Ausgabe 
12.2.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. 36 ZwcitcS Blatt

157.^nf)rnrtnn

Dicnötag 12. ^cvruar 1907

6r1d)eini täglich mit Ausnahme de» LonntagS.

TieSiebener ZamlliendILtter" werden dem ,SlnAciflev* viermal wöchentlich beigelegt, daS Krtlsblatl für den Krell Sicficn zweimal wöchemiuch. Terhesflsche Laudwlrt" erscheuu nioiiailid) cuunaL

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Stoforionibrurf und Verlag der BrüdNsche« Unioersuäis Buch- und feicuibtuctetei.

St. Lange, Bießen.

Redaktion, Expeduion unb t ruderet: Schul» straue 7. ttgpebuion uitb Vertag: Redaktion:«--«-112. TeL-ADr-Anzeigerwießen.

politifcbc Lagcslch^tt.

Zeutrum und Sojialdemokratte.

Gegenüber dec Behauptung von ZentrnmSleuten, eS fei unwahr, das ihre Patter die Eozialdemokcat'.e bei der Wahl Mnletitüyi habe, fei auf folgende Ziffern hingewiejen, in denen die Sozialdemokraten nut aktiver oder paffiüec Hülfe des Zentrum- in der Stichwahl gesiegt haben:

Wiesbaden der Sieg der Soztaldcmirttatle nur nut Zentrums-

Hauptwahl:

Stichwahl:

1. Offenbach

Wildlib.

ld47U

Z.

7 882

c.

21 105

S.

2u 248

nl.

16 972

2. Hanau

nL

iduud

Z. Enthalt.

S.

19 999

S.

17 028

Jif. Bp. 4 290

nL

18 880

3. Bielefeld

ul.

14 277

Z.

9 829

6.

18 168

D.

18 642

nl.

16 100

LBochum

ul.

40 890

3-

83 905

6.

59 702

S.

42 480

nl.

57 815

6. Duisburg

»L

82 045

3-

27 322

S.

41 847

S.

27 650

nl.

89 818

6. Durlach

ul.

1? 8U8

Z.

6 803

S.

17 07 «

S.

15 töö

nl.

14 7.9

7. Karlsruhe

tzis.Pp.

11 -82

3.

9 569

S.

17 lu'i

6.

14 480

Landiv. 2 uö4

nr.B. löbj*

8. München n

D.Pp.

2u 754

Z-

19 Üu4

-c.

do Ö2u

S.

40884

Bdd.

1410

T. P. 28 2u7

9. Speyer

nl.

18 707

3-

81U9

S.

21 600

S.

18 589

nl.

17 400

10. Straßburg

yrf. Bp.

12 581

3-

5 574

(S.

14 t8b

S.

12 Zö3

Bq. B.

14 70u

ßu bemerken ist dazu

noch,

daß auch

in DortmuiiD und

Hülle erfochten i|t.

3aui£d über die drutjchcu Mcichstagsivahleu.

In 2uon hielt am Samstag IaurSs einen Vortrag über daS '4>roQiümni der svziatistischeli Partei. Der Führer der ftanj. 6uiidu|ii-ii erklärte, die Tatiil der Partei Lmne zwar in brr üutui^bünbiiungen erfahren, auet die Wiunüioce buiue ünuici bit Opposition gegen die bestehende gefeltfa-airlichF L)rbnung, diS eine neue kooprrative Gefelischaft g.grunoel fei. Die öv^ia- listen werden die iLintouiuienfteuer trotz arten eventuellen Börsen- manüuiLn uiueiflügeiL

uuf die ichahien in Deutschland eingehend, erklärte Iaurös, daß in Zranlieiw die reattwnaren und tuodalen Parteien vor­eilig die UnierDiüduiig der deutschen öotiatOcmoUaue prvkta- inuit hatten. Wenn gegen eine Partei alle Übrigen Parieieii niuoil gemacht luctoen uno der jtaifer selbst Die Uneg»biouimete fujmdtert und zum stamvfc ausfordert, uno wenn man das ganze Land zu dereinen juujt, bau uian Dann übet die feoiiaiifteii bin Lieg Dauuninige, sei har. Und wenn man anoererierts sieht, bau die Wähler der besiegten Partei troudem um eine viertel Wriition iugcnüinmcn haben, bau drei Millionen dreihunderr- taufenb svjiatiftiiu-c Lüahter sich erhoben Haden, faiui mau dann iwu) düii einer ixibruduug der Sozialdemokratie reden?

