, die der borrige Klub der WaidmLirner vom I rats Prof. Dr. Jacobi, des Regierungspräsidenten v. Akelster ustalict hatte. Es wurde ihr nämlich Jür das und deS Landrats Dr. Ritter v. Marx. Zur Abendtafel sind
10 Uhr 15 Miu. Der
S(v
Hotel Augusta Viktoria
ra
223
Juni. Der Kaiser be> begriffene evang. Erlöser^
16 A
3 B
50 Sek.,
14 „
25 „
17 „
32 „
37 ,
(Pipe) 84 (Opel) 86
4. 3 A (Opel) 87
5. 36 A (Italia) 88
6. 19 A (Adler) 89 Wagen 14 A hat aufgegeben.
eines in Falkenstein zu errichtenden Offiziers-GenesungS- heims in Gegenwart des Generalstabsarztes der Armee Dr. Schjerning, des Bauinspcktocs Weiß, des Geheimen Bau-
stellung in Wien, 25.—30. Mai veranstalte. ------ ------- . . .
von Schulrat A. Kleinschmidt verfaßte Buch „I m Forst - Haus F a l k e n h o r st" die goldene Tiana-Medaille nut Eichen
der Saalburg. — Die 2 ersten Runden absolvierten als beste Wagen Rr. 16 A (Pipe) in 168 Min. 16 Sek., 16 B (Pipe) in 168 Min. 48 Sek. und 8B (Fiat) in 169 Min. 43 Sek. Die dritte Runde legte als erster Wagen 16 A (Pipe) zurück mit einer Gesamtfahrzeit von 252 Min. 46 Sek. Der Wagen, dessen Fahrer Haut vast ist, hat Anwartschaft auf den 1. Preis. — Wagen 3A (Opel, Fahrer Fritz Opel) gab auf der Strecke wegen Wasscrroi^rbruchs auf.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 14. Juni.
" Die Bade-Saison ist in der Lahn eröffnet. Die Flußbäder finden natürlicherweise großen Zuspruch, der allerdings noch größer wäre, wenn sich die Z ug an g sw ege nicht in so außerordentlich schlechten Zu stand befänden. Eine baldige Abstellung dieses Mißstandes würde wohl von allen Badegästen dankbar begrüßt werden.
** Eine niedliche patriotische Kundgebung von Marburger Schulkindern konnte heute vormittag vor derst Kriegerdenkmal beobachtet werden. Die Kinder hatten einen Schulausflug nach Gießen unternommen und ließen auf dem Marktplatz einige vaterländische Lieder erklingen.
** Eine hohe Auszeichnung erhielt unsere einheimiftve Verlagsfirma Emil Rorh auf der 1. internationalen Jagd-Aus-
geladen der Generalstabsarzt der Armee Dr. Schjerning und Bauinspektor Weiß.
Frankfurt a. M., 14. Juni. Das Festessen mit Preis- Verteilung zum Mschluß der tzerkomer-Fahrt nahm einen angeregten Verlauf. Ter Herzog von Ratibor brachte auf den Kaiser und die «Souveräne der Staaten, durch die die Fahrt ging, ein .Hurra aus. Es folgten eine Reihe weiterer Trinksprüche. Im Allgemeinen ist Ine Stimmung auch in Sportkreisen dem Rennfahren wie dem Taunus-Rennen nicht günstig.
§ Riarburg, 13. Juni. Zu dem vom 6.-8. Juli hier stattsindenden Gesangswettstreit sind 18 00 Sänger angemeldet. In den letzten Tagen wurden auch Ehrenpreise gestiftet.
äV Biedenkopf, 13. Juni. In dem Bergwerk Heinrichsegen bei Littfeld wurden die Bergleute Blume und Reutter durch giftige Sprenggase getötet. Eist dritter Arbeiter kam wieder zu sich.
2.
3.
suchte heute nachmittag die im Bau kirche und machte dann einen einstündigen Spaziergang durch die Kuranlagen. Später besichtigte der Kaiser da§ Modell
Dr. jur. van Tecklcnborg sind hier eiugetroffen und haben im Wohnung genommen.
