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13.2.1907 Erstes Blatt
 
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Mittwoch 13. Februar 1307

LS7. Jahrgang

Erstes Blatt

ÜRt. 37

Erscheint täglich außer Sonntag ».

Dem Giebener Anzeiger werden im Wechsel mit bent hessischen Landwirt die Siebener gomllitn- blätter otennal in der Woche betfidcfli und zweimal wöchentlich da- Kieisblatt |ür den Ureis Sieben. Femsprech-An- schlutzi.d.Redakiion 112 Verlag u. Expeditron 61

vezn ftdvreiS: monnilich75'U^DierteU inbrttrt) Mk. 2.20; durch Ad do le- il Zweigstellen monatlich 6o Pi.; durch die Post Mk.S.- viert cl- jäljrL ariSschl. Be-iellg. Annahme von Anzeigen nir die tüflesiuunmcr bi« vonimiag« lu Uhr. Zeilenpreis: lokal 15i<fv ausivdrtt 20 Piemttg. Peraiitivortlichür den puliL und üllgem. Steil: U Wi t tko. iür ,Ltadl und L'anJr und .wetichtesaaf. Ernst

Sietzener Mjeiger

General-Nllzetger für Oderhefsen

Botartonsörud »ni> Verlag der vrLHI'scheu Unlo.-Oud). unö Steinöruderti. H. fangt. Bcöattlon, Lspcdilion und Drudcret: Lchnlstra-t 1. ;(lBcl,lleJl;rt)Qt'1« Ä

Aie Dculigt Kummer umfaßt 10 Seiten.

Amlilcher T U.

KcKannlmachimg.

Betr.: FeldbereiMgung in der toemailung BellerSheiin.

In der Zeit vom 16. bis einschließlich 2L Februar 19u7 liegen auf dem Amteziinmer Droßherzoglicher Bürgermelsieret Bellersyenn solgetide Akien zur Einsicht der Beteiligten offen:

1. da« iSeldaurgleichung-verzeichniS über zuviel ober zuwenig enipiangenes WclonOe;

2. das vleldnnsgleichiUigLoerjeichniL über zuviel oder zuwenig emptaugenen Cbiibaumweii ;

2. da» zu obigen -Ivel Berzelchnlssen aufgestellte Hauptgeld- ausgle>chungsver>eichni»;

4. das deiondete BerzeichniS über die Vergütungen für Zaun- veriegungen;

6. das beiüiibere Verzeichnis über sonstige Entschädigungen für Aeftungen re.

Taglahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet aus dem Aathans zu Bellersheim slatt:

Freitag, bcu 22. Februar 1007, vormittags V bi« 1U Uhr, wozu ich die Beteiligten nut oem Aniugen ciniade, daß die Nicht- ei|ct)eiiieii6iit mit Einwendungen ausgcschlohen sind. Tie Ein- wendnngen sind schri'tlich abrniafjen und zu begründen.

Friedberg, den 11. Februar 1907.

L ch n 11 t s v a h n, Ittcisamtmann.

der die deS

Der Kaiser als Watteler-AiNer.

Berlin, 12. Febr.

Der Kaiser empfing heule die Präsidcntcn und eine

lluioersitätssahne überreichte, da nah. i sie banlenb der üüui i&cr- Scnior von der Planitz in Empfang unb sie wurde Den der llui'atia, als der ältesten Verbindung, zum ersten Male der Studentenschaft

oorangetragen.

Freiwillige Studentenkompanicn bildete, auf Wunsch deS Rel- torS, die Lusatia auch noch in den unruhigen Jahren 1845 und 1848. Und als im großen Jahre 18#0 Die französische ertläiung das bcutfuK Vaterland traf, da zogen nicht weniger als fünfzehn Aktive mit in- Feld, von denen eine Anzahl mir dem eisernen Kreuze heirnlehrte, andere dem Vaterlande das Leben zum Lv'cr brachten. Auf der aolergekrönren Säule, bi: bei der Rudelsourg bie deutschen Cvrosstudenten ihren im Kriege 1870/71 gefallenen Lonvnilitonen erröteten, stehen auch die Namen von vier Leipziger Lauschern verzeichnet.