James tritifierte dann die Hauung der französischen Bour­geoisie, die die heimatlichen Soziatiften als oatertanoSlose zu »em)iieit sucht. Zum Schluß erhärte Iaurös, er glaube nicht an eine devorftehende befahr seitens Deutschlands Ur vertrete Die Ansicht, daß Der deutsche Kaiser, wenn er ba-5 brrichspserd znin Daumen bringe und von biejem Pferde fpicdje wte ein begeisterter Naoallerie-Ofsizier, er wahrscheinlich ein i u n e r b o I i 11 j aj e» fUlaiiü Der zur Ausführung bringen wolle. James schlou feine Rede, indem er tfrantreuy und die bre- vo.uuon piiks. öianireidj muffe wie früher ein Land der Hoff­nung, der Freiheit und der Gleichheit bteibcn.

jöie Vetfamintulig nahm Dann eine virfolutwn an, welche die Taktil der gemaßigien sozialistischen Partei billigt.

parlamentarische».

Berlin, 9. Fcbr. (B u d g et k o m m i s s i o n des Ab- geordneten hau,es, Fortsetzung.) Der Dem Tuet be- trcneub die Hafenau lagen von Hamburg auuct*e |iw

'jJunifter oahin, Dab nach deut bisherigen Betrau, der ver- tiaubiungeii Die X)Dfinung berechtigt er, meine, daß euie den preug. Intcrefien, namenuiuj denen der io labt Horburg, guiiftigc vereinoarung zufiande kommt. Zur Zoriführmtg der Xiauieu uno

zur Erweiterung der Hasenanlage ist für 1907 eine »weite Rate von zwei Millionen eingeftcllt AIS zweite Beitragsrate der Stadt irniden ift eine Suumie von öJUUUU 3kL un wuat als Irin- nähme uachgewicsen. In der Debatte wurde betont, oaß Die Aus- gaoen für üinDcn zuui teil nutzlos fein > urden, wenn Der Uoual Norde n-Oldenburg-irlsfleth getraut würde, und der Titel wurde mit 11 gegen 1U Stimmen abgetehnt. Bei beui Tuet bctieueiib Die Kosten eines Wo jser ft raßen bet­rat s erklärte dec Minister, daß drei westliche uno ütei Östliche Beiräte ins Leben gerufen werden sollten. Die nach der Fertig- fieltung in drei üctciiugt werden würben. In benfclben luuiüin nach Der Analogie Der Bejirlseisenbahnraie Handel, Induftrie, Landwirtschaft und Lchifiahri bertreten sein, ein Drittel der Mitglieder wird oon der Liaatsregierung ernannt. Nach Der Ana­logie des L.senbahnratcS wurde bet Wasserstraßenarir-t geschaf.en werden, den oinaiijDeuat, welcher brc muii<.uuüüciigcicugcuu>ig vorircht, werden Bcrrreler der Qiaraiiueucrüaiioe beiuiui. biach- oein der Minister fich dann noch eingehend uocr dre juiibdbungd- laije für Bt.iu,rc.mte geäußert hat, wurd eder Etat im uongeti oo willigt

tocßcu bet 6lvaüciuciuißuiiß in tiiicfccn

hat der twri»mro deS B - r g e t o e r e r n S am uU. ^uiutar foU guibe u.uiguoe uu Die Burgrraieisterei germjut:

In den legten Monaten, be,onurrs uu November und Anfang DezeuiNr, ift, wie früher schon 0|t, von Die.eu weiten laigaiU Uiage geführt worden über den augerordenhich schmutzigen Zu- iiauD bet Straßen ui Wutzen. Diese Be,ch>oell>en wrroen nicht nur oon Euiheiuiifchen geauyeti, jonixrii be,oiwers auch von ^remdrn, Oie gefchuftuch, Dicnftiuy oder a.s Befachet Hierher Lummen uno oeu inui Uuii reuen ars eurer beionders fchuiaurgen Stobt uoerau hin verbreiten.

