Ausgabe 
12.10.1907 Erstes Blatt
 
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Der Oberlrrrsus in Landw. Naturtnude.

ne

GerichtesülkU.

kommt

rltaufm. Derb. Techn. Verb. Landw. Verb. iBurecrub.-Verb. Bersch. Verb. ArbeitSzentr.

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Ins­gesamt Vbd. 9'HtnL

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schweren Existenzkampf zn unterstützen. Nachdem die preußisch- hc|> siche Eisenbahngen icirischaft geschlossen Wochen ist, hätte man aunehrncri sollen, daß alle Unterschiede zwischen hüben und drüben gefallen seien, daß alles eins sei, und daß man mit neuen Ver- kehrsberblndlmgrn den natürlichen Verhältnissen folgen würbe, bie die natürlichen Wege weisen. Aber handelt es sich z. V. uuv eine B-ahnverbindung, die für Gießen den nordöstlichen Teil i,es Taunus erschließen würde, eine Bahnverbindung, die von den Bewohnern des betr. Jntercssengebietcs selbst gewünscht wird ich )elb|t Wuroe von dorten schon aufgesordert, VersamnUungen tn? Kleebachtal abzuhalten, die eine Agitation für Verbindung mit Gießen in die Wege leiten sollten, aber ich fühle mich nnyt dazu berufen handelt es sich also um eine Bahnverbin­dung, die unserer Stadt Nutzen bringen und seinen Interessen neues Eebiet erschließen würde, ja dann heißt es: die Negierung! des Nachbarstaates gibt nicht die Erlaubnis zur Vornahme der Vorarvetten.

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Ich will ^te mit der Auszählung von Einzelheiten nicht belästigen: nur aus ems will ich Sie Hinweisen. Unser schönes Mchm hat ut den letzten JalMehnten auf dem Gebiete seiner wrrlichafllichen Enllmckelung ganz gewaltige Fortschritte gemacht: aber es ist noch nickst stark genug geworden, daß es die Kvn- ^urrauz aufftrebender Nachbarstädte nicht zu flirchten brauchte Und gerade bieie ^nkurrenz unserer dLachbaril scheint der Wciler- cntwlaelung Gießens große Gefahren zu bringen und sie weseirt- beintri'ichtigen. Die wolsthabende Wetterau reißt das rührige Friedberg immer mehr an sich: Butzbach und Wetzlar haben Uch verbunden, um unseren Jntere)fen em weiteres Stück des ric cm . llmgrgend abzuriIlgen, und von Norden her

-vcarburg. mit seinem Interessengebiet immer mehr vor die:Utaucnt uvierer Stadt.

Da heißt es für unsere liebe Stadt: sich regen und wehren, ehe cs zu spat i)t. Und das schlimmste dabei ist, daß Gießen, ww cs icheint, ganz auf sich selbst angewiesen ist, keine Hilfe und Unterstützung hat, daß niemand in der Lage ist, es in seinem

Abmachungen des Bürgervereins, des freisinnigen, des national liberalen und des Nordostvereins bekannt. Danach soll q* diesen und dem Bezirksvercin Südwest ein Wahlausschm (auS jedem der Vereine 5 Personen^ gebildet werden, de aus den Stadtteilen, in denen kein-Bezirksverein bes^h/ 1 durch weitere 10 Bürger ergänzt werden soll. Diesem Aus I sch"b sollen aus den Vereinen und aus einer allgemeines Bürgervcrsammlung eine größere Anzahl Kandidaten genannt I werden, von denen dann der Wahlausschuß die endgültig Kandidatenliste sestsetzen soll. ®i