Lhne spezieller auf studentische Verhältnisse einzugehen, er­wähnen wir solche Tasiachen, u.n zu :eigen, daß echt v- Gesinnung und deren Betätigung nid/, das Privilegium einzelner Lorporasionen, sondern gerade bei den deutschen Korps im duuul. Maße zu finden ist. Ter gute Kern, oer ce.n Korps innewohnt, har es, im schnellen &bcu,iel studemsicher föcjc .echter, über alle Fähr.ichleuen dcr Zeit hinweg unun^rbrychen bis zum zweit)-:- Cernten Semester gc.eiUL Tie Va;.r fuhren wieder ihre - re Dein Korps zu, weil sie dankbar für bie in ihm verlclne si-2 --- zeit und für die Schulung des Eharateers sind ^chon ver­zeichnet Lusatia Vater, Sohn und C;üel hinter einander in ihren Ziechen und stolz toim sie auf eine von Männern

im StaatslehLN uaö in der Jwn'iruiden, die iyr treu an* gehören.

Abordnung hervorragender Mitglieder dcS schlesischen und des rhetniändtfch.westfälischen Vereines dcS souveränen M a l- die ErneunitnzZbulle nedfl

teser-Niltec-Ordens, um den Insignien deS GioßkreuzeS und zum ChirnbailliS dcS Ordens entgegetläunehmen. Ter Vorsitzende des Vereins der schlesischen Vlallejer, Ehrenbailli Graf Prafchma, über» reichte dem Kaiser die Insignien mit einer Ansprache.

TaS Gelöbnis deS Crbene, so 'i.lnte er qii£>, lautet:Vovit peraonam auam ad tuitioneiu fldei et obaequinm pauperum. (Er ge­lobt seine Person dem Scvutze dcS Glaubens und der Wohsiohri Der Annen.) Was der Orden vom heiligen Johannes von Jerusa lern, zumal in den ersten Zeiten fernes SOOnchiigen Beliebens, ge- leistet, stein tu der Gejchichie vcrzeiüsnet. Unter den Dcrbiciifluolllicii Ordensrittern TeutsclNands war es insbefondete Graf gr-edrich Hoheuzvll.rn, wcliLer durch (emc 2opicrfcit die christliche Welt in Alaunen gejctzi und 14U7 im Aller von iiahezu IGO Jabren als erster Gropvrior von Tentjchiaud fein Leben geschlossen hat. In der gegemvärtigen Zeit ist es nicht mehr der Halbmond, der die christliche Sielt bedroht, wohl aber em noch gefährlicherer A eind, der G e i st des Unglaube n s, des ll m ft u r -es, der Veiifliuiufl der göttlichen und jeder menfd)lid)cn Autorität. Gegen dielen den ritterlichen La m vf zu führen zum Schutze von Lhron und Altar, ili die voniehmste Pflicht des alieinioiir- wiirdtgen Johanniter- und Malteser-LrdeiiS, auch des evaugelischrn siweiges desielben. Eure Aiaiestät haben als erhabenes Bevpiel |ut litte chiisllicheii Moiiarchen und Boller stets das Nicu;, in dem ahcin das Heil ist, hochgehalten und sich bsseMItch vor aller Welt nis gläubiger E b r tsi bekannt. Leim mmmehr auf aller- höchstdero Brust die Jnsigmeu beider Zivetge unjeres hohe» Cr frone vereinigt sind, so soll dies für uns Maliefer-Rnier, insbesondere jur Die ni Teutschland wirtenden beiden Genosieuschmieu, eine Mahnung und Anenerung sein, Schulter an Schulter mit u n i e r c n e v a n g c 11 f d) e n C r b e n s b r ü b e r n für bie taitio fidei christüruurum iLchmz des Ehristenglanbens) einzntreten, gleich­zeitig aber auch im edlen Weuitreit nut ihnen und auch ütenn nach dem leuchtenden Beispiel uon Emer Ma,esiäi unb Ihrer Ma,e- liät der Slaiictm-Slonigin das obsequium pauperum ui Weilen der christlichen Chamas auszuiibeii tm ßneben sowohl als auch gan- besonders im Nnege unter der bewährten Führung und Leitmig des Kaiicrhd)cn Nommtiiars der frenvilligeti flrankenpftege. Ge- nehmigen E. M. nul diesem ©clöbnis auch unseren Wunich aus- sprechen zu dürfen, hierdurch zu dem von E. 0)1. wiederholt als zu Dem Wohle des Vaterlandes notwend'g betonten Zus am men- schlug d e r beiden ch r i st 11 ch e n Konfessionen bei- aitraiKn und die allernntertänigsie Bitte daran -n knup'en, un- icvcn hoben Ciben, msbeionfreie den beiden demichen Genosien-

Einhundert Jahre deutsches Eorpslcbcn.