U.» in zweifellos, daß durch diese Mißstände nicht nur die Lebensführung btt uuiwohnec erheorich beeiiurachtrgt wild, sotr- vorn auch das Anfehen un,ererc.tubt, Die im uougat vunes euu genehme, B. Durch ihre 1140116 Umgebung outet, tu werten ».reifen und für lauge Zeit hurauS leioeu wirb. Die Urfacherr oufer yUt |UiD uiijitu» DcachlerrS folgende:

1. Die allgemeine iomA-iiüe 119^1 tcuvi.it der Stadt, die, am Zusauimciiftuß von Lahn uno käuieu groutentens ries gelegen, mit Dem allen *&uuu>|buDCit »u lump.en gut xn.an beachte 4. B. ou U-ruObung bet »Ltrauenzuge uoec beut alten Niveau au der

oahiiho.nraue, wivitunoaue und an anderen Ctlen. 2. Die

Anlage txt Kunaufotwir, Die zu einem allgemeinen Aufbruch mit viel jachen Srntungoerfcheuiuiigeu uoec bin »agefiviitlcun Hu» nuieu geführt hat Dre reiauo ilvergroge Uusdehiruirg der <,taOtf Die crne Zerstreuung Da disponivte.i iurocrtsira,te beuingt.

4. Dre abiwrm ungun,ugeu ^uLcmigoueitiadiuife rar 'Jlübeuiuei und De»einoer. ö. Dre uiforge von 14 ueryaiUuSmauig zu geringe Zagt der zur Slrauenreuirgmig betiutuoeleu Aroerts- trafte.

uHe Beschwerden sind bisher im Grunde daran gescheitert, baß die Stadt tne zur Befechrgung Der grouen Lchuiuvuiafien cvenr. nöligen Hctueiidiuifte nur uru fchr großen fuiailiieiieu Xlnuein vefchNifeu tonnte, abgesehen imduii, bau es auueturbtiuiiiy fchwor erfchetnt, zurzeit solche HuifStrafte in grogerer Zahl zu be» lummen. Bv ci uwguch wäre, o.e Art oer otcaueuteimgung durch waschruelte Mirtet zu uerbcneru uno lerfrungü,ahrger »u machen, entzieht fich unierer Bcurteuung. Zebeufuns ro.gr es nahe, 10114« Berfuche in rSreuen zu mameit. Le rod our,te ui abiebuaut öeu drefes öiei lauui zu ctreuoeu fein. ILS fragt fich, was bet oicfet »atm.uge zu um ift ^iien wir un» ui das fchemv^r unDermeiOiime fugen oder inuecyad) Oer gegebenen verhaciurffe Denuchen, d-rch eure mehr »lueuentipcemenoe Verwen­dung der vorhandenen M r 11 e l Dem Zustand ihuch wr 0 glrchlert a 0 z u u e 11 e u? Lvrr fuiD nun totfächuch Der u-reurung, bau fwh durch eure b e j j e r e Urganifatiou bet btrabcnreuugung Diel meyr erceui)en treue, a.s kui gefchreht, unD machen ut foigenoem dre Puntre no0140,1, in Denen nnS eure veroesferung uwguch encheint:

1. Der Haumututrget für den o ubgurrgeroerkehr besteht vielfach in tnr bft un erträgliche n Befchaffenheit der Ueuetgange. Au der iziuntfurterfirage war z.^B. un Do- ueuiüit fehr oft zwtfchL.t bau tuuuLcu und der öuetbciiifcven ^ifenvahu nicht eui eurzrgec ucoergaug ohne starte Befchuruhong Vuiiieiüuc. Der bruiguio notige ueoergang oon Der oiuayeu oeue bet Fraiikfurtcri.caue, au Der Zu^htt zu Den im Dau ocgrrfieneu Uiuuten, nach der fttieDrumaugc 1 frühere vouer-

gafie, zu. Der von Der. Heiucher.r Oct xiuuun Dtl mut LLcgc vom Bahnhof benuht niio, ;outteie Oft auet Befchreroung.