W. Homburg v. d. H., 13.
Erfolg nicht bringen.
c Bad-Nauheim, 13. Juni. Generalleutnant Kühnel aus Kopenhagen, Höchsttommandierender der
Kloster Thron, 14. Juni.
Wayen IOC (Minerva) liegt mit beschädigter Maschine an
und hören lassen.
□ Ruttershausen, 13. Juni. Aus dem benachbarten Wißmar kamen diese Woche Mädchen und Frauen, um die hiesigen in der Zigarrenfabrik Georgi tätigen Arbeiterinnen zum Eintritt in den Deutschen Tabakarbeiterverbaird und gleichzeitig zum Streik zu bewegen; es wäre doch schön, wöchentlich 9 Mk. aus der Kasse zu erhalten und dabei spazieren zu gehen. Die Ermahnungen fanden aber kein freundliches Gehör.
/X Butzbach, 13. Juni. Ein hiesiger Prozetzagent erhielt von einer Darmstädter Firma den Auftrag, gegen eine Anzahl Geschäftsleute aus dem Kreise Friedberg klagbar vorzugehen, auf Abnahme von Adreßbüchern, die der ktägerischen Firma bereits im Frühjahr 19 04 in ig gegeben waren, aber vor einiger Zeit erst im erschienen, nachdem die Beklagten aus naheliegenden G.s die Annahme verweigerten. Da man über den Erfolg des Vorgehens sich jedenfalls zweifelhaft war, sah man davon ab, gegen jeden Einzelnen vorzugehen, sondern man suchte sich für jedes der drei Amtsgerichte des Kreises ein Veriuchstarnickel aus. Am Amtsgericht Friedberg wurde nun die ktägerische Firma mit ihren Ansprüchen kostenpflichtig abgew.esen. Am Amtsgericht Butzbach zog die Klägerin nach etwa 6 .Verhandlungsterminen die Klage zurück. Das Urteil am Amtsgericht Vilbel steht noch ausdürfte aber auch hier der tlägerifchen Firma den gewünschten
dänischen Landarmee und der holländische Finanzminister heute zum Kurgebrauch
Kloster Thron, 14. Juni, 5 Uhr vorm. Tas Wetter ist trüb, aber auKlärend, und es ist Aussicht vorhanden, daß der Tag ohne Regen verläuft. Tie Rennstrecke ist abgetrocknet. Die Tribünen beginnen sich zu iüllen.
6 Uhr 20 Min. In der Hosloge sind bereits der G r o ß h e r z o g Von Helsen, die Prinzcnpaare Heinrich von Preußen und Friedrich Karl von Hessen anwesend, als der Kaiser, der um 5 Uhr das Schloß in Homburg verlassen halte, eintraf. Sofort begannen die Rennen, denen der Kaiser und die übrigen Fürstlichkeiten mit Interesse zuiahen. Der Grobherzog von Hessen und Prinz Heinrich hatten sich inzwischen zum Startplatz begeben. Von den 40 zn- gelassenen Wagen erschienen 39 am Start. Ter Wagen G A (Sun) erschien nicht. r ri
8 Uhr 5 Min. Bis jetzt haben 16 Wagen die erste Rennstrecke passiert, als erster Wagen 3 A (Opel). Die besten Zeiten von diesen 16 Wagen sind
1. 8 B (Fiat) 83 Min.
Deutsche Landwirtschafts-Ausstellung 1907.
Nachdruck verboten.
IIL
Düsseldorf, den 10. Juni 1907.
Je mehr man dazu kommt, bie Einzelerscheinungen der un- vLrväichlichelt Schau ins Auge zu fassen, je mehr — und das ist allgemein die Meinunng, die miau um sich herum im Publikum äußern hört — kann msrn es nur auf das lebhafteste bedauern, nur wenige Ttzge Gelegenheit zu haben, einen Blick in diese reiche Welt menschlichen Schaffens tun zu können und daß eine derjartige Unsumme geistiger und körperlicher Arbeit, wie sie die Durchführung eines solchen sich heute geradezu gigantisch darbietenden Unternehmens e^wrdert, ausgewandt wird für- wenige Stunden. Eine längere Frist läßt sich für die jährlichen Veranstaltungen der Deutschen Lairdwirtschaftsgesellschajt, der vielen besonderen Umstände wegen nicht ermöglichen. Man ist bei einem ersten Rundgange überrascht und bei näherem Studium überwältigt von dieser Fülle der Gesichter. Es ist Wohl un- äbweislich rpahr, daß eine derartige Veranstaltung in solcher Vollkommenheit nicht geboten werben tonnte, wären nicht die in der langen Reihe der Wanderausstellung gesammelten Erfahrungen die erste organisatorische Kraft, die dem Unternehmen zugute kommt.
Von all dem Gebotenen aber, den Ställen voll herrlicher Tiere und den vielerlei imponierenden Maschinen und Gerätschaften — war es schon unvergleichlich in seinen Eindrücken — konnte mein Interesse nichts so wachrufen, wie die grandiose Vorführung der Produkte und Hülfsmittel der Landwirtschaft. Wollte mau hier, wie es sein müßte, und welche Aiöglichkeit im Interesse der vielen rein beruflich die Ausstellung von sernher< besuchenden Fachleute dringend zu wünschen wäre, eingehende Studien treiben, dann wären nicht Stundest in drangvoll fürchterlicher Enge, nicht Tage, nein, Wochen wenigstens erforderlich, und zwar an Kurzweil genügend reiche. Das Verwandte in alt dem Vorgeführten, so verschieden es an und für sich sein mag, das überall sichtlich in die Erscheinung tretende Bestreben jedes Ausstellers, alles Tote zu vermeiden und seine Objekte recht lebendig vorzuführen, vermeidet eine Ueberlanung des Gehirns und eine schnelle Erschlaffung des Geistes, wie sie z. B. bei den sich überstürzenden verschiedenartigen EindrüSen der letzten Düsseldorfer Industrie-Ausstellung sich bald bei jedem Besucher mehr oder weniger einstellte. Und Stunden lang kann man in un- getrübtem Genüsse eine Vorführung nach der anderen beiminbern.
Abgesehen von einigen Einzelbauten und dem gesondert aus den Plan tretenden Molkereiwefen ist die ganze Masse der Produkte und Hülfsmittel in einer einzigen riesenhaften und mit einer ganzen Reihe von Altbauten versehenen „Halte für Erzeugnisse" untergebracht. Es tut schon wohl, in der Bezeichnung, wie auch sonst überall, mit der Fremdwörterei einmal aufgeräumt zu sehen; luarum soll unser „Erzeugnis" weniger besagen als das überall zu findende „Produkt"? Beginnt man am nördlichen Ende die Wanderung durch den Bau, so finden wir zunächst eine gemeinsam und nach einheitlichen Prinzipien durchgesührte Ausstellung der Teutscheu Sa a t g u t z ü ch ce r, unter welchen die rühmlichst bekannten Namen von Arnim-Eriewen-Schwedt i. B., Bcseler - Weende, von Borries - Ecbenüorf, vertreten sind. Es werden in den verschiedensten Formen di üben, Weizen, Hafer, Roggen, Gerste, Bohnen und Erbsen vorgesührt; besonders ins Auge fallen die tauet der ^Prüfung schon zum zweiten Male als Siegerin hervorgegangenen Runlielrttben des letztgenannten Züchters. Wir stoßen bald auf eine seitens der Deutschen Landwirtscyafts-Gesell- schäft selbst veranstaltete Zusammenstellung von Hopfen und Gerste, in die indes nur die in der vorjährigen Konkurrenz prämiierten ausgenommen sind. Schlesien hat hier neben Brandenburg besonders gut abgeschnitten. Bei den Hanfgewächsen treffen wir zunächst auf Flachs- und Hanfbau, und hier sind es beionders die Frauen, denen es schwer sütli, iveiterzugehen. Gar zu nahe liegt hier das Schiltersü)e „Und sültet nm Schätzen ditz duftenden Laden —; wie wenige der Städterinnen aber können
Wogen 4A (Rebour-Frankreich) und der Wagen 1B (Dür- kopp). Der Fahrer von ersterem Wagen wurde nicht verletzt. ^Dagegen wurde der Führer des Wagens 1B herausgeschleu- dert und erlitt schwere Verletzungen am rechten Oberschenkel. Der Mägen selbst überschlug sich ein paarmal. Tie Verletzten kamen nach Gräfenwiesbach in ärztliche Behandlung.