Sie blühen immer noch trotz vielfacher^ Anfeindungen, du korpS aus beutjd>en Hochschulen, sie find älter alS alle iwr- porationen anderer Art, und im nächsten -Semester feiert bat- erste norddcuifche Corps sein hunderNahriges ununterbrochenes Bestehen, nachdem vier bayerische Corps in dieser Beziehung ihm vor einigen Jahren vorausgegangen sind.

Wie wir einer schön mit Abbildungen ver.ehenen, kultur- geschichtlich recht belangreichen Gefchile des LoroS Luiana m Leipzig entnehmen, wurde dieses CorpS am J. -sepiember 180 < gegründet. In Leipzig bestanden unter den ^>htiententn jener Zeit nur nach Art der Freimaurer organi)iertc Heimliche j-tDui fAmicisten, Konstantisten usw.), bie sich überlebt hatten, während in Lalle die CorpS, bamalS noch Landsmanns äfften genannt, erblüht waren. Bon dort aus kam auch die Anregung, sie nacy Leipzig zu übertragen und ein tzallescher Marler war es, der das BcrbindungSwesen damals in Leipzig organisierte. Stern, Der Lausitzer-Senior war es, der alles, was man unter Jvonnncnt ver­steht, den heute noch von der Leipziger Studcnteiisaiast benutzten Gloclenschläger, kurz bie ganzen spezifisch ftubentucten ^uigc, bie jetzt noch gelten, in Le^izig einführte. Neben den ^au- sitzern entstanden noch andere Corps, von denen bie 181-^ S» stiftete Sazonia gleia-falls blühend bis auf unsere Tage gekom­men ist. . ..

In jener Zeit der französischen Fremüherrfchaft dursten ote neuen Corps nur im Geheimen bestehen; als geheime Zeichen galten die damals entstaildenen Zirkel, bei oen Lausitzern aus den Anfangsbuchstaben des Wahlsprucys: Libertas vita carwr. flebübet, Die IDtualiebec stammten, wenn ouüji iW ausschLieLlich,

DaS HauS ist gedrängt voll.

Premiorniiniiter Cauipbell-Dannerman Dcmerit wichtigste Teil der Thronrede sei bie Stelle, die uch aus Streitigkeiten zwischen beiden Lausern Parlamentes beziehe. Er erkenne die ernste Natur der Aufgabe an, welcher zu widmen bad Laus, wenn bie Zeit dazu gekommen sei, von dcr Regierung aufge,ordert wciKn fülle. CS |ci nicht mit den Geiuhlen verätzter Citelkcu, der Gereiztljeit oder des Verdrusses, bay bie Regierung bieic große Frage in An grill »u nehmen gedenke. Die Frage der Beziehungen zwilchen beiben Läufern, denn da» ist ixe Srage. ine nnr aufloerren tooilnb unb nicht die Frage bet Versal'ung des vaun'S der ^oid,e, welche

Die (örössuung e«glischeu Purlamenr>S.

Tie Throurcdc.

London, 12. Febr.

Die Erüssnung des Darlamentv ginp nach dem herkömmlichen alten Zereiiioniell vor sich. Ter König, der von der König.u und beui Prinzen und dcr Prinzessin von Wales begleitet war, verlas die Thronrede, tn der eS u. a. heißt:

Ich freue mich, sagen zu können, daß die Beziehungen au Den iremben Atächten andauernd sreundlich sind. Der erste Besuch des CmirS von Afghanistan in Indien seit -wanzig J-.-reii und der Umstand, baß er sich persön­lich mit den charaltenstt|chen Zugen beS »ndsichen Lebens bekannt gemacht hat, ist hier iür mich und, soviel ich weiß, auch für den Emir selbst eine Quelle groucr Genugtuung geivcian, da sie geeignet sind, em richtiges Verftandnis -u jordern, was in 5inbicn Diel wichtiger ist aiS der Abschluß jvrmeller Vertrage. Wenn auch die Starke und Einheit der ylegicrungdgewait un- geschwächt bleiben soll, so vertraue ich doch baranf, ixiu kräftige Anstrengungen gemacht werden, um Mittel unb Wege zu finden, bie Grundlagen für den Frieden unb die Ordnung und iür eine gute Regierung unter den großen BolkSgenossenichafun, die meiner Fürsorge anvertraut sind, zu euoertern. .Das Budget des neuen Finanzjahres ist mit dem Ziele aujge|teilt wurden, C c s p a r n i s i e zu bewirken, die mit einer wirtiamen Aujrechb- erljaltuno dis ösienLi^en Dienstes vcrem'oar find. Er n sie Fragen, bie die Funtewnen unseres parlamentarischen -LyinuriS berühren, suid aus den unglücklichen M e i n u n g s v e r schie­den heilen dcrbeibenLäuser cntuanbciL Meine Mm Hier erwägen letzt diese wichtige Frage und suchen nach cuicr Xbiung bvr schwierig len. Die Thronrede kund.gt uaun u. il. (Seieuvor- Ich läge an, wodurch die Funktionen Der rniliturischcn »trcitirüite, kr regulären sowohl wie dcr £)üIiSTru|te, klarer beitimiut und u>rc Organisation vcrbesicrt werden soll. Dem Lxruse werden auch Urlagcn unterbreitet, bie eine Reform der UniDerf itatd» bilbung in Irland dezweeken. Andere Äonagen bettelicn die Errichtung eines ftrimmal- unb Appellationsgenchtshoics, Regelung der Arbeitszeit in den Bergwerken, Teilnahme der Frauen an lokalen Körperschaften, Bcrbcfierung bet Lohnungsverhältnisse.

Die Krage der Ubschaffuug deS Oberhauses.

Unterhaus.

eine anbere Angelegenheit ist, ist dadurch m allem Umfange ausgewogen, daß in der letzten Tagung zwei grobe Maß­nahmen, die daS Volk verlangte, durch die erste Hammer ju Nichte gemacht wurden. Tie wesentliche und eigentliche Rat.ii ist, daß sie eine Repräsentativveriasjung ist. Die repräsentative flammet und buö Repräsetitalwioitem sind die Crund.agcil dcr bruischen flvnstitution. Ich bin nicht sicher ob ich nicht lieber eine Verfassung haben möchte, in dcr die Volkövcrttctang in hohem Grade unmittelbar unter der Kon- trolle dcS dcrrfchers selbst steht^ alS eine Berjassung, in der sie in gleichem Grade unter der flpnttolle einer anbei en fta tmet steht. Ich bin nicht sicher, ob die Frage, wenn der flumvs darüber heiliger gctuirben sein w,rd, niujt leichter zu lösen sein wird, als es jetzt d.n Anschein hat. Aber auf jeben Fall muß die Frage gtregelt iwrben. (La..ter Beifall.) Die geginwürtigt Lage i ft schimpflich, gefährlich und c n 11111 c n b. ihJir müllen cut» iLldrt Neuordnung der Be-iehungen lxr beiden vauser er­reichen, die uns in den <^tanb setzt, bie Wünsche des Volke- in angemessener Harmonie zur Ausführung - u bringen.

Oberhaus.

Im Laufe der Verhandlungen iuhrt Lord LanSdowne auS, wenn die Regierung ihren Angriff gegen das Haus der Lords aus b.e Haltung beneiden währenb der letzten Tagung zu begründen beauiiigtigt, jo sind nur votlkoinmen bereits der ul e g i e r u n g wegen bitica Angrisies innerhalb unb außerhalb dcS tzauies etitgegenjutrcten.

In parlamcnbarifchen Kreisen wird angenommen, daß die Regierung tzcabfichtige, b^s Vetorecht des Oberhauses e i n i u i dj r d n r e n und nicht seine Vc^asfung zu andern. Tic Regierung sei sich nod) nidi:. schlüssig darüber, welche FvrniLn' ihre Anträge nehmen würden.

fdauen, ein bnlbvolles Jntercsie unb aUcriodjiibeio UnuiiuiQuiifl ihrer Brirsiainkeit auf dein Gebiete der Krankenpflege geneigiest aiigedeihen tauen -n wollen.'