Im Smne der obigen rtuSjuhrungen mühen wir auf ernt völlige Reinigung des ga.rzen Lirauenzuges wre vieler anoer^t in oer Ltaot verzichten, töruien aoer untetea Drachten» uuicuutKtt Durlangen, dag wenigstens Die öuiqanixuca gcouafutuu UeiKigauge regelmäßig gereinigt werden. Das gieuot gut für Die ganze L,tabt uuö zwur dun Dies nicht nut 10 geiajeveu, Dau der Luuet» gang selbst um Dem bcfen gercuugt latto, fonbem ei uutB oarullcl davon zu beiden titücu cui otreueu von ungefähr 1« einem 'JLetcr Breite grutiohm geiauoeit unia-vii, Daum bei oujuiug nicht sogleich wieder ouuo Ubugcii au( den Ucbetganq ycrichuPpt wird. Die allgemeine Sieger muß also iunaojtt lauten:

Herrichtung Der hebet ga ngc, wenn es unuroglich ift. Die ganze Stabt zu reuigen. Sehr »tucauiauig wäre es, bces« uebetgange öfters mit Kies ober od/Laae ui der Breru voa ca. öu Btm. zu beDtaai. Auch ist eine Vermehrung Dreier! Uebetgange an manchen Lteilen nötig.

2. Dre Hauvtiache für Den Lüagen verkehr ist Die rasch« Ausfüllung D.r iul,am ciuftauueiiun Lüwet und öujniuii* fachen Dutaj schlaue oder e tc 1 u e. Dn»e uoulige tiufuU.guiig b. t bi-en c.Qjmukö.ae, wie sie im 'jtuuemoer vothairoen war, an Dun gefuiai.u Uusgevchi.ten otruueiijugun i|i u. u. uu» mögtia). Dut BeriUch, cm4eine tuaou.i ui d.efcr tikue Duo zutichmen, fuhrt zu eurer zioea.wsen XxrgeuOuug Der lurotii*» iidfie, uefüiüxry wenn Die Hauotoerrehr»uuuven 114.11 obig Ingen olciuen, während einige Serteiifurauen mit wenig Bertevr fuig- laing behanocit rocroeiu (Sine gteichmauigc Behandlung aller vtragen mit Beschränkung aa, duö Pj e s e n 111 m e utfcheint uns als erreichbares Ziel. Bor aneui ut zu vean- ItaiiDen, wenn au,getürmte urDguufcn, defvndecs noch jlanuli* laiwnsutoiiten ohne genügende xieicachtung nachts liegen getanen fuirtkii, wie dies z. B. an Der ^ruNtfurterftraoe gcfiyeoeu ift, lDab das Ummer,en eines Wagens mit Infaffeti nur zur Not auch Dituiuixn wurde.

3. oeoct -Stadtteil von Gießen kann verlangen, daß von ihm aus auuj bei schlechtem Wetter wenigstens e 1 n leid­lich troctener Pfad ,ar Spaziergänger in hie Um­gebung paificroar ift, z. B. von der (jcaniiutieifitabe nach mm seu.ruuerg 01s zur Leihgesterner straoe oute D-m der Mt- uniage nau) Dem Dhuofopheiuuaw. Ds lagt fich dies u. li. um relutuD geringen x/umem durch schlaac uno euuas KrcS irtcia/cn. Dauer genagt zur Not Die Breite jur euren ^aggängec. cn Den lebten weonaten war dre Lage Dec Einwohner mancher Stadtteile ui Die,er Bezrehung eine An von Qxiangen|ü>j|L Man möge Den Manger fincher Berlehrsbeouemiichieiten für spaziergungcr nicht zu gering veranschlagen. 'ueymuo liegt cd mit einigen iyciD.ocßcn, Die von Aroe.tern zum ^lachyaufegch.'n benußt werden, z. B. Dem Aultveg ars Beromdang von der u-egeud bit Hehiigen,taeoucheii jaotit nadj iUcin*Alinoen. Dm fo/makr, troacnet Dl ad wäre hier fuc manche eine wahre Wohltat.

