Ausgabe 
13.2.1907 Erstes Blatt
 
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erster Gbe war her

2ji uJlUHtli.

ben ÄTt^rmftanö *erhielt Freiherr LorrieliuS wirb Zentrum gegen die Erzb.schose, Prälaten und hervor ragendes Vattt in^d^ Blitzeb« FLerkommi^'ver^hcim konservativen Leute wegen ihrer Haltung bet den Stichwahlen- unb Gerftrubeit bei ^Oberstdorf ün bayerischen Allgäu enliacßt rorrocn ui. hat bvn (cyten Anstoß da,u gegeben.

Für die überaus zahlreichen Beweise freundlicher

sagen herzlichsten Dank.

Teilnahme bei dem V erluste

trauernden Hinterbliebenen:

Im Namen der

Scharmann

Louis

1028

Giessen, den 13. Februar 1607.

1626

a v.Zrdlliz malenliini. llünbibatu! :ci)innißtn W

Lardenbach, Butzbach, den 12. Februar 1907.

Die Beerdigung findet nächsten Freitag um 2 Uhr statt

n beS Innra angesichts br Gebühren st! ungen zivtL in.

'blättrr melde en flQllgtjuiiir tlven Patli itcumSpacli

Uttiverjitats-riacyrictzten.

Seinen 7U. toebuttfctoq feiert cnn 16. Februar der Geheime Rat Dr. med. Feld. Hehrer, ordentlicher Prolesjor der GebnrlShülse und Gynäkologie a. D. an der Uinversuät Heidelberg. Geboren 1837 -u Guntersblum in Rheinhessen, studierte Kehrer in Gießen, München und Wien als Schüler von v. Rügen, v. Hecker und v. Braun-Fernmald und promovierte 1859. Tann ließ er sich als praktischer Arzt in Gießen nieder. 1863 wurde er Pro- 'essor und physiologischer Assistent bei R. Eckhard an der Gießener Universität nnd habilitierte sich hier 1864 als Prioatdozent. Bier Jahre später ivurde ec Extraordinarius und 1872 ordentlicher Pro­zessor der Gebuilsyülse in Gießen. 1881 folgte er einer Berufung luuo ViiOdbcrg. dJlu 1. CUober 1901 trai er m den Ruhestand.

Todes-Anzeige

Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute Mittag um 2 Uhr unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel

Herrn Johannes Solcher

Gastwirt

nach ganz kurzem Krankenlager in ein besseres Jenseits abzurufen.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Heb, Molchen XI.

Karl Molchen, Gefangenaufseher

itat idcgrcm fcrf ' 13 beitawti- ö erluiünn - ras schiaic , und bff Uni» rne btf Mc, \

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Msitm uub leM u £ic d^mnoc ijrtc löertldlunj t einen SBonibs- :6eaiec, iwbtaj niDianitn ijuij mibe im

bet ÄM- Nacht cM-ii et '15014« w I t im DI®11 >hnte,d»D^ »kille, »c«,. d I n ben 6* I { daß dit v ? M dest-mB ^ I njlcin eitttvi^ I jen De» I afdjine^1- H r baS del «gl der diese ö^l

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folaen: er ist Tr. jur. Hess. Sammerjunker und Leutnant der Reserve des vreuß. 1. Garde-Dragoner-RegimentS. Geboren am 27. Juli 1874, sicht der Freiherr v. veyl im 33. Lebensjahre. Seine Traut, die Prinzessin Mathilde Isenburg, wurde am 26. März 1880 in Büdingen qLS eine Tochter del am 2G. Januar 1906 verstorbenen Fürsten Bruno »u Isenburg und Büdingen auS dessen zweiter Ebe mit der Gräfin Bertha Castell, ei.u i Schwester de» Fürsten zu CasteH-Rfidenhaufen, geboren. In st nm einer Prinzessin von HodensolmS-l. .ch

Alle Frauen sind schlau wenn sie Müller» Pnlmitiu-Selfenpnlver verwenden, eie schonen ihre Wäsche, sparen Zeit. Mühe, Geld und haben den besten Ersatz für Rasenbleiche.

Alleiniger Fabrikant: Joseph Müller, Seifenfabrik, Limburg a. L.