Ter Kaiser envibcrte folgendermaßen:

.Ich nehme au* Ihren Händen die Insignien deS Kroß- krenzes unö die Würde als (il)xenbaüli des |ouöeiä»eii MaUefer- CibcnS mit defonderer Freude eninegen unb bin L. Ununeiij dem Fürsien-lÄroßmeister des hohen Ordeiis für diefe neuiiblictie Auf- meifiainteit sehr dankbar. Aull, Ihnen, meine Herren, als den Vertreiern der in meinen t'anbi 1 bestehenden beiden lUolieier- Wenosienfcha'ten danke ich herzlich für die mit bei dieiet Q>cieacn- Ijcu daraedrachie Hiildigung. Als Protekior der Bailey Branden- burg des ritterlichen Ordens von Li. JohanmS vom Lprtai zu Jeuifolem nut dein evangelischen Zweige des Ordens auis englte verbunden, euülli es mich nut Beiriedlgnng, durch bie nur über­tragene Arrirde nun auch zur katholrichen Ordensritter- fchait in nähere Bezieh r, n gen zu treten. Wenn auch un 'hanbei der Zelten die Taugkeit und der Wirknngslreis deS altf()rivuitngen Ordens eine Einschränkung erfahren hat du alten Rittertugenden behalten immer ihre Bedeutung unb gerade in diesen Lagen ist jeder euuelne ritterlich gesinnte Mann uon unschätzbarem Werteür bie Allgemeinheit. Ihr Gelübde bürgt nur öuiür, daß Lie alle auch in dem JU in p 11 gegen den m ensche n > e 1 nd I i ch en 05 eilt des Unglaubens unb des Umsturzes sich als wahre Ctbenstuter ei weifen werden. Ein vorbildlicher chriitlicher 'Lvandel, barmherzige Rachucnliebe zu freu kranken und notleidenden Brüdern, Ipoiicsiurchi, Römgeiieue und Baterlandsirende, das i|t der Boden, auf bem beide Zweige des Ordens m Einmütigkeit nebeneinander fegensretch wulen tonnen, das sind die Wagen, denen Wau dec yevx feinen Lieg verleihen wird.

Fit ^üuowirie in KLeUiu.

(Uubcccujagier . vCLboten.)

S. u. L>. Berlin, 12. Febr.

Die Reichshauptstadt sicht im Zeicl-en der großenLand­wirtschaftlichen Lvoche". Auch bet Berliner hat die Wahrheit .1'» obiuu es criüunt:H i D(i Bauer i^clb, io hat s bie ganze ichelt, unb so ist er jetzt während betlanbw. Söodx" bas Diel» begehrte Lbicti zal)lrciu>r l-rwerbslreise. Ganz avgejehen davon, daß bie Berliner Hotels seit 8 Tagen überfüllt sind, haben auch die (peschästsleuie aller Kategorien Umsätze burch den überaus starken Zuzug ber Landwirte. Unb nach des Tages Arbeit füllen Die Landwirte nut Frauen und Töchtern die Theater und Lokale.