Unter Anerkennung Der fchwierigen Berhaltmsfe, in denen sich wiegen m Der genannten Beziehung beunoct, empfiuicit mir, in dieser Weise das Notwendigste mit richtiger Organisation der Arbeit zu tun; alsdann werden Die xkrijauniife im nahenden vruhiahr vier erträglicher tuerDen, alS fie es in Den lebten Monaten und schon früher gciueien sind.

.. ' » 1 " ..Ul

2lu3 Stadt und Land.

Greuen, 12. Februar.

Ordensverleihung. S. tt. H. der Grau Herzog haben dem Oberlehrer Gspenichied zu Mainz aus Anlaß seines ö0 jährigen Dienstsubiiäiims Die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe des VirDienslorDeiiS Philipps des Großmirtigen ver­liehen.

* Theater-Verein. Für die 6. Vorstellung war ein Gastspiel der ersten Liebhaberm deS Leutfchen Schauspiel­hauses ui Hamburg, Frl. Nelly Hönigsvald, m Ausficht genommen. Ätachdem Die Dame m Folge Eikrankung an Instiienza auf Grund ärztticheii Zeugnifjes ihrer Zufage ent- r)oben werden mußte, wird als v. Vorstellung am Freitag, den 22. ö. M. Die Anna-Liese oon Hirsch gegeben werden. Als Leopold gastiert Der jugenDliche Held Des SladtthiaterS in Bonn, Herr Rode n.

WohllüligkeilS-Louzert des Ziroabauet'fchtu QuattcttbereiuS.

G i e u e n, 11. Februar.

Alles ist Liebe", sagte Mozart, um Den innersten ffern seiner Lun st zu charakter rf ieren.Tab tufam asi" (DaS bifi bu"; schrieb Beethooen auf einen Zettel, Den er stets auf feinem Schreibtische liegen baue, um zum Ausorurk zu bringen, daß es PlUcht des schaffenden Künstlers gegen sich seicht um) feine Mu- vienjchen ist, ui , eich Unser vuigaoc an das ^ocai der Vollkommen- heu zujufireben. i£d ist Deijeice Gedonte, den ins Dteligiofe übersetzt, DaS Christentum in die Worte getleibet hat: Liebe bcuien Nächsten wie uuy feivst. ^n uu; *a*. lunui fug um oeu hohen Selbfrzwect Der Jcuiift kaunr andere Ziveae leichter unu inniger verbinden als diejenigen uneigennübiger Liebe und reiner Mechustichtert. uno jo ist e» Denn uuui omnuoiuiuc ver Itunfi uno Der Humanttät zu begruben, Dau der jtronbaucrftyt Gesangverein sich auch in Dieicm Jahre in Den Dienft Dieier Zwcue gefiel 11 hat, um Den in Diefem Winter gewitz besonders banibarcii icicrenoen und hungenwLN junuein armer Leute war- Bienoe Much uno fatugenoev Brot jutommen zu lassen. Zu der Befriedigung, die die Beranstaliec, die Miuvirkeiwen, du Toiizert- hesuu-er und die Gönner die,er guicu Same im Herzen tragen, fei ihnen alten auu) offeittUch namens Der sueuicn Der wärmste Dani

DaS Programm des Konz^nS wies, der Absicht Der Konzert- gebet, ein größeres Pubiikum zu erfreuen, enisprechend, nur leicht bcrfiQiioiiuye, verhannrsn.>g ein,Oche MufitfUme aus. Aber auu) solche wollen vorgetragen sein und gerade solche find Der Prüfstein für das Können und den Geschmact der Ausübendcu. iLu: tvnncii lagen, oag utr vi)v|umUMiv*.uu, oen bas noiijcrt hiiiterlreu, ein durchaus schöner uno beftieoigenoer war. Das War nicht zu verwundern, oa unser akaoemi>chec Mufitdireltor, Herr Prosefsor Traut mann. Die mufikalifche Verantwortung für den Abend trug. Die Chore klangen unter feiner Leitung brädjng und waren ausgezeichnet einfiubiert. Urne tieine Schwan­kung am Schlüße Der ersten Strophe in DerHymne au das Feuer" brachte dem Hörer nur zum Bewußtsein, baß eben auch ter bcflgefajulte Chor au» Menjcheii besteht, und zwar zumeist aus Diietiainen, bet Denen solcheöiytoaiuungcn nie mit Sicher­heit auszuschließen ii;iD. «jcul 11 iaii» ivurue oer Gesamteuidru«, teu ter Chor mit seinen L"'.stungen bot, dadurch in (einer Wer.c beeinträchtigt, und wir tonnen auS ganzem Herzen in das Loo Uno Den Beifall der KonzertoefUcher eurstruunen. WteDeruui