Iw habe vorhin schon gesagt, daß gerade in diesem Jahre die ^tadtvatswahleu von ganz besonderer Bedeutung sind, und darum übernimmt der Wähler in diesem Jahre eine ganz be­sonders fchlvere Verantwortung, wenn er seinen Zettel zur Wahl- urne trügt. O'vst die Hälfte aller Stadtverordneten muß einer -wulst unterzogen werden. Aber mehr iwch als die Quantität (Zahl) der zu Wiihlenden ist in Betracht zu ziehen die Qualität. Sie alle nnifen, was unser Stadtparlameut an unseren beiden /Vereins-Mitgliedern Schmoll und Kirch verloren hat: Männer wvll treuer Hingabe an das ihnen übertragene, oft recht schwere und verantwürtungsreiche Ehrenamt, erstklassige Arbeitskräfte, die tlxr edelstes streben denv Dienste unserer Vaterstadt weihten, ehrenwerte Eharaktcre, die nicht nach links oder rechts schauten der Gunst einzelner^ zuliebe, sondern die mannhaft für il-re Ueber- -zeugung standen, die sie sich bildeten auf Grund gewissenhaft erworbener Sachkenntnis. Für solch: Männer und für manch anderen der Heimgegangenen ist schwer Ersatz zu finden; und darum ist die diesjäMge Wahl besonders schwierig und verant- tvortungsreich. Daneben muß sich eine ganze Reihe von der- ö^ttgen Stadtverordneten einer Wiederwahl unterziehen, und eich- uck) fallt dem Wähler in diesem Jahre die Ausgabe zu, neue 3iö-e in unser städtisches Kollegium zu senden.

Mit Rücksicht aus alles dies dürste es weiter keines Be­weises bedürfen, daß gerade in diesem Jahre die Wahlen ganz dcsoiwers bedeutungsvoll und folgenreich fein werden.

VCber es kommt noch ein anderes hinzu. Schvere und ver i antivortungsreichc Arbeiten harren der Männer, die unser Ver- ; trauen mU dem schönsten bürgerlichen Ehrenamt bekleiden soll; 1 jcpiiDCTC Aufgaben im Innern und schvere s2üifgaben nach außen :

No e s e, gleiche Ehre machend. Die dankbaren Schüler ehrten übrigens ihren Dirigenten, Herrn Geller, noch be­sonders, indem sic ihm zum Schlüsse ein Gemälde (man konnte es aus der Entfernung nicht erkennen; die bekannte bildliche Darstellung der Antigone aber war es nicht) und eine Dankadresse überreichten.

Der Schöpfer der neuen Uebersetzung, Oberlehrer Alten- dors, hat, nach der gestrigen Vorführung zu urteilen (ein ab­schließendes Urteil wird man erst nach dem Erscheinen der Buchausgabe fällen können, das wohl zu erwarten ist), be­wiesen, wie menschlich nahe heute unser Sprachgeist dem antiken zu stehen vertnag. Wie steif und gewaltsam, auf Stelzen schreitend, erschien daneben Donners Uebertra- Öun9. der Ehöre, dessen nur zu deutlich mühsame Arbeit vor 75 Jahren als Erfüllung der echten Griechenseele -u- sammeu mit der Musik oelix Mendelssohns gepriesen wuroe Und paßt eigentlich wirklich diese weiche Musik zu der strengen, stolzen Form der Antigviie-Verse oder gar zu dem grandiosen Ehor:Vieles Gewaltige lebt, doch niasis ist geivaltiaer als her Mensch?" Gewiß, sie ist schön, aber auch stilgerecht?

Im einzelnen verdienen noch namhaft gemacht zu wer­den die Sprecher der Hauptrollen, alsbco wilden Vaters iuilbe Tochter" der Oberprimaner Pfanuenstiel, ferner Sie- beck (J.mene), Meyer (Kreon), Wetter (Haimon- Pfeffer tTerresras), Buß (Wächter), Schaas (Angelos) und'Schlo er (Ehorsührk is gewal . alle in

ser ^^rlffeliheit. Es lag über uns allen dir ö1 leUnijic it der großen Tragödie, die bitrcn Eiviakeiten in ungebrochener Kraft sich hält. Wir vermöchten sie hiuzu- nehmen etwa wie einen herrlichen Sonnenuntergang, dem man seine Schönheit nicht erst zu quittieren braucht Aber die unmittelbare Wirkung war doch dermaßen daß sie Um entlud ui stürmischem Beifall. '