Aber auch abgefehen von den materiellen Vorteilen, die der Landmann dem Stadler bietet, hat das persönliche Auftreten £>ur Ladwttte in Juerun bie Ant.puthien von einst in Shm- pathien umwarDeln müssen. Allen An^sinbana^i zum ^rotz ist ber Mann der Scholle der gleich ruhige, klare unb kühle Kopf gebliuen, ber nut zäher Beharrlichteit das einmal sich gesteckte Ziel verfolgte unb damit überrasa-enb schnell einen vollen <sieg auj ber gaiijen Luue erzielt hat.Jt«c^t sprunghait hupfend, nicht nervös tänzelnd und auch nicht Hhsterisch schreiend hat ber Zauer sich durch-usetzen verstanden,' und wenn er schon ge# legtic» hat, so ge-uMg xS <mit mit ?A:arf und Kraft ui ber Stimme, wie sie nur daS Bewußtsein unb die Ueberzeugung uon der buichdringenden Kraft derguten Sache" verleiht. W:r im letzten Jahrzehnt alljährlich den wachsenden Ricsenversauim lungen desBundes der Landwirte" ün Zirkus Busch beige» wohnt hat, muß Die Einmütigkeit, die geschlossene Stoßkraft und die Uebeijcugungstreue der Manner anerkennen, die dort das Lied von der fdjiöcren Not der Zeit austimmten, urwüchsig schesien, was ihnen schlecht dünkt, die aber auch rückhaltlosHurra" rufen, wenn es ihnen bester geht. Es ist kein Small, daß unimitteiuat. nach der diesjährigen Heerscl-au un Zirkus Busch das führciide Organ der Losialdemokratie im vollen Umfange Die eminente Be­deutung der Bundesorganisation anerkannt, die es früher so oft ucnpvitctcn und bag er uc iciüft ber lestgelugten Ürganuatwn der Genossen" als vorbildlich hinstellte. Für den Außenstehenden hat dcr Bund allerdings mit ben cinfad)ften Mitteln gearbeitet unb Oberflächliche haben wohl gar gemeint, daß in dem alljähr­lichen Entrustuugsschrei ber Agrarier sich die ganze Stoßkraft des Bundes erfchöpst habe. Allein man unterschätzte die stille Arbeit im Lande. Tort wurde das Holz -um Brande herbei­getragen unb das Feuer geschürt. Aus nahezu 3UU 000 Mit» giicbcr.i hat cs bJc t>m.b b<t ^ondwrrte bis heute gebracht, eine Zahl, bie sich selbst ber so hossnungSsrohe, warmherzige Le» gtünber des Bundes, Rittmeister a. T. Plötz, nicht träumen ließ, als er einst bie konstituierende Versammlung auf demTivoli" am Kreuzberg eröffnete. Damals stand Deutschland mit beiden Füßen imCaprivismuS", von bem gestern ber neugewahlle Rcichstogsabgeordnete uno Aunocsbireklor Tr. Tiederiaj Hahn unter bem Beifall ber Tausende sagen konnte, baß ferne Wieder­kehr für alle Zeiten ausgeschlossen sei. Von bem Kreuzberg stieg ber Bund dann zum Feenpalast in ber Vurgstraße herab, wo er rn

so doch der Mehrzahl tuu-, aus den beiden, damals noch ganz I unb als naw Xxe.wigung otr itnruuen a-u Ji. ^twuer löäü bet Mar aud> bie Betreibung «m Sa,.b-lzhnr Thieriat im Namen der -tobt d« hent.g-grobe

Politik von vornherein au^gefchlcfien und waren Freundschaft und Ehrenhaftigkeit bie Grundpfeiler des neuen Bundes, so trat doch schon frühzeitig bie patriotische, oft bewährte Gesinnung dcS CorpS hervor, das mit ber französischen Besatzung in Aon» jlitt geriet. Duelle waren bie Folgen, in benen der Lausitzer d. Gersdorsf von einem fran-vfifchcn Offizier erschossen wurde. Wie auch sonst bie deutschen Studenten damals in den Freihr.üs- Irieg -ogen, so auch bie Lausitzer: eines ihrer Mitglieder wurde in der Schlacht bei Leipzig verwundet. In jener Zeit erschein! audj ber Senior eines anderen Leipziger Corps, Theodor lkörner, den Lausitzern eng befreundet, und die CorpS standen unbcftrittcn an der Spitze der Srudentens haft, die bei ihnen Rechtsprechung nahm, ein Verhältnis, das erst 1818 mit der Begründung einer Burschenschaft in Leipzig fein Ende nahm. Aber so, wie die letztere, sind auch bie CorpS, und besonders bie Lausitzer von ben Behörden verfolgt wott!en, schwere Strafen wurden über sie wegen Teilnahme an ber Verbindung verhängt, freilich ganz erfolglos, da das Corps heimlich jortbestand, bis erst im Jahre 1851 bie offizielle Genehmigung erfolgte.

3n allen studentischen Angelegenheiten stand das CorpS in Leipzig stets mit an der Spitze, und als 1855 der heute alle deutschen Corps umia, ende wiener Senioren-Loiioeni-Berband gestiftet wurde, nahm sein Vertreter daran Antell, nachdem schon seit 1828 die Lu.atia in dieser Beziehung eifrig bestreut gewesen war. Riüfl spurlos gingen die großen baliiij^n Creignme des 19. Jahrhunderts an dcji Corps vorder. 'Zählend des volutionsjahres 1830 hat^, auf Wunsch der Lurgerschast die Lusatia euu Studentenlompame zum Schutze der Stadt adttUt,