zeigte es sich, wte uiciiuruun 11m ^,tuuw.mnn es venteht. Du rauhere Maiinerstunme zu gmUen, Die oanget zu weichem Ton- auf atz, zu weicher AuSspra^e zu erziehen, mit einem ibort: sie fingen zu lehren. Alle Vereine, die das Glück haben, in Herrn ziuuimanu ihren %uigaum ou f^cn, ou uuiüanqu/e ü)c(Oiig- ocrcin. Der Kirchengefangrerein, ü-ö Krondauersche L-uartat, unu m Frankfurt Der Schulersche Männerchor, schreien nicht, wie Die meisten u-y«ic, foimc.u iu lUigcu. m cw g«.uuu» Loo, da» oamU Dicien Vcreuren von jenem Kurrftoerstänorgen erbeut meroeii luirO, und ein grober terfotg des Dringenden, cuegfäuige vchairo- iuiig jener ernzetNeu fctunme (auch wenn sie es nicht merkt), Crnst uno Ciiit.gie, zage Ausdauer uno Lreoensivururgtett frno Du lÄigenimaiun, Die er ui Den Dirigenten voronsfetzt, uno Die Hen urauimann, das tuiuien wir wohl einmal offen fugen, alte bunet. sie jinO Die Gruirotagen feiner terfoige minoeiuu» 10 fehr wu lein kuiistlerrjches ituiinen uno wie jene zu jenem Opfer bereut ocibfliufigieu, von uer wir tuigangb iprochLN, Oie nur Der öawi oieiu uno nur Die Munft zu Worte lummen lägi.U/O f uw tcuie schroffen Alzente, Da ist keine Uebertreiöung in rhchmijcher uuui UvU.hi|u#lI Lwh» u«'D Ct. l.W |U OtxtCLtl, luiu

es Der Komponist loome; uas Ituniioerr feivst redet zu und. xlui bcfien gelang nach unserer Ansicht ,Lohannisnacht" von «uycuiuLigui,xitWUwc* uvu <,^iivu.. mw »Uli Besch-

mit, weich' beioen tco^eren Chuiwn fuy Herr Legrer H. M ö 11 c r aus ibiaiüurg ars Teiwnst zug^ieiue. CLUuige Huicr w^ruru in ihm cincii uunomg» uiaiuuriM gcui-Ouun unu geichuiten Di- iciianteu bermuict Haven. Seme Stimme ist gtvß, statt, namenr* um ist Dct Hohe, Dicgiam uiio fompathi.ru. eui ocrfianoigei ivesanglehrer lunnte sie wohl recht bühnenwirlsam gestatten. Zuizett Ist ftc Ut uc*i cuizeuren Iw^, ,tt Iittutt-Iwuch

cischeim Die gia»>zvurie Hohe u|t unmotioien De*i nu,en der geoauioftcn Miueuuge. 3 mm er bin war sein Gesang eine respcf tauie Leistung, kicuie Uneoengaten in Der Auvfprache und un ipeichmait jinO wohl aus feuie Nicht lüdenjjje Boruuuung zurua- zuiuhren. Seine Aufladung uct ^^aouitit^ea biwt.ix,.! a-oppn- gmigut, Fiuhtiitgsgiauue, Lte Dost- ist ui mauser Hmilcht n-a^i oie luitDiauuge, aueroings auch nicht Die unfrige. um besten lauicii Die Boizuge feines vorzüglichen siiuunateriais ui oct uiie de» wiaz i^urch Oie iLuauiurj zur lyetumg, uno vet Den er­wähnten beiden Choren Doutuuerie er über ücn uenut.* 1 * * 4 ucdib-b Chorfiimmen anscheinend mit Leichtigkeit. Am Klavier begleiten tjcir *iauiu.un.i .. .. ~tejc ui.ivu»