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neugebotenen Kindes aufgesunden, dem der Schädel eingedrückt war. Die heute eisolgeude gerichtliche Untersuchung wird feslstellen, ob das ttmd nach der (Seburt gelebt hat. Bis jetzt kannte nur festgestellt werden, daß die Leiche zwischen Oppenheim und Worms an die genannte Stells gebracht worden ist. Von dec Täterin fehlt jede Spur. lFrkf. ßtq.) Worms, 12. gfebr. Die Verlobung des Freiherrn Lo melius von Hehl zu Herrnsheim mit der Prinzesim Mathilde zu Isenburg und Pudingen erregt hier grobes Interesse. Der Bräutigam ist der älteste Sohn des Geh. »Dm- mcrzienrates Frhrn. Wilhelm von Deyl, der 1886 vorn Grobherzog Ludwig IV. I 7 "

einst seinem Vater in dem Be-itze der Fit bei Worms und Gerftruben bei Oberstdorf----- -

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oerhe».a1et. die 1867 starb. _________________________

Ä i e 11< c co/tjLMv.H, en Berlin ereigueie sich ein eigenartiger Bei kedr-unsall ani Palmbo'e 8llexauderplatz. Irin unter bei Bahnüberiühriiug fahrender 'Jluiomobiloinnibul kam plötzlich uiS Schleudern. Sein Hiiiterteil flog mit solcher Macht gegen den Tckkandelaber der Clrabciibeleuchlung, daß der obere Teil der Laterne abbrach und auf das Trottoir stürzte. Em voi- überaehduder sünfzehiijähnaer Laufbiirlchc ivurde oon ben herab» gelaßenen Eiseutcileu am Äopfe getrosten, zu Boden geworfen und blieb besimmngsloS liegen. Ter Schastner deS AulouiobilomnibuS siel vor Sd)tcd in Krämpfe. Iu London wurde aus der ttunliq a llerie von Ltiarleü Werlbcimer cm Gemälde von GaiuL- boroilgh unb em von Cir Joshua Reyiioids aus ben Rahniei» ge­schnitten unb gestohlen. Blenheimer erklärt, die beiden Bilder besäßen zusammen einen Wen von 60VOUU Tlarf. Außerdem würben andere Bilder durch den Versuch, sie auszuschneiben, be­schädigt. Tie Einbrecher stahlen miet) mehrere cmmUieric goldene Elms. Zusammen soll der Schaden eine Tlüli o« Al art be- iragen. Bon den Tätern fehlt jede Spur. In Woolwich sind durch die Explosion im Arsenal 200 Häuser beschädigt wordeii. In mehreren Eijenbahnzugen sind sänilllche Fenster durch bat Lultbruck euigebrileki worden.

l)aitvci iine r-erLeyr, Velt»u>irt|diaft.

Von der Berliner 'Börse. Ter Rew-dorler Spekulation ist wieder einmal seitens des Schatzamtes gegolfen worden und in'olgcbcsscn war auch unsere Born: wieder teuer, jedoch nach wie vor sehr ruhig, zumal die Provinz noch mit Verkäufen an den Marit (nm. Für Montamveilc i einiges Animo vorhanden, das sich in Rinkkaii'en lund gab, nud) durch den mehrprojen- iigen jtursrückgang dec Aktien dc. .uijch-Luxeinburglschen Berg- werls-GenUschait zunächst nicht beeinträchtigt wurde. Bon Banken ivarcn Taimilädter Bank-2lltien eher erholt; die übrigen Banken aber lagen lustlos. Desgleichen waren Russen gebessert, da vom Weuciticmaxft eine Heine Avichwachung gemeldet ivard. Im wei­teren Verlaut war die Börse ziemlich behauptet und Haudelsanteile angeregt, iveil die Bochumer Aknen eine Steigerung ersahrdn Hal en. Tresdener Bant noticrieit 158,75, Schasthausenlcher Bankverein 158,50, Pnnee penn 146,40, Marichau-Bjlener 128, Eanada Pacisic 183, Baltimore 11b nach 116,5V gestern, Pennsylvania 180,10, Türkeulose 145,10, PrivatdlSkont 4%70.

Märkte.

le. Frankfurt a. Di., 13. Febr. Heil- und Stroh- markt. Ala>i notierte: Heu Dlk. 3.10 bis 3A0, Stroh Alk. 3. bis Alk. O.UV. Nachfrage schwach, Geschäjt flau.

