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12/03/1907 Zweites Blatt
 
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Italien. Kente .

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Berliner Börse, 12. März. Anfangskurse.

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Fabrikant: H. BARKOWSKI, Berlin 0. 27.

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GoLtuardüuiin . . Lomuard. Eisenbahn Uesterr. Staaisounn . . rnnce-Heun-Biscubalm

Harpener Bergwerk i.aurahütte ..umbardeu E. B. Aordd. Lloyd . . 1 ürkenlose .

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Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amenk. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurahdtte......

Aordd. Lloyd.....

Uber sch les. Eisen-Industrie Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .

Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresuner Bank . . . Kieuitaktieu.....

Baltimore- und Ohio-

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Reichsanleihe do.

Konsuls do.

Hessen Oberhesseu

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Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz.: schwach.

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95.10

beginnende Große-Gala-Sportsfest, welches sich eine»' jelir guten Zuspruchs erfreute. Die am Schluß durch Oberburger, ineisler TUonieiueg erolgte Preisverteilung brachte bei den touu« Konkurrenzen nachstehendes Resultat: A ch t e r-N i e d e r r a d. 2 chu 1 reigen (1 Ehrenpreis) 1. Beloziped-Klub Tarinstadt 6,44 Biinfte, 2. R>B. 2 ch,erstem 5,19 P. S e ch s e r - N i e d e r r a d - Li u u streige n (1 Ehrenpr. u. 6 silb. Ehrenzeichen) R.-B. Wetzlar von 1887 9,75 P. A ch t e r - N i e d e r r a d - S ch in u ck r e i g e n (1 Ehrenpr. i. W. von 9)if. 125. geflötet vom T. R.-B.) 1. 8t.-B. Wetzlar von 1887 7,10 P., 2. Bicycle-LHub Darmstadt 5,34 P. Einer - 9ticderrad - Liunstiai) ren (1 Ehrenpr.) Earl Theiß- Toberu. Z w c i e r - N l e d e r r a d - K u n sl i a h r e n R.-B. Wies­baden von 1884 Ehrengabe. B l e r e r-9t i e d e r r a d - K u n st - fahren 1 Ehrenpr. 9i.='B. Wiesbaden von lv84. Am Radball­spiel beteiligten sich R.-B. Wiesbaden, Bicijcle-Hlul) Of,eubach, R.-B. Wetzlar, R.-B. Schierstem, Bel.-Lilub Darmstadt uuo endete nut Sieg von Bicycle-Klnb Essenbach gegen 9i.°B. Wetzlar 6:4. Tas Radpolo ivurde von R.-B. Schierstem, Bicycle-Litub Offen­bach und Bel.-Klitb Tarinstadt ausgeiuhrt und blieb'hierbei R.-B. Schieriteil: Sieger gegen Ostenbach 5:4.

136.10

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$nna Sttfnnb, eingetragen

T Äaufmt Seorg . Firm Gießen

Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen a 2.50 M.

einen Dalkenbrand zur Folge. Zum Glück wurde die Sache bei Tag entdeckt und großer Schaden verhütet; der Balken mar schon ganz verkohlt. .

Q) Friedberg, 11. März. Der Vorstand des Burger- Vereins halte für heute abend eine allgemeine Bürgervetsamm- hing etnbernfen, die sich mit der Frage der Erbauung e i n e s V o l k s - u n d S ch w i m m b a d e s befaßte. Der Bürger­verein hatte im Einverständnis mit dem Stadtvorstand drei Gießener Herren, Architekt Hans Meyer, Ätedtzmalrat Dr. Haberkorn und Stadtv. Eichenauer, zu Vorträgen über die Angelegenheit emgeladen. Die drei Herren gaben em Bild von Volksbädern in Vaden, insbesondere auch von dem seit 1U Jahren bestehenden Gießener Vollsbad, und flimmen darin überein, daß auch für Friedberg die Errichtung eines Volks­und Schwimmbades iiiöglich sei. Die anichheßende Diskussion ergab denn auch den astseltlgen Wunsch nach baldiger Er­bauung eines Bades. (9hil). Bericht folgt.)

** R l e i n e DJi i 11 e 11 u n g e n aus messen und den Nachbarstaaten. In Friedberg findet vom 6.-8. Inti d. I. das Mvcisieii des 2. Kreises des deutschen A 11 e t h e n b u u d e s statt. Zu O b e r - Ai o r t e ii ivird in der nächsten Zen em t a t h. 2 cl) ive|i em Ijaus m Verbindung mit einer Kteinlinderschule errichtet werden. ________

Giesteucr Wetterdienst.

Voi aiiösichtliche Witterung für Hcsicu am Atittwoch, de" 13. März: Teltiveise heiler. Reine erheblichen Niederschläge. Nachts Frost, am Tage kühl. Mässige östliche Winde.

Neichsbank. Am 4. April ivird in Schmalkalden eine von der Reichsbantsielle in Eisenach abhängige Reiaisbank- nebeustelle mit Kaßenelnrichtuitg unö beschränltem Giroverkehr er-

ö°/0 ülexiKauer . 4>su/0 ^hrueseu . .

Aktien

Bochum Guss . . .

Buderus E. W

Tendenz: ruhig.

figurieren in der Tetlnehtnerliste 3 Erztehungsanstaltslecker, zum .Test aus geistlichen Staude, 36 Juristen uuo SkcalanstaitSleiter, 49 Ätediziner. Von den letzteren sind mehrere seitens ihrer vorge­setzten Behörde zum Besuch des Kursus veranlaßt. Auch das Gr. hessische Ministerium hat Gelegenheit genommen, zehn be­amtete Aerzte zu diesem Zwecke abzuvroiien. Der Kurs beginnt am 15. April. Als Thenrata sind die solgenden in Aussicht ge­nommen: 1. Die Formen der MrimuiaHtut bei den verschiedenen Arten von Geistesstörung. (Dannemann.) 2. Der angeborene Schwachsinn in Bezug aus Kriminalität und Psychiatrie. iDanne- wann.) 3. Die angeborenen psychischen Abnormitäten in Bezug aus hie Lehre vom geborenen Verbrecher unter Berücksichtigung der morphologischen ÄoiwrmirLten. (-sommer.) 4. Die Epilepsie als Lkoment der Kriminalität und Psychopathologie. (Sommer.) 5. Tie hysterischen (psychogenen) Störungen vom klinischen und soren- sischen <staiidpunlt. (^omnter.) 6. Simulation von Geistes,wrung. (Dannemann. > <. Der Allohoiismus als Quelle der Ltrtmmalitat und Geistesstörung. Die psychophhswlogischen Wirkungen des Al­kohols, die tstnischen Formen des Alloyoiismus, die stra,rechtliche und soziale Lewe desselben. (Aschas,enourg.) ü. Die Technik der Gutachten. ^Aschas,enourg.) 9. Die verichiedenen Formen der Kri­minalität. (Aschasienburg.) 10. Die Bedeutung von Anlage, und Milieu sür die Kriminalität. /,Asck)assenourg.) 11. Die verschie­denen Stra,richtstheorien. sMilkermaier.) 12. Determinismus und Straje. (Arirtermaie'r.) 13. Die psychologischen Acomente im Zivil­und Stra, Prozeß. (MJiiitennaicrj 14. ^ic stcairechtliche Unter­suchung vom psychologischen Standpunkt. (Mitkermater.) 15. Die Psychologie der Aussage. (Sommer.) 16. Psychologie und Psycho­pathologie im Polizeiwesen. Dannernlann.)

x Allendorf a. d. Lumda, 11. März. Gestern nach­mittag hielt der B i e n e n z ü ch t e r v e r e i nL u m o a t a l" in der Wirtschaft von Ranft hier seine erste diesjährige Versammlung ab, die trotz des ungünstigen Wellers zahlreich besucht war. Hauptgegeiistand der Tagesoronung war die Wahl des Vorstandes, der einstimmig wiedergewählt luuroe, sodann die Rechnungsaülage, die recht günstige Kassenverhältnisse auswies, und ein Vortrag des Vorsitzenden, des Lehrer Adam hier überRückblicke und Aus­blicke". In klaren, jedermann verständlichen Ausführungen zeigte der gründliche Kenner des Bienenlebens seinen ausinerksamen Zu­hörern, welche Arbeiten zurzeit und bei Beginn des Frühjahrs aus dem Vieneiistand vorzunehmen sind, um Verlusten von Vol­kern vorzubeugen und mit gesunden, starken Völkern in die Tracht­zeit zu kommen. An den Vortrag, der mit großem Beifall auf­genommen ivurde, schloß sich eine längere Besprechung an, wobei die Anwesenden vieles Interessante uno Belehreiwe aus ihrer Er­fahrung zum besten gaben. Der Besuch derariiger Versammlungen kann allen Bienenzüchtern nur angelegentlichst emchohien und ihnen der Anschluß an den Verein geraten werben; die geringen Leitragslop en heben sich durch die schätzenswerte Förderung von Jmkereikenntnis.en, die die Vereinsversammlungen bringen, reich­lich auf.

w. Nidda, 11. März. Gestern drohte zivei Mal Feuers- ßesahr. In einem Atetzgerhaus brach ein Wanuubtauü aus, Dei, nachdeiii der Brennsloy verbraucht war, von selbst erlosch, dagegen haue ein Ranunbranb ui einem pause am Marktplatz

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Distrikt 8V1

Sitzung des Provinzial-Ausschusjes.