Die Besprechung hierüber drehte sich hauptsächlich

| bic Frage, ob eine allgemeine rg erv ersa m inlun k itattfinben solle. Von manchen Seiten wurde eine solch Versammlung als unnötig bezeichnet. Bei der Ab st immun' * | wurden die Llbmachungen mit den anderen Parteien nahen 1 ein stimm ig gutgeheißen. Die Vertreter des Bürger. Vereins sollen für die allgemeine große Bürgerversammlunl > stimmen. Als Vertreter des Bürgervereins in dem Wahlaus' schuß wurden in geheimer Abstimmung, an der 64 Mitgliede P teilnahmen, Lehrer Val. Viüller mit 62, Fabrikant Horst mi *' 49, Weißbindermeister L. Petri III mit 43, Kommerzienra ' Aküller mit 40 und Gastwirt Jaskowsty mit 37 Stimme! F gewählt. Als Ersatzleute wurden Kaufmann Nöhr mit 3/ j und Fabrikant Klingspor mit 34 Stimmen gewählt. Sodanr I wurden auf eine Anregung aus der Versammlung heraus noch Kandidatenbenennungen entgegengeuommen. Es zeigt^ sich an der Zahl der dabei vorgeschlagenen Herren, daß aucl t bei der bevorstehenden Wahl kein Dkangel an Kandidaten sei, wird. Mit einem Hoch auf die Stadt Gießen wurde elwi f nm die Mltternachtsstunde die Versammlung geschlossen.

zusammen 26 186 600 20 519 100 6 22100 52 727 900 nhnd also nahezu drei Viertel aller organisierten Privat- nngcftcuteii f u r die besondere K a s s e n e i n r i ch t u n g, kür die auch alle großen Verbände, die über 50 000 Alitglieder zählen, em tret ch. Für den Ausbau des J.-V.-G. treten vornehmlich die ilemen Organisationen ein. Von diesen 26 Vereinen zählen 15 weniger als je 2000 Mitglieder, 9 sogar weniger als je 1000 wtitglieder.

Aie Stadtverordnetenwahlen.

Gießen, den 12. Okt.

Der Bürgerverein hielt gestern abend imEinhorn" eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, die sich mit den bevorstehenden Stadtverordnetcnwahlen beschäftigt. Der Vorsitzende, Lehrer Valentin Müller führte hierzu folgendes aus:

.... Ick) gestatte mir, unsere heutige Mitgliederversammlung zu ervssnen und Sie alle im Namen und Auftrag des Vorstandes aufs herzlichste zu begrüßen. Zugleich gebe ich unserer Freude darüber .Ausdruck, daß Sie tn so großer Zahl unserer Einladung gefolgt lind. Allerdings hatten wir ja auch erwartet, daß Sie heute diesen Raum bis zmn letzten Platz füllen würden. Ist ja doch uuser l-eutiges Thenva die Stadrratswahleir wie kaum ein anderes dazu angetan, in ganz besonderem Maße das Irr- teresse eines jeden in Anspruch zu nehmen, der ernstlich Anleck an dem Werdegang unserer lieben Stadt Gießen nimmt. Und -gerade in diesem Jahre sind die Wahlen von besonderer Bedeu- Umg, und es ist nicht nur das Neckst, sondern geradezu mora- lisckst Pflicht eines jeden Wahlberechtigten, bei den Wahlen an seinem Platz und nach seinen Kräften und seinem Vermögen nut zu raten und zu taten. Das zunächstliegendc ist das Oralen; und hierzu Gelegerrheü zu geben, ist unsere heutige Versamm­lung emberufen worden, und kein Verein dürste mehr Anspruch auf das 3iecht haben, Gelegenheit zu ernster Beratung zu bieten, als, unser Bürg erverein, ja es ist dies sogar feine satzungsgemäße 'Pflicht.

<&craniLfrat Vorstand, Wenn er auch heute zum erstcn- ! viele das Thema der Stadtratslvahlen öffentlich zur Besprechung sitellt, doch schor: seit längerer Zeit sich mit der Sack-e in recht ernsten und arbeitsreick-en Kvnfevenzen besaßt, lieber das nun, was ^er bis jetzt getan. Ihnen Rechenschaft zu geben, dazu haben Wir eie hierher gebeten. Wir wollen Ihnen zeigen, von lvelchen iBoraussetzungen und Anschauimgen wir ausgegamien sind, und welck-en Weg wir Ihnen für das Vorgehen des Vereins Vorschlägen wollen.

stack) diesen mit lebhastem Beifall aufgenommenen Aus­führungen gab Herr Müller die in voriger Woche getroffenen

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Offenbach, 11. Okt. Wie dieOffenb. Ztg." meldet Allein "der 'Verein I heute das Schöffengericht die B e l e i d i g u n g § C

