuhaus in Würzburg nnd leitete es, bis er 1882 Mitglied der Direktion der Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer u. Co. in Elberseld wurde, die die von seinem Schwiegervater begründeten großen Farben- und chemischen Fabriken in Elberfeld und Bannen übernommen hatte. 1896 wurde Herr v. Böttinger von der philos. Fakultät der Universität Göttingen zum Ehrendoktor ernannt.
* kleine ST a n c 9 di v o n i f Ein N a u b m o v b u e r - s u di ist bei Berkenb r n ck unweit Fürstenwalde vorn ist ivorden. Ter BahnhofSbuchhä'ndler Paul Lembke befand fid) von Berken- druck aus auf dein t>einuveae, als er beim Pa sieren eines Hains von zwei Männern Überfällen und zu Boden acworfen wurde. Aiil stumpfen Instrumenten bracknen die Räuber dem Wehrlosen sd)were Berletznnaen bei. 511« der Uebcrfalwne wieder zu Bewußtsein kam, iuai en die Täter verschwunden. Tas Poitemonnaie, welches 30 9Jlf. enthielt, eine Taschenuhr und einen goldenen 9tmg hatten die Räuber ihm geraubt. — In Mergenthal (Schwaben) brack) in einem tarnsttenliaus Feuer aus. 7 Personen wurden vermißt. Plan nimmt an, daß sie in den Flammen nmgefommeit sind. — Drei Bahnarbeiter, die in S a l z u n g e n (Thür.) mit ‘ilbgialumgen von Erde beschäftigt waren, wurden von herabstürzendeu Eidmassen verschüttet und konnten nur nock) als Reichen hervorgeholt werden. — Zwei 'Aerzte des französischen SeeHospiials Berk sur mer verirrten fid) infolge diebels ivährend eines Jagdausflugcs, stürzten ins Aleer und ertranken.
12.
2»
738,9
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