G i e g e li, 9. März.

Heinrich Schmidt VIII. in Queckborn mußte in der Zeit vom 28. November 1905 bis 8. Januar 1906 in der hiesigen Klinik wegen eines» Augenleidens verpslegt werden, wodurch 43 Mk. Kosten entstanden sind, die von dem Ortsarmenvervand Gießen verauslagt wurden. Dir Schmidt den linterstutzungswohnsttz in Quellborn besaß, verlangte Gießen Ersatz der Kvsien von dem dortigen Lrtsarmeiiverband. Dieser beitritt wdoch seine Ersatz- psiicht, weshaiv Gießen gezwungen war, St'Jage bei dem Provinztai- ausschuß zu erheben. Queckvorn stützte seinen Widerspruch daraus, daß einmal Schmidt bei seiner Ausnahme in bie K'linck nicht hülssbedürilig gewesen sei, da er noch im Besitz von Immobiliar­vermögen gewesen fei, das er später versteigert habe; zum andern müsse dem Ortsarmenverband Giegeii das 'jicajt beimLen werden, Personen, die sich kurzer Hand nach Gießen in die Klinik, be- gaven, ohne den einheimischen Armenvervand hiervon zu verstän­digen, in diese einzuweisen. In der heutigen Verhandlung gab der ProvinzialaussllMß der erljooencn Ltpage statt unter Ver­urteilung des Ortearmenverbandes Queciborn in die Kvsien des Verfahrens. .

Heber die Kosten des Geländeerwerbs für die Neben­bahn Butzbach-Lick) hatte die Geiandeerweroskommission einen Verteilungsplan aufgeiiellt, wach dem aus die Gemeinden Butzbach 19, Gamoiach 14, Griedel 12, PNunzcnberg 10, Truts- Niunzenberg 3, Dor,-Gill 3, Ellerstadt 7, 9Nusch,eNt-eim 6, Over- Hörgern b, 2ich 14 und die Gemarkungen .Hos-vuuit 3, Arnsberg 2, Kvllihäuser Hof 1 Prozent der Kosten ent,ieien. Nachträglich ivurden auch noch die Gemeinden ytioaenberg nut 1 uno Biriiar mit Vz Prozent herangezogen. Gegen diesen Verteilungsnwdus erhoben die Gemetnoen bioaenberg, Eber,^adt, Lich, Birkiar und die Gräflick)e Renttammer Laubjach namens der Gemarlung Arns­burg Widerspruch, indem sie gänzliche Be,reiung oder erhebliche Herabsetzung der ihnen angcioniteiieii Beiträge forderten. Die Geländet.riverbswmmisswn eryov hieran, Klage bei dein Provinzial ausschuß, da Gemeinden tau» verschiedenen Kreisen in Betracht Lauten. Nachdem eine kürzlich anveraumte Sitzung des Pvv- vinzialausjchusses in,oige Beichiußunsahigteit des,eiben aussaiien mußte, wurde heute zur Sache verhandelt. Hierauf wurde die Beschlußiassung ausgesetzt. 2.

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank lUr und Industrie, Glessen.

Frankfurter HSörne. 12. März. 1.15 Uhr.

der besten

von allen Aerzten glänzend empfoh­lenen Nähr- und Kräftigungsmittel iür Blutarme, Bleichsüchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind

vermischtes.