sich ach besonders notwendig Da jweuen Solistin des Abends,

oer k>ioiuit|ttu ** u n u y 1 # 1. uu.» y.un.iun a. x>ic|e

junge Tome verfügt nämlich nicht nur über eine sehr ihm- paihijche Crscheistung (auch das gefchmanvoiie üieiormtofium be­rührte angenehm), nicht nur über eme graziöse Bogenfuhrmrg und Korperhaitung, sondern auch über ein Derart ungestümes Temperament, daß es Der ganzen Kunst des Begtriters ueourfte, um ihr zu folgen, wenn sie sich rhythmischauslebte^.

(jiaiueiu e n n e 1 Hai uj.e A.u'>uetiindzeli »ui überstanden, ist in jungen Zähren als Racyiolgerm Hugo Heermanns au einen veramivoiiticheii Posten germen worden uuö wird, wie wir Horen, oeuinachst auf rtuniireueu gehen. Aienu sie fich tnnftterlfch jo ,veiler eiuiDidelt Ivie fettbei, lulid sie ein Siern erster Größe werden. Sie oetbinöei ore iranzosifche Leichtigkeit der Bogeii'uyruug tlie hat ihre Studien in Paris gemacht/ mit der yutle uno ttrast oes Tones demfcher Art (sie ist Leuifch-Lchweizerin). Tas zeigte Iich insoefondere beim Spiet der araveslenhasteu Caniilene spohrS fUOagio aus Dem V. stouzert). feie machre fogar Oen llerjuo), die jtuaipofilion zu vermnertichen, dein dieie aber stegreich widerstand, .icuniiu) veryietl es sich nut Oen fealoiiftuaeii von «cganiöau (Andante cau abile und tioudolieroj, Die man cüeu'aUs nicht fchöuer uuö gc|a)inactüouer hören laniu Eine wohtirieilde Eveichheir Des üogeuonfQgcs, eine geradezu oeiblufjenDe Tresfircheryeu Der Unken puiro, beionoevd unjiageoleufviel, cuieiaccaio, wie es durch Ueomig überhaupt nicht zu erreichen ist, lonbern auf einer giuauchen Veranlagung Des rechten Handgetents beruht, eine majestatstche Groge des ^.ons sind ihre Lwizuge, ui Die fich uiehrere Prrtuoien teilen tbunten. Xie wDeihane Norrekiheit ihrer Haltung uno ihre Bogeniumung ist wohl auf ihre uerzrstige Lehreriuueuelgenschast znruazu'uyreu, m der sie Die Perpftichtung 'uyll, stets auch ein Leispiei zu fein. Xie anipiedenoe ihr geiüibnietc Uioman0e von Bernhard Scholz (op. bv) uuö uas pitante AmoreitenfiurrZephir* von Huvay ipielte fie laSziluerend uuö wurde derart mit Bei all Oclohi'i, das fie sich eniichtos, einen feaij aus der A-mull-buiiat» von Reger für Geige ohne Begleitung zujugei-en. (jur Den Bor- uag Dufcs un Bachichen 6*.le tompunieiieii Jugaios, das aller- ouigs gegen eajiuB fiarl ai.s feiner ttastiziereuoen Rolle lallt, uuö wir ihr beionöevs Dnntbar, weil erst er uns Die ganze N»ioBe Diejer Geigerin enthnuie. Tiefe fchembar ielofioerftanOtiche Ciustrchhcli Des cpielens einer so schwierigen Ituinpofition, und uiefe g.eichfaur flucheuha'te t )araltcn|ierung ift nur ganz grouen utuiuren eigeiu Sbir louiifajen chr alles Gluck am ihrem Leuensiveg. Lcach Dem ttouzert vereinte ein Souper un .chiotzherzog von peilen* Die Wutglieber Des Chors nebit Ihren Nugeijongeu uuö (jicunOeu; auch Herr Cbeiouigeuneifier -lecmn liebst weuiahlul. sowie pe^i BeigeorDireier ITurschuranu hatten fich eingciunöeiu Ter Herr üoerburgermeifier Dantie un Uiamen Der ctaox für Die geuieuuiugige Perunstcwlluig, Deren Unrag schon als