p. Weilburg, 13. Juni. .Hermann Braun, ein Oesterreicher, der einen Mercedes-Mixte I Wagen fuhr — Start 9 A — soll tödlich verunglückt sein bei dem Dorfe Audenschmiede an der scharfen Brücken kurve, etwa 15 Kilometer vou hier entfernt. Auch an der Kanoneuecke, 3 Kilometer von Weilburg, zog sich ein Fahrer Verletzungen zu. Der Arzt wurde hingerusen, obgleich Sanitütspersonen genug zur Stelle waren. (Eine Bestätigung des ersteren liegt noch nicht vor. Es ist anzunehmcn, daß sie auf einer Verwechselung beruht. D. Red.)
Drahtmelduugeu.
laub zuerkannt.
** Der Sängerkranz begeht am nächsten Sonntag in Steins Saalbau, als 2. Nummer seines Sommerprogramms, sein Sommerfest. So viel wir hören, sind die Vorbereitungen im Gange und die Mitglieder dürfen bei irgendwie günstiger Witterung auf einen genußreichen Nachmittag rechnen. Der Beginn ist auf nachmittags 5 Uhr festgesetzt.
** Das Kolosseum erfreut sich fortgesetzt eines recht regen Zuspruchs und das hübsche Programm findet allgemein Anerkennung. Ganz hervorragend ist namentlich auch der Reckturner Karras, der seit einigen Tagen von einer Krankheit wieder genesen ist und jetzt allabendlich die Zuschauer mit seinen elegant und sicher ausgesührten sehr schwierigen Schwungübungen erfreut. Dazu erregt die drastische Komik, in die er im Verein mit La bella Nitta seine Uebungen einzukleiden versteht, fortgesetzt große Heiterkeit. Wer das jetzige Halbmonatsprogramm noch nicht gesehen hat, hat heute und morgen noch Gelegenheft dazu. Insbesondere sei auf die für Samstag nachmittag vorgesehene Kindervorstellung hingewiesen, bei der die dressierten Hunde wohl die Hauptanziehungskraft bilden werden. Am Samstag abend findet dann ein Ehrenabend für das gesamte Künstler- personal statt, das sich damit von hier verabschiedet. Sonntag vormittag ist wiederum Matinee und am Sonntag abend wird sich das neu engagierte Künstler-Ensemble zum erstenmal sehen
den Stolz der Bauern fühlen, der Bäuerin, die heute allerdings auch schon selten geworden ist, die über ihren Linnenschrank das schöne Sprüchlein setzen kann: „Selbst gesponnen, selbst gemacht, ist die beste Bauerntracht". Ungemein anschaulich und interessant haben die Aussteller, unter denen auch wieder die Habelschwerdter Flachsbaugenossenschaft zu neuen ist, das Mate- nat hier zusammengestellt. Es ist wirülichs eine Lust, die Dinge all hier in Augenschein zu nehmen, die gleich zwei gute Eigenschaften an sich haben, nämlich einerseits dem Fachmann ein Bild des ganzen Standes der Hanf- und FlachZkultur zu geben und andererseits das ganze Werden eines Leinentuches dem Laien lehrreich vor Augen zu führen. — Wer da bisher glaubte, in den Karto n ein lediglich ein hauptsächliches Nahrungsmittel des Menschen und allenfalls des Tieres erblicken zu müssen, wird gründlich von seiner Ansicht geheilt werden in der umfangreichen Abteilung der Karto ff elf-abpiklate. Hier ergeht es dem Städter geradeso, wie dem Landmann, der da meinte, die Kohle sei zu nichts anderm nütze, als zum Brennstoff. Daß Kvr- tosfel zur Fabrikation von Spiritus, Stärke und Kartoffelmehl dienen, ist aUcnUjalben ja bekannt und auch, daß diese Fabrikation eine recht gewinnbringende ist, aber die Produkte all, die ich hier finden muß, sind eine derartig große Anzahl, daß ich sie kaum aufzuzählen vermag. Besonders fielen mir eine unzählbare Reihe Gläser mit Einmlach'-Sirup, Bonbons, Stärkezucker, Marmeladen, Textrin, Sago usw. auf.