* Ein paar schauerliche Dragödien werden heute aus Dresden und Paris gemeldet. In Dresden hat in der Nacht zum Sonntag der O b e r s ö r st er a. _<2). Wilsdorf seine Frau und fünf Kinder erschossen und später Selbstmord begangen. Bewohner seines Dauses wunderten sich, daß den ganzen Tag über die Jalousien heruntergelas,en waren. Man benachrichtigte die Polizei, welche in die Wohnung eindrang, wo sich ein gräßlicher Anvlick den Eintrelenden^bot. Zuerst fand man noch leoeiu) mit einer Schußwunde in der Stirn oie älteste Tochter Dora, bald darauf die Frau und die übrigen fünf Kinder sämtlich tot uno schließlich auch den Oberförster seiost. Die Lage der Leichen deutet darauf hin, daß der Oberförster die Tat im Einverständnis mit Frau und Kindern begangen hat; nur die älteste Tochter scheint dagegen gewesen zu sein, uno zwischen ihr und dem Vater muß sich ein schrelllicher Kampf abgespielt haben, denn neben der Steile, wo sie lag, lag alles wild durch­einander. Die überlebende Tv.hter wurde in ein Keantenhaus ge­bracht, wo sie noch bewußtlos darniedcrliegt. Das Motiv der Tai soll in a h r u n g S s o r g e n zu suchen, sowie darauf zurück- zusuhren sein, daß Wilsdorf kurz vor der Verhaftung stand, weil er amtliche Gelder unterschlagen hatte. Die Hausnachbarn halten von der Familie Wilsdorf bereits seit Freitag nichts mehr gehört. Der Mörder war ein Mann ucn 51 Jahren, der mit seiner kärglichen Kgl. Pension nicht ansg -icht und deshalb inehr und mehr in Schulden geraten sein soll. Seine mißliche Ver­mögenslage war auch der Grund zu einem unglücklichen Familien­leben. In Paris versuchte ein Zimmermann, der in einem Hotel mit seiner Frau in Streit geraten war, diese zu er­würgen. Auf das Hülfegeschrei eilten der Hotelbesitzer und ein Kellner herbei, die mit 9ievolversll)üssen empfangen wurden. Der Kellner wurde durch einen Schuß g e l ö te t, der Hotel­besitzer schwer verletzt. Hierauf slüchtele der Täter aus dem Hotel. Er wurde von einem Schutzmann und einem Unter­offizier verfolgt. Er gab auf diese zwei Revolverschüsse ab, wo­durch der Schutzmann getötet und der U n te r o f f i z i e r schwer verletzt wurde. Hierauf gelang es einigen beherzten Männern, den SNörder in einem Laden zu verhaften. Die zahl­reiche Menge lynchte ihn und brachte ihn dann schwer ver­letzt nach der Polizeiwache. Infolge eines Wortwechsels mit seiner Freundin erschoß sich in Paris ein Graf.

fc. Frankfurt a. M., 7. März. (Teiegc. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche 9lotierimgen der heutigen 'BieDmarft- preise. Zum Bertauie siaudeu: 14 Ochsen, oo aus Oesterreich o Bullen, 0 aus Oesterreich, 83 Kühe, Serien, stiere und Minder 0 aus Rumänien, 739 Kalber, 103 Schafe und Hammel, 9 Ziegen, 21 Ziegenlämmer, 32 Scha'lämmer. Bezahlt ivurde inr das Piund Schlachtgewicht: Ochsen 1. U-ualität 8^87 Alk., 2. Qualität 7376 ' Mk., 3. Qualität 6b68 Alk.; Bullen 1. Qual. 7274, 2. Qual. 0000; Kühe 1. Qualität 7375 Alk., 2. Qual. 6971 Alk., 3. Qual. 6264 Alk., 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 0000 Alk. Halber 1. Qual. 100-7104 Psg., Oebeudgewicht 6062 Psg., 2. Qualität 90-95 Big., Lebendgewicht 53-56 Psg., Schlachtgetv. 6972 Pjg.; Schafe: 1. Qual, bu83 Pig., 2. Qual. 00-00 Psg. Gejchan : bet Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand um bedeutend; bet Kleinvieh gut, iem Ueberstand.

gereicht sein.

** Landes Universität. Se. Königs. Hoh. der -GroßHerzog haben den ordentl. Professor in der medi­zinischen Fakultät der Universität Basel Dr. med. Fritz Boil zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Landesuniversität und zum Direktor der medizinischen ZUinik an dieser ernannt.

* Predigerfeminar. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben den Direlior des evangcl. Predigerseniinars zu Friedberg, Professor Dr. Paul Wurster, auf fein Nachsuchen, zwecks Uebernahme einer Professur an der Uni­versität Tübingen aus dem hessischen evangcl. Kirchendienst ientlassen.