«meiniDtr^ Ä Re.chstagSabg für Osf-n»ach.Ti-burM

B e ck e r -Sprendlingen, gegen den Redakteur Klug ixr» fvzialdemokrati,chenoffenb. Abendblattes". Das Blatt hatte i verfaiiedenen Artikeln dem, Dr. Becker den Vorwurf gemach^ er hatte die Attentatsverfuche, die anläßlich der Reichstag.;^ rvahlen un -oum 1903 gegen ihn unternommen wurden, erdichp ^v\ t l- AMcfy Zeugenaussagen wurde jedoch heute fef luu gestellt, daß dre Attentatsversuche tatsächlich erfolgt sind. Klu 1 : !llr^c 400 Mark Geldstrafe eventl. 1 Monat Gefäm nt^ und zur Tragung aller Kosten verurteilt. k,

A/ie|er jtage habe ich von einem Bahnprvjekt Marburg Mucke gelesen, das uns Weitere Einbuße bringen würde: da Wirt) wohl von einer Verweigerung jener Erlaubnis zu vor­bereitenden Llrbetten nicht die Red: sein.

_ Meine Herren, angesichts solcher Tatsachen, angesichts solcher Eesahren, muß es jedem, der es gut mit unserer Vaterstadt meint, zuin Bew'nßtiein kommen, von welch weittragender Bedeutung gerade ^diesmal die Wahl der Männer, die die Zukunft Gießens mit beilrmmen^ sollen, ist; mit der Größe und Schwere der zu loiendeii Aufgaben Wächst die Verantwortung der Gewählten und der Wähler. Es muß jebem zum Bewußtsein kommen, daß wir nicht Männer Wählen können, die ihre Ansprüche auf einen KG . im Rathause auf die Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Verein ooer auf ihre gesellsa-astlichen Beziehungen gründen, oder die da glauben, die Bürgerschaft sei ihnen eine Ehrung schuldig, nur, weil sie es eben sind mit ihrer werten Persönlichkeit, oder Weil sie schon mehr auf der Kandidatenliste gestanden. ...etn* klinge man von solchen Anschauungen aus, dann ver-; lundigte man sich an dem Wohle unseres Gemeiilwesens und an dem Andenkeii der vorhin schon genannten Heimgegangenen, deren Gedächtnis jebrr Gießener in Ehren halten soll und wird.

>)cein, Pflicht des Wählers ist es, Leute auszusuchen, von denen er die Ueberzengung hat, daß nicht Nebenabsichten, nicht Eitelkeit, und nicht seMüchtige Regungen ihnen den Eürtritl or e . c K

tn unser städtisches Kollegium- begehi'enswert machen, sondern *^ni d. Mrs. wurde in dem Hörsaale des Sa n b

^ute, die arbeiten, die helfen, die schaffen und sorgen wollen w i r t s ch a f t l i ch e n I n st i t u t s der Landesunrversität eii ür das Wohl de^Geiamtheit, und die beseelt sind von dem Oberknrsus in Landw. Naturkunde eröffnet. Nach eine-s wv? l^c Ut im Dienste der Stadt Begrüßung durch den Direktor des Instituts Professor

Wie des Einzelnen. Ein schlechter Vormund, der sich nur I des DciNlsteviUM^ des ^nnern ferne tyreubt lL

Vermögensverwalter des seiner Fürsorge anvcr trau ter? Mündels größere Zahl von Herren sich biei ib

betrachtet, den sein Herz nicht drängt, ihm- met-r zu sein ihm öusammengesunden habe, um sich mit der nenen Unterrichts | a"ä> Führer und Berater, ja ein neuer zweiter Vater. So ver- ^thode für die Naturkunde in ländlichen Fortbildmias > ^1^11 0!^ wtr non deii in unsere (Gemeindevertretung zu schulen bekannt zu machen, und um später als Leiter bot v Wählenden, daß sie uns und unserer Stadt mehr seien als bloße Wanderkursen die neue Methode den Fortbildunasschul - begnügen, regelmäßig ihre Sitzungen lehrern zu übermitteln. Die Großherzogliche Staatsreaie rr

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rechtzeitig crfeitncn, was dem Wohl des Ganzen frommt. Nur lebhafte Befriedigung darüber aus, daß die Veranstaltunc 511 solchen Männern, die mit einem warmen Herzen klaren Blick Lines Oberkursus mit den Einrichtungen unserer Landesmii verbinden fm das was not ist, und von denen wir wissen, daß bersität durchgesührt worden wäre. Er wies darauf Hst t btat?ttCreim.T1W* WrfJn ®C1^ St-rdt in Trcucn zn daß CercZ, die Göttin des Landbaues, nach dem WauLcn i

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und gesunde Entwickelung bc8 Gemeinwesens möglich ist wo ihre Nahrrmg verändert. An iv

bicicS Vertrauen >chlt, i>a fehlt der Grund- und Eckstein bcs von Nektar und Ambro,m i,t heute die Wissenscha, ? ganzen Baues. getreten, die alv die 9tahrmutter des Landbaus eine wichtig,

Meine, Herren, Sie sehen, wir stellen hohe Anforderungen Aufgabe zu erfüllen habe. Er könne dem Oberlursus boi" an die Manner unierer Wahl und unseres Vertrauens Nnd es' ^iten der Universität nur 8ph iwk Wirb keine leichte Aufgabe sein, die richtigen Leute zu finden die unsere Bedingungen zu erfüllen geeignet und geneigt sind Um nun aber bon vorNeherein unser möglichstes zu tun, die Wahl wla-er Rcänner einigermaßen aussickstsvoll zu machen im ^iiiue aller Wohinieinendeu, war es unser Bestreben, gleich von Anfang an einen Faktor bei der Wahl ausscheiden zu lassen, der mitunter eine gar merkwürdige und schädliche 9iolle spielt, und das i|t der Zufall. Wir alle inv Vorstand waren und sind der Nieinung, daß bei so ernsten und folgeschweren Dingen der Zilsall reute diolle spielen darf. Es ist aber sattsam bekannt baß ft gerade da am meisten bestimmend und entscheidend bervor- tritt, ivo Uneinigkeit und Zersplitterung in der Bürgerschaft un(> wo jebe Interessengruppe sich selbst die größte Wichtigkeit und dauiit den größten Anspruch aus den Vorrang zu- )d)reibt. Wir glaubten daher im Interesse unserer Stadt und im einne.unierer Biirgerschast wie auch unserer Mitglieder zu Han- dein, indem Wir iins mit anderen Lstörperschasten in Verbinduiig Ickten, die gleiche (oder ähiiliche) Prinzipien versolgen wie wir. Schon vor längerer Zeit traten wir die beiden Vorsitzenden : ~ allerdings zimucht auf private Weise mit Beauftragleii, bezw ^orsttmt^'mitgliedern des freisinnigen, des nationalliberalen und : bcs Noröost-Vereins in Verbindung, um zunächst darüber zu be-! r niV welcher O^rundlage ein etwaiges Zusammengehen der vier Vereine in machen Stadtratswahlen möglich sei. Bei gutem 4S,tIIcit, der sich auf allen Seilen zeigte, und der nur mehr rein äußerlich« Bedeuten zu beseitigen fand. Tarnen wir uns immer naher, und schließlich einigten wir uns ich brauche Sie ja nicht nut den Einzelhecken der Verhandlungen zu belästigen Mm, daß wir uns unter Zuziehung des vor einigen Wochen geJ 'M** Sudweü zu gemeinsamem Vorgehen unter bfv Ehrung eines aus den verschiedenen Vereinen zu wählenden Ausschusses lct Bürgerschaft zusammeiischließen wollten. Auch M icyon daran gedacht worden, noch andere Vereine und älörper- Ichasten zu bemclsichtigeii und sie heranzuziehen. Ein Vorrang oder eine bworzugte Sonderstellung |oll Teincr der Vereinigungen zusteHeu, alle wollen und sollen nur der Gesamtheit dienen. , Als

au", das war, Wenn «i» xjciui vuh jculicii icniq iein in Denen in alle

aa«. b ft °usgcwwchvi, doch tut Grunde der Leitspruch drei Provinzen Hessens Fortbildungsschnllehrer in die neu ff Meine Serien! Ich habe Ihnen in aller '.Kürze die Anki»t-n werden. Zu der Teilnahme sind eüi.*T

und Grundgedanken vorgetragen, die uns bei unseren vorbereitenden ^brren ctnberu, en worden, welche als Kreisschulu

^d) ritt en für die Stadtratswahleu geleitet Haden; ich habe C'vfmcn !nl^,c^oreTI' Sirertorcn und Lehrer an hessischen ©eminarei a:lt auch gezeigt, zu welchem Oiesultat wir gekommen sind Die w-^^ ait lckudwirt|chustlühen, an Obst- nnS Weinbauschule Einzelheiten unseres Abkommens werben wir nachher zu Ihrer sind. Der Oberkursus wird vom 10, bis 19. Ottobe \v< Kenntnis bringen und Ihrer Begutachtung bezw. Genehmigung dauern. Am Sonntag wirb eine Exkursion nach der Wettera unterbreuen. unternommen werden. k.,