Ein ganz besonderes Interesse beansprucht die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft arrangierte Ausstellung von Dauerwaren, die an der von ihr veranstalteten Konkurrenz und an der Reise Deutschland—Australien und zurück von November 1906 bis Februar 1907 teilgenommen haben. Leider .ist die Schau nicht gerade reichhaltig ausgefallen und es bleibt bedauerlich, daß die deutschen Dauerwarenfabrikanten trotz des erheblichen Interesses, welches sie in erster Linie an einem Bekanntwerden der deutschen Dauerwarenerzeugnisse hätten, sich so wenig an dem Preisausschreiben beteiligen. Am besten sind hier die Molkereiprodnkte mit Milch in den verschiedensten Formen bis zum Pulver herab, mit Käse, Butter usw. vertreten, unter den gegorenen Getränken fallen die Biere von Pschorr-München und die der Wicküler-Brauerei in Barmen auf. Fleischwaren hat, soviel ich feststellen konnte, nur eine Firma gesandt. Sämtliche Waren sind mit einem auf die Australien-Reise hinweisenden Etikett versehen.. !Mit den nun beginnenden Abteilungen für Futter- und Düngemittel erhält die Halle ein ganz anderes Gepräge. In der ersten führen die allbekannten größeren Firmen ihre Produkte vor, unter denen Melasse natürlich überwiegt. Glänzend wie kaum je zuvor, ganz der übermächtigen. Entwickelung dieser Industrie entsprechend,. präsentiert sich die Fabrikation der Düngemittel. Neben dem schon erwähnten Kali- shndikat und der ebeusalls in einem vornehm eigenen Pavillon aus>- stelleuden Ammoniakoereinigung, sind in der großen Halle recht umsangreiche und augenscheinlich mit großem Kostenaufwande her- gestellte Vorführungen der Ser. Salpeter-Produzenten, der Tho- inasphosphatsabriken, des Gipsvereins uhb der Stiastofskalkfabriken untergebracht. Besonders zieht das Arrangement der ThomaA- phosppatfabrik die Aufmerlsamteit aller Besucher auf sich. Vom Erze an ist das Thomasmehl bis zum Fertigprodukt zu sehen. Vor allem aber sind es die Feldausstiche aus künstlich gedüngten Heide-, Oedland und Moor-Kulturen, die besser sprechen wie viele Worte. Unter den folgenden landw. Hilfsmitteln finden wir alles Erdenkliche, von den Apparaten der Tierarzneikunde an bis zum letzten Stück Pferdegeschirr.
Zum erstenmal hat es sodann die Teutsckie Laudwirti'chafts- Geselftchaft unternommen, in Düsseldorf ein Gebiet zu betreten, lvelches Fragen berühre, die zusehends akuter werben und die irgend einer Lösung entgegengesührt werden müssen, sollen sie nicht in allzusemcr Zeit ichioere Kämpfe und Wirren für die Landwirtschaft mit fiuj bringen. Es betrifft die Landarbeit und deren Verhältnisse, die heute Die unbestreitbar wichtigste Lebensfrage ter Landwirie bilden. Tas neue Unternehmen kann sticht dankbar genug, begrüßt werden im Interesse unseres
Kirche nnd Schnle.
— Man schreibt uns. auv Kaiserslautern: All- jährlich besuchen viele deutsche Lehrer Frankreich, um die Sprache, aber auch Land und Leute kennen zu lernen. Nun scheint auch in Frankreich ein ähnliches Bedürfnis zu erwachen. So hatte sich im vorigen Jahre in Kaiserslautern zu dem vom Lehrer L. Wagner eingerichteten Ferienkurs für Ausländer eine stattliche Anzahl französ. Lehrer verschiedener Schulgattungen eingefunden und zu dem diesjährigen Kurs im August ist bereits eine noch viel größere Anzahl von Teilnehmern aus Frankreich, aber auch aus Italien und England angemeldet. Da Kurse zum Studium der französischen Sprache für deutsche Lehrer angefchlossen sind, ist reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit deutschen Kollegen gegeben. Im Vorjahre hat die Ein- richtung recht segensreich gewirkt.
Vermtfd?t€*»
* Millionär und Dienstmädchen. Wie aus New- York gemeldet wftd, hat dort der in Washington ansässige bekannte amerikanische Millionär (Sorbin, der fein Vermögen hauptsächlich auf Zuckerplantagen und durch Eisenbahnspekulationcn gemacht hat, soeben fein früheres Dienstmädchen geheiratet, die dadurch Schwiegermutter eines englischen Lords, des Earls von Oxford, wird. Mr. Corbin war schon einmal verheiratet und aus dieser Ehe stammte eine Tochter, die jetzige Gräfin von Oxford. Tie gesamten Ackerbaues und des sozialen Friedens. Natürlich ist an allem Vorgeführten zu sehen, daß es ein erster Schritt ist, daß das ganze einer großzügigen Gestaltung noch bedarf. Vorläufig überwiegen noch die kartographischen Tarstellungen die figürlichen ,u,nd wird auch zuviol mit angeführt, was, wie die Heimausschmückung u. a. die Sache mit dem Tach, anstatt mit dem Fundament beginnt. Interessant ist, daß auch die Guttempleq ich hier zu pwpagMdistischen Zwecken für ihre gute Sache emgesunden haben. — Hoffen wir das neue Unternehmen der Deutsch. Landw.-Ges. bei der nächstjährigen Wanderschau in Stuttgart in ausgewachsener Gestalt wiederzusinden. In einer Reihe von Anbauten folgen harnt die staatlichen und wmmunalen lanb- lvirtsa-aftlichen Körperschaften mir Vorführungen, bie zum Teck zwar schon von den Voriahren her bekannt, doch eine berartig; große Fülle des Sehenswerten bringen, daß man nur wünschen könnte, dies reiche Material so vereint für eine Reihe von Wochen zu Studienzwecken benützen zu können. Mit dem Westfälischen Bauernverein finde ich zunäuistdie Landwirtschaftskammer dieser Provinz mit Darstellungen der landwirtscyaftlichen Verhältnisse Westfalens in Karten und Modellen. Eine besondere Hervorhebung verdient hier mit einer Reihe lehrreicher Modelle usw. die besonders Wiesenlulturen berrefsen, der Verein für Wiesen^ Moor- und Heidekulturen zu Münster i. W. Tie Wniglich Preußische Laiidwirtschaftsverwaltung ist mit der landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf und der Oefsentlichen Wetterdienststelle zu Aachen an der Spitze erschienen. Besonders die Poppelskwrfer Akademie bringt ihren ganzen Reichtum an Instrumenten und Apparaten, nm damit den glänzenden Beweis zu erbringen, daß die Wissenschaft auch auf dem Gebiete des Acker-, baues imb der Viehzucht nicht mehr hinter der anderer Gebiets zurüMeht. Die Ausstellung ist nicht minder wertvoll, wie die derselben Akademie auf der Gewerbeausstellung 1902. Es folgen nun die Meliorationsämter und die Landwirtschaftskanimer der R(winpwvinz, die letztere mit Vorführungen, die in umfaßender Weise alle wisfenschaftlichen und tcchnisckten Zweige der Land^ wirtschaft betreffen, so A^olkereicn, Geflügelzucht, Obst- und Weinbau, Ackerbau und Bodenbenutzung und nicht zuletzt das -Schulwesen, von heutzutage. . , „ , , '
Besondere Bauten in der Röhe der Erzeugnishalle haben der Bund der Landwirte und der Rheinische Bauernverein auf^esührt. In beiden Hallen erregen die verschiedenen vorgeführten Systeme landwirtschaftlicher Buchführung Interesse, die bartun, in welch intensiver und rationeller Weise ber Landwirt von heute feine Scholle bearbeitet und sein Vieh züchtet. Die Genossenschaft des Rhein. Bauernvereins, die heute daS halbe Hunderttausend Mitglieder weit überschritten, hat ganz besondere Anstrengungen gemacht. Tie Entwickelung ber Organisation, die Produktion bet Mitglieder wird anschaulich vorgeführt. Auch eine Reihe fNodelle von Wohngebäuden sind ausgestellt, em Zeichen des vielseitigen Mrknngsgebietes des Vereins. Sogar die eigene in Köln domi- lizierte Buchhandlmig kann die Vereinigung präsentieren. Erwähne ich noch die Traubenweinhalle, in ber ein Bild des gesamten deutschen Weinbaues gegeben wird, die Obst- und Schaum- weinkofthalle, die Butterausstellung, in der natürlich die Schleswig-Holsteiner mit nicht weniger als 252 Proben dominieren, und die große Käseschau, so ist die Reihe der landwirtschafttichen^ Erzeugnisse nahezu erschöpft. Es verbleibt nur noch bie links und rechts ber Thaerstraße untergebrachte milchwirtschastliche Ausstellung, die nicht weniger als nahezu -600 Aussteller aufzuweisen hat und in ihrer Gesamtheit ein ungemein glänzendes Bild zeigt, umsomehr, als die größere Anzahl der Apparate usw. in Betrieb vorgeführt wird, u. a. eine komplett große Anlage.
Fasse ich den Eindruck der ganzen Schau zusammen, so kann ich sagen, daß wenn auch in einzelnen Abteilunaen nicht ganz das erreicht wurde, was bei der zentralen Lage Berlin int vergangenen Fahre sich ermöglichen ließ, so doch sich ein Gesamtbild ergibt, das unsere Landwirtschaft unter den Fittichen bet Teutscheu Lanbwiclsch(afts-Gesellschast auf einer ungeahnt glän« zenden Höhe zeigt.
30. Deutscher Fleischertag.
IV.
Nachbruck verboten.
S. u. H., Hamburg, 13. Juni.
Heute fand die Hauptversammlung der Fleischer-Berufsgenossenschaft statt. Friedrich-Nürnberg erstattete den Derwaltungs- bericht, wonach die Geschäft-e ber Kasse sich gut anlassen. Ter Voranschlag für das nächste Jahr beträgt 269 000 Mk. Ter Fleischertag nahm auch zu der Gewerbeordnung Stellung. Auf Sln- reguitg des Bezirks Sachsen-Anhalt sprach man sich dahin aus, daß daraufhin gewirkt werden möchte, daß die Gesellenprüfung obligatorisch wird. Auch wurde die Forderung gestellt, daß das Meisterprüsungsrecht den Innungen wieder eiitgeräumt werden soll. Ein Antrag, daß ber Verband dahin wirken möge, daß freie Innungen keine Mitglieder aufnehmen, die sich nicht der Prüfung vor der Innung unterzogen haben, soll noch näher erwogen werden. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Erledigung von Verbandsangelegenheiten in Anspruch. Besonders wurde über die Gründung eines VerbandsfachorganS beraten. Nach eingehenden Erörterungen wurde die Gründung einer Verbandszeitung! beschlossen. _____
_ guten S" '"5
’A »on
5 dl- C->m- ß-SSj* gSÄJ lieber absloM Tatsache, dal, n neuester Zeit M Mdezu.ua -r
S m der au Dividende von Aktien dieier $ sie gingen bann, Mgang belann jNlüctrvelchcnben dann auf den > jebr mäßig erho
- Tie i nähme einer 4 Wchn
-Londe sianbsberich stimmte gehalten misiischen W
iud) durch Mise laltutieren Idjeir dach genug zurü^ einen Vorstoß, i halle. Kanada w Lankaktien wäre sührung der Ak sie notierten ans, ferner Tislvnto bank und auch £ schlossen. Lomb der Thronrde be haft zu anziehei 222 ’/i, Bochum 176. Gelsenkir
gut behauptet, lose höher; 1$
- Ter L
seiner gestrigen
Aalilocrle Alt.-l
Gross
nach I
KaPelle de
«ch
68 Jabrc
durch , freusorp und Onl Her