** Geometerwünsche. Infolge der Verhandlungen der 2. Kammer über das Institut der Kreisgeometer waren am Sonntag ca. 1UU Großh. Geometer 1. Hl. aus allen Zweigen des Vermessungstvesens m Darmstadt versammelt, um zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. 9tach eingehender Erörterung wurde einstimmig em< Resolution angenommen, die in der Hauptsache zum ^Ausdruck bringt, daß sich die Organisation durchaus beivährt habe und berechtigte Klagen nicht erhoben werden können. Die Kreisvermessungs- ämter haben Privaten, wie Gemeinden in der Sicherung des Eigentums wertvolle Dienste geleistet. Die Tätigkeit bei der Anlegung der G rundbücher allem rechtfertigte die Errichtung des Instituts. Die Versammlung spricht sich gegen alle Ver­suche, die Selbständigkeit der Krelsvermesfungsämter auf­zuheben, auf das Bestimmteste au§. Die Frage, welchem Nttnistecium sie zu unterstellen sind, läßt sie unberührt. Eine ^Verbesserung der Organisation erblickt die Versammlung in !der Herabsetzung des Gebührensatzes von 17 Rtark, sowie in deiner Vermehrung dec Kreisvermessungsämter, eo. mit Staats- Zuschuß. Die Versammlung hegt zu dec Regierung und der Rammet das Vertrauen, daß durch Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte das Vermessungswesen sich weiter gedeihlich 'enttvickelt, und den Geometern 1. und 2. Klasse die Sicher­heit geboten wirb, welche sie bei Aufgabe ihrer früheren lohnenden Beschäftigung erwarteten. Die nach vorstehend Erwähnten Gesichtspunkten verbesserte Organisation würde ohne s besondere Staatsmittel den Böeg zur Verstaatlichung des ^ganzen Vermessungstvesens bilden, die in anderen deutschen ^Staaten schon besteht.

** Kurs für gerichtliche Psychologie und Psy- ssch i a t r i e. Zu dem von den Pwsessoren M i 11 e r m a i e r uui> Sommer- Gießen, Aschaffenburg- Köln und Privatdozenl Dr. Dannemann -Gießen in der dritten Aprilwoa-e allzuhal- tenben Kurse der gerickstiicyen Psychowgie und Piyck)ratrie haben sich bis zum 10. Arärz bereite 86 Herren angemeldet. Der Kurs trägt, wie von Anfang an geplant wsucde, internationalen Charakter, da sich Interessenten uuS der Schweiz, Ruß­land, Holland und besonders auch Oe st erreich beteiligen, das allein 13 9ilmten austveist. Nach den Berufen geschieben

fyim, 55 Jahre bei der Familie der Frau Gg. Schwauck HI. in Undenheim. Das Goldene Kreuz: Katharine Dille- muth aus Hainchen, 25 Jahre bei Karl Wilhelm Stern in Langen: Marie ©em nier aus Herchenhain, 25 Jahre bei Kaufmann Friedrich Lenz in Ortenberg: Veronika Hak bleib aus Brückenau, 26 Jahre bei Franz Ruppel in Rieder-Esch­bach; Katharina Honig aus 9riedcr-Gmünden, 25 Jahre bei der verstorbenen Frau Elisabeth Schellhaas in Gießen; Elisabethe Hotz von Weilengesäß, 26 Jahre bei Lehrer Rik. Kredel in Petterweil; Riargarete Pflug aus Hainzell, 26 Jahre bei Wilhelm Schwank II. in Ntedcr-Eschbach; Anna Reifenkuget aus Groß-Karben, 25 Jahre bei

Sport.

= Darmstadt, 10. wmtz. Im hiesigen Saalbau fand heute der F r u y j a h r s g a u t a g des Gaues 9 des Deutschen R a d > a h r e r b u u d e s bet Anwesenheit von 13 Gauvorslauds- mitgliebetii und 46 Delegierten statt. Der Borsttzeitde S a in e s - Larmsiadt erstattete den Geschä'tsbericht. Der ^ayrivart des9lord- beztrls, Braun -vafphe, berichtete über den 9lordveztrk, etn Ber- ueier über den Bezirk Siegen und der Vertreter iür Rechtjchtitz, Dr. Haberltng-Alatnz, über ferne Tätigkeit. Die AuisteUung des Etats für 190? fand elnitlinnuge Aimahnte. Jym in zu ennleymen, daß der Gau z. Zt. 1855 Alitglteder zahlt mit 50 'Vereinen imü 700 Einzetsahrern. Neu emgetreten sind die Berente zu Bterstadl, Aitcheistadt und Sonnenberg. Der ain Herbstgautag ausgeschledeue langjährige ztvette Gauvvrsttzende P e t l 11 e in - Wtesblie-eu wurde znnt EhreilNiitgtied ernannt und ihm eine silberne ts>auplaletie gewidmet. Der Antrag des R.-B. Wanderltebe-Frankinrt, daß der Start bet den Itattstndenden Preisiayrteu einzeln und nut Ab- liänöeit geschehen solle, findet Annahine. Gemäß dem Witnich des Kaiserl. Antomobtl-Kilibs wird sich der Gau 9 bet dem nn Juni im TautnlS iiaiifuiöciiöeii Katierpreisrennen wie bet dem Gordon- Benneit'bleunen lut.öer in den Dienst der guten Lache ftelleu. -rer perbstgantag findet tu Frantsnrt statt. Ten Haiiptgianzpunkt des Gautages btlbeie das am rtzachmutag 5 Uhr im Saatbau

M. Freiherrn v. Lconhardi in Groß-Uarbcn;

Weinberg aus Allendorf a. d. L., 25 Jahre bet Ncorttz Stahl in Friedberg. Gesuche um Verleihung des »Gol­denen Kreuzes- zum 11. März 1908, denen eine Bescheinig­ung der ziiständigen Bürgermeisterei oder Polizetbehorde bei» gefügt fern muß, aus der hervorgeht, daß die Bedingungen für die Verleihiing des ^Goldetten Kreuzes" erfüllt sind, müssen bis längstens den 15. Februar k. Js. bei dem Obec-Kammerherrn Freiherrn Riedesel zu Elsenbach ein-

°/0 russ.ätaatsaul. 190a 4a o japan. otautsanleihe 4>0 Uonv.Türken vun iuu3 Türkenluse.....

1% Gnech. Monopol-Ahl. 4% äussere Argentinier .

Ardeitekvewegung.

Charleroi (Belgien), 11. Marz. <ä>eucni sand hier und in den beiiachbarteu Grubenorten em Referendum iür den Acht- st u n d e n t a g in den Bergbeztrken jiüit. Die Beteiligung der Bergleute war überaus groß; man schätzt die Zahl der Stimmenabgaben auf 20 Uuü. Die Alehrzahl hat sich lur den Acht­stundentag ausgesprocheti. Es ist daher ent Streik unaus­bleiblich, sockte die Regierung entgegen dieser Abstimmung be­schließen.

Beginn i - -Vea 0 Korber, in ?rel Fn 111 Zwei ha

1,11 hr en, ei El

ist doa> abit wnktlch imniiflcncljui Nun ist Karlchen schon vier Tage erkältet und gerade jetz vor der Beriehirng muß er die Schule veriäumen. Schlimm ist's ia nicht, mgt der iHvrtor, auer in die Schute kann er nicht. ist, so tauten o^te ihm doch Fays achte Soden« Acineral-Paitickeu. tyeben Sie dreimal täglich fedjs Stwr in tjeiger tuiiitti, die anoern sock er lutschen und ich geoe Ihnen die Berncherung, vag er morgen ivteoer wvhlam tib Die Schachtet tonet nur du Psg. mio ist überall etvaiuu»

tocrben hind,

pelaöen. *! iei Nau 4-

GingejattSt.

(Für Form und Inhalt u.tc. ...a viuLrik stehenden Artikel übernimmt ine Redau.o.i dem Puvckkum gegenüber iemerlei,

Verantwortuiig.)

E i n z u v o r t o m m e n d e r S ch a f f n e r.

Einem Passagier, der täglich die Bahn GrünbergGießen benutzt, um nach Gießen zu gelangen, begegnete am Freitag abend im Arbeiterzug eine sehr merkwürdige Geschichte. Er stieg rasch in einen Wagen 3. Klasse, da es schon etwas spät war und die Passagiere vom Zugpeisonal zum Einsleigen genötigt wnrbcn.

Als der Schassner immer noch mehr Leute und zu. . solche mit 4. Klasse-Karten in den schon sehr besetzten Wagen zwinge» wollte, erhielt er die Antwort: Alles besetzt er ging hierauf selbst durch den Wagen, resp. zivängte sich durch. Im dritten Eoupee bat ihii em Passagier um einen Sitzplatz, worauf der Schassner antwortete:Setzen S i e sich a im 5 Gepäckne tz". Ais ihm zur Antwort gegeben ivurde, aufs 9ketz soll man sich legen, äußerte er:Bleibe Sie lieber l)iinne, sonst muß ich Sie ach noch iissyebe".

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