Mancher von Ihnen wird vielleicht denken, daß gerade dem -------- ------L

sturer Größe und Bedeutung nach größere Selb- staudigkeit vielleicht die Oberleitung der ganzen Wahlaugelegenheü gebühre Es hat ja dieser Gedanke etwas Bestrickendes und Ver- luhrerisches und könnte es falls ich eitler -Ehre geizig wäre gerade für mich, den Vorfitzenden, haben. Allsi.b ütL ^nicn ^gßilngen gemäß dem !Gemeinweseii dienen,

und das lann er nack) meiner Ansicht im vorliegenden Fall und unter .derucksickstiguiig der gegebenen Verl-ältnisse am besten «und vorteilhaftesten, wenn er sich in gleiche 3ieihe stellt mit anderen, ne ähnliche Ziele haben. Und für mich persönlich steht ich m kmiruVbadL 1>ier 00r Ihnen anszusprechen das

^amtyelt, das Wohl unserer Heben Vaterstadt höher als .das Jnteresie des Vereins. Wollen Sie mich ob dieser vereinsketzeriichen Ansicht absetzen, nun, dann in Owttes Namen. Ich glaube aber, tote sind mit mir einig, daß in dem vorliegen­den Fall das Dienen der bessere Teil iber Herrschst ist. Und , ^a5^cr, .J^cr Verein, jede Interessengruppe von! dieser llnsicht beseelt ist, daun hoffe ich, wird auch von unserem gemLiniamni Vorgehen bei den StadtratÄvahlcn das gelten, was als herrlichstes Dokument Gießener Bürger- und Gemeinsinns mit goldenen Lettern für alle Zeiten über dem Eingang unseres ^hc-llwis emgegrnben ist:Aus bei Kräfte schön vcretnt-u sstreuen u|to.

feiten der Universität nur den besten Erfolg wünschen^ Herr ProvinZialdirektor Geheimerat Dr. Breidert begrüßt! alle Erschienenen im Namen des Kreises Gieeßn, der al- - »olchcr bereits die neue Unterrichtsmethode in einer 3kech seiner Fortbildungsschulen eingeführt habe. Es seien fehl er.reuliche Erfolge damit erzielt worden. Es wäre ihn» eine besondere Freude, daß nun der Weg gesucht und ge < sunden sei, um die Reforni des ländlichen Fortbildung^ * schulwesens nunmehr auf das ganze Großherzogtum 'zi i übertragen. Herr Schulrat Kleinschmidt wies aus di fi geradezu überraschende Wirkung der Reform der Fortbil dungsschulen auf die Belebung des UnterrichtsbetrieLe- " hin. Dem Lehrer ist eine schöne neue Aufgabe gestellt^, dem Schüler ueues, lebhaftes Interesse gegeben, der Unter ~ richt und seine Erfolge würden tatsächlich neu belebt. Aid, | dem heutigen Tage könnte man auch von der weiteret n Entwickelung nur das beste erhoffen. Der Leiter des Ober kursus Herr Prof. Gisevius dankte allen genannten Herre: : sur ihre freundlichen Worte und begrüßte auch den in!£ zwischen erschienenen Herrn Abgeordneten Kohler-Langsdor!L Herr Köhler habe mit Herrn Leidig zusammen in der Langs - ^.orsar .Fortbildungsschule zuerst die neue Unterrichtsmethod ein geführt. Er müsse seine Freude daran haben, wie sein tb Anregung jetzt weitere Frucht trage. .Herr Köhler dankt Q für diese Anerkennung und erklärte, er habe sich zwar bi 4 wettere Entwickelung elwas anders gedacht. Er wolle aber gern darüber freueii, wenn der Oberkursus ähnlichen Eitu folg haben werde wie der erste Langsdorfer Versuch und wi a die daran später angeschlossenen Gießener Kurse. h

Die Teilnehmer des Oberiursus wollen sich mit de Reform der hessischen ländlichen Fortbildungsschulen airfou ^ruiid der bisher int Kreise Gießen geinachten Ersahrunge L bekannt machen. J.n nächsten Sommer werden die Teil nehmer als Leiter von Kursen tätig sein, in denen in alle

den Ausbau die des.Kassen- noch nicht des J.-V.-G. Einrichtung ciUfcbicbcn Vbd. 'Dhtql. Vbd. Dlltgl. Vbd. Mitgl.

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