Ic. F r nun u r t n. Pt., 13. Febr. .Ong.-Telegr. de« .Gieß. Anz.") B > e li m a r t t. Zum Verkaufe standen 00 Halber, 00 Schale u. Hammel, 1754 Schweine,0 Ziegen. Schweine : 1. Qual. 6364 Ps. Lebendgennchl 50.00-00.00 Ps., 2. Qual. 6200 Pf., Lebendgewicht 40.00-0V P!g., 3. Qual. 5406 Pfg. Halber 1. Qual. 00-00 Ps., LcbendgciVichl GO00 P«g., 2. Qual. 0000 Pig., Lebendgewicht 00- 00 Pfg., Schlachigewicht 00-00 Pfg. Schake 1. Qualität 0000 Plg., 2. Qiialiiäl 00-00 Pfg. Geschäft bei Schweinen:, ,.diiic!i, 11eb< t <.inic> 11111~cc11c11.

geschmackoölle Aofifime nebenLumpen* und anderen von ' der unglaublichsten 91 rt. Ungrt)eure Mengen Konfetti, Luft. ; schlangen jc. flogen über die lUadfen, und eine ausgelassene Fröhlichkeit herrschte. Criminelle Masken waren allerdings : fast gar nicht zu sehen, selbst der Hauptmann von Köpenick hielt seine Anwesenheit in der guten Stadt Dießen für über» 1 flüssig. Wie immer beteiligte sich die Studentenschaft lebhaft und mit großem Fleiße an dem fröhlichen Treiben; mehrere Berbmdungen hatten insbesondere auch die Bestreitung deS Milsik. Programms übernommen, so daß die stonsetti'chlacht von harmo­nischen Klängen der mannigsaltlgsten Art begleitet war. Degen Abend wurden Markt und Straßen stiller. ToS muntere Volk zog sich in die Restaurants und TosöS zurück und tagte, bezw. nächtigte weiter. Auch einige Vereine sorgten mit löblichem (hierfür die Unterhaltung ihrer Mitglieder und zwei Masken­bälle (un Gießener Feslsaal und im Lrpheum) boten 93er» gnügungSlusiigen Gelegenheit zur Gihähimg ihrer Lust. Grsi am frühen Morgen trat die AschermittwochSsiimmimg in ihre Rechte. Ein leichter Schneefall sorgte dafür, daß auch die papierenen Spuren des Karnevals raich verschiounden waren

Im Ausschuß sür Volksvorlesungen setzt Privatdozent D r. E h r. R a n ch seine Vonrage zur Lmsi->hrung in die deutsche u n st g e s ct, l ch t e »ort. Ter ziveile Vortrag sindet heute (Mniwoch) abend S' Uhr in der TunihaUe des Realaymnasiiims statt.

** Der Wiännert urnver ein hielt gestern bei sehr zahl» reichem Besuch seine alljähLich ftattiinbenoc FastnachtKlneipc ab. Heitere Skrträgc wechselten mit hutnoristischcn Liedern in bunter Reihenfolge und erst spät trennte man sich in froher Stimmung. Ein jebtr 2eilnd)mer nahm daS Bewußtsein nut nach Hause, wieder cinnul ein p^ar schöne Stunden im Mann er turn- verein verlebt zu haben.

** Verschiedene Mühlenbvs.itzeio ander Detter haben sich an bic 2. Hess. Kammer mit dem Er.uchen gewandt, daß ihnen eine angemessene Entschädigung sür ben Schaden zuteil werde, der sstr sie durch die Anlage der ftaatiidjen Gruppen- waiservenorguiig für Bad Nauheim usw. entstehen wird. Abg. Z v u v hat den Inhalt der betr. Eingabe alS Antrag bei bet Wammer eingcbracht.

][ Lich, 12. Febr. Hier fand am SamSlag eine Sitzung des Bahnkomitees für die Erbauung der Bahn- il recke Lich-Ettingshausen-Grün berg statt, berauch em RegierungSvertreter beiwohnte. Tic Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um ben Bahnbetrieb und bie Zahl der ver­kehrenden Züge. Tie Regierung hat in Vorschlag gebracht, daß täglich nur drei Züge nach jeder Richtung verkehren sollten und zwar morgens, mittags und abends. Tagegeu wünschten die Vertreter der interessierten Gemeinden täglich ie vier g e früh, vormittags, nachmittags, abends mit durchgehendem Verkehr bis Butzbach, also gemeinsam mit der früher vollendeten Strecke Lich-Vutzbaeh. Tie Verhand­lungen werden fortgesetzt. Tie Erbauung der Bahn beginnt im Frühjahr. Schon jetzt regt sich bei den Geuiemden, Industriellen usw. der Unternehmergeist. Außer der bereits gesicherten Inbetriebsetzung des Braunkohlen- bergwerks .Hesienbrücker Hammer^ sollen die früher sehr ergiebigen Eisensteinlager bei Ettingshausen und Rieder- Bessingen wieder betriebsfähig gemacht und die großen Basalt­brüche bei Ober-Bessingcn, Ellingshausen und Queckborn intensiver bewirtschaftet werden, ebenso die alten Okergruben bei Münster. So viel ist schon jetzt gewiß, die neue Bahn wirb einer seither abgelegenen, mit Bodenschätzen gut be­dachten Gegend Industrie unb Verkehr und der Bewohner­schaft lohnetiden Verdienst bringen.

x Bad Nauheim, 11. Febr. Eine üoeraus lebhaite De­batte entstand in der letzten Stadtverordneten sitzung über dieJnstandsetzung derBa hnhofSallee vom Bahn- Hos biS zu ben Neubauten trsi -V-.Lsts. Sm Dtryingeiten Sabre ivurde durch die Bahnhol-Lallee die Fernheizleitung Dom Elektri­zitätswerk cm Goldberg bis zu den staatlichen Neubauten Ver­waltungsgebäude und BadcHäusern gelegt. Die Regierung ver­pflichtete sich tzur Wiederherstellung der Straße, die jetzt eine unhalt­bare Beschasscnheit, große Senkungen usw., zei^t. Der F.slus har mut der Stadt zur Instandsetzung der Slratze nur 3öU Mk. geboten. Die Stadlov. Jakobi unb Klinkersuß, sowie der Bürger­meister sprechen sich erregt dagegen auS, sic schützen die Kosten aus das 10- bis 12fache, nämlich 2500 bis 3000 Mk. Tie Ver­sammlung lehnte die angeöotcne Enlschödiaung entschieden ab und erklärte, der Staat sei zur Wiederherstellung verpslickstet.

BZ or m S, 11. Febr. In dem 4 Uhr 55 Minuten gestern nachmittag hier eingetroffenen Personenzug Mainz-ÄormS wurde in dem Abort der 4. Wagenklasse die Leiche eines

Herr Oberlehrer Dr. Wcrucr hält tfc für angebracht, in verschiedenen Zeitimgeu emerseilS über den Gießener Anzeiger bet- zuzieheii, andererseits ihm gute Ratschläge zu erteilen, beides offen­bar mit der Absicht, ben ®. A. in der öjfeutlicheu Meinung herab- zusetzen, resp. chm eine Schädigung zuziifügen. Wenn Herr Tr. Werner persönlich etwas ge^eu Herrn Witiko hat, mag er e* persönlich mit chm abmachen, auBcrbcm bin ich als Berleger gerne bereit, ihn auzuhöreu. Ten von ihm beschritteiien Weg halte ich für verwerflich. Für seine guten Ratschläge, die er mir erteilt, danke ich perru Tr. Werner bestens, muß aber doch bemerken, daß ich allein weiß, was »ch zu tun habe und, daß ich meine 'Maßnahmen nach eigenem Ermessen treffe, daß Herr Tr. Werner sich also die Mühe sparen kann, durch öffentliche Artikel ohne NamcuSimterschlijt einen Truck auf mich aueuben zu wollen. Vielleicht nimmt Herr Sberlehrer Dr. Werner von mir einen Rai an, der dahin geht, entweder seine Tätigkeit auf sein Lehr­amt zu beschranken oder sich ganz dem politischen Leben zu widmen. Niemand kann zween Herren dienen, das lut nicht gut.

R. Lange.

""""Griginal-Vrahtinelduiigen.

München, 13. Febr. Ucuer die konservative Sezession ist iwch zu berichten: Bisherige Zentrums-Mitglieder-, die namentlich die Stallung der Parteileitung bei den Reichstags-^ Stichwahlen mißbilligt haben, haben wiederholt Besprechungen wegen Gründung einer konservativen katholischen Parte, in Bayern abgchaltcn, deren Grundsätze entschieden, aber maßvoll vertreten werden sollen. Tie Bewegung, die im

Pennsykvanien dieser sich zu einem Bürgerkrieg ent- wickeln würde.

91 cw york, 12. Febr. Nach einer Meldung deS New- York Herold behaupten die RegierungSoertreter der Republik giicaragua, daß Truppen von Honduras Bürger ihres Staates gelötet hätten. Deshalb sei eine friedliche Schlichtung der Streitfrage nicht möglich. (Fr. Ztg.)

Kaup vrisammlung

der Dlvtschen Landwirllchaslsgesessschast.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

S. tu H. Berlin, den 12. Februar.

Tie geschäftlichen Versammlungen der Winlertaguug der .Deutschen LandwirtschaftSgesellfchasi^ nahmen am Montag int Ausichußsttz'mg der Saatabteilungen, de» SonderauSschufleL für Pflanzenichutz re. ihren Nusang und diese Versammlungen wurden heute mit 20 weiteren Versammlungen der Gesellschaft fortgesetzt. Irn 1Uud der Landwirte tagte der Sonderausschuß für Pferdezucht, Rinderzucht und Boden-Bakteriologie. Gleich­zeitig sand eine Versammlung der Eaatzuchtabteistmg statt. Hier hielt Professor Fru iv ir t-Hohenheim einen Vortrag über ,daS Blühen bcö Getreides*, während Geh. DiegierungSral Prof. Dr. Bre fei b-Berlm die Frage der Brandkrankheitcn deS Getreides und ihre natürliche Verbreitung behandelte. In der Versainrnliing der Betriebsabteilung der Gesellichafl würbe über bie beabsichtigten ArbeitSauSstcUungen in Düssel­dorf em Bericht erstattet. Im Restaurant /UddhelmStjoi* tagte während dieser Zeit ,Ter Verein ziir Förderung der Moorktillur im Deutschen Reiche*.

In der Hauptversammlung ber deutschen Ge­flügelzüchter sprach der StiflgulSpächter Schivarz aus Grubichütz bei Bautzen über ^Wirtschaftlichen Betrieb unb Wirtschaftliche Bedeutung dec Geflügelzucht". In der Tebatte wurde uiehrfach darüber geklagt, bau den Beitrebungen bei Vereinigung Deutscher Geflügelzüchter noch nicht genügendes Interesse etttgegengebracht werde. ES fehle noch immer viel, tun die große, ständig steigende und jetzt nahezu zweihundert QJhUioncn Mark betragende Einfuhr an Geflügelzucht-Erzeug- Nissen auch nur einigermaßen einzudämmen.

Ferner tagte heilte der deutsche m i l ch wirts chaftl i ch e Verein. Hier referierten Direktor Dr. EichSloff-Greife- wald und ^'iolkeretiuspektor 111e insch in id t«Hannover über die liege der deutschen Milchwirtschaft im Jahre 1906. Bride Referenten konstatierten übereinstimmend, daß die in mehreren Gegenden deö Deritschen AieicheS seitens der Land­wirte unternommenen Versuche auf eine kleine Erhöhung der m ben letzten Jahren fast stagnierenden Vlilchpreisi von Erfolg begleitet gewesen seien, besonders auch in den Großstädten Berlin, Viünchen und dlürnberg. Immerhin sei die Lage der Rlilchivirte überwiegend noch recht prekär, zumal die Futter- wie bie Transportkosten noch fortgesetzt gestiegen seien, lieber neuere Forschungen auf bem Gebiete der Milch- Verwertung berichtete Ingenieur Holm-Berlin.

Für die Hauptv.rjammlung ber .Deutschen Landwirt- ichastsgesellschaff am Freitag macht sich besonderes Interesse bemerkbar, da eS bie Neuwahl für ben bisherigen Bor- sitzenden des Vorstandes Henn von Arnim-Cnewen gilt, der kürzlich zum preußischen LandwirtschaflSniinister ernannt »juide. Man nimmt an, daß der Oberpräsident der Rhein- piovinz Dr. Freiherr von Schorlerner-Lteser baS Amt über- Nehmen wirb.

2lu* 9<aöl und tano.

Gießen, ben 13. Februar 1907.

Lehrerpersonalien. Uebcrtragen wurde dem SchiilamtSaspiranten Beck auS Neuhausen eine Lehrerstelle an bei Gemeiudeschule zu Aleiiihatisen; dem SchulamtSaspiranten Beller aus LLilfliugen lWürtemberg) bie Lchrerstelle an ber fall). Sck)ule zu Hüttenfeld; dem SchulanitSaspiianten Probst auS Friedberg eine Le hier st eile an der Gemeindeschule zu Uffhofen.

Wichtig für Ginjährig-Freiwillige. ES dürfte wohl nicht allgemein bekannt sein, baß bei ber Ausstellung der Befähigungszeugnisse für den einjährig - freiwilligen Dienst von feiten der Schuldtrellion jede einem Schüler gewährte Befreiung von obligatorischem Unterricht ausdrücklich z» vermerken in. Das gil» auch für die Beficiung vom Turn­unterricht, was namentlich deshalb sehr bemcrfenSwert ist, weil n. d. Lärmst. Ztg, wenn die Bei rein ng auS andern als gesundheitlichen Rücksichten und nicht auf Grund ärztlichen Zeugnisses gewährt worden ist, hinsichtlich ber Zulassung zum einjährig-freiwilligen Dienst ernste Sch'vierigkeiten entstehen können.

"Der gestrige F a st n a ch t S t a g brachte m der inneren Stadt gestern das gewohnte lebhafte Treiben. Ta der Hunmel cS gut meinte und eine ungewöhnliche Milde herrschte, waren vielleicht noch mehr Vlenschen auf dem Seltersweg wie sonst. Zahlreiche Masken belebten